DE349939C - Fernrohr, bei dem die Einblickachse und die Ausblickachse von Schwankungen seines Traegers unabhaengig sein sollen - Google Patents

Fernrohr, bei dem die Einblickachse und die Ausblickachse von Schwankungen seines Traegers unabhaengig sein sollen

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DE349939C
DE349939C DENDAT349939D DE349939DD DE349939C DE 349939 C DE349939 C DE 349939C DE NDAT349939 D DENDAT349939 D DE NDAT349939D DE 349939D D DE349939D D DE 349939DD DE 349939 C DE349939 C DE 349939C
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Carl Zeiss SMT GmbH
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    • G02OPTICS
    • G02BOPTICAL ELEMENTS, SYSTEMS OR APPARATUS
    • G02B27/00Optical systems or apparatus not provided for by any of the groups G02B1/00 - G02B26/00, G02B30/00
    • G02B27/64Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image
    • G02B27/646Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image compensating for small deviations, e.g. due to vibration or shake
    • G02B27/648Imaging systems using optical elements for stabilisation of the lateral and angular position of the image compensating for small deviations, e.g. due to vibration or shake for automatically maintaining a reference alignment, e.g. in self-levelling surveying instruments

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Description

  • Fernrohr, bei denn die Einblickachse und die Ausblickachse von Schwankungen seines Trägers unabhängig sein sollen. Die Erfindung betrifft ein Fernrohr, das mit seiner Einblickachse und mit seiner Ausblickachse von etwaigen Schwankungen seines Trägers unabhängig sein soll, sei-es, daß es sich z. B. um ein Fernrohr handelt, das auf einem Schiff aufgestellt werden soll, so daß es dort den Schwankungen des Schiffes ausgesetzt wäre, oder um ein Mastfernrohr von beträchtlicher Größe, bei dem seiner Größe wegen mit merklichen Schwankungen zu rechnen wäre.
  • Fach derErfindung läßt sich dergewünschte Zweck dadurch erreichen, daß man das Fernrohr aus zwei voneinander getrennten Teilen bestehen läßt und von diesen beiden Teilen den hinteren dagegen sichert, an den- Schwankungen des vorderen Teils teilzunehmen, und den vorderen so ausbildet, daß er die Vergrößerung -6-i hat. Die Sicherung des hinteren Teils wird verschieden sein, je nach der Art des Fernrohrs und der in Betracht kommenden Schwankungen. Handelt es sich z. B. um ein Fernrohr, das auf einem Schiff angeordnet ist, so muß man den hinteren Teil z. B. mit einem Pendel oder einem Kreisel verbinden, wenn man ihn verhindern will, an den Schwankungen des auf dem Schiff fest aufgestellten und daher mit diesem schwankenden vorderen Teils teilzunehmen. Handelt es sich dagegen beispielsweise um ein auf der Erde stehendes Mastfernrohr, bei dem die störenden Schwankungen diejenigen sind, die sich aus der -Nachgiebigkeit der Haltevorrichtungen ergeben, so bildet die Trennung der beiden Teile voneinander, also die gesonderte Aufstellung des hinteren Teils, schon eine genügende Sicherung. Durch die Sicherung des hinteren Fernrohrteils ist die Einblickachse gegen Schwankungen gesichert. Daß durch die obenerwähnte Ausbildung des vorderen Teils auch die Ausblickachse von Schwankungen frei gemacht ist, hat darin seinen Grund, daß bei einem optischen System von der Vergrößerung +i zwei beliebige Strahlen den Winkel, den sie beim Eintritt in das Svstein miteinander bilden, auch beim Austritt miteinander bilden; infolgedessen ändert ein 'Strahl seineAustrittsrichtung auch dann nicht, wenn das System Schwankungen unterworfen ist.
  • Legt man die Austrittspupille des vorderen Teils in denjenigen Punkt, um den sich bei einer Schwankung des vorderen Teils dieser Teil-gegen den vorderen Teil bewegt, so bleibt der Ausblick aus dem gesamten Fernrohr in einer bestimmten Richtung (z. B. der wagerechten) so lange im wesentlichen ungehindert, wie die Abweichung des Trägers von seiner Mittellage die halbe Größe des gegenstandseitigen Gesichtsfeldwinkels des vorderen Teils nicht übersteigt. Dabei ist vorausgesetzt, daß die Eintrittspupille des hinteren Teils die Austrittspupille des vorderen Teils an Größe genügend übertrifft, daß die Eintrittslinse des hinteren Teils also, im Falle die Eintrittspupille (wie üblich) in der -Nähe dieser Linse liegt, verhältnismäßig groß gegenüber der Austrittspupille des vorderen Teils ist. Legt man auch die Eintrittspupille des hinteren Teils in den oben bezeichneten Punkt, so braucht die Eintrittslinse des hinteren Teils, im Falle diese Eintrittspupille in ihrer Nähe liegt, nur ebenso groß zu sein wie die Austrittspupille des vorderen Teils.
  • Fernrohre, die aus zwei voneinander getrennten Teilen bestehen, von denen der hintere dagegen gesichert ist, an den Schwankungen des vorderen teilzunehmen, sind z. B. schon durch die deutsche Patentschrift 2a9456 bekannt geworden. Es hatte bei diesen Fernrohren die Trennung jedoch den Zweck, die beiden Teile weit auseinanderrücken zu können.
