DE33904C - Aufwinde-Regulator für selbstthätige Mule-Feinspinnmaschinen - Google Patents

Aufwinde-Regulator für selbstthätige Mule-Feinspinnmaschinen

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DE33904C
DE33904C DENDAT33904D DE33904DA DE33904C DE 33904 C DE33904 C DE 33904C DE NDAT33904 D DENDAT33904 D DE NDAT33904D DE 33904D A DE33904D A DE 33904DA DE 33904 C DE33904 C DE 33904C
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DE
Germany
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mule
automatic
regulator
spinning machines
fine spinning
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT33904D
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English (en)
Original Assignee
FR. JORDAN JUNIOR in Augsburg
Publication of DE33904C publication Critical patent/DE33904C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • DTEXTILES; PAPER
    • D01NATURAL OR MAN-MADE THREADS OR FIBRES; SPINNING
    • D01HSPINNING OR TWISTING
    • D01H3/00Spinning or twisting machines in which the product is wound-up intermittently, e.g. mules
    • D01H3/02Details
    • D01H3/16Spindle-driving arrangements
    • D01H3/22Spindle-driving arrangements during taking-in
    • D01H3/24Quadrant motions; Nosing motions

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Textile Engineering (AREA)
  • Winding Filamentary Materials (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 76: Spinnerei.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 17. Mai 1885 ab.
Die Faden - Regulirapparate für Mule - Feinspinnmaschinen haben die Aufgabe, während der Ansatzbildung die Anzahl der Spindelumgänge zu regeln, welche nöthig sind, um die constante Länge des gesponnenen Fadens, exclusive der Fadenreserve (des auf die nackte Spindel bis zur Spitze gewundenen Fadens), während der Aufwindeperiode aufzuwinden.
Der vorliegende Apparat ist befähigt, die Regulirung des Aufwindemechanismus nach einer ähnlichen Curve vorzunehmen, welche sich reciprok zu dem Inhalt gleich stark aufgewundener Fadenschichten verhält, a = b = c = d, Fig. 5 und 6.
Diese Curve ist mehr oder weniger der Form der Ansatzbildung unterworfen, die Construction des Apparates erlaubt jedoch, den verschiedensten Anforderungen, welche hierdurch entstehen sollten, nachkommen zu können.
Die Zeichnung stellt in Fig. 1 und 2 die Seiten- und Vorderansicht des Regulirapparates, in Fig. 3 das Reguliren desselben während der Ansatzbildung dar, und Fig. 4 veranschaulicht die Anordnung des Regulators in Verbindung mit dem Wagen.
Der Apparat ist vermittelst der Grundplatte %, welche horizontal verschiebbar ist, mit Schrauben an dem Wagen montirt. Der auf der Aufwinderwelle α sitzende Schlitzhebel c drückt mit dem Zapfen d beim Ab- und Aufwinden bis zum tiefsten Punkt der jeweiligen Windung gegen die am Sperrrad f befindliche radiale Fläche e, und dreht dadurch das Sperrrad f, welches drehbar auf der Grundplatte \ gelagert ist, in eine Stellung, welche der jeweiligen tiefsten Kötzerwindung entspricht, und in welcher es dann durch den Sperrhebel u gehalten wird, bis derselbe am Ende der Einfahrt auf den an der Cylinderbank befestigten Zapfen w aufläuft und hierdurch das Sperrrad freigiebt, welches dann vermittelst der Feder y in seine Anfangsstellung wieder zurückgeschnellt wird.
Die Ausgangsstellung wird durch die Nase α des Sperrrades und die Anschlagnase ß, welche an der Platte \ verstellbar befestigt ist, bestimmt. Die Anschlagnase β wird so gestellt, dafs nach Beendigung des Ansatzes der Zapfen d die radiale Fläche e nicht mehr berührt.
An dem Sperrrad f befindet sich noch ein nach jeder Richtung verstellbares Schlitzeisen mit dem Zapfen h, an welchem vermittelst Oehres eine Kette i hängt, welche, über die Gegenwinderwelle b und die an dem Gegenwinderarm k verstellbar befestigte Rolle / gelegt, einen leichten Sperrhebel m trägt. Dieser Sperrhebel legt sich bei der Aufwindungsperiode, wenn der Gegenwinderdraht zu tief herabgezogen wird, in das Sperrrad n, hält hierdurch die mit η fest verbundene Rolle 0 an und erzielt hierdurch mittelst des umgeschlungenen Seiles γ eine Drehung der Rolle g, der Winkelräder r und s, der Quadrantenschraube t, und bewirkt hierdurch die nöthige Verschiebung der Quadrantenmutter x.
Durch zu hohe oder zu tiefe Stellung der Quadrantenmutter wird die Fadenreserve dementsprechend zu grofs oder zu klein, wodurch Schleifen oder Verziehungen bezw. Bruch der Fäden entstehen.
Durch diesen Apparat werden diese Fehler vermieden, indem er die Anzahl der Spindelumdrehungen während der Aufwindeperiode, Einfahrt des Wagens, regelt, und zwar da-
durch, dafs er die Quadrantenmutter χ auf eine neue, einfache Art in vollständig selbstthätiger Weise im Verhältnifs zum zunehmenden Kötzeransatz verstellt, wobei der Apparat wie folgt functionirt:
