DE3348412C2 - Fluorhaltiges Polymeres für Beschichtungszwecke - Google Patents
Fluorhaltiges Polymeres für BeschichtungszweckeInfo
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Description
Es wurden bereits verschiedene Versuche unternommen, um
Carboxylgruppen in Polymere einzuführen, um so hydrophile
Eigenschaften zu verwirklichen, die Haftfestigkeit
zu verbessern und die Färbbarkeit und Dispergierbarkeit
zu verbessern oder um Vernetzungsstellen oder Ionenaustauschgruppen
einzuführen. Bei üblichen Polymeren werden
solche Methoden praktisch im industriellen Maßstab angewendet.
Solche Verfahren zur Einführung von Carboxylgruppen
werden im allgemeinen in zwei Gruppen eingeteilt:
- (1) Verfahren, bei denen ein Comonomeres mit Carboxylgruppen oder mit in Carbocylgruppen umwandelbaren Gruppen, z. B. Acrylsäure, Methacrylsäure oder deren Ester, copolymerisiert wird, um so die Carboxylgruppen direkt einzuführen (DE-OS 26 50 979);
- (2) Verfahren, bei denen man die Reaktion eines Polymeren ausnutzt, z. B. zur Herstellung von Carboxymethylcellulose. Auf dem Gebiet der Fluorpolymeren wurden bereits zahlreiche Versuche mit der Methode (1) durchgeführt. Es wurde jedoch nur über wenige Versuche zur Methode (2) berichtet, insbesondere zur Modifizierung von Ionenaustauschermembranen (JP-OS 41791/1975, 18605/1981 und 18625/1981).
Wenn die Methoden (1) zur Herstellung von Carboxylgruppen
enthaltenden Fluorpolymeren verwendet werden sollen,
so ist es gewöhnlich erforderlich, äußerst spezielle,
Carboxylgruppen enthaltende Monomere einzusetzen,
welche auf komplizierte Weise hergestellt werden müssen.
Sie müssen bestimmten Anforderungen bezüglich Copolymerisierbarkeit
mit anderen fluorhaltigen Monomeren genügen.
Anderenfalls treten nämlich erhebliche Schwierigkeiten
auf, da z. B. die Polymerisationsgeschwindigkeit
äußerst gering ist oder nur Polymere mit niedrigem Molekulargewicht
erhalten werden, oder aber es gehen Polymereigenschaften
außer den durch die Modifizierung herbeizuführenden
verloren.
Bei Anwendung der Methoden (2) kann man die Vermeidung
der obengenannten Schwierigkeiten der Methode (1) erwarten.
Bei den bisherigen Fällen der Anwendung dieser
Methoden auf Fluorpolymere ist jedoch die Durchführung
der Verfahren im industriellen Maßstab mit erheblichen
praktischen Schwierigkeiten verbunden. Zum Beispiel beschreibt
die JP-OS 41791/75 ein Verfahren, bei dem ein
Carboxylgruppen enthaltendes Monomeres aufgepropft
wird, und zwar unter elektrolytisch dissoziativer Bestrahlung.
Dieses Verfahren ist zusätzlich zu industriellen
Schwierigkeiten hinsichtlich der Verwendung einer
Strahlungsquelle mit dem Problem verbunden, daß die
Hauptkette des Polymeren gleichzeitig zur Zersetzung
oder zu Vernetzungsreaktionen neigt. Andererseits hat
das Verfahren der JP-AS 18605/1981 oder 181625/1981 den
Nachteil, daß das Verfahren zur Einführung von Carboxylgruppen
eine Vielzahl von Stufen erfordert einschließlich
der Verseifung von Sulfonylgruppen im Ausgangspolymeren → Halogenierung → Sulfinierung → reduktive
Carboxylierung oder Verseifung → Halogenierung
→ Thiosulfonierung und Propfpolymerisation.