  • . In der Zeichnung ist die Erfindung an zwei Ausführungsbeispielen erläutert, die beide den verwickelteren Fall darstellen, daß das gesamte Fernrohr auf einem schwankenden Träger steht.
  • Bei dem in Abb. i dargestellten ersten Ausführungsbeispiel ist an einem Ständer a ein Rohr b befestigt, das an seinem oberen Ende ein Dachprisma b1 trägt. Hinter diesem Prisma liegt ein Objektiv b2, eine Blende c, ein Kollektiv b3 und eine Sammellinse b4. Eine Gabel d1 ist mit Hilfe eines Zapfens d2 in dem Ständer a um eine wagerechte Achse drehbar gelagert. Auf der von der Gabel d1 abgewendeten Seite'trägt der Zapfen d2 ein Gewicht d3. In der Gabel d1 ist ein Gehäuse e um eine wagerechte Achse drehbar gelagert, die die Achse des Zapfens d2 rechtwinklig schneidet. 'Dieses Gehäuse enthält eine Sammellinse e1, ein Dachprisma c2, eine Strichplatte e3 und ein Okular f, dessen Linsen mit f1 und f2 bezeichnet sind. Die optische Achse der Linse el wird von der Drehachse des Gehäuses c geschnitten. Unten trägt das Gehäuse e ein Gewicht e°. Das Objektiv b2 entwirft von dem beobachteten Gegenstande ein Bild in der Nähe des Kollektivs b3. Von diesem Bilde entwirft die Linse b4 ein virtuelles Bild. Von diesem virtuellen Bilde entwirft die Linse el@ ein reelles Bild am Orte der Strichplatte e3. Die Linsen b2, b3 und b4 sind so gewählt, daß das von diesen drei Linsen entworfene Bild des beobachteten Gegenstandes die Vergrößerung i hat; daß es sich dabei um die-Vergrößerung +i handelt, folgt aus der gesamten Anordnung des Fernrohrs. Die Eintrittspupille des vorderen Teils des Fernrohrs besteht in dem Bilde der Blende c, das das Ob- jektiv b2 Von dieser Blende entwirft. Die Austrittspupille des vorderen Teils ist das Bild, das die Linsen b3 und b4 von der Eintrittspupille entwerfen; dieses Bild liegt in dein Punkte, in dem die Drehachse der Gabel dl von der Drehachse des Gehäuses e geschnitten wird. Bei allen Schwankungen, die die das Fernrohr tragende Fläche g und damit der Ständer a samt dem vorderen Teil des Fernrohrs erleidet, behält infolge der Wirkung der Gewichte d3 und e° der hintere Teil des Fernrohrs seine Lage gegenüber der Erde bei.
  • Bei dem in Abb. z dargestellten zweiten Beispiel ist auf einer Grundplatte l7. auf einem Fuß il ein Rohr j befestigt, das ein Objektiv j1, ein Kollektiv j2, eine Umkehrlinse j3 und ein Okular j4, f enthält. Eine Gabel k1 ist mit Hilfe eines Zapfens k2 in einem auf der Grundplatte h angebrachten Lager i2 um eine wagerechte Achse drehbar gelagert. An der von der Gabel k1 abgewendeten Seite trägt der Zapfen k2 ein Gewicht k3. In der Gabel k1 ist ein Gehäuse L um eine wagerechte Achse drehbar gelagert, die die Achse des Zapfens k2 rechtwinklig schneidet. Dieses Gehäuse enthält ein Objektiv 11, ein zweimal spiegelndes Prisma l2, ein Dachprisma 13, eine Strichplatte 14 und ein Okular in, dessen Linsen mit 71a1 und m2 bezeichnet sind. Die optische Achse des Objektivs 11 wird in dem Objektiv von der Drehachse des Gehäuses L geschnitten. Unten trägt das Gehäuse L ein Gewicht L°. Der vordere, auf dem Fuß i1 starr befestigte Teil des Fernrohrs ist für sich ein terrestrisches Fernrohr von der Vergrößerung i. Der hintere, kardanisch gelagerte Teil ist ebenfalls für sich ein Fernrohr. Die Austrittspupille des vorderen Teils ist in den Punkt gelegt, in dem die Drehachse der Gabel k2 und die des Gehäuses L einander schneiden, und liegt infolgedessen am Orte der Eintrittspupille des hinteren Teils, die von der Fassung des Objektivs 11 gebildet wird. Bei allen Schwankungen, die die das gesamte . Fernrohr tragende Fläche ia, auf der sich eine mit einer Durchblicköffnung o° versehene Schutzwand o- befindet, und damit der vordere Teil des Fernrohrs erleidet, behält infolge der Wirkung der Gewichte k3 und l° der hintere Teil des Fernrohrs seine Lage gegenüber der Erde bei.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Fernrohr, das mit seiner Einblickachse und mit seiner Ausblickachse von Schwankungen seines Trägers unabhängig sein soll, dadurch gekennzeichnet, daß das Fernrohr aus zwei voneinander getrennten Teilen besteht, von denen der hintere dagegen gesichert ist, an den Schwankungen des vorderen teilzunehmen, und von denen der vordere die Vergrößerung -[-i hat. a. Fernrohr nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Austrittspupille des vorderen Teils in der Nähe desjenigen Punktes liegt, um den sich bei einer Schwankung des vorderen Teils der hintere Teil gegen den vorderen Teil bewegt. 3. Fernrohr nach Anspruch z, bei dem die Eintrittspupille des hinteren Teils in der Nähe der Eintrittslinse dieses Teils liegt, dadurch gekennzeichnet, daß diese Eintrittspupille ungefähr mit der Austrittspupille des vorderen Teils zusammenfällt.
DENDAT349939D Fernrohr, bei dem die Einblickachse und die Ausblickachse von Schwankungen seines Traegers unabhaengig sein sollen Expired DE349939C (de)

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