DE3311090C2 - Zuführeinrichtung zum Einbringen von Stahlschmelze in Doppelbandgießmaschinen - Google Patents
Zuführeinrichtung zum Einbringen von Stahlschmelze in DoppelbandgießmaschinenInfo
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Abstract
Um Zuführeinrichtungen, über welche die aus einem Vorsatzbehälter stammende Stahlschmelze unter Vermeidung von Luftzutritt in eine Doppelbandgießmaschine (Twin-Belt-Gießmaschine) eingeleitet wird, zur Vorbereitung des Gießvorgangs handhaben und in dem erforderlichen Umfang feinfühlig ausrichten zu können, wird vorgeschlagen, den in einem eigenen Schlitten (24) um eine waagerechte Schwenkachse (23) drehbar gehaltenen und getrennt von dem ebenfalls beweglichen Vorsatzbehälter (2) verfahrbaren Eingußkörper (1) mit diesem über ein eine Trennstelle bildendes Kugelgelenk verbindbar zu machen, dessen Kugelpfanne (13'') und Kugelzapfen (9') jeweils verschiedenen Teilen, nämlich dem Vorsatzbehälter (2) und dem Eingußkörper (1), angehören. Der Eingußkörper ist nach Art einer Wippe sowohl in unterschiedlichen Schräglagen feststellbar als auch quer zu seiner Längserstreckung seitenverstellbar. Die zugehörige Betriebsweise einer mit einem Eingußkörper ausgestatteten Zuführeinrichtung besteht darin, das Mundstück des Eingußkörpers zunächst um einige Millimeter weiter als der Gießstellung entsprechend zwischen die Kokillenwände der Doppelbandgießmaschine einzufahren, bevor der Vorsatzbehälter nach Bewegen in Richtung auf die Doppelbandgießmaschine in seiner Gießstellung festgehalten wird. Im Anschluß daran wird durch Zurücksetzen des Eingußkörpers gegen die Anschlußfläche des Vorsatzbehälters eine nach außen geschlossene Verbindung hergestellt.
Description
gangs erwärmt sich jedoch der Vorsatzbehälter stärker als die Stranggießkokille, d. h. die beiden genannten Teile
verschieben sich in lotrechter Richtung gegeneinander, was einen selbsttätigen Höhenausgleich erforderlich
machen würde. Dieser ist jedoch nicht vorgesehen und wegen der kurzen Bauweise des Eingußkörpers
auch nicht möglich.
Die Erfindung baut auf der an sich bekannten Erkenntnis auf, da3 einwandfreie Gießerzeugnisse nur
dann erzielbar sind, wenn die Stahlschmelze ohne Luft- ίο
zutritt von außen zwischen die sich bewegenden Kokillenwände der Doppelbandgießmaschine eingebracht
werden kann. Dabei muß sichergestellt sein, daß die Stahlschmelze aus der Doppelbandgießmaschine nicht
entgegen der Gießrichtung heraustreten kanu und daß trotz ausreichender Dichtheit eine Beschädigung der
Kokillenwände und des Mundstücks des Eingußkörpers vermieden wird.
Aufgabe der Erfindung ist die Entwicklung einer Zuführeinrichtung zum Einbringen von Stahlschmelze aus
einem Vorsatzbehäiter in eine Doppeibandgie3maschine mit paarweise angeordneten Gießbändern n;nd sich
seitlich anschließenden Gliederwänden in Fossn von Dämmblockketten, die zur Vermeidung von Einfrierungen
bei Gießbeginn einen gut vorheizbaren Eingußkörper aufweist, der außerdem am Vorsatzbehälter auftretende
Abmessungsänderungen ausgleichen kann. Der Eingußkörper der Zuführeinrichtung soll im übrigen bezüglich
der Doppelbandgießmaschine so bewegbar sein, daß zwischen dem Mundstück und den dieses umschließenden
Kokillenwänden auch bei länger andauerndem Gießvorgang geometrische Verhältnisse eingehalten
werden können, welche eine sichere Abdichtung zwischen den Kokillenwänden und dem Mundstück des
Eingußkörpers gewährleisten; insbesondere soll es möglich sein, zwischen den genanten relativ zueinander
bewegten Teilen einen möglichst gleichbleibenden engen Dichtspalt aufrechtzuerhalten.
Mit der Erfindung soll weiterhin die Möglichkeit geschaffen werden, auf besonders günstige Weise eine
Verbindung zwischen dem Vorsatzbehälter, dem Eingußkörper und der Doppelbandgießmaschiue herzustellen,
und zwar bei guter Zugänglichkeit aller Teile zum Zwecke der Vorheizung.