Aus der DE-OS 27 18 747 ist ferner ein Verfahren zur Veresterung von Fluorkohlenstoffpolymeren
mit hydroxylhaltigen Seitengruppen bekannt. Dabei wird zunächst ein Terpolymeres
hergestellt, das polyfluorierte Seitenketten mit tertiären Alkoholgruppen aufweist. Die
tertiären Alkoholgruppen werden anschließend mit einem Carbonsäurederivat verestert.
Die US-PS 3,819,562 beschreibt Beschichtungslösungen mit einem Gehalt einer Polycarbonsäure
und eines Fluorolefincopolymeren mit seitenständigen Hydroxylgruppen. Die Polycarbonsäure
reagiert mit den seitenständigen Hydroxylgruppen des Polymeren unter Bildung von
Polyesterverknüpfungen.
Ähnliche Systeme, in denen eine Polycarbonsäure als Vernetzungsmittel wirkt, sind in der
US-PS 4,015,057 beschrieben.
Es ist Aufgabe der vorliegenden Erfindung, fluorhaltige Polymere auf der Basis von Tetrafluorethylen
und Chlortrifluorethylen zur Verfügung zu stellen, welche Carboxylgruppen
enthalten und leicht in guter Ausbeute mit einer einzigen Reaktionsstufe erhalten werden
können.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß gelöst durch ein fluorhaltiges Polymeres für Beschichtungszwecke,
umfassend Einheiten, die sich von einem Fluorolefin, ausgewählt
aus Tetrafluoräthylen und Chlortrifluoräthylen,
ableiten und Polymereinheiten, die eine Gruppe der Formel
-OX aufweisen, wobei X für Wasserstoff oder
steht
(wobei R für eine C2-8-Alkylengruppe steht),
wobei der Gehalt der aus dem Fluorolefin abgeleiteten Einheiten,
bezogen auf die Gesamtzahl der Polymereinheiten,
von 40 bis 60 Mol-% beträgt, die Anzahl der Gruppen -OX
von 1/100 bis 1/1 der Anzahl der aus dem Fluorolefin abgeleiteten
Einheiten beträgt und X mit der Bedeutung
von 1/200 bis 1/1 der Gesamtzahl von X ausmacht,
wobei das fluorhaltige Polymere erhalten wurde,
indem man ein Hxdroxylgruppen enthaltenden Fluoropolymeres,
welches besteht aus
- (a) Struktureinheiten mindestens eines Fluorolefins, ausgewählt aus Tetrafluorethylen und Chlortrifluorethylen,
- (b) Struktureinheiten mit Hydroxylgruppen, und
- (c) gegebenenfalls Struktureinheiten eines weiteren Comonomeren,
mit einer Carboxylgruppen aufweisenden Verbindung verestert,
wobei als Hydroxylgruppen enthaltendes Fluorpolymeres ein
Polymeres eingesetzt wird, in welches die Struktureinheiten (b)
eingeführt wurden durch Verwendung eines Hydroxyalkylvinylethers
als Comonomeres, oder durch Verwendung eines üblichen Vinylcarboxylats
als Comonomeres und Hydrolyse oder Alkoholyse der Carboxylatgruppen
des erhaltenen Polymeren, wobei in dem Ausgangspolymeren
die Anzahl der Struktureinheiten (b) zur Anzahl der
Struktureinheiten (a) 1 : 100 bis 1 : 1 beträgt, und zur Veresterung
der Hydroxylgruppen des Ausgangspolymeren als Carboxylgruppen
aufweisende Verbindung das Anhydrid einer zweibasischen Säure der
folgenden allgemeinen Formel
eingesetzt wird, in welcher R eine Alkylengruppe mit 2 bis 8
C-Atomen bedeutet, wobei die Veresterungsreaktion in einem
organischen Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur und in solchen
Mengenverhältnissen der Reaktanten durchgeführt wird, daß 1 bis
50% der Hydroxylgruppen des eingesetzten Fluorpolymeren zu
Gruppen der allgemeinen Formel
in welcher R dieselbe Bedeutung hat wie bereits oben angegeben,
umgewandelt werden und die Umsetzung durch übliche Methoden
abgebrochen wird, sobald das IR-Spektrum des Reaktionsgemisches
keine Absorptionsbanden der Anhydridgruppierung mehr aufweist.
