DE332392C - Einrichtung zur Regelung von Schiffsturbinenanlagen mit UEbersetzungsgetrieben - Google Patents
Einrichtung zur Regelung von Schiffsturbinenanlagen mit UEbersetzungsgetriebenInfo
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- DE332392C DE332392C DE1919332392D DE332392DD DE332392C DE 332392 C DE332392 C DE 332392C DE 1919332392 D DE1919332392 D DE 1919332392D DE 332392D D DE332392D D DE 332392DD DE 332392 C DE332392 C DE 332392C
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- turbines
- regulator
- pressure
- control
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- Expired
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F01—MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
- F01D—NON-POSITIVE DISPLACEMENT MACHINES OR ENGINES, e.g. STEAM TURBINES
- F01D15/00—Adaptations of machines or engines for special use; Combinations of engines with devices driven thereby
- F01D15/02—Adaptations for driving vehicles, e.g. locomotives
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Control Of Transmission Device (AREA)
- General Details Of Gearings (AREA)
Description
Bei den bisher bekannten Anlagen waren ent-_ weder nur Sicherheitsregler vorhanden, und
zwar auf der Turbinenwelle, oder aber, sofern Sicherheitsregler und Geschwindigkeitsregler
vorhanden waren, saßen beide auf derselben Welle, d. h. der Turbinenwelle.
Die erste Anordnung hat den Nachteil, daß beim Stampfen des Schiffes und Freischlagen
des Propellers von Hand geregelt werden muß,
ίο und daß dabei das vom Sicherheitsregler bediente
Schnellschlußventil dennoch auf Abstellen der Gesamtanlage hinwirkt.
Sind nach der zweiten Anordnung Geschwindigkeits- und Sicherheitsregler auf derselben
Welle angeordnet, so läuft z.B.-bei einem Ritzelbruch die betreffende Turbine weiter und wird
von dem Geschwindigkeitsregler auf eine bestimmte Drehzahl gehalten, bei der der Sicherheitsregler
noch nicht anspricht, obwohl in diesem Falle die Turbine von dem Sicherheitsregler
abgestellt werden sollte.
Vorliegende Erfindung bezweckt, die Nachteile beider Anordnungen zu beseitigen, und
besteht darin, daß die Sicherheitsregler von den Turbinenwellen, der oder die Geschwindigkeitsregler
dagegen von den Zwischenwellen oder der oder den Propellerwellen angetrieben
werden. Außerdem wirken beide Reglerarten auf ein gemeinsames Regel- und Schnellschlußorgan
ein, derart, daß von diesem gemeinsamen Organ aus durch Veränderung bzw. Aufhebung
des Öldruckes in einem die Regler mit diesem Organ verbindenden Druckölsystem sowohl eine
Regelung des Treibmittelzuilusses, als auch seine völlige Absperrung erfolgen kann.
In der Zeichnung ist schematisch eine Ausführung der Erfindung beispielsweise dargestellt.
Fig. ι stellt die Steuerung und Fig. 2 eine
Schiffsturbinenanlage mit dieser Steuerung dar.
In Fig. ι ist α das bekannte Vorwärts- und b
das Rückwärtsventil, welche von Hand bedient werden, c ist das gemäß der Erfindung sowohl
als Regel- als auch als Schnellschlußorgan dienende Ventil, auf das sowohl die Sicherheitsregler
dlt d», als auch der . Geschwindigkeitsregler
e einwirken, dessen Antrieb weiter unten bei Erläuterung der Fig. 2 beschrieben ist. Alle
diese Organe c, dx, da, e sind durch ein Druckölsystem
mit den Leitungen f, g, h, i, k miteinander verbunden. Dieses Druckölsystem
kann an das allgemeine Schmierölsystem angeschlossen sein, so daß für das Steuerungssystem
keine besondere Pumpe notwendig ist, was auch noch die weitere Sicherheit bietet, daß das
Ventil nicht eher öffnet und die Turbinen damit nicht eher angelassen werden können, als bis
die Schmierölpumpe in ordnungsmäßigem Betrieb ist. Anderseits erfolgt naturgemäß ein
Abstellen der Turbinen, sofern der Öldruck verschwindet. Das Ventil c wird in an sich bekannter
Weise durch einen federbelasteten KoI-
ben Z- betätigt, Für Reparatur- und Revisionszwecke kann das Ventil c mittels Handrades
und Spindel?« von Hand geschlossen werden. Unter diesen Kolben / führt die Leitung Jc das
Drucköl. Schließlich sei noch die Blende n erwähnt, welche mehr öl eintreten läßt, als durch
die Leckstellen des Druckölsystems abfließt, so daß normal der Ölpumpendruck aufrecht
erhalten bleibt.
ίο In Fig. 2 sind die besprochenen Elemente an
einer Schiffsturbinenanlage angebracht, die in ihren Hauptteilen aus den Turbinen T1, Ts, dem
im Radkasten R untergebrachten (nicht eingezeichneten) Rädergetriebe mit den Zwischenwellen
0, p, q, r und dem Propeller P auf der Welle s besteht. Um die Druckölleitungen
besser hervortreten zu lassen, sind die Leitungen für das Treibmittel der Turbinen weggelassen.
