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Hochfrequenzmaschine. Im- Hauptpatent ist eine selbsterregte Hochfrequenzmaschine
beschrieben, bei welcher die Magnetisierungswicklung auf dem Stator parallel zur
Achse und in der Ebene der Maschinenachse an den Stellen derjenigen gleichfalls
auf dem Stator vorgesehenen Wechselstromwicklung angebracht ist, für welche diese
Steilen eine indifferente Zone darstellen würden, und woben zur Ermöglichung der
Abnahme von Gleichstromenergie bzw. zum Betrieb als selbsterregte Maschine in den
Lücken des Rotars eine unter bestimmten
Gesichtspunkten angeordnete
und zum Kommutator geführte Gleichstromwicklung vorhanden ist.
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Die Erfindung stellt insofern eine weitere Ausbildung und Verbesserung
dieser Maschine :dar, als sie die Möglichkeit eröffnet, diese Maschine als Motorumformer
für hochperiodige Wechselströme anzuwenden, und im Zusammenhang mit den vorstehend
beschriebenen Merkmalen in mechanischer; elektrischer und fabrikatorischer Hinsieht
Vorteile ergibt, die mit den bekannten Anordnungen bisher nicht erreichbar waren.
'Diese Vorteile sind insbesondere bei Verwendung der Erfindung in radiotelegraphischen
Statio-. nen gegeben, wie aus folgendem ersichtlich ist.
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Als Stromquelle für die nach denn System der tönenden Funken arbeitenden
radiotelegraphischen Stationen benutzte man bisher einen Motorgenerator, der Gleichstrom
in Wechselstrom passender Frequenz umformt. Infolge der für die Stationen verlangten
verschiedenere Nutzleistungen (Antennenleistung) hat man verschiedene Typen dieser
Motorgeneratoren. ausgebildet, die mit Bezug auf den Wirkungsgrad nicht schlechter
sind als Umformer für niederperiodige Ströme. Da praktisch immer die Forderung nach
geringstem Gewicht und kleinen Dimensionen vorhanden ist, wurden :diese Motorgeneratoren
als sogenannte Eingehäuseumformer ausgebildet, bei denen Motor- und Generatorenanker
auf einer gemeinsamen Welle sitzen. Durch diese Ausführungsform gelangte man bisher
zu der praktisch vorteilhaftesten Anordnung.
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Die Erfindung gibt ein Mittel an die Hand, um derartige Motorumformer
mit Bezug auf die bauliche Anordnung zwecks Verringerung des Gewichtes und- der
Dimensionen; zu vereinfachen, insbesondere aber auch: in elektrischer Beziehung
mit Bezug auf den Wirkungsgrad derartiger Aggregate und den Betrieb in radiotelegraphischen
Stationen wesentlich zu verbessern. Es handelt sich hierbei um eine Maschine, die
in übereinstimmung mit dem Ausführungsbeispiel nach dem Hauptpatent einen einzigen,
Motor und Generator, gemeinsamen Anker besitzt, so daß auch die magnetischen Felder
beider Maschinen gemeinsam sind und durch diese Vereinigung Motor und Umformer elektrisch
voneinander abhängig werden. Dies äußert sich bei der Erfindung, wie bereits erwähnt,
in dem äußerst geringen Gewicht und den Dimensionen, ferner in einem sehr :höhen
Wirkungsgrad, sowie mit Bezug auf den Betrieb in radiotelegraphischen Stationen
darin, daß die Tourenzahl :der Maschine beim Tasten vollkommen konstant bleibt und
infolgedessen Schwankungen in der Tonhöhe selbst bei stärkster Belastung der Maschine
nicht wahrnehmbar sind. Für diese Erscheinung kann offenbar darin eine Erklärung
gesucht werden, daß eine Rückwirkung der phasenverschobenen, wechselstromführenden
Amperewindungen auf das Gleichstromfeld eintritt. Diese Rückwirkung ist als Funktion
der Magnetisierungswirkung abhängig von der besonderere Anordnung der Erregerwicklung.
Infolgedessen kann die mit derartigen Maschinen bei radiotelegraphischen Stationen
beobachtete Tonreinheit bei den bekannten gaschinenanordnungen nicht eintreten,
auch bei J'en Maschinen mit getrennten Ankern und getrennten Feldern nicht vorhanden
sein.
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Die konstruktive Ausführung der Erfindung ergibt sich: aus der in
der Zeichnung dargestellten Maschinenordnung, bei welcher die Erregerwicklung m
ein zweipoliges Feld erzeugt, in welchem der Anker läuft. Wird dem Anker Gleichstrom
zugeführt (Wirkhing e), so läuft die Maschine als Motor. Gleichzeitig werden die
Ankerzähne als Pole für die Wchselstromwicklungen a benutzt und erzeugen in den
dem Pol gegenüberliegenden Spulen den Wechselstrom gewünschter Frequenz. Es wird
also hier nicht, wie bei den normalen Einankerumformern, der Strom elektrisch umgeformt,
sondern der umzuformende Gleichstrom muß zuerst mechanisch Kraft leisten, um die
Maschine in Betrieb zu setzen. Die Gleichstromwicklungen e (mit der Isolation b
in dien Nuten) sind symmetrisch zu den Lamellen des Kommutators k geführt, um auch
bei erheblicher Belastung den kleinsten Funken an den Bürsten zu vermeiden.
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Mit der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsform wurden Gewichte
erreicht, die .nur den fünften Teil derjenigen,der bisher üblichen normalen Umformer
betragen.