DE3328231C2 - - Google Patents
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Description
Die Erfindung betrifft einen Abschaltthyristor nach dem
Oberbegriff des Patentanspruchs 1.
Aus der US-PS 41 77 478 ist bereits ein derartiger Abschaltthyristor
bekannt, der vier aufeinanderfolgende PNPN-Schichten mit
drei PN-Übergängen aufweist. Dabei schließt sich an eine
Anode eine P-Emitterschicht, eine N-Basisschicht, eine
P-Basisschicht und eine N-Emitterschicht mit drei Abschnitten
an, die in die P-Basisschicht eindiffundiert sind. Auf der
der P-Basisschicht und den N-Emitterschichten gemeinsamen
Oberfläche des Abschaltthyristors sind eine erste Steuer
elektrode, eine Steuerstromverstärkungselektrode, eine zweite
Steuerelektrode und eine Kathode aufgebracht.
Die erste Steuerelektrode und ein Abschnitt der Steuerstrom
verstärkungselektrode sind dabei mit der P-Basisschicht
in Kontakt, während die Kathode, die zweite Steuerelektrode
und ein zweiter Abschnitt der Streuerstromverstärkungs
elektrode mit zugeordneten N-Emitterschichtabschnitten
in Kontakt stehen. In der P-Basisschicht ist ferner
eine p-leitende Netzschicht mit höherer Dotierungskonzentration eingebettet, die unter den
der Kathode und der zweiten Steuerelektrode zugeordneten
N-Emitterschichtabschnitten angeordnet ist. Ein derartiger
Thyristor weist infolge der leitenden Netzschicht eine
erhöhte Zündgeschwindigkeit auf und läßt sich ohne Gefahr
des Triggerns eines unerwünschten Triggerthyristors ab
schalten. Es hat sich jedoch gezeigt, daß bei derartigen
Thyristoren mit einer Verbesserung des Einschaltverhaltens
stets eine Verschlechterung des Abschaltverhaltens einher
geht.
Der Erfindung liegt nun demgegenüber die Aufgabe zugrunde,
einen gattungsgemäßen Abschaltthyristor so weiterzubilden, daß
sowohl das Abschaltverhalten als auch
das Einschaltverhalten verbessert ist.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden
Merkmale des Patentanspruchs 1 gelöst.
Durch die erfindungsgemäß vorgesehene Aufteilung der P-Basis
schicht in einen ersten, an die N-Basisschicht angrenzenden
Schichtabschnitt und einen darauf angeordneten zweiten Schicht
abschnitt, wobei der zweite Schichtabschnitt gegenüber dem
ersten eine verringerte Dotierungskonzentration aufweist,
und durch die unterschiedliche Wahl der Dotierungskonzentration
des ersten Schichtabschnitts der P-Basisschicht im Hilfs
thyristor- und Hauptthyristorbereich wird erreicht, daß die
Einschaltzeit des Abschaltthyristors verringert und gleich
zeitig auch die Abschaltzeit verringert werden kann.
Es hat sich dabei gezeigt, daß bei einem derartigen Ab
schaltthyristor insbesondere die Dotierungskonzentration
des ersten Schichtabschnitts der P-Basisschicht im Bereich
der Grenzfläche zum zweiten Schichtabschnitt einen besonderen
Einfluß auf das Ein- bzw. Abschaltverhalten des Thyristors
hat. Dabei bewirkt eine Erhöhung der Dotierungskonzentration
eine kürzere Abschaltzeit wobei jedoch die Einschaltzeit
verlängert wird. Umgekehrt bewirkt eine Verringerung der
Dotierungskonzentration eine verbesserte, also kürzere
Einschaltzeit, hat aber eine verlängerte Abschaltzeit zur
Folge. Durch die Wahl einer
geringen Dotierungskonzentration im Hilfsthyristorbereich
und einer hohen Dotierungskonzentration im Hauptthyristor
bereich wird also sowohl das Einschaltverhalten verbessert,
es ergibt sich also eine kürzere Einschaltzeit, als auch
das Abschaltverhalten, was eine verkürzte Ab
schaltzeit ergibt.
Da nun ein Ansteigen der Abschaltzeit auch eine Abnahme
der Größe des Stromes, der abgeschaltet werden kann, be
deutet, ergibt die verkürzte Abschaltzeit beim erfindungs
gemäßen Abschaltthyristor gleichzeitig eine Vergrößerung
des abschaltbaren Stromes.
