DE345592C - Verfahren zur Foerderung von Kondensat aus Oberflaechenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates - Google Patents

Verfahren zur Foerderung von Kondensat aus Oberflaechenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates

Info

Publication number
DE345592C
DE345592C DE1917345592D DE345592DD DE345592C DE 345592 C DE345592 C DE 345592C DE 1917345592 D DE1917345592 D DE 1917345592D DE 345592D D DE345592D D DE 345592DD DE 345592 C DE345592 C DE 345592C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
stage
condensate
steam
temperature
jet device
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE1917345592D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
BBC BROWN BOVERI and CIE
BBC Brown Boveri AG Germany
Original Assignee
BBC BROWN BOVERI and CIE
Brown Boveri und Cie AG Germany
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by BBC BROWN BOVERI and CIE, Brown Boveri und Cie AG Germany filed Critical BBC BROWN BOVERI and CIE
Application granted granted Critical
Publication of DE345592C publication Critical patent/DE345592C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F28HEAT EXCHANGE IN GENERAL
    • F28BSTEAM OR VAPOUR CONDENSERS
    • F28B9/00Auxiliary systems, arrangements, or devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Jet Pumps And Other Pumps (AREA)

Description

  • Verfahren zur Förderung von Kondensat aus Oberflächenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates. Zur Förderung des, Kondensates und der Luft haben bei Oberflächenkondensatoren mehrstufige Strahlapparate bereits vielfach Anwendung gefunden. Während zur Entfernung der Luft Dampfstrahlpumpen ohne Schwierigkeiten benutzt werden können, blieb die Anwendung der Strahlapparate zur Förderung des Kondensates stets auf Wasser als Beaufschlagungsmittel beschränkt. Der Grund ist darin gelegen, daß; bei der Verwendung von Dampfstrahlapparaten für die Absaugung von Kondensat sich Schwierigkeiten einstellen, indem das. Kondensat durch den eingeführten Betriebsdampf des> Strahlapparates über die dem niedrigen Dampfdruck im Saugraum dieses Apparates entsprechende Temperatur erwärmt wird. Das Kondensat steigt dann in der Kondensatleitung und selbst im Kondensator, bis der dadurch erzeugte Aufschlagdruck im Saugraum des Strafilapparates etwas höher ist als der Dampfdruck, welcher der Kondensattemperatur an dieser Stelle entspricht.
  • Wird z. B., für den Betrieb des Kondensat-FörderstrahUpparates der Abdampf der Dampf -stralluftpurnpe des zugehörigen Kondensators, welcher etwa 7- bis 3 Prozent des Dampfverbrauches vier Hauptturbine- beträgt, benutzt, so wird Glas Kondensat durch die Einführung dieser Dampfmenge selbst bei Vollast um etwa 13 bis 2o' erwärmt, welche Erwärmung bei Halblast auf etwa 3a° steigt. Um dieser letzteren Erwärmung Rechnung zu tragen, müßte der Dampfstrahlapparat etwa 2 bis 3 m unter Unterkante des Kondensators aufgestellt werden, was mit großen Kosten verbunden wäre und in vielen Fällen gar nicht möglich ist.
  • Diesem Übelstande abzuhelfen ist Zweck der Erfindung, gemäß welcher der Kondensat-Förderstrahlapparat mehrstufig ausgeführt und dessen erste Stufe so beaufschlagt wird, daß die Temperatur im Saugraum die dem absoluten Druck des Kondensators entsprechende Temperatur nicht überschreitet.
  • Um dies zu erreichen, kann man die erste Stufe mit einem Mittel betreiben, welches das Kondensat nicht erwärmt, demselben dagegen eine solche Förderhöhe erteilt, daß die Temperaturerhöhung, welche durch die in der oder den folgenden Stufen eingeführte Dampfmenge bewirkt wird, unschädlich bleibt.
  • So kann die erste Stufe durch Wasser, dessen Temperatur nicht höher als diejenige des Kondensators ist, betrieben werden, z. B. durch das Zusatzwasser, welches für die Kesselspeisung notwendig ist, oder dergleichen. Es ist hierbei von Vorteil, daß für den Betrieb dieser ersten Stufe kein Überdruck notwendig ist, so daß also z. B. das Wasser Atmosphärendruck haben und irgendeinem Behälter entnommen werden kann, der nicht notwendigerweise hochgestellt sein muß. So kann man z. B. nach Abb. i auch Kondensat verwenden, das aus dem Kondensatbehälter a durch Leitung b zur ersten Stufe c des Kondensat-Förderstrahlapparates geführt wird, wo es als Betriebsmittel dient, während die zweite Stufe d durch Leitung c mit Dampf beaufschlagt wird.