Erfindungsgemäß kann eine Vielzahl verschiedener
Hydroxylgruppen enthaltender Fluorpolymerer eingesetzt
werden. Man kann z. B. Fluorpolymere verwenden, denen
Einheiten von Hydroxylgruppen-haltigen Monomeren, wie
Hydroxyalkylvinylether, Hydroxylalkylmethacrylat, Acrylalkohol
oder Methallylalkohol, einverleibt wurden, und
zwar durch Additionscopolymerisation oder Pfropfpolymerisation.
Ferner kann man Fluorpolymere verwenden, denen
Einheiten einverleibt wurden, welche sich ableiten von
Monomeren, die bestimmte Gruppen enthalten, welche in
Hydroxylgruppen umwandelbar sind, und zwar durch Hydrolyse
oder Alkoholyse. Als Beispiele seien Vinylcarboxylat
oder Allylcarboxylat genannt. In diesen Monomeren wurden
die umwandelbaren Gruppen in Hydroxylgruppen umgewandelt.
Ferner kann man Kondensationspolymere einsetzen, welche
erhalten wurden durch Umsetzung von fluorhaltigen Polyolen
mit Epichlorhydrinen.
Im Hinblick auf die Reaktivität bei der Einführung der
Carboxylgruppen sind solche Polymere bevorzugt, welche
primäre oder sekundäre Hydroxylgruppen enthalten, und
insbesondere solche, welche in organischen Lösungsmitteln
löslich sind. Ferner sind in bezug auf die Zugänglichkeit
Additions-Copolymere bevorzugt, welche erhalten werden
durch Copolymerisation von Fluorolefinen mit anderen
Comonomeren, z. B. den oben erwähnten, Hydroxylgruppen
enthaltenden Monomeren oder Monomeren, welche bestimmte
Gruppen enthalten, die in Hydroxylgruppen umwandelbar
sind, oder Monomergemische, welche andere Monomere enthalten,
oder deren Derivate. Die
Anzahl der Hydroxylgruppen in solchen Polymeren beträgt 1/100
bis 1/1 und insbesondere 1/50 bis 1/2 der Anzahl der
Einheiten, welche sich von Fluorolefinen ableiten.
Als Hydroxylgruppen enthaltendes Monomeres ist
Hydroxylalkylvinyläther bevorzugt, und zwar im Hinblick
auf seine Copolymerisierbarkeit. Als Fluorolefine werden
im Hinblick auf die Copolymerisierbarkeit
Tetrafluoräthylen und Chlortrifluoräthylen verwendet.
Als weitere, gegebenenfalls einsetzbare Monomere
kommen α-Olefine in Frage, wie Äthylen, Propen,
Isobutylen und Buten-1, oder Vinyläther, wie Äthylvinyläther,
Isobutylvinyläther, n-Butylvinyläther und
Cyclohexylvinyläther. Eine Kombination eines Alkylvinyläthers
ist bevorzugt, und zwar, falls erforderlich, zusammen
mit anderen, gegebenenfalls verwendbaren Monomeren.
Typische Beispiele solcher bevorzugter Copolymerer sind
Copolymere mit einem Gehalt an Fluorolefin, Cyclohexylvinyläther,
einem Alkylvinyläther und einem Hydroxyalkylvinyläther
als essentielle Komponente in Mengen von 40 bis
60 Mol-% bzw. 5 bis 45 Mol-% bzw. 5 bis 45 Mol-% bzw.
3 bis 15 Mol-% und vorzugsweise 45 bis 55 Mol-% bzw. 10
bis 30 Mol-% bzw. 10 bis 35 Mol-% 5 bis 13 Mol-%.
Bei Verwendung als Trägerstoff für Farben kann man mit
diesen Copolymeren Beschichtungsoberflächen erhalten, die
sowohl eine adäquate Oberflächenhärte aufweisen als auch
eine gute Flexibilität, einen hohen Glanz, eine große
Lösungsmittelfestigkeit und eine große Verfleckungsfestigkeit
sowie eine vorzügliche Witterungsbeständigkeit.