Vorteilhafte Ausführungen der Erfindung
sind in den Unteransprüchen beschrieben.
Ein Ausführungsbeispiel
der Erfindung wird nachfolgend
anhand der Zeichnung näher erläutert; in der Zeichnung zeigt
Fig. 1 eine Draufsicht auf einen scheibenförmigen
Abschaltthyristor mit vier
PNPN-Halbleiterschichten und eingebetteter Schicht
mit niedrigem Widerstand,
Fig. 2 einen Schnitt durch den Abschaltthyristor nach Fig. 1,
geschnitten längs Linie V-V in
Fig. 1,
Fig. 3(A) bis 3(D) Darstellungen von Herstellungsschritten
für den Abschaltthyristor nach Fig. 2,
Fig. 4 eine Darstellung des Dotierungskonzentrationsprofils
für den Thyristor nach Fig. 2 und
Fig. 5 eine graphische Darstellung der Abhängigkeit der
Einschalt- und der Abschaltcharakteristik des
Abschaltthyristors über
der Dotierungskonzentration im Bereich
unter den Steuerelektroden.
Der scheibenförmige Thyristor nach Fig. 1 und 2 ist als ein Halb
leiterbauelement 1 ausgebildet, das vier aufeinanderfolgende
PNPN-Halbleiterschichten enthält, und zwar eine p-lei
tende P-Emitterschicht 2, eine n-leitende N-Basisschicht 3,
eine p-leitende P-Basisschicht mit einem ersten und einem zweiten Schichtabschnitt 4 und 6 und drei
n-leitende N-Emitterschichtabschnitte 7, 8, und 9. Die
P-Basisschicht ist so aus
gebildet, daß der erste p-leitende Schichtabschnitt 4 eine mittlere
Dotierungskonzentration P 2 und der zweite Schichtabschnitt 6 eine
geringere Dotierungskonzentration P 2 - und demgemäß einen höheren Wider
stand besitzt. Die N-Emitterschichtabschnitte 7, 8, 9 sind als drei
konzentrisch angeordnete Halbleiterschichten ausgebildet, und
zwar als ein innerer kleinflächiger N-Emitterschichtabschnitt 8 zur Verstär
kung des Steuer-Stromes, ein äußerer N-Emitterschichtabschnitt 9 und ein
dazwischenliegender großflächiger N-Emitterschichtabschnitt 7. An der
oberen Fläche des ersten p-leitenden Schichtabschnitts 4
sind an die untere Fläche des zweiten p-leitenden Schichtabschnitts 6
mit geringerer Dotierungskonzentration P 2 - grenzend zwei getrennte
konzentrisch angeordnete und radial verbundene netzartig
aufgebaute p-leitende Netzschichten 5 a bis 5 f mit
höherer Dotierungskonzentration P 2 ++ und damit mit geringerem Wider
stand in den ersten Schichtabschnitt 4 eingebettet. Im einzelnen ist eine Anzahl von netzartig
aufgebauten p-leitenden Netzschichten 5 a bis 5 c mit höhe
rer Dotierungskonzentration P 2 ++ unter dem ringförmigen N-Emitter
schichtabschnitt 7 und dem ringförmigen N-Emitterschichtabschnitt 9 eingebet
tet, eine Anzahl von netzartig aufgebauten P-leitenden Netzschich
ten 5 d bis 5 f ist unter dem inneren ringförmigen N-Emitterschichtabschnitt 8
eingebettet, und dabei sind die Netz
schichten 5 a bis 5 c und 5 d bis 5 f jeweils voneinander getrennt.
In Fig. 2 ist eine große kreischeibenförmige Metall-Anodenelektrode
10 dargestellt, eine mittelgroße ringförmige Metall-Kathodenelektrode
11 und eine erste kleine kreisscheibenförmige Metall-Steuerelektrode 12.
