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Fernsteuerung. Die Erfindung betrifft Fernsteuerungsanlagen für aus
mehreren Maschinen bestehende Maschinenanlagen und bezweckt die Schaffung von Einrichtungen,
um die Maschinen wahlweise von je einer von mehreren Bedienungsstellen aus, und
zwar - wiederum wahlweise -jede für sich oder alle zugleich zu steuern.
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Erfindungsgemäß werden mehrere Steuerungsorgane für ebensoviele unabhängige
Maschinen zu einer Steuerungsgruppe vereinigt und Anordnungen getroffen,- um die
Steuerung dieser Gruppe abzunehmen und auf eine andere entsprechend zusammengesetzte,
an anderer Stelle aufgebaute Gruppe von Steuerorganen zu übertragen.
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Die Erfindung ist besonders geeignet für Schiffsmaschinen, aber nicht
auf diese beschränkt; man ordnet dann die eine als Hauptsteuergruppe im Maschinenraum
an, und die andere - Hiifssteuergruppe - z. B, auf der Brücke. Mindestens eine der
Steuergruppen enthält ein Überwachungsorgan, z. B, einen Durchflußregier, von dessen
Stellung es abhängt, ob die Steuerung von dieser oder der anderen Gruppe aus erfolgt,
und außerdem kann in jeder der Gruppen die Steuerung so eingerichtet werden, daß
jedes Steuerorgan eine besondere Maschine oder ein einzelnes die Maschinen gemeinsam
steuert.
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Das Ausführungsbeispiel bezieht sieh auf zwei Dampfturbinen; wist
aber ersichtlich; daß die Erfindung auf eine beliebige Anzahl von Kraft- oder Arbeitsmaschinen
beliebiger Art ausgedehnt werden kann.
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In den Zeichnungen ist eine Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
veranschaulicht, und zwar zeigt Fig. i eine Steuerung gemäß der Erfindung in Teilansicht
von der Seite gesehen, Fig. 2 eine Vorderansicht zu Fig. i, wobei gewisse Teile
im senkrechten Schnitt veranschaulicht sind. Fig. 3 zeigt schematisch eine Steuerung
gemäß der Erfindung für eine Dampf-oder Druckmittelturbine, wobei die Verbindungen
derartig sind, daß jede der veranschaulichten Steuerungen benutzt werden kann, um
den Vorwärts- oder Rückwärtsgang der Turbinen herbeizuführen- Wenn auch nur eine
Turbine veranschaulicht ist, ist doch klar, daß das dargestellte und beschriebene
System zwei Turbinen und Vorrichtungen zur unabhängigen oder gleichzeitigen Schaltung
beider umschließt. Fig. q: zeigt eine schematische Schnittansicht der die Durchlässe
verbindenden Leitungen von zwei zusammenarbeitenden Steuerungsgruppen. Fig. 5 ist
eine der Fig. 4 entsprechende Ansicht und zeigt die Lage des Verteilungsventils
der einen Steuerungsgruppe bei Übertragung der Schaltung auf die andere Steuerungsgruppe.
Fig. 6 ist eine schematische Ansicht des Ventilsitzes des Verteilungsventils einer
Steuerungsgrüppe,
die im nachfolgenden als die »entfernte« oder
»Brückengruppe« bezeichnet wird, weil sie bei der veranschaulichten Ausführungsform
auf der Brücke des Schiffes zu denken ist. Fig. 7 ist eine entsprechende Ansicht
einer anderen Gruppe des Systems, die als Haupt- oder Maschinenraumgruppe bezeichnet
wird, weil sie nicht nur im Maschinenraum dicht bei dem zu überwachenden Apparat
gelegen ist, sondern auch noch imstande ist, in gewissem Sinne die Brückenschaltgruppe
zu überwachen. Fig.8 ist eine Schnittansicht eines Schaltventils, welches einen
Einzelteil jeder der Schaltvorrichtungen bildet. Fig. g ist eine schematische Ansicht
und zeigt eine Turbine mit zum Teil weggebrochenen Stücken und veranschaulicht die
Ventileinrichtung der Turbine für Vorwärts-und Rückwärtslauf und die Triebwerke
für die Zulaßventile, die zu dem veranschaulichten Überwachungs- und Schaltsystem
gehören.
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Das hier veranschaulichte Schalt- und Überwachungssystem besteht aus
zwei getrennten Steuerungsgruppen i und 2 und zwei Turbinenmaschinen (Fig. 3). Von
diesen ist nur eine veranschaulicht. Die getrennten Gruppen i und 2 sind so ausgebildet
und so angeordnet, daß jede von ihnen zur Schaltung und Überwachung beider zum System
gehörigen Maschinen verwendet werden kann, oder da.ß sie die Schaltung auf die andere
übertragen und sie ihr auch wieder abnehmen kann. Wie veranschaulicht, besitzt jede
Gruppe ein Verteilungsventil q. oder 64 und zwei Schaltventile 5 und 6, und jede
Schaltvorrichtung ist so ausgebildet, daß sie die Schaltung einer Maschine auf jedes
Schaltventil verlegen kann oder die Schaltung beider Maschinen auf ein Schaltventil
(Fig. q. und 5).
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Die Tätigkeit jedes veranschaulichten Schaltventils 5 und 6 besteht
darin, die Menge des Druckmittels zu regeln, welches es zu dem Triebwerk der Einlaßventile
für die Maschinen zuläßt. jedes Schaltventil ist so angeordnet, daß es in erster
Linie geeignet ist, eine besondere Maschine getrennt zu überwachen bzw. zu schalten,
aber das zugehörige Verteilungsventil q. oder 64 vermag jedem der Schaltventile
auch die Regelung der gesamten Maschinenanlage aufzuerlegen oder abzunehmen, so
daß in dem Fall, wo ein Schaltventil unwirksam wird, die Überwachung des ganzen
Systems sofort auf ein anderes Ventil übertragen werden kann, ohne daß die Wirksamkeit.
der zum System gehörigen Maschinen dadurch berührt würde. Bei der gezeigten Ausführungsform
der Erfindung ist das Verteilungsventil der Steuergruppe i nicht nur imstande, die
oben angegebenen Tätigkeiten auszuführen, sondern es vermag auch die Überwachung
von den Schaltventilen, mit welchen es direkt vereinigt ist, auf die Steuergruppe
a zu übertragen. Wenn auch in dem Beispiel nur von einer Hauptsteuergruppe und einer
entfernten Gruppe die Rede ist, so wird sich doch zeigen, daß an einer Hauptsteuergruppe
mehrere Nebengruppen angeschlossen sein können, sowie daß eine Nebengruppe die Steuerung
an weitere Nebengruppen abgeben kann.
