DE34738C - Apparat zum Hervorbringen tönender Signale - Google Patents
Apparat zum Hervorbringen tönender SignaleInfo
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- DE34738C DE34738C DENDAT34738D DE34738DA DE34738C DE 34738 C DE34738 C DE 34738C DE NDAT34738 D DENDAT34738 D DE NDAT34738D DE 34738D A DE34738D A DE 34738DA DE 34738 C DE34738 C DE 34738C
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- G08B—SIGNALLING SYSTEMS, e.g. PERSONAL CALLING SYSTEMS; ORDER TELEGRAPHS; ALARM SYSTEMS
- G08B3/00—Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems
- G08B3/06—Audible signalling systems, e.g. audible personal calling systems using hydraulic transmission; using pneumatic transmission
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 74: Signaxwesen.
Die vorliegende Erfindung betrifft einen Schiffs-Signalapparat, welcher zur Verhütung
von Zusammenstöfsen so eingerichtet ist, dafs er durch Töne bekannt giebt, aus welcher
Richtung sich ein Schiff einem anderen nähert. Die hierzu erforderlichen Neuerungen beziehen
sich auf die Construction des Signalgebers, sowie auch auf Vorrichtungen, wodurch letzterer
von der Commandobrücke oder einem anderen passenden Theile des Schiffes aus in Thätigkeit
gesetzt und zugleich der Steuermann benachrichtigt werden kann, welchen Kurs er zu
steuern hat.
Das bei diesem Apparat benutzte Zeichensystem enthält acht Signale, welche je aus
langen und kurzen Tönen zusammengesetzt sind. Aber anstatt dafs alle diese Töne, wie
bisher üblich, gleiche Höhe haben, ist die Einrichtung getroffen, dafs die Töne, mit welchen
die für die nach Osten zu belegenen Theilstriche des Compasses bestimmten vier Signale
anfangen, tiefe Töne sind, während die vier Signale für die nach Westen zu belegenen
Theilstriche mit hohen Tönen anfangen, oder umgekehrt.
Die Neuerungen in der Construction des Signalgebers bestehen darin, dafs lange oder
kurze Töne von entsprechender Höhe oder Tiefe hervorgebracht werden können. Oder
mit anderen Worten: der Apparat ist so eingerichtet, dafs er einen langen oder kurzen
hohen Ton oder einen langen oder kurzen tiefen Ton geben kann. Infolge dessen gestattet
der Apparat eine gröfsere Anzahl von Signalen als die bisher gebräuchlichen Apparate.
Der Apparat wird gewöhnlich mit einer Kammer oder einem Dom versehen, welcher
in zwei Abtheilungen getheilt ist, von denen die eine eine hochgetönte und die andere eine
tiefgetönte Pfeife oder Zunge enthält. Beide Abtheilungen stehen mit dem Luft- oder
Dampfraum oder -Cylinder durch Kanäle in Verbindung, welche in normalem Zustande
durch ein passendes Ventil geschlossen sind, aber je mit Hülfe eines entsprechenden Mechanismus
nach Mafsgabe des hervorzubringenden Signals geöffnet werden können. Der Dom kann entweder so placirt werden, dafs die vier
Signale für die nach Osten zu belegenen Theilstriche des Compasses mit einem tiefen Ton
und die anderen vier Signale für die westlichen Theilstriche mit einem hohen Ton anfangen,
oder umgekehrt. Man ist sonach in den Stand gesetzt, durch eine einfache Verstellung der
Theile für Dampfer und Segelschiffe verschiedene Signale hervorzubringen.