Dazu kommt eine zweite äußere ringförmige Metall-Steuerelektrode
13 und eine innere ringförmige aus Metall bestehende
Steuerstromverstärkungselektrode 14. Der erste Steuerelektroden
abschnitt G 1 besteht aus dem zweiten p-leitenden Schichtabschnitt
6 mit geringerer Dotierungskonzentration P 2 - und der
p-leitenden Netzschicht 5 d
bis 5 f mit höherer Dotierungskonzentration P 2 ++, der zweite Steuer
elektrodenabschnitt G 2 besteht aus dem äußeren ringförmigen
N-Emitterschichtabschnitt 9 und der
p-leitenden Netzschicht 5 a bis 5 c mit höherer Dotie
rungskonzentration P 2 ++. Die Steuerstromverstärkungselektrode
14 ist so auf dem zweiten p-leitenden Schichtabschnitt
6 mit geringerer Dotierungskonzentration P 2 - der P-Basisschicht und dem inneren ring
förmigen N-Emitterschichtabschnitt 8 ausgebildet, daß diese
miteinander kurzgeschlossen sind.
Wie durch die gestrichelten Linien in Fig. 2 angezeigt, be
steht ein Hauptthyristorbereich MG des Abschaltthyristors aus
dem äußeren Bereich des Halbleiterbauelementes 1, d. h. aus
jeweils dem äußeren Bereich der P-Emitterschicht
2, der N-Basisschicht 3, dem ersten
p-leitenden Schichtabschnitt 4, dem Bereich 5 a, 5 b und 5 c, der p-leitenden Netzschicht 5,
dem äußeren Bereich des zweiten Schichtabschnitts 6 mit niedrigerer
Dotierungskonzentration P 2 -, dem zwischenliegenden ringförmigen
N-Emitterschichtabschnitt 7 und dem äußeren ringförmigen N-
Emitterschichtabschnitt 9. Dagegen besteht der Hilfsthyristorbereich
AG des Abschaltthyristors aus dem inneren Anteil des
Halbleiterbauelemetes 1, d. h. jeweils dem inneren Anteil
der P-Emitterschicht 2, der N-Basis
schicht 3, des ersten p-leitenden Schichtabschnitts 4,
dem Bereich 5 d, 5 e und 5 f, der p-leitenden Netzschicht 5 mit höherer Dotierungs
konzentration P 2 ++, dem inneren Anteil des zweiten Schichtabschnitts 6
mit geringerer Dotierungskonzentration P 2 - und dem inneren N-Emitter
schichtabschnitt 8.
Es werden nun die Einschalt- und Abschalt-Betriebszustände
eines derartigen Abschaltthyristors beschrieben. Sobald
eine Steuerspannung zwischen die erste Steuerelektrode 12
und die Kathodenelektrode 11 angelegt wird, um den Thyristor
anzuschalten (dabei ist die Steuerelektrode 12 positiv und die Kathode 11 negativ), und zwar
in der Weise, daß eine Vorwärts-Vorspannung zwischen die
Anodenelektrode 10 und die Kathodenelektrode 11 angelegt wird,
wird zunächst der Hilfsthyristorbereich AG örtlich gezündet.
Das heißt, der größere Anteil des Steuerstroms fließt über die
erste Steuerelektrode 12, den zweiten Schichtabschnitt 6, die Netzschicht 5,
d. h. 5 f, 5 e, 5 d, den zweiten Schichtabschnitt 6, den N-Emitterschichtabschnitt 8, die
Steuerstrom-Verstärkungselektrode 14, den zweitenSchichtabschnitt 6, die Netz
schicht 5, nämlich 5 c, 5 b, den zweiten Schichtabschnitt 6, den N-Emitter
schichtabschnitt 7 und die Kathodenelektrode 11. Der kleinere Anteil
des Steuerstroms fließt über die erste Steuerelektrode 12, den zweiten
Schichtabschnitt 6, den N-Emitterschichtabschnitt 8, die Steuerstrom-Verstärkungselek
trode 14, den zweiten Schichtabschnitt 6, den N-Emitterschichtabschnitt 7 und die Kathoden
elektrode 11. Damit fließt in dem Hilfsthyristorbereich AG der
verstärkte größere Stromanteil von der Anode 10 über die P-
Emitterschicht 2, die N-Basisschicht 3, den ersten Schichtabschnitt 4, den zweiten
Schichtabschnitt 6, den N-Emitterschichtabschnitt 8, die Steuerstrom-Verstärkungs
elektrode 14, den ersten Schichtabschnitt 6, die Netzschicht 5, näm
lich 5 c und 5 b, den zweiten Schichtabschnitt 6, den N-Emitterschichtabschnitt 7 und die
Kathode 11. Der verstärkte kleine Stromanteil fließt von der
Steuerstrom-Verstärkungselektrode 14 durch den zweiten Schichtabschnitt 6,
den N-Emitterschichtabschnitt 7 und die Kathodenelektrode 11. Der verstärkte
Stromanteil wird zu dem von der Steuerelektrode 12 zur Kathoden
elektrode 11 fließenden Steuerstrom addiert, um den Steuerstrom zu
erhöhen. Damit zündet der sich ergebende Steuerstrom, der einen
kleinen Bereich des Hilfsthyristorbereichs AG einschaltet, den
Hauptthyristorbereich MG und dehnt sich mit einer bestimmten
Ausbreitungsgeschwindigkeit aus.