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Die beiden Vorrichtungen i und 2 gleichen sich in den meisten Punkten
und beide sind mit Schaltventilen 5 und 6 und einem einzigen Verteilungsventil q.
oder 64 versehen. Zur Vereinfachung soll die eine Maschine 3 als _ Backbordmaschine
bezeichnet werden, während die andere, zum System gehörige aber nicht veranschaulichte
Maschine als Steuerbordmaschine bezeichnet werden soll. jede Maschine ist mit einem
besonderen Mechanismus 7 für das Zulaßventil für die Vorwärtsbewegung und einem
besonderen Mechanismus 8 für das Zulaßventil für die Rückwärtsbewegung versehen
(s. Fig. g). Wie in Fig. g gezeigt, besteht jeder Zulaßventilmechanismus aus einem
Triebwerk g, welches imstande ist, das damit verbundene Zulaßventil so zu bewegen,
daß es wechselnde Mengen von Arbeitsmitteln zur Maschine zuläßt, so daß die Geschwindigkeit
der Maschine überwacht und geregelt werden kann, sowohl wenn sie vorwärts als auch
wenn sie rückwärts läuft.
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Das in Fig. 2 im Schnitt und in Fig. 8 im Querschnitt nach der Linie
8-8 der Fig. 2 veranschaulichte Überwachungsventil 6 besitzt eine Druckkammer =o,
der Druckmittel durch einen Kanal =i zugeführt wird, und es besitzt ferner damit
verbundene Zweigkanäle, von denen aus das Druckmittel entweder durch einen Kanal
i2 oder einen Kanal 13 weitergeführt wird. Die Abgabe des Druckmittels an die Kammer
io und der Grad des Drücks innerhalb dieser Kammer wird von zwei durch Druck betätigten
selbsttätigen Ventilen 14 und 15 geregelt (Fig.3), deren ersteres ein Einlaßventil
ist, welches geeignet ist, die Abgabe des Druckmittels an die Kammer =o zu regeln,
und deren letzteres ein Auslaßventil ist, das die Verbindung zwischen der Kammer
io und der Außenluft zu regeln vermag. Wie veranschaulicht, ist das Ventil 15 in
wirksamer Verbindung mit einer biegsamen Wandoder einem Diaphragmai6, durch das
es bewegt wird und welches die eine Seitenwand der Kammer 17 bildet. Das Ventil
14 wird in gleicher Weise durch eine biegsame Wand oder ein Diaphragma 18 bewegt,
welches die andere Seitenwand der Kammer 17 bildet. Die Außenflächen der biegsamen
Wände sind dem Druck innerhalb der Kammer =o ausgesetzt, während ihre Innenflächen
dem Druck innerhalb der Kammer 17 unterworfen sind. Die Kammer. 17 empfängt das
Druckmittel aus dem Kanal =i durch ein halb selbsttätiges Ventil, das in Fig. 8
allgemein durch das Bezugszeichen ig bezeichnet ist. Dieses Ventil
kann
von Hand so eingestellt werden, daß bestimmter Druck wechselnder Größe innerhalb
der Kammer aufrechterhalten wird. Das Ventil ig besitzt einen röhrenförmigen Teil
2o, der am Umfang Durchlässe 21 hat, die so angeordnet sind, daß sie mit dem Kanal
ii bei allen Stellungen des röhrenförmigen Teils 2o in Verbindung stehen. Der Teil
2o kann sich in seinem Gehäuse längs verschieben, und sein vorstehendes Ende ist
mit einer Spitze versehen, die für gewöhnlich mit Hilfe einer Spiralfeder 23 gegen
einen Daumen 22 gedrückt wird. Das andere Ende des Teils 2o gleitet in einem hohlen
Ansatz 2q., der an einem durch Druck betätigten Tauchkolben 25 angeordnet ist. Dieser
Tauchkolben ist dem Druck innerhalb der Kammer 17 dadurch ausgesetzt, dä.ß Durchlässe
26 im Gehäuse des Tauchkolbens vorgesehen sind. Der Tauchkolben besitzt auch einen
zentral gelegenen, sich in achsialer Richtung erstreckenden Austrittskanal 27, der
mit Hilfe eines Stöpsel-. ventils 28 geöffnet und geschlossen werden kann, welches
am anstoßenden Ende des Teils 2o sitzt. Der Teil 2o besitzt ferner eine zweite Reihe
von Durchlässen 29 an seiner Umfläche, die dazu dienen, Druckmittel von dem Kanal
ii der Kammer 17 durch die Durchlässe 30 zuzuführen, die in dem Ansatz.24
ausgebildet sind. Die letztgenannten Teile vermögen die Durchlässe 29 entweder zu
öffnen oder zu schließen, je nach der relativen Stellung des Teils 2o und des Tauchkolbens
25.
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Der Tauchkolben wird gewöhnlich mit Hilfe einer Schraubenfeder 31
gegen den Teil 2o gedrückt und der Teil 20 vermag sich mit Hilfe des Daumens 22
in verschiedene Stellungen zu bewegen.