Zur Illustration der Erfindung mögen die beiliegenden Zeichnungen dienen. Es zeigt:
Fig. ι den Signalapparat in centralem Längenschnitt
mit einigen Theilen im Aufrifs,
Fig. 2 den zugehörigen Grundrifs,
Fig. 3 die Vorderansicht eines Theiles des Apparates,
Fig. 4 in verticalem Centralschnitt und theilweise im Aufrifs den Zeichencylinder und
einige der damit in Verbindung stehenden Theile,
Fig. 5 einen Horizontalschnitt nach x-x,
Fig. 4,
Fig. 5a eine Modification, in welcher nur
eine Pfeife oder Zunge zur Verwendung kommt,
Fig. 5 b einen Horizontalschnitt nach x'-xl,
Fig. 5a>
Fig. 6 die Abwickelung des Zeichencylinders, Fig. 7 die Vorderansicht und
Fig. 8 einen Verticalschnitt einer zum Triebrad gehörenden Kuppelung.
Fig. 9 und 10 veranschaulichen, je theilweise
im Schnitt ausgeführt, in Aufrifs und Grundrifs die Verbindung des Signalapparates
mit einer Pumpe zum Eintreiben von Luft in den Luftcylinder.
Fig. 11 zeigt die Anordnung eines Hülfs-Zeichencylinders.
α ist das Gestell des Signalapparates, b der
Luft- oder Dampfcylinder und c der Kolben. Letzterer ist am oberen Ende der Zahnstange d
befestigt und kann vermittelst des damit im Eingriff stehenden Getriebes e gehoben werden.
Auf dem Rücken der Zahnstange d und an der unteren Seite des Kolbens c ist ein Gehäuse
oder Behälter f angebracht, und der Kolben enthält ein Loch, welches der Form
nach mit dem Innenraum von f übereinstimmt. g bezeichnet den Zeichencylinder und h eine
verticale Spindel, welche mit zwei Bohrungen oder Kanälen hl, die vom oberen Ende eine
Strecke abwärts führen, sowie mit zwei Kanälen /j2, die von den erstgenannten Kanälen h1
nach der Spindelumfläche abzweigen, versehen ist, Fig. 4 und 5. Der Cylinder g ist genau
auf die verticale Spindel aufgepafst und kann sich theilweise auf derselben drehen. Er enthält
einen winkelförmigen Schlitz g1, und durch diesen Schlitz führt eine Schraube i,
welche in der Spindel befestigt ist. Aufserdem besitzt der Cylinder zwei Oeffnungen g·2,
welche vortheilhaft in Gröfse und Form mit den Kanälen ft2 übereinstimmen, Fig. .5 und 6,
und so angeordnet sind, dafs, wenn der Cylinder sich in seiner normalen Position befindet,
wo die Schraube i im höchsten Punkte des Schlitzes gl steht, Fig. 4, die Kanäle in
der Spindel bedeckt oder geschlossen sind. Wird aber der Cylinder g nach der einen
oder der anderen Richtung gedreht, so hebt er sich infolge des Contactes des oberen
Randes seines winkelförmigen Schlitzes mit der Schraube i ein wenig, und es tritt die
eine oder die andere seiner Oeffnungen g12
mit dem entsprechenden Kanal Λ2 der Spindel
in Communication. Jeder der Kanäle h1 steht
mit einer der Kammern j und k am oberen Ende der Spindel h in Communication. Die
Kammer j enthält eine Zunge jl oder eine
Pfeife zur Erzeugung eines hohen Tones, und k enthält eine Zunge k1 oder eine Pfeife von
tiefem Ton. Die Zungen oder Pfeifen sind mit Röhren p k'2 combinirt, die aufwärts nach
einem gemeinschaftlichen Rohr k 3 führen,
auf dessen oberem Ende ein Horn oder eine Trompete ki befestigt ist, Fig. 1. Die Kammern
y und k befinden sich zum Theil im erweiterten
oberen Ende h3 der Spindel h und zum Theil in der Haube Λ4, welche auf die
Spindel aufgesetzt ist und in welcher die Röhren j 2A:2 befestigt sind. Der Theil/!3 besitzt
einen Flantsch /?5, mittelst dessen die Spindel auf dem oberen Theil des Gestelles a
ruht, Fig. ι.
