DE3390141C2 - Vorrichtung zur Endbearbeitung eines in ein zylindrisches Stück geschnittenen Schraubenganges durch Glattwalzen - Google Patents
Vorrichtung zur Endbearbeitung eines in ein zylindrisches Stück geschnittenen Schraubenganges durch GlattwalzenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zum
Glattwalz-Endbearbeiten eines in ein in einer
drehangetriebenen Halterung der Vorrichtung eingespannten
zylindrischen Werkstück eingeschnittenen Schraubenganges
mittels eines Walzrades, das in den Schraubengang des
Werkstückes einführbar und unter Anlegung einer Druckkraft
gegen das Werkstück anlegbar ist, wobei das Walzrad eine
dem Profil des Schraubenganges entsprechende Profilierung
aufweist und von einem an einem Schlitten befestigten
Träger gehalten ist.
Der Glattwalzvorgang erlaubt in allgemeiner Weise eine
Verbesserung des Oberflächenzustandes von Werkstücken,
die ihm unterworfen sind und eine Vergrößerung der
Oberflächenbeschaffenheit des Metalls, aus dem diese
Werkstücke bestehen. Gemäß dieser Technik drückt mit
verhältnismäßig hohem Druck gegen eine nachzuarbeitende
Oberfläche ein Werkzeug, dessen einer Teil ein der zu
bearbeitenden Oberfläche entsprechendes Profil oder eine
komplementäre Form aufweist und dieser Teil des
entsprechenden Profils auf der nachzuarbeitenden Oberfläche
abrollt und möglicherweise über diese hinweggleitet. Dies
hat zur Folge, daß die durch die spanabhebende Formgebung
hervorgerufenen Oberflächenfehler mehr oder weniger
flachgedrückt werden und daß der Zustand der
nachzuarbeitenden Oberfläche bedeutend verbessert wird.
Insbesondere bei schraubenförmigen Schneckengängen werden
zum Glattwalzen Glattwalz-Räder benutzt, die
Schraubengänge aufweisen, welche zu denjenigen komplementär
sind, deren Oberflächenzustand verbessert werden soll.
Zum Drehantrieb des Rades oder der Räder
einerseits und des zu bearbeitenden Werkstückes andererseits
wird beim Stand der Technik nur eines dieser Elemente und
im allgemeinen das Glattwalz-Rad oder die Glattwalz-
Räder angetrieben. Die Drehung des anderen dieser
Elemente ergibt sich durch Zusammenwirken des Schraubenganges
des Werkstückes mit dem entsprechenden Profilteil des
Rades bzw. der Räder.
Der Antrieb des zu bearbeitenden Schraubenganges durch die
Glattwalz-Räder erfolgt allerdings mit einem gewissen
Schlupf, der eine leichte Verschiebung zwischen den
Rädern und dem zu bearbeitenden Schraubengang erzeugt,
so daß sich bei beträchtlicher Zeit des abrollenden
Zusammenwirkens eine Verschiebung des zu behandelnden
Werkstückes in Bezug auf die Rändelräder oder eine
Deformation der sich gegenüberliegenden Teile ergibt.
Außerdem erzeugt das Glattwalzen eine leichte plastische
Verformung, die den gegenseitigen Schlupf der
gegenüberliegenden Teile nur vergrößern kann.
Zur Vermeidung dieser Nachteile beschreibt die
DE 31 11 501 A1 das Endbearbeiten durch Glattwalzen
eines Schraubengewindes, das sich auf einem entsprechend
eingeschnittenen Zylinderstück befindet, bei dem das
abschließend zu bearbeitende Zylinderstück zwischen einem
Walzrädchen, das ein komplementäres Schraubengewinde hat,
und einem Gegenstück eingespannt und das Walzrädchen in
Umdrehung versetzt wird, wobei das Zylinderstück synchron
mit dem Walzrädchen gedreht wird.
Die Räder weisen ein im Winkel zu ihrer Achse
angestelltes Schraubengewinde auf und sind walzenförmig
ausgebildet, wobei sowohl das Werkstück selbst als auch
die walzenförmigen Räder angetrieben sind.
