DE339252C - Verfahren und Vorrichtung zum Ernten von Tort - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Ernten von TortInfo
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Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E21—EARTH OR ROCK DRILLING; MINING
- E21C—MINING OR QUARRYING
- E21C49/00—Obtaining peat; Machines therefor
- E21C49/04—Obtaining peat; Machines therefor by digging in the form of peat sods
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Description
AUSGEGEBEN
AM 18. JULI 1921
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 10 c GRUPPE 2
W. K. Strenge & Co. in Ocholt, Oldbg.
Patentiert im Deutschen Reiche vom 3. Juli 1920 ab.
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren und eine Maschine zum Abernten von Torflagern,
durch die der Torf in einzelne Soden geschnitten an einen Sodenäbleger abgegeben
wird.
Ein Ausführungsbeispiel der neuen Maschine ist auf der Zeichnung dargestellt.
Fig. ι ist ein Längsschnitt,
Fig. 2 ein Grundriß.
ίο Fig. 3 und 4 sind Seitenansichten der Vorrichtung
zum Abschneiden der einzelnen Soden vom Sodenstrang.
Fig. 5 zeigt diese Einrichtung in perspektivischer Darstellung.
Fig. 6 veranschaulicht eine Abänderung, bei der zwei übereinanderliegende Kreismesser
zum gleichzeitigen Abschneiden von zwei Strängen vorgesehen sind.
Die Maschine besteht aus einem Fahrgestell ao mit Rahmen 1 und Gliederlaufketten 2, die über
Walzen 3 am Vorder- und Hinterende des Fahrgestells laufen. Die Walzen können motorisch
angetrieben oder die ganze Maschine kann gezogen werden.
Die Maschine soll nun einen Torfstrang aus dem Boden herausheben, in einzelne Sodenvierecke
zerlegen und diese quer zu ihrer Fahrtrichtung abwerfen. Zu diesem Zweck sind an ihrem Vorderende in an sich bekannter
Weise Kreismesser angeordnet, bei der Ausführungsform nach Fig. r und. 2 ein stehendes
Kreismesser 4 und zwei in gleicher Ebene liegende 5, deren Achsen in Lagern am Rahmen
ι gelagert sind. Die Kreismesser bedürfen keines eigenen Antriebes, sie drehen sich vielmehr
mit dem fortbewegten Fahrzeug und dringen schneidend in die vor ihnen liegende
Torfschicht ein, von der sie einen Strang abschneiden, dessen Breite annähernd dem Radius
der liegenden Kreismesser entspricht, die von der frei liegenden Seite der Torf schicht in
diese eindringen, während das stehende Kreismesser 4 den. Strang senkrecht abschneidet.
Über das hintere liegende Kreismesser greift das zugeschärfte Ende des Sodenhebers 6, der
eine aufwärts gewölbte Bahn für den vom Boden abgeschnittenen Sodenstrang darstellt,*
so daß dieser sich bei der Weiterbewegung der Maschine allmählich auf den Sodenheber
schiebt, bis er zu der Abschneidvorrichtung gelangt, die einzelne Soden von ihm lostrennt.
Diese Vorrichtung (Fig. 3 bis 5) besteht aus einem fallbeilartigen Messer 7, das an einen
Arm 8 angelenkt ist, der durch Kreuzgelenke 9 mit dem Lenker 10 einer Exzenterscheibe n
verbunden ist. Diese Scheibe sitzt auf einem senkrecht im Fahrgestell 1 gelagerten Achsstummel 12, der von der Achse der vorderen
Fahrwalze 3 derart angetrieben wird, daß die Exzenterscheibe 11 sich rascher dreht als die
Kreismesser. Der Lenker 10 kann um einen Querzapfen 13 am Kurbelzapfen der Exzenterscheibe
schwingen. Während bei der Bewegung des Lenkers 10 und des Messerarms 8 entgegen
der Fahrtrichtung das Messer 7 den abgeschnittenen Soden auf dem Sodenlager vor
sich her schiebt und ihn auf ein quer über die Maschine sich erstreckendes Förderband 14
wirft, wird bei der Bewegung der Arme 8 und 10 in der Fahrtrichtung der Maschine das
Messer 7 auf einer schiefen Ebene über den Sodenstrang gehoben. Die schiefe Ebene be-
steht aus zwei L-förmigen Schienen 15, an die
sich das Messer bei dieser Bewegung mit L-förmigen Einschnitten 16 einhängt, um nun
von der Exzenterscheibe 11 mittels der Arme 10
und 8 an den Schienen 15 hängend hochgezogen zu werden. Diesem Heben des Messers 7
wirkt ein Hebel 17 entgegen, der um eine wagerechte Achse des Gestells 18 drehbar von einer
starken Zugfeder 19 gegen den Messerarm 8 gedrückt wird, den er mit einer Rolle 20 übergreift.