Damit der Cylinder g genau nach Mafsgabe des hervorzubringenden Signals nach der einen
oder der anderen Richtung gedreht werden kann, ist derselbe auf seiner Mantelfläche mit
acht Gruppen von Vorsprüngen / versehen, welche mit den Zahlen 1 bis 8 bezeichnet
sind und von denen die einen an ihren unteren Enden nach rechts und die anderen nach links
abgeschrägt oder gekrümmt sind, Fig. 6, 4 und ι.
Die Spindel h und der Cylinder g haben
nun eine solche Position, dafs sie, wenn der Kolben c gehoben wird, in den Behälter/
eintreten. An dem Kolben ist ein Hebel m in solcher Lage befestigt, dafs er mit seinem
Ende mit den Vorsprüngen Z in Contact treten kann. Dieser Hebel wirkt beim Aufwärtsgang
des Kolbens auf eine der Gruppen der Vorsprünge Z und dreht entsprechend der Gestalt
der letzteren den Cylinder g nach rechts oder links, so dafs ein bestimmtes Signal ertönt.
Beim Niedergang des Kolbens c kann sich der Hebel m durch seinen Contact mit dem
Cylinder g auf seinem Zapfen m1 aufwärts
drehen und läfst daher die Vorsprünge / unbeeinflufst.
Die Spindel h ist vermittelst des Stückes n1
fest mit einem Zifferblatt η von der bei dieser Klasse von Apparaten gebräuchlichen Construction
verbunden und kann beliebig gedreht werden, so dafs jede Gruppe von Vorsprüngen
Z in den Bereich des Hebels m gebracht werden kann. Zur Verminderung der Reibung
empfiehlt es sich, am Contactende des Hebels m eine Rolle wz2 anzubringen.
Zur Modification können die Vorsprünge des Cylinders g sämmtlich an ihren unteren
Enden blos nach einer Seite gekrümmt oder abgeschrägt werden, so dafs die hervorgebrachten
Signale nur aus gleich hohen Tönen bestehen. Es ist dann blos eine Pfeife oder Zunge und nur ein Kanal durch die Spindel h
vorgesehen. Dieser Kanal wird wieder durch den Cylinder g geschlossen, welcher dann
durch eine Feder in normaler Position gehalten werden kann.
Soll der Apparat mit nur einer Pfeife oder Zunge hohe und tiefe Töne geben, so wird
die Construction nach Art der Fig. 5a und 5b modificirt, wo auf der Zunge oder Pfeife j1*
und bezw. der Röhre _/2* ein auf- und abverschiebbarer
Ring j3* angeordnet ist. Die Stellung dieses Ringes wird regulirt durch den
Cylinder g, welcher durch eine Stange ft5*,
die durch eine centrale Bohrung /τ1* der Spindel h führt und am unteren Ende durch eine
Stopfbüchse gedichtet ist, mit dem Ring verbunden ist. Der Cylinder g·, Fig. 5 b, enthält
zwei Oeffnungen g2, welche in Form und Gröfse mit dem nach der Bohrung h1* führenden
Kanal/z2* der Spindel übereinstimmen.
Der winkelförmige Schlitz gl* ist in diesem Falle ungleichschenldig, Fig. 5 a, und die Vorsprünge
/ sind so gestaltet, dafs der Hebel m den Cylinder g nach der einen Richtung
weiter dreht als nach der änderen. Die Position des Ringes ß* aber ist eine solche,
dafs, wenn der Cylinder g nach der einen Richtung gedreht wird, die Pfeife oder Zunge
einen hohen Ton giebt, während sie bei einer Drehung des Cylinders nach der anderen Seite
nur einen tiefen Ton erzeugt, denn wegen der Schräge des Schlitzes g1* wird die
Stange /15* bei der Drehung des Cylinders g
auf- oder abbewegt und somit der Ringj8*
derart verschoben, dafs er die Pfeifenöffnung oder die Zunge mehr oder weniger frei giebt.
