DE32859C - Dampfmaschine mit Kolbenschiebern, welche in der hohlen Kolbenstange angeordnet sind - Google Patents
Dampfmaschine mit Kolbenschiebern, welche in der hohlen Kolbenstange angeordnet sindInfo
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- DE32859C DE32859C DENDAT32859D DE32859DA DE32859C DE 32859 C DE32859 C DE 32859C DE NDAT32859 D DENDAT32859 D DE NDAT32859D DE 32859D A DE32859D A DE 32859DA DE 32859 C DE32859 C DE 32859C
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- Engine Equipment That Uses Special Cycles (AREA)
Description
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AC |
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PATENTAMT.
PATENTSCHRIF
KLASSE 14: Dampfmaschin:
Die Maschine ist einfach wirkend und kann als eincylindrische Maschine mit sehr schwerem
Schwungrad oder mit zwei oder mehr Kurbeln und Cylindern hergestellt werden, wenn eine
sehr regelmäfsige Bewegung erfordert wird. Man kann sie auch als Compound-Maschine
ausführen. Es ist vorzuziehen, die Cylinder hinter oder über einander anzuordnen, wobei
sich die Kolben sämmtlich auf der röhrenförmigen Kolbenstange befinden, die als Schieber
dient. Es können aber auch zwei oder mehr einzelne Maschinen neben einander angeordnet
werden, wobei dann der Abdampf der einen Maschine in den Dampfraum der anderen tritt.
In den beiliegenden Zeichnungen zeigen Fig. 1
und 2 Verticalschnitte einer gemäfs der vorliegenden Erfindung construirten Com pound-Mas
chine. In Fig. ι ist die röhrenförmige
Kolbenstange in ihrer höchsten und in Fig. 2 in ihrer tiefsten Stellung dargestellt.
Diese Maschine hat verticale, nach unten offene Cylinder, doch sind die Neuerungen
auch auf horizontale oder andere Maschinen anwendbar.
A ist die Kurbelwelle, die in Lagern in einem passenden Ständer oder Gehäuse B angeordnet
ist. C ist ein aufrechter Cylinder, der oben am Ständer befestigt ist und die Führung bildet.
Ζ) ist ein anderer Cylinder, der am oberen
Ende des Cylinders C befestigt ist; der untere Theil dieses Cylinders dient als Niederdruckcylinder
und der obere Theil desselben dient als Dampfkammer oder Receiver zwischen dem
Hochdruck - und dem Niederdruckcylinder. E ist der Hochdruckcylinder, der am oberen
Ende des Niederdruckcylinders D befestigt ist.
F ist eine Dampfkammer, die oberhalb des
oberen Theiles des Hochdruckcylinders befestigt ist, den Dampf vom Kessel empfängt
und den Cylinder E theilweise umgiebt. G ist ein cylindrisches Hemd, das den Cylinder D
umgiebt; dasselbe kann mit Kesseldampf gefüllt erhalten werden und bildet auch eiri Hemd
für den Receiver. Wenn man es wünscht, so kann auch der Behälter F derart erweitert werden,
dafs er alle Cylinder als Hemd umgiebt. / ist die hohle Kolbenstange, welche beide
Kolben trägt, und J die Pleuelstange. Das obere Ende der Pleuelstange J ist mit einem
kreisrunden Querkopf verbunden, der am Ende der Kolbenstange befestigt ist und sich im
Cylinder C bewegt. K ist eine Stange, welche mit dem untersten Kolben des Systems von
Kolbenschiebern K1K^K3 verbunden ist, die
sich in der hohlen Kolbenstange bewegen und durch die oscillirende Bewegung der Pleuelstange
bethätigt werden. In der in der Zeichnung dargestellten Anordnung ertheilt ein
kurzer, am oberen Ende der Pleuelstange befestigter Arm J1 durch Vermittelung einer
Stange einem Hebel L Bewegung. Mit. diesem Hebel ist auch die Stange K verbunden. Der
Arm J1 kann indessen, wenn man dies vorzieht, durch eine Stange direct mit den Kolbenschiebern
verbunden werden, oder man könnte auch andere Anordnungen benutzen, um die Kolbenschieber durch die Oscillationen der
Pleuelstange in Bewegung zu setzen.