Durch die notwendig synchron laufenden Drehantriebe
einerseits und die Winkelanstellung zwischen dem zu
bearbeitenden Werkstück und den Glattwalz-Rädern
andererseits ist die bekannte Vorrichtung zur Glattwalz-
Endbearbeitung nach DE 31 11 501 A1 kompliziert im Aufbau und
teuer im Betrieb. Jedes der benutzten Glattwalz-Räder
hat die Form einer zylindrischen Walze, die auf ihrer
auf die Schnecke wirkenden Seitenfläche einen Schraubengang
trägt, der zu dem in die Schnecke geschnittenen Schraubengang
komplementär ist.
Zur Erzielung eines guten Oberflächenzustandes des
Schraubenganges der Schnecke müssen nach dem Glattwalzvorgang
die komplementären Schraubengänge der zylindrischen
Glattwalz-Räder mit größter Präzision in der
Größenordnung von 2 Mikrometern bearbeitet werden. Die
Gestaltung von Glattwalz-Rädern ist daher ein
schwieriger und sehr kostspieliger Vorgang. Außerdem muß die
Maschine stabil und verhältnismäßig platzaufwendig gebaut
sein, um den Hydraulikzylinder zum Anpressen der Glattwalz-
Räder gegen die Schnecke mit einer ausreichenden
Andrückkraft (in der Größenordnung von 500 N) abzustützen
oder um die beiden Schenkel eines Halters, deren Enden die
Rändelräder tragen, einander zu nähern.
Ein weiterer Nachteil besteht darin, daß das
Walzrad den größeren Unebenheiten oder Ungleichförmigkeiten
des Gewindegrundes oder der Gewindeflanken nicht ausweichen
kann, so daß eine Überbeanspruchung von Werkzeug und
Werkstück nicht ausgeschlossen werden kann. Unerwünschte
Gefügeveränderungen
an der Oberfläche des Werkstücks sind die Folge.
Ausgehens von diesem Stand der Technik liegt der Erfindung die Aufgabe
zugrunde, die Vorrichtung der eingangs genannten Art derart
zu verbessern, daß ihr Aufbau einfacher und weniger
kostspielig ist sowie gleichzeitig eine Überbeanspruchung von
Werkzeug und Werkstück vermieden wird.
Erfindungsgemäß wird diese Aufgabe dadurch gelöst, daß das
Walzrad auf einer von dem Träger getragenen und winklig zur
Drehachse des Werkstückes angeordneten Achse frei drehbar
gelagert, der Träger frei auf das Werkstück zu und von diesem
weg bewegbar ist, der Träger dabei durch die im wesentlichen
senkrecht zu dem Werkstück gerichtete Druckkraft durch
elastische Mittel aufgebracht ist, und daß der Schlitten
mit dem Träger zur Längsachse des Werkstückes parallel
verfahrbar ist.
Bei einer ersten vorteilhaften Ausführungsform ist der Träger
des Glattwalzrades um eine parallel zur Drehachse des
Walzrades angeordnete Achse schwenkbar
Die zur Erzielung des Andrückens des Walzrades gegen das
Werkstück erforderliche Verschiebung des Trägers in Bezug
auf den Schlitten wird dann durch Drehung des von den
elastischen Mitteln belasteten Trägers erreicht, wobei diese
elastischen Mittel durch mindestens eine Druckfeder gebildet
sind, deren eines Ende an einem an dem Schlitten befestigten
höhenverstellbaren Gewindestopfen abgestützt ist und deren
anderes Ende gegen den Träger anliegt.
Sehr einfache Verstellorgane, die z. B. eine Stellschraube
aufweisen, die auf dem Schlitten vorgesehen ist und deren
Bolzenende gegen eine in dem Träger ausgebildete Abflachung
andrückt, üben auf den Träger eine dem von der Feder
aufgebrachten Moment entgegenwirkende Kraft aus, um den
Träger in einer Position zu arretieren, in der der Eingriff
des Walzrades in den Schraubengang des Werkstückes in
zweckmäßiger Weise erfolgen kann.
Bei einer zweiten vorteilhaften Ausführungsform ist der
Träger relativ zu dem Werkstück entlang einer im wesentlichen
senkrecht zu dem Werkstück gerichteten Bewegungsachse
bewegbar. Der Träger ist dabei um seine Bewegungsachse
verdrehbar und nach Verdrehung um seine Verdrehungsachse
arretierbar.