Es ist hieraus leicht ersichtlich, dafs zur Veränderung der Tonhöhe lediglich eine Veränderung
der Schwingungszahl der Zunge oder Pfeife erforderlich ist, und dafs solche Veränderung
ebensogut mit Hülfe anderer als der beschriebenen Vorrichtungen durch den Cylinder
g bewerkstelligt werden kann. Derartige Modifikationen sollen hier aber nicht
weiter aufgeführt werden, da deren Variation keinem einigermafsen mit mechanischen Ein-.
richtungen Vertrauten Schwierigkeiten bereiten dürfte.
Auf dem Luftcylinder b, Fig. 1, ist ein
Sicherheitsventil ο vorgesehen, dessen Spindel nach unten mit einer Verlängerung ρ in den
Cylinderraum hineinreicht, so dafs, sobald das Signal gegeben ist, der Kolben c das Ventil
öffnet und, indem dadurch der Luft ein' Ausweg geschaffen ist, an einem zu schnellen
Niedergehen verhindert wird. Aufserdem ist aber auch im Kolben c ein Ventil q angebracht,
welches sich nach oben öffnet und so adjustirt werden kann, dafs es mehr oder weniger Luft in . den Cylinder b einströmen
läfst und dadurch die Niedergangsgeschwindigkeit des Kolbens, sowie die Zeitintervalle zwischen
den Signalen regulirt. Die Adjustirung geschieht durch Aenderung des Hubes des Ventils q etwa vermittelst einer auf der Ventilspindel
vorgesehenen Stellmutter oder einer anderen bekannten Vorrichtung.
Die Vorrichtungen, welche gestatten, den Signalapparat von der Commandobrücke oder
einem anderen Punkte des Schiffes aus in Thätigkeit zu setzen und zugleich dem Steuermann
den Kurs vorzuschreiben, sind aus Fig. 1, 2 und 3 ersichtlich.
Auf dem oberen Tjheil der Spindeln 'ist
zu diesem Zwecke ein Ziftrrrrafei^feeefestigt^; :we-l- ches
mit dem Rad B der verticalen Welle C im Eingriff steht, Fig. i, rechts. Die Welle C,
im Fufslager Cl stehend, trägt am unteren
Ende ein konisches Rad D, welches in das konische Rad JD1 der horizontalen Welle E
eingreift. Letztere besitzt an ihrem anderen Ende ein zweites konisches Rad D3 und dieses
steht mit dem Rad D4 in Eingriff, welches auf
dem unteren Ende der verticalen Welle F befestigt ist.
Auf ihrem oberen Ende trägt die Welle F ein Stellrad G mit acht Handgriffen, von
denen jeder mit Zeichen versehen ist, die der correspondirenden Gruppe von Erhöhungen
auf dem Cylinder g entsprechen, und zwar werden die Signale radial einwärts gelesen.
Das Rad G ist also in derselben Weise markirt wie das Zifferblatt n. Es ist zudem so angeordnet,
dafs jeder Handgriff desselben, wenn er nach dem Vorderende des Schiffes zeigt, den Kurs, welcher zu steuern ist, angiebt.
Wenn demnach ein Schiff sich nähert und nach dem beschriebenen System ein Signal
giebt, welches seinen Kurs anzeigt, so kann der Capitain oder irgend welche andere Person
durch einen Blick auf den diesem Signal entsprechenden Handgriff seines Apparates sofort
erkennen, welchen Winkel der Kurs jenes Schiffes mit seinem eigenen bildet. Zu noch
gröfserer Anschaulichkeit kann man zudem •nöthigenfalls auf jedem Griff ein kleines Modell
oder dergleichen von einem Schiffe anbringen, dessen Bug nach aufsen gerichtet ist.
Die horizontale Welle F trägt auch ein konisches Rad D2, welches mit dem konischen
Rad £>5 am unteren Ende der verticalen
Welle H in Eingriff steht. Letztere vermittelt durch die konischen Räder D0 und -D7, sowie
die Welle I die Verstellung des Zeigers J, welcher auf einem Zifferblatt K den zu steuernden
Kurs anzeigt. Die Welle H ist auch mit Vorrichtungen versehen, wodurch beim Signal
»Ruder an Backbord« eine Glocke und beim Signal »Ruder an Steuerbord« zwei Glocken
ertönen. Es sind nämlich, Fig. 2, auf der Welle H acht Paar Arme L befestigt und so
angebracht, dafs sie bei Drehung der Welle einen mit dem Hammer der Glocke M in
Verbindung stehenden Hebel zweimal für jeden Theilstrich, welchen der Zeiger auf dem Zifferblatt
passirt, in Thätigkeit setzen, wenn der Befehl »Ruder an Steuerbord« gegeben wird.