  • Statt Wasser kann nach Abb. z für den Betrieb der ersten Stufe c auch atmosphärische Luft verwendet werden, wie das bei Luftpumpen mit vorgeschaltetem Strahlapparat zur Erhöhung der Luftleere im Kondensator bereits bekannt ist. Während jedoch dort eine Temperaturerhöhung im Saugraum des Strahlapparates belanglos ist, weshalb man diesen auch ohne weitere Rücksichtnahme mit Dampf betreibt, besteht bei Kondensat-Förderstrahlapparaten leicht die Gefahr einer Verdampfung des Kondensats und damit eines völligen Versagens der Kondensatförderung. Ex-pandiert jedoch die Luft bei ihrem Eintritt in den Strahlapparat (durch Schieber f) auf den Druck des Saugraumes g herab, so kühlt sie sich ab. Sie wird also, da in der Regel schon die Raumtemperatur niedriger als die Kondensattemperatur ist, bei ihrem Eintritt in den Saugraum des Kondensatstrahlapparates eine wesentlich niedrigere Temperatur haben als das Kondensat selbst und somit dasselbe eher kühlen als erwärmen. Wenn dann die Luft vermöge der durch das Einströmen in den Vakuumraum erlangten Geschwindigkeit das Kondensat auf einen Zwischendruck gefördert hat, kann dasselbe in der oder den folgenden Stufen d vermittels Abdampf oder Frischdampf, welcher durch Leitung e eintritt, in den Speisewasserbehälter a gefördert werden. Bei der Inbetriebsetzung muß selbstverständlich die Luftleere in dem Kondensator erst geschaffen werden, bevor die Luftdüse der ersten Stufe fördernd wirkt, man kann dieselbe dann mit Vorteil durch Leitung k und Schieber i mit Dampf beaufschlagen, solange bei den kleinen Luftleeren die Erwärmung noch nicht schädlich ist. Während dieser Zeit ist natürlich Schieber f zu schließen.
  • Die Bedingung, daß die Temperatur im Saugraum des Strahlapparates die dem absoluten Druck des Kondensators entsprechende Temperatur nicht überschreitet, kann -auch dadurch erfüllt werden, daß die erste Stufe nur mit einem Teil des zum Betriebe der Kondensatförderung zur Verfügung stehenden Dampfes beaufschlagt wird. Diese Stufe erhält dann nur so viel Abdampf, daß derselbe einerseits das Kondensat nicht unzulässig erwärmt, anderseits jedoch genügt, um dem Kondensat eine solche Druckhöhe zu erteilen, daß es die in der oder den folgenden Stufen zugeführte Restwärme aufzunehmen vermag, ohne zu verdampfen.
  • Wenn diese Bedingung auch bei Vollast oder hoher Teilbelastung erfüllt ist, können die gleichen Schwierigkeiten bei kleiner Belastung wieder auftreten, indem dann die kleine Kondensatmenge von der gleichbleibenden Betriebsdampfmenge wieder zu stark erwärmt wird.
  • Dies kann dadurch vermieden werden, daß man einen Teil des geförderten Kondensates in an sich bekannter Weise wieder so_ in den Kondensator zurückführt, daß sich' dasselbe abkühlt und von neuem gefördert werden muß. Es ist jedoch wichtig, daß nur so viel Kondensat im Umlauf gehalten wird, daß die zulässige Temperatur im Saugraum des Kondensatstrahlapparates auch nicht wesentlich unterschritten wird, da jede Unterschreitung dieser Temperatur einen Verlust bedeutEt. Dies kann dadurch erreicht werden, daß das Rückfließen des Kondensates in Abhängigkeit der Kondensattemperatur nach der ersten Stufe des Kondensatstrahlapparates geregelt wird.
  • Würde die. Kondensatrücklaufvorrichtung auf _konstante Kondensattemperatur nach der ersten Stufe arbeiten, so würde sie nur für einen bestimmten absoluten Druck im Kondensator zweckmäßig sein. Nun wechselt aber dieser mit zu- und abnehmender Kühlwassertemperatur erheblich. Bei höherer Kühlwassertemperatur und entsprechend höherem absoluten Druck darf nun aber auch die Kondensattemperatur ohne Schaden höher sein. Bei kleinerem absoluten Druck dagegen muß sie abnehmen.
  • Dies läßt sich dadurch erreichen, daß der Kondensatrückfluß vom Unterschied zwischen Kühlwasser- und Kondensattemperatur abhängig gemacht wird, und zwar wird es zweckmäßig sein, zur Regelung die Kühlwasseraustrittstemperatur zu benutzen, da diese ein Maß für den kleinsten theoretisch erreichbaren absoluten Druck im Kondensator gibt.
  • Durch die angegebenen Mittel läßt sich also bei allen vorkommenden Betriebszuständen die Absaugung des Kondensates durch einen Dampfstrahlapparat erreichen, ohne daß man gezwungen ist, denselben gegenüber dem Kondensator außergewöhnlich tief aufzustellen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Förderung von Kondensat aus Oberflächenkondensatoren -mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates, dadurch gekennzeichnet, daß dieser ein Gas- oder Dampfstrahlapparat ist und in der ersten Stufe so beaufschlagt wird, daß die Temperatur im Saugraum die dem absoluten Druck des Kondensators entsprechende Verdampfungstemperatur nicht überschreitet, zum Zwecke, eine übermäßige Tiefstellung des Strahlapparates gegenüber dem Kondensator zu vermeiden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die erste Stufe mit einem Mittel (z. B. mit Wasser oder atmosphärischer Luft) beaufschlagt wird, welches das Kondensat nicht erwärmt, während die folgenden Stufen mit Dampf beaufschlagt werden.
DE1917345592D 1917-11-16 1917-11-25 Verfahren zur Foerderung von Kondensat aus Oberflaechenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates Expired DE345592C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
CH345592X 1917-11-16

