DE34340C - Apparat zum selbstthätigen Festsetzen der Grenze für die Entnahme von Flüssigkeiten aus Leitungen - Google Patents

Apparat zum selbstthätigen Festsetzen der Grenze für die Entnahme von Flüssigkeiten aus Leitungen

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DE34340C
DE34340C DENDAT34340D DE34340DA DE34340C DE 34340 C DE34340 C DE 34340C DE NDAT34340 D DENDAT34340 D DE NDAT34340D DE 34340D A DE34340D A DE 34340DA DE 34340 C DE34340 C DE 34340C
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    • G05CONTROLLING; REGULATING
    • G05DSYSTEMS FOR CONTROLLING OR REGULATING NON-ELECTRIC VARIABLES
    • G05D7/00Control of flow
    • G05D7/01Control of flow without auxiliary power
    • G05D7/0106Control of flow without auxiliary power the sensing element being a flexible member, e.g. bellows, diaphragm, capsule

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
KLASSE 85: Wasserleitung,
aus Leitungen.
Dieser Apparat bezweckt, die beliebige Entnahme von Flüssigkeit aus einer Leitung nur bis zu einer festgesetzten Grenze zu gestatten und den Zuflufs dieser Flüssigkeit bei Ueberschreitung dieser Grenze selbstthätig abzustellen.
Zur Wiederherstellung des Zuflusses ist dann die Drehung eines Einstellhahnes nothwendig.
Der Apparat wird am Anfang der Leitung angebracht, bei welcher der Verbrauch der zugeführten Flüssigkeit eine bestimmte Grenze nicht überschreiten soll, und es können nach demselben an der Leitung' so viele Ausflüsse, als wünschenswerth, mit gewöhnlichen Hähnen hergestellt werden.
Zur Klarlegung der Wirkung des Apparates wird nachfolgend seine Anwendung zur Verhinderung der Wasservergeudung bei Wasserleitungen in Wohnungen erläutert.
Es ist bekannt, dafs in Wohnungen einerseits die gröfste Wasservergeudung dadurch verursacht wird, dafs die Ausflufshähne zu lange offen bleiben oder gar nicht vollständig abgeschlossen werden, während andererseits für die Hauswirthschaft, abgesehen von einigen Ausnahmefällen, wie z. B. die Füllung einer Bade- oder Waschwanne etc., kaum Gefäfse von gröfserem Inhalt als 10 bis 20 1 benutzt werden.
Der Apparat soll nun unter gewöhnlichen Verhältnissen die Füllung von solchen Gefäfsen frei gestatten, dagegen den Zuflufs des Wassers jedesmal abstellen, sobald ein gröfserer Verbrauch eintritt, als der als nothwendig festgestellte. Der Benutzende ist in dieser Weise jedesmal, wenn er die ihm bestimmte Wassermenge überschreitet, gezwungen, den Apparat wieder in Thätigkeit zu setzen, um wieder Wasser zu bekommen.
Dieses ist ihm durch Drehung des Einstellhahnes ermöglicht, ohne dafs er die inneren Theile des Apparates beeinflussen kann. Der Umstand, dafs jedesmal, wenn die bestimmte Verbrauchsmenge überschritten wird, ein Drehen des Hahnes H erforderlich ist, um wieder Wasser zu bekommen, wird den Consumenten zwingen, sobald die Ueberschreitung zu oft vorkommt, sich höher schätzen bezw. einen Apparat mit gröfserem Durchlafsvermögen in seine Leitung einschalten zu lassen.
Der Apparat wird also bei gewöhnlichen Verhältnissen die volle Benutzung der Wasserleitung unter Vermeidung von Hausbehältern ermöglichen, die Wasservergeudung verhindern und den Verwaltungen die Möglichkeit geben, die Consumenten nach dem wirklichen Gebrauch abzuschätzen.
Die Einrichtung des Apparates ist durch Fig. ι und 2 im Schnitt dargestellt.
Die Haupttheile des Apparates sind:
ι. der Mefsraum A\
2., die biegsame Platte B, welche ihn begrenzt ;
3. das Abstellventil C, welches durch die Stange α mit der Platte B verbunden ist;
4. der bemessene Durchlafs D;
5. die Regelungsscheibe E\
6. der Eingangsanschlufs F;
7· der Ausgangsanschlufs G und
8. der Einstellhahn H.
Der Raum A fafst eine bestimmte Menge der die Leitung K durchfliefsenden Flüssigkeit, und es erfolgt bei jedem Durchflufs in K eine entsprechende Entleerung desselben durch die bemessene Oeffnung D, während die Wiederfüllung selbstthätig in den Zwischenräumen, wo kein Durchflufs in K stattfindet, bewirkt wird.