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Unter diesen Bedingungen ist die Feder 31 bestrebt, den Tauchkolben
in eine solche Stellung relativ zum Teil 20 zu bewegen, daß der Entlüftungskanal
27 des Tauchkolbens durch das Stöpselventil28 am Teil 2o verschlossen wird
und die Durchlässe 29 geöffnet; d. h. den Durchlässen 30 in dem Ansatz gegenübergestellt
und in direkte Verbindung mit der Kammer 17 gebracht werden. Der Druck in der Kammer
wirkt jedoch auf den Tauchkolben 25 und sucht, indem er sich dem Druck der Feder
31 entgegenstellt, den Tauchkolben so zu bewegen, daß der Entlüftungskana127 durch
das Stöpselventil28 geöffnet wird und in Verbindung mit der Kammer 17 gebracht wird,
und daß die Durchlässe 29 mittels des Ansatzes 24 verschlossen werden, so daß sie
außer Verbindung mit der Kammer 17 kommen. Mit anderen Worten, das Druckmittel innerhalb
der Kammer 17 sucht den Tauchkolben in eine solche Lage zu bewegen, daß der Druck
der Feder 31 vermehrt wird, und es sucht auch die Kammer 17 durch Öffnung des Kanals
2-zu entlüften, der durch einen Kanal 32 mit einer Entlüftungskammer 33 und weiterhin
durch einen Durchlaß 3.4 mit der Außenluft in Verbindung steht.
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Der Daumen 22 ist auf einer Welle 35 fest angeordnet, die mit Hilfe
eines Handhebels 36 (Fig. i und 2) in verschiedene Lagen gedreht werden kann. Der
Daumen ist so ausgebildet, daß eine Bewegung des Hebels in einer von beiden Richtungen
von seiner Mittelstellung aus den röhrenförmigen Teil 2o niederdrücken oder ihn
entgegen dem Druck der Feder 23 bewegen wird. Die Welle 35 kann auch in der Längsrichtung
durch ihre Führungen hindurch bewegt werden, zu dem Zwecke, ein Ventil 37 zu betätigen
und dadurch entweder die Kanäle 12 oder 13 in direkte Verbindung mit der Druckkammer
io oder der Entlüftungskammer 33 zu bringen.
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Die Wirkungsweise des beschriebenen Teils der Vorrichtung ist im einzelnen
folgende Wenn gewünscht wird, den Druck im Innern der Kammer 17 zu vermehren, um
dadurch den wirksamen Druck auf die Ventile 14 und 15 zu erhöhen und demgemäß den
Druck innerhalb der Kammer io, so wird der Daumen 22 mit Hilfe des Hebels 36 in
solcher Weise gedreht, daß er den röhrenförmigen Teil 2o weiter in den Ansatz 24
hinein bewegt und eine Schließung des Entlüftungskanals 27 durch das Stöpselventil28
verursacht. Dies hat, wie aus den Zeichnungen (Fig. 8) erkennbar, zur Folge, daß
die Durchlässe 2g dus Teils 2o den Durchlässen 3o in dem Ansatz 24. gegenüberzuliegen
kommen und infolgedessen in direkte Verbindung mit der Kammer 17 treten. Es ist
wohl zu verstehen, daß das Stöpselventil28 derart mit Bezug auf die Durchlässe 29
und 3o angeordnet ist, daß der Entlüftungskanal 27 geschlossen wird, wenn
der Teil 2o einwärtsgedrückt wird, und dann erst die Durchlässe 29 geöffnet werden.
Das Schließen des Kanals 27 und das Öffnen der Durchlässe 29 verursacht eine Druckerhöhung
im Innern der Kammer 17 und demgemäß eine Vermehrung des Drucks auf die biegsamen
Wandungen 16 und 18, die die Ventile 15 und 14 betätigen. Eine Bewegung der Wand
18 infolge einer Druckvermehrung innerhalb der Kammer 17 öffnet bzw. vergrößert
die Öffnung des Ventils 14. und bewirkt, daß Druckmittel durch geeignete Verbindungskanäle
der Druckkammer io zugeführt wird, während eine Bewegung der biegsamen Wand 16 infolge
der Druckvermehrung in der Kammer 17 die Schließung des Ventils 15 oder verstärkte
Drosselung des Druckmitteldurchganges durch dieses Ventil zur Entlüftung bedingt.
Dadurch wird eine Druckerhöhung im Innern der Kammer io und auf den Außenflächen
der biegsamen Wandungen herbeigeführt. Die Vermehrung des Drucks innerhalb der Kammer
17 verursacht auch, daß' der Tauchkolben 25 sich entgegen der Wirkung
der
Feder 31 in solcher Weise bewegt, daß er eventuell die Durchlässe 29 schließen und
den Durchlaß 27 infolge seiner Entfernung von dem Teil 2o öffnen wird. Offensichtlich
wird sich der Tauchkolben in dieser Richtung so lange bewegen, bis ein Gleichgewicht
zwischen dem Druck des Druckmittels, der auf den Tauchkolben ausgeübt wird, und
dem entgegenwirkenden Federdruck hergestellt ist. Ebenso ist ersichtlich, daß ein
bestimmter Druck in der Kammer für jede Stellung des Teils 2o aufrechterhalten werden
wird, da der Tauchkolben so lange fortfahren wird, sich zu bewegen und die Durchlässe
29 bzw. den Entlüftungskanal zu öffnen oder zu schließen, bis die entgegengesetzt
darauf wirkenden Drucke einander die Wage halten. Demgemäß kann jeder gewünschte
Druck in der Kammer 17 aufrechterhalten werden, und zwar lediglich durch Bewegung
des röhrenförmigen Teils 2o in eine bestimmte Lage. Der Handhebel für den Daumen
kann mit einer Skala versehen sein, die entweder nach Gewichtseinheiten zur Angabe
des Drucks in der Kammer 17 oder auch nach irgendwelchen anderen geeigneten Einheiten
eingeteilt sein kann, die in dem besonderen veranschaulichten Apparat sich auf die
Geschwindigkeit der gesteuerten Turbine oder der Turbinen beziehen kann, da die
Geschwindigkeit in dem Maße wechseln wird, in welchem der Druck innerhalb der Kammer
17 sich ändert. Die biegsamen Scheidewände 16 und 18 werden durch überwiegenden
Druck innerhalb der Kammer 17 nach außen gedrückt, bis der Druck innerhalb der Kammer
io und demgemäß der auf die Außenflächen dieser Scheidewände ausgeübte Druck gleich
ist dem Druck innerhalb der Kammer 17. In diesem Zeitpunkt werden die Scheidewände
ihre Normalstellungen wieder einnehmen und beide Ventile 14 und 15 sind dann geschlossen.
