DE32405C - Schleusenkonstruktion für grofse Höhenunterschiede - Google Patents
Schleusenkonstruktion für grofse HöhenunterschiedeInfo
- Publication number
- DE32405C DE32405C DENDAT32405D DE32405DA DE32405C DE 32405 C DE32405 C DE 32405C DE NDAT32405 D DENDAT32405 D DE NDAT32405D DE 32405D A DE32405D A DE 32405DA DE 32405 C DE32405 C DE 32405C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- lock
- height
- water
- large differences
- lock construction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- 238000010276 construction Methods 0.000 title description 2
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 13
- 239000000284 extract Substances 0.000 description 1
- 230000000977 initiatory effect Effects 0.000 description 1
- 238000012423 maintenance Methods 0.000 description 1
- 238000000034 method Methods 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 238000004904 shortening Methods 0.000 description 1
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E02—HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
- E02C—SHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
- E02C3/00—Inclined-plane ship-lifting mechanisms ; Systems for conveying barges or lighters over land, e.g. by railway
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Civil Engineering (AREA)
- General Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Barrages (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT;
JVs 3240*
Denken 'wir uns in einer Schleusentreppe die Sohle der Kammern anstatt treppenförmig in
einer durchgehenden geneigten Ebene angelegt, lösen wir das erste Unterthor von dem
Mauerwerk, mit dem es fest verbunden ist, los und machen es fahrbar, so wird, wenn wir es
nach Schliefsung der Oberthore in der geneigten. Kammer abwärts bewegen, das Wasser und
ein darin schwimmendes, Fahrzeug dem Thore folgen und so in ein der Länge der geneigten
Schleuse entsprechendes tieferes Niveau gelangen können; wird umgekehrt das Unterthor durch
eine Kraft aufwärts bewegt, so wird ein vor demselben befindliches Fahrzeug mit dem
Wasser, gehoben. Bei der Schleusentreppe führt das Fahrzeug waagrechte und senkrechte
Bewegungen aus, bei der geneigten Schleuse wird es der Resultirenden dieser beiden Bewegungsrichtungen
beständig folgen. Wir wollen die Construction an einem Beispiel erläutern.
Die Scheitelhaltung eines Kanals, dessen Schleusen 8,60 m Weite, 67 m nutzbare Länge
und 2,50 m Drempeltiefe haben, soll mit der 25 m tiefer liegenden Fortsetzung des Kanals
in Verbindung gesetzt werden. Oben und unten betrage der Wasserwechsel 0,50 m. Es
werden von der oberen Haltung zwei durch eine Scheidewand getrennte Schleusenkammern
unter einer Neigung von 1 : 20 heruntergeführt. Sie zeigen ein gleichmäfsig durchgehendes Profil
von 8,60 m Weite und 7,20 m Höhe. Die Länge ergiebt sich zu 25 X 20 -f- 67 + 10 -f- 5
= 58,2 m. Wände und Sohle werden möglichst glatt hergestellt. In jeder Kammer bewegt
sich, gleichwie der Kolben in einer Pumpe, ein fahrbares Wehr, welches das Profil vollkommen
sperrt, in wasserdichtem Anschlufs an Seitenwände und Sohle. Beide Wehre oder Stauwagen, wie man sie zweckentsprechend
nennen kann, sind unter einander durch eine Gliederkette, welche oben aufserhalb des Wassers
um ein Rad geführt ist, verbunden. Bei der gleichmäfsigen Neigung der Schleuse bildet sich
vor dem Stauwagen ein der Höhe desselben entsprechender Aufstau. Die Wassertiefe vor
dem Wehr ergiebt sich zu 2,50 -\ — = 5,85 m.
Dazu tritt in der einen Kammer noch eine gewisse Mehrfüllung, das Betriebswasser in einer
Höhe von. 0,35 m (275 cbm). Wir haben dann im Ganzen mit einem Wasserdruck von 6,20 m
zu rechnen. Der Gesammtdruck, den das 8,6 m breite Wehr auszuhalten hat, ergiebt sich zu
165t in der einen Kammer und zu 147 t in
der anderen. Die Zugkraft des herabgehenden Wagens beträgt 18 t. Diese bedeutende Kraft,
welche für die Einleitung der Bewegung nothwendig ist, würde für die Unterhaltung derselben
zu grofs sein. Um die Fahrt gleichmäfsig zu erhalten, ist der obere Theil der
geneigten Schleuse so ausgebildet, dafs, vom Beginn der Fahrt anfangend, der Wasserstand
vor dem zu Thal gehenden Wagen allmälig sinkt, bis das Ende des Spiegels die geneigte
Sohle erreicht. Der Ueberdruck beträgt dann nur noch 20 cm.