Dieser Hebel ist so angeordnet, dafs er nur bei der einen Richtung seiner Bewegung den
Hammer bewegt, bei der anderen Richtung aber unthätig bleibt. Weiter unten trägt die
Welle H noch acht Arme, die so angeordnet sind, dafs sie auf den Hebel des Hammers
einer zweiten Glocke wirken, und zwar derart,
dafs diese Glocke einmal für jeden von dem Zeiger passirten Theilstrich ertönt, wenn das
Ruder an Backbord gelegt werden soll. Der Zeiger und das Zifferblatt aber belehren den
Steuermann, um welchen Betrag das Ruder an Backbord oder Steuerbord zu legen ist.
Wenn wünschenswerth, kann man den Signalapparat auf der Commandobrücke eines
Dampfschiffes anordnen, und es wird dann die Scheibe η <
durch ein dem Rad G ähnliches Rad ersetzt, welches wieder durch passende Mechanismen mit der Welle H der Vorrichtung,
die dem Steuermann den Kurs angiebt, verbunden ist.
Um den Druck im Luftcylinder zu erhöhen, wenn das Triebrad des Signalapparates gedreht
wird, kann man eine oder mehrere Luftpumpen anordnen, welche zu derselben
Zeit Luft in den Cylinder eintreiben, wo die darin enthaltene Luft in der gewöhnlichen
Weise durch den Kolben comprimirt wird. Jedes vollständige Signal erfordert einen Hub
des Kolbens. In Fig. 9 und 10 ist auf der einen Seite des Cylinders b und durch Röhren
r damit verbunden eine doppelt wirkende Pumpe q1 angebracht, welche in Thätigkeit gesetzt
wird durch den Zahnsector s, dessen Welle s1 durch Vermittelung eines Kurbelarmes t und einer Kurbelstange tl mit einem
excentrisch an dem Zahnrad u befestigten Zapfen in Verbindung steht. Das Zahnrad u
steht mit einem Rad ν in Eingriff, welches auf derselben Achse sitzt wie das Zahnrad jv.
Letzteres seinerseits greift in das Zahnrad y ein, welches lose auf der Hauptwelle montirt
ist, aber während des Aufwärtsganges des Kolbens c in ähnlicher Weise wie das später
zu beschreibende Rad Q. mit ihr gekuppelt wird.
Es kann auch die Einrichtung getroffen werden, dafs das auf der Maschine angebrachte
Nebelhorn oder dergleichen entweder durch die im Cylinder comprimirte Luft oder durch
den Dampf vom Kessel des Schiffes zum Tönen gebracht werden kann. Es wird für diesen Zweck ein Rohr nach dem Dom oder
der Kammer, wo die Pfeifen oder Zungen sich befinden, geführt und dasselbe mit einem oder
mehreren Ventilen versehen, welche jedesmal geöffnet werden, wenn der Zeichencylinder
von dem Hebel in in Thätigkeit gesetzt wird. Oder man kann zum Oeffnen dieser Ventile
auch andere Vorrichtungen benutzen, so z. B. auf der mit dem Signalapparat in Verbindung
stehenden verticalen Welle einen zweiten Zeichencylinder anbringen. Das besagte Rohr
wird vortheilhaft mit einer doppelten Biegung und einem Hahn bezw. zum Sammeln und
Ablassen des Condensationswassers versehen.