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE345592C true DE345592C (de) 1921-12-14

Family

ID=4507311

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE1917345592D Expired DE345592C (de) 1917-11-16 1917-11-25 Verfahren zur Foerderung von Kondensat aus Oberflaechenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE345592C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
EP2946112B1 (de) Pumpenanordnung und verfahren zum evakuieren einer dampfgefüllten kammer
EP1697016B1 (de) Eindampfverfahren
DE345592C (de) Verfahren zur Foerderung von Kondensat aus Oberflaechenkondensatoren mittels eines zwei- oder mehrstufigen Strahlapparates
DE755525C (de) Dampfkraftanlage mit Abgabe von Dampf zu Heiz- und Kochzwecken
WO2003083307A1 (de) Pumpeinrichtung, verfahren zum betreiben einer pumpeinrichtung und dessen verwendung bei einer dampfturbinenanlage
DE4312474C1 (de) Dampfsterilisator mit Wärmerückgewinnung
EP1254302B1 (de) Verfahren und vorrichtung zum evakuieren eines turbinenkondensators
DE641440C (de) Dampfkraftanlage mit einem Hochdruckdampferzeuger und einem von der Feuerung desselben beheizten Niederdruckdampferzeuger
DE455799C (de) Vorrichtung zum Speisen von Mehrdruckkesselanlagen mit gemeinsamer Feuerung
DE401290C (de) Verdampfungsvorrichtung
DE339730C (de) Vereinigter Dampf- und Wasserstrahlsauger, insbesondere fuer Dampfturbinen-Kondensatoren
DE321568C (de) Dampfkraftanlage, bestehend aus Dampferzeuger, Dampfturbine und Kondensator mit stufenweiser Speisewasservorwaermung
AT82604B (de) Vorrichtung zur Entfernung der Luft aus Dampfkondensatoren mit in Reihe hintereinander angeordneten Dampfstrahlpumpen.
DE341694C (de) Verfahren zum Betrieb mehrstufiger Dampfstrahlapparate
DE868330C (de) Mehrstufige Fluessigkeitsringpumpe zur gemeinsamen Foerderung von Gasen und Fluessigkeiten
DE861699C (de) Dampfstrahl-Kaelteanlage
DE644709C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Kuehlen einer Fluessigkeit
DE321296C (de) Dampfkondensator
DE650047C (de) Verdampfer mit Bruedenverdichter
DE963328C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Eindicken einer Loesung
WO2024188815A1 (de) Verfahren zur dampferzeugung und dampferzeugungseinrichtung
AT108500B (de) Vorrichtung zum Speisen von Mehrdruckkesselanlagen mit gemeinsamer Feuerung.
DE971480C (de) Mehrgliedriger Verdampfer mit senkrecht stehenden Heizrohren fuer die Zuckerindustrie
AT53080B (de) Kondensator.
DE393409C (de) Verfahren zum Eindampfen und Trocknen