Die gestellte Aufgabe wird durch eine Zuführeinrichtung gelöst, welche im wesentlichen die Merkmale des
Anspruchs 1 aufweist. Danach soll der Eingußkörper der Zuführeinrichtung mit einem eigenen Schlitteti als
getrennt von dem Vorsatzbehälter und von der Doppelbandgießmaschine verfahrbare Eingußeinheit ausgebildet
und so angeordnet sein daß er nicht nur um eine waagerechte Schwenkachse drehbar, sondern auch quer
zu seiner Längserstreckung seitenverstellbar ist. Nach einem weiteren Merkmal des Erfindungsgegenstandes
ist der Eingußkörper an den Vorsatzbehälter über ein Kugelgelenk anschließbar, dessen je eine Anschlußfläche
bildende Kugelpfanne bzw. bildender Kugelzapfcn jeweils verschiedenen Teilen, nämlich dem Vorsatzbehälter
und dem Eingußkörper, angehören. Die Erfindung vermittelt somit die Lehre, die Trennstelle zwisehen
den beiden relativ zueinander bewegbaren Teilen (Vorsatzbehälter und Eingußkörper der Zuführeinrichtung)
in das Kugelgelenk zu verlegen. Die Bewegungsmöglichkeit des Eingußkörpers bezüglich seines Schlittens
(d. h. die Drehbarkeit um eine waagerechte Schwenkachse sowie die Seitenverstellbarkeit quer zur
Längserstreckung) sollen es ermöglichen, den Einlauf bezüglich der nachgeschalteten Doppelbandgießmaschine
exakt auszurichten. Insbesondere kann der Eingußkörper nach dem Vorheizen von der Seite seines
Mundstücks her in der Weise in Richtung auf die Doppelbandgießmaschine verfahren werden, daß zwischen
dem Mundstück und den einen Gießhohlraum begrenzenden Kokillenwänden ein allseits möglichst gleichbleibender
enger Dichtspalt vorhanden ist; dieser wird im Normalfall in der Größenordnung von 0,3 bis 1 mm
liegen. Um den Eingußkörper beheizen zu können, ist der Vorsatzbehälter über ein in einer Führung verfahrbares
Fahrzeug beweglich. Die Höhenverstellbarkeit des Vorsatzbehälters wird vorzugsweise dadurch ermöglicht,
daß das ihn aufnehmende, mit einem Antrieb ausgestattete Fahrzeug Radsätze aufweist, die sich über
Exzenterbuchsen am Fahrzeugrahmen abstützen.
Der Bewegungsspielraum der Eingußeinheit bezüglich der Doppelbandgießmaschine und derjenige des
Vorsatzbehälters bezüglich der Eingußeinheit ist so bemessen, daß der Eingußkörper von seinem Mundstück
her und der Vorsatzbehälter von sein■;'■' Anschlußfläche
her mittels in deren Bereich bewegbarer Brenner vorheizbar ist (Anspruch 2). Jeder Brenner ist an einem
Schwenkarm um eine ortsfeste Achse in eine Arbeitsund eine Ruhestellung bewegbar.
Bei ein°r vorteilhaften Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes
stützt sich der Eingußkörper nach Art einer Wippe über einen Gewichtsausgleich an seinem
Schlitten ab (Anspruch 3); dieser besteht vorzugsweise aus einem Puffer mit veränderbarer Federcharakteristik
(Anspruch 4). Da der über die waagerechte Schwenkachse drehbare Eingußkörper auf dem ein
nachgiebiges Widerlager bildenden Puffer ruht, kann sein Mundstück innerhalb der bewegten Kokillenwände
Ausgleichsbewegungen in vertikaler Richtung ausführen, wodurch die Gefahr einer Beschädigung der genannten,
relativ zueinander bewegten Teile herabgesetzt wird.
Um die Ausrichtung des Eingußkörpers btzüglich der
Doppelbandgießmaschine zu erleichtern und Beschädigungen beim Einfädeln des Mundstücks zu vermeiden,
ist der Eingußkörper außerhalb seiner Schwenkachse
auf einem am Schlitten angeordneten, feststellbaren Neigungsexzenter abstützbar; weiterhin wei3t der Eingußkörper
auf seiner Unterseite ein metallisches Zentrierteil mit abgeschrägten Seitenflächen auf, über welches
er zwischen die seitlichen Kokillenwände (d. h. zwischen die Dämmblockketten) — die entgegen der Gießrichtung
über die anderen Kokillenwände vorkragen — einfädelbar ist (Anspruch 5). Durch Absenken des Eingußkörpers
mittels des Neigungsexzenters um seine Schwenkachse wird also der Eingußkörper dadurch hinsichtlich
seiner Seitenlage ausgerichtet, daß das metallische Zjntrierteil unter der Einwirkung seiner abgeschrägten
Seitenfläche sich selbsttätig zwischen den vorkragenden seitlichen Kokillenwänden einfädelt Im
Anschluß daran kann das Mundstück des Eingußkörpers ohne Schwierigkeit in den Bereich des Gießhohlraums
der Doppelbandgießmaschine gebracht werden.
Die Trennstelle zwischen dem Vorsatzbehälter und dem Eingußkörper ist vorzugsweise so ausgebildet, daß
letzterer auf der dem Vorsatzbehälter zugewandten Seite eine als Kugelpfanne ausgebildete {d. h. konkav
gekrümmte) Anschlußfläche aufweist; der Vorsatzbehälter ist dementsprechend mit einer Anschlußfläche
ausgestattet, welche als Kugelzapfen ausgebildet, d. h. konvex gekrümmt ist.