Die Kette bewegt sich in der Achse der Schleusenkammern. Sie ist in gerader Linie
unter gleichbleibender Neigung aus dem Wasser heraus um das ebenfalls in einer Neigung
von ι : 20 liegende Kettenrad geführt. Die gerade Durchführung der Kette, welche die
Stirn der Schleuse für die Einfahrt der Schiffe sperrt, zwingt uns, das Oberthor, welches dem
einer gewöhnlichen Schleuse vollkommen gleich ist, aus der Achse der Kammer seitwärts zu
rücken. Am unteren Ende der geneigten Schleuse schien es am zweckmäfsigsten, die
Ein- und Ausfahrt der Schiffe dadurch zu ermöglichen, dafs die äufsere Wand der Kammer
auf Schiffslänge beweglich construirt wurde. Sie wird parallel zur Schleusenachse so weit
bei Seite gerückt, dafs die Aus- und Einfahrt frei wird.
Die Ein- und Ausfahrt der Schiffe kann auch dadurch ermöglicht werden, dafs man
den oberen Theil des Stauwagens beweglich, z. B. als Schiebethor, construirt. Es können
dann nach Herstellung eines Anschlusses an die untere Haltung die Schiffe nach Entfernung
des beweglichen Theiles des Stauwagens (Aushebung des Schiebethores) über denselben
hinwegfahren. Der Anschlufs wäre auch bei wechselnden Wasserständen möglich unter Verwendung
der von Ruprecht (Centralblatt der Bauverwaltung, Jahrg. 1883, No. 8) angegebenen
Auszüge.
Der Anschlufs an die in einem Spielraum von 0,50 m oben und unten wechselnden
Wasserstände wird dadurch erreicht, dafs man die Stauwagen (unter entsprechender Verlängerung
oder Verkürzung der Gliederkette vermittelst einer Spannvorrichtung) in einer dem
jeweiligen Wasserstande entsprechenden Höhe zum Halten bringt. So mufs der Wagen beispielsweise
bei Hochwasser oben 10 cm näher an die Oberthore heranfahren als wie bei
niederem Wasserstand. Das Anhalten der Stauwagen wird dadurch bewirkt, dafs kurz bevor
dieselben ihre richtige Endstellung erreichen, die Schützen oben und unten geöffnet werden.
Dadurch wechselt allmälig der Ueberdruck, die Bremsen werden angezogen und beide Wagen
kommen zum Stillstand. Der obere wird festgestellt, während der untere frei an der Kette
hängen bleibt.
Claims (1)
- Pate nt-Anspruch:Eine Schleuse mit geneigter Sohle (geneigte Schleuse), in der ein fahrbares Wehr (Stauwagen) auf- und niederbewegt wird, zu dem Zwecke, ein Schiff, welches in dem vor dem Wehre sichv bildenden Aufstau schwimmt, zu heben oder zu senken.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE32405C true DE32405C (de) |
Family
ID=308425
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT32405D Expired - Lifetime DE32405C (de) | Schleusenkonstruktion für grofse Höhenunterschiede |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE32405C (de) |
-
0
- DE DENDAT32405D patent/DE32405C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1781441A1 (de) | Laufkran | |
| DE2021653A1 (de) | Transportschiff fuer schwimmfaehige Lastbehaelter | |
| EP0177895A3 (de) | Panzersperre | |
| WO2000021826A1 (de) | Anlage zum löschen und beladen von schiffen mittels genormter plattformen mit hilfe von quick-docks und gegengewichten | |
| DE32405C (de) | Schleusenkonstruktion für grofse Höhenunterschiede | |
| DE2513541C2 (de) | Teleskoplagerkran für Schiffsladeräume | |
| DE1261805B (de) | Rechenreiniger | |
| CH665623A5 (de) | Seilzugmaschine. | |
| DE2112947C2 (de) | Fahrzeug für den Transport von Stahlbetonraumzellen | |
| DE102017204309A1 (de) | Lasthebevorrichtung mit Ausgleichsvorrichtung | |
| DE311001C (de) | ||
| DE1043748B (de) | Automatisch arbeitende Galvanisieranlage | |
| DE2410116C3 (de) | Rückwand für Aufbauten von Lastkraftwagen | |
| DE300928C (de) | ||
| DE140042C (de) | ||
| DE392227C (de) | Vorrichtung zum Heben und Senken der Eimerleiter von endlosen Speicherfoerderern fuer fest zusammenbackendes Schuettgut | |
| DE112435C (de) | ||
| DE459783C (de) | Beschickungsvorrichtung fuer Foerdergestelle | |
| DE42233C (de) | Eisenbahnwagen mit seitlich absetzbarer Ladebühne | |
| DE2361441C3 (de) | Vorrichtung zum Abstellen zweier Fahrzeuge übereinander mit zwei gleichzeitig heb- und senkbaren Bühnen | |
| DE197622C (de) | ||
| EP4282804A1 (de) | Aufzugsanlage mit einer ausserhalb des schachts bewegbaren kabine | |
| DE2734943A1 (de) | Befestigungsvorrichtung fuer einen in dem kastenaufbau eines fahrzeugs angeordneten, hoehenverstellbaren zwischenboden | |
| RU169044U1 (ru) | Комплекс для добычи сапропеля | |
| AT62882B (de) | Einführvorrichtung bei Leichenverbrennungsöfen. |