DE327422C - Zur Erleichterung des Gehens und Steigens dienende Hilfsvorrichtung fuer kuenstlicheBeine, Stuetzapparate o. dgl. - Google Patents

Zur Erleichterung des Gehens und Steigens dienende Hilfsvorrichtung fuer kuenstlicheBeine, Stuetzapparate o. dgl.

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DE327422C
DE327422C DE1919327422D DE327422DD DE327422C DE 327422 C DE327422 C DE 327422C DE 1919327422 D DE1919327422 D DE 1919327422D DE 327422D D DE327422D D DE 327422DD DE 327422 C DE327422 C DE 327422C
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61FFILTERS IMPLANTABLE INTO BLOOD VESSELS; PROSTHESES; DEVICES PROVIDING PATENCY TO, OR PREVENTING COLLAPSING OF, TUBULAR STRUCTURES OF THE BODY, e.g. STENTS; ORTHOPAEDIC, NURSING OR CONTRACEPTIVE DEVICES; FOMENTATION; TREATMENT OR PROTECTION OF EYES OR EARS; BANDAGES, DRESSINGS OR ABSORBENT PADS; FIRST-AID KITS
    • A61F2/00Filters implantable into blood vessels; Prostheses, i.e. artificial substitutes or replacements for parts of the body; Appliances for connecting them with the body; Devices providing patency to, or preventing collapsing of, tubular structures of the body, e.g. stents
    • A61F2/50Prostheses not implantable in the body
    • A61F2/78Means for protecting prostheses or for attaching them to the body, e.g. bandages, harnesses, straps, or stockings for the limb stump

