DE32382C - Verfahren und Apparat zum Trennen, Anfeuchten und Aufkleben von Marken - Google Patents

Verfahren und Apparat zum Trennen, Anfeuchten und Aufkleben von Marken

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Publication number
DE32382C
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Authority
DE
Germany
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piston
mark
stamp
vacuum
flask
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT32382D
Other languages
English (en)
Original Assignee
A. BROWETT in 161 Highbury Hill, Grafschaft Middlesex, England
Publication of DE32382C publication Critical patent/DE32382C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65CLABELLING OR TAGGING MACHINES, APPARATUS, OR PROCESSES
    • B65C11/00Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles
    • B65C11/04Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels
    • B65C11/043Manually-controlled or manually-operable label dispensers, e.g. modified for the application of labels to articles having means for moistening the labels modified for the application of labels to articles

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  • Labeling Devices (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 70: Schreib- und Zeichenmaterialien.
ALEC BROWETT in i6i HIGHBURY HILL
(Grafschaft Middlesex, England).
Patentirt im Deutschen Reiche vom 24. Februar 1885 ab.
Vorliegende Erfindung bezieht sich auf einen einfachen Apparat, der sich zum Abtrennen der Post- oder anderen Marken von dem in ihrer Gesammtheit einen Bogen oder einen Streifen bildenden Blatt, sowie zum Befeuchten und Aufkleben derselben auf Briefe oder andere Flächen eignet, wodurch das bisher übliche Zerreifsen der Markenbogen mit der Hand, sowie das Anfeuchten der abgetrennten Marken mit der Zunge oder mittelst Schwammes vermieden wird.
Fig. ι zeigt den Grundrifs des Tisches oder der Platte des Apparates, auf welche der Markenbogen oder Streifen, gelegt wird, von dem in der nachbeschriebenen Weise eine Marke zur Zeit abgetrennt und befeuchtet werden soll. Fig. 2 zeigt einen Querschnitt des Tisches nach Linie 1-2 der Fig. 1, und Fig. 3 einen ähnlichen Querschnitt nach Linie 3-4 der Fig. 1. Fig. 4 zeigt im Verticalschnitt das in Verbindung mit diesem Tisch zur Verwendung kommende Werkzeug, mittelst welches das Abtrennen der Marken von ihren Bogen oder Streifen, das Befeuchten der losgetrennten Marken und darauf das Aufkleben derselben auf die Briefe oder anderen Flächen bewirkt werden soll. Fig. 5 zeigt einen Verticalschnitt (rechtwinklig zu Fig. 4) des unteren Theiles dieses Instrumentes, während endlich Fig. 6 die untere Seite desselben darstellt.
Der Markenbogen wird, mit seiner gummirten Seite nach unten, dergestalt auf den Tisch A aufgelegt, dafs die Marke in der Ecke des Bogens oder die letzte Marke eines Markenstreifens in den Schlitz oder die Öeffnung a zu liegen kommt, welche sich zwischen der Tischoberfläche und einer an dieser befestigten Führung B befindet; diese Führung sichert die richtige Stellung der vom Instrument, Fig. 4, 5 und 6, abzutrennenden Marke.
Diese Führung kann mit dem Messer C ein Stück bilden oder von letzterem getrennt sein und in geeigneter Weise an dem Tisch befestigt werden. Die schneidende Kante des Messers steht auf zwei Seiten eines in Fig. 1 ersichtlichen Parallelogramms vor, so dafs sie auf die zwei nicht abgeschnittenen Seiten der in der Ecke liegenden Marke wirkt. Dieses Messer ist in einem Einschnitt des Tisches A befestigt und liegt seine Schneidkante mit der Fläche des Tisches in einer Ebene oder etwas unter letzterer, um eine Berührung mit der nachrückenden, vom Bogen abzutrennenden Marke zu verhindern.
Innerhalb des Messers ist ein Block oder Stück D aus absorbirendem Material, zu welchem Zwecke sich am besten Bimsstein eignet, eingelegt, dessen obere Fläche durch Capillarität dadurch nafs erhalten wird, dafs der untere Theil des Blockes in ein Wasser enthaltendes Reservoir E eintaucht. Dieses Reservoir ist an der Unterseite des Tisches befestigt und wird durch eine mit Stöpsel c verschlossene Öeffnung b gefüllt. Klotz JD ist mit einer cylindrischen Durchbohrung oder Kammer F versehen, in welcher der Kolben G arbeitet.
In normaler Lage steht die Fläche dieses Kolbens über der oberen Fläche des Blockes D, was eine Feder d bewirkt, deren eines Ende gegen die Unterfla'che des Kolbens, deren anderes Ende gegen den Ring e anliegt; letzterer ist in dem Cylinder F befestigt und dient als Führung für die Spindel/ des Kolbens G.
