DE98797C - - Google Patents

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DE98797C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C21METALLURGY OF IRON
    • C21CPROCESSING OF PIG-IRON, e.g. REFINING, MANUFACTURE OF WROUGHT-IRON OR STEEL; TREATMENT IN MOLTEN STATE OF FERROUS ALLOYS
    • C21C1/00Refining of pig-iron; Cast iron

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Metallurgy (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Refinement Of Pig-Iron, Manufacture Of Cast Iron, And Steel Manufacture Other Than In Revolving Furnaces (AREA)
  • Treatment Of Steel In Its Molten State (AREA)

Description

KAISERLICHES,
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 18: Eisenerzeugung.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 11. November 1897 ab.
Der sogenannte Temperstahl wird meistens zur Herstellung von kleinen Formgufsstücken benutzt, deren Gestalt oder Gewicht die Herstellung aus fertigem Gufsstahl erschwert oder unmöglich macht. Das Metall hat beim Giefsen noch einen höheren Gehalt an Kohlenstoff als Stahl, welcher durch das spätere Glühen (Tempern) oxydirt wird. Andere Beimengungen, namentlich Silicium und Mangan, erschweren das Tempern, Phosphor und Schwefel wirken ungünstig auf die Qualität des Stahles.
Die Roheisensorten, welche diesen Anforderungen ohne Weiteres genügen, sind im Handel selten, es sind meistens die in Holzkohlenöfen hergestellten Marken.
Durch das Umschmelzen im Cupolofen mit Koks wird das Eisen verschlechtert, zumal dasselbe zum Giefsen von feinen Gegenständen sehr dünnflüssig sein mufs, also einen hohen Kokssatz bedingt, weshalb zu diesem Zwecke noch vielfach das theuere Umschmelzen im Tiegel stattfindet.
Das Roheisen, welches für das Bessemerverfahren in der sauer zugestellten Birne verwendet und im Kokshochofen erblasen wird, enthält wenig Mangan, aber viel Silicium und wird im Cupolofen mit geringem Koks- und Kalkzusatz auf eine für das Bessemerverfahren geeignete Temperatur geschmolzen, ohne Verunreinigungen aufzunehmen; dasselbe ist fast überall zu mäfsigem Preise zu beziehen.
Infolge des Verbrennens des Siliciums und des gröfsten Theils des Kohlenstoffs in der Birne erhält solches Eisen die zum Vergiefsen in Tempergufsstücken geeignete Zusammensetzung und Temperatur. Wir verfahren daher in folgender, für diesen Zweck neuer und eigentümlicher Herstellungsweise:
Das flüssige Roheisen wird in einer Bessemerbirne von bekannter Form so lange der Einwirkung der Druckluft ausgesetzt, bis "das Silicium fast ganz und der Kohlenstoff so weit verbrannt sind, dafs die zum Tempergufs nöthigen Eigenschaften erreicht sind, dann wird das Blasen eingestellt und das Metall in bekannter Weise vergossen. Ist die Temperatur zu hoch, so wird vor dem Einschmelzen im Cupolofen gefrischtes Eisen zugesetzt, um den Gehalt an Silicium und Kohlenstoff zu vermindern; ist sie zu niedrig, so wird das Verfahren nach dem Verbrennen des Siliciums in der Birne unterbrochen und Ferrosilicium flüssig oder fest zugesetzt. Die Temperatur ist an der Flamme erkennbar, zur Bestimmung der zur Unterbrechung und Beendigung geeigneten Zeitpunkte wird das Spektroskop benutzt. Diese Bestimmungen sind sehr genau. Das so hergestellte Metall ergiebt weniger . Fehlgüsse und bedarf im Allgemeinen einer weniger langen Glühzeit zur Umwandlung in schmiedbares Eisen, als nach dem alten Verfahren, weil es gleichmäfsiger im Flüssigkeitsgrad ist und weniger Kohlenstoff enthält. Die Kosten der Erzeugung von Tempergufs werden durch dieses Verfahren infolge billigeren Rohmaterials, weniger Ausschusses und kürzerer Glühzeit vermindert.
In Fällen, wo aufser dem billigen Bessemerroheisen ein Roheisen ohne Phosphor und Schwefel mit geringem Mangan- und Silicium-
sowie bekanntem Kohlenstoffgehalt zur Verfügung steht, kann auch das Blasen in der . Birne bis zur Entkohlung wie bei dem ge« wohnlichen Bessemerverfahren fortgesetzt und dann so viel des letzteren flüssig in die. Birne öder in die Giefspfanne zugesetzt werden,, dafs die Mischung den für den Tempergufs erforderlichen Gehalt an Kohlenstoff erhält. Da hierbei die Kosten des Blasens in der Birne für das Zusatzeisen fortfajlen, so wird ein gleiches Schlufsergebnjfs erzielt, wie bei dem. oben beschriebenen Verfahren.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von gegossenen Temperstahl-Gegenständen, gekennzeichnet durch Verblasen von Roheisen mit hohem Siliciumgehalt in der sauren Bessemerbirne bis auf den zum Giefsen des Eisens noch erforderlichen Gehalt an Kohlenstoff, welcher gegebenenfalls durch Zusatz eines anderen flüssigen Roheisens erzielt wird, wonach das Eisen in bekannter Weise in Formen gegossen und durch Glühen weiter entkohlt wird.
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Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746735C (de) * 1937-05-08 1944-08-23 Krupp Ag Verfahren zur Herstellung von mit Wolfram oder Vanadium einzeln oder gemischt legierten Staehlen im basischen Siemens-Martin-Ofen

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Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE746735C (de) * 1937-05-08 1944-08-23 Krupp Ag Verfahren zur Herstellung von mit Wolfram oder Vanadium einzeln oder gemischt legierten Staehlen im basischen Siemens-Martin-Ofen

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