Weiterhin wird der Druck in der Kammer io demjenigen in der Kammer 17 gleich gehalten,
da eine Änderung des Drucks über oder unter dem in der Kammer 17 unterhaltenen eine
entsprechende Bewegung der Scheidewände hervorrufen und demgemäß eine Betätigung
der Ventile 14 und 15 zur Vermehrung oder Verminderung des Drucks in der Kammer
io veranlassen wird.
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Wird gewünscht, den Druck in der Kammer 17 zu vermindern und demgemäß
den Grad des Drucks, welcher vom Druckmittel in der Kammer io ausgeübt wird, gleichfalls
zu vermindern, so wird der Daumen 22 in solche Lage gedreht, daß er ein Nachaußendrücken
des röhrenförmigen Teils 2o unter dem EEinfluß der Feder 23 in bezug auf seine Führung
und auch auf den Ansatz 24 ermöglicht. Diese Bewegung des Teils 2o entfernt das
Stöpselventil von dem Kanal 27 und schließt die Durchlässe 29, so daß dadurch die
Verbindung zwischen der Kammer 17 und dem Kanal iz abgeschnitten und die Kammer
in direkte Verbindung mit der Außenluft vermittels des Durchlasses 3:1 gebracht
wird. Dies verursacht eine Verminderung des Drucks in der Kammer 17 und ermöglicht
demgemäß,. daß der Außendruck auf die Scheidewände eine Betätigung der Ventile 14
und 15 herbeiführt, wobei das erstere in die Schließstellung und das letztere in
die Offenstellung bewegt wird. Die Verminderung des Drucks in der Kammer 17 führt
eine Verminderung des Drucks des Druckmittels auf den Tauchkolben 25 herbei, und
demgemäß bewegt sich dann dieser Tauchkolben unter dem Einfluß der Feder 31 bis
eine neue Gleichgewichtsläge hergestellt ist, d. h. bis der Kanal 27 wieder durch
das Stöpselventil geschlossen ist und der in der Kammer 17 auf den; Tauchkolben
wirkende Druck dein entgegengesetzt gerichteten Druck der Feder 31 wieder das Gleichgewicht
hält. Es ist auch offenbar, daß das Ventil 15. so lange offen und das Ventil 14
so lange geschlossen bleiben wird, bis der Druck des Druckmittels auf die Außenseite
der Scheidewände demjenigen innerhalb der Kammer 17 das Gleichgewicht hält. In diesem
Zeitpunkt werden die Scheidewände wieder ihre normale oder Mittellage einnehmen,
und beide Ventile 14 und 15 sind Geschlossen. Bei der veranschaulichten Ausführungsforen
der Erfindung empfängt jedes Schalt- oder Überwachungsventil Druckmittel von dem
Verteilungsventil 4, mit dem es verbunden ist, und gibt das so. erhaltene Druckmittel
auch an dieses zurück: jede Steuerungsgruppe empfängt das Druckmittel von einer
geeigneten Quelle durch ein Rohr 3:8, welches mit einem Durchlaß 39 verbunden ist.
Dieser Durchlaß ist in einem an. der Einrichtung des Verteilungsventils 4 vorgesehenen
Ventilsitz ausgebildet (s. Fig. 2, 6 und 7). Wie vorher angegeben, ist jede Steuerungsgruppe
mit zwei Schaltventilen 5 und d versehen, und zur Vereinfachung der Beschreibung
mögen sie im nachfolgenden als Backbordregelungsventil und Steuerbordregelungsventil
bezeichnet werden.
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Es soll nun die Hauptschah- oder Überwachungsvorrichtung 1 an Hand
der Fig. 7 betrachtet werden. Die Kanäle 12 und 13 des i Stenerbordregelungsventils
stehen in Verbindung mit den Durchlässen 4o und 41 des Ventilsitzes, während die
entsprechenden Durchlässe des Backbordregelungsventils mit den Durchlässen 42 und
43 entsprechend in Ver- i bindung stehen. Der Kanal ii des Steuerbordventils kommuniziert
mit dem im Ventilsitz ausgebildeten Durchlaß 44, und der entsprechende Kanal des
Backbordventils kommuniziert mit einem gleichartigen Durchlaß 45. Der i Ventilsitz
ist auch mit Durchlässen 46 und 47 versehen, die entsprechend mit deal Triebwerken
der
Vor- und Rückwärtseinlaßventile der Steuerbordmaschine in Verbindung stehen, sowie
ferner mit Durchlässen 48 un$ 49, die mit den entsprechenden Ventilmechanismen der
Backbordmaschine kommunizieren.
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Das Verteilungsventil 4 kann durch einen Handgriff 112 in verschiedene
Stellungen gebracht werden, zu dem Zwecke, gewisse der obenerwähnten Durchlässe
4o bis 49 in Verbindung miteinander zu bringen und dadurch das eine oder das andere
oder beide Regelungsventile 5 und 6 in solcher Weise wirksam zu machen, däß sie
die Tätigkeit der einen oder beider in das System eingeschlossenen Maschinen regeln
und überwachen.
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Wie in Fig. 2 veranschaulicht, ist das Verteilungsventil 4 mit einer
mittleren Kammer 5o versehen, die mit Durchlässen 51, 52 und 53 kommuniziert, welche
auf der mit dem Ventilsitz in Berührung kommenden Ventilfläche ausgebildet sind
(s. unteren Teil der Fig. 4 und 5). Diese Kammer 50 ist in dauernder Verbindung
mit dem Durchlaß 39, und die Durchlässe 5= und 52 können so bewegt werden, daß sie
mit den Durchlässen 44 und 45 entsprechend zur Deckung kommen und dadurch den Kanal
i1 jedes der Ventile 5 und 6 in direkte Verbindung mit dem Kanal 39 bringen
und Druckmittel ihnen zuführen.
