DE27105C - Verfahren zur Entphosphorung des Eisens beim Bessemerprozefs, bestehend in der Anwendung künstlich erhitzten Windes zur Vermeidung des Zusatzes basischer Zuschläge und des Nachblasens. (Abhängig vom Patent Nr. 13660.) - Google Patents

Verfahren zur Entphosphorung des Eisens beim Bessemerprozefs, bestehend in der Anwendung künstlich erhitzten Windes zur Vermeidung des Zusatzes basischer Zuschläge und des Nachblasens. (Abhängig vom Patent Nr. 13660.)

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DE27105C
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C. stöckmann in Ruhrort
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C7/00Treating molten ferrous alloys, e.g. steel, not covered by groups C21C1/00 - C21C5/00
    • C21C7/04Removing impurities by adding a treating agent
    • C21C7/064Dephosphorising; Desulfurising

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description

Abhängig vom Patent No. 13660. Patentirt im Deutschen Reiche vom 19. Juli 1883 ab.
Die hohe Bedeutung der Phosphorsäure für die Landwirtschaft läfst deren Gewinnung aus den Eisenerzen fast ebenso wichtig wie die Gewinnung des Eisens aus denselben erscheinen. Es ist mir nun gelungen, ein Verfahren ausfindig zu machen, welches diese Aufgabe in ausgezeichneter Weise löst. Ich hatte mir die Aufgabe dahin gestellt, die Phosphorsäure in eine Schlacke zu bringen, welche so wenig Kalk wie möglich, am liebsten gar keinen enthält.
Mein Verfahren ist folgendes: Das Eisenerz wird zunächst in einem Hochofen in ein ganz siliciumarmes, 1 bis 3 pCt. Mangan haltendes Roheisen umgewandelt und dieses entweder direct oder nach vorherigem Umschmelzen in einen heifsen, mit Ziegeln oder Masse (die im wesentlichen aus Kalk, und Magnesia bestehen) ausgefütterten Converter oder Flammofen abgestochen. Alsdann wird Wind, der in Apparaten künstlich so hoch wie möglich erhitzt ist, durchgeblasen, und zwar so lange, bis der Kohlenstoff verbrannt ist, alsdann ist der Phosphor auch oxydirt und verschlackt. Darauf wird die Schlacke so viel wie möglich entfernt und dann Spiegeleisen oder Ferromangan zugesetzt. Die Anwendung des erhitzten Windes hat den grofsen Vortheil, dafs man ein siliciumarmes Eisen anwenden und doch heifse Chargen erzielen kann. Die Abwesenheit des Siliciums macht, dafs man keinen Kalk zuzuschlagen braucht und doch die Wandungen vor der zersetzenden Wirkung der Kieselsäure geschützt sind. Sie macht ferner, dafs die Verbrennung des Phosphors früh beginnt und spätestens mit dem Verschwinden des Kohlenstoffes beendigt ist. Günstig wirkt hierbei das Mangan. Das Manganoxydul tritt in Ermangelung der Kieselsäure mit der Phosphorsäure in Verbindung und wirkt dadurch der reducirenden Kraft des Kohleneisens auf die Phosphorsäure entgegen. Wird die Schlacke zu steif, so kann man durch Zusatz einiger Quarzstücke leicht den nöthigen Flüssigkeitsgrad geben.
Die Schlacke ist derjenigen vom Stahlpuddeln sehr ähnlich. Sie besteht hauptsächlich aus phosphorsaurem Mangan- und Eisenoxydul mit etwas Silicat; namentlich ist der Kalk nur in geringer Menge vorhanden, und das ist sehr vortheilhaft für die Verarbeitung der Schlacke auf Phosphorsäure und Eisen- (Mangan-) Oxyd.
Patenτ-AnSPruch:
Bei dem durch Patent No. 13660 geschützten Verfahren zur Entphosphorung des Eisens beim Bessemer-Procefs ohne Nachblasen der Ersatz der basischen Zuschläge durch künstlich erhitzten Wind.
BERLIN. GEDRUCKT IN DER REICHSDRUCKEREI.

Claims (1)

  1. KAISERLICHES
    PATENTAMT.
    PATENTSCHRIFT
    KLASSE 18: Eisenerzeugung.
    C. STÖCKMANN in RUHRORT.
    und des Nachbiasens.
DENDAT27105D Verfahren zur Entphosphorung des Eisens beim Bessemerprozefs, bestehend in der Anwendung künstlich erhitzten Windes zur Vermeidung des Zusatzes basischer Zuschläge und des Nachblasens. (Abhängig vom Patent Nr. 13660.) Active DE27105C (de)

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