DE324232C - Anhaengevorrichtung fuer Pfluege - Google Patents

Anhaengevorrichtung fuer Pfluege

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DE324232C
DE324232C DE1918324232D DE324232DD DE324232C DE 324232 C DE324232 C DE 324232C DE 1918324232 D DE1918324232 D DE 1918324232D DE 324232D D DE324232D D DE 324232DD DE 324232 C DE324232 C DE 324232C
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    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01BSOIL WORKING IN AGRICULTURE OR FORESTRY; PARTS, DETAILS, OR ACCESSORIES OF AGRICULTURAL MACHINES OR IMPLEMENTS, IN GENERAL
    • A01B59/00Devices specially adapted for connection between animals or tractors and agricultural machines or implements
    • A01B59/04Devices specially adapted for connection between animals or tractors and agricultural machines or implements for machines pulled or pushed by a tractor
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Description

Bei Pflügen jeglicher Art zerlegen sich die Widerstände während der Arbeit in solche, die in der Richtung der Zugkraft wirken und in solche quer dazu. Dies wird veranlaßt durch die Schrägstellung der Schneidkanten der Pflugschare, und der das Erdreich seitwärts transportierenden Streichbleche. Je nach den Bodenverhältnissen und Arbeitstiefen ändern sich diese Längs- und Querkräfte sowohl in ihrer absoluten Größe als auch in ihrem Verhältnis zueinander. Die "Erkenntnis dieses Umstandes hat z.B. bei Gespannpflügen dazu geführt, die Verbindung zwischen Vorderkarren und Pflug mittels einstellbarer Ketten o. dgl. zu bewirken, um auf diese Weise durch Verlegung des Angriffspunktes der Zugkraft das Verhältnis der Seitenkräfte zu den Längskräften richtig zu bemessen und ein einwandfreies Arbeiten zu ermöglichen. An Stelle der Ketten treten bei anderen Ausführungen Querbalken mit Löchern zur Verstellung des Vorderkarrens gegenüber dem Grindel mit dem Pflugkörper.
Bei Motorpflügen hat man bei Anwendung von mit dem Motorgestell starr verbundenen Pflugkörpern durch unsymmetrische Anordnung der Schare gegenüber dem Angriffspunkt der Zugkräfte versucht, das Gleichgewicht zwischen Seitendrücken und Längsdrücken her-■ zustellen (s. z. B. die deutsche Patentschrift 260419), um so bei Tragpflügen das Steuerrad von den Seitendrücken zu entlasten und das Lenken zu erleichtern. Wie eingangs erwähnt läßt aber eine dauernde Einstellung den ange strebten Zweck nur bei einem ganz bestimmten vollkommen gleichmäßigen Boden erreichen.
Die Erfindung bezweckt, die Lage der Pflugschare gegenüber dem Angriffspunkt der Zugkräfte je nach der Bodenart und der Arbeitstiefe ändern zu können. Dies wird dadurch erreicht, daß der die Pflugschare tragende Rahmen mit dem Fahrgestell des Pfluges derart verbunden wird, daß er sich his zum Ausgleich der Drehmomente der Längskräfte mit den Momenten der Querkräfte in der Querrichtung selbsttätig einstellen kann. Dabei kann eine der Längsstangen des Pflugrahmens in an sich bekannter Weise verlängerbar und verkürzbar eingerichtet sein.
In der Zeichnung ist in den Fig. 1 bis 3 eine Ausführungsform der Vorrichtung in verschiedenen Arbeitsstellungen und in Fig. 4 eine andere Ausführungsform dargestellt. Fig. 5 zeigt den verlänger- und verkürzbaren Pflugrahmen, und Fig. 6 dient zur Erläuterung der Vorteile des sich selbsttätig einstellenden Rahmens.
Die Vorrichtung besteht aus einem Wagebalken.4, der auf einer Seite gewölbt ist und sich auf einem geraden Widerlager B des Fahrgestelles abwälzen kann. Zur Verhinderung seitlicher Verschiebung des Wagebalkens A ist das Widerlager B mit Ansätzen δ versehen, die
