DE342341C - Verfahren zum Reinigen von OElen - Google Patents

Verfahren zum Reinigen von OElen

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DE342341C
DE342341C DE1918342341D DE342341DD DE342341C DE 342341 C DE342341 C DE 342341C DE 1918342341 D DE1918342341 D DE 1918342341D DE 342341D D DE342341D D DE 342341DD DE 342341 C DE342341 C DE 342341C
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DE
Germany
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oil
filtration
oils
filter
milk
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DE1918342341D
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CHEM FAB LIST GmbH
E DE HAEEN
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CHEM FAB LIST GmbH
E DE HAEEN
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D39/00Filtering material for liquid or gaseous fluids
    • B01D39/14Other self-supporting filtering material ; Other filtering material
    • B01D39/16Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of organic material, e.g. synthetic fibres
    • B01D39/18Other self-supporting filtering material ; Other filtering material of organic material, e.g. synthetic fibres the material being cellulose or derivatives thereof
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B01PHYSICAL OR CHEMICAL PROCESSES OR APPARATUS IN GENERAL
    • B01DSEPARATION
    • B01D37/00Processes of filtration
    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10GCRACKING HYDROCARBON OILS; PRODUCTION OF LIQUID HYDROCARBON MIXTURES, e.g. BY DESTRUCTIVE HYDROGENATION, OLIGOMERISATION, POLYMERISATION; RECOVERY OF HYDROCARBON OILS FROM OIL-SHALE, OIL-SAND, OR GASES; REFINING MIXTURES MAINLY CONSISTING OF HYDROCARBONS; REFORMING OF NAPHTHA; MINERAL WAXES
    • C10G31/00Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by methods not otherwise provided for
    • C10G31/11Refining of hydrocarbon oils, in the absence of hydrogen, by methods not otherwise provided for by dialysis

