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Antriebvorrichtung für das Summierwerk von Rechenmaschinen. Die Erfindung
bezieht sich auf Rechen.-inaschinen mit das Summierwerk treibenden "Zahnstangen
und einem alle Vorgänge steuernden Hauptschieber und besteht unter der Bezeichnung
Antriebvorrichtung zusammengefaßten, Einrichtungen zum Bereitstellen, Wirkenlassen
und Abstellen von Mitteln, die das Summierwerk bewegen. Gemäß der Erfindung wirken
die, wie bekannt, beim Einstellen der Einzelposten verschobenen Zahnstangen nicht
schon bei diesem Einstellen auf das Summierwerk, sondern sind und bleiben zunächst
außer Eingriff mit den Triebrädern des Summierwerks, nehmen jedoch bei ihrem Verschieben
einem ihnen allen gemeinsamen, in ihrer Bahn liegenden Tragbock die Stütze, so daß
er sich senkt und die Antriebzahnstangen unterfaßt, worauf er mit den jeweils eingestellten,
auf ihm liegenden Zahnstangen durch die Bewegung des Hauptschiebers zum Drucken
der Einzelposten so weit angehoben wird, daß die Zahnstangen in die Triebräder des
Summierwerks eingreifen und letzteres drehen, sobald sie nach dem Einzelpostendruck,
durch den zurückbewegten Hauptschieber ausgelöst, ihre rückläufige Bewegung in die
Ausgangsstellung ausfühzen. Die Senkbewegung des Tragbocks der AntTiebzahnstangen
wirkt gleichzeitig auf Mittel, welche dis Eindrücken einer die Druckvorrichtung
vom Einzelposten- auf Summendruck verstellenden Taste (Summiertaste) so lange verhindern,
bis der Einzelposten gedruckt ist.- Schließlich sind Mittel vorgesehen, um die Verbindung
des Hauptschiebers mit' der Bockhebevorrichtung zu lösen, so daß der Ein-"rif der
Antriebzahnstangen in das Suminierwerk und damit die Übertragung des Einzelpostens
auf das Summierwerk verhindert werden kann. o Auf der Zeichnung ist Abb. i die Seitenansicht
der Antriebvorrichtung, Abb.2 die vergrößerte Seitenansicht des Tragbockes mit seinen
Stütz- bzw. Hebemitteln und Abb. 3 die Seitenansicht eines Teiles des Hauptschiebers
und seiner lösbaren Verbindung mit den Bockhebemitteln.
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Beim Niederdrücken der nicht dargestellten Fingerstückbügel werden
.die mit ihnen verbundenen, die Einzelpostentypen io2 tragenden Zahnsektoren 84
um die Welle 83 gedreht und verschieben mittels ihrer Zähne 324 die Antriebzahnstangen
325 der Summierräder ioq. so weit nach diesen: hin, daß der betreffende Zahn des
T.reibzahnkamms 369 in die senkrechte Ebene hinter dem untersten Zahn der Triebräder
372 des Summierwerks rückt, ohne jedoch in. diese Triebräder einzugreifen:. Um diesen
Eingriff herzustellen, müssen somit die eingestellten Antriebzahnstangen 325 entsprechend
angehoben werden. Dieses geschieht mittels eines allen Zahnstangen 325 gemeinsamen
Bocks 381, der im Ruhezustand hinter den Zahnstangen 325 liegt und zum Unterfassen
derselben erst gesenkt werden muß. Hierzu drücken die eingeschobenen Zahnstangen
325, welche durch eine Kammplatte 370 gestützt sind, den Bock 381 (Abb. i)
nach hinten. Hierbei schwingen seine Tragarme 382 um eine Querstange 383 und ihre
untere Fortsetzung" 391 drückt nach links mit ihrer Abschrägung gegen die
wagerecht
abgebogenen Enden 392 zweier Stützarme 393, so daß diese um die Zapfen 394 nach
links schwingen. Die Stützarme 393 werden durch einerseits an ihren exzentrischen
Ohren 396, anderseits an entsprechenden Ohren der Tragarme 382 angreifende Schraubenfedern
395 für gewöhnlich in solcher Stellung gehalten, daß die die Querstange 383 tragenden
wagerechten Arme 389 von Winkelhebeln 434 mit ihrer unteren Abbiegung auf den Stützarmen:
3-93 ruhen. Die Winkelhebel 434 haben ihren Drehpunkt bei 390 am Summiercverkrahmen,
und kommen beim beschriebenen Seitlichdrücken ihrer Stützarme 393 frei, so daß ihre
Arme 389 sich mit der Querstange 383 sowie dem Bock 38z bis unter den Unterrand
der Zahnstangen 325 senken. Da dies gleich,- nach dem Verschieben der ersten Zahnstange
325 eintritt, gleiten alle verstellten Zahnstangen 325 über den Bock 381 weg und
ruhen auf ihm. Das Anheben des Bocks 381 geschieht durch folgende Mittel: Auf einer
Querwelle 42o ist eine die Stufenflächen 43i, 432 und433 aufweisende Scheibe 43o
(Abb. 2) verkeilt. In der Ruhelage des Bocks 38i liegt der Stift 435 des Winkelhebels
434 eicht an der Scheibe 430, kommt aber bei dem vorbeschriebenen Senken des Bocks
38i infolge des Heranschwingens des Arms 434 zum Anliegen an die Stufe 431 und drückt
beim Drehen der Welle 420 nach links von dieser unter dem Druck der Stufen 432 sowie
433 immer weiter ab, wodurch der Hebelarm 434 nach rechts schwingt und Arm 389 die
Querstange 383 mit dem Back 38i hebt.