Vor Beginn der Arbeit wird der Regulator der zu spinnenden Garnnummer entsprechend eingestellt, und zwar in der Art, dafs in der tiefsten Stellung des ,Aufwinderarmes, welche durch die Copping-plate (Leitschiene) gegeben ist, bei Beginn der Ansatzbildung der Zapfen d des auf der Aufwinderwelle α festgekeilten Schlitzhebels c vermittelst der radialen Anschlagriase e das Sperrrad f bereits um go° gedreht hat; gleichzeitig wird aber auch die Anschlagnase β so eingestellt, dafs sie bei vollendetem Ansätze und tiefster Windung die Nase α des Rades f berührt und weiteres Zurückdrehen desselben, welches Bestreben durch die Feder y vorhanden ist, nicht zuläfst.
Durch die Copping-plate (Leitschiene) erhält der Aufwinderarm im Verhältnifs der Ansatzbildung eine Drehung und wird gehoben, gleichzeitig wird aber auch der auf der Aufwinderwelle festgekeilte Schlitzhebel c in demselben Verhältnifs gedreht, so dafs der Zapfen d in der Anfangsstellung sich mehr und mehr von der radialen Arischlagfläche e entfernt, indem das Sperrrad f trotz der Feder y wegen der Anschlagnasen α und β nicht weiter zurückgehen kann. Die Folge davon ist, dafs bei jeder Einfahrt des Wagens im Verhältnifs der abnehmenden Fadenreserve das Sperrrad/ weniger Weg zurücklegt, der leichte Sperrhebel Ot weniger lange das Sperrrad η arretirt, dadurch auch weniger Umgänge von ο und g und r und s erzeugt werden, was eine stetig abnehmende Verschiebung der Quadrantenmutter χ bewirkt und eine dementsprechende Aenderurig der Anzahl der Spindelumdrehungen bedingt, woraus sich ergiebt, dafs die Menge des aufzuwindenden Fadens sich bei jedem Einzüge in dem Mafse vermindert, wie der Kötzeransatz zunimmt.
Bei Anfang der Kötzerschicht m, Fig. 5, und der tiefsten Windung, wie aus Fig. 3 bei 0 ersichtlich ist, wird der Schlitzhebel c die Stellung o1 erhalten, die radiale Fläche wird in Stellung o2 und der Anknüpfungspunkt der Kette i am Schlitzeisen mit dem Zapfen h wird in die Stellung o3 gelangen, der Aufhängepunkt des Sperrhebels m wird bei o4 stehen. Dementsprechend wird sich bei Anfang der Schicht n, Fig. 5, der Schlitzhebel c, Fig. 3, in der Stellung i4, bei Schicht 0 in der Stellung 24, bei Schicht ρ in der Stellung 3* und bei Ende der Schicht ρ (fertigem Ansatz) in der Stellung 4* befinden.
Errichtet man nun in den Stellungen o4 bis 44 Senkrechte, welche der Gröfse des bis dahin fertiggestellten Ansatzes entsprechen, wie in 0 = 0, in i4 = a, in 24 = (a + b), in 34 = (a + b + c) und in 44 = (a + b -f- c + d), und verbindet die Endpunkte derselben, durch eine Linie, so entspricht diese Curve der Arbeit des Regulirapparates.
Ist die Ansatzbildung des Kötzers beendet, so ist der Aufwinderarm durch die Coppingplate so hoch gehoben und der Schlitzhebel c so weit gedreht worden, dafs der Zapfen d die radiale Anschlagfläche e nicht mehr berührt, folglich kann eine Drehung des Sperrrades nicht mehr erfolgen und der Apparat ist automatisch aufser Betrieb gesetzt, da die Quadrantenmutter χ durch denselben nicht mehr verschoben wird.
Vermittelst der grofsen Verstellbarkeit des Zapfens d im Schlitzhebel c, des Schlitzeisens mit Zapfen h, der Anschlagnase β und der horizontalen Verschiebbarkeit der Grundplatte ^ (bezw. des ganzen Apparates) ist dieser Faden-Regulirapparat nach der richtigen Einstellung für die zu spinnende Nummer befähigt, die entsprechende Verschiebung der Quadrantenmutter für Garne von No. 10 engl. bis zu den feinsten Nummern während der Ansatzbildung ohne Nachhülfe des Spinners und ohne Uebersetzung auf die Quadrantenspindel selbst vollständig selbstthätig zu bewirken. Durch geeignete Uebersetzung an der Quadrantenspindel, z. B. durch Verkleinerung der Scheibe g, ist der Apparat auch für die gröbsten Garnnummern verwendbar.

Claims (2)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Ein Aufwinde - Regulator für selbstthätige Mule-Feinspinnm aschinen, bei welchem die Senkung des Aufwinders eine (von Schicht zu Schicht abnehmende) Winkeldrehung einer zum Wagen gehörigen Drehscheibe ff) bewirkt.
  2. 2. Ein Aufwinde-Regulator der unter 1. definirten Art, bei welchem aufserdem eine über die Gegenwinderrolle (I) geführte Kette (V) mit dem einen Ende an einem Stelleisen dieser Drehscheibe, mit dem anderen Ende an einem im Wagen gelagerten Hebel (m) befestigt ist, der so lange eine Sperrscheibe (n) an der durch die Wageneinfahrt veranlafsten Drehung hindert, daher die Quadrantenmutter im erforderlichen Sinne verstellt, als er in den Zähnen dieser Sperrscheibe liegt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT33904D Aufwinde-Regulator für selbstthätige Mule-Feinspinnmaschinen Expired - Lifetime DE33904C (de)

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