Durch Einführung von Carboxylgruppen wird die Kompatibilität
mit verschiedenen Additiven verbessert, z. B. die
Kompatibilität mit Pigmenten oder verstärkten Füllstoffen
sowie die Haftfestigkeit in bezug auf verschiedene Substrate.
Auf diese Weise erhält man Fluorpolymere, die
auch in Lacken äußerst brauchbar sind.
Als zweibasische Säureanhydride kann man verschiedene
Verbindungen der allgemeinen Formel
einsetzen, wobei R eine Alkylengruppe mit 2 bis 8 C-Atomen
ist. Insbesondere kann man Bernsteinsäureanhydrid,
Glutarsäureanhydrid, Itaconsäureanhydrid, Adipinsäureanhydrid,
1,2-Cyclohexandicarbonsäureanhydrid und cis-4-
Cyclohexan-1,2-dicarbonsäureanhydrid verwenden. Bei
Umsetzung mit einem solchen zweibasischen Säureanhydrid
wird mindestens ein Teil der Hydroxylgruppen im Fluorpolymeren
in Estergruppen der allgemeinen Formel
umgewandelt, so daß die Einführung der Carboxylgruppen
auf diese Weise gelingt.
Es ist wichtig, die Umsetzung der genannten Hydroxylgruppen
enthaltenden Fluorpolymeren mit dem Anhydrid der
zweibasischen Säure in einem organischen Lösungsmittel
durchzuführen. Der Typ des organischen Lösungsmittels
kann nach Belieben gewählt werden, wobei man die Löslichkeit
des Fluorpolymeren und des Anhydrids der zweibasischen
Säure in Betracht ziehen muß. Zur Verhinderung einer
Verfärbung der erhaltenen Polymerlösung und zur
leichten Durchführbarkeit verwendet man vorzugsweise eine
aromatische Verbindung mit einem Siedepunkt von mindestens
100°C, wie Toluol oder Xylol.
Bei dieser Reaktion zur Einführung von Carboxylgruppen
ist es möglich, einen Katalysator zu verwenden. Als einen
derartigen Katalysator kann man vorzugsweise einen
basischen Katalysator verwenden, z. B. ein Metallsalz einer
Carbonsäure, wie Natriumacetat, Kaliumacetat, Bleiacetat;
Bleistearat; ein Alkalimetallhydroxid, wie Natriumhydroxid
oder Kaliumhydroxid; ein Alkalimetallcarbonat,
wie Natriumcarbonat oder Kaliumcarbonat; ein Alkalimetallalkoholat,
wie Natriummethylat, Natriumäthylat, Kaliummethylat
oder Kaliumäthylat; ein quaternäres Ammoniumsalz,
wie Trimethylbenzylammonium oder Triäthylbenzylammonium;
ein tertiäres Amin, wie Pyridin, Triäthylendiamin
oder Triäthylamin. Besonders bevorzugt ist Triäthylbenzylammonium.
Die Umsetzung zur Einführung der
Carboxylgruppen kann ferner durch einen sauren Katalysator
erleichtert werden, z. B. durch Schwefelsäure oder
p-Toluolsulfonsäure. In einem solchen Fall wird jedoch
auch die Kondensationsreaktion der gebildeten Carboxylgruppen
mit nichtumgesetzten Hydroxylgruppen erleichtert,
und zwar je nach den Reaktionsbedingungen. Es ist daher
erforderlich, die Reaktionsbedingungen sorgfältig auszuwählen.
