DE337753C - Blasmaschine mit Pickerwalzen zum Reinigen und Auflockern der Haare fuer die Haarhutherstellung - Google Patents

Blasmaschine mit Pickerwalzen zum Reinigen und Auflockern der Haare fuer die Haarhutherstellung

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DE337753C
DE337753C DE1920337753D DE337753DA DE337753C DE 337753 C DE337753 C DE 337753C DE 1920337753 D DE1920337753 D DE 1920337753D DE 337753D A DE337753D A DE 337753DA DE 337753 C DE337753 C DE 337753C
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hair
rollers
roller
sieve
blowing machine
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DE1920337753D
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MASCHINENFABRIK
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C14SKINS; HIDES; PELTS; LEATHER
    • C14BMECHANICAL TREATMENT OR PROCESSING OF SKINS, HIDES OR LEATHER IN GENERAL; PELT-SHEARING MACHINES; INTESTINE-SPLITTING MACHINES
    • C14B15/00Mechanical treatment of furs
    • DTEXTILES; PAPER
    • D04BRAIDING; LACE-MAKING; KNITTING; TRIMMINGS; NON-WOVEN FABRICS
    • D04HMAKING TEXTILE FABRICS, e.g. FROM FIBRES OR FILAMENTARY MATERIAL; FABRICS MADE BY SUCH PROCESSES OR APPARATUS, e.g. FELTS, NON-WOVEN FABRICS; COTTON-WOOL; WADDING ; NON-WOVEN FABRICS FROM STAPLE FIBRES, FILAMENTS OR YARNS, BONDED WITH AT LEAST ONE WEB-LIKE MATERIAL DURING THEIR CONSOLIDATION
    • D04H1/00Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres
    • D04H1/70Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres characterised by the method of forming fleeces or layers, e.g. reorientation of fibres
    • D04H1/72Non-woven fabrics formed wholly or mainly of staple fibres or like relatively short fibres characterised by the method of forming fleeces or layers, e.g. reorientation of fibres the fibres being randomly arranged