Zweckmäßig ist auch, wenn der Träger innerhalb eines von
Anschlägen begrenzten Bereichs um seine Bewegungsachse
verdrehbar ist.
Vorteilhafterweise ist der Träger in einer Hülse entlang
seiner Bewegungsachse verschiebbar gelagert, die in dem
Schlitten um eine Achse verdrehbar ist, welche zu den
Drehachsen des Walzrades und des Werkstückes senkrecht
ausgerichtet ist und daß die Hülse mittels einer
Arretiervorrichtung verriegelbar ist.
Die Arretiervorrichtung hält die Hülse in gewünschter
Position zu dem Schlitten fest, nachdem das Walzrad in den
Schraubengang des Werkstückes eingeführt worden ist.
Auf diese Weise stellt sich das Walzrad in dem Moment seines
Eingriffs in den Schraubengang in Bezug auf den Schraubengang
des Werkstückes selbst ein und wird dann in dieser Position
arretiert.
Zum besseren Verständnis des Gegenstandes der Erfindung
werden nachfolgend anhand von ausschließlich illustrierenden
und nicht einschränkenden Beispielen zwei in der Zeichnung
dargestellte Ausführungsformen erläutert.
Es zeigen:
Fig. 1 eine schematische Ansicht eines sich wiederholenden
automatischen Glattwalzens mit einen Walzrad, das
lose drehbar auf einem Träger angeordnet ist,
der dem zu bearbeitenden Schraubengangstück in einer
zur Achse dieses Schraubengangstückes im wesentlichen
senkrechten Richtung genähert bzw. von diesem
entfernt wird und der auch parallel zur Achse dieses
Stückes in der einen und der anderen Richtung
verschiebbar ist,
Fig. 2 eine schematische Darstellung der Arbeitsposition
des Walzrades einer erfindungsgemäßen Vorrichtung
zur Endbearbeitung einer Schnecke mit zwei
gegensinnigen Schraubengängen;
Fig. 3 eine Vorderansicht in vergrößertem Maßstab eines
Teils der Fig. 2 zur Veranschaulichung eines
ersten Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wobei diese Ansicht senkrecht zur Achse
der zu bearbeitenden Schnecke gerichtet ist,
Fig. 4 eine Unteransicht gemäß der Linie IV-IV in Fig. 3,
Fig. 5 einen Schnitt gemäß Linie V-V in Fig. 4,
Fig. 6 einen Teilschnitt gemäß der Linie VI-VI in Fig. 4,
Fig. 7 eine quergeschnittene Ansicht eines zweiten
Ausführungsbeispieles der erfindungsgemäßen
Vorrichtung, wobei dieser Schnitt senkrecht zur
Achse der Glattwalzzone verläuft und
Fig. 8 eine Unteransicht gemäß der Linie VIII-VIII.
Die Fig. 1 zeigt ein Werkstück 10, dessen Oberfläche
nachgearbeitet werden soll, das eine Schnecke ist, auf der
ringsum ein Schraubengang 12 mit einer Gangrichtung auf dem
linken Endteil und ein Schraubengang 14 mit entgegengesetzter
Gangrichtung auf dem rechten Endteil ausgebildet sind.
Dieses Schraubengewinde mit zwei Schraubengängen 12 und 14
wird an einem Arbeitsplatz einer Mehrspindel-Drehmaschine in
eine zylindrische Welle aus halbhartem Stahl eingearbeitet.
Nach der Zerspanarbeit wird die Schnecke auf dieser
Drehmaschine von einer der Spindeln um ihre eigene Längsachse
in Drehung versetzt.
Auf einem Träger 18 ist ein Walzrad 16 um eine Achse frei
drehbar gelagert, die in Bezug auf die Längsachse der
Schnecke des Werkstücks 10 schräggestellt ist. Die Form des
Profils des Umfangsteiles des Walzrades 16 ist zu derjenigen
der Schraubengänge 12 und 14 komplementär.