Erfindungsgemäß wird das Molverhältnis des Hydroxylgruppen
enthaltenden Fluorpolymeren zum Anhydrid der zweibasischen
Säure ausgewählt, und zwar je nach der
gewünschten Modifizierung, welche von der Einführung der
Carboxylgruppen erwartet wird. Die
Menge des Anhydrids der zweibasischen Säure wird im Bereich
von 1/200 bis 1/1 Äquiv. und vorzugsweise 1/100 bis
1/2 Äquiv., bezogen auf die Hydroxylgruppen des Fluorpolymeren
ausgewählt. Wenn man beispielsweise eine autokatalytische
Funktion bei der Härtungsreaktion im Falle
eines Lack-Trägerstoffs anstrebt sowie eine verbesserte
Haftfestigkeit auf dem Substrat, und zwar durch Einführung
von schwach sauren Gruppen, so liegt die Menge vorzugsweise
im Bereich von 1/100 bis 1/10 Äquiv. Es kann
aber auch erwünscht sein, die Dispergierbarkeit der
Pigmente zu verbessern. In diesem Falle liegt die Menge
vorzugsweise im Bereich von 1/40 bis 1/5 Äquiv.
Die Reaktionstemperatur für die Einführung der Carboxyl
gruppen liegt vorzugsweise im Bereich von 70 bis 150°C
und speziell im Bereich von 90 bis 130°C. Wenn die Temperatur
zu niedrig ist, so erfordert die Reaktion eine
lange Zeitdauer. Wenn andererseits die Temperatur zu
hoch ist, so ergibt sich das Problem einer Verfärbung
der gebildeten Polymerlösung. Die Reaktion kann innerhalb
eines Zeitraums von mehreren zehn Minuten bis mehreren
Stunden beendet sein.
Im folgenden wird die Erfindung anhand von Beispielen
näher erläutert.
50 g eines Copolymeren aus Chlortrifluoräthylen, Cyclohexylvinyläther,
Äthylvinyläther und Hydroxybutylvinylether
in Mengen von 50 bzw. 15 bzw. 25 bzw. 10 Mol-% werden
eingesetzt. Das Copolymere hat eine Intrinsic-Viskosität
von 0,20, gemessen in Tetrahydrofuran bei 30°C. Es
wird in 50 g Xylol aufgelöst, und zwar in einem 200 ml
Vierhalskolben, der mit einem Rührer ausgerüstet ist.
0,45 g Berrnsteinsäureanhydrid werden zugesetzt. Ferner
gibt man 0,05 g Triäthylenbenzylammoniumchlorid zu, worauf
die Temperatur des Kolbens allmählich erhöht wird. Nachdem
die Temperatur der Lösung im Kolben 110°C erreicht
hat, wird die Reaktion bei dieser Temperatur durchgeführt.
Eine kleine Menge der Lösung wird alle 30 min abgezogen
und das Fortschreiten der Reaktion wird anhand des IR-
Spektrums verfolgt. Wenn die Reaktion 2 h lang durchgeführt
wird, werden keine charakteristischen Absorptionsbanden
des Bernsteinsäureanhydrids bei 1850 und 1780 cm-1
mehr beobachtet. Stattdessen erscheint eine starke Absorption
einer Carboxylgruppe bei 1710 cm-1 und einer
Estergruppe bei 1735 cm-1. Die Reaktionslösung wird rasch
abgekühlt, um die Reaktion zu stoppen. Ein Teil der Lösung
wird zur Messung der Intrinsic-Viskosität des gebildeten
Polymeren entnommen. Die Intrinsic-Viskosität
beträgt 0,22. Die ¹³C-NMR-Analyse des Produktes zeigt,
daß die Anzahl der Hydroxylgruppen sich um etwa 10% vermindert
hat. Der Hydroxylwert und der Carboxylwert des
Polymeren betragen 47 bzw. 5,2.
Das erhaltene Polymere enthält Carboxylgruppen und
Hydroxylgruppen. Es zeigt eine gute Kompatibilität mit
Pigmenten, wie Titandioxid oder Phthalocyaninblau.
In einen 2 l Vierhalskolben gibt man 1119 g des gemäß
Beispiel 1 eingesetzten Polymeren als Ausgangsmaterial.
Es wird in der gleichen Menge Xylol unter Rühren aufgelöst.