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Description

  • Zur Erleichterung des Gehens und Steigens dienende Hilfsvorrichtung für künstliche Beine, Stützapparate o. dgl. Die Erfindung betrifft eine Hilfsvorrichtung, zur Erleichterung des Gehens und SteiL gens für Personen mixt künstlichem Bein, Stützapparaten o. dgl ., bei der das Neue darin besteht, daß eine auf der Vorderseite des Knies angeordnete Kappe einerseits mit der Fußferse, anderseits mit einem in Längsrichtung über den Rücken verlaufenden Riemen, der in Höhe der Schaltern an Körper getragen wird, derart verbunden ist, daß beim Steigen durch! das Vornüberbeugen des Oberkörpers ein Zug auf das -Knie ausgeübt wird, welcher den Ober- und Unterschenkel ,in Gleichgewichtsstellung bringt und ein Durchknicken oder auch Fortlaufen dies Beines verhütet; das Anheben der Prothese wird' durch einen von der Fußferse zum Traggurt verlaufenden Riemenzug; ;in den ein GummiGtreifen eingeschaltet ist, selbsttätig oder von Hand bewirkt.
  • Ferner ist auf dem in Längsrichtung über den Rücken: verleufenden Riemen eine Metallschiene angeordhet,-an. deren oberem Ende ein. abwärts führendes Gummiband befestigt isst, das mit seinem unteren: Ende sowohl an, die von der Kniekappe aufwärts führenden Zugorgane als auch an, eine unter dem Gummiband vorgesehene Gleitschiene angeschlossen ist. Letztere steht zugleich mit diesem elastischen Bande unter dem Einfluß ein=er Feststellvorrichtung, die- aus einem an einer Blattfeder sitzenden Zapfen besteht, der für gewöhnlich unter der Einwirkung der Blattfeder in eine Rast der Gleitschiene eingreift und so gleichzeitig mit der Bewegung der letzteren auch die Ausdehnung des Gummibandes verhindert. Dagegen wird die Auslösung dieses elastischen Zugorganes lyewirkt, s;-obaad der Zapfen zweckmäßig mit Hilfe eines an einem mit einem Daumen versehenen Bügelring angreifenden Zugmittels aus der Rast ausgeschwungen wird!.
  • Auf,der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung in einem Ausfiikrungsbeispi-el dargestellt, und zwar zeigt: Fig. i schematisch eine Seitenansicht der Hilfsvorrichtung an einer Person mit amputiertem Oberschenkel !in der Grundstellung; Fig.2 einen Aufriß Beis in der Längsrichtung des Rückens verlaufenden breiten Riem:ens mit der Feststell- und Auslösevorric1ltu,ng für das Gummiband, Fig. 3 :eine Seittenans.icht des Rückenriemens, teilweise ein Längs:s#-itt, Fig. q. eine Vorderansicht des künsstlichen Gliedes mit dem unteren Teil der Hilfsvorrichtung ohne die Einrichtung zum Hochheben des Gliedes, Fig., 5 eine Vorderansicht des künstlichen Beinas mit der Einrichtung zum Hochheben desselben.
  • Das künstliche Bein besteht aus dem Oberschenkelteil i, dem Unterschenkeltei 2 und dem Fuß 3. Dass Bein wie auch seine Befestigung am Körper können von beliebiger Art sein. Als Aufhängung für das künstliche Bein dient der Traggurt q.. Die auf der Vordrerleite des Knies-angeordnete Kappe 5 aus Leder o. dgl. ist durch eine Riemenschleife 6, welche den Unterschenkel 2 umgreift, mit einem Riemen; 7 verbunden, dessen, unteres Ende an der Ferse des Fußes 3 befestigt ist. Die dien Oberschenkel i umgreifende Riemenschleife 8 ist mit dem einen Ende an der Kniekappe 5 befestigt, während ihr anderes Ende eine Öse g besitzt. Durch diese Öse g geht ein Riemen io, welcher an dem breiten Ri:emen ii befestigt ist. Da;s freie Ende des Riemens io ist durch die Schnalle 12 mit .dem Riemenstück 13 verbunden. An diesem. Riemenstück 13 ist ein. Gummiband 14 mit einer unter :ihm gelagerten Gleitschiene 15 befestigt (Fig. 3). Am oberen Ende ist das. Gummiband 14 an einer auf dem breiten Riemen i i angeordneten Metaalschiene i 6 befestigt. Im unteren Teil besitzt die Metallschiene 16 eine Ausbauchung 17. In dieser sitzt eine Blattfeder 18 mit einem Zapfen ig. Letzterer greift durch eine Öffnung 2o der Metallschiene 16 in eine ihm entsprechende Aussparung 21 der Gleitschiene 15 ein. Der Zapfen wird gewöhnlich durch die Blattfeder 18 in Eingriff mit der Aussparung 21 gehalten, so daß die Gleit.-schiene 15 festgestellt wird und demnach eine Bewegung. derselben und eine Aus= . dehnwng des Gummibandes bei auftretendem Zug verhindert wird. Ein viereckiger Bügel 22, welcher die Führung 23, Gummiband 14, Gleitschiene 15 und Metallschiene 16, umgreift, ist mit seinem Steg 24 zwischen letzterer und der Blattfeder drehbar .gelagert. Der Steg 24 besitzt einen Daumen 25, welcher bei Drehung des Bügels durch Zug an dem Handriemen 26 die Blattfeder ausschwingt und dadurch den Zapfen ig aus der Aussparung zi zurückzieht, so daß alsdann der Gummistreifen sich; infolge des Zuges nach unten ausdehnen kann. Hört der Zug auf; so zieht sich der Gummistreifen zusammen, und der Zapfen ig schnappt wieder in die Aussparung 21 ein. Am oberen Ende des breiten Riemens i i sind .die die Schulbern umgreifenden Tragbänder 2.7 befestigt. Der breite Riemen i i kann auch in geeigneter Weise mit der festsitzenden Trageinrichtung des künstlichen Beines verbunden werden, wenn eine solche, die über die Schaltern geht, vorhan-. den ist. -Außer dem Riemen 7 ist an der Ferse des Fußes 3 noch ein Gummistreifen 28 befestigt und an diesen ein Riemen 29 (Fig. 5). Letzterer .geht bis zum Oberschenkelteil i und geht in eine Aden Oberschenkel umgreifende Riemenschleife 30 über. An diese greift mittels einer Öse 31 der Riemen 3z, welcher mit einer.Schnalle 33 am Traggurt 4 befestigt isst, verschiebbar an. An dem-Riemen 32. ist ein Riemen 34 befestigt,. welcher in einer Öse- 35 am Traggurt 4 geführt ist und dessen freies Ende von der Öse 35 nach unten läuft und zweckmäßig zur Hosentasche führt.
  • Die Wirkungsweise der beschriebenen Vorrichtung ist folgende: Beim Gehen wird,das künstliche Bein durch den Oberschenkelstumpf nach vorn geschwungen. Gleichzeitig wird der Unterschenkel durch die Federwirkung des Gummi Streifens 28 beim Beginn der Vorwärtsbewegung angehoben. Da das Bein durch das Anheben etwas durchgedrückt wird, was auch beim natürlichen Gang der Fall ist, tritt ein Druck auf das Kniegelenk in Richtung des Pfeiles (Fig. i) auf, welcher bewirkt, daß sich Ober- und Unterschenkel beim Niedersetzen des Beines in einer Linie befinden. Das Bein führt also beim Gehen die Bewegungen eines natürlichen Beines aus. Durch das selbsttätige Anheben dies Unterschenkels wird das Schleifen auf dem Boden und das Heben des Körpers vermieden.
  • Die neue Vorrichtung ermöglicht dem Träger das Treppensteigen oder Gehen auf starken Steigungen mit natürlicher Bewegung. Er hebt die Prothese mittels des Oberschenkelstumpfes und des Gummistreifens 28 an und stellt -den: Fuß auf die Stufe. Sollte- der Zug des Gummistreifens 28 und des Oberschenkels bei, starker Steigung nicht genügen, so kann die Prothese durch Zug mittels der Hand an dem freien Ende des Riemens 34 gehoben, werden. Zu diesem Zwecke reiht dieses bis in eine Hosentasche, oder es kann sonst leicht zugänglich angeordnet sein. Bei dem jetzt `-folgenden Hochheben des Körpers wird dieser nach vorn gebeugt, hierdurch wird ein starker Zug vermittels der Riemen. i i, io, g, 8 auf die Kniekappe ausgeübt, welcher, da die Kappe durch Riemenschleife 6 und Riemen 7 mit dem Fuß fest verbunden ist, sich also nicht verschielyen kann, vielmehr einen Druck in der Pfeilrichtung (Fig. i) auf das Knie erzeugt, wodurch: dieses durchgedrückt wird und der .ganze Körper in, die Gleichgewichtslage gelangt.
  • Will der Träger dieses Beines sich-setzen, so zieht er an dem Riemen; 26, welcher zu diesem Zwecke unter der Weste hervorragt. Hierdurch: wird das Gummiband 14 freigegeben, so d@äß es sich ausdehnen kann und kein Zug auf das Knie entsteht.
  • Die neue 'Vorrichtung eignet sich auch für Personen, mit künstlichem Unterschenkel, Stützapparaten u. dgl.

