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Hochofenbegichtungskübel mit Bodenentleerung. Es ist allgemein bekannt,
@daß die Bodenteile der Begichtungskübel für Hochöfenanlagen infolge ihrer häufigen
Benutzung einem außerordentlich starken Verschleiß ausgesetzt sind. Um diesem Verschleiß
zu begegnen, hat man sich bisher in der Weise beholfen, daß die betreffenden Kübelteile
ungefähr die doppelte Stärke erhielten, als rechnerisch eigentlich für sie erforderlich
gewesen wäre. Waren alsdann die Wandstärken bis auf .die Hälfte abgenutzt, so wurden
die abgenutzten Teile durch neue, wiederum entsprechend verstärkte Teile ersetzt.
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Es liegt auf der Hand, daß dieses Verfahren eine außerordentliche,
mit dem angestrebten Zweck durchaus nicht in Einklang stehende Verschwendung an
Material, Kosten und Arbeitskraft bedeutet.
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Die vorliegende Erfindung stellt sich die Aufgabe, !diesen Übelstand,
in ebenso einfacher wie wirksamer Weisse zu beheben und einen Hoehofenbegichtungskübel
mit Bodenentleerung zu schaffen, dessen dem Verschleiß am meisten ausgesetzter Teil
so ausgebildet ist, @daß bei eingetretenem Höchstverschleiß nur der tatsächlich
abgenutzte Teil, nicht aber der ganze Boden erneuert zu werden braucht. Dieser Zweck
wird ggmäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die dem Verschleiß am meisten ausgesetzten
Teile des Begichtungskübels mit auswechselbaren Verschleißblechen belegt sind, welche
bis zu völligem Verschleiß abgenutzt werden können und alsdann einfach durch ein
neues Verschleißblech ersetzt werden, während das Grundblech ein für allemal bestehen
bleibt. Es bedarf keines Beweises, daß hierdurch eine ganz beträchtliche Ersparnis
von Material, Arbeit und Kosten erzielt wird.
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Abgesehen hiervon bietet die Verwendung derartiger Schleißbleche bei
Begichtungskübeln noch den folgenden erheblichen Vorteil. Die bisher zumeist gebräuchlichen
Kübelböden aus Stahlguß sind an ihrem oberen Rande, welcher zur Vernietung mit dem
zylindrischen Blechmantel' des Kübels dient, nie von gleichem Durchmesser, weil
der Stahlguß beim Erkalten nicht immer gleichmäßlig schwindet. Bei Neuanfertigung
des Kübels fällt dieser Umstand nun allerdings nicht besonders ins Gewicht, da man
sich einfach dadurch helfen kann, daß man den Blechmantel dem Stahlgußboden anpaßt.
Muß nun aber infolge eingetretenen Verschleißes ein derartiger Boden ausgewechselt
werden, so ist dies nicht anders möglich, als daß man ihn dem Blechmantel anpaßt,
indem man den Rand des Stahlgußbodenis entsprechend abdreht. Hierbei kommt es: aber
nicht selten vor, daß durch das Abdrehen der Rand zu dünn und. dadurch der ganze
Boden unbrauchbar wird. Auch bei gebördelten Blechböden läßt sich nicht immer ein
genau gleicher Durchmesser erzielen. Bei der Verwendung von Schleißblechen ist jedoch
die Ungenauigkeit im Durchmesser dies Bodenrandes in keiner Weise von Belang, da
bei der Neuanfertigung des Kübels die Mantelbleche,
wie gesagt,
nach dem Umfang des Bodens bemessen werden, die auswechselbaren Verschleißbleche
aber keinen zylindrischen Rand besitzen, sondern sich dem Grundblech unter allen
Umständen genau anschmiegen.
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Gemäß weiterer Erfindung erfolgt die Befestigung der auswechselbaren
Schleißbleche auf .dem ständig in Verbindung mit dein Kübel bleibenden Grundblech
nicht, wie bisher bei ähnlichen Verbindungen, durch einfache Vernietung, sondern
durch Verschweißung, welche nach Belieben mit oder ohne Benutzung von Nieten erfolgen
kann. Diese Befestigungsweise bietet gegenüber der einfachen Vernietung den außerordentlich
wertvollen Vorteil, daß das Schleißblech bis zu völligem Verschleiß benutzt werden
kann, ohne sich von den Grundblechen zu lösen, während bei der bisherigen Befestigungsweise
schon nach kurzer Zeiteine Lockerung der Niete eintrat, welche eine genügende Abnutzung
der Schleißbleche unmöglich machte.
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Müssen infolge zu großer Abmessungen des Kübels oder aus sonstigen
Rücksichten die Schleißbleche aus mdnreren Teilen hergestellt werden, so werden
sie gemäß weiterer Erfindung an den Stoßstellen verschweißt, um zu verhüten, d.aß
sie sich nach stärkerer Abnutzung der Schleißbleche aufbiegen und hierdurch die
Sicherheit der Verbindung zwischen Schleiß- und Grundblech in Fragte stellen, wie
dies beidem bisher üblichen Verfahren, de Schleißbleche einfach zu stoßen und -das
darunter liegende Grundblech für diese Stoßstelle als Nietlasche zu benutzen, schlechterdings
unvermeidlich ist.
