DE348208C - Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen durch katalytische Vereinigung von gasfoermigen und fluechtigen Stickstoffverbindungen und ebensolchenKohlenstoffverbindungen - Google Patents

Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen durch katalytische Vereinigung von gasfoermigen und fluechtigen Stickstoffverbindungen und ebensolchenKohlenstoffverbindungen

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DE348208C
DE348208C DE1914348208D DE348208DD DE348208C DE 348208 C DE348208 C DE 348208C DE 1914348208 D DE1914348208 D DE 1914348208D DE 348208D D DE348208D D DE 348208DD DE 348208 C DE348208 C DE 348208C
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    • C01INORGANIC CHEMISTRY
    • C01CAMMONIA; CYANOGEN; COMPOUNDS THEREOF
    • C01C3/00Cyanogen; Compounds thereof
    • C01C3/02Preparation, separation or purification of hydrogen cyanide
    • C01C3/0208Preparation in gaseous phase
    • C01C3/0212Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the presence of oxygen, e.g. the Andrussow-process
    • C01C3/0216Preparation in gaseous phase from hydrocarbons and ammonia in the presence of oxygen, e.g. the Andrussow-process characterised by the catalyst used

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Description

  • Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen durch katalytische Vereinigung von gasförmigen und flüchtigen Stickstoffverbindungen und ebensolchen Kohlenstoffverbindungen. Es hat sich ergeben, daß Metalle als Kontaktkörper bei der Cyanwasserstoff- bzw. Cyanidsynthese aus den Elementen erst dann eine größere Reaktionsbeschleunigung hervorrufen und daher eine erhöhte Ausbeute zur Folge haben, wenn man sie nicht unmittelbar verwendet, sondern sie oder ihre Nitride erst aus geeigneten Verbindungen der Metalle, wie z. B. Karbonaten, Nitraten, mit Ausnahme der Metalloxyde, im Verfahren selbst sich bilden läßt, wobei darauf hingewiesen sei, daß bei der Verwendung von Metalloxyden nach der Patenschrift --54o68 ein ähnlicher Vorgang stattfindet.
  • Der Kontaktkörper besteht dann nicht aus einem einheitlichen Stoff, wie z. B. aus einem Metall, sondern aus einer Art Gemenge von z. B. Metall, Metallnitrid_ und gegeb_gnenfalls-_ 'Metä@llö@d. @@n söfclier Köntaktkörper ent=@ s"eaürch die Reaktionsgase bzw. -entsprechenden Gase beim Erhitzen auf eine bestimmte Temperatur. Diese ist abhängig von der Art des herzustellenden Kontaktkörpers. Dieser wird zweckmäßig bei einer Temperatur von höchstens 700° C aus den entsprechenden Metallverbindungen gebildet. Unterhalb dieser Temperaturgrenze ist die Nitridbildung und daher die Wirksamkeit des Katalysators am größten. Andererseits würde eine zu hohe Temperatur eine beträchtliche Zersetzung des kohlenstoff- bzw. stickstoffhaltigen Reaktionsgases bewirken, wodurch nicht allein bedeutende Verluste an Gas eintreten würden, sondern auch durch Abscheidung von Kohlenstoff der Kontaktkörper unbrauchbar werden würde.
  • Die Darstellung von Cyanwasserstoff bzw. Cyanammonium kann beispielsweise durch folgende Metalle bzw. deren Nitride bewirkt werden: Die Metalle der Eisengruppe und deren Nitride, ferner Kupfer, Chrom, Magnesium, Mangan, Titan und derenNitride.
  • Sehr vorteilhaft ist diese Arbeitsmethode, wenn die Kontaktmetalle zuvor durch kurzes Erhitzen an der Luft eine oberflächliche 2xydation erfahren, wodurch sie mit-einer dünnen Oxydschicht überzogen werden, welche eine energische Reältiönsbeschleunigung einleitet und unterhält. Die oxydierten Metalle werden dann im Kontaktofen selbst durch das Reaktionsgasgemisch in den Kontaktkörper übergeführt.
  • Die bessere Wirkung des bei obigem Verfahren angewandten Kontaktkörpers beruht hierbei auf der besonderen Art der Herstellung desselben. Während bei einem bekannten Verfahren lediglich bestimmte Metalle in Drahtnetzform o. dgl. als Kontaktkörper Anwendung finden, wird nach dem obigen Verfahren ein besonders reaktionsfähiger Katalysator dadurch erhalten, daß er in der beschriebenen Weise aus geeigneten Metallverbindungen auf einfachstem und billigem Wege gewonnen wird. Ferner besteht ein weiterer Vorzug, den Kontaktkörper in der obigen Art zu verwenden, darin, daß der so dargestellte Kontaktkörper längere Zeit und ohne Störung des Betriebes verwendet werden kann als bei -Anwendung des Kontaktkörpers in Drahtnetzform,denn durch '-,\ritridbildung wird das Metall spröde und brüchig. In Ausführung des Verfahrens in .der beschriebenen Weise wird die Reduktion der oxydischen Verbindungen zuweilen zweckmäßig vor Einführung in den Kontaktofen durch reduzierende Gase vorgenommen, um damit eine Vorbehandlung der Masse vorzunehmen, die dann im Kontaktofen durch die Reaktionsgase in den eigentlichen Kontaktkörper umgesetzt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen durch katalytische Vereinigung von gasförmi- f gen und flüchtigen Stickstoffverbindungen und ebensolchen Kohlenstoffverbindungen, i dadurch gekennzeichnet, daß man als Kontaktkörper Metalle bzw. deren Nitride verwendet, welche zweckmäßig bei einer Temperatur von höchstens 700° C aus ihren Verbindungen - ausgenommen die Metalloxyde - zu Beginn des Verfahrens hergestellt sind. a. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man das für die Herstellung des Kontaktkörpers bestimmte Material zuvor durch kurzes Erhitzen an der Luft oder im Sauerstoff oberflächlich oxydiert, oder auch daß man das Metall, dessen Oxyd oder die beim Erhitzen in Oxyde übergehenden Verbindungen bei Gegenwart von Sauerstoff oder Luft glüht. 3. Ausführungsform nach Anspruch i und z, dadurch gekennzeichnet, daß man die Reduktion der oxydischen Verbindungen der Kontaktmetalle vor Einführung in den Kontaktofen durch reduzierende Gase vornimmt.
DE1914348208D 1914-07-18 1914-07-18 Verfahren zur Darstellung von Cyanwasserstoff und Cyanverbindungen durch katalytische Vereinigung von gasfoermigen und fluechtigen Stickstoffverbindungen und ebensolchenKohlenstoffverbindungen Expired DE348208C (de)

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