Bei der Bewegung des Messerarms 8, die das Messer 7 an den Schrägschienen 15 aufwärts
zieht, wird auch der Arm 18 entgegen der Wirkung der Feder 19 angehoben (Fig. 3),
steht also unter einem starken Druck. Sobald nun das Messer 7 zum oberen Ende der
wagerechten Rippe der Schrägschienen 15 gelangt ist, gleitet es von den-Schienen ab und
wird durch den Druck, den die Feder 19 auf den Messerarm 8 ausübt, mit großer Kraft von
oben her in den Sodenstrang 21 hineingetrieben, von dem auf diese Weise ein großes
Stück 22 losgetrennt wird. Die sich nun wieder nach vorwärts bewegenden Arme 10 und 8
ziehen jetzt das Messer- mit dem von ihm abgetrennten Sodenstück 22 gegen das Transportband
14. Am Ende des Sodenhebers aber fällt es von diesem ab auf das Band und wird
seitlich der Maschine abgelegt oder auf einen besonderen Sodenabheber übergeführt.
Während in der dargestellten Ausführungsform Kreismesser zum Abtrennen eines Sodenstranges
vom Torflager vorgesehen sind, können auch Messer anderer Form und Wirkung ver-.wendet
werden. Die Höhenlage der Messer kann in beliebiger Weise durch geeignete Stellvorrichtungen
eingestellt werden. Wünscht man die Förderfähigkeit der Maschine zu erhöhen, so kann man, wie Fig. 6 zeigt, an Stelle eines
liegenden Kreismesserpaares deren zwei übereinander anordnen, wobei die liegenden Kreismesser
5 a, 5 b zwei übereinanderliegende Torfstränge abtrennen, die seitlich durch das stehende
Kreismesser 4 abgeschnitten, werden.
Statt die einzelnen Sodenstücke vom Strang durch ein von oben einfallendes Abtrennen zu
lösen, kann man ein solches Messer auch von der Seite her in den Sodenstrang eintreiben,
wobei die oben beschriebene Anordnung nicht wesentlich geändert zu werden braucht. Bei
gleichzeitigem Abheben zweier übereinanderliegender Sodenstränge erzielt man dadurch
den Vorteil, diese nur der Breite nach, nicht ihrer doppelten Höhe nach durchschneiden zu
müssen. Es wird als bekannt vorausgesetzt, bei der Krümeltorfgewinnung den durch eine
pflugartige Vorrichtung abgehobenen Torfspan über eine schräg aufwärts gerichtete Gleitbahn
einer Zerkrümelungsvorrichtung zuzuführen.
Claims (3)
1. Verfahren zum maschinellen Ernten von Einzelsoden aus dem Torflager, dadurch
gekennzeichnet, daß .ein aufwärts gewölbter Torfheber den durch im Winkel
zueinander arbeitende Messer vom Lager abgeschnittenen Sodenstrang unter ein quer
zur Fahrtrichtung wirkendes Messer führt, das von dem Strang einzelne Sodenstücke
abtrennt und auf dem Torfheber weiterschiebt, von dem sie dann durch eine quergelagerte Fördervorrichtung abgenommen
werden können.
2. Einrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1, bestehend aus
einem Fahrgestell mit im Winkel zueinander wirkenden Messern, dadurch gekennzeichnet,
daß ein in der Fahrtrichtung hin und her geführtes Messer bei seiner Bewegung in der Fahrtrichtung durch Schrägführungen
am Sodenstrang vorbeigeführt wird, um dann von den Führungen abgleitend in den Strang einzudringen und
beiderVorwärtsbewegung das abgeschnittene Stück vor sich her zu schieben.
3. Vorrichtung nach, Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eine zweckmäßig
von der Fahrzeugachse angetriebene Exzenterscheibe den Arm eines Messers hin und her bewegt, das sich bei der Bewegung
in der Fahrtrichtung an Schrägschienen einhängt, die es gegen die Wirkung einer Feder über den Sodenstrang heben, bis es
von den Schienen abgleitend durch den Federdruck und sein Eigengewicht in den Sodenstrang hineingetrieben wird.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE339252T | 1920-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE339252C true DE339252C (de) | 1921-07-18 |
Family
ID=6223450
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1920339252D Expired DE339252C (de) | 1920-07-03 | 1920-07-03 | Verfahren und Vorrichtung zum Ernten von Tort |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE339252C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031759B (de) * | 1955-11-07 | 1958-06-12 | Heseper Torfwerk Ges Mit Besch | Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen Stechen, Heben und Absetzen von Torfsoden |
-
1920
- 1920-07-03 DE DE1920339252D patent/DE339252C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1031759B (de) * | 1955-11-07 | 1958-06-12 | Heseper Torfwerk Ges Mit Besch | Verfahren und Vorrichtung zum selbsttaetigen Stechen, Heben und Absetzen von Torfsoden |
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