In Fig. 11 ist ein Hülfs-Zeichencylinder g*
auf der verticalen Welle C angebracht, welcher sich auf- und abbewegen kann und gegen
Drehung auf der Welle durch eine in die longitudinale Nuth C2 eingreifende Feder gesichert
ist. An dem an dem Gestell α befestigten Hängearm M1 ist ein-Hebel Z,1 aufgehängt,
dessen längerer Arm durch eine Schnur oder einen Draht N mit einer gewöhnlichen
Dampfpfeife oder einem Nebelhorn verbunden ist. Der Cylinder g*, welcher den
Hebel L' beeinflufst, ruht auf einem Arm 0,
der an der einen Führung dl, Fig. 1 und 11,
der Zahnstange d befestigt ist. Es kann sonach
das gewöhnliche Nebelhorn oder dergleichen ebenfalls durch den Signalapparat in Thätigkeit gesetzt werden.
Um Fehlern im Signalgeben, wie sie durch
Derivationen des Schiffscompasses hervorgerufen werden könnten, vorzubeugen, wird in einigen
Fällen mit dem drehbaren Zifferblatt η ein Metallring oder eine andere passende Vorrichtung
combinirt, worauf die Buchstaben, die die verschiedenen Punkte des Compasses bezeichnen,
angebracht sind. Diese Buchstaben correspondiren mit denen auf dem Zifferblatt, wenn keine Ablenkung stattfindet. Bemerkt
aber der Capitain, dafs eine Derivation vorhanden, so kann er den Metallring oder dergleichen
um einen entsprechenden Betrag verstellen.
Eine andere einfache Methode zur*Herbeiführung einer Justirung des Apparates im Falle
einer Ablenkung ist in Fig. ι ο veranschaulicht. Hier ist das Rad G auf dem oberen Theil
der Spindel h auf dem Theil n1 festgekeilt,
und zwar ist der Befestigungskeil G] so gestaltet,
dafs er in eine Aussparung der Nabe von G pafst, während seine innere Fläche
nach Mafsgabe der LImfläche des Theiles nl
geschweift ist, so dafs das Rad G nach Lösen des Keiles auf besagtem Theil gedreht werden
kann, wenn eine Justirung desselben nach Mafsgabe der Ablenkung des Compasses erforderlich
ist. Nach der Justirung wird der Keil G1 wieder angezogen. Somit läfst sich
auf bequeme Weise erreichen, dafs der Signalapparat bei Ablenkung des Compasses dennoch
correcte Signale hervorbringt.
Auf der Triebwelle ist eine Scheibe P angeordnet, Fig. 7 und 8, welche in eine Aussparung
des gezahnten Rades Q. pafst. Das Rad Q. ist lose auf der Welle und steht mit
einem Rad in Eingriff, welches mittelst des Triebrades R, Fig. 2, in Drehung versetzt wird.
Bei P1 ist die Scheibe P verstärkt zur Aufnahme des Bolzens, welcher dem Hebel S1 S1
als Drehzapfen dient. Das Rad Q. ist mit inneren Sperrzähnen versehen, und wenn der
Arm S des ebengenannten Hebels mit einem dieser Zähne in Eingriff steht, so rotirt die
Hauptwelle mit dem Rad Q, bis der Kolben seine höchste Position erreicht hat, wo eine
Claims (6)
- der Führungen d1 gegen den Arm S1 stöfst und die Kupplung wieder löst. Da dann die Welle frei ist, geht der Kolben infolge seiner Schwere nieder, bis er in dem tiefsten Punkt seines Hubes angekommen ist, wo er gegen den Arm S1 stöfst und so die Kupplung zwischen Welle und Rad Q. wieder herstellt. Der Hebel S S1 besitzt zwei Einschnitte, und in den einen oder den anderen dieser Einschnitte fällt die unter Federkraft stehende Sperrklinke T ein, wenn der besagte Hebel in oder aufser Eingriff mit dem Rad Q. steht.Die Wirkungsweise des Apparates, so weit sie nicht schon aus vorstehendem verständlich, ist wie folgt: Das Rad R wird von Hand oder durch andere Kraft gedreht, so dafs der Kolben c periodisch auf- und niedergeht. Der