DE3333680A1 - Kombiniertes dreh- und stehbett als kranken- und pflegebett fuer physisch stark behinderte und schwache patienten - Google Patents

Kombiniertes dreh- und stehbett als kranken- und pflegebett fuer physisch stark behinderte und schwache patienten

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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61GTRANSPORT, PERSONAL CONVEYANCES, OR ACCOMMODATION SPECIALLY ADAPTED FOR PATIENTS OR DISABLED PERSONS; OPERATING TABLES OR CHAIRS; CHAIRS FOR DENTISTRY; FUNERAL DEVICES
    • A61G7/00Beds specially adapted for nursing; Devices for lifting patients or disabled persons
    • A61G7/002Beds specially adapted for nursing; Devices for lifting patients or disabled persons having adjustable mattress frame

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  • Veterinary Medicine (AREA)
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Description

  • Die Erfindung betrifft ein kombiniertes Dreh- und
  • Stehbett als Kranken- und Pflegebett für physisch stark behinderte und schwache Patienten.
  • Es ist allgemein bekannt, daß man in Krankenhäusern, in Pflegeinstitutionen und privaten Haushalten bei der Pflege von physisch stark behinderten und schwachen Patienten Betten benutzt, die in Bettquerrichtung, d.h. in Bezug auf das Rückenteil ver- bzw.
  • einstellbar sind. Die Einstellung des Bettes in Querrichtung hat den Vorteil, daß der Körper des Patienten in eine geänderte Liegestellung gebracht werden kann. Eine Einstellung des Bettes in Längsrichtung hätte den Vorteil, daß der Patient um 900 gedreht werden kann. Der Patient liegt dann auf der Seite und kann gepflegt und gewaschen werden.
  • Es ist allgemein bekannt, daß ein Bett in eine Hochlage sowie in eine Kopf-Tief- oder Fuß-Tief-Lage (max. 160) gebracht werden kann.
  • Die heute bekannten Bett-Typen sind darüber hinaus für eine allgemeine Anwendung bei kranken Patienten ausgebildet und weisen keine besonderen Einrichtungen zur Pflege von physisch stark behinderten und schwachen Patienten auf.
  • Der Erfindung liegt daher die Aufgabe zugrunde, ein Krankenbett der eingangs genannten Gattung mit dem Ziel zu verbessern, daß eine Verstellung des Rückenteils, eine Verstellung eines Liegenflächenlängsteils, eine Verstellung der Neigung der Liegenfläche bis in die Senkrechte und eine Höhenverstellung der Liegenfläche durchführbar ist, wobei die Verstellungen gleichzeitig oder nacheinander erfolgen können und die jeweiligen Verstellungen stufenlos erfolgen sollen. Darüber hinaus soll eine elektromotorische Verstellung vorgesehen sein, so daß das Pflegepersonal oder der die Bettverstellungen bedienende Patient keinen großen Belastungen ausgesetzt ist.
  • Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß dadurch gelöst, daß das Bett aus einem Verbundrahmen mit drehbaren Rollen besteht, auf den ein Bettrahmen über einen Elektromotor, beispielsweise Spindelmotor, eine Zugstange und Hebelarme höhenverstellbar aufgesetzt sind, daß die Liegenfläche um eine Drehachse durch einen Elektro motor, beispielsweise Spindelmotor, einen Hebelarm und einen Verbindungsarm drehbar ist, wobei der Hebelarm um eine am Bettrahmen angeordnete Drehachse drehbar ist, daß die Liegenfläche, die aus einem Hohlrohrrahmen mit eingeschweißten Stahlbändern aufgebaut ist, aus Teilliegenflächen besteht, wobei die Teilliegenfläche, die das Kopfteil bildet, um die am Liegenflächenrahmen angeordnete und in Bettquerrichtung verlaufende Drehachse verschwenkbar ist, während die Teilliegenflächen um die am Liegenrahmen angeordnete und in Bett längsrichtung verlaufende Drehachse ver- schwenkbar sind, und daß als Schwenkantriebseinrichtungen im Liegenrahmen Elektromotoren, beispielsweise Spindelmotoren angeordnet sind.
  • Durch eine derartige Ausbildung des. Bettes wird erreicht, daß eine vollständige stufenlose, mühelose und gleichzeitige Verstellung des Bettes um die verschiedenen Freiheitsgrade durchführbar ist.
  • Hierbei sind folgende Möglichkeiten gegeben: 1. Eine Höhenverstellbarkeit zwischen 40 und 80 cm, 2. die Liegenfläche des Bettes kann in eine Stehposition (ca. 900 gegenüber der Horizontalen) gebracht werden, wobei dann das unterste Ende der Liegenfläche den Boden berührt.
