DE338663C - Verfahren zur Anreicherung von Gusseisen an Phosphor - Google Patents

Verfahren zur Anreicherung von Gusseisen an Phosphor

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DE338663C
DE338663C DE1919338663D DE338663DD DE338663C DE 338663 C DE338663 C DE 338663C DE 1919338663 D DE1919338663 D DE 1919338663D DE 338663D D DE338663D D DE 338663DD DE 338663 C DE338663 C DE 338663C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)

Description

  • Verfahren zur" Anreicherung von Gußeisen an Phosphor. Beim Fehlen des stark phosphorhaltigen Luxemburger Gießereiroheisens ist für bestimmte Gußarten (Potterie- und Ofenguß) eine Anreicherung an Phosphor zur Erreichung der nötigen Dünnflüssigkeit erforderlich.
  • Phosphor kann aus phosphorreichen Schlacken, z. B. Thomasschlacke, sowie aus phosphathaltigen Mineralien, wie Apatit und Phosphorit (Phosphatkreide) bei Anwesenheit einer hinreichenden Menge Kieselsäure (Sand) und Kohlenstoff (Koks) reduziert werden.
  • (Ca 3 Pi, 0s+3 Si 02+5 C =Ca Ca Si O, + 5 CO +:2 P) Bei gleichzeitiger Anwesenheit von Eisen geht der Phosphor sofort in dasselbe über.
  • Durch Zusatz eines Gemisches, bestehend aus einem phosphathaltigen Material (Thomasschlacke oder phosphathaltiges Mineral) sowie Sand und Kohle zu Kupolöfengattierungen oder Gußeisenbädern kann eine beliebige Anreicherung an Phosphor erzielt werden. Der Zusatz läßt sich auch in Brikettform mit Eisenspänen oder ohne diese, wobei Wasserglas als Bindemittel genommen wird, verwenden.
  • Gegenüber einem älteren britischen Patent, nach dem durch einfachen Zusatz von Phosphaten im Kupolofen oder in der Gießpfanne eine Phosphoranreicherung bei gleichzeitiger Herabminderung des Siliziumgehaltes im Thomasroheisen erreicht wird, um dieses zum basischen Windfrischverfahren geeignet zu machen, wird bei vorliegendem Verfahren gleichzeitig mit den phosphathaltigen Stoffen genügend Kieselsäure mit aufgegeben, so daß nach der oben angeführten chemischen Gleichung eine vollständige Reduktion des Phosphors erzielt wird, wobei das im Gußeisen bereits vorhandene Silizium zur chemischen Umsetzung nicht herangezogen wird, sondern vollständig erhalten bleibt, so daß man ein bearbeitbares graues Gußeisen erhält, das leicht schmelzbar und dünnflüssig ist, wie es zur Herstellung von Potterieguß erforderlich ist. Nach dem oben angeführten britischen Verfahren erhält man dagegen infolge des Siliziumverlustes ein unbearbeitbares weißes Roheisen, das für Gießereizwecke völlig ungeeignet ist.
  • Der Zweck vorliegenden Verfahrens ist also die Erzielung eines leicht schmelzbaren, dünnflüssigen grauen Gußeisens lediglich für Gießereizwecke.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRUcH: Verfahren zur Anreicherung von Gußeisen an Phosphor unter Erhaltung seines Siliziumgehaltes durch Verschmelzen desselben im Kupolofen mit phosphathaltigen Stoffen, dadurch gekennzeichnet, daß neben den phosphathaltigen Stoffen auch kieselsäurehaltige Zuschläge mit aufgegeben werden.
DE1919338663D 1919-11-18 1919-11-18 Verfahren zur Anreicherung von Gusseisen an Phosphor Expired DE338663C (de)

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