DE328849C - Verfahren zur Herstellung kinematographischer Bildbaender - Google Patents

Verfahren zur Herstellung kinematographischer Bildbaender

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DE328849C
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gelatin
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    • GPHYSICS
    • G03PHOTOGRAPHY; CINEMATOGRAPHY; ANALOGOUS TECHNIQUES USING WAVES OTHER THAN OPTICAL WAVES; ELECTROGRAPHY; HOLOGRAPHY
    • G03CPHOTOSENSITIVE MATERIALS FOR PHOTOGRAPHIC PURPOSES; PHOTOGRAPHIC PROCESSES, e.g. CINE, X-RAY, COLOUR, STEREO-PHOTOGRAPHIC PROCESSES; AUXILIARY PROCESSES IN PHOTOGRAPHY
    • G03C11/00Auxiliary processes in photography
    • G03C11/12Stripping or transferring intact photographic layers

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  • Physics & Mathematics (AREA)
  • General Physics & Mathematics (AREA)
  • Laminated Bodies (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung kinematographischer Bildbänder. Die Erfindung betrifft die Herstellung durchsichtiger Filmstreifen mit darauf kopierten, kinematographischen Bildern in unbegrenzter Länge zu einem billigeren Preise, als solche nach . den bekannten Verfahren erzeugt werden können.
  • Gemäß der Erfindung wird an Stelle der kostspieligen, wasserfesten Zelluloseesterunterlage eine solche verwendet, die nicht wasserfest und ausdehnbar ist, aber :die- (im Vergleich zu Zelluloseazetat oder Nitrozellulose) sehr wohlfeil und feuerfest ist, indem ihr Grad von Unentflammbarkeit unter den Bedingungen, unter welchen kinematographische Films gebraucht werden, weit höher ist als der von sogenannter »nicht brennbaren« Zelluloseazetatfilms.
  • Dieses Material ist ein nicht wasserfestes Kolloid, wie Gelatine, :die als Beispiel zur Beleuchtung des Wesens der Erfindung dienen möge; jedoch können auch andere Kolloide oder ähnliche- Substanzen bzw. Mischungenvon zwei oder mehr Verwendung finden, wozu Gelatine, Leim, isländishes Moos, Agar-Aer, Chondrin u.:dgl. zu rechnen sind..
  • Keines dieser Kolloide hat einigen Nutzen als Unterläge für kinematographische Films, wenn es in gewöhnlicher Weise lichtempfindlich gemacht, entwickelt, gewaschen und getrocknet werden soll. Jedoch wenn sie in dernachbeschriebenen Weise verwendet werden, sind sie zufriedenstellend.
  • Bei Beschreibung :der Ausführung des Ver-" fahrens möge der Ausdruck Gelatine irgendeine oder eine beliebige Kombination. der genannten Kolloide oder Substanzen umfassen, jedoch ist Gelatine allein ein sehr geeignetes Kolloid wegen ihres hohen Grades an Reinheit, Durchsichtigkeit und Festigkeit. _ Die Verwendung von Gelatine und anderer Kolloide als -Träger für die lichtempfindliche Emulsion .ist auch für kinematographische Aufnahmen zur Verwendung vorgeschlagen worden, aber in allen Fällen war das Ergebnis ungenügend. -Die Gründe hierfür sind darin zu) suchen, daß die Gelatine sich: in :den Lösungen. ausdehnt, weich und schlaff wird und schließlichnicht in glatter Weise trocknet. Während kleine Stücke glatt getrocknet werden können, wenn man viele .mühsame und langwierige Operationen vornimmt, bieten lange. schmale Filmstreifen, welche für die Kinematographie erforderlich; sind, beim Trocknen eine unüber-Windliche Schwierigkeit.
  • Gemäß der Erfindung wird auf einem vorübergehenden undehnbären Träger etwa aus Metall ein lichtempfindlicher Film aufgebracht, entwickelt und gewaschen; ferner wird ein Streifen aus Gelatine oder einem anderen Kolloid hergestellt, welcher auf dem Emulsionsstreifen ' befestigt wird, indem schließlich der zeitliche Träger entfernt wird. Die beiden Teile des Bildfilms, d. h. der durchsichtige, nicht wasserfeste und absorbierende« Kolloidträger und die nicht wasser=feste, lichtempfindliche Bromgelatineschicht o: dgl.: werden auf nichtdehnbaren Flächen bzw. zeitlichen Trägern geformt, gestrichen oder gegossen, auf welchen 'sie verbleiben, bis sie trocken -sind. Der -dicke Gelatineträger kann auf seiner zeitlichen Unterlage bleiben, bis die beiden Teile des Films vereinigt sind, und die Unterlage wird nicht entfernt, bevor sie trocken sind; soll der Gelatineträger in schmalen Streifen hergestellt werden, so wird er zunächst in breiten Streifen erzeugt, darin von seiner Unterlage entfernt urid, wenn er trocken ist, in schmäle Streifen geschnitten,' um später auf deni'B@Ydlilm befestigt zu werden.u.:@': t . . ..,: Der lichtempfindliche Film bleibt auf seiner zeitlichen Unterlage, bis er - belichtet, entwickelt, fixiert und gewaschen worden ist, und bis der Gelatineträger aufgebracht und der vereinigte Film trocken ist. Die genannten nicht ausdehnbaren Flächen oder seitlichen Unterlagen bestehen zweckmäßig aus poliertem. Metall, obgleich geglättetes, wasserfestes Papier, Zelluloid oder andere- geeignete Materialien verwendet- werden können:.