Die Entleerung von A wird dadurch herbeigeführt, dafs die Membran B infolge der Druckdifferenz ρ—jj° während des Durchflusses in K steigt und somit die über ihr befindliche Flüssigkeit durch die Oeffnung D nach K hinausdrängt. Ist nun die Oeffnung D z. B. zehnmal kleiner als die Durchlafsöffnung der Leitung K, so ist es klar, dafs, bis der Raum A sich vollständig entleert hat, ein Theil Wasser durch die Leitung K durchfliefsen wird, welcher sich zum Inhalt des Normalraumes A annähernd verhält wie die Durchlafsöffnung von K zu derjenigen von D. Dauert nun eine Wasserentnahme von Seiten des Consumenten so lange, bis der Raum A sich entleert hat, so ist die festgestellte Wassermenge verbraucht und die selbsttätige Abstellung des Zuflusses in K erfolgt dadurch, dafs das Ventil C die Durchlafsöffnung /, Fig. 2, vollständig abschliefst; wenn dagegen die Wasserentnahme des Consumenten ohne zeitweises Zuschliefsen der Abflufshähne nicht so lange dauert, dafs der Raum A sich gänzlich entleeren kann, so fällt das Ventil C und mit ihm die Membran B nach jeder Entnahme in die ursprüngliche Lage, Fig. i, zurück, wobei sich zugleich der Raum A stets wieder füllt. Die punktirten Linien in Fig. ι geben die Stellungen der Membran am Beginn des Steigens des Ventils und am Schlufs desselben an.
In diesem Falle ist die Benutzung der Wasserleitung für den Consumenten eine scheinbar unbeschränkte, da er nie in die Lage kommt, durch eine besondere Umstellung des Hahnes H den Zuflufs wieder herstellen zu müssen. Also nur bei einem die bestimmte Menge überschreitenden Mehrverbrauch wird der Zuflufs des Wassers durch den Apparat abgestellt, und nur in diesem Falle ist der Consument gezwungen, von dem Einstellhahn H Gebrauch zu machen. Letzterer ist ein Zweiweghahn.
Bei der Stellung Fig. 3 ist die Verbindung zwischen der Hauptleitung L und dem Apparat hergestellt; bei Fig. 4 dagegen ist die Verbindung mit der Hauptleitung geschlossen und der Apparat mit dem äufseren Raum in Verbindung gestellt. Bei letzterer Stellung des Einstellhahnes wirkt die Wassersäule in der Leitung K rückwärts auf das Ventil C, das dadurch von seinem Sitz ab und in seine ursprüngliche Lage, Fig. 1, zurückbewegt wird. Dreht man nun den Einstellhahn H wieder in die Stellung Fig. 3, so ist die Verbindung von L mit K wieder hergestellt.
Das Umstellen des Hahnes H, welches bei Ueberschreitung des bestimmten Verbrauches erforderlich ist, um den Zuflufs des Wassers wieder herzustellen, besteht demnach darin, den Einstellhahn H zuerst für eine kurze Dauer in die Stellung Fig. 4 zu bringen, damit das Ventil C, Fig. 2, sich von seinem Sitz losmachen kann, und darauf den Hahn H nach Stellung Fig. 3 zurückzudrehen.
Um dem Apparat eine möglichst grofse Empfindlichkeit zu geben, wird das Uebergewicht des Ventils C und der Stange α möglichst klein gehalten und zugleich eine Regulirscheibe E in die Leitung K, und zwar vor D, eingeschaltet, um die Druckdifferenz ρ vergröfsern zu können.
In Fällen, wo ein kleines beständiges Durchfliefsen des Wassers, z. B. von 20 1 stündlich, gestattet werden kann, wird der Einstellhahn Η entbehrlich und durch eine entsprechende kleine Oeffnung c an dem Ventil C, Fig. 5, ersetzt. In diesem Falle ist nur eine kurze Abstellung der gewöhnlichen Ausflufshähne nöthig, um den Wasserzuflufs wieder herzustellen, wenn er durch den Apparat abgestellt worden ist; denn sobald der Druck ρ über und unter dem Ventil C wieder der gleiche ist, verläfst letzteres infolge seiner eigenen Schwere von selbst seinen Sitz.
Aus obiger Erläuterung und aus der Zeichnung ist ersichtlich, dafs der Apparat nicht nur für Wasser, sondern auch für Flüssigkeiten im allgemeinen verwendbar ist, wo man bei Ueberschreitung einer .bestimmten Grenze eine selbstthätige Abstellung des Zuflusses bewirken will.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei Leitungen für Flüssigkeiten zur Verhinderung der Vergeudung die Anwendung eines Apparates, bestehend im wesentlichen aus dem Raum A, der biegsamen Platte B oder einer beweglichen Wand, verbunden mit dem Ventil C, dem in die Leitung K einmündenden Durchlafsröhrchen D und dem Einstellhahn H oder dem Loch c am Ventil C.
DENDAT34340D Apparat zum selbstthätigen Festsetzen der Grenze für die Entnahme von Flüssigkeiten aus Leitungen Expired - Lifetime DE34340C (de)

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