Ausgehend von einer in Fig. 1 unten links dargestellten
Ruheposition, in der der Träger 18 und das Walzrad 16 zu der
Schnecke des Werkstücks 10 im Abstand liegen, wird der Träger
18 in Bezug auf einen Schlitten (der in Fig. 1 nicht gezeigt
ist, jedoch der Schlitten der Drehmaschine sein kann) gegen
die Schnecke des Werkstücks 10 in eine Richtung bewegt, die
im wesentlichen senkrecht zur Achse dieser Schnecke verläuft,
bis das Walzrad 16 am Anfang des Schraubenganges 12 gegen die
Schnecke des Werkstücks 10 angreift. Der Schlitten ist auf
einer Schiene (nicht gezeigt) parallel zur Achse der Schnecke
des Werkstückes 10, d. h. zur Längsachse des Werkstücks 10,
verfahrbar. Der Träger 18 wird als erstes gemäß Pfeil F1
gegen die Schnecke des Werkstücks 10 bewegt und das Walzrad
16 wird von einem elastischen Mittel, das sich einerseits an
dem Schlitten und andererseits an dem
Träger 18 abstützt, elastisch gegen die Schnecke des
Werkstücks 10 gedrückt. Dieses elastische Mittel 56, 92
gewährleistet das Eindringen des Umfangteiles des Walzrades
16 in den Schraubengang 12 der Schnecke des Werkstücks 10
und die Anlage des Walzrades 16 gegen den Grund des
Schraubenganges mit einer vorbestimmten Kraft, z. B. 300 N, die
durch Tarierung des elastischen Mittels bestimmt wird.
Aufgrund des Drehantriebes der Schnecke des Werkstücks 10
um sich selbst, wird das Walzrad 16 ebenfalls um seine eigene
Achse in Drehung versetzt, sobald es die Schnecke berührt
und gewährleistet die glattwalzende Endbearbeitung der
Oberfläche des Schraubenganges 12 durch Abrollen auf dieser.
Gleichzeitig verschieben der das Walzrad 16 tragende Träger
18 und der Schlitten sich parallel zur Achse der Schnecke des
Werkstücks 10 bis zur Höhe des Endes des Schraubenganges 12
gemäß Pfeil F2. Dann werden der Träger 18 und das Walzrad 16
durch Bewegung des Trägers 18 in Bezug auf den Schlitten im
wesentlichen senkrecht zur Achse der Schnecke des Werkstücks
10 gemäß Pfeil F3 von der Schnecke entfernt. Diesem Vorgang
der Zurückziehung des Walzrades 16 am Ende eines
Glattwalzvorganges folgt ein Verfahren des Schlittens
parallel zur Achse der Schnecke des Werkstücks 10 gemäß Pfeil
F4 in umgekehrter Richtung zu dem vorangegangenen Verfahren
des Schlittens, um das Walzrad 16 und den Träger 18 in die
Ausgangsstellung zurückzufahren, damit ein neuer
Glattwalzvorgang beginnen kann.
Man erzielt eine exzellente Glattwalzbearbeitung des
Schraubenganges 12 nach einem sich wiederholenden
automatischen Zyklus von 20 Durchgängen des Walzrades 16
längs des Schraubenganges 12 mit einer Andrückkraft des
Walzrades 16 gegen den Grund des Schraubenganges in der
Größenordnung von 300 N innerhalb von 11 Sekunden.
Fig. 2 zeigt bei 10′ die Position, die die Schnecke des
Werkstücks 10 nach der Glattwalzbearbeitung des
Schraubenganges 12 und in dem Moment des Beginns der
Glattwalzbearbeitung des Schraubenganges 14 einnimmt. Der
Übergang von einer Position in die andere erfolgt durch
Verfahren der Schnecke des Werkstücks 10 parallel zu sich
selbst in einem Kreisbogen und der Schraubengang 14 wird dann
mit Hilfe einer zweiten Anordnung oberflächenbehandelt, die
aus einem zweiten Walzrad 16′, einem zweiten Träger 18′ und
einem zweiten Schlitten 20′ besteht, die in Bezug auf die
erste vorstehend erläuterte Anordnung entsprechend, jedoch
symmetrisch montiert ist und in der gleichen Weise arbeitet.