Die Kolbenstange hat Oeffnungen L1 L2 L3
L4I.5 und L0 in ihrer Wand. Die ringförmige
Höhlung zwischen den Kolben K1 und K2
steht durch die Oeffnung L2 in beständiger
Verbindung mit der oberen Seite des Hochdruckkolbens,
und die ringförmige Höhlung zwischen den Kolben K2 und Kz steht mit
der oberen Seite des Niederdruckkolbens durch die Oeffnung Z.5 in Verbindung. Die oberen
Enden des Nieder- und des Hochdruckcylinders sind verschlossen und die Kolbenstange geht
durch Dichtungsringe Ex D*, die in den Deckeln
befestigt sind. Die Dichtungsringe können auch in einzelnen Fällen durch lange Führungen ersetzt
' werden, welche genau auf die Kolbenstange
passen. Die drei Kolben K1 K^ K3 des
Schiebers passen in den Innenraum der hohlen Kolbenstange und können durch passende
Dichtungsringe dampfdicht gemacht werden. Die Kurbelwelle dreht sich in der durch den
Pfeil angedeuteten Richtung.
Wenn sich die Theile in der in Fig. ι dargestellten
Lage befinden und die Kolbenstange ihren höchsten Stand einnimmt, so befindet
sich die Oeffnung JL1 oberhalb des Dichtungsringes E* in der Dampfkammer, und der Kolben
K1 des Kolbenschiebers bewegt sich rasch nach aufwärts. Sobald der Kolben K1 den
unteren Rand der Oeffnung L1 passirt hat, tritt der Kesseldampf in das obere Ende des Hochdruckcylinders
durch die Oeffnungen L1 und ZA Dies dauert so lange, bis die Oeffnung L1 in
die Dichtungsringe Ex eintritt und dadurch
geschlossen wird. Während des übrigen Theiles des Hubes wirkt der Dampf durch Expansion.
Gegen Ende der Abwärtsbewegung geht der Kolben des Hochdruckcylinders an Löchern
oder Oeffnungen in der Wand des Cylinders vorbei und gestattet so dem Dampf, aus dem
Hochdruckcylinder durch diese Löcher auszutreten, wie dies auch bei anderen Maschinen
der Fall ist. Nachdem der Dampf durch diese Oeffnungen hindurchgegangen ist, tritt er in
den Receiver M ein, der, wie oben angegeben, durch das ihn umgebende Dampfhemd erwärmt
werden kann.
Am Ende der Abwärtsbewegung befinden sich die Theile in" der in Fig. 2 dargestellten
Lage und der Kolbenschieber bewegt sich rasch nach abwärts. Bei der darauf folgenden Aufwärtsbewegung
des Kolbens geht "der Kolben K2 des Schiebers an den Oeffnungen L3
vorbei und gestattet dem Dampf den Austritt aus dem Hochdruckcylinder in den Receiver M,
und zwar bis fast zum Ende der Aufwärtsbewegung oder bis man den Austritt zum
Zweck der Compression zu unterbrechen wünscht. Auf dieselbe Weise wird bei jeder
Abwärtsbewegung Dampf aus dem Receiver M in das obere Ende des Niederdruckcylinders D
eingelassen, indem sich der Kolben K2 nach aufwärts bewegt und durch Oeffnen der
Löcher Z,4 dem Dampf gestattet, durch die
Löcher Z,4 und L5 in den Niederdruckcylinder
einzutreten, bis die Oeffnung L1 in den Dichtungsring Z)* eintritt. Am Ende der Bewegung
und während der nächsten Aufwärtsbewegung wird der Dampf aus dem Niederdruckcylinder
ausgeblasen, zuerst durch Löcher in der Wand des Cylinders selbst, sodann
durch die Oeffnungen L5Z.6 in den Auspuffkanal
N, der, wenn gewünscht, in einen Condensator führen kann.
Bei dieser Wirkungsweise wird stets ein nach abwärts gerichteter Druck des Dampfes auf das
obere Ende des Kolbenschiebers stattfinden, so dafs auf die verschiedenen Zapfen und den
Arm J1 der Druck stets in derselben Richtung ausgeübt wird.
Es ist nicht nothwendig, dafs der Kolbenschieber sich am Ende der Aufwärtsbewegung
des Arbeitskolbens nach aufwärts bewege und am Ende des Niederganges nach abwärts, da
die Wirkungsweise auch umgekehrt und der Schieber so angeordnet werden kann, dafs er
sich am Ende des Niederganges nach aufwärts bewegt, wie dies in Fig. 3 dargestellt ist. In
diesem Falle dreht sich die Maschine in der entgegengesetzten Richtung gegenüber der in
Fig. 1 und 2 dargestellten.
