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Badekasten für Licht- und Dampfbäder. Badekasten für Licht- und Dampfbäder
sind im allgemeinen für das Schwitzen des Körpers mit Ausnahme des Kopfes eingerichtet,
der aus dem Kasten heraussieht und der unmittelbaren Dampf- oder Lichteinwirkung
nicht ausgesetzt ist. Solche Badekasten, bei denen auch für den Kopf eine mit dem
übrigen Baderaum in Verbindung stehende Kopfhaube vorgesehen ist, in denen also
auch der Kopf an der unmittelbaren Beeinflussung durch Dampf oder Licht teilnimmt,
zwingen den Badenden, seine eigenen Ausdünstungen beim Inhalieren mit einzuatmen.
Das ist dann besonders lästig, wenn ein reines Lichtbad zur Anwendung kommt, bei
dein also die Dampfinhalation ganz ausscheidet.
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Der Badekasten nach vorliegender Erfindung hat nun den sehr wichtigen
Vorzug einer zur Kopfhaube führenden, für sich regelbaren Dampfzuleitung. Sie ermöglicht
es dem Badenden, in die Haube nach Belieben reinen, von den Körperausdünstungen
freien Dampf" zum gleichzeitigen Inhalieren einzulassen. Er braucht also ebensowenig
wie beim kopffreien Schwitzbad seine Körperausdünstungen 'einzuatmen. Damit ist
aber eine wesentlich bessere Behandlungsweise der lästigen Erkrankungen der Atmungsorgane
erreichbar.
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Die Zeichnung nimmt als Beispiel einen der bei elektrischen Lichtbädern
üblichen Kästen mit der Maßgabe an, daß eine andere Dampfquelle nicht zur Verfügung
steht und stellt einen solchen Kasten in Fig. i im senkrechten Schnitt dar. Fig.
2 ist ein senkrechter Teilschnitt nach Linie 2-2 in Fig. i in der Pfeilrichtung
gesehen.
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Der Lichtbadkasten a trägt innen in üblicher Weise die elektrischen
Glühbirnen b, die meist reihenweise geschaltet sind. Ihre verschiedenen Leitungen
führen zu einem Schalter c, der vor dem Gesicht des Badenden angeordnet ist und
auf einer Skala d die Anzahl der eingeschalteten Lampenreihen oder in anderer Weise
die Lichtbadstärke anzeigt. Zur Einstellung des Schalters c dient ein Griff e innerhalb
des Kastens a, so daß der Badende den Schalter c einstellen und damit die Lichtstärke
nach seinem Belieben regeln kann. Die Glühbirnen b müssen in geeigneter Weise wasserdicht
eingesetzt sein, damit ihre Fassungen durch die Feuchtigkeit nicht leiden und Kurzschluß
erhalten. Sie können zu diesem Zweck Gummimanschetten bi tragen.
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Der Raum i unter dem Sitz und der Boden des Kastens a sind zu einem
Dampferzeuger ausgebildet, indem sie als wasserdichter Kasten gestaltet sind, der
an geeigneten Stellen, am besten unten, eine Anzahl elektrischer Heizschlangen il
enthält, deren Regelung von einem neben dem Schalter c angeordneten Schalter f aus
erfolgt. Dieser läßt den Grad der Einstellung in gleicher Weise auf einer Skala
g erkennen und wird vom Badenden durch den nach innen ragenden Griff da eingestellt.
Der Dampfraum i ist gegen den Raum des Kastens a abgeschlossen, kann aber durch
eine Öffnung l mit ihm in Verbindung gebracht werden, deren Steuerung zweckmäßig
auch vom Griff li aus erfolgt, etwa daß zunächst beim Einstellen des Griffes
h die Öffnung L freigegeben wird, und dann erst die reihenweise Einschaltung
der elektrischen Heizkörper erfolgt. Wenn auch der zuerst in den Kasten a gelangende
Dampf noch verhältnismäßig kühl und sehr
wasserhaltig sein wird,
so ist dies ohne Belang, da er im Kasten a durch die Einwirkung der Glühbirnen sofort
weiter erhitzt und entwässert wird. Zur Nachfüllung des Dampfkastens i mit Wasser
und Erhaltung einer gleichmäßigen Höhe des Wasserspiegels kann eine geeignete Einrichtung
mit Schwimmerventil vorgesehen sein, die, weil üblicher Art, auf der Zeichnung nicht
angegeben ist.
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Auf dem Kasten a ist eine Haube m angeordnet, die unter Vorsehung
einer Dichtung, z. B. aufklappbar oder in anderer Weise abnehmbar sein kann, um
sie ganz ausschalten zu können. Sie trägt vor dem Gesicht des Badenden ein Fenster
in', damit ihm die Schalter c und f sichtbar sind. Im Haubenraum mündet nun der
Erfindung gemäß eine Zweigleitung i2 aus dem Dampfraum i, deren Öffnung ebenso wie
die Öffnung l vom Badenden aus gesteuert werden kann, so daß er in der Lage ist,
in die Haube m nach Belieben Dampf zur Inhalation einzulassen. Das sich niederschlagende
Wasser und Schweiß können durch an geeigneter Stelle vorgesehene Abläufe abfließen.
Behufs beliebiger Unterbrechung der Inhalation besitzt die Haube in oben oder an
anderer Stelle eine Klappe m2, die der Badende mittels eines Griffes ia öffnen oder
schließen kann.
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Die beschriebene Vereinigung von Einrichtungen an demselben Lichtbadkasten
bietet die Möglichkeit, das Bad in folgender Weise beliebig zu verändern.
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i. Einfaches elektrisches Lichtbad: a) ohne Inhalation, b) mit Inhalation.
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2. Elektrisches Lichtbad mit Dampfbad a) ohne Inhalation, b) mit Inhalation.
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Schließlich ist die Möglichkeit geboten, das Dampfbad für sich zu
beilptzen bzw. nach Unterbrechung des Lichtbades beliebig fortzusetzen.