Bei dem ersten in Fig. 3 bis 6 dargestellten
Ausführungsbeispiel enthält die Glattwalzvorrichtung ein
Walzrad 16, bei dem die Form des Profils des Umfangsteils
zu dem Schraubengang der Schnecke des Werkstücks 10
komplementär ist. Dieses Walzrad ist auf einem Zapfen 24 um
seine Achse frei drehbar gelagert. Der Zapfen 24 ist in zwei
Bohrungen eingesetzt, die sich in gegenseitiger Verlängerung
befinden und jeweils einen von zwei Schenkeln 26 einer
seitlichen Gabel eines Trägers 18 durchbrechen. Die Gabel
selbst ist drehbar auf einer Welle 28 montiert, die parallel
zu dem Zapfen 24 verläuft und in einer Bohrung gelagert ist,
deren Achse in Bezug auf die Achse der Schnecke des
Werkstücks 10 schräg ausgerichtet ist. Diese Bohrung ist in
den vorderen und hinteren Teilen 30 und 32 eines
Schlittenkörpers 20 ausgebildet, wobei die erwähnten vorderen
und hinteren Teile 30 und 32 miteinander durch einen oberen
Teil 34 verbunden sind. Der Schlittenkörper 20, der damit die
Form eines Joches erhält, zwischen dessen beiden Teilen 30
und 32 der Träger 18 sich drehen kann, ist mit einem
winkelförmigen Gleitstück 36 verbunden. Ein Schenkel des
Gleitstückes 36 ist in Richtung im wesentlichen parallel zur
Achse der Schnecke des Werkstücks 10 gerichtet und weist zwei
Rillen 38 auf, die zueinander und zur Achse der Schnecke
parallel verlaufen. Jede dieser Rollen 38 nimmt eine
Gleitschiene 42 auf, die von der gegenüberliegenden Fläche
eines Schenkels 40 einer Schiene 22 mit winkelförmigem
Querschnitt abstehen. Der Schlitten 20 mit im wesentlichen
parallel epipedischer Außenform kann parallel zur Achse der
Schnecke des Werkstücks 10 in der Ecke der Schiene 22
gleiten, wobei er sich auf den Gleitschienen 42 abstützt.
Die Welle 28 ist in geeigneter Position in ihrer Bohrung
dadurch festgesetzt, daß das Ende des Schaftes einer
Sicherungsschraube 46 gegen eine Abflachung 44 andrückt,
die an demjenigen Ende der Welle 28 ausgebildet ist, welche
sich in dem vorderen Teil 30 des Schlittenkörpers 20
befindet. Der Schaft 46 ist in eine Gewindebohrung
eingeschraubt, deren Achse im wesentlichen senkrecht zur
Achse der Welle 28 verläuft und die den vorderen Teil 30 des
Schlittenkörpers durchbricht und in dem Lager der Welle 28
mündet, wie in Fig. 6 deutlich gezeigt ist. Der Kopf der
Schraube 46 ist in einem Vorloch 48 des Schlittenkörpers 20
versenkt.
Ein Gewindestopfen 50 ist in eine Gewindebohrung in dem
oberen Teil 34 des Schlittenkörpers 20 eingeschraubt. Diese
Bohrung mündet über dem schwenkbaren Träger 18. Dieser
Stopfen 50 enthält eine Aussparung 52, die gegen den Träger
18 offen ist und in einer Vertiefung 54 in der Oberfläche des
Trägers gegenüberliegt. Eine Druckfeder 56 stützt sich
mit ihrem oberen in die Aussparung 52 eingreifenden Ende an
dem Schlittenkörper 20 ab, während ihr unteres in die
Vertiefung 54 eingreifendes Ende gegen den Träger 18 drückt.
Der Träger 18 wird daher in Richtung der Schnecke des
Werkstücks 10 gedrängt, so daß das Walzrad 16 mit einer Kraft
der Größenordnung von 300 N, die im wesentlichen senkrecht zu
den Achsen der Schnecke des Werkstücks 10 und des Zapfens 24
gerichtet ist, am Grund des Schraubenganges elastisch gegen
die Schnecke gedrückt wird, wobei die Kraft nicht durch die
Achse der Welle 28 hindurchgeht, sondern in Bezug auf diese
seitlich so versetzt ist, daß auf den Träger 18 ein
Drehmoment im gewünschten Sinne ausgeübt wird. Die maximale
Schwenkposition des Trägers 18 kann durch Verdrehen einer
Stellschraube 58 eingestellt werden, die in eine
Gewindebohrung eingeschraubt ist, deren Achse im wesentlichen
senkrecht zur Achse des Zapfens 24 verläuft und die den
hinteren Teil 32 des Schlittenkörpers 20 durchbricht. Das
Ende des Schaftes der Stellschraube 58 drückt gegen eine
ebene Fläche 60 des Trägers 18, so daß es durch Betätigung
der Schraube 58 möglich ist, auf den Träger 18 ein Moment
auszuüben, das dem von der Feder 56 aufgebrachten Moment
entgegenwirkt.