Die in Fig. 3 dargestellte Maschine ist keine Compound-Maschine. Am Ende der Aufwärtsbewegung
des Arbeitskolbens bewegt sich der Kolbenschieber nach abwärts und gestattet dem
Dampf, aus der Kammer F durch die Löcher L1L2 in das obere Ende des Cylinders einzutreten,
bis die Oeffnung Z,1 in den Dichtungsring E* eintritt. Der Dampf in dem
Cylinder wirkt dann während des Restes der Bewegung durch Expansion. Am Ende der.
Abwärtsbewegung geht der Kolben unter die Löcher in der Wand des Cylinders herab, die
durch einen hohlen, den Cylinder umgebenden Ring mit der Auspufföffnung JV communiciren.
Während der ersten Hälfte der Aufwärtsbewegung des Arbeitskolbens bewegt sich der Schieber nach aufwärts und gestattet dem
Dampf, durch Z,2, Z.8 und JV zu entweichen.
Wenn man die Maschine durch Wasser oder ohne Expansion zu betreiben wünscht, so wird
die Wand P nicht benutzt und die Löcher L fallen weg. . . ~
Fig. 4 ist eine schematische Ansicht einer Maschine, bei welcher Dampf aus der Dampfkammer
F durch Oeffnungen L1 Z.2 in den
oberen Theil des Cylinders gelangt, um die Abwärtsbewegung herbeizuführen. Der Dampfzutritt
wird abgeschnitten, wenn Z,1 in die Dichtung eintritt. Am Ende der Abwärtsbewegung des Arbeitskolbens bewegt sich der obere
Kolben des Schiebers nach aufwärts, schliefst zuerst die Oeffnungen Z,2 und verbindet sie
nachher Während des gröfsten Theiles der Aufwärtsbewegung des Arbeitskolbens durch die
ringförmige Höhlung zwischen den Kolben K1 und K2 mit den Oeffnungen Z,3, so · dafs der,
Dampf in den unteren Theil O des Cylinders eintritt, der eine Zwischenkammer bildet. Wählend
jeder Abwärtsbewegung des Ärbeitskolbens
geht der Dampf aus der Zwischenkammer O durch die Oeffnungen L3 Z.4 in die Auspuffkammer
N. Der Vortheil dieser Anordnung besteht darin, dafs die Oberflächen der Kolben
und des oberen Endes des Dampfcylinders niemals der Temperatur des entweichenden
Dampfes ausgesetzt werden, indem die Kammer O dazwischen tritt, und daher ist die
Condensation beim Eintritt des Dampfes in. den Cylinder aus der Dampfkammer F eine geringere.
Diese Zwischenkammer kann unter dem einzigen Kolben einer einfachen Maschine
angebracht werden, oder auch unter jedem oder irgend einem Kolben einer Compound-Maschine
mit zwei oder mehr Cylindern, bei welchen die Expansion in mehrere Stufen zerfällt.
Dieses System der UeberfUhrang des Dampfes von dem zur Arbeit bestimmten zu
dem sonst unbenutzten Ende des Cylinders einfachwirkender Maschinen kann bei jeder derartigen
Maschine benutzt werden, ob eine hohle Kolbenstange als Schiebergehäuse benutzt wird,
oder ob der Schieber sich, wie üblich, in einem aufsen angebrachten Schiebergehäuse bewegt.
Fig. 5 ist eine schematische Ansicht einer ähnlichen Maschine, bei welcher die obere Seite
des Hochdruckkolbens gegen die Dampfkammer F beständig freiliegt, so dafs auf. die Kolbenstange
beständig ein nach abwärts gerichteter Druck ausgeübt wird und diese Stange
sowie die mit ihr verbundene Pleuelstange stets
auf Druck beansprucht werden. Der obere Theil des Schiebers Kx ist lang genug, um
beide Oeffnungen L' und L2 zu verschliefsen,
wenn er sich in seiner mittleren Stellung befindet, und der Hub des Schiebers ist derartig
bemessen, dafs nur die Oeffnung L1 für den
Dampfeintritt oder nur die Oeffnung X2 für den Austritt freigelegt wird.