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  • Separation Using Semi-Permeable Membranes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Reinigen von Olen.
  • Zur mechanischen Reinigung von pflanzlichen, tierischen und mineralischen Olen sind mehrere Verfahren gebräuchlich, die. aber sämtlich der letzten an sie zu stellenden Forderung, auch die feinstteiligsten (kóllo dzerteilten) Anteile aus den Ölen zu entfernen, garnicht oder nur unvollkommen genügen.
  • Die einfachste Reinigungsart erfolgt durch Lagern der Öle, wobei jedoch nur die gröbsten Fremdteilchen infolge allmählichen Absinkens für den späteren Verwendungszweck des Öles unschädlich gemacht werden können.
  • Zu besseren Erfolgen führt die Filtration der Öle durch Filtertücher in besonderen Filterpressen. Aber auch diese Methode vermag günstigenfalls nur solche Teilchen, die bereits mit freiem Auge als Einzelkörper eben erkennbar sind, aus dem 01 herauszunehmen.
  • Kolloidzerteilte Stoffe oder solche, deren Zerteilungsgrad an der Grenze der Suspensionen liegt, passieren dagegen glatt und widerstandslos den Filterstoff. Ein typisches Beispiel hierfür ist das Leinöl. Die im Leinsamen enthaltenen Eiweißstoffe, Pflanzenschleime, Phosphate, gehen bei der Verarbeitung in das Öl über und sind dann größtenteils kolloidal gelöst. Auch äußerlich zeigen sich die Verunreinigungen des Rohöles bisweilen durch mehr oder weniger stark auftretende Trübungen.
  • Um aus den Ölen auch solche kolloidzerteilten Stoffe zu entfernen, seien sie nun von Natur darin enthalten oder erst durch den Gebrauch des Öles in dasselbe verschleppt, hat man sich ferner der Methode des Zusatzes indifferenter Stoffe von hohem Adsorptionsvermögen bedient, worunter insbesondere das unter dem Namen Floridaerde, auch Fullererde, Walkerde, Bleicherde bekannt gewordene Aluminium-Magnesium-Hydrosilikat in Aufnahme gekommen ist. Die Natur solcher Adsorptionsfllter bringt den Übelstand mit sich, daß ein Filtrat von gleichbleibender Beschaffenheit niemals zu gewinnen ist; zu Beginn der Filtration erhält man nämlich stets Filtrate höherer Reinheitsgrade als zu späterer Zeit, wenn eine teilweise oder völlige adsorptive Sättigung des Filters eingetreten ist.
  • Diese physikalische Raffination führt aber nicht zu einer dauernden Abscheidung, beispielsweise der die Schmierleistung des Öles ungünstig beeinflussenden kolloiden asphalt-und harzhaltigen Bestandteile.
  • Bei der Filtration von Speiseölen macht sich ein weiterer Übelstand dieser Methode darin bemerkbar, daß denselben häufig ein »Erdgeschmack« mitgegeben wird, zu dessen Beseitigung neue umständliche Waschungen des filtrierten Öles mit Kochsalz- oder schwacher Sodalösung erforderlich werden.
  • Das Verfahren der Entschleimung von Leinöl durch Einwirkung von Wärme mit nachfolgender Filtration durch Filterpressen und anderes Material bietet erhebliche Schwierigkeiten, da die ausscheidenden Schleimflocken die bisher üblichen Filter sehr bald verstopfen.
  • Dazu kommt noch, daß diese Schleimstoffe im koagulierten ustande beträchtliche Mengen von Öl festhalten, was das Verfahren häufig zu einem nicht lohnenden macht.
  • Man hat bereits vorgeschlagen, Leinöl durch aus Papier oder Leinwand bestehende Filter zu filtrieren, die mit einem neutralen bzw. schwach alkalischen Metallsalz imprägniert sind. Dieses soll durch Katalyse die flockenbildenden Bestandteile des Leinöls ausscheiden.
  • Es hat sich jedoch gezeigt, daß Filter dieser Art nicht imstande sind, die in den Ölen befindlichen kolloidal gelösten Verunreinigungen wirksam zu entfernen. Außerdem erscheint auch die Filtration von Speiseöl durch Schwermetallsalze vom hygienischen Standpunkt aus nicht einwandfrei.
  • Alle diese Übelstände, welche der ÖlEltration in ihrer gegenwärtigen Form - noch anhaften, werden nun durch die Anwendung des vorliegenden Verfahrens sicher vermieden, welches darin besteht, daß die Filtration der Öle mit Hilfe von Membranen durchgefilhrt wird, die aus Zelluloseestern bestehen.
  • Derartige Membranfilter können in den verschiedensten Graden von Feinporigkeit hergestellt werden, was eine weitgehende Anpassung an den Feinheitsgrad der in den betreffenden Ölen enthaltenen flüssigen oder festen dispersen Phasen ermöglicht, derart, daß man für die Filtratiou stets solche Membranfilter wählt, deren Porengröße kleiner ist als der mittlere Lineardurchmesser der abzufiltrierenden Teilchen. In diesem Falle hat man es mit einer reinen Siebwirkung des Filters zu tun, welche (im Gegensatz zur Adsorptionswirkung der oben beschriebenen Erdfilter) eine dauernd gleichbleibende Beschaffenheit des Filtrates gewährleistet.
  • Ein weiterer Vorzug der Membranfilter in ihrer Anwendung für den vorliegenden Zweck der Ölfiltration, sowie insbesondere zur Entschleimung von Leinöl, ist darin zu erblicken, daß die Membranfilter sich bei Wahl der richtigen Porengröße nicht verstopfen, wie dieses andere Filter tun.
  • Membranen bzw. Ultrafilter sind bisher nur für Laboratoriumzwecke verwendet und zwar in der Regel zur Scheidung eines Kolloids von seinem Dispersionsmittel. Zwar hat man auch vorgeschlagen, Membranfilter zur Milchfiltration zu benutzen, aber dieses Verfahren ist sehr wesentlich verschieden von dem vorliegenden.
  • Milch und Öl unterscheiden sich nämlich sehr wesentlich voneinander. Milch enthält zwar auch Fett, stellt aber eine wäßrige Emulsion verschiedener Stoffe dar. Das Fett bildet in der Milch mit dem Casein eine Emulsion, und bei der Milchfiltration werden alle beiden Stoffe zurückgehalten, während das Dispersionsmittel, die Molken, durch das Filter hindurchgehen.
  • Ö1 dagegen stellt einen ganz anderen Körper als Milch dar, und zwar ein einheitliche chemiches Gebilde. Bei der Ölfiltration handelt es sich darum, die kolloidzerteilten Anteile aus den Ölen, wie Eiweißstoffe, Pflauzenschleime usw. zu entfernen, während das Ö1 selbst durch das Filter hindurchfiltriert werden Zoll. Das ist aber ganz etwas anderes als die Milchfiltration, bei der ja gerade, das Fett zurückgehalten werden soll.
  • Bei sehr 2ähfiüssigen Ölen ist eine Verdünnung duch Öllösungsmittel vor der Filtration in der Regel erforderlich, da der Filtratíonsprozess sonst zu lange Zeit beansprechen würde oder zu hoher Druck erforderlich wäre. So muß Rizinusöl, beispielsweise solches, welches man zum Ölen von Unterwasserturbinen verwendet hat, vor der Filtration etwa mit dem dreifachen Volumen Trichloräthylen verdünnt werden.
  • Beispiel.
  • Ein gebrauchtes Schmieröl, welches den Betrieb als-BSchmutzöl«, »Tropföl< wieder verlassen hatte, enthielt eine ungeheure Anzahl feiner und feinster, zum Teil submikroskopischer Teilchen, die sich als ein Gemenge von kleinsten Metallflitterchen, Rußteilchen und zahllosen winzigen Wassertröpfchen zu erkennen gaben. Die Filtration dieses Schmutzöles durch Membranfilter führt zu einem in der Durchsicht klaren, ultramikroskopisch vollkommen optisch leeren Prcdukt. In unverdünntem Zustande beansprucht die Filtration des sehr zähen Schmutzöles durch die feinporigen Membranfilter lange Zeit. Wenn man aber das Öl auf das Doppelte seines Volumens mit beispielsweise Trichloräthylen verdünnt, so kann-man bei einem Druck von 1/4 bis 1/2 Atm. eine Filtration von befriedigender Schnelligkeit erzielen.
  • Vor dem Gebrauche muß das Membranfilter entweder getrocknet sein oder durch aber führung - in ein Öllösungsmittel derartig präpariert werden, daß es von dem Öl benetzt wird.

Claims (1)

  1. PATEN-ANSPRUCH: Verfahren zum Re:nigen von Ölen, dadurch gekennzeichnet, daß diese durch aus Zelluloseestern bestehende Membranen filtriert werden, erforderlichenfalls unter Anwendung von Olverdünnungsmitteln.
DE1918342341D 1918-08-02 1918-08-02 Verfahren zum Reinigen von OElen Expired DE342341C (de)

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