Bei dem zweiten in den Fig. 7 und 8 veranschaulichten
Ausführungsbeispiel ist Walzrad 16 vorhanden, das auf einem
Zapfen 24 um seine Achse frei drehbar gelagert ist und es ist
ein Schlittenkörper 20 vorgesehen, der bei diesem Beispiel
ein massives parallel-epipedisches Teil darstellt, das mit
Hilfe von Rillen 38 des Schlittenkörpers 20 und Gleitschienen
42 an dem Schenkel 40 der Schiene 22 in der Ecke dieser
winkelförmigen Schiene 22 verschiebbar gelagert ist, wie
unter Bezug auf das erste Ausführungsbeispiel vorstehend
geschildert wurde.
Bei diesem zweiten Beispiel ist jedoch der Zapfen 24 zwischen
den beiden Schenkeln 66 eines Bügels gelagert, der von dem
unteren Ende eines Trägers 68 getragen wird, welcher die
Form eines zylindrischen Kerns hat, der in einer Hülse 70 mit
einem Flansch 72 axial verschiebbar ist. Der Träger 68 und
die Hülse 70 sind durch einen in dem Träger 68 angeordneten
Keil 74, der in einer Rille 76 der Hülse 70 verschiebbar ist,
koaxial drehfest miteinander verbunden. Die Hülse 70 selbst
ist drehbar in einer koaxialen Bohrung des Schlittenkörpers
20 untergebracht. Der mit dem unteren Teil der Hülse 70 fest
verbundene Flansch 72 wird von einer anderen koaxialen
flachen Vertiefung 76 des Körpers 20 aufgenommen. Es dreht
sich in dieser Vertiefung 76 gleichzeitig wie die Hülse 70.
Diese Drehung wird durch die Form des Flansches 72
erleichtert, die ein Sechseck bildet, bei dem zwei
gegenüberliegende Seiten gemäß einem Krümmungsradius
abgerundet sind, der etwas kleiner als der Radius der
Vertiefung 76 ist, wie Fig. 8 deutlich erkennen läßt.
Zwei bohnenförmige Schlitzlöcher 78 durchsetzen den Flansch
72 und sind von den Bolzen von Klemmschrauben 80 durchsetzt,
die in den Gewindebohrungen 82 des Körpers 20 eingeschraubt
sind. Die Köpfe der Schrauben 80 können den Flansch 72 gegen
den Körper 20 anpressen und Flansch 72 und die Hülse 70 sowie
auch den Träger 68 in allen in Bezug auf den Körper 20
gewünschten und durch die Winkelöffnung der Schlitzlöcher 78
zugelassenen Winkelstellungen zulassen. Dies erlaubt die
Annahme eines Steigungsbereiches für die Schraubengänge,
deren Oberfläche nachgearbeitet werden soll. Die Bohrung 70,
in der die Hülse untergebracht ist, geht in eine Vorbohrung 84
über, deren Durchmesser kleiner als der Außendurchmesser der
Hülse 70 und größer als der Durchmesser des Trägerzylinders
68 ist. Diese Vorbohrung 84, die an der Oberfläche des
Körpers 20 mündet, ist in dem dieser Oberfläche benachbarten
Teil mit Gewinde versehen und es ist ein Gewindestopfen 86
dort eingeschraubt. In das obere Ende des Trägers 68 ist eine
Schraube 88 mit großem Kopf eingeschraubt, die eine
Unterlegscheibe 90 gegen die Oberfläche des Trägers preßt,
wobei der Außendurchmesser der Unterlegscheibe größer als
derjenige des Trägers 68, jedoch kleiner als derjenige der
Bohrung 84 ist. Eine Druckfeder 92 drückt mit ihrem unteren
Ende gegen die Unterlegscheibe 90 und mit ihrem oberen Ende
gegen den Stopfen 86. Der Stopfen 86 enthält eine Aussparung
94, die in Richtung des Kopfes 88 der Schraube offen ist.