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Das Ventil 4 ist auch auf seiner mit dem Sitz in Berührung kommenden
Fläche mit Vertiefungen oder Taschen 54, 55, 56 und 57 versehen, die, wenn sich
das Verteilungsventil in der mittleren oder Zwischenstellung befindet, welche im
unteren Teil der Fig. 4 veranschaulicht ist, den DurchIaß 40 in Verbindung mit dem
Durchlaß 46, den Durchlaß 41 in Verbindung mit dem Durchlaß 47, den Durchlaß 42
mit dem Durchlaß 48 und den Durchlaß 43 mit dem Durchlaß 49 in Verbindung bringen,
so daß die Kanäle 12 beider Regelungsventile 5 und 6 mit den Triebwerken für die
Vorwärtszulaßventile der Backbord- und Steuerbordmaschinen entsprechend in Verbindung
kommen und die Kanäle 13 beider Ventile 5 und 6 mit den Triebwerken der Rückwärtszulaßventile
der Backbord- und Steuerbordmaschinen entsprechend kommunizieren. Diese Stellung
des Verteilungsventils 4 kann als die Steuerbord-und Backbordschaltstellung bezeichnet
werden, da sie jedes Schalt- oder Regelungsventil, das damit verbunden ist, in die
Lage versetzt, eine einzelne bestimmte Maschine zu schalten oder zu überwachen.
D. h. das Ventil 6 kann gebraucht werden zur Schaltung und Überwachung der Steuerbordmaschine
und das Ventil 5 zur Schaltung und Überwachung- der Backbordmaschine.
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Wird gewünscht, die Schaltung und Überwachung dem einen der Schaltventile,
beispielsweise dem Backbordventil 5, abzunehmen und sie dem andern aufzuerlegen,
so wird das Verteilungsventil 4 mittels des Handgriffs 112 aus der Zwischenstellung,
die in Fig. 4 veranschaulicht ist, in eine Lage gedreht, welche derjenigen des oberen
Ventils 64 in Fig. 5 entspricht. Diese Stellung des Ventils schließt die Durchlässe
42, 43 und 45, bringt aber eine Vertiefung 58, die in der mit dem Ventilsitz in
Berührung kommenden Fläche des Ventils 4 ausgebildet ist, in Verbindung mit den
Durchlässen 40 und 46, eine entsprechende Vertiefung 59 in Verbindung mit den Durchlässen
41 und 47, eine Vertiefung 6o in Verbindung mit dem Durchlaß 48 und eine gleichartige
Vertiefung 61 in Verbindung mit dem'Durchlaß 49. Die Taschen 59 und 61 kommunizieren
miteinander durch einen weiten Kanal, wie " er schematisch bei 62 in Fig. 4 und
5 veranschaulicht ist, und die Taschen 58 und 6o kommunizieren ebenfalls miteinander
durch einen gleichartigen Durchtrittskanal, wie er bei 63 in den Fig. 4 und 5 wiedergegeben
ist. Unter diesen Bedingungen wird Druckmittel aus dem Kanal 12 des Steuerbordregelungsventils
durch den Durch-Iaß 4o den beiden Durchlässen 46-und 48 und demgemäß den Triebwerken
des Vorwärtszulaßventils beider in das System eingeschlossenen Maschinen zugeführt.
Der Kanal 13 des Steuerbordregelungsventils 6 wird gleichfalls in Verbindung mit
den Durchlässen 47 und 49 dadurch gebracht, daß er mit dem Durchlaß 41 in Verbindung
kommt, und er wird dadurch in Verbindung mit den Triebwerken für das Rückwärtszulaßventil
gebracht. Unter diesen Be- ! dingungen kann das Steuerbordventil6 verwendet werden,
um die Tätigkeit beider Maschinen - während ihres Vorwärts- oder Rückwärtslaufs
zu regeln und zu überwachen, da es imstande ist, Druckmittel an die Triebwerke für
die Ventile beider Maschinen abzugeben. Befindet sich das Ventil in der eben beschriebenen
Lage, so sind die Durchlässe 51 und 53, die mit der mittleren Kammer 5o kommunizieren,
verdeckt oder geschlossen, während der Durchlaß 52 von solcher Größe ist, daß er
auch weiter mit dem Durchlaß 44 zur Deckung kommt und demgemäß Druckmittel dem Kanal
1i des Steuerbordventils 6 zuführt.
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Befindet sich das Steuerbordregelungsventil6 in der in Fig. 8 veranschaulichten
Lage, so steht die Kammer io in Verbindung mit dem Kanal 12 und demgemäß wird dann
Druckmittel den Triebwerkenfür dieVorwärtseinlaßventile beider Maschinen zugeführt,
während die Triebwerke für die Rückwärtseinlaßventile beider Maschinen durch den
Kanal 13 des Muschelschiebers 37, die Kammer 35 und den Kanal 34 in der in Fig.
8 gezeigten Weise mit der Außenluft in Verbindung stehen. Wenn Schieber 37 durch
eine Längsbewegung der Welle 35 verschoben wird, so wird der Kanal 13 mit der Kammer
io
in Verbindung gebracht, und es wird Druckmittel den Triebwerken
der Rückwärtsventile beider Maschinen zugeführt, während die Triebwerke der Vorwärtszulaßventile
durch den Kanal 12 und die Kammer 33 in Verbindung mit der Entlüftung gebracht werden.
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Wird gewünscht, die Regelung und Überwachung beider zum System gehörigen
Maschinen auf das Backbordventil 5 der Hauptsteuerungsgruppe zu übertragen, so wird
das Verteilungsventil 4 aus der in Fig. 4 unten gezeigten Lage in eine Lage gebracht,
die der in Fig. 4. oben veranschaulichten entspricht. In dieser stellen die Taschen
6o, 61 Verbindung zwischen den Durchlässen 42 und 48 her und die Durchlässe 43 und
49 sowie die Taschen 58 und 59
werden in solche Stellungen gebracht, daß sie
mit den entsprechenden Durchlässen 46 und 47 zur Deckung kommen. In dieser Lage
des Ventils 4. kommt der Durchlaß 53, der mit der mittleren Kammer So des Ventils
4 kommuniziert, mit dem Durchlaß 45 zur Deckung, und es wird dadurch Druckmittel
aus dem Rohr 38 dem Kanal =i des Backbordregelungsventils 5 zugeführt. Das so zugeführte
Druckmittel kann zum Ventil 4 zurückgeführt werden, von dem Kanal 12 des Ventils
5 durch den Durchlaß 42 zu jedem der Durchlässe 48 und 46 und demgemäß zu den Ventiltriebwerken
der Vorwärtszulaßventile beider zum System gehörigen Maschinen. Der Kanal 13 des
Regelungsventils 5 'vermag auch Druckmittel durch den Durchlaß 43 jedem der Durchlässe
49 und 47 zuzuführen. Dies befähigt das Backbordregelungsventil 5, gleichzeitig
die Tätigkeit beider zum System gehörigen Maschinen zu überwachen.