Zu dieser Lösung gibt man 21,0 g Bernsteinsäureanhydrid
und 1,11 g Triäthylbenzylammoniumchlorid. Dann
wird die Temperatur des Kolbens auf 110°C angehoben und
die Reaktion 2 h durchgeführt. Nach dem raschen Abkühlen
der Reaktionslösung wird das IR-Spektrum der Reaktionslösung
ermittelt. Es wird festgestellt, daß das Bernsteinsäureanhydrid
vollständig umgesetzt wurde und daß
die Carboxylierung beendet ist. Ein Teil des gebildeten
Polymeren wird entnommen und analysiert. Es hat eine
Intrinsic-Viskosität von 0,30, einen Hydroxylwert von
41 und einen Carboxylwert von 10,3.
Die Carboxylierung wird gemäß Beispiel 1 durchgeführt.
Es wird ein Ausgangspolymeres mit einer Intrinsic-Viskosität
von 0,47 verwendet. Die Carboxylierung wird bei
einer Temperatur von 100°C durchgeführt. Nach einer Reaktionszeit
von 4 h wird festgestellt, daß die Carboxylierung
fast beendet ist. Die Reaktionslösung wird rasch
abgekühlt, um die Reaktion zu stoppen. Das erhaltene
Polymere hat eine Intrinsic-Viskosität von 0,52, einen
Hydroxylwert von 47,5 und einen Carboxylwert von 4,7.
Tetrafluoräthylen, Äthylen und n-Butylvinylester werden
in einen Edelstahlautoklaven gegeben, und zwar in Mengen
von 50 bzw. 45 bzw. 5 Mol-%. Sodann wird die Polymerisation
in t-Butanol unter Verwendung von Azo-bis-isobutyronitril
3 h bei 65°C durchgeführt. Das erhaltene
Polymere ist ein thermoplastisches Polymeres mit einer
starken IR-Absorption bei 1760 cm-1 aufgrund der Estergruppe.
9,1 g dieses pulvrigen Polymeren werden in 150 g
eines Lösungsmittelgemisches aus Xylol, Methylisobutylketon
und n-Butanol (50/40/10) in einen Vierhalskolben
gegeben und unter Erhitzen und Rühren gequollen. Der
Kolben wird dabei auf 100°C gehalten. Nun wird eine
Lösung, welche erhalten wurde durch Auflösen von 0,2 g
Natriumbutylat in 5 g n-Butanol, sorgfältig eingetropft.
Die Reaktion wird während 5 h durchgeführt. Sodann wird
ein Teil des Polymeren durch Methanol ausgefällt, gewaschen
und getrocknet. Es wird sodann durch Heißpressen
zu einer Folie mit einer Dicke von 45 µm verarbeitet.
Die Folie zeigt eine breite IR-Absorptionsbande bei
3200 bis 3600 cm-1 aufgrund der Hydroxylgruppen. Dies
zeigt, daß die Estergruppe alkolysiert und in Hydroxylgruppen
umgewandelt wurde.
Nun wird die Gesamtmenge des Polymeren durch Methanol
ausgefällt, gewaschen und getrocknet und dann in dem Lösungsmittelgemisch
(100 g) aus Xylol und Methylisobutylketon
(50/50) unter Erhitzen gequollen. 0,1 g Bernsteinsäureanhydrid
werden in 10 g Xylol aufgelöst und 0,01 g
Triäthylbenzylammoniumchlorid werden zugesetzt und die
Umsetzung wird 3 h bei einer Temperatur von 110°C durchgeführt.
Das Polymere wird aus der Reaktionslösung durch
Verwendung von Methanol ausgefällt. Danach wird das IR-
Spektrum in obiger Weise ermittelt. Die Steigerung der
Esterbande bei 1760 cm-1 und die Absorption der Carboxylgruppe
bei 1710 cm-1 werden ermittelt.
Das Ausgangspolymere (A), das durch Alkoholyse erhaltene
Polymere (B) und das carboxylierte Polymere (C) werden jeweils
in einem Ofen bei einer Temperatur von 280°C während
5 min geschmolzen. Dabei erhält man jeweils eine Beschichtung
mit einer Dicke von etwa 20 µm. Die Beschichtung
wird auf einer Edelstahl-Spiegelfläche durchgeführt.