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Description

Das zur Haar hutherstellung bestimmte Haarmaterial, überwiegend Kanin- und Hasenhaar, muß vor seiner Verwendung nicht nur von allen anhaftenden Fell- und Schmutz-S teilen, sondern auch von allen stärkeren Haarfasern, dem sogenannten Stichelhaar, befreit werden, weil diese Beimengungen- an dem erforderlichen Filzprozeß der. Haarfasern nicht teilnehmen und im Laufe der
ίο weiteren Bearbeitung Löcher oder offene, rohe Stellen im Filz verursachen.
Diese Reinigung des Haares erfolgt in der sogenannten Blasmaschine, in welcher das ungereinigte Haar (vermischt mit Fellstückchen, durch Schweiß und Blut zusammengeklebte Haare, sogenannten Putzen, Haarbüscheln und anderen Fremdkörpern) zwischen zwei eisernen übereinanderliegenden Zuführwalzen eingeführt und unter Druck gehalten wird, während eine unmittelbar hinter den Einführungswalzen angeordnete, - mit zahlreichen spitzen Stiften besetzte, rasch laufende Picker- oder Reißwalze das durchtretende. Haar erfaCi, die Fasern voneinander trennt und beim Freiwerden mit sich reißt. Infolge der Zentrifugalkraft werden dabei die spezifisch schwereren Fell- und Sehmutzteilchen sowie auch die gröbsten Stichelhaare ohne weiteres tangential nach unten abgeschleudert, während das gelöste Flaumhaar der durch die Reißwalze erzeugten Luftströmung folgt, nach oben fliegt und in einem über der Reißwalze befindlichen, mit Drahtgewebe abgedeckten Kasten, dem sogenannten Blaskasten, langsam wieder zur Ruhe kommt, um sich auf einem in gewissem Abstande von der Reißwalze angeordneten Transporttisch zu sammeln und entweder bei mehrgängigen Blasmaschinen dem nächsten Blaskasten mit Reißwalzen oder dem Austritt aus der Maschine zugeführt zu werden.
Da nun der Luftstrom zwischen Reißwalze und Transporttisch hindurchtritt und naturgemäß in diesem offenen Durchgang ein ge^- wisser Luftüberdruck herrscht, so ist es erkläriich, daß die von der Reißwalze weiter entfernten Luftströmungen zum Teil gegen den Transporttisch oder dessen Walze stoßen, dadurch aus ihrer Aufwärtsbewegung abgelenkt werden und sich unterhalb des Tranporttisches verlaufen, wobei die mitgeführten Haarfasern selbstverständlich zur Erde fallen, wieder mit den ausgeschiedenen Unrei-•nigkeiten vermischt und für bessere Haarqualitäten unverwendbar werden.
Dieser empfindliche Haarverlust ließe sich nur dadurch vermeiden, daß der bisher übliche Transporttisch bis unterhalb der Reißwalze zurückgeführt oder an dessen Stelle eine ähnliche Auffangfläche angeordnet würde, damit das Haar unbedingt nach dem Verlassen der Einführwalzen unterhalb der Reiß- ~~~~ walze aufgefangen wird. Dabei wäre aber eine Reinigung des Haarmaterials vollständig ausgeschlossen, da auch minderschwere Unreinigkeiten zum großen Teil mit aufgefangen und weitergeführt würden; außerdem würde die von der Reißwalze erzeugte Luftbewegung
■derartige Wirbel verursachen, daß die gelösten Haarfasern sich wieder zusammenballen, teilweise verfilzen und somit aueh die . Wirkung der Reißwalze zum Teil wieder aufgehoben würde.
Die Blasmaschine nach vorliegender Erfindung hilft diesen übelständen ab, indem die schwereren, zur Fabrikation ungeeigneten Haarfasern und Unreinigkeiten nach wie vor ίο wirksam abgeschleudert werden, während das brauchbare Flaumhaar dem Luftstrom folgt und auf diesem Wege sich noch zweifelhafte Haarfasern, ihrem größeren Gewichte gehorchend, nach unten absetzen können. Die Ablenkung der entfernteren Luftschichten und der mitgeführten leichten Haarfasern wird - gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß an Stelle des bisher üblichen Transporttisches eine siebartig gelochte Fläche angeordnet ist, die einerseits den eigentlichen Luftstrom in bekannter Weise nach oben: führt, indem sie mit der Reißwalze einen entsprechenden Kanal bildet, anderseits aber auch die entfernteren Luftschichten nicht aus ihrer Richtung ablenkt, sondern dieselben durchtreten läßt und die mitgeführten Haarfasern aufsaugt. Vorteilhaft ist es, die zum Auffangen der HaaEfasera dienende siebartige Fläche walzenförmig zu biegen und diese Walze etwa in; gleicher Mittenhöhe der Reißwalze anzuordnen, denn dadurch, wird die Bildung von Luftwirbeln hinter der Reißwalze vermieden und das. hochgeblasene Haar kann sich vom höchsten Punkte aus langsam absetzen. Wenn die siebartige Walze m langsame Drehung versetzt wird, so führt sie das auf ikr abgelagerte Haar gleichmäßig weiter, um dasselbe entweder im nächsten Abteil weiter zerteilen oder aus der Maschine austreten zu lassen.
Auf der Zeichnung ist eine Maschine nach vorliegender Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι zeigt einen Längsschnitt durch die Mitte einer viergängigen Blasmaschine, d. h. einer Maschine, in welcher das· Haar hintereinander viermal zerteilt und sortiert wird;. je nach Qualität des Haarmaterials und Art dec Verwendung ist ein mehr oder weniger häufiges. Blasen, erfordeclich. j
Fig;. 2 zeigt einen Horizontalschnitt nach Fig. ι irr Höhe über den Arbeitswalzen.
Fig. 3 ist ein Vertikalschnitt nach Fig. 1
unmittelbar vor der Reißwalze, während Fig. 4 die beispielsweise Lagerung und den Antrieb der einzelnen Walzen, eines Mascbinenganges in. größerem Maßstäbe zeigt.
Die Maschine besteht aus dem Untergestell % das» neben den Lagern der Arbeitswalzen auch die oberen Blaskästen b trägt, - die· an ihre» Stirnwänden geschlossen,.an den ! oberen Teilen der Seitenwände offen, aber ! mit Drahtgewebe c überspannt sind, um die von den Reißwalzen erzeugte und aufwärts ' strebende Luftströmung nach oben austreten
zu lassen. Die Blaskästen b werden vorteil-I haft in bekannter Weise seitlich nach oben ! haubenartig eingeengt, damit sich das hochj geblasene Haar möglichst in der Mitte der