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In den Fig. 4 und 5 der Zeichnung sind die Verteilungsventile 4 und
64 beider Steuerungsgruppen r und 2 schematisch veranschaulicht, wobei jedes Ventil
mit einem Zeiger 65 versehen ist, der sich an einer Skala oder einem Segment 66
entlangbewegen kann, um die Stellung des Verteilungsventils anzugeben und auch um
anzugeben, auf welches der überwachungsventile Überwachung übertragen ist. Ist das
Verteilungsventil 4 der Hauptsteuerungsgruppe in die im unteren Teil der Fig. 5
angedeutete Lage bewegt, in weicher der Zeiger 65 auf die Buchstaben »B Ra der Skala
66 zeigt, so ist die Überwachung und Regelung aller zum System gehörigen Maschinen
von der Hauptsteuergruppe i auf die Brückenüberwachungsvorrichtung 2 übertragen.
Befindet sich das Verteilungsventil der Steuerungsgruppe x in dieser Lage, so sind
die Durchlässe 44 und 45 verdeckt oder geschlossen, so daß kein Druckmittel
dem Kanal =i der Überwachungsventile 5 und 6, die einen Teil der Hauptsteuerungsgruppe
bilden, zugeführt werden kann, während der Durchlaß 53 -des Ventils 4 in Verbindung
mit einem Durchlaß 67 gebracht wird, der im Ventilsitz (s. Fig. 7) ausgebildet ist
und durch ein Rohr oder einen Kanal 68 mit einem Durchlaß 69 des einen Teils
der Steuerungsgruppe 2 bildenden Ventilsitzes in Verbindung gebracht ist (s. Fig.
5 und 6). Die Tasche 54 ist dann auch in eine solche Lage gebracht, daß sie den
Durchlaß 46 mit einem Durchlaß 7o in Verbindung bringt, der durch ein Rohr oder
einen Kanal 71 mit einem Durchlaß 72 kommuniziert, welcher im Ventilsitz der Vorrichtung
2 ausgebildet ist. Die Tasche 55 setzt in gleicher Weise den Durchlaß 47 in .Verbindung
mit einem Durchlaß 73, der im Ventilsitz der Vorrichtung i ausgebildet ist und durch
ein Rohr oder einen Kanal 74 mit einem Durchlaß 75 im Ventilsitz der Vorrichtung
2 kommuniziert. Die Tasche 56 befindet sich in solcher Lage, daß sie Verbindung
zwischen dem Durchlag 48 und einem Durchlaß 76 herstellt, der im Ventilsitz der
Vorrichtung i ausgebildet ist und durche in Rohr 77 mit einem Durchlaß 78 des Ventilsitzes
der Vorrichtung 2 kommuniziert. Die Tasche 57 stellt auch Verbindung zwischen dem
Durchlaß 49 und einem Durchlaß 79 im Ventilsitz der Vorrichtung i her, der
durch ein Rohr oder einen Kanal 8o mit einem Durchlaß 81: im Ventilsitz der Vorrichtung
2 kommuniziert. Die Durchlässe 40, 41, 42 und 43 der Vorrichtung i werden sämtlich
durch das Verteilungsventil verdeckt oder geschlossen und demgemäß wird die direkte
Verbindung zwischen den Kanälen i2 und 13 der Überwachungsventile 5 und 6 der Hauptsteuerungsgruppe
und den die Zulaßventile betätigenden Triebwerken der zu dem System gehörigen Maschinen
abgeschnitten.
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Der Ventilsitz der Steuerungsgruppe 2 ist mit Durchlässen 82 und 83
versehen, die mit dem Kanal 12 und 13 des Steuerbordventils 6, welches einen Teil
der Vorrichtung 2 bildet, kommunizieren. Er ist ferner mit Durchlässen 84. und 85
versehen, die mit entsprechenden Kanälen des Backbordregelungsventils 5 der Vorrichtung
2 kommunizieren. Das Verteilungsventil 64 der Vorrichtung 2 ist in vielen Beziehungen
dem Ventil 4 der Vorrichtung i gleichartig und ist mit Taschen oder Vertiefungen
86, 87, 88, 89, go, gz, g2 und 93 versehen, die den gleichartig gelegenen
Taschen 54 bis 61 des zur Vorrichtung = gehörigen Ventils 4 entsprechen. Die mittlere
Kammer 5o des Ventils 64, das zur Vorrichtung 2 gehört, besitzt auch Kanäle 94,
95, 96, die in der Wirkungsweise den gleichartig gelagerten Durchlässen 5=,
52 und 53 des Verteilungsventils der Vorrichtung i entsprechen. Die Taschen go und
g= sind durch einen Kanal 97 miteinander in Verbindung gebracht und die Taschen
gr und 93 durch einen Kanal 98.
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Befinden sich .die beiden Ventile 4. und 64 1 in, der in der Fig.
5 -dargestellten Lage, so ist die Überwachung und Regelung beider Maschinen
des
Systems nicht nur von der Hauptsteuergruppe i auf die Hilfssteuergruppe 2 übertragen,
sondern sie ist insbesondere dem Steuerbordregelungsventil6 der Brückenüberwachungsvorrichtung
übertragen. Unter diesen Bedingungen wird Druckmittel von der Druckmittelquelle
durch das Rohr 38 und den Durchlaß 39 der Mittelkammer 5o des Ventils 4 zugeführt.
