DE326267C - Vorrichtung zum Reinigen stroemender Fluessigkeiten - Google Patents
Vorrichtung zum Reinigen stroemender FluessigkeitenInfo
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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Description
- Vorrichtung zum Reinigen strömender Flüssigkeiten.
- Beim Lösen und Reinigen von Salzen bei der Chlorlciliumherstellung und ähnlichen Betrieben, welches neuerdings häufig durch strömende Flüssigkeiten vorgenommen wird, werden durch die abfließende Flüssigkeit Salzteile und andere feste Körper mitgerissen, was unerwünscht ist, weil diese die abfließende Flüssigkeit verunreinigen oder zu Sallzverlusten führen Die nachträgliche Trennung dieser Körper von der Flüssigkeit wird gewöhnlich durch Stehenlassen der Flüssigkeit in ruhenden Gefäßen (Klärkästen) vorgenommen. Bei großen Mengen zu reinigender Flüssigkeit bietet dieses Verfahren wegen seines Raumbedarfes und der umfangreichen Bedienung Schwierigkeiten. Geht das Lösen oder Reinigen heiß vor sich, so tritt auch noch eine starke Abkühlung der Flüssigkeit beim Klären ein, was meistens unerwünscht ist.
- Die Flüssigkeit zur Reinigung von oben durch ein Sieb laufen zu lassen bietet Schwierigkeiten, weil das Sieb bald von den festen Bestandteilen überdeckt wird und dann die Flüssigkeit nicht mehr schnell. genug oder überhaupt nicht mehr durchströmt. Das Gleiche tritt ein, wenn man die Flüssigkeit von unten durch ein Sieb strömen läßt, weil der Strömungsdruck die feinen Körperchen an das Sieb anpreßt und dieses dadurch alfmählich verstopft.
- Vorerwähnten Nachteilen aus demt Wege zu gehen, dient nachstehende Erfindung.
- Man läßt die Flüssigkeit, welche feste Körper mit sich führt, in bekannter Weise von unten durch ein ebenes oder geneigtes, abschließendes Sieb hochsteigen. Die festen Teile bleiben dann unter dem Sieb hängen und fallen wegen ihres höheren Einheitsgewichtes durch die rohe Flüssigkeit nach. unten, so daß die Siebfläche frei bleibt und der strömenden Flüssigkeit den Durchgang gestattet. Bei längerem Betrieb, besonders wenn sehr viele kleine Körperchen in der Flüssigkeit vorhanden sind, oder solche, deren Einheitsgewicht geringer ist als die Flüssigkeit, wird das Sieb jedoch allmählich mit solchen Teilchen überdeckt und der Flüssigkeitsdurchgang erschwert oder verhindert.
- Man kann diesen Vorgang dadurch aufhalten, daß man die Flüssigkeitsgeschwindigkeit unter dem Sieb sehr gering, also die Siebfläche möglichst groß macht, weil dann die Körper weniger fest an das Sieb gedrückt werden. In w-eniger oder mehr langer Zeit wird jedoch das Sieb auch dann so bedeckt sein, daß die gewünschte Menge Flüssigkeit nicht mehr hindurchtritt.
- Um das Sieb dann, ohne Unterbrechung des Betriebes, wieder arbeitsfähig zu machen, wird nach vorliegender Erfindung die ungereinigte Flüssigkeit durch einen Ueberlauf, der als Wehr vor dem Sieb oder Rohr im Siebe oder sonst zweckentsprechend ausgebildet sein kann, durch den beim Verstopfen des Siebes sich steigernden Druck selbsttätig auf das Sieb geleitet. Hierdurch wird bewirkt, daß der Strömungsdruck unter dem Siebe aufgehoben wird ; und. die anhaftenden Körperteile nach unten fallen, wodurch das Sieb wieder frei und gebrauchsfähig wird und die Flüssigkeit wieder durchläßt. Infolgedessen sinkt die Oberfläche derselben dann derart, daß keine Flüssigkeit mehr über den Überlauf übertritt. Verstopft sich das Sieb beim weiteren Durchfließen der ungereinigten Flüssigkeit wieder, so wiederholt sich dieses Spiel.
- Während der Zeit, während welcher die Flüssigkeit über den überlauf tritt geht rohe Flüssigkeit mit in die gereinigte. Dieser Nachteil ist nicht von allzugroßer Bedeutung, weil der größere Teil der Flüssigkeit gereinigt und nur ein Teil ungereinigt abfließt, was immer vorteilhafter ist, als wenn die Siebvorrichtung gar nicht arbeitet, also gar keine Flüssigkeit hindurchtritt. ~ In der beiliegenden Zeichnung, welche drei hintereinandergeschaltete Siebvorrichtungen der Wirkungsweise nach darstellt, bildet E die in der Höhe verstellbare Einlaufsvorrichtung der ungeklärten Flüssigkeit und A der verstelIbare Auslauf der geklärten Flüssigkeit. I, II und III bilden Siebzellen, ! durch welche die Flüssigkeit in der Pfeilrichtung durchtritt, während die abgeschiedenen Körper in der gestrichelten Pfeilrichtung wandern.
- S1, S2 und S3 bilden die Siebvorrichtungen, die aus SiebbIechen, Geflechten und Tüchern, Schichten von körnigen Körpern oder ähnlichen Einrichtungen bestehen können. Zt, Z und Z3 bilden Zwischenwände, welche die tlberläufe darstellen, die tiefer liegen als der Einlauf E, aber höher als der Auslauf A, damit die Flüssigkeit den vorgeschriebenen Weg nehmen, aber beim Verstopfen einzelner Siebe über die Zwischenwand auf diese treten kann, um dieselben durch Entlastung vom Strömungsdruck zu reinigen. F bildet eine Fördereinrichtung (etwa eine Schneckc), welche das abgeschiedene Gut unter Flüssigkeitsabschluß in die Hebevorrichtung H (etwa ein Becherwerk) bringt, durch welche es aus der Flüssigkeit herausgefördert wird. Die Trennungsschieber T1, T2 und T8 ermöglichen es, die abgeschiedenen Körper einzeln oder gemeinsam aus den Sielyvorrichtungen herauszufördern. Der Reinigungsschieber R gestattet es, die ganze Einrichtung zu entleeren.
Claims (1)
- PATENT-ANSPRUCH: Vorrichtung zum Rinigen strömender Flüssigkeiten, die feste Körper enthalten, bei welcher die Flüssigkeit von unten durch ein ebenes oder geneigtes Sieb tritt, so daß die festen Teilchen an der Unterfläche des Siebes aufgehalten werden und durch ihr Gewicht zu Boden fallen, gekennzeichnet durch einen die Verstopfung des Siebes selbsttätig aufhebenden Überlauf (St, S2, S8), welcher die rohe Flüssigkeit auf das Sieb treten läßt und infolge des dadurch verminderten oder aufgehobenen Strömungsdrucks das Hinabfallen der verstopfenden Teile von der Siebunterfläche bewirkt.
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Cited By (2)
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Families Citing this family (2)
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1920
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Also Published As
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