DE340332C - Dynamisches Auswuchtverfahren - Google Patents

Dynamisches Auswuchtverfahren

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DE340332C
DE340332C DE1920340332D DE340332DD DE340332C DE 340332 C DE340332 C DE 340332C DE 1920340332 D DE1920340332 D DE 1920340332D DE 340332D D DE340332D D DE 340332DD DE 340332 C DE340332 C DE 340332C
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balancing
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dynamic balancing
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EISENGIESSEREI
HANS HEYMANN DR ING
Maschf GmbH
Carl Schenck AG
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HANS HEYMANN DR ING
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    • GPHYSICS
    • G01MEASURING; TESTING
    • G01MTESTING STATIC OR DYNAMIC BALANCE OF MACHINES OR STRUCTURES; TESTING OF STRUCTURES OR APPARATUS, NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • G01M1/00Testing static or dynamic balance of machines or structures
    • G01M1/02Details of balancing machines or devices
    • G01M1/04Adaptation of bearing support assemblies for receiving the body to be tested

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Testing Of Balance (AREA)

Description

  • Dynamisches Auswuchtverfahren. Auf dem Gebiete des Auswuchtens, sei es in einer besonderen Vorrichtung oder im Betriebszustand des auszuwuchtenden Körpers, unterscheidet man empirische Methoden, also Methoden ohne mathematisches Fundament und exakte Methoden, denen ein mathematischer Plan zugrunde liegt. Nach den heutigen Kenntnissen des Problems kann eine Methode nur dann als exakt angesprochen werden, wenn sie in der Lage ist, die allgemeine Unbalanz zu zerlegen in ein Kräftepaar und in eine Einzelkraft. Bekanntlich unterscheidet man drei Formen von Unbalanz, nämlich r. die sogenannte statische Unbalanz (Einzelkraft), .2. die rein dynamische Unbalanz (Kräftepaar), 3. die allgemeine Unbalanz (geometrische Surrime aus statischer und dynamischer Unbalanz - Kraftkreuz).
  • Vor Bekanntwerden der .einzigen, exakten Lösung nach dem als bekannt vorausgesetzten System Lawaczeck-Heymann balancierte man einen Körper zunächst auf Schneiden vor, um die Einzelkraft zu beseitigen und nahm ihn danach in eine dynamische Auswuchtvorrichtung, die bekanntlich zur Beseitigung von Kräftepaaren, also von rein dynamischer Unbalanz, unter Einhaltung gewisser Vorschriften brauchbar ist.
  • Die praktische Ausführung dieses theoretisch an sich richtigen Gedankens scheitert an, der minderwertigen Genauigkeit der statischen Balanciermethode, namentlich bei großem Gewicht der Prüfkörper. Infolge der Ungenauigkeit dieser statischen Methoden bleibt immer eine noch unzulässig große Einzelkraft zurück, so daß beim Auswuchten in der dynamischen Vorrichtung nicht ein Kräftepaar, sondern ein Kraftkreuz vorhanden ist, dessen Beseitigung große Schwierigkeiten verursacht, jedenfalls glückhaftas Probieren voraussetzt.
  • Ein Wandel wurde durch das System Lawaczeck-Heymann dadurch geschaffen, daß ,der auszuwuchtende Körper, sei es im Betrieb, sei es in einer besonderen Vorrichtung, nacheinander um zwei fest;. Schwingungsmittelpunkte dynamisch balanciert wurde. Durch die Festlegung des Schwingungsmittelpunktes wurde eine Zerlegung des Kraftkreuzes in Kräftepaar und Einzelkraft herbeigeführt. Ob der eigentliche Ausgleich laboratoriumsmäßig nach den von Lawaczeck angegebenen Verfahren oder rein werkstattmäßig nach dem von Heymann angegebenen Näherungsverfahren vorgenommen wird, ist unwesentlich.
  • Gemäß vorliegender Erfindung gibt es noch eine zweite, exakte Lösung auf dynamischem Wege. Die nachfolgende Lösung läßt sich sowohl, für das Auswuchten im Betrieb als auch für das Auswuchten in einer besonderen, dynamischen Einrichtung anwenden.
  • Sie beruht auf folgender Überlegung: Ein mit Unba:lanz behafteter Körper wird unter dem Einfluß der Unbalanz eine Schwingung vollführen, die sich allgemein aus einer translatorischen und zugleich aus einer rotatorischen Bewegung zusammensetzt (s. Fig. z). Die endgültige Bewegung würde auch zustande kommen, wenn gemäß Fig. z die Drehachse parallel zu sich selbst um a verschoben und danach um einen Winkel a gedreht würde. Wenn man nun durch irgendwelche Maßnahme den mit Unbalanz behafteten und schwingenden Körper zwingt, beispielsweise in einer dynamischen Auswuchtvorrichtung zunächst nur eine rein translatorische Bewegung zu absolvieren, so schaltet man bei diesem Vorgehen die rotatorische Wirkung des Kräftepaares vollständig aus. Wenn man dann nach irgendeinem Auswuchtverfahren die Schwingung beseitigt, so kann man also nur die Einzelkraft erfaßt haben, nicht aber das Kräftepaar. Nach Beseitigung der Schwingung, mithin nach Auswuchtung der Einzelkraft, schaltet man den Zwang, bei der-Schwingung eine translatorische Bewegung zu beschreiben, aus. Ist dann zufällig kein Kräftepaar vorhanden, so 'muß der erzielte, schwingungsfreie Gang bestehen bleiben. Ist dagegen noch ein Kräftepaar übriggeblieben, so kann zum Auswuchten des Kräftepaares irgendeine der früheren empirischen Methoden, die ja für diesen Spezialfall geeignet sind, oder auch irgendwelche exakte Metl-tode herangezogen werden.
  • Ein Beispiel von der konstruktiven Seite 'des Verfahrens ist in Fig. 3, 4 und 5 angegeben. Hier ist die Annahme getroffen, daß der Körper auf einer besonderen, dynamischen Auswuchtvorrichtung ausgewuchtet werden soll. Um den Körper zunächst im ersten Prozeß nur eine translatorische Bewegung vollführen zu lassen, ist es notwendig, die beiden Lagerstellen a und b starr miteinander zu kuppeln, etwa @da-durch, daß über die beiden Federn fein Querbalken c gelegt wird, der zwangsweise in einer Führung d geführt wird. Ist die Einzelkraft dynamisch ausgewuchtet, so wird die zwangsweise Verbindung .der beiden Lagerstellen gelöst, nach Fig.4 etwa derart, daß die Stange nach oben abgehoben wird, so, daß -die beiden Lagerstellen beliebig schwingen können. Stellt sich eine neue -Schwingung ein, so kann als Unbalanz nur noch ein Kräftepaar vorliegen, das dann auf irgendeine der bekannten Weisen beseitigt wird.