der gewählten. Wölbungskurve des Balkens A entsprechend gekrümmt sind. Mit dem Wagebalken A ist der die Pflugkörper P tragende Rahmen C verbunden. Aus den Fig. ι bis 3 ist ersichtlich, daß sich der Rahmen C infolge des gekrümmten Wagebalkens A seitlich verstellen kann, bis das Gleichgewicht zwischen den Momenten, bestehend aus der Summe bzw. Differenz der Längskräfte W1, W%... mal ihren ίο Abständen O1, az... (Fig. 1) bzw. I1, δ2... (Fig. 2) bzw. C1, C2... (Fig. 3) von der Angriffslinie der Zugkraft und den Momenten, bestehend aus den Seitenkräften S1, S2... mal ihren Abständen ev e2... (Fig. 1) bzw. X1, ^2... (Fig. 2) bzw. yx, yz... (Fig. 3) vom Drehpunkt, d. i. dem jeweiligen Berührungspunkt des Wagebalkens A mit dem Widerlager B, hergestellt ist. Die gleiche Wirkung der Selbsteinstellung des Rahmens C wird auch erzielt, wenn der Balken A gerade und das Widerlager B (s. Fig. 4) gekrümmt ist.
Es ist zweckmäßig, den Abwälzbalken A (Fig. ι bis 3) oder dessen Widerlager B (Fig. 4) unsymmetrisch zu gestalten, d. h. den höchst-Hegenden Wälzpunkt gegen die erste (vorderste) Pflugschar zu verlegen, um bei der selbsttätigen Verstellung den seitlichen Ausschlag der ersten Pflugschar möglichst zu verringern und hierdurch die Gefahr des Stehenbleibens eines ungepflügten Landstreifens zu beseitigen oder wenigstens sehr zu verringern. Wie Fig. 5 zeigt, kann eine der Längsstangen des Pflugrahmens C bei d verlänger- und verkürzbar eingerichtet sein, so daß der Rahmen samt den daran angebrachten Scharen von vornherein je nach der Bodenart in der Querrichtung verstellt werden kann, um die Drehmomente von vornherein wenigstens annähernd auszugleichen, wonach die selbsttätige Einstellung zum genauen Ausgleich bloß eine geringere Verstellung des Scharrahmens zu bewirken hat.
Im Gegensatz zu Fig. 3 läßt Fig. 6 erkennen, wie außerordentlich stark der seitliche Ausschlag des Rahmens C bei der bekannten unveränderlichen Angriffsstelle der Zugkraft im Punkte D werden muß, bis die Längs- und Quermomente zwecks gegenseitigen Ausgleichs die gleiche Größe erreichen. Aus diesem großen Ausschlag resultieren zwischen den einzelnen Pflugscharen etwa doppelt so breite unbearbeitete Landstreifen u (Kämme) gegenüber der verhältnismäßig geringen Breite r in Fig. 3, so daß auch hierin eine wesentlich verbesserte Wirkung vorstehend beschriebener Vorrichtung gegenüber den bekannten Einrichtungen zu erbücken ist.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Anhängevorrichtung für Pflüge mit einseitig aufwerfenden Pflugscharen, dadurch gekennzeichnet, daß der die Pflugschare tragende Rahmen (C) mit dem Fahr-, gestell (B) des Pfluges unter Vermittlung eines Abwälzbalkens (A) verbunden ist, so daß ein selbsttätiger Ausgleich der Drehmomente der auf die Schare wirkenden Längskräfte mit den Momenten der Querkräfte bei geringem seitlichen Ausschlag der Schare erfolgt.
2. Anhängevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Abwälz-. balken (A). oder dessen Widerlager (B) so uns5?mmetrisch gestaltet ist, daß dessen höchster Wälzpunkt gegen das erste (vorderste) Pflugschar verlegt ist, um den Ausschlag des vordersten Pflugschars bei der seitlichen Verstellung möglichst zu verringern.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DE1918324232D 1918-10-10 1918-10-29 Anhaengevorrichtung fuer Pfluege Expired DE324232C (de)

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