DE32405C - Schleusenkonstruktion für grofse Höhenunterschiede - Google Patents

Schleusenkonstruktion für grofse Höhenunterschiede

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DE32405C
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Germany
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lock
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lock construction
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Application number
DENDAT32405D
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English (en)
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J. GREVE, Regierungs - Baumeister in Raunheim a. Main
Publication of DE32405C publication Critical patent/DE32405C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E02HYDRAULIC ENGINEERING; FOUNDATIONS; SOIL SHIFTING
    • E02CSHIP-LIFTING DEVICES OR MECHANISMS
    • E02C3/00Inclined-plane ship-lifting mechanisms ; Systems for conveying barges or lighters over land, e.g. by railway

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Ocean & Marine Engineering (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Barrages (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT;
JVs 3240*
Denken 'wir uns in einer Schleusentreppe die Sohle der Kammern anstatt treppenförmig in einer durchgehenden geneigten Ebene angelegt, lösen wir das erste Unterthor von dem Mauerwerk, mit dem es fest verbunden ist, los und machen es fahrbar, so wird, wenn wir es nach Schliefsung der Oberthore in der geneigten. Kammer abwärts bewegen, das Wasser und ein darin schwimmendes, Fahrzeug dem Thore folgen und so in ein der Länge der geneigten Schleuse entsprechendes tieferes Niveau gelangen können; wird umgekehrt das Unterthor durch eine Kraft aufwärts bewegt, so wird ein vor demselben befindliches Fahrzeug mit dem Wasser, gehoben. Bei der Schleusentreppe führt das Fahrzeug waagrechte und senkrechte Bewegungen aus, bei der geneigten Schleuse wird es der Resultirenden dieser beiden Bewegungsrichtungen beständig folgen. Wir wollen die Construction an einem Beispiel erläutern.
Die Scheitelhaltung eines Kanals, dessen Schleusen 8,60 m Weite, 67 m nutzbare Länge und 2,50 m Drempeltiefe haben, soll mit der 25 m tiefer liegenden Fortsetzung des Kanals in Verbindung gesetzt werden. Oben und unten betrage der Wasserwechsel 0,50 m. Es werden von der oberen Haltung zwei durch eine Scheidewand getrennte Schleusenkammern unter einer Neigung von 1 : 20 heruntergeführt. Sie zeigen ein gleichmäfsig durchgehendes Profil von 8,60 m Weite und 7,20 m Höhe. Die Länge ergiebt sich zu 25 X 20 -f- 67 + 10 -f- 5 = 58,2 m. Wände und Sohle werden möglichst glatt hergestellt. In jeder Kammer bewegt sich, gleichwie der Kolben in einer Pumpe, ein fahrbares Wehr, welches das Profil vollkommen sperrt, in wasserdichtem Anschlufs an Seitenwände und Sohle. Beide Wehre oder Stauwagen, wie man sie zweckentsprechend nennen kann, sind unter einander durch eine Gliederkette, welche oben aufserhalb des Wassers um ein Rad geführt ist, verbunden. Bei der gleichmäfsigen Neigung der Schleuse bildet sich vor dem Stauwagen ein der Höhe desselben entsprechender Aufstau. Die Wassertiefe vor
dem Wehr ergiebt sich zu 2,50 -\ — = 5,85 m.
Dazu tritt in der einen Kammer noch eine gewisse Mehrfüllung, das Betriebswasser in einer Höhe von. 0,35 m (275 cbm). Wir haben dann im Ganzen mit einem Wasserdruck von 6,20 m zu rechnen. Der Gesammtdruck, den das 8,6 m breite Wehr auszuhalten hat, ergiebt sich zu 165t in der einen Kammer und zu 147 t in der anderen. Die Zugkraft des herabgehenden Wagens beträgt 18 t. Diese bedeutende Kraft, welche für die Einleitung der Bewegung nothwendig ist, würde für die Unterhaltung derselben zu grofs sein. Um die Fahrt gleichmäfsig zu erhalten, ist der obere Theil der geneigten Schleuse so ausgebildet, dafs, vom Beginn der Fahrt anfangend, der Wasserstand vor dem zu Thal gehenden Wagen allmälig sinkt, bis das Ende des Spiegels die geneigte Sohle erreicht. Der Ueberdruck beträgt dann nur noch 20 cm.
Die Kette bewegt sich in der Achse der Schleusenkammern. Sie ist in gerader Linie unter gleichbleibender Neigung aus dem Wasser heraus um das ebenfalls in einer Neigung von ι : 20 liegende Kettenrad geführt. Die gerade Durchführung der Kette, welche die
Stirn der Schleuse für die Einfahrt der Schiffe sperrt, zwingt uns, das Oberthor, welches dem einer gewöhnlichen Schleuse vollkommen gleich ist, aus der Achse der Kammer seitwärts zu rücken. Am unteren Ende der geneigten Schleuse schien es am zweckmäfsigsten, die Ein- und Ausfahrt der Schiffe dadurch zu ermöglichen, dafs die äufsere Wand der Kammer auf Schiffslänge beweglich construirt wurde. Sie wird parallel zur Schleusenachse so weit bei Seite gerückt, dafs die Aus- und Einfahrt frei wird.
Die Ein- und Ausfahrt der Schiffe kann auch dadurch ermöglicht werden, dafs man den oberen Theil des Stauwagens beweglich, z. B. als Schiebethor, construirt. Es können dann nach Herstellung eines Anschlusses an die untere Haltung die Schiffe nach Entfernung des beweglichen Theiles des Stauwagens (Aushebung des Schiebethores) über denselben hinwegfahren. Der Anschlufs wäre auch bei wechselnden Wasserständen möglich unter Verwendung der von Ruprecht (Centralblatt der Bauverwaltung, Jahrg. 1883, No. 8) angegebenen Auszüge.
Der Anschlufs an die in einem Spielraum von 0,50 m oben und unten wechselnden Wasserstände wird dadurch erreicht, dafs man die Stauwagen (unter entsprechender Verlängerung oder Verkürzung der Gliederkette vermittelst einer Spannvorrichtung) in einer dem jeweiligen Wasserstande entsprechenden Höhe zum Halten bringt. So mufs der Wagen beispielsweise bei Hochwasser oben 10 cm näher an die Oberthore heranfahren als wie bei niederem Wasserstand. Das Anhalten der Stauwagen wird dadurch bewirkt, dafs kurz bevor dieselben ihre richtige Endstellung erreichen, die Schützen oben und unten geöffnet werden. Dadurch wechselt allmälig der Ueberdruck, die Bremsen werden angezogen und beide Wagen kommen zum Stillstand. Der obere wird festgestellt, während der untere frei an der Kette hängen bleibt.

Claims (1)

  1. Pate nt-Anspruch:
    Eine Schleuse mit geneigter Sohle (geneigte Schleuse), in der ein fahrbares Wehr (Stauwagen) auf- und niederbewegt wird, zu dem Zwecke, ein Schiff, welches in dem vor dem Wehre sichv bildenden Aufstau schwimmt, zu heben oder zu senken.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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