Dieser Kopf 88 bildet ein Zentrierelement für die Feder 92
und kann in der Aussparung 94 aufgenommen werden, so daß der
Kopf 88 auch einen hohen Anschlag bildet, der die
Zusammendrückung der Feder 92 und die Gleitbewegung des
Trägers 68 gegen das Innere des Schlittenkörpers 20 begrenzt,
wenn er gegen den Grund der Aussparung 94 zur Anlage kommt.
Der Umfangsteil der Unterlegscheibe 90, der über den Träger
68 radial vorsteht, bildet einen unteren Anschlag, welcher
die Ausdehnung der Feder 92 und die Verschiebebewegung des
Trägers 68 gegen das Innere des Körpers 20 begrenzt, wenn er
gegen das obere Ende der Hülse 70 zur Anlage kommt.
Der Träger 68 ist also auf dem Schlitten 20 in einer zu den
Achsen des Walzrades 16 und der Schnecke des Werkstücks 10
senkrechten Richtung verfahrbar gelagert. Die Hülse 70, in
der der Träger 68 verschiebbar gelagert ist, ist selbst in
dem Schlitten 20 um eine zu den Achsen der Schnecke des
Werkstücks 10 und des Walzrades 16 senkrechte Achse drehbar
angeordnet.
Die Druckfeder 92 gewährleistet das Vorschieben des Trägers
68 in Richtung der Schnecke des Werkstücks 10 und das
elastische Andrücken des Walzrades 16 mit einer vorbestimmten
Kraft gegen die Schnecke. Durch leichtes Lösen der
Klemmschrauben 80 können die Hülse 70 und der Träger 68
gedreht werden. Die Kraft der Feder 92 sichert das Eindringen
des Walzrades 16 bis zum Grund des Schraubenganges der
Schnecke, selbst wenn das Walzrad 16 zunächst in Bezug auf
die Achse der Schnecke noch nicht richtig geneigt ist. Das
auf einer ausrichtbaren Achse auf dem Schlitten 20
angeordnete Walzrad 16 stellt sich selbst in die korrekte
Winkelposition ein. Das Anziehen der Klemmschrauben 80
blockiert sodann das Walzrad 16 in dieser für den jeweiligen
Schraubengang zutreffenden Winkelposition. Natürlich ist es
möglich, den Träger um einen in geeigneter Weise errechneten
Winkel zu drehen, um die Orientierung des Walzrades
einzustellen, bevor das Walzrad mit den Schraubengängen der
Schnecke in Berührung kommt.
Nach einer anderen Ausführungsform kann man vorsehen, daß
sich die Achse des Walzrades 16 auf dem Träger 68 in einem
vorgegebenen Anschlagbereich frei ausrichtet, nachdem das
Walzrad 16 in den Schraubengang der Schnecke elastisch
eingreift und während der Schlitten 20 sich parallel zu
dieser
Achse dieser Schnecke verstellt, so daß das Walzrad 16 sich
konstant in einer selbst ausgerichteten Stellung in Bezug
auf den Teil des Schraubenganges befindet, auf dem es
vorrückt.
Es ist klar, daß das vorher beschriebene zweite Beispiel der
Vorrichtung in der unter Bezug auf die Fig. 1 und 2
erläuterten Weise benutzt werden kann.
Die erfindungsgemäßen Glattwalzvorrichtungen haben zahlreiche
Vorteile, insbesondere weil die Präzision eines zylindrischen
Walzrades gemäß dem Stand der Technik etwa 2 Mikrometer
betragen muß. Damit sich ein gutes Resultat ergibt, liegt die
notwendige Präzision für das Walzrad 16 in der gleichen
Größenordnung, jedoch auf einer zylindrischen Fläche.
Außerdem ist das Walzrad weniger sperrig als ein
zylindrisches Walzrad. Ferner ist der Anpreßdruck auch viel
schwächer. Deshalb ist die erfindungsgemäße Vorrichtung
billiger als die bekannte Vorrichtung des Standes der
Technik.
