DE33902C - Schlammabsonderungskammer für Dampf- und andere Rohre - Google Patents
Schlammabsonderungskammer für Dampf- und andere RohreInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F16—ENGINEERING ELEMENTS AND UNITS; GENERAL MEASURES FOR PRODUCING AND MAINTAINING EFFECTIVE FUNCTIONING OF MACHINES OR INSTALLATIONS; THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L—PIPES; JOINTS OR FITTINGS FOR PIPES; SUPPORTS FOR PIPES, CABLES OR PROTECTIVE TUBING; MEANS FOR THERMAL INSULATION IN GENERAL
- F16L55/00—Devices or appurtenances for use in, or in connection with, pipes or pipe systems
- F16L55/24—Preventing accumulation of dirt or other matter in pipes, e.g. by traps, by strainers
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die dargestellte Vorrichtung soll das Eindringen von Unreinigkeiten jeder Art in die
Röhren eines Oberflächencondensators oder eines Dampfkessels verhindern, bei welchen
die Röhren schraubenförmig gewunden sind; doch sind diese Vorrichtungen auch in anderen
Fällen verwendbar, wo es wünschenswerth ist, den Eintritt von Verunreinigungen
in andere Röhren zu verhindern, die zur Leitung von Dampf, Wasser oder anderen Flüssigkeiten dienen. Auch kann man diese
Vorrichtung mit Vortheil verwenden, um das Sprudeln in Dampfkesseln zu verhindern,
welche Dampf zum Betrieb von Dampfmaschinen liefern sollen, d. h. zu verhindern, dafs der
entwickelte Dampf Wasser mitreifse.
Zu diesem Zwecke wird eine durchlochte Scheidewand oder ein Gitter verwendet, welches
quer in eine Kammer gestellt wird, die eine Einlafsöffnung auf der einen und eine
Auslafsöffnung auf der anderen Seite des Gitters besitzt, so dafs der Dampf, das.Wasser
oder eine andere Flüssigkeit beim Durchgang durch die Kammer durch die Löcher oder
das Gitter hindurchgehen mufs.
Um das Gitter von Zeit zu Zeit behufs der Reinigung leicht herausnehmen zu können,
giebt man demselben die Form eines Absperrschiebers , welcher durch eine OefFnung an
einer Seite der Kammer eingeschoben werden kann. Das innere Ende des Schiebers versieht
man mit einem daraus hervorragenden Bolzen, welcher durch ein Loch in der Kammer
hindurchgeschoben wird, das jenem gegenüberliegt, durch welches das Einschieben des
Gitters erfolgt. Auf diesen aus der Kammer hervorragenden Bolzen schraubt man eine
Mutter, deren innere Endfläche leicht kegelförmig gestaltet ist und in eine entsprechende
Vertiefung an der Aufsenseite der Kammer pafst, so dafs beim Anziehen der Mutter ein
dampfdichter Verschlufs ohne besondere Dichtung hergestellt wird. Die Mutter ist am
besten kappenförmig, um das Entweichen des Dampfes oder der Flüssigkeit zwischen den
Gewinden zu verhindern. Das andere Ende des Gitters oder Schiebers versieht man mit
einem ringsum gehenden Flantsch, welcher gegen eine genau passende Fläche an der
Aufsenseite der Kammer gezogen wird und hierdurch einen dampfdichten Verschlufs bildet.
Die Löcher im Gitter oder im Schieber können sich entweder unmittelbar zwischen der Ein- und Austrittsöffnung der Kammer
befinden, oder die Kammer kann nach unten hin oder in einer anderen Richtung verlängert
sein, und die Löcher können in dem Theile des Schiebers angebracht sein, welcher sich in
der Verlängerung der Kammer befindet. Es stöfst demnach der Dampf oder die Flüssigkeit
beim Eintritt in die Kammer zunächst gegen den ebenen, nicht durchlochten Theil
des Schiebers, und hierdurch werden die vom Dampf oder der Flüssigkeit mitgerissenen festen
Theilchen aufgefangen und sinken auf den
Boden der Kammer, von wo aus sie von Zeit zu Zeit entfernt werden können, indem
man den Schieber herauszieht. In einzelnen Fällen giefst man das Gehäuse der Kammer
in einem Stück mit einer zweiten Kammer, in welcher ein Schieberverschlufs oder ein Ventil
angebracht wird.
Fig. ι zeigt im Längsschnitt eine Form der Vorrichtung; Fig. 2 ist eine Endansicht, zum
Theil ein Schnitt derselben. Fig. 3 ist ein Querschnitt und Fig. 4 eine Vorderansicht des
durchlochten Theiles oder des Gitters. Fig. 5 ist eine Seitenansicht, zum Theil ein Schnitt,
und Fig. 6 eine Endansicht, zum Theil ein Schnitt des äufseren Gehäuses einer anderen
Form der Vorrichtung, bei welcher eine Absetzvorrichtung oder ein Sack angebracht ist,
in dem sich die vom Gitter aufgefangenen Theile absetzen. Fig. 7 ist ein Querschnitt
und Fig. 8 eine Vorderansicht des Gitters dieser Vorrichtung. Fig. 9 ist ein Längsschnitt
einer dritten Form der Auffangvorrichtung, bei welcher das äufsere Gehäuse in einem Stück
mit einem Ventilgehäuse gegossen ist. Fig. ι ο ist ein Längsschnitt der Auffangvorrichtung,
deren Gehäuse in einem Stück mit dem Gehäuse eines Absperrventils gegossen ist.