Die erhaltenen Beschichtungen werden Kreuzschnitt-Haftfestigkeitstests
unterworfen. Es wird festgestellt, daß
das carboxylierte Polymere eine gute Haftfestigkeit aufweist.
Es werden die folgenden Werte erhalten:
| Polymeres (A)|23/100 | |
| Polymeres (B) | 55/100 |
| Polymeres (C) | 100/100 |
Claims (2)
- Fluorhaltiges Polymeres für Beschichtungszwecke, umfassend Einheiten, die sich von einem Fluorolefin, ausgewählt aus Tetrafluoräthylen und Chlortrifluoräthylen, ableiten und Polymereinheiten, die eine Gruppe der Formel -OX aufweisen, wobei X für Wasserstoff oder steht (wobei R für eine C2-8-Alkylengruppe steht), wobei der Gehalt der aus dem Fluorolefin abgeleiteten Einheiten, bezogen auf die Gesamtzahl der Polymereinheiten, von 40 bis 60 Mol-% beträgt, die Anzahl der Gruppe -OX von 1/100 bis 1/1 der Anzahl der aus dem Fluorolefin abgeleiteten Einheiten beträgt und X mit der Bedeutung von 1/200 bis 1/1 der Gesamtzahl von X ausmacht, wobei das fluorhaltige Polymere erhalten wurde, indem man ein Hydroxylgruppen enthaltendes Fluorpolymeres, welches besteht aus
- (a) Struktureinheiten mindestens eines Fluorolefins, ausgewählt aus Tetrafluorethylen und Chlortrifluorethylen,
- (b) Struktureinheiten mit Hydroxylgruppen, und
- (c) gegebenenfalls Struktureinheiten eines weiteren Comonomeren,
- mit einer Carboxylgruppen aufweisenden Verbindung verestert, wobei als Hydroxylgruppen enthaltendes Fluorpolymeres ein Polymeres eingesetzt wird, in welches die Struktureinheiten (b) eingeführt wurden durch Verwendung eines Hydroxyalkylvinylethers als Comonomeres, oder durch Verwendung eines üblichen Vinylcarboxylats als Comonomeres und Hydrolyse oder Alkoholyse der Carboxylatgruppen des erhaltenen Polymeren, wobei in dem Ausgangspolymeren die Anzahl der Struktureinheiten (b) zur Anzahl der Struktureinheiten (a) 1 : 100 bis 1 : 1 beträgt, und zur Veresterung der Hydroxylgruppen des Ausgangspolymeren als Carboxylgruppen aufweisende Verbindung das Anhydrid einer zweibasischen Säure der folgenden allgemeinen Formel eingesetzt wird, in welcher R eine Alkylengruppe mit 2 bis 8 C-Atomen bedeutet, wobei die Veresterungsreaktion in einem organischen Lösungsmittel bei erhöhter Temperatur und in solchen Mengenverhältnissen der Reaktanden durchgeführt wird, daß 1 bis 50% der Hydroxylgruppen der eingesetzten Fluorpolymeren zu Gruppen der allgemeinen Formel in welcher R dieselbe Bedeutung hat wie bereits oben angegeben, umgewandelt werden und die Umsetzung durch übliche Methoden abgebrochen wird, sobald das IR-Spektrum des Reaktionsgemisches keine Absorptionsbanden der Anhydridgruppierung mehr aufweist.
Applications Claiming Priority (2)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| JP57016368A JPS58136605A (ja) | 1982-02-05 | 1982-02-05 | カルボキシル基含有含フツ素重合体の製造方法 |
| DE19833303472 DE3303472A1 (de) | 1982-02-05 | 1983-02-02 | Verfahren zur herstellung eines carboxylgruppen enthaltenden fluorpolymeren |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3348412C2 true DE3348412C2 (de) | 1995-05-24 |
Family
ID=25807993
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE3348412A Expired - Lifetime DE3348412C2 (de) | 1982-02-05 | 1983-02-02 | Fluorhaltiges Polymeres für Beschichtungszwecke |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3348412C2 (de) |
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- 1983-02-02 DE DE3348412A patent/DE3348412C2/de not_active Expired - Lifetime
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