Aufgrund der elastisch gefederten Andrückung des Walzrades
gegen die Schnecke funktioniert die erfindungsgemäße
Vorrichtung selbst dann korrekt, wenn der Schraubengang der
Schnecke infolge einer unzureichenden Vorbearbeitung schlecht
geschnitten ist. Diese Vorrichtung berücksichtigt auch
mögliche Präzisionsfehler der Maschine.
Der Aufbau der erfindungsgemäßen Glattwalzvorrichtung ist
leichter und weniger platzaufwendig, weil sie gemäß der
Erfindung eine Feder anstatt eines Hydraulikzylinders
aufweist, der bei der Vorrichtung nach dem Stand der Technik
vorhanden ist und man stellt fest, daß die Laufzeit nicht
länger ist als wenn man eine Vorrichtung nach dem Stand der
Technik benutzt.
Claims (8)
1. Vorrichtung zum Glattwalz-Endbearbeiten eines
in ein in einer drehangetriebenen Halterung der Vorrichtung
eingespannten zylindrischen Werkstück (10) eingeschnittenen
Schraubenganges (12, 14) mittels eines Walzrades (16), das
in den Schraubengang (12, 14) des Werkstücks (10) einführbar
und unter Anlegung einer Druckkraft gegen das Werkstück (10)
anlegbar ist, wobei das Walzrad (16) eine dem Profil des
Schraubenganges (12, 14) entsprechende Profilierung aufweist
und von einem an einem Schlitten (20) befestigten Träger (18,
68) gehalten ist, dadurch
gekennzeichnet, daß das Walzrad (16) auf einer
von dem Träger (18, 68) getragenen und winklig zur
Drehachse des Werkstücks (10) angeordneten Achse (24) frei
drehbar gelagert, der Träger (18, 68) frei auf das
Werkstück (10) zu und von diesem weg bewegbar ist, der Träger
(18, 68) dabei durch die im wesentlichen senkrecht zu dem
Werkstück (10) gerichtete Druckkraft durch elastische
Mittel (56, 92) aufgebracht ist und daß der Schlitten mit
dem Träger zur Längsachse des Werkstücks (10) parallel
verfahrbar ist.
2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger (18) um eine
parallel zu der Drehachse (24) des Walzrades (16)
angeordnete Achse (28) schwenkbar ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger (68)
relativ zu dem Werkstück (10) entlang einer im
wesentlichen senkrecht zu dem Werkstück (10) gerichteten
Bewegungsachse bewegbar ist.
4. Vorrichtung nach Anspruch 3, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger (68) um seine
Bewegungsachse verdrehbar ist.
5. Vorrichtung nach Anspruch 4, dadurch
gekennzeichnet, daß der Träger (68) nach
einer Verdrehung um seine Verdrehungsachse arretierbar ist.
6. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 5,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger (68) innerhalb eines von Anschlägen begrenzten
Bereichs um seine Bewegungsachse verdrehbar ist.
7. Vorrichtung nach einem der vorhergehenden
Ansprüche, dadurch gekennzeichnet,
daß die elastischen Mittel durch mindestens eine
Druckfeder (56, 92) gebildet sind, deren eines Ende an
einem an dem Schlitten (20) befestigten,
höhenverstellbaren Gewindestopfen (50, 86) abgestützt ist
und deren anderes Ende gegen den Träger (18, 68) anliegt.
8. Vorrichtung nach einem der Ansprüche 3 bis 7,
dadurch gekennzeichnet, daß der
Träger (68) in einer Hülse (70) entlang seiner
Bewegungsachse verschiebbar gelagert ist, die in dem
Schlitten (20) um eine Achse schwenkbar ist, welche zu
den Drehachsen des Walzrades (16) und des Werkstückes
(10) senkrecht ausgerichtet ist und daß die Hülse (70)
mittels einer Arretiervorrichtung (72, 78, 80, 82)
verriegelbar ist.
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|---|---|---|---|
| FR8213574A FR2531360A1 (fr) | 1982-08-03 | 1982-08-03 | Procede et dispositif de finition par galetage d'un filet helicoidal taille sur une piece cylindrique |
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