  • 3. Verstellbarkeit eines Teiles der Liegenfläche auf etwa 800 gegenüber der Horizontalen über eine in Bettquerrichtung angeordnete Achse, die innerhalb des vom Kopfende gesehen, ersten Drittels der Liegenfläche angeordnet ist.
  • 4. Verstellbarkeit der in Längsrichtung in Teilliegenflächen geteilten Liegenfläche über eine in Liegenlängsrichtung verlaufende Mittelachse auf ca. 850 gegenüber der Horizontalen.
  • Die Verstellbarkeit der einzelnen Betteile und die Kombinierbarkeit der unterschiedlichen Verstellungen ist dadurch erreichbar, daß die Ausbildung des Bettes derart ausgeführt ist, daß eine Vielzahl von Kombinationen von Positionierungs- und Justierungsmöglichkeiten gegeben sind und daß die Aufteilung der einzelnen beweglichen Teile derart durchgeführt ist, daß Positionierungen und Justierungen einfach oder in Kombination möglich sind, ohne daß eine weitere Verstellung verhindert wird.
  • Die einzelnen Bewegungen sind stufenlos und werden unter Verwendung von Tragarmen, Verbindungsarmen und Drehachsen, die mit einem oder mehreren elektromotorischen Antrieben wie einem Spindelantrieb in Verb in dung stehen, durchgeführt.
  • Darüber hinaus ist, um menschliches Versagen auszuschalten, die Verstellung im Hinblick auf nicht durchführbare Verstellungen mit Hilfe von Mikroschaltern blockiert, so z.B. kann eine Verstellung der Teilflächen in Liegenlängsrichtung nur dann erfolgen, wenn das Kopfteil in seiner neutralen Lage ist.
  • Wenn die vollen Verstellmöglichkeiten des Bettes ausgenutzt werden, können auch stark behinderte und schwache Patienten mit dem Bett eine gezielte Hilfestellung erreichen. Ein Patient, der z.B. total gelähmt ist, kann mit Hilfe der in der Längsrichtung aufgeteilten Liegenfläche um 900 gewendet werden, und dies kann unter Verwendung nur eines Handschalters durchgeführt werden. Sofern eine Restfunktionsfähigkeit der Arme bzw. Hände verblieben -ist, kann der Patient diese Wendung um 900 selbst durchführen.
  • Der Vorteil mit nur einer Teilung der Liegenfläche in Längsrichtung besteht darin, daß bei einer Teilung von 900 die noch verbleibende Liegenlängsfläche so breit ist, daß der Patient die Arme und Beine bequem ausstrecken kann. Bei den bekannten Bettmodellen kann der Patient nur manuell auf die Seite gedreht werden und muß dabei zur Unterstützung mit Kissen unterstopft werden, so daß er in dieser Seitenlage liegenbleibt.
  • Mit der voranstehend beschriebenen Ausbildung des Bettes, die für Rechts- und Linksbetrieb geeignet ist, ist erreichbar, daß der Patient, auch wenn er sehr schwer ist, immer in der Mitte des Bettes liegt.
  • Da der Drehvorgang mit Hilfe eines Elektromotors gleichmäßig durchführbar ist und an allen Stellen des Körpers des Patienten gleichen Druck ausübt, ist die Schmerzbelastung für den Patienten gering.
  • Patienten, die total gelähmt sind, können eine Kreislaufunterstützung erhalten, indem das Bett in eine senkrechte Position von ca. 900 zur Horizontalen gebracht wird. Hierbei ist das Bett normal aus einem lackierten Stahlrohrprofil hergestellt und die Liegenfläche besteht aus federnden Stahlbändern. Allerdings kann auch die Fläche innerhalb der Liegenfläche mit Holzlamellen versehen sein.
  • Vorteilhafterweise ist das Fußende des Bettes beweglich ausgebildet, so daß dieses, wenn die Liegenfläche in etwa 850 steht, dem Boden angeglichen werden kann. Dies erleichtert für verschiedene Patienten ein Einsteigen in das Bett bzw. ein Aussteigen aus dem Bett. Ein derartiges Bett kann auch für Brandverletzte benutzt werden, wobei in diesem Fall rostfreies oder verchromtes Material verwendet wird. Die Antriebseinrichtungen innerhalb des Bettes können elektromotorisch unter Verwendung von Spindelölmotoren, wobei hierbei auch ein Batteriebetrieb möglich ist, betrieben sein, oder es können hydraulische oder pneumatische Antriebseinrichtungen verwendet werden.