Wenn zwei unterschiedliche Spannungen gleichzeitig zum Abschal
ten des Thyristors zwischen die zweite Steuerelektrode 13 und
die Kathodenelektrode 11 die Steuerelektrode 13 ist dabei negativ und die Kathode 11 positiv
und zwischen die erste Steuerelektrode 12 und die Steuerstrom
verstärkungselektrode 14 (dabei ist die Steuerelektrode 12 negativ und die Steuerstromver
stärkungselektrode 14 positiv), jeweils angelegt werden, fließt
ein Strom von dem N-Emitterschichtabschnitt 7 durch den zweiten Schichtabschnitt 6, die Netz
schicht 5, nämlich 5 c, 5 b, 5 a, und den zweiten Schichtabschnitt 6 zu
dem N-Emitterschichtabschnitt und ein weiterer Stromfluß stellt sich von
dem N-Emitterschichtabschnitt 8 mit kleiner Fläche, durch den zweiten Schichtabschnitt 6,
die Netzschicht 5, nämlich 5 f, 5 e, 5 d, zum zweiten Schichtabschnitt 6 gleich
zeitig jeweils zu der ersten Steuerelektrode 12 ein. Damit werden
fast gleichzeitig der Hauptthyristorbereich MG und der klein
flächige Hilfsthyristorbereich AG abgeschaltet.
Der beschriebene Abschaltthyristor wird als Leistungs
schaltelement eingesetzt, und zwar beträgt die maximale Span
nung ca. 1,2 kV und der maximale Strom ca. 1 kA.
Die Herstellung des beschriebenen Abschaltthyristors
wird nachfolgend anhand der Fig. 3(A) bis 3(D) und Fig. 4 be
schrieben:
- 1. Wie in Fig. 3(A) gezeigt, wird ein n-leitendes Silizium- Einkristallplättchen mit einer Stärke von ca. 300 µm und einem Widerstand von 50 Ω · cm vorbereitet, von dem eine Oberfläche zur Bildung des ersten p-leitenden Schichtabschnitts 4 spiegelpoliert ist. Es wird Gallium in die beiden Oberflächen des Plättchens nach einem geschlossenen Diffusionsverfahren bis zu einer Tiefe von 30 µm eindiffundiert, wobei die Oberflächen-Dotierungs konzentration etwa 3 × 1017 cm-3 beträgt, um die erste P- Emitterschicht 2 und den ersten p-leitenden Schichtabschnitt 4 der P-Basisschicht zu bilden. Die Konzentrationen P 1, P 2 der ersten und der zweiten p-leitenden Schichten sind in Fig. 4 dargestellt.
- Hier muß darauf hingewiesen werden, daß die Dotierungs konzentration P 2 von 3 × 1017 cm-3 zwar für den ersten Schichtabschnitt 4 im Hilfsthyristorbereich AG geeignet ist, jedoch diese Größe von Dotierungskonzentration nicht für den ersten Schichtabschnitt 4 im Hauptthyristorbereich MG ausreicht.
- 2. Aus diesem Grund wird eine Maske 15 aus Siliziumoxid (SiO2) an der oberen Oberfläche des Plättchens so ausgebildet, daß sie nur den ersten Schichtabschnitt 4 im Bereich des Hilfsthyristor bereichs AG überdeckt. Diese Siliziumoxidmaske 15 kann mit tels eines Photo-Ätzverfahrens ausgebildet werden.
