DE350187C - Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen koerperhaft aussehender kinematographischer Bilder - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen koerperhaft aussehender kinematographischer Bilder

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DE350187C
DE350187C DE1920350187D DE350187DD DE350187C DE 350187 C DE350187 C DE 350187C DE 1920350187 D DE1920350187 D DE 1920350187D DE 350187D D DE350187D D DE 350187DD DE 350187 C DE350187 C DE 350187C
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03BAPPARATUS OR ARRANGEMENTS FOR TAKING PHOTOGRAPHS OR FOR PROJECTING OR VIEWING THEM; APPARATUS OR ARRANGEMENTS EMPLOYING ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ACCESSORIES THEREFOR
    • G03B21/00Projectors or projection-type viewers; Accessories therefor
    • G03B21/54Accessories
    • G03B21/56Projection screens
    • G03B21/60Projection screens characterised by the nature of the surface

Landscapes

  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Stereoscopic And Panoramic Photography (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf eine Einrichtung, um plastische Wirkungen bei Bildern zu erhalten, die mittels eines Kinematographenapparat.es oder ähnlicher-Projektionsapparate erzeugt werden. Bei den bisher bekannten Einrichtungen zur Erzielung ähnlicher Wirkungen bei projizierten Bildern mußten entweder in besonderer Art und Weise hergestellte Filme benutzt werden, wie beispielsweise solche, bei denen die Figuren auf einem schwarzen Untergrund aufgenommen sind und der Untergrund durch feste Szenerie oder durch einen Hilfsprojektionsapparat ergänzt wird, oder solche Filme, bei denen die
,5 einzelnen Bilder mit gegeneinander verschobenen Objektiven aufgenommen sind. Bei ; der letzteren Art der Erzielung stereoskopi- : scher Wirkungen und auch bei anderen Verfahren für diesen Zweck müssen dann zwei Einzelbilder, die sich nicht genau decken, ; nacheinander oder gleichzeitig auf den Pro- ; jektionsschirm geworfen werden.
; Von diesen bekannten Einrichtungen unter-I scheidet sich die Erfindung, bei der gewöhn- ; liehe Filme oder Durchziehbilder, wie sie zur j Zeit für flache Bilder benutzt werden, verwen- ! det werden, dadurch, daß von einem einzelnen j gewöhnlichen Filmbild gleichzeitig zwei Proi jektionsbilder erzeugt werden, die derart auf j einem Schirm nebeneinander erscheinen, daß
sie in geringem Maße einander nicht decken. Das Maß des Mangels an Übereinstimmung der beiden Bilder ist bei einer Einrichtung nach der Erfindung genügend gering, um dem Beschauer nicht sichtbar zu werden, während die hervorgerufene Wirkung die ist, das Bild körperhaft erscheinen zu lassen. Die Ränder der verschiedenen Gegenstände weisen Schatten avif, so daß bei den verschiedenen Gegenständen eine Rundung oder Körperlichkeit hervorgerufen wird. Die Wirkung wird beträchtlich durch das natürliche geistige Bestreben erhöht, bei dem Anschauen der Gegenstände im Geiste die wirkliche Gestalt der <5 Gegenstände, deren der Beschauer gewahr wird, zu erzeugen. Das Ergebnis ist, daß das Bild körperlich erscheint. Ein Undeutlichwerden und Flimmern des Bildes wird vermieden, und es fällt gänzlich die Augenanstrengung fort, die bei dem Anschauen gewöhnlicher kinematographischer Bilder vorhanden ist.