Es hat sich als zweckmäßig erwiesen, die die Trennstelle bildenden Anschlußflächen über eine Dichtmasse
aus plastischem Werkstoff aneinander abzustützen (Anspruch 6). Diese Dichtmasse — die im Temperaturbereich
zwischen etwa HOO bis 1500° C einen teigigen Zustand
aufweist — ermöglicht es, die Stahlschmelze kurzzeitig nach dem Zusammenfahren der beiden Anschlußflächen
durch den Eingußkörper hindurch in die Doppelbandgießmaschine einlaufen zu lassen; sie setzt sich
aus den wesentlichen, nach der Größe der Anteile geordneten Bestandteilen SiO2, AI2O3, B2O3, CaO, Na2O
und K2O zusammen (Anspruch 7). Vorzugsweise kommt eine plastische Dichtmasse mit folgender Zusammensetzung
zum Einsatz: SiO2 — 60%, Al2O3 —
14%; B2O3 - 10%; CaO - 7%; Na2O - 5% und K2O
- 4%.
Gemäß einer Weiterbildung des Erfindungsgegenstandes ist die keramische Innenauskleidung des Eingußkörpers
über eine als Federelement ausgebildete Wärmeisolierschicht an einem außen liegenden Stahlmantei
abgestützt, so daß sie in geringem umfang bezüglich des Stahlmantels Ausgleichsbewegungen ausführen
kann (Anspruch 8). Der damit erzielte Vorteil ist darin zu sehen, daß sich das Mundstück des Eingußkörpers
erforderlichenfalls während des Gießvorgangs auftretenden Höhenänderungen anpassen kann. Diese entstehen
dadurch, daß der an Kragarmen aufgehängte Vorsatzbehälter mit fortschreitender Dauer des Gießvorgangs
höhere Temperaturen annimmt und seine Anschlußfläche demzufolge absinkt, während die Höhenlage
des Schlittens und der Schwenkachse des Eingußkörpers unverändert bleibt.
Eine einwandfreie Ausrichtung des Eingußkörpers bezüglich der Kokillenwände ist erforderlich, um mit
der Doppelbandgießmaschine unter Druck gießen zu können.
Dies bedeutet, daß der Schmelzbadspiegel in dem Vorsatzbehälter während des Gießvorgangs ständig auf
einer Höhe gehaiten -wird, weiche oberhalb des Austrittsquerschnitts
des Mundstücks liegt. Eine derartige Regelung des Schmelzbadspiegels im Vorsatzbehälter
hat den Vorteil, daß eine Gießbadspiegelregelung innerhalb der Doppelbandgießmaschine nicht erforderlich
ist. Das Druckgießen setzt voraus, daß der Dichtspalt
zwischen dem Mundstück und den sich bewegenden Kokillenwänden möglichst konstant beibehalten wird,
was durch die Erfindung ermöglicht wird.
Eine besonders günstige Betriebsweise für eine erfindungsgemäße Zuführeinrichtung zur Herstellung einer
Verbindung zwischen einem Vorsatzbehälter und einer Doppelbandgießmaschine über einen Eingußkörper
läßt sich erreichen, wenn das Mundstück des Eingußkörpers zunächst etwas tiefer als in der Gießsteilung zwischen
die Kokillenwände der Doppelbandgießmaschine eingefahren wird, bevor der Eingußkörper — nachdem
der Vorsatzbehälter seine Gießstellung erreicht hat — durch Zurücksetzen gegen die Anschlußfläche des Vorsatzbehäiters
unter Bildung einer nach außen geschlossenen Verbindung in die Gießsteilung gebracht wird.
Der Vorteil dieser Betriebsweise ist darin zu sehen, daß der schwere Vorsatzbehälter in seine Gießstellung bewegt
und dort festgehalten wird, bevor über den erheblich leichteren Eingußkörper — der bereits in die Doppelbandgießmaschine
eingefädelt ist — die erwähnte Koppelung vorgenommen wird.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der in der Zeichnung dargestellten Ausführungsbeispicie im einzelnen
erläutert Es zeigt
F i g. 1 im Längsschnitt den prinzipiellen Aufbau einer Zuführeinrichtung mit einem Eingußkörper, der in der
Gießstellung einen Vorsatzbehälter mit einer Doppelbandgießmaschine verbindet,
Fig.2 stark schematisiert eine Seitenansicht einer
Eingußeinheit, die im wesentlichen aus dem Eingußkörper und einem diesen aufnehmenden Schlitten aufgebaut
ist,
F i g. 3 einen Schnitt nach Linie III-III in F i g. 2,
F i g. 4 einen Teilschnitt nach Linie IV-IV in F i g. 2,
F i g. 5 schematisch einen Längsschnitt durch eine Zufülleinrichtung in der Vorheizstellung und
F i g. 4 einen Teilschnitt nach Linie IV-IV in F i g. 2,
F i g. 5 schematisch einen Längsschnitt durch eine Zufülleinrichtung in der Vorheizstellung und
Fig.6 schematisch einen Längsschnitt durch die in
F i g. 5 dargestellte Zuführeinrichtung in der Gießstellung.