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Die Welle 42o erhält ihre Drehung nach links beim Einschieben 'der
Hauptsohieberstange 6o. Dieses geschieht nur infolge Niederdrückens der nicht dargestellten
Kurbel, Welche, -auf der Welle 83 verkeilt, die Zahnscheibe 9o dreht, die
in die Zähne 92 der Stange 6o eingreift (Abb. i). Ein -Stift 417 des Hauptschiebers
6o (Abb. 3) greift in den radialen Schlitz 4i8 des um die Welle 420 drehbaren Doppelhebels
419, der somit, um die Welle 420. zu drehen, mit der auf ihr verkeilten Platte 428
verkuppelt werden muß. Hierzu dient die mittels Schlitzes 425 auf der Welle 420
in; der Höhe verschiebbare Platte 424, die mit einem Stift 426 in einen Schlitz
427 der Platte 428 eingreift und durch die Schraubenfeder 429 nach unten gezogen
wird, wobei sie in einen Einschnitt 422 des zur Welle 420 konzentrischen Oberrandes
42r des Hebels 419 mit einer Abbiegung 423 eingreift. Diese Stellung der Teile ist
die gewöhnliche, so daß Welle 42o bei jedem Einschieben des Hauptschiebers 6o gedreht
wird und auf Hebendes Bocks 381, sowie der vorher eingeschobenen Zahnstangen--3:25
wirkt. 17a .durch das Einschieben des Hauptschiel:@,#rs 6o die Druckvorrichtung
zum Abdrucknehmen von dem einsgestellten Einzelposten !)--tätigt! wird, und der
Schieber 6o hierauf @xieder zurückgezogen werden muß, um beim Rücklauf durch Auslösen
der eingestellten, federbelasteten Fingerstückbügel die Zahnstangen 325 in ihre
Ausgangsstellung zu bewegen, damit sie hierbei die Summierräder j o4 drehen, würde
sich beim Rücklauf des Schiebers 6o auch der Bock 381 wieder senken und die
Zähne 369 der Stangen 325 außer Eingriff mit denTriebrädern37a bringen. Um das zu
verhindern, bis die angehobenen Zahnstangen 325 in ihre Ausgangsstellung zurückgekehrt
sind, ist an jeder Zahnstange 325 ein Platte 334 angeordnet, die mit dem Stift 310
in den Schlitz 331 der Zahnstange 325 eingreift (Abh. i). Nahe ihrem Hinterende
hat jede Platte 334 einen Finger 397, der eine Querstange 398 unterfaßt. Letztere
ist etwa in der Mitte zweier seitlich der Zahnstangen 325 am lvlas.chinengestell
bei 400 an'gelenkter Arme befestigt, deren freie Enden nach oben gerichtete Haken
401 aufweisen und durch die Schraubenfedern 402 für gewöhnlich nach unten, gezogen
werden, beim Einschieben einer Zahnstange 325 jedoch durch den anlaufenden Finger
397 mittels der Platte 398 angehoben; werden und mit den Haken 4oi den Bock
381 unterfassen - sowie in seiner Hochlage festhalten, bis die erst etwas
später als die Zahnstangen 325 ihren Rücklauf antretenden Platten 334 mit ihren
Fingern 397 unter Senken der Querplatte 398 in ihre Ausgangsstellung zurückgegangen
sind und den Bock 381 vorher freigeben. Letzterer nimmt nun wieder seine Ausgangsstellung
ein, da seine Stützarme 393 beim Anheben des Bocks von dessen Armenden 391 freikommen
und unter dem Zug,der Federn 395. in die Stellung der Abh. 2 zurückschwingen..