Von dieser Kammer tritt es durch den Durchlaß 53 des Ventils 4, den Durchlaß 67
im Ventilsitz der Vorrichtung i und das Rohr 68 und den Durchlaß 69 zur Mittelkammer
5o des Verteilungsventils 64, welches einen Teil der Hilfssteuerungsgruppe 2 bildet.
Dann gelangt das Druckmittel durch den Durchlaß 95
des Ventils 64, einen Durchlaß
9g im Ventilsitz der Vorrichtung 2 und durch einen Verbindungskanal zum Kanal ii
des Steuerbordregelungsventils 6, welches einen Teil der Vorrichtung 2 bildet. Unter
diesen Umständen vermag das Regelungsventil 6 Druckmittel zurück durch seinen Kanal
12 zu den Durchlässen 82 oder 83 abzugeben und demgemäß auch durch den Durchlaß
72 und das Rohr 71 zu dem Durchlaß 7o des Ventils 4., oder durch seinen Kanal
13
zurück zu dem Durchlaß 75 zum Rohr 74 und zum Durchlaß 73 des Ventils 4.
Der Durchläß 70 ist, wie gesagt, mit dem Durchlaß 46 der Überwachungsvorrichtung
i mittels der Tasche 54 in Verbindung gebracht und kommuniziert demgemäß durch einen
Kanal ioo mit dem Triebwerk für das Vorwärtseinlaßventil der Steuerbordmaschine.
Der Durchlaß 73 kommuniziert durch die Tasche 55 mit dem Durchlaß 47 und demgemäß
mit dem Triebwerk für das Rückwärtseinlaßventil der Steuerbordmaschine durch einen
Kanal ior.
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Wie vorher in Verbindung mit Fig.8 beschrieben, überwacht und regelt
der Muschelschieber 37 des Überwachungsventils die Druckmittelabgabe aus der Kammer
io an jeden der Kanäle i2 und z3@ und ist so angeordnet, daß er gleichzeitig einen
der Kanäle in Verbindung mit der Entlüftung bringt und den andern mit der Kammer
io. Infolgedessen werden die Triebwerke für die Rückwärtszulaßventile beider Turbinen
mit der Entlüftung in Verbindung gebracht, während die Triebwerke für die ` Vorwärtszulaßventile
Druckmittel aus der Kammer ro erhaltenund dahin wirken, daß die Vorwärtszulaßventile
offen gehalten werden, und umgekehrt, es werden die Triebwerke der Vorwärtszulaßventile
mit der Entlüftung verbunden, während die Triebwerke für das Rückwärtszulaßventil
-Druckmittel aus der Kammer io erhalten.
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Da die Taschen go und 92 durch den Kanal 97
miteinander kommunizieren,
so kann Druckmittel, welches durch den Durchlaß 82 zum Verteilungsventil der Vorrichtung
2 zurückkehrt, durch den Durchlaß 78 und den Durchlaß 77 zum Durchlaß 76 der Vorrichtung
i geliefert werden. Aus diesem Durchlaß kann das Druckmittel durch den Durchlaß
48 und ein Rohr oder einen Kanal rot dem Triebwerk für das Vörwärtszulaßventil der
Backbordmaschine zugeführt werden. Die Taschen gi und 93 sind auch durch
den Kanal 98 miteinander verbunden und demgemäß kann Druckmittel, welches
in die Tasche gi durch den Durchlaß 83 eintritt, durch den Durchlaß 81: und das
Rohr 8o dem Durchlaß 79 des -Ventilsitzes zugeführt werden, welches einen
Teil des Hauptzulaßventils bildet. Von diesem Durchlaß wird das Druckmittel durch
den Durchlaß 49 und ein Rohr oder einen Kanal io3 dem Triebwerk für das Rückwärtseinlaßventil
der Backbordmaschine zugeführt. Hieraus ist erkennbar, daß die Anordnung der Verteilungsventile
4 und 64, die in Fig. 5 dargestellt sind, das Steuerbordregelungsventil der Brückenüberwachungsvorrichtung
befähigt, gleichzeitig beide Maschinen des Systems zu überwachen und zu' schalten.
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Wird das Verteilungsventil 64 der Hilfssteuerungsgruppe 2 in die in
Fig. 4 dargestellte Stellung gedreht, während das Verteilungsventil 4 der Hauptsteuerungsgruppe
in der in Fig. 5 gezeigten Stellung bleibt, so wird die Überwachung und Schaltung
beider Maschinen der Anlage auf das Backbordregelungsventil 5 der Vorrichtung 2
übertragen und das Druckmittel wird dann, wie vorher beschrieben, von der Hauptsteuerungsgruppe-i
dem Verteilungsventil der Hiifssteuerungsgruppe zugeführt, von der es dem Kanal
ii des Backbordregelungsventils durch die Durchlässe 96 und io4 zugeführt
wird. Von diesem Ventil kann das Druckmittel entweder durch die Kanäle 12 oder 13
des Backbordregelungsventils zurück zum Verteilungsventil 64 und dann zurück zum
Verteilungsventil 4 der Vorrichtung i geführt werden, von der es dem einen oder
andern der Ventiltriebwerke beider Maschinen zugeführt werden kann.
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Wird das Verteilungsventil 64 der Brückenüberwachungsvorrichtung in
eine Lage gedreht, die derjenigen entspricht, in welcher sich das Verteilungsventil
4 der Hauptsteuerungsgruppe in Fig. 4 befindet, so wird die Überwachung und Steuerung
der Steuerbordmaschine dem Steuerbordregelungsventil der Vorrichtung 2 auferlegt
und die Überwachung der Steuerung der Back-Bordmaschine dem Backbordregelungsventil
dieser Vorrichtung. Um dies zu erreichen, muß das Verteilungsventil der Hauptvorrichtung
i natürlich in die Brückenüberwachungsstellung gedreht werden, wie dies in Fig.