Die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung mit einem rohrförmigen Eingußkörper 1 arbeitet mit einem vorgeschalteten
Vorsatzbehälter 2 zusammen, dessen von einer mehrschichtigen Seitenwand 3 begrenzter Schmelzenraum
4 nach unten in einen Bodenstein 5 und im Anschluß daran in einen Scdenkans! 6 übergeh!. Dieser
wird von drei aufeinanderfolgenden, fest miteinander verbundenen Steinen 7,8 und 9 begrenzt, von denen die
beiden letzteren in Richtung auf den Eingußkörper 1 und eine nachgeschaltete Doppelbandgießmaschine 10
vorkragen.
Während des Gießvorgangs wird Stahlschmelze aus dem Vorsatzbehälter 2 unter Vermeidung von Luftzutritt
durch die Bohrung 5' des Bodensteins 5 zugeführt. Über diesem ist höhenverstellbar eine Stopfenstange 11
gehalten, welche die Bohrung 5' verschließen oder für den Durchfluß freigeben kann.
Der Vorsatzb*:hälter 2 mit den auswechselbar befestigten
Steinen 8 und 9 ist über ein (in F i g. 5 und 6 dargestelltes) angetriebenes Fahrzeug verfahrbar und
höhenverstellbar. Die dem Eingußkörper 1 zugewandte Anschlußfläche 9' des Steins 9 ist als Kugelzapfen ausgebildet,
d. h. sie ist konvex gekrümmt.
Der Anfangsabschnitt 12 des zweiteiligen Eingußkörpers 1 weist als wesentliche Bestandteile eine lceramische
Innenauskleidung 13 mit einer sich an den Bodenkanal 6 anschließenden Gießbohrung 14, eine die Innenauskleidung
nach außen hin umschließende Wärmeisolierschicht 15 und einen als Tragelement dienenden
rechteckförmigen Stahlmantel 16 auf. Die Wärmeisolierschicht 15 ist als nachgiebiges Federelement ausgebildet
An der der Doppelbandgießmaschine 10 zugewandten Stirnseite des Anfangsabschnitts 12 ist ein sich in
Gießrichtung (Pfeil 18) verjüngendes Mundstück 19 angebracht, welches im wesentlichen aus einem dünnen
so Metallmantel 17 und einer keramischen Innenauskleidung 13' mit einer sich teilweise verjüngenden Gießbohrung
14' zusammengesetzt ist. Der Metallmantel 17 besteht vorzugsweise aus einer Nickel-Chrom-Legierung
mit den wesentlichen Bestandteilen: 75% Ni, 20% Cr, 1% Co, 5% Fe.
Das Mundstück 19 ragt mit seinem Endabschnitt und seinem Austrittsquerschnitt 19' zwischen die in Gießrichtung
bewegten Kokillenwände der Doppelbandgießmaschine 10, die aus sich jeweils paarweise gegenüberliegenden
endlosen Gießbändern 20 bzw. (nicht dargestellten) sich seitlich an diese anschiießenden endlosen
Dämmblockketten bestehen. Die genannten vier Kokillenwände begrenzen einen rechteckförmigen
Gießhohlraum 21, dessen Längsachse — ebenso wie die Längsachse Y des Eingußkörpers 1 — gegenüber der
Waagerechten um 6° geneigt verläuft; die Neigung des Gießhohlraums 21 ist vorgesehen, um die Doppelbandgießmaschine
entleeren zu können. Die Bewegung der
Die keramische Innenauskleidung 1.1 des Anfaugsab
Schnitts 12 ist auf ihrer dem Vorsatzbehälter 2 zugewandten Seite als konkav gekrümmte Anschlußfläche
13" ausgebildet, die als Kugelpfanne mit der konvex gekrümmten Anschlußfläche 9' des als Kugelzapfen dienenden Steins 9 ein Kugelgelenk bildet. Die Anschlußfläche IJ" bildet mit der Anschlußfläche 9' eine Trennstelle, über welche der Vorsatzbehälter 2 und der Eingußkörper 1 unter Zwischenschaltung einer auf die Anschiußfläche 9' aufgebrachten Dichtmasse 22 miteinander verbindbar sind.
Der Eingußkörper 1 ist über eine waagerechte Schwenkachse 23 (vgl. F i g. 2 und 3) drehbar in einem
Schlitten 24 mit einem Gehäuse 25 gehalten. Die im wesentlichen aus den Teilen 1 und 24 gebildete Eingußeinheit stützt sich über eine seitliche Führung (d. h. in
Fig.3 rechts) an einer nicht dargestellten Führungsbahn ab. Der (in F i g. 3 rechts liegende) Schwenkzapfen
23' der Schwenkachse 23 ist außerhalb des Bereichs der zugehörigen Lagerbuchse 26 mit einer rechteckförmigen Nut 23" ausgestattet, in weiche der Verstellkopf 27'
einer Seitenverstellschraube 27 mit seitlichem Spiel eingreift; diese stützt sich ihrerseits über ihren Gewindeabschnitt in einem mit der Lagerbuchse 26 verbundenen
Verstellgehäuse 28 ab. Durch Drehen der Seitenverstellschraube 27 bezüglich des Verstellgehäuses 28 kann
der an der Schwenkachse 23 abgestützte Eingußkörper innerhalb des Gehäuses 25 seitlich verschoben und in
der gfvünschten Seitenlage grob eingestellt festgehalten werden. Dies ist von Bedeutung im Hinblick auf die
Ausrichtung des Mundstücks (vgl. F i g. 1) in kaltem Zustand bezüglich der als seitliche Kokillenwände dienenden Dämmblockketten 20", welche entgegen der Gießrichtung über die als Gießbänder ausgebildeten Kokillenwände 20 vorkragen. Zur Ausrichtung in heißem Zustand ist ein Bewegungsspieiraum von etwa einem mm
vorhanden.