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Die lösbare Verbindung des Hauptschiebers 6o durch den Hebel 419 und
die Platte .a.24 mit der auf der Welle 420 festsitzenden Platte 428 ist vorgesehen,
um das Anheben des Bocks 381 und dadurch der Zahnstangen 325 in die Triebräder
372 des Summierwerks zu verhindern, wenn z. B. ein eingestellter Posten nicht
auf das Summierwerk übertragen werden. soll. Es wird dann mittels der nicht dargestellten
Nichtaddiertaste der Hebel 82 (Abb. 3) angehoben und hebt durch Druck auf
die Abbiegung 423 des Hebels 424. diese Abbiegung aus dem Einschnitt 422 des Hebels
419, wo dann dieser beim Einschieben des Hauptschiebers 6o frei um die Welle 420
schwingt. Die Senkbewegung des Bocks 381
unter dem Einlaufen einer der Zahnstangen
325 wird gleichzeitig zum Verriegeln; der
Suminiertaste benutzt,
um .das Drucken einer Summe so lange zu verhindern, bis der letzte eingestellte
Einzelposten gedruckt ist. Dieses geschieht in folgender Weise: Beim Senken des
Bocks 381 drückt; die äb-,värts geführte, in. einer Gabel 512 (Abb. i) ruhende Querstange
383 den Gabelstiel 5i3 nieder und schwingt den bei 516 an letzterem angelenkten
Arm 514 .abwärts, der hierbei die mit ihm verkeilte Querwelle 5r5 .dreht und die
Schraubenfeder 517 spannt. Auf der Welle 515 ist der nach der anderen Seite gerichtete
Arm 518 befestigt, der bei 519 gelenkig eine Stange 52o angreift, deren Oberende
mit der Stange 2o6 (Abb. 3) gelenkig verbunden ist. Wird der Arm 514 abwärts geschwungen,
so schwingt der. Arm 518 aufwärts und hebt mittels der Stange 5zo das Ende der Stange
2o6, wodurch deren Vorsprung 522 in den Einschnitt 523 des Maschinenrahmens 176
hinter den Haken 524 tritt. D!ann fällt die Nase 525 der unter Federbelastung -gegen
die Hinterfläche des Vorsprungs 522 gehaltenen Klinke unter den Vorsprung und hält
diesen im Einschnitt 523 fest. Die mittels der nicht dargestellten Summiertaste
verstellbare, die Abdrucknahmevarrichtung vom. Einzelpostenauf Summendruck umstellende
Stange 2o6 ist nun gegen eine Bewegung nach: links, d. h. auf Verstellung zurr Summendruck
verriegelt. Diese Verriegelung wird erst aufgehoben, wenn der Hauptsteuerschieber
6o zum Abdrucknehmen vom eingestellten Einzelposten ganz eingeschoben ist und hierbei
den Bock 381 angehoben hat, um nach dem Druck des Einzelpostens die Zahnstangen
325 bei ihrem Rücklauf auf das Summierwerk wirken zu lassen. Bei diesem Einschieben
des Hauptsteuerschiebers 6o stößt die mit ihm vorwandernde Platte 145 gegen den
oberen Vorsprung 528 der Klinke 525, drückt dieselbe nach hinten und führt ihren
unterem Vorsprung unter der Abbiegung 522 der Stange 2o6 fort, der nun unter dem
Zuge der Feder 517 auf das Gestänge 514, 518, 52o aus dem Einschnitt 523 austritt
und: das Verstellen der Stange :2o6 nach links :gestattet.
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Um den Bock 381 beim Senken und Heben richtig zu führen, sind die
Tragarme 382 des Bocks 381 durch die Stifte 388 (Abb. i) in den Schlitzen 387 der
bei 386 im Summierwerkrahmen angelenkten Anne 384 gelagert.
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Durch das Anheben. des Bocks 381 lösen die von ihm aufwärts geführten
Platten 334 der Zahnstangen 325 die Nasen 412 der Klinlcen 41o aus den Schultern
413 von Riegeln 403 aus, die mit ihrer Nase 4o8 in Kerben der Summierräder 104 fassen
und sie am Verdrehen hindern. Die unter dem Zuge der Federn 415 abwärts geführten
Klinken 4o3 erhalten ihre richtige Bewegung durch entsprechende, die Stifte -4o6
und, 407 umgreifende Schlitze.