Claims (2)

  1. PATENT-ANSPRÜCFIE: i. Zur Erleichterung des Gehens und Steigens dienende Hilfsvorrichtung für künstlichie Bernie, Stützapparate o. dgl., gekennzeichnet durch eine auf die Vorderseite des Knies, auflegbare Kappe (5) aus Leder o. dgl., die naoh unten hin., durch eine, den Unterschenkel umgreifende und an die Ferse mittels Verbindungsriemens (7) angeschlossene Riemenschleife (6) und ,nach oben hin durch eine den Oberschenkel umgreifende Riemenschleife (8) gehalten wird, welch letztere an einem längs .des Rückens verlaufenden, und am Schultertragriemen o. dgl. anschließbaren Riemenzuge (ii) angreift, der entgegen der Wirkung eines das Anheben des Unterschenkels - allein oder mit Hilfe eines Hand'riemrens (35) - ermöglichenden, durch Einschaltung eines Gummistreifens: (28) elastischen, von der Ferse aus den Oberschenkel beiderseits umgreifenden und am Schultertraggurt (14) angeschlossenen Riemenzuges (28, 29, 3o) die Knekappe' (5) nach hinten zu ziehen und so das durch Anheben des Oberschenkels gebeugte Knie zu .strecken vermag.
  2. 2. Hilfsvorrichtung nach Anspruch i, gekennzeichlvet durch eine am. oberen Teil des Rückenriemens (i i) angebrachte Metallschiene (16), anderen oberem Ende ein abwärts führendes Gummiband (14) befestigt ist, das mit seinem unteren Ende sowohl an die von, der Kniekappe (5) aufwärts führenden Zugorgane (8, 9, 10, 12, 13) als auch an eine unter dem Gummiband vorgesehene Gleitschiene (15) angeschloss:en ist, welch letztere zugleich mit diesem elastischen Bande (14) unter dem Einfiuß einer Fesfstellvorrichtung steht, die aus einem, an -einer Blattfeder (18) sitzenden Zapfen; (r9) besteht, der für gewöhnlich unter der Wirkung der Blattfeder (18) in eine Rast der Gleitschiene (15) eingreift und so gleichzeitig mit d'er Bewegung der letzteren- auch 'die Ausdehnung des Gummibandes verhindert, dagegen die Auslösung dieses elastischen Zugorganes .bewirkt, sobald der Zapfen (ig) - zweckmäßig mit Hilfe eines an einem mit einem Daumen, (25) versehenen Bügelring (22) angreifenden Zugmittels (26) - aus der Rast (21) ausgeschwungen wird.
DE1919327422D 1919-11-21 1919-11-21 Zur Erleichterung des Gehens und Steigens dienende Hilfsvorrichtung fuer kuenstlicheBeine, Stuetzapparate o. dgl. Expired DE327422C (de)

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