Zur Abstützung des Eingußkörpers 1 ist dieser seitlich (vgl. insbesondere F i g. 3) mit einem über das Gehäuse 25 nach links vorkragenden, starr befestigten
Wipparm 29 ausgestattet, der auf einem elastisch abgestützten Puffer 30 aufliegt; dieser ist in einem Gehäuse
31 über ein Federelement in Form eines Paketes 32 von Tellerfedern beweglich abgestützt Die Vorspannkraft
des Federelements kann mittels einer Vorspannschraube 33 vergrößert oder verkleinert werden. Das Gehäuse
31 ist seinerseits an einer Seitenkonsole 34 des Gehäuses 25 befestigt Durch die Abstützung des Eingußkörpers 1 nach Art einer Wippe auf dem nachgiebigen Puffer 30 sollen die unterschiedlichen Kräfte ausgeglichen
werden, die durch die unterschiedliche Füllung des Eingußkörpers bedingt sind.
Auf derselben Seite des Gehäuses 25 (d. h. in Fig.3
links) ist — in Gießrichtung gesehen — hinter dem Puffer 30 und unterhalb der Schwenkachse 23 ein Neigungsexzenter 35 angebracht der als wesentliche Bestandteile einen unbeweglich gehaltenen Stürzarm 36,
eine Lagerbuchse 37, eine Exzenterbuchse 38 mit einer Exzenterscheibe 38' und einen die Verstellung des Neigungsexzenters ermöglichenden Hebel 39 aufweist Die
Exzenterscheibe 38' kann an dem bereits erwähnten Wipparm 29 zur Anlage gebracht werden.
Durch Schwenken des Hebels 39 von Hand oder mittels eines Verstellantriebs, beispielsweise in Form eines
Hydraulikzylinders, kann die Schräglage des Eingußkörpers 1 bezüglich des Gehäuses 25 in einem weiten
Bereich stufenlos verändert werden. Die Lage der Exzenterbuchse 38 bezüglich des Stüt/nrms 16 kanu in
einfacher Weise dadurch gesichert weiden, daß eine
durch die Teile 38 und 37 hindurchgreifende Feststellschraube 40 gegen den Stützarm 36 verspannt wird. Der
Eingußkörper der erfindungsgemäßen Zuführeinrichtung weist also neben dem Puffer 30 eine Neigungsverstellung zur Erleichterung des Einfädelvorgangs auf.
Die Lage des Neigungsexzenters 35 und des Puffers 30 bezüglich des Gehäuses 25 ist insbesondere aus
F i g. 2 ersichtlich; in der Gießstellung ragt das Mundstück 19 unter einem Winkel von 6° in den von dem
Kokillenwänden 20 und 20" gebildeten Gießhohlraum 21 hinein, wobei die Längsachse 1' des Eingußkörpers 1
mit der Längsachse des Gießhohlraums zusammenfällt.
Der Vorteil der beschriebenen Ausführung besteht darin, daß der Eingußkörper 1 durch Schwenken des
Hebels 39 vorab in eine Lage gebracht werden kann, welche das mühelose Einfädeln des Mundstücks 19 ermöglicht Dazu ist unterhalb des Eingußkörpers 1 ein
metallisches Zentrierteil 41 mit feinbearbeiteten, abgeschrägten Seitenflächen 4Γ angebracht. Durch Absenken des Eingußkörpers 1 nach unten gelangen die Seitenflächen 41' in den Bereich der vorkragenden seitlichen Kokillenwände 20" und bringen den Eingußkörper
1 in die erforderliche Seitenlage, in welcher das Zentrierteil 41 schließlich zwischen den Kokillenwänden
20" liegt Am Anschluß daran muß nur noch der Schlitten 24 in Richtung auf die Doppelbandgießmaschine
(d. h. in F i g. 2 nach rechts) verfahren werden.
Des besseren Verständnisses wegen ist die die konkave Anschlußfläche 13" umfassende Abschlußkante der
keramischen Innenauskleidung 13 des Eingußkörpers 1 in F i g. 2 als Linie 13'" angedeutet. Die Schwenkachse
23 liegt danach — in Gießrichtung gesehen — vor der
Abschlußkante 13'" und damit vor der in F i g. 1 dargestellten konkaven Anschlußfläche 13", welche die Kugclpiänne des Kugelgelenks bildet Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, daß der Mittelpunkt des nach Art
einer Wippe beweglichen Eingußkörpers 1 und der Ku
gelmittelpunkt des Kugelgelenks miteinander identisch
sind.