Die Höhe, über welche Kolben G über den Block D vorsteht, kann nach Bedarf durch' eine Klappe g regulirt werden, die auf der Spindel f mehr oder weniger auf- und abgeschraubt . werden kann. Bei normaler Lage des Kolbens legt sich die Klappe gegen eine Mutter h an, welche den Cylinder F in seiner Stellung hält.
Ist die an der Ecke des Bogens oder Streifens befindliche Marke in der angegebenen Weise in die Führung B eingelegt, so wird der Kolben H des in Fig. 4 gezeigten Instrumentes in die Führung P0 eingesetzt. Die Kanten i der Kolbenunterflächen bilden eine Schneidkante, die innerhalb des Messers C und dasselbe berührend gleitet, wodurch der Kolben, wenn er niedergedrückt wird, wie eine Scheere wirkt, um die Marke von ihrem Bogen abzutrennen.
Bei weiterem Niederdrücken des Instrumentes wird die so abgetrennte Marke gegen die Oberfläche des Blockes D geprefst, um die gummirte Markenunterfläche anzufeuchten. Kolben G wird beim Niedergang von H in den Cylinder F geprefst, wobei sich Feder d zusammenprefst.
In dem Kolben H ist ein Kanal k angebracht, der mit einer rohrförmigen Spindel I in Verbindung steht; letztere ist mit einem Ende an dem Obertheil des Kolbens H befestigt, während sich das andere Ende an einem zusammenklappbaren Behälter, etwa eine aus Gummi bestehende Kugel K, anschliefst.
Diese Kugel ist in eine äufsere Umkleidung L eingeschlossen, die den zum Niederdrücken des Kolbens H erforderlichen Handgriff bildet.
Dieser Knopf L kann auf der rohrförmigen Spindel / und in oder über den entsprechend geformten Hohlcylinder H1 des Kolbens H gleiten; zwischen letzteren und Kugel L ist eine Spiralfeder M eingelegt, die beide, Kolben H und Kugel, von einander zu trennen sucht. Wird nun behufs Abtrennung der Marke von dem Bogen und zum Aufpressen derselben auf den die Märke befeuchtenden Block D gegen den Knopf L ein Druck ausgeübt, so gleitet derselbe auf der Spindel / und dem cylindrischen Theil H1 des Kolbens, wobei Kugel K und Feder M zusammengedrückt werden und die in ersterer enthaltene Luft durch das Rohr / und den Kanal k des Kolbens nach dem seitlichen Kanal k1 und durch das federnde Ventil k2 hinweggeprefst wird.
Wird dann der Druck auf den Kolben aufgehoben und dieser vom Block D weggenommen, so bewirkt 'das Vacuum oder das Ansaugen , welches durch die Neigung der zusammenklappbaren Kugel K in ihre ursprüngliche Lage zurückzugehen entsteht, ein Anhaften der befeuchteten Marke an dem Kolben, wobei durch das gleichzeitige Emporsteigen des Kolbens G vermittelst Expansion der Feder d das Abheben der Marke vom Block D erleichtert wird.
Der Kolben H wird dann mit der an ihm haftenden und angefeuchteten Marke aus der Führung B gehoben und auf den Brief oder eine andere Fläche, auf welche die Marke geklebt werden soll, aufgeprefst.
Zu diesem Zwecke zerstört der auf den Knopf K ausgeübte Druck das vorher gebildete Vacuum oder die Saugwirkung, indem durch Ventil k2 Luft eintritt und so die Marke von der Kolbenunterfläche freigegeben wird, welche dann an der Fläche, gegen welche sie angeprefst wurde, anhaftet. Il sind kleine Kanäle, die mit dem Einschnitt des Tisches, in dem der Kolben H gleitet, in Verbindung stehen, um beim Niedergang des Kolbens H behufs Befeuchtung der Marke die Luft entweichen, zu lassen.

Claims (3)

  1. Patent-Ansprüche:
    ι . Das -Verfahren, das Abtrennen einer einzelnen Marke von einem . Markenbogen oder Streifen und das Anfeuchten der gummirten Seite der abgetrennten Marke dadurch zu bewirken, dafs ein Kolben (H) mit schneidenden Kanten seiner Unterfläche gegen die auf Schneidkanten (C) ruhende Marke und mittelst desselben Druckes gegen eine permanent feuchte Fläche gedrückt wird, wobei durch den hierzu ausgeübten Druck im Kolben ein Vacuum hervorgerufen wird, welches die abgetrennte und befeuchtete Marke an der Unterfläche des Kolbens festhält, welches Vacuum beim Aufkleben der Marke behufs deren Loslösung vom Kolben zerstört wird.
  2. 2. Zur Ausführung dieses Verfahrens die Anordnung einer Platte mit entsprechenden Führungen und einer der Form der Marke entsprechenden Vertiefung, an deren Kanten sich Schneidmesser (C) befinden und in welcher ein von einem gefüllten Reservoir auf seiner Oberfläche feucht gehaltener poröser Block (D) untergebracht ist, aus
    