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Auf der beiliegenden Zeichnung ist die Erfindung in einigen Ausführungsformen
beispielsweise dargestellt, und zwar zeigt: Abb. r einen Längsschnitt des unteren
Teiles eines Begichtungskübels, Abb.2 die Verbindung zwischen Schleiß-und Grundblech
bei Verwendung eines Nietes, Abb.3 die Verbindung zwischen Schleiß-und Grundblech
ohne Verwendung eines Nietes, Abb. q. den Stoß zweier Schleißibleche nach dem bisher
üblichen Befestigungsverfahren und Abb. 5 einen gleichen Stoß bei Anwendung der
vorliegenden Erfindung.
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In derZeichnung ist mit a der zylindrische B1echinantel des Begichtungskübels,
indt b der am unteren Rande des Mantels a angeordnete kegelstumpfförmige Bodenteil
und mit c der kegelförmige Bodenverschluß des Kübels bezeichnet. Die einem Verschleiß
in besonders hohem Maße ausgesetzten kegelförmigen Teileb und c des Begichtungskübels
sind gemäß vorliegender Erfindung mit Verschleißblechen d belegt, welche, wie bereits
eingangs erwähnt, nach. erfolgtem völligen Verschleiß einfach gegen neue Verschleißbleche
ausgewechseit werden.
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Die Verbindung zwischen den Schleißblechen d und den kegelförmigen
Teilen b, c
desBegichtungskübels erfolgt imGegensatz zu der bisher üblichen
Befestigungsweise mittels einfacher Vernietung durch Verschweißung, und zwar nach
Belieben mit oder ohne Verwendung von Nieten. Beider in Abb. 2 dargestellteh Verbindung
wird - das Schweißblech d und das Grundblech b mit einer in üblicher Weise ausgeführten
Nietbohrung mit auf der Innenseite angeordneter Nietversenke versehen und in diese
Bohrung sodann ein kurzer Niet e ,gesteckt. Der freie Raum der Nietversen.ke wird
jedoch nun nicht etwa durch Einstauchen -des Nietschaftes, sondern mit Schweißmaterial
f ausgefüllt, welches sowohl mit dem Niet e als auch mit dem Schleißblechd schweißt.
Eine Verschweißung des Nietes auch mit dem Grundblech ist hierbei nicht erforderlich,
da die Verschweißung mit dem Schleißblech ausreicht, um bis zu völliger Abnutzung
des. Schleiß@bleches eine unbeidingt zuverlässige Verbindung zwischen diesem und
,dein Grundblech sicherzustellen.
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Bei der .in Abb,3 .dargestellten Verbindung erfolgt die Befestigung
zwischen dem Schleißblech d und dem Grundblech b nicht durch Verschweißung unter
Zuhilfenahme eines Nietes, .sondern .in der Weise, daß nur das Schleißblech d an
der Verbindungsstelle ein Loch erhält, welches nach Aufeinahderlegen des Schleiß-
und des Grundbleches mit -dem Schweißmaterial ä gefüllt wird, so daß dieses auf
der Grundfläche h des Loches mit dem Grundblech b und an der Mantelfläche i des
Loches mit dem Schleißblech d schweißt.
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Auch bei dieser Verbindung ist ,die sichere Befestigung :des Schleißibleches
auf dem Grundblech b bis zur völligen Abnutzung des Schleißbleches gewährleistet.
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Mußten entsprechend den Abmessungen eines Kübels größere Schleißbleche
verwendet und diese hierzu aus mehreren Teilen j, h
(Abb. q.) hergestellt
werden., so verfuhr man bisher in der Weise, sie einfach stumpf zu stoßen und das
darunterliegen& Grundblech d für die Stoßstelle l als Nietlasche zu benutzen.
Wie bereits erwähnt, bietet jedoch 'diese Verbindungsweise :den Nachteil, daß 'die
Stoßkanten der Teile j und h sich nach stärkerer Abnutzung des- Schleißbleches
aufbiegen und: hierdurch die Sicherheit der Verbindung in immer fortschreitendem
Maße gefährden. Gemäß der Erfindung werden deshalb bei Verwendung von aus mehreren
Teilen
gebildeten Schleißblech'ien die Stoßstellen in in. der aus Abb. 5 ersichtlichen
Weise verschweißt, was !den Vorteil bietet, daß die Stoßkanten (der Teile j, k bis
zur völligen Abnutzung des Verschleißbleches fest miteinander verbunden bleiben.
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Selbstverständlich ist die Erfindung, inshesondere die Art der Verbindung
zwischen Schleiß- und Grundblech sowie zwischen den einzelnen Teilen eines zusammengesetzten
Schleißbleches nicht lediglich auf Begichtungskübel mit Boidenentleerung beschränkt,
sonldern kann auch in gleich vorteilhafter Weisse auf Kübel anderer Form sowie auf
Gichtverschlüsse, Bunker u. dgl. Anwendung finden.