- Daraufhin wird Bor selektiv auf beide Oberflächen des Plättchens mit Ausnahme des durch die Maske 15 überdeckten Teils des ersten Schichtabschnitts 4 ein diffundiert, und es bilden sich so Schichten 16 und 17 mit größeren Dotierungskonzentrationen P 1′ und P 2′ von etwa 1 × 1018 cm-3 und einer Diffusionstiefe von etwa 5 µm, und dann wird das Bor weiter durch das Eintreib-Diffusions verfahren eindiffundiert. Dabei wird Bor zunächst auf die jeweilige Oberfläche der Schichten 16 und 17 abgeschieden und dann zum Diffundieren das gesamte Plättchen auf eine geeignete Temperatur aufgeheizt. Die sich so ergebende Dotierungskonzentration P 1′ und P 2′ beträgt etwa 7 × 1017 cm-3 und die Diffusionstiefe beträgt jeweils ca. 7 µm.
- 3. Wie in Fig. 3(B) gezeigt, wird eine weitere Siliziumoxid maske 18 an der oberen Fläche des Plättchens ausgebildet, und zwar wird dadurch Bor zusätzlich und selektiv auf die se obere Fläche diffundiert, um die netzartig aufgebauten eingebetteten Netzschichten 5 a bis 5 f mit höherer Dotierungskonzentra tion P 2++ zu erzeugen. Die Konzentration P 2 ++ beträgt ca. 1 × 1020 cm-3, und die Diffusionstiefe beträgt ungefähr 7 µm. Während dieses Schrittes wird eine kontinuierliche Siliziumoxidmaske 19 an der unte ren Fläche des Plättchens ausgebildet, um an dieser Seite eine zusätzliche Diffusion zu unterbingen. 4. Wie Fig. 3(C) zeigt, wird eine einkristalline Silizium- Epitaxieschicht, welche Bor enthält, zum Aufwachsen auf der oberen Fläche der Schicht 16 des ersten p- leitenden Schichtabschnitts 4 gebracht, also der Oberfläche des ersten p-leitenden Schichtabschnitts 4 im Hilfsthyristorbereich AG und der Netzschicht 5, um so den zweiten p-leitenden Schichtabschnitt 6 mit geringerer Dotierungskonzentration P 2 - zu bilden. Dabei ist die Dotierungskonzentration P 2 - ca. 5 × 1015 cm-3, und es wird eine Schicht mit einer Stärke von ca. 25 µm aufgewachsen. Damit wird die p-leitende Netzschicht 5 mit höherer Konzentration P 2 ++ in die P-Basisschicht eingebet tet, d. h. sie liegt dann zwischen dem ersten Schichtabschnitt 4 und dem zweiten Schichtabschnitt 6 der P-Basisschicht. 5. Wie anhand der Fig. 3(D) zu sehen ist, wird eine weitere Siliziumoxidmaske 20 an der oberen Fläche des zweiten Schichtabschnitts 6 ausgebildet und Phosphor selektiv an deren Oberfläche durch die Maske hindurch eindiffundiert, um den N-Emitterschichtabschnitt 7, den N-Emitterschichtabschnitt 8 und den N-Emitterschichtabschnitt 9 auszubilden. Dabei beträgt die Dotierungskonzentration N2, N3 und N4 jeweils 2 × 1020 cm-3, und die Diffusionstiefe beträgt etwa 10 µm. Im Fig. 4 ist nur die Dotierungskon zentration N2 gezeigt.6. Schließlich wird Gold (Au) an den Oberflächen des Halb leiter-Bauelementes abgeschieden und bei hoher Tempera tur eindiffundiert, um die Lebensdauer der Ladungsträ ger einzustellen. Die Anodenelektrode 10, die Kathoden elektrode 11, die Steuerstrom-Verstärkungselektrode 14, die erste Steuerelektrode 12 und die zweite Steuerelektrode 13 werden an den entsprechenden Stellen des Halbleiterbauelementes an gebracht und mit ihm verbunden. Bei dem so beschriebenen Abschaltthyristor ist es bekannt, daß die Oberflächenkonzentration von Verunrei nigungsatomen P 2 des ersten p-leitenden Schichtabschnitts 4 einen entscheidenden Einfluß auf die Einschalt- und die Abschalteigenschaften des Thyristors ausübt. Fig. 5 zeigt die Beziehung zwischen der Dotierungs konzentration P 2 und der Einschalt- bzw. der Abschalt zeit (t AN bzw. t AB) . Um die bereits genannten einander gegensätzlichen Anforderungen zu erfüllen, d. h. sowohl die Einschaltzeit als auch die Abschaltzeit gleichzeitig zu verbessern, wird hier den folgenden Tatsachen besondere Aufmerksamkeit gewidmet: Wenn der Thyristor angeschaltet wird, wird, da die erste Steuerelektrode 12 am