Maschine sammelt. Ein Auflegetisch d} der ' durch Walzen e und f geführt wird, dient j zum Einführen des zu blasenden Haarmate- : rials in die Maschine.
Die einzelnen Abteilungen oder Blasgänge j der Maschine besitzen je zwei übereinander-
liegende Einzugs- oder Zuführwalzen g, h, j welche in Lagern i lauf en und durch Hebel j mit Feder- oder Gewichtsbelastung 1 zusammengedrückt werden (Fig. 2 und 4). Die untere Einzugswalze g erhält ihren Antrieb I von einer wagefechten Welle m, die in La-I gern η liegt und von dem im Untergestell a
angeordneten Hauptantrieb, der in der Zeichnung nicht dargestellt ist, in Drehung versetzt J wird. Das konische Zahnrad 0 der Welle in 85 ^* steht mit dem Gegenrad p der unteren Ein-
j zugswalze g in Eingriff und bewirkt dadurch
! deren Drehung, während - die obere Einzugswalze h durch das auf den beiden Einzugswalzen sitzende Räderpaar q, r an dieser Dre- i hung zwangläufig, aber mit entgegengesetzter : Drehrichtung zur Walze g teilnimmt.
! In das Zahnrad q der unteren Einzugs-
■ walze g greift ein Zahnrad j ein, das wieder-
: um durch ein Rad t die siebartig gelochte : Walze, Siebtrommel«, die in Lagern ν ruht, j in Drehung setzt. Am ersten Blasgang der Maschine wird durch das Zahnrad t an Steile der gelochten Walze u die Antriebswalze e des Auflegetisches d angetrieben.
Hinter den Einzugswalzen g} h liegt die Picker- oder Reißwalze W1 die mit zahlreichen spitzen Stiften besetzt ist und dicht an den Einzugswalzen g, h mit großer Geschwindigkeit vorbeistreicht; ihren Antrieb erhält sie ebenfalls von dem im Untergestell angeordneten Hauptantrieb. Die Reiß walze w läuft vorteilhaft in Kugellagern x, um der Maschine einen möglichst leichten Gang zu erteilen.
Sämtliche beschriebenen Antriebsteile können ebensogut auch durch andere Elemente ersetzt werden und. bilden keinen Teil der Erfindung.
Oberhalb der Siebtrommel μ sind in die .Seitenwände der Blaskästen fe in bekannter Weise öffnungen y angeordnet, die mit Klapp- oder Schiebefenstern ζ verschlossen werden. Diese Öffnungen dienen zur besseren Übersicht über ordnungsmäßigen Betrieb sowie auch zur gelegentlichen Entfernung von angestautem HaarmateriaL
Der Arbeitsgang der Maschine ist folgender:
Das zu reinigende und zu blasende Haarmaterial wird entweder von Hand oder durch einen Selbstaufleger zugeführt, von Hand z. B. auf dem Auflegetisch d ausgebreitet, der es den Einzugswalzen g, h zuführt. Da diese fest aufeinanderdrücken, kann die Reißwalze w das langsam -durchtretende Haar
ίο wohl in einzelne Fasern zerteilen, diese aber nicht eher mitreißen, als bis die Walzen g, h j das Haar freilassen. Infolge der raschen Drehung der Reißwalze w entsteht eine ziem- ' Hch starke Luftströmung, die, unmittelbar ;
hinter den Einzugswalzen beginnend, der zu- j nächst nach unten gerichteten, dann aber stei- j gen-den Bewegung der Reißwalze folgt, sich mehr und mehr ausbreitet und, da sie wegen der über den Einzugswalzen angeordneten Zwischenwand an der ganzen Drehung der , Reißwalze nicht teilnehmen kann, dort nun- | mehr fast senkrecht nach oben geht, um durch , das Drahtgewebe c wieder auszutreten. Alle . die fein zerteilten Flaumhaare, die durch ihr j geringes Gewicht der Schwerkraft weniger j unterworfen sind, müssen nach dem Austritt : aus den Einzugswalzen der luftströmung der : Reißwalze folgen, während alle Fellstückchen, ', Unreinigkeiten und stärkeren Haarfasern, die ' für die Haarhutfabrikation nicht verwendbar sind, infolge der Zentrifugalkraft ohne wei- ; leres tangential nach unten abgeschleudert werden.
Der Luftstrom der Reißwalze führt nun die leichten Haarfasern um die Reißwalze herum und bläst dieselben fast senkrecht nach oben, ; während die entfernteren Luftschichten der j Reißwalze, die gegen die Siebtrommel u stoßen, ; infolge des siebartigen Mantels hier nicht \ abgelenkt werden, sondern hindurchtreten und j die mitgeführten Haarfasern am Umfang der . Walze absetzen. Das zwischen Siebtrommel u ■ und Reißwalze w durchgeschleuderte Haar ; wird durch den Luftstrom nach oben getrieben, ; wo sich dann die Blaswirkung naturgemäß j mehr und mehr verliert, bis das geringe j Eigengewicht der Haarfasern zu wirken be- j ginnt und das langsame Niedersinken der- ! selben veranlaßt, so daß das Haar sich auf der ί Siebtrommel u sammelt; der Weg der aufgelockerten und aufgeblasenen Haare ist in ; Fig. ι für den ersten Blasgang durch ge- j strichelte Linien angedeutet. Die langsame : Drehung der Siebtrommel bringt auch die 1 unten aufgefangenen Haarfasern mit nach j oben, wo sie sich mit dem. geblasenen-Haar i vereinigen und zur weiteren Verarbeitung gelangen. '
Auf diese Weise ist jeder Verlust au brauchbarem Haarmaterial ausgeschlossen und doch die Möglichkeit gegeben, die unverwendbaren Beimengungen sorgfältig auszuscheiden.
Da durch die Siebtrommel u die endgültige Richtung der Luftströmung fast senkrecht nach oben geführt wird, die nach oben geblasenen Haarfasern also außerhalb der Luftströmung sich auf die Siebtrommel u niedersenken können, ist jede Möglichkeit des Durcheinanderwirbeins ausgeschlossen, das Haar verläßt die Maschine in einem derartig gereinigten, unverfilzten Zustande ohne den geringsten Verlust, wie es mit den bisherigen Maschinen nicht zu erreichen ist.
Ein weiterer großer Vorteil der neuen Maschine besteht darin, daß die ganze Länge der Maschine auf mehr als die Hälfte gegen die bisherigen Ausführungen vermindert werden kann, wodurch die Aufstellung auch in kleineren Räumen ermöglicht wird. Denn eine beispielsweise achtgängige Blasmaschine ohne Selbstaufleger war bisher gegen 8,5 m lang, während eine neue Maschine nach vorliegender Erfindung bei gleicher Gangzahl nur etwa 3,7 m erfordert.