Bei der Ausführungsform gemäß F i g. 5 und 6 ist der vereinfacht dargestellte Eingußkörper 1 über das Gehäuse 25 mit der waagerechten Schwenkachse 23 be-
weglich mit dem Schlitten 24 verbunden, der sich seinerseits in beiden Richtungen verfahrbar an einer ortsfesten Führung abstützt; diese besteht im wesentlichen
aus untereinander und parallel zueinander geführten Führungsstangen 42 und einem diese abstützenden Füh
rungsrahmen 43.
Hinsichtlich der Beweglichkeit und Einstellbarkeit des Eingußkörpers 1 bezüglich des Gehäuses 25 ist die
in Rede stehende Ausführungsform ebenso ausgebildet wie diejenige der F i g. 2 bis 4.
Der Vorsatzbehälter ist lösbar auf einem Fahrzeug 44 befestigt, dessen Radsätze 45 mit nicht dargestellten Exzenterbuchsen ausgestattet und über diese bezüglich
des Fahrzeugrahmens 46 — angedeutet durch den Doppelpfeil 46' — höhenverstellbar sind. Das Fahrzeug 44
ist mittels eines Hydraulikzylinders 47, der sowohl gelenkig mit dem Fahrzeug als auch mit der Umgebung
verbunden ist, entlang einer Führungsbahn 48 in Richtung des Doppelpfeils 49 verfahrbar.
Oberhalb des Vorsatzbehälters 2 ist eine Stahlpfanne
50 verfahrbar gehalten. Diese muß während des Gießvorgangs in der Weise mit dem Vorsatzbehälter 2 zusammenwirken, daß der Luftzutritt in die Stahlschmelze
von außen mit Sicherheit ausgeschlossen ist Dies kann
in an sich bekannter Weise dadurch erreicht werden, daß die Stahlpfanne 50 über ein Tauchrohr 51 mit Austrittsöffnungen
5Γ ausreichend tief in den Vorsatzbehälter eingreift und daß dessen Schmelzbadspiegel
durch eine Schlackeschicht nach außen abgedeckt ist.
In der Vorheizstellung (F i g. 5) sind der Eingußkörper 1 über seinen Schlitten 24 und der Vorsatzbehälter 2
über sein Fahrzeug 44 soweit nach links auseinandergefahren, daß in fisn Zwischenraum zwischen der Doppelbandgießmaschine
10 und dem Eingußkörper 1 einerseits sowie in den Zwischenraum zwischen diesem und
der Anschlußfläche 9' des Vorsatzbehälters 2 andererseits jeweils ein Brenner 52 bzw. 53 einschwenkbar ist.
Mittels dieser Brenner kann der Eingußkörper 1 von der Seite seines Austrittsquerschnitts 19' her bzw. der Bodenkanal
6 des Vorsatzbehälters 2 von der Anschlußfläche 9' her ohne Schwierigkeit vorgeheizt werden.
Dem Vorsatzbehälter 2 ist zusätzlich zumindest ein weiterer Brenner 54 zugeordnet, über den bzw. über die
auch der Schmelzraum 4 des Vorsatzbehälters unmittelbar vorgeheizt werden kann.
Sämtliche Brenner 52 bis 54 sind an Schwenkarmen 52', 53' bzw. 54' derart beweglich gehalten, daß sie quer
zur Zeichenebene aus einer Ruhe- in die dargestellte Arbeitsstellung gebracht werden können.
Aus Gründen der Übersichtlichkeit ist der Bodenkanal 6 als Bestandteil lediglich des Steines 9 mit der Anschlußfläche
9' dargestellt.
Die erfindungsgemäße Zuführeinrichtung für das Stahlgießen wird zweckmäßig wie folgt gehandhabt:
Ausgehend von der in F i g. 5 dargestellten Vorheizstellung wird der ausreichend vorgewärmte Eingußkörper
1 durch Drehen des Exzenters 38' in die seine Einfädelung zwischen die seitlichen Kokillenwände 20" (d. h. die
Dämmblockketten) ermöglichende Schräglage gebracht und im Anschluß daran durch Bewegen seines
Schlittens 24 um einige Millimeter weiter, als dies der (in F i g. 6 dargestellten) GieBsieilüiig entspricht, in Richtung
auf die Doppelbandgießmaschine 10 verfahren; der Austrittsquerschnitt 19' des Mundstücks 19 ragt in dieser
Zwischenstellung also tiefer als betriebsnotwendig zwischen die Kokillenwände 20 und 20" hinein.