Hilfs thyristorbereich AG angeordnet ist, der Hilfsthyristorbereich AG zuerst gezündet und dann erst der Hauptthyristorbereich MG angeschaltet; wenn der Thyristor abgeschaltet wird, werden, da die zweite Steuerelektrode 12 im Hauptthyristorbereich MG und die erste Steuerelektrode 12 an dem Hilfsthyristorbereich AG sitzt, gleichzeitig der Hauptthyristor- wie der Hilfsthyristor bereich MG bzw. AG abgeschaltet. Deshalb ist es sehr wirksam, die Dotierungskonzentration P 2 des Teils des ersten P-leitenden Schichtabschnitts 4, der im Hilfsthyristorbereich AG liegt, zu er niedrigen, um die Einschaltzeit zu vermindern, und die Dotierungskonzentration P 2 im Hauptthyristorbereich MG, durch den der größere Anteil des Laststromes fließt, zu erhöhen, um gleichzeitig die Abschaltzeit zu erniedrigen.Fig. 5 zeigt, daß es Vorteile bringt, die Dotierungs konzentration P 2 innerhalb eines Bereiches von 5 × 1016 bis 5 × 1017 cm-3 im Hilfsthyristorbereich des ersten Schichtabschnitts 4 festzusetzen und die Dotierungskonzentration P 2′ in einem Bereich von 1 × 1017 bis 1 × 1018 cm-3 im Hauptthyristor bereich des ersten Schichtabschnitts 4.Bei dem beschriebenen Abschaltthyristor, bei welchem die Dotierungskonzentration P 2 im Hilfsthyristor bereich AG so bestimmt wird, daß sie geringer als die Do tierungskonzentration P 2′ im Hauptthyristorbereich MG ist, können verschiedene Eigenschaften und Vorteile nach der folgenden Aufstellung erzielt werden:1. Die Einschalt-Ausbreitungsgeschwindigkeit innerhalb des Einschaltbereiches wird erhöht und damit werden die Ein schaltcharakteristiken verbessert. Beispielsweise wird die Einschaltzeit von 8 bis 10 µs bei einem üblichen Thyristor auf 3 bis 5 µs verringert, und der Steuer-Zünd strom kann von 0,5 bis 0,8 A auf 0,1 bis 0,2 A verringert werden.2. Üblicherweise wird, falls der Thyristor durch einen Steuer- Treiberstrom von 3 A eingeschaltet wird, eine Laststrom- Einschaltfähigkeit (di/dt) von 400 bis 500 A · µs-1 erreicht. Bei dem vorliegenden Thyristor wird jedoch diese Ein schaltfähigkeit (di/dt) auf Werte von etwa 1 bis 5 kA · µs-1 unter gleichen Bedingungen erhöht. Als Grund kann da bei folgendes angesehen werden: der Widerstand des Teils des ersten Schichtabschnitts 4 im Hilfsthyristorbereich AG ist größer als der des Teils des ersten Schichtabschnitts 4 im Hauptthyristorbereich MG (der Halb leiterwiderstand ist ja reziprok proportional zur Dotie rungskonzentration) und deshalb wird der N-Emitterschicht abschnitt 8 nicht infolge eines größeren di/dt-Wertes (500 bis 1000 A/µs) abgebaut, sondern der zwischenliegende N-Emitter schichtabschnitt 7 wird infolge eines größeren di/dt- Wertes von mehr als 5000 A · µs-1 abgebaut. Andererseits wird bei dem üblichen Thyristor mit seinem gleichmäßigen Widerstandswert der P-Basisschicht im Hilfsthyristor-Bereich AG und im Hauptthyristorbereich MG der innere N-Emitter schichtabschnitt 8 abgebaut infolge eines größeren di/dt-Wer tes von mehr als 500 A · µs-1.3. Die Abschaltzeit wird von 4 bis 6 µs auf 3 bis 4 µs er niedrigt. Damit wird der steuerbare Strom oder der Last strom, der abgeschaltet werden kann, um 150% verbessert. Zusätzlich wird bei dem beschriebenen Abschalt thyristor die eingebettete p-leitende Netzschicht 5 mit höherer Dotierungskonzentration breit genug ausge bildet, so daß sie den N-Emitterschichtabschnitt 9 über deckt, um zu verhindern, daß ein parasitärer Thyristor anteil im zweiten Steuerstromabschnitt angeschaltet wird. Das geschieht deswegen, weil der parasitäre Thyristoran teil normalerweise mittels der P-Emitterschicht 2, der N-Basisschicht 3, und der P-Basisschicht sowie dem N-Emitterschichtabschnitt 9 in Abhängigkeit von ei nem Strom gebildet wird, der von der Anode 10 zur zweiten Steuerelektrode 13 fließt, wenn der Thyristor abgeschaltet wird.