Claims (1)

  1. PATENT-ANspRUc$: Dynamisches Auswuchtverfahren für das Auswuchten in einer besonderen Vorrichtung oder im Betriebszustand, da-.durch gekennzeichnet, daß der Körper gezwungen wird, zunächst- eine rein translatorische Schwingung zu vollführen, um die Einzelkraft zu beseitigen, und daß danach der Zwang aufgehoben wird, um einem evtl. vorhandenen Kräftepaar die Möglichkeit zu geben, ebenfalls wirksam und somit aufgedeckt und beseitigt zu werden.
DE1920340332D 1920-10-05 1920-10-05 Dynamisches Auswuchtverfahren Expired DE340332C (de)

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DE (1) DE340332C (de)

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746164C (de) * 1935-10-18 1944-12-15 Trebel Werk Alfred Lebert K G Auswuchtmaschine
US4981043A (en) * 1988-04-22 1991-01-01 Denshi Seiki Kogyo Kabushiki Kaisha Measured object support mechanism for unbalance measuring apparatus

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746164C (de) * 1935-10-18 1944-12-15 Trebel Werk Alfred Lebert K G Auswuchtmaschine
US4981043A (en) * 1988-04-22 1991-01-01 Denshi Seiki Kogyo Kabushiki Kaisha Measured object support mechanism for unbalance measuring apparatus

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