  • Weitere Merkmale der Erfindung sind Gegenstand der Unteransprüche.
  • In der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung beispielsweise dargestellt und zwar zeigt F i g. 1 ein kombiniertes Dreh- und Stehbett mit der Liegefläche in einer oberen Pflegeposition in einer Seitenansicht, F i g. 2 die Liegenfläche des Bettes gemäß Fig. 1 mit einem hochgestellten Kopfteil in einer Seitenansicht, F i g. 3 das Bett gemäß Fig. 1 mit in eine senkrechte Position verfahrener Liegefläche in einer Seitenansicht, und F i g. 4 das Bett mit einer einseitig hochgestellten Liegenlängsfläche in einer Ansicht von vorn.
  • In Fig. 1 bis 4 ist ein kombiniertes Steh-/Drehbett mit 100 bezeichnet, das aus einem Verbundrahmen 1, la, lb, lc, der über Räder 1d verfahrbar ist, und in dem ein elektrischer Spindelmotor 2, der den Bettrahmen 5 über die senkrechten Tragarme 5a und die Hebelarme 3 und den Verbindungsarm 4 hebt und senkt, angeordnet ist. Im Bettrahmen 5 ist der Liegenflächenrahmen 6 angeordnet, der an der am Bettrahmen 5 fest angeordneten Drehachse 7 befestigt ist.
  • Innerhalb des Liegenflächenrahmens 6 ist die Liegefläche 8 angeordnet, bei der das Kopfteil 8c, wie Fig. 2 zeigt, um eine in Bettquerrichtung angeordnete Schwenkachse 9 drehbar ist. Die Drehung wird über einen Arm 10, der in einem am Liegenflächenrahmen 6 angeordneten Lager 11 drehbar gelagert ist, und einem mit diesem verbundenen Spindelmotor 12 durchgeführt, wobei am auskragenden Ende des Armes 10 eine Rolle 22 für den Kontakt mit dem Kopfteil 8c angeordnet ist.
  • In Fig. 3 ist das Bett mit annähernd senkrecht gestelltem Liegenflächenrahmen 6 dargestellt, wobei die Senkrecht stellung vermittels einer Drehung um die Schwenkachse 7 und über die Hebelarme 14 und 16 durch den Spindelmotor 13 durchgeführt wird. Hierbei bildet der Arm 16 eine Verbindung zwischen dem Liegenflächenrahmen 6 und dem Hebel 14, der um eine in Bettquerrichtung verlaufende Drehachse 15 drehbar am Bettrahmen 5 gelagert ist.
  • über diesen Verbindungs-/Antriebsmechanismus 13, 14, 15, 16 und den Verbindungs-/Antriebsmechanismus 2g 3, 4, 5a, 5 ist eine gleichzeitige Höhenverfahrbarkeit des Liegenflächenrahmens 6 und ein Verschwenken des Liegenflächenrahms 6 um die Drehachse 7 durchführbar. Auf diese Weise ist erreichbar, daß unter Verwendung einer geeigneten Steuerschaltung für die Spindelmotoren 2, 13, eine Senkrecht stellung des Liegenflächenrahmens 6 und damit der Liegenfläche 8 in die Vertikale aus jeder Stellung der Liegenfläche durchführbar ist. Da die Verbindungs-/Antriebsmechanismen 13, 14, 15, 16, 2, 3, 4, 5a, 5 in der voranstehend beschriebenen und in den Figuren 1 bis 4 dargesXllten Weise angeordnet sind, ist eine Behinderung der einzelnen Teile untereinander bei Anwendung einer entsprechenden Steuerung ausgeschlossen, so daß das Bewegungsverhalten des Liegenflächenrahmens dahingehend optimierbar ist, daß schon in der untersten Stellung des Bettrahmens 5 eine gewisse Schrägstellung des Liegenflächenrahmens 6 durchführbar ist. Durch die entsprechende Anordnung der Mikroschalter wird dann bei weiterer Schrägstellung des Liegenflächenrahmens 6 ein Hochfahren des Bettrahmens 5 ausgelöst, so daß automatisch der Bettrahmen 5 in die für die jeweilige Schrägstellung des Liegenflächenrahmens 6 notwendige Höhe verfährt.
  • Am Bettrahmen 5 ist ein Träger 5b angeordnet, auf dem ein Stoßdämpfer 35 austauschbar befestigt ist.