Claims (3)
1. Abschaltthyristor mit einer Anode, einer Kathode,
einer ersten und einer zweiten Steuerelektrode,
einer Steuerstromverstärkungselektrode, die zwischen
der ersten Steuerelektrode und der Kathode angeordnet
ist, sowie mit einem vierschichtigen PNPN-Halbleiter
körper an dessen unter der Anode liegende p-leitende
P-Emitterschicht eine n-leitende N-Basisschicht an
grenzt, auf die eine p-leitende P-Basisschicht folgt,
in der eine p-leitende Netzschicht mit höherer Dotierungs
konzentration als diejenige der übrigen P-Basisschicht
vorgesehen ist, und in deren freien Oberfläche eine
n-leitende N-Emitterschicht mit einem ersten, unter
der Kathode, einem zweiten, unter der Steuerstromver
stärkungselektrode und einem dritten, unter der zweiten
Steuerelektrode liegenden N-Emitterschichtabschnitt vor
gesehen ist, wobei die Kathode und die neben ihr ange
ordnete zweite Steuerelektrode einen Hauptthyristor
bereich und die erste Steuerelektrode und die Steuerstrom
verstärkungselektrode einen Hilfsthyristorbereich bilden,
dadurch gekennzeichnet,
- - daß die P-Basisschicht einen ersten, an die N-Basis schicht (3) angrenzenden Schichtabschnitt (4) und einen darauf angeordneten zweiten Schichtabschnitt (6), der eine geringere Dotierungskonzentration (P 2 -) besitzt als der erste Schichtabschnitt (4), aufweist, wobei die N-Emitterschicht (7, 8, 9) an der freien Ober fläche des zweiten Schichtabschnitts (6) in diesen und die p-leitende Netzschicht (5) in den ersten Schichtabschnitt (4) an der Grenze zum zweiten Schicht abschnitt (6) eingebettet sind, und
- - daß die Dotierungskonzentration (P 2 ′) des im Haupt thyristorbereich (MG) liegenden Teils des ersten Schichtabschnitts (4) größer ist als die Dotierungs konzentration (P 2) des im Hilfsthyristorbereich (AG) liegenden Teils des ersten Schichtabschnitts (4).
2. Abschaltthyristor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Netzschicht (5) zwei voneinander getrennte
Bereiche (5 a, 5 b, 5 c bzw. 5 d, 5 e, 5 f) aufweist, von
denen einer im Haupt- und der andere im Hilfsthyristor
bereich (MG bzw. AG) angeordnet ist.
3. Abschaltthyristor nach Anspruch 1,
dadurch gekennzeichnet,
daß die Dotierungskonzentration (P 2) des im Hilfs
thyristorbereich (AG) liegenden Teils des ersten Schicht
abschnitts (4) der P-Basisschicht näherungsweise
3 × 1017 Atome/cm3 und die Dotierungskonzentration
(P 2 ′) des im Hauptthyristorbereich (MG) liegenden
Teils des ersten Schichtabschnitts (4) näherungsweise
7 × 1017 Atome/cm3 beträgt.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| JP57136721A JPS5927571A (ja) | 1982-08-05 | 1982-08-05 | ゲ−トタ−ンオフサイリスタ |
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