Claims (3)

Patent- Ansprüche :
1. Blasmaschine mit Pickerwalzen zum Reinigen und Auflockern der Haare für die Haarhutherstellung, dadurch gekenn-'"" zeichnet, daß in jedem Blasgange (Blaskasten b) hinter den Pickerwalzen (Reißwalzen w) siebartig gelochte Flächen angeordnet sind, welche die Ablenkung der unteren von den Reißwalzen erzeugten Luftströmung"sschichten verhindern und die mitgeführten Haarfasern auffangen.
2. Blasmaschine nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die siebartig gelochten Flächen walzenförmig (u) gebogen und etwa in gleicher Mittenhöhe mit den Reißwalzen (w) gelagert sind, um das fliegende Haar möglichst · senkrecht hochzublasen und Luftwirbel zu vermeiden, welche die gelösten Haarfasern wieder zusammenballen und teilweise verfilzen würden.
3. Blasmaschine nach den Ansprüchan 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die siebartig gelochten, walzenförmig geboge- χ nen Flächen als drehbare Siebtrommeln (u) ausgebildet sind, um das aufgefangene Haarmaterial gleichmäßig ■ weiterzuleiten und für die von den Reißwalzen abgeschleuderten Haare stets neue, unbedeckte Fangflächen zu bieten.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1920337753D 1920-02-14 1920-02-14 Blasmaschine mit Pickerwalzen zum Reinigen und Auflockern der Haare fuer die Haarhutherstellung Expired DE337753C (de)

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