Das äufsere Gehäuse A der Auffangvorrichtung,
Fig. ι, hat an einem Ende einen Flantsch und am anderen Ende einen röhrenförmigen
Ansatz mit Muttergewinde zum Befestigen von Zu- und Ableitungsröhren; doch können auch
andere Mittel zur Verbindung mit den Zu- und Ableitungsröhren verwendet werden. Die durchlochte
Scheidewand oder das Gitter B erstreckt sich quer durch das Innere des hohlen
Gehäuses A. Die Seitenkanten desselben passen dicht an die Seitenwände des Gehäuses. Am
oberen Ende hat diese Scheidewand einen Bolzen B1, welcher durch einen kurzen,
röhrenförmigen Ansatz A1 am oberen Theile des Gehäuses hinaufreicht. Auf diesen Bolzen
ist eine kappenförmige Mutter C geschraubt, welche an der Unterseite bei C1 kegelförmig
gestaltet ist, damit sie in die Mündung des Ansatzes A1 genau hineinpasse, der zu dem
Zwecke entsprechend gestaltet ist. Man kann auf diese Weise einen dichten Verschlufs erzielen,
ohne eine Packung verwenden zu müssen. Am Boden des Gehäuses ist eine rechteckige Oeffnung angebracht, durch welche
das Gitter in das Gehäuse eingeschoben oder aus demselben herausgenommen werden kann.
Der Fufs des Gitters besteht aus einem flachen, senkrecht zu demselben gestellten
Theil J32, welcher die rechteckige Oeffnung
bedeckt und am ganzen Umfange über dieselbe hinausragt. In der oberen Fläche dieses
Theiles B2 ist eine umlaufende Nuth eingeschnitten,
welche an das untere Ende des Gehäuses pafst, das den Rand der rechteckigen Oeffnung bildet.. Auf diese Weise wird auch
unten ein dampfdichter Verschlufs hergestellt. Sollten sich die Löcher des Gitters oder der
Scheidewand verstopfen, so hat man nur die Mutter C abzuschrauben und das Gitter durch
die rechteckige Oeffnung im unteren Theil des Gehäuses herauszunehmen; das Gitter und das
Innere des Gehäuses können dann leicht und rasch gereinigt werden.
Bei der in Fig. 5, 6, 7 und 8 dargestellten Form enthält das Gehäuse eine Kammer D,
welche einen herabhängenden Sack bildet, in dem sich der vom Gitter aufgefangene Schmutz
ansammeln kann. Die Wand B reicht bis an den Boden des Sackes JD, und die Löcher
sind in deren unterer Hälfte angebracht.
Bei der in Fig. 9 dargestellten Form sind noch weitere Vorkehrungen getroffen, um die
vom Gitter aufgefangenen Stoffe aufzunehmen. Am unteren Theile der Wand B ist ein
Sack E angebracht, in welchen die vom Gitter aufgefangenen Theile durch Schlitze im oberen
Theile des Sackes hineinfallen können. Das Gehäuse dieser Auffangvorrichtung ist in einem
Stück mit einem Ventilgehäuse gegossen. Die in Fig. ι ο dargestellte Construction weicht von
der in Fig. 9 dargestellten nur insofern ab, als das Gehäuse der Auffangvorrichtung in
einem Stück mit dem Gehäuse eines gewöhnlichen Absperrventils gegossen ist.
In dieser Weise construirte Vorrichtungen zum Auffangen des Schmutzes können auch
benutzt werden, das Einführen von festen Körpern in Dampfkessel durch das Speisewasser
zu verhindern. Man kann sie ferner auch dazu benutzen, das Sprudeln, d. h. das Mitreifsen des Wassers durch den aus dem
Kessel abziehenden Dampf zu verhindern, oder auch dazu, das Mitreifsen fester Körper durch
den Auspuffdampf einer Dampfmaschine in den Condensator zu verhindern. Die Einrichtung
erweist sich besonders nützlich bei Oberfiächencondensatoren, bei denen die Condensationsoberfläche
durch Schlangenrohre gebildet wird. Man kann überdies diese Vorrichtung auch in vielen anderen Fällen benutzen,
in welchen es wünschenswerth ist, das Mitreifsen fester Körper zu verhindern.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Eine Schlammabsonderungskamm er fürDampf- und andere Rohre, bei welcher ein auf der ganzen Fläche oder einem Theile derselben durchlochter Schieber B an einer Seite des Gehäuses A durch einen Schlitz in dasselbe derart eingeschoben wird, dafs er sich zwischen der Ein- und Ausströmungsöffnung befindet und diese von einander trennt, und dafssein Fufs B2 die Ränder des Schlitzes überdeckt, während ein an der dem Fufs B2 gegenüber liegenden Seite des Schiebers angebrachter Bolzen B1 durch ein Loch in dem Gehäuse A hindurchgeht, so dafs der Schieber durch Aufschrauben einer Kappenmutter C auf diesen Bolzen B1, welche Mutter unten bei C1 behufs besseren Abschlusses des Loches in dem Gehäuse kegelförmig abgedreht ist, in dem Gehäuse A festgemacht werden kann und es nach aufsen dicht abschliefst, und wobei noch ein oder mehrere Säcke D E zur Erleichterung des Absetzens und zum Sammeln des Schlammes angebracht sein können.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE33902C true DE33902C (de) |
Family
ID=309845
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT33902D Expired - Lifetime DE33902C (de) | Schlammabsonderungskammer für Dampf- und andere Rohre |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE33902C (de) |
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