Aufwärtsgang des Kolbens hat eine Compression der Luft im Cylinder b zur Folge und veranlafst den Hebel m, den Cylinder g derart zu bewegen, dafs ein Signal ertönt, welches der Gruppe von Vorsprüngen / entspricht, die sich in Linie mit dem Hebel m befinden.Am Gestell des Apparates kann man einen Zeiger so anbringen, dafs durch Drehen der Scheibe η oder des Rades G, bis die gewünschte Gruppe von Vorsprüngen sich dem Zeiger gegenüber befindet, die Sicherheit geboten ist, dafs das beabsichtigte Signal ertönt.Durch die Combination des Signalapparates mit der Vorrichtung, welche dem Steuermann den Kurs angiebt, ist jede Möglichkeit eines Irrthums an dem gegebenen Signal beseitigt, denn der Signalapparat ist immer so gestellt, dafs er ein dem Kurs des Schiffes entsprechendes Signal hervorbringt.Patent-Ansρrüche:i. Zur Einführung comprimirter Luft oder anderer Flüssigkeit in die Kammern j k, um die Zungen J1A1 (oder deren Aequivalent) zum Tönen zu bringen, die Verbindung des Cylinders b und seines mit Vorrichtungen zu seiner Bewegung, sowie mit dem Hebel m versehenen Kolbens c mit dem Cylinder g, welcher einen Schlitz g1!!ΩΟ. /iOScIlZC L LijJOll^l. 1.LIiVJ. IUlL tiV^l " lllL'K, "XTKtI" ynälen h1 h2 uflisgin«v--Schraube_J....aus:|| gerüsteten Spindel h, Fig. ι, 4 und" 5. " Λ
- 2. In Verbindung mit dem unter 1. bezeichneten Apparat an der Triebwelle die Scheibe P, die federnde Sperrklinke T und der Hebel S S\ welcher einerseits von einer der Führungen d1 und andererseits vom Kolben c beeinflufst wird, um automatisch das Triebrad oder die Pumpe oder Pumpen in und aufser Verbindung mit der Triebwelle zu setzen, Fig. 1, 7 und 8.
- 3. Zum Reguliren der Geschwindigkeit des Niederganges des Kolbens c und der Zeitintervalle zwischen den Signalen die Verbindung des Cylinders b und des besagten Kolbens c mit dem am oberen Ende des Cylinders angeordneten Sicherheitsventil o, welches eine nach innen verlängerte Spindel ρ besitzt, und dem im Kolben placirten Ventil q, welches sich unter dem Druck der äufseren Luft nach innen öffnet und dessen Hub durch eine auf der Ventilspindel angebrachte Stellmutter- oder eine andere hierfür zweckdienliche Vorrichtung regulirt werden kann, Fig. 1.
- 4. Zur Ermöglichung einer schnelleren Compression der Luft die Verbindung des Cylinders b mit einer oder mehreren Luftpumpen ql, welche so angeordnet sind, dafs sie durch die Triebwelle des Signalapparates in Thä'tigkeit und automatisch in und aufser Verbindung mit derselben gesetzt werden, Fig. 9.
- 5. In Verbindung mit dem Signalapparat der Cylinder g*, der Hebel L1 und das Zugorgan N, wodurch eine Dampfpfeife oder ein Nebelhorn an einem vom Signalapparat entfernten Punkte in Thätigkeit gesetzt werden kann, Fig. 11.
- 6. In Verbindung mit der drehbaren Zifferoder Compafsscheibe η ein drehbarer Ring mit darauf angebrachten Buchstaben oder Zeichen zur Ermöglichung der Hervorbringung correcter Signale auch bei Ablenkungen der Compafsnadel, Fig. 1.Hierzu 3 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE34738C true DE34738C (de) |
Family
ID=310632
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT34738D Expired - Lifetime DE34738C (de) | Apparat zum Hervorbringen tönender Signale |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE34738C (de) |
-
0
- DE DENDAT34738D patent/DE34738C/de not_active Expired - Lifetime
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