Die Sicherheitsregler dv d» sitzen auf den Wellen
der Turbinen T1 bzw. T2, während der Geschwindigkeitsregler
e auf der Zwischenwelle r des Übersetzungsgetriebes sitzt.
Die Wirkungsweise ist die folgende: Beim Freischlagen des Propellers, wobei sich die Umdrehungszahl der Turbine erhöht, wirkt das Ventil c als Regelventil, indem nur der Geschwindigkeitsregler e auf dieses Ventil einwirkt und durch Verringerung der Ventildurch- \ trittsöffnung die Umdrehungszahl der Turbinen i begrenzt. Diese Verringerung der Ventildurchtrittsöffnung erreicht der Geschwindigkeitsregler in bekannter Weise,durch eine mäßige D'ruckverminderung im Druckölsystem mittels Freigabe eines entsprechenden ölabüusses. Es geht also vorübergehend hierbei die normale ' Handregelung der Ventile α oder b in eine selbsttätige des Ventiles c über. \ Steigt jedoch die Umdrehungszahl auf eine 1 Höhe, die das Abstellen der Anlage erforderlich ' macht, beispielsweise infolge Ritzelbruchs, so tritt einer der Sicherheitsregler dl oder d„ in Tätigkeit und öffnet einen derart großen Ölabfluß, daß der Druckabfall im Druckölsvstem ein völliges Schließen des Ventils c zur Folge hat und die Turbinen abgestellt werden.
Die Wirkungsweise ist die folgende: Beim Freischlagen des Propellers, wobei sich die Umdrehungszahl der Turbine erhöht, wirkt das Ventil c als Regelventil, indem nur der Geschwindigkeitsregler e auf dieses Ventil einwirkt und durch Verringerung der Ventildurch- \ trittsöffnung die Umdrehungszahl der Turbinen i begrenzt. Diese Verringerung der Ventildurchtrittsöffnung erreicht der Geschwindigkeitsregler in bekannter Weise,durch eine mäßige D'ruckverminderung im Druckölsystem mittels Freigabe eines entsprechenden ölabüusses. Es geht also vorübergehend hierbei die normale ' Handregelung der Ventile α oder b in eine selbsttätige des Ventiles c über. \ Steigt jedoch die Umdrehungszahl auf eine 1 Höhe, die das Abstellen der Anlage erforderlich ' macht, beispielsweise infolge Ritzelbruchs, so tritt einer der Sicherheitsregler dl oder d„ in Tätigkeit und öffnet einen derart großen Ölabfluß, daß der Druckabfall im Druckölsvstem ein völliges Schließen des Ventils c zur Folge hat und die Turbinen abgestellt werden.
Da der Geschwindigkeitsregler gemäß der Erfindung nicht auf einer der Turbinenwellen
sitzt, hat er in einem solchen Falle jeden Einfluß auf die Turbinen verloren und ist verhindert,
die Turbinen etwa auf einer bestimmten Drehzahl zu halten, so daß sie weiterlaufen würden.
Natürlich kann der Geschwindigkeitsregler statt auf einer Zwischenwelle unmittelbar auf der
Propellerwelle sitzen.
Claims (3)
- Patent- An Sprüche:
- i. Einrichtung zur Regelung von Schiffsturbinenanlagen mit Übersetzungsgetrieben sowie Geschwindigkeits- und Sicherheitsreglern, dadurch gekennzeichnet, daß die Sicherheitsregler von den Turbinenwellen, dagegen der oder die Geschwindigkeitsregler von den Zwischenwellen oder der oder den Propellerwellen angetrieben werden, um ein Weiterlaufen der Turbinen bei Ritzelbruch oder ähnlichen Zufällen zu verhindern. " 2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß beide Reglerarten auf ein gemeinsames Regel- und Schnellschlußorgan einwirken, derart, daß von diesem gemeinsamen Organ aus durch Veränderung bzw. Aufhebung des Öldruckes in einem die Regler mit· diesem Organ verbindenden Druckölsystem sowohl eine Reglung des Treibmittelzuflusses, als auch seine völlige Absperrung erfolgen kann.
- 3. Einrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Druckölsystem an das Schmierölsystem angeschlossen ist, um ein Öffnen des beiden Reglerarten gemeinsamen Regel- und- Schnellschlußorganes und damit ein Anlassen der Turbinen bei abgestellter Schmierölpumpe zu verhindern, bzw. bei Verschwinden des Öldruckes die Turbinen abzustellen.Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH332392X | 1919-06-04 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE332392C true DE332392C (de) | 1921-02-03 |
Family
ID=4502407
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE1919332392D Expired DE332392C (de) | 1919-06-04 | 1919-06-17 | Einrichtung zur Regelung von Schiffsturbinenanlagen mit UEbersetzungsgetrieben |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE332392C (de) |
-
1919
- 1919-06-17 DE DE1919332392D patent/DE332392C/de not_active Expired
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