  • Die Vorteile des vorliegenden Verfahrens sind folgende: z. Die lichtempfindliche Schicht kann so dünn sein, daß sie leicht und schnell entwickelt, fixiert, gewaschen und` getrocknet werden kann.
  • 2. Keines der angewendeten Chemikalien oder Wasser kommen bei diesen Operationen in, Berührung mit dein- Träger, daher -absorbiert dieser nichts.
  • 3. Es kann ein billiger Gelatineträger angewendet werden., weil er nicht mit Wasser behandelt wird, und die empfindliche Gelatineemulsion kann sich nicht längs oder seitlich ausdehnen, weil sie in Oberflächenberührung mit dem nicht dehnbaren Träger während aller,Operationen gehalten wird.
  • Nachderri der lichtempfindliche Film mit Bildern versehen ist, wird,der Träger oder die Verstärkung aus :durchsichtigem Kolloid. (Gelatine) aufgebracht. Das Bildband kann naß sein und der Träger trocken oder umgekehrt, indem das eine oder andere zuerst mit einer das Zusammenhaften bewirkenden Schicht bekleidet wird, wie solche jedem Fachmann bekannt ist, worauf man trocknen läßt. Es genügt, die eine oder die andere Oberfläche oder ' beide Oberflächen schwach.zu befeuchten, wie mittels Durchziehens durch einen Dampfkasten öder eines feinen Wasserregens. Alsdann preßt oder quetscht man. sie in bekannter Weise,durch rollenden Druck aufeinander und fäßt sie schließlich von selbst trocknen. Gewünschtenfalls können sie auch zusammen durch einen Wassertrog geführt und durch j Walzen äneinandergepreßt werden, während sie unter dem Wasserspiegel sind,, -um alle Luftbläschen, welche zwischen den vereinigten Flächen vorhanden sein können, auszutreiben.
  • Der Bilderfilm kann die volle Breite des Trägers einnehmen (wenn beide die richtige Breite haben.), doch ist es zweckmäßiger, den Bilderfilm schmaler zu gestalten, derart, daß er gerade den Raum zwischen den,beiden Perforierungslinieri ausfüllt.
  • Der Filmträger kann durch ,irgendeinen Stoff, wie durch Chromalaun, Formalin o. dgl., entweder durch Einverleibung -derselben in den Gelatineträger, bevor er gegossen wird, oder durch Hindurchführen desselben durch eine Lösung dieser Substanzen, nachdem er 'gegossen ist, und bevor er getrocknet ist, gehärtet werden, doch kann, dies auch nach dem Trocknen geschehen, was ein Wiedertrocknen in sich schließt, aber gewisse Vorteile besitzt.-Zur Sicherung der Biegsamkeit können geeignete Stoffe, wie Zucker, Glyzerin oder Melasse, ferner Salze, welche ,den Träger gegen Feuer bzw. Verbrennung widerstandsfähiger machen, wie z. B. Berate, Silikate, hinzugefügt werden.
  • Um auch erhöhte Festigkeit -mit abnehmender Absorbtion zu erzielen und doch noch die Hauptmerkmale eines nicht wasserfesten Kolloidträgers zu behalten, kann .der Gelatine eine kleine Menge von löslicher, faseriger Zellulose, entweder Nitrozellulose oder Zelluloseazetat, einverleibt werden,- was leicht in der Weise geschehen kann, daß die Eigenschaften oder Durchsichtigkeit des Kolloidträgers nicht wesentlich .beeinflußt werden. An Stelle- von Bromsilbergelatineemülsion als lichtempfindliches Medium -kann Chlorbromsilberemulsion mit Bichromat versetzte Gelatine und ähnliches-gebraucht werden.
  • Nachdem die beiden Films vereinigt worden und völlig trocken sind; werden sie als ein vollständiger Film von der glatten, zeitlichen Unterlage abgezogen und können - dann beschnitten, perforiert oder in anderer Weise fertiggemacht werden.
  • Auch können sie mit einem wasserfesten Überzug aus Zelluloid, Zeliuloseazetat in geeigneten Lösungsmitteln überzogen werden.

Claims (1)

  1. PATENT-AN5PRUCH Verfahren zur Herstellung -kinematographischer Bildbänder, dadurch gekennzeichnet; daß ein Band aus einer lichtempfindlichen Emulsion, der auf einer undehnbaren, zeitlichen (durchsichtigen oder undurchsichtigen) Unterlage aufgebracht ist, kopiert, entwickelt, fixiert und gewaschen, und daß_ dann mit diesem, mit Unterlage versehenen Streifen ein durchsichtiger, gegebenenfalls mit undehnbarer Unterläge vorübergehend versehener Streifen aus Gelatine o. dgl, verbunden wird.
DE1914328849D 1914-08-07 1914-08-07 Verfahren zur Herstellung kinematographischer Bildbaender Expired DE328849C (de)

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