Beim Aufsteigen des Arbeitskolbens tritt der Dampf aus der Kammer F in den unteren,
erweiterten Theil des Hochdruckcylinders durch die Oeffnungen X1, bis diese über eine Ausnehmung
in der Cylinderwand hinaus und in jenen Theil des Cylinders treten, in welchen der Kolben genau pafst. Die Dampfzufuhr
wird dann abgeschnitten und der im unteren Theil des Cylinders enthaltene Dampf wirkt
während des Restes der Aufwärtsbewegung durch seine Expansion, Beim Beginn der Abwärtsbewegung des Arbeitskolbens bewegt sich
der Kolbenschieber nach aufwärts, schliefst die Oeffnungen L1 und öffnet die Oeffnungen X2,
so dafs dieselben mit den'Oeffnungen LB in
Communication treten. Der Dampf geht dann während der Abwärtsbewegung vom Unteren
Ende des Hochdruckcylinders in das obere Ende des Niederdruckcylinders durch die Oeffnungen
X2 IA Bei der nächsten Aufwärtsbewegung des Arbeitskolbens geht der Dampf
vom oberen zum unteren Ende des Nieder^ druckcylinders durch die Oeffnungen L3 ZA
Das untere Ende des Niederdruckcylinders kann entweder in directer Verbindung mit dem Auspuff stehen, oder mit einer Zwischenkammer,
ähnlich der mit O bezeichneten -in Fig. 4. Es
ist wünschenswerth, diese in Fig. 5 dargestellte Maschinenform mit nicht weniger als zwei Elementen
zu construiren, so dafs der abwärts gerichtete Druck auf den Kolben des einen
Elementes durch den Druck auf den Hochdruckkolben des anderen Cylinders ausgeglichen
wird.
Fig. 6 ist eine schematische Darstellung, welche zeigt, wie in den vorstehend beschriebenen
Maschinen die Expansion dadurch verändert werden kann, dafs man den Moment verschiebt, in welchem die Dampfzufuhr zum
Hochdruckcylinder abgeschnitten wird. Bei dieser Anordnung geht die hohle Kolbenstange,
nachdem sie aus dem oberen Ende des Cylinders ausgetreten ist, durch eine drehbare Hülse.
In der Wand der hohlen Kolbenstange befindet sich eine Oeffnung L1 und der obere Rand
der Hülse ist schief abgeschnitten, so dafs durch Herumdrehen der Hülse ein mehr oder weniger
hoher Theil dieser letzteren vor die Oeffnung L1
gestellt wird. Auf diese Weise kann der Punkt des Kolbenhubes, bei welchem die genannte
Oeffnung verdeckt wird, nach Belieben verschoben werden. Die Drehung der Hülse kann
entweder mit der Hand oder durch den Regulator der Maschine bewirkt werden, oder es
kann auch der obere Theil des Kolbens gedreht werden, während die Hülse stillsteht.
Claims (2)
- Patent-Ansprüche:t: Dampfmaschinen und andere Maschinen mit einem oder mehreren einfachwirkenden Cylindern, von d'enen jeder mit einem Kolben mit hohler Kolbenstange I versehen ist, die zugleich als Schieber dieht, und in welcher ein Kolbenschieber K\ Fig. 1 und 2, durch die oscillirende Bewegung der Pleuelstange J bethätigt wird, wodurch die Zuführung von Dampf oder sonstiger Betriebsflüssigkeit zum Cylinder theilweise durch den Kolbenschieber , herbeigeführt wird, wenn sich letzterer infolge der oscillirendeii Bewegung der Pleuelstange bewegt, während der Austritt des Dampfes gleichfalls durch die Bewegung des Kolbenschiebers veranlaßt wird und aufserdem noch dadurch befördert werden kann, dafs der Kolben am Ende des Arbeitshubes über Austrittsöffnungen im Cylinder hinausgeht.
- 2. Compound-Maschinen, bei welchen der Eintritt des Dampfes in defl ersten Cylinder,dessen Uebergang von einem Cylinder in den anderen oder in zwischengelegene Receiver, und der Austritt desselben in den Condensator oder ins Freie in der in Patent-Anspruch i. angegebenen Weise geregelt wird.Dampfmaschinen, bei welchen der Dampf, nachdem er im Cylinder der Maschine auf eine Seite des Kolbens eingewirkt hat, bei der Rückbewegung des Kolbens durch eine hohle Kolbenstange und einen Kolbenschieber, die in der unter i. angegebenen Weise wirken, ohne sein Volumen zu ändern, auf die andere Seite des Kolbens geführt wird, so dafs sich der Kolben unter beiderseitig gleichem Druck zurückbewegt, und bei welchen der so übergeleitete Dampf beim nächsten Arbeitshub in den Auspuff oder in einen anderen gröfseren Cylinder geleitet wird.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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- DE DENDAT32859D patent/DE32859C/de not_active Expired - Lifetime
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