  • Die Kolbenstange 35a des Stoßdämpfers 35 ist mit dem Liegenflächenrahmen 6 derart verbunden, daß bei Ausfall des Spindelmotors 13 oder bei Bruch eines der Verbindungsarme 14, 16 ein stark gedämpftes Zurückschwenken des Liegenflächenrahmens 6 in die Horizontale durchführbar ist. Hierdurch wird die Betriebssicherheit derartiger Betten wesentlich erhöht.
  • Eine Fußstütze 30 des Liegenflächenrahmens 6 ist an dessen Außenfläche mit einer Radhalterung 31 und einem Rad 32 angeordnet, damit der Liegenflächenrahmen 6 in eine nahezu senkrechte Position verfahren werden kann und gleichzeitig derart abgestützt ist, daß nicht alle Kräfte auf den Bett rahmen 5 übertragen werden. Hierdurch ist gewährleistet, daß auch bei einer wünschenswerten leichten Ausführung des Verbundrahmens 1 und des Bettrahmens 5 ein Umkippen des gesamten Bettes 100 sicher vermeidbar ist.
  • Das Krankenbett, wie es in der Zeichnung dargestellt ist, ist ohne Schwierigkeiten auch mit allem bekannten Zubehör derartiger Betten, d.h. z.B. mit Seitengittern, Kopf- oder Fußhebeln und dergl. ausrüstbar. Auf diese Weise ist ein Bett geschaffen worden, das allen Ansprüchen von physisch stark behinderten und schwachen Patienten, insbesondere beispielsweise Querschnittspatienten gerecht wird und in seiner Bedienbarkeit und insbesondere in der Möglichkeit, durch Auslösung eines Bewegungsvorganges ein kontinuierliches Verfahren aus der untersten Horizontalposition in die Vertikalposition der Liegenfläche an die Bedürfnisse derartiger Patienten angepaßt ist.

Claims (3)

  1. Kombiniertes Dreh- und Stehbett als Kranken-und Pflegebett für physisch stark behinderte und schwache Patienten.
    Patentansprüche: 0 Kombiniertes Dreh- und Stehbett als Kranken-und Pflegebett für physisch stark behinderte und schwache Patienten, dadurch gekennzeichnet, daß das Bett (100) aus einem Verbundrahmen (1, la, lb, lc) mit drehbaren Rollen besteht, auf den ein Bettrahmen (5) über einen Elektromotor, beispielsweise Spindelmotor (2), eine Zugstange (4) und Hebelarme (3) höhenverstellbar aufgesetzt sind, daß die Liegenfläche (8) um eine Drehachse (7) durch einen Elektromotor, beispielsweise Spindelmotor (13), einen Hebelarm (14, 14a) und einen Verbindungsarm (16) drehbar ist, wobei der Hebelarm (14, 14a) um eine am Bettrahmen (5) angeordnete Drehachse (15) drehbar ist, daß die Liegenfläche (8), die aus einem Hohlrohrrahmen mit eingeschweißten Stahlbändern aufgebaut ist, aus Teilliegenflächen (8a, 8b, 8c) besteht, wobei die Teilliegenfläche (8c), die das Kopfteil bildet, um die am Liegenflächenrahmen (6) angeordnete und in Bettquerrichtung verlaufende Drehachse (9) verschwenkbar ist, während die Teilliegenflächen (8a, 8b) um die am Liegenrahmen (6) angeordnete und in Bett längsrichtung verlaufende Drehachse (26) verschwenkbar sind, und daß als Schwenkantriebseinrichtungen im Liegenrahmen (6) Elektromotoren, beispielsweise Spindelmotoren angeordnet sind.
  2. 2. Kombiniertes Dreh- und Stehbett nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Drehachsen (7, 9, 16) im Liegenrahmen (8) derart angeordnet sind, daß die Teilliegenflächen (8a, 8b, 8c) unabhängig voneinander um ihre Drehachsen verschwenkbar und gleichzeitig eine Verschwenkung der Liegenfläche (8) über den Liegenflächenrahmen (6) um die Schwenkachse (7) durchführbar ist.
  3. 3. Kombiniertes Dreh- und Stehbett nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Teilliegenflächen (8a, 8b) der Liegenfläche (8) derart ausgebildet sind und die Drehachse (26) in Längsrichtung der Liegenfläche (8) derart angeordnet ist, daß der Patient während des Drehungsvorganges von einer Seite zur anderen rollen kann und daß eine Hälfte der Liegenfläche als Liegenfläche verbleibt, wobei gleichzeitig der Körper des Patienten der kleinstmöglichen Belastung beim Drehen ausgesetzt und erreicht wird, daß der Patient immer in die Mitte der Liegenfläche (8) zurückrollt.
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