5 dargestellt ist, so daß die Zulaßöffnungen 44 und 45 dieses Ventils überdeckt
oder geschlossen und -die Zulaßöffnung 67 in Verbindung mit dem Drucknüttelzuführungsrohr
38 gebracht wird und
Druckmittel der Hilfssteuergruppe 2 zugeführt
wird. Befinden sich die beiden Verteilungsventile in der beschriebenen Lage, so
wird Druckmittel vom Durchlaß 53 durch den Durchlaß 67 und den Kanal 68 der Regelungskammer
5o- des Verteilungsventils 64 zugeführt. Von dieser Kammer wird das Druckmittel
durch die Durchlässe 95 und 94 dem Durchlaß 99 und dem Durchlaß 104 des Ventilsitzes
der Vorrichtung 2 zugeführt. Wie beschrieben, kommuniziert der Durchlaß 99 mit dem
Kanal ii des Steuerbordventils 6 der Vorrichtung :2 und der Durchlaß 104 mit dem
Kanal ii des Backbordventils 5 dieser Vorrichtung. Demgemäß empfängt jedes Regelungsventil
der Vorrichtung 2 Druckmittel und ist infolgedessen in der Lage, Druckmittel zurück
zu den Verteilungsventilen 64, mit dem es vereinigt ist, zu geben. Das Druckmittel
aus dem Ventil 6 vermag durch die Durchlässe 82 und 83 zurückzukehren und demgemäß
dem Durrchlaß 46 oder Durchlaß 47 der Hauptverteilungsvorrichtung überliefert zu
werden, von denen der erstere durch das Rohr ioo mit dem Triebwerk des Vorwärtszulaßventils
der Steuerbordmascbine kommuniziert, während der letztere durch das Rohr ioi mit
dem Triebwerk des Rückwärtszulaßventils derselben Maschine kommuniziert. Das Backbordregelungsventil
5 der Vorrichtung 2 vermag auch Druckmittel jedem der Durchlässe 84 oder 85 des
Ventils 64 zuzuführen und da diese Durchlässe entsprechend in Verbindung mit den
Durchlässen 78 und 81 durch die Taschen 88 und 89 gebracht sind, so kann Druckmittel
entweder dem Triebwerk des Backbordvorwärtseinlaßventils oder des Backbordrückwärtseinlaßventils
zugeführt werden. Jedes der Verteilungsventile 4 und 64 kann in die Abschließstellung
gebracht werden, in der sein Zeiger 65 auf das Wort »off « der Skala 66 zeigt und
in welcher .alle Zulaßöffnungen, die im Ventilsitz vorgesehen sind und in Verbindung
mit der mittleren Kammer 50 gebracht werden können, geschlossen sind. Befindet
sich eines der Ventile in dieser Lage, so sind die damit verbundenen Regelungsventile
5 und 6 unwirksam gemacht und, falls es sich um das Ventil 4 der Hauptvorrichtung
i handelt, ist das Druckmittel auch von der Hilfsvorrichtung abgeschnitten, und
das ganze System ist dann als Überwachungsmittel für die Zulaßventile der zur Anlage
gehörigen Maschinen unwirksam gemacht. Es ist klar, daß zwei oder mehrere Hilfssteuerungsgruppen
mit einer Hauptvorrichtung vereinigt sein können und daß mit einer Hilfssteuerungsgruppe,
die in allen Beziehungen der Hauptvorrichtung gleichartig ist, zusätzliche entfernte
Überwachungsvorrichtungen benutzt werden könnten, die die gleiche Beziehung zur
Vorrichtung 2 haben würden, wie diese zur Vorrichtung i hat. Es ist auch offensichtlich,
daß jede beliebige Zahl von Maschinen oder Vorrichtungen, die überwacht und geschaltet
werden sollen, in das System eingeschlossen werden können, da die Kanäle roo, ioi,
zog und 103 mit einem oder mehreren Zweigen versehen werden können, oder es können
Zusatzöffnungen in den Ventilsitzen der Überwachungsvorrichtungen vorgesehen sein,
um die zusätzlichen Maschinen unabhängig zu überwachen und zu schalten..
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Bei der veranschaulichten Überwachungsvorrichtung ist eine Anzahl
verschiedener Meßeinrichtungen vorgesehen, die dem Benutzer die Lage der verschiedenen,
sich unter seiner Überwachung befindenden Apparate anzuzeigen vermögen. Die Anzeigevorrichtung
io5 (Fig. a) kann mit dem Dampfzulaß beider Maschinen 3 verbunden sein und den verfügbaren
Dampfdruck angeben. Die Anzeigevorrichtung io6 kann mit dem Luftreservoir io7 (Fig.
3) verbunden sein oder mit der Quelle für das Druckmittel des Überwachungs- und
Regelungssystems, und sie ist demgemäß geeignet, den verfügbaren Druck des Druckmittels
im System anzugeben. Die Anzeigevorrichtung io8 ist ein Duplexanzeiger und ist mit
zwei Zeigern versehen, deren einer den Druck in der Rohrleitung io2 und deren andrer
denjenigen in der Rohrleitung 103 anzugeben vermag. Bei dieser Anordnung wird die
Lage der Triebwerke für die Ventile, welche mit den Rohren 1o2 und 103
kommunizieren,
durch die Zeiger des Anzeigers angegeben und falls erwünscht, kann die Skala des
Anzeigers in Umdrehungen pro Minute statt in Druckeinheiten eingeteilt sein. Der
Anzeiger iog entspricht in allen Beziehungen dem eben beschriebenen, nur daß er
den Druck in den Rohren ioo und ioi anzugeben vermag. Mit Hilfe dieser Anordnung
kann die Lage jedes der Kontrollventile durch einen Blick auf die Anzeigevorrichtungen
1o8 und iog alsbald festgestellt werden. Die Anzeiger iio und iii können mit Dynamometern,
die in Verbindung mit den Backbord- und Steuerbordmaschinen arbeiten, verbunden
sein und können demgemäß die durch jede der Maschinen entwickelte Kraft angeben.
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Es ist klar, daß die Erfindung nicht auf die besondere Konstruktion
und Anordnung der Einzelteile beschränkt ist, aus denen sie als ein Ganzes besteht,
und mannigfache Änderungen in dieser und anderen Beziehungen können vorgenommen
werden, ohne vom Wesen der Erfindung abzuweichen.