Bei,der Ausführung der Erfindung wird ein Projektionsapparat von irgendeiner geeigneten Bauweise verwendet, und die Lichtstrahlen werden mittels geeigneter reflektierender oder halbreflektierender Oberflächen so zerteilt, daß zwei Bilder auf den Schirm geworfen werden, welche beiden Bilder etwas außer Übereinstimmung angeordnet sind. So kann ein durchscheinender oder durchsichtiger Reflektor in einem Winkel zu dem Weg der Lichtstrahlen, die von dem Projektionsapparat kommen, angeordnet sein. Der größere Teil des Lichtes tritt unmittelbar durch diesen Reflektor hindurch und erzeugt das Hauptbild auf dem Schirm. Ein Teil 'des Lichtes wird jedoch von der Oberfläche des durchsichtigen oder durchscheinenden Reflektors auf einen Hilfsreflektor reflektiert und von diesem so auf den Schirm geworfen, daß das zweite Bild ein klein wenig gegen das Hauptbild verschoben ist.
Der Schirm kann unter- oder oberhalb der Projektionslinie angeordnet sein, und die Lichtstrahlen werden durch den Projektionsapparat auf einen geneigt stehenden Spiegel oder anderen Reflektor geworfen und von dort zu dem Schirm, so daß der Beschauer die BiI-der auf dem Schirm durch den Reflektor hindurch erblickt.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung in einem Ausführungsbeispiel mit einer schematisch wiedergegebenen Apparatanordnung dargestellt.
Auf der Zeichnung ist mit 1 irgendein geeigneter Apparat zum Projizieren von kinematographischen oder anderen Bildern bezeichnet. Vor der Laterne 1 ist ein durchscheinender oder teilweise durchsichtiger Reflektor 2 angebracht, der aus einer Glasplatte bestehen kann, die in einem geeigneten Winkel zu den von dem Projektionsapparat 1 kommenden Lichtstrahlen angeordnet ist. Dieser Reflektor 2 läßt den größeren Teil der Lichtstrahlen 3 hindurchtreten, während ein kleinerer Teil# auf den geneigt stehenden Spiegel oder das Prisma 4 abgelenkt wird, von wo er in Richtung des Strahles 5 reflektiert wird. Die Reflektoren 2 und 4 können einstellbar sein, um die Stellung der beiden erzeugten Bilder zu regeln. Die beiden Strahlenbündel 3 und 5 werden von der Oberfläche des Spiegels 6 auf den Schirm 7 derart reflektiert, daß zwei Bilder auf diesem Schirm erzeugt werden. Diese beiden Bilder sind identisch und dicht nebeneinander Seite an Seite angeordnet, wobei ihre gegenseitige Stellung durch Änderung der Winkel des einstellbaren Re-, flektors 2 und Reflektors 4 leicht eingestellt werden kann.
Diese auf dem Schirm 7 erzeugten Bilder werden durch den Beschauer in der Stellung 8 durch den Spiegel 6 derart erblickt, daß er das Bild auf einem scheinbaren Schirm in der Stellung 9 zu erblicken glaubt. Falls es gewünscht wird, kann der Reflektor 6 weggelassen werden, und die zur Erzeugung zweier nebeneinanderliegender Bilder dienenden Lichtstrahlen können unmittelbar auf einen Schirm geworfen werden, der an der Stelle des scheinbaren Schirmes steht, wie dies in strichpunktierten Linien bei 9 angedeutet ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zum Erzielen körperhaft aussehender Projektionsbilder, insbesondere von kinematographischen Bildern, da- ■ durch gekennzeichnet, daß von einem einzelnen gewöhnlichen Bild gleichzeitig zwei um ein wenig gegeneinander verschobene Projektionsbilder nebeneinander auf einem Schirm erzeugt werden.
2. Vorrichtung zum Ausüben des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen durchsichtigen oder durchscheinenden Reflektor (2), der einen Teil des Lichtes zum Erzeugen des Hauptprojektionsbitdes hindtirchtreten läßt, während er einen Teil des Lichtes auf einen anderen Spiegel (4} reflektiert, um ein zweites ein wenig verschobenes Bild auf demselben Schirm zu erzeugen.
Hierai 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920350187D 1919-03-13 1920-02-17 Verfahren und Vorrichtung zum Erzeugen koerperhaft aussehender kinematographischer Bilder Expired DE350187C (de)

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DE350187C true DE350187C (de) 1922-03-14

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