DE338960C - Verfahren zur Herstellung von stueckigem Brenngut mittels eines tonigen Bindemittels - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von stueckigem Brenngut mittels eines tonigen Bindemittels

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DE338960C
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    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10LFUELS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; NATURAL GAS; SYNTHETIC NATURAL GAS OBTAINED BY PROCESSES NOT COVERED BY SUBCLASSES C10G OR C10K; LIQUIFIED PETROLEUM GAS; USE OF ADDITIVES TO FUELS OR FIRES; FIRE-LIGHTERS
    • C10L5/00Solid fuels
    • C10L5/02Solid fuels such as briquettes consisting mainly of carbonaceous materials of mineral or non-mineral origin
    • C10L5/06Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting
    • C10L5/10Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders
    • C10L5/12Methods of shaping, e.g. pelletizing or briquetting with the aid of binders, e.g. pretreated binders with inorganic binders

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Description

  • Verfahren zur Herstellung von stückigem Brenngut mittels eines tonigep Bindemittels. Das Verfahren bezweckt die Herstellung von stückigem Brenngut aus Brennstoffklein aller Art, insbesondere Klarkohle, Staubkohle, Koksgrus, Sägespäne, Torfmüll u. dgl. mittels bituminösen Tons: Die bituminösen, d. h. mit Brennstoff (Kohle) durchsetzten Tone treten in der Natur in Ablagerungen von großer Mächtigkeit auf. Sie haben die Eigenschaft wie gewöhnliche Tone, im feuchten Zustande geknetet oder gepreßt einen plastischen Körper zu bilden und beim Austrocknen verhältnismäßig fest zu erhärten. Diese härtende Eigenschaft wird auf loses Brennstoffklein übertragen, wenn dieses mit feuchtem, bituminösem Ton vermischt wird, und zwar in um so höherem Maße, je mehr der betreffende Brennstoff naß angerührt bereits eigene Bindekraft besitzt, wie z. B. Braunkohlenbrei. Bekanntlich sind Naßpreßsteine aus Braunkohlenbrei bereits im Gebrauch, aber, da sie wegen ihrer geringen Haltbarkeit den Versand auf weitere Strecken nicht vertragen, nur für den örtlichen Bedarf geeignet.
  • Aus diesem Grunde ist auch das Einbinden von Brennstoffklein mittels gewöhnlichen Lehms oder Tons versucht worden; weil jedoch durch diesen Zusatz nur unverbrennliche Teile hinzukommen, wird die Verwendbarkeit als Heizstoff in Frage gestellt. Es bilden sich auch im Feuer um den mit Lehm oder Ton eingebundenen Brennstoff undurchlässige Krusten, die eine durchgreifende Veraschung unmöglich machen. Außerdem ist bekanntlich -gewöhnlicher Lehm und Ton gegen Feuchtigkeit sehr empfindlich, so daß das Erzeugnis beim Naßwerden zerfällt.
  • Diesen Übelständen wird durch den Zusatz von bituminösem Ton zu dem Bz4nnstofflilein abgeholfen, so daß beim Formen bzw. Pressen ein fester Stein entsteht, welcher Witterungseinflüssen gut standhält4 da der im bituminösen Ton enthaltene Brennstoff, einmal ausgetrocknet, Feuchtigkeit sehr schwer annimmt.
  • Von ausschlaggebender Bedeutung für die Verwendbarkeit der bituminösen Tone zur Erzeugung von Brennstoffen ist jedoch der Umstand, daß sie lufttrocken im Mittel etwa qo bis 5o Prozent verbrennliche Bestandteile enthalten und demgemäß den eigentlichen Brennstoff bei einem Zusatz von io bis 30 Prozent zu demselben nur wenig verschlechtern, da dieser im Mittel auch nur 8o Prozent Bitumen enthält.
  • Bituminöse Tone sind an sich wegen ihres hohen Aschengehaltes als Brennstoff wenig geeignet; werden sie aber mit einem Brennstoff in ein entsprechendes Mischverhältnis gebracht, so verbrennen sie mit diesem unter voller Ausnutzung ihres Heizwertes. Anderseits ist aber auch Brennstoffklein, namentlich im Hausbrande, weil es das Feuer wegen seiner ungenügenden Durchlässigkeit für Gase erstickt, kaum verwendbar; wird es aber durch das Einbinden mit bituminösem Ton stückig gemacht, so wird dieser Nachteil beseitigt, und es entsteht ein neuer Heizstoff von mittlerem Heizwert und vorteilhafter, besonders gluthaltender Heizwirkung.
  • Hieraus ergeben sich technische und wirtschaftliche Vorteile, die erstens auf der Möglichkeit der Nutzbarmachung der bituminösen Tone als Heizstoff und zweitens auf der Herstellung von brikettartigem Brenngut beruhen, ohne daß bei der Herstellung Brennstoff verloren geht oder kostspielige künstliche Bindemittel erforderlich werden und ohne daß diese Brikettierungsart komplizierter technischer Einrichtungeii bedarf.
  • Berückt chtigt man außerdem, daß die bitumingsen one teils- selbständige bedeutende Lagerstätten bilden, teils als Begleiter der Braunkohlen- und Steinkohlenflöte im Liegenden und Hangenden derselben auftreten, so daß sie mit diesen gemeinsam gewonnen werden können, liegt die wirtschaftliche der Erfindung auf der Hand. - -Der Hergang des Verfahrens im Grundzug ist folgender Der der Lagerstätte am besten frisch entnommene bituminöse Ton wird; wenn er nicht genügend Feuchtigkeit besitzt, um eine ausreichende plastische Bindung herbeizuführen, entsprechend mit Wasser versetzt.` Hierauf oder gleichzeitig wird das Brennstoffklein mit dem bituminösen Ton in @ einem- durchschnittlichen Verhältnis von 75 bis 8o ProzeiRt Brenngut und 2o bis 25 Prozent bituminösem Ton zusammengebracht und vermischt, was von Hand oder zweckmäßiger maschinell geschehen kann. Je inniger die Mischung und Verteilung der Stoffe ist, um so größer wird die Haltbarkeit des tnderzeügnisses. Das Mischgut wird entweder zwecks Austrocknens in flacher Schicht ausgebreitet oder vorher am besten maschinell geformtbzw. gepreßt. Die Preßsteine werden wie bei der Ziegelfabrikation an der Luft oder durch künstliche Wärme ausgetrocknet und "sind dann gebrauchsfertig.
  • Der technische und wirtschaftliche Fortschritt der Erfindung.-beruht kurz zusammengefaßt auf Streckung- der Brennstoffvorräte infolge Verbesserung und Auswertung an sich nicht .oder schwer verheizbarer Rohstoffe, auf der damit--verbundenen Erschließung neuer Energiequellen und auf der Schaffung eines feststückigen Heizstoffes von mittlerem Heizwert und wärmehaltenden Eigenschaften.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zur Herstellung von stückigem Brenngut mittels eines tonigen Bindemittels, dadurch gekennzeichnet, daß Brenngutklein mit bituminösem Ton in feuchtem Zustand gemischt und das Gemisch in üblicher Weise geformt bzw. gepreßt und getrocknet wird.
DE1920338960D 1920-07-14 1920-07-14 Verfahren zur Herstellung von stueckigem Brenngut mittels eines tonigen Bindemittels Expired DE338960C (de)

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