Sobald der Eingußkörper 1 die Zwischenstellung erreicht hat, wird der Vorsatzbehälter 2, dessen Stein 9 im
Bereich der als Kugelzapfen dienenden konvexen Anschlußfläche 9' mit einer Schicht aus einer teigigen
Dichtmasse 22 belegt worden ist, in Richtung auf den Eingußkörper 1 in die vorgesehene Gießstellung gebracht
und dort festgeklemmt Danach wird der Schlitten 24 feinfühlig gegen den Vorsatzbehälter soweit zurückgesetzt,
daß die Anschlußflächen 9' und 13" sich über die Schicht aus Dichtmasse 22 aneinander abstützen
und somit ein nach außen abgedichtetes Kugelgelenk bilden. Unmittelbar nach Bildung der Verbindung
zwischen dem Eingußkörper 1 und dem Vorsatzbehälter 2 kann der Gießvorgang durch Anheben der Stopfenstange
11 (vgl. Fig. 1) eingeleitet werden. Die Abdichtung zwischen dem Mundstück 19 des Eingußkörpers
1 und den dieses umgebender. Kokillenwänden 20 und 20" wird dabei durch Einhaltung eines engen Dichtspaltes
sichergestellt, der etwa 03 mm beträgt. Der Vorteil,
der mit dem Anfahren einer Zwischenstellung des Eingußkörpers erzielt wird, besteht darin, daß der eine
erhebliche Masse aufweisende und demzufolge schwer handhabbare Vorsatzbehälter 2 ungestört in seine
Gießsteliung gebracht werden kann, bevor der leichtere
Eingußkörper 1 unter Vermeidung von Beschädigungen feinfühlig an den Vorsatzbehälter heranbewegt wird.
Die feinfühlige Ausrichtung des Eingußkörpers 1 bezüglich der Kc'.'illenwände 20 und 20" sowie die Aufrechterhaltung
eines möglichst gleichbleibenden engen Dichtspalts ist insbesondere auch dann von Bedeutung,
wenn die Stahlschmelze unter Druck vergossen wird. Dabei weist der Schmelzbadspiegel innerhalb des Vorsatzbehälters
2 ständig ein Niveau auf, welches oberhalb des Austrittsquerschnitts 19' in der Doppelbandgießmaschine
IU liegt. Das Druckgießverfahren setzt voraus, daß die Abdichtung zwischen dem Eingußkörper
und den Kokillenwänden dem erhöhten metallostatischen Druck in diesem Bereich standhält. Da der Eingußkörper
1 in der Gießstellung gleichzeitig über seine Schwenkachse 23 und über das Kugelgelenk mit den
Anschlußflächen 9' und 13" gehalten ist, mit fortschreitender Gießdauer jedoch eine Ausdehnung des aufgehängten
Vorsatzbehälters 2 (und damit eine Bewegung des Steins 9 nach unten) zu erwarten ist, ist es unter
Umständen von erheblicher Bedeutung, daß die keramisehe
innenauskleidung i3 innerhalb des Siahimanteis 16
gegen die nachgiebige Wärmeisolierschicht 15 eine Ausgleichsbewegung ausführen kann.
Hierzu 6 Blatt Zeichnungen
Claims (7)
1. Zuführeinrichtung zum Einbringen von außen liegenden Stahlmantel abgestützt ist, dadurch
Stahlschmelze in Doppelbandgießmaschinen mit 5 gekennzeichnet, daß die Wärmeisolierschicht (15) als
ausschließlich in Gießrichtung bewegten Kokillen- Federelement ausgebildet ist über welches Auswänden, mit einem bezüglich der Doppelbandgieß- gieichsbewegungen zwischen der keramischen Inmaschine verfahrbaren und höhenverstellbaren, nenauskleidung (13) und dem Stahlmantel (16) ausrohrförmig geschlossenen Eingußkörper, über des- führbar sind.
sen zwischen die Kokillenwände ragendes Mund- ίο
stück mit diesen ein Dichtspalt herstellbar ist und
dem ein Vorsatzbehälter vorausgeht, wobei dieser
höhenverstellbar und von den beiden über den Eingußkörper miteinander verbindbaren Teilen — Die Erfindung betrifft eine Zuführeinrichtung zum
Doppelbandgießmaschine und Vorsatzbehälter — 15 Einbringen von Stahlschmelze in Doppelbandgießmazumindest der letztere verfahrbar ist, dadurch schinen mit ausschließlich in Gießrichtung bewegten
gekennzeichnet, daß der Eingußkörper (1), Kokillenwänden, mit einem bezüglich der Doppelbandder mit einem eigenen Schlitten (24) eine getrennt gießmaschine verfahrbaren und höhenverstellbaren,
von dem Vorsatzbehälter (2) und von der Doppel- rohrförmig geschlossenen Eingußkörper, über dessen
bandgießmaschine (10) verfahrbare Eingußeinheit 20 zwischen die Kokillenwände ragendes Mundstück mit
bildet und der um eine waagerechte Schwenkachse diesen ein DichtspaJt herstellbar ist und dem ein Vor-(23) drehbar gehalten ist, an den Vorsatzbehälter satzbehälter vorausgeht, wobei dieser höhenverstellbar
über ein Kugelgelenk anschließbar ist, dessen je eine und von den beiden über den Eingußkörper verbindba-Anschlußfläche (13" bzw. 9') bildende Kugelpfanne ren Teilen — Doppelbandgießmaschine und Vorsatzbe-
bzw. bildender Kugelzapfen jeweils verschiedenen 25 hälter —zumindest der letztere verfahrbar ist
Teilen, nämlich entweder dera Vorsatzbehälter (2) Nach den bisher vorliegenden Erkenntnissen läßt sich
oder dem Eingußkörper (1), angehören und daß letz- Stahl, beispielsweise, mit einem Gießquerschnitt von etterer quer zu seiner Längserstreckung seitenver- wa 70 · 180 mm, lediglich bei Gießgeschwindigkeiten
stellbar ist um 10 m/min mit Gießmaschinen zum Strang vergießen,
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn- 30 welche mitlaufende Kokillenwände aufweisen,
zeichnet, da!1 üer Bewegungsspielraum der Einguß- Die bisher bekanntgewordenen Versuche, Stahl bei
einheit (Teile 1,24) bezüglich der Doppelbandgieß- höheren Gießgeschwindigkeiten in derartigen Gießmamaschine (10) und derjenige des Vorsatzbehälters (2) schinen zu verarbeiten, haben nicht zu Gießerzeugnisbezuglich der Eingußeinh«rft zumindest so bemessen sen mit ausreichend guter metallurgischer Qualität geist, daß der Eingußkörper (ί) von seinem Mundstück 3s führt.
(19) her und der Vorsatzbehälter (2) von seiner An- Aus der DE-AS 30 09 189 ist ein mit einer in sich
schlußfläche (9') her mittels in deren Bereich beweg- starren Stranggießkokille zusammenwirkender, als Zubarer Brenner (52 bzw. 53) vorheizbar ist führeinrichtung zum Einbringen von Stahlschmelze die-
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 2, nender rohrförmiger Eingußkörpe™ bekannt der unbedadurch gekennzeichnet, daß sich der Eingußkörper 40 weglich mit einem Vorsatzbehälter in Verbindung steht
(1) nach Art einer Wippe über einen Gewichtsaus- und über diesen bezüglich der Stranggießkokille sowohl
gleich (30) an seinem Schlitten (24) abstützt. verfahrbar als auch höhenverstellbar ist Die Abdich-
4. Einrichtung nach Anspruch 3, dadurch gekenn- tung des Ringspalts zwischen der hin- und herbewegten
zeichnet, daß der Gewichtsausgleich aus einem Puf- Stranggießkokille und dem in diese hineinragenden Einfer (30) mit veränderbarer Federcharakteristik be- 45 gußkörper wird durch Erzeugung von Induktionskräfsteht ten mittels einer Magnetspule bewirkt, welche die
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4, Stranggießkokille außen umschließt und auch in deren
dadurch gekennzeichnet, daß der Eingußkörper (1) Anfangsabschnitt wirksam ist. Der Nachteil der bekannaußerhalb seiner Schwenkachse (23) auf einem am ten Ausführung besteht darin, daß sie bezüglich der
Schlitten (24) angeordneten, feststellbaren Nei- 50 Stranggießkokille nur durch Bewegen und Höhenvergungsexzenter (35) abstützbar ist und auf seiner Un- stellen des schweren Vorsatzbehälters ausgerichtet
terseite ein metallisches Zentrierteil (41) mit abge- werden kann.
schrägten Seitenflächen (41') aufweist, über welches Bei der Vorrichtung der DE-OS 17 58 960 ist ein Vorder liingußkörper zwischen die seitlichen Kokillen- satzbehälter mit einem starren Stutzen über ein Kugelwär.de (20") — die entgegen der Gießrichtung (Pfeil 55 gelenk mit einer in sich starren Stranggießkokille ver-18) über die anderen Kokillenwände (20) vorkragen bunden. Der bewegliche Teil des Kugelgelenks bildet
— einfädelbar ist. einen kurzen Eingußkörper in Form eines Kugelab-
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5, Schnitts, der sich über seine konvexe Oberfläche in der
dadurch gekennzeichnet, daß sich die Anschlußflä- konkaven Gegenfläche des Stutzens abstützt. Die vom
ghen (9' bzw. 13") über eine Dichtmasse (22) aus 60 Vorsatzbehälter abgewandte Stirnfläche des Kugelabplastischem Werkstoff aneinander abstützen. Schnitts wird dichtend an einer Ringplatte in Anlage
7. Einrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekenn- gehalten, welche gleichzeitig das unbewegliche Mundzeichnet, daß die Dichtmasse (22), die im Tempera- stück des Kugelabschnitts bildet. Als Anpreßelemente
turbereich zwischen etwa 1100 bis 15000C einen tei- dienen an dem Vorsatzbehälter befestigte Schrauben,
gigen Zustand aufweist, sich aus den wesentlichen, 65 Der Nachteil dieses bekannten Lösungsvorschlags ist
nach der Größe der Anteile geordneten Bestandtei- darin zu sehen, daß als einzige Ausgleichsbewegung eilen SiO2, AI2O3, B2Oj. CaO. Na2O und K2O zusam- ne Drehbewegung zwischen Vorsatzbehälter und
mcnsclzt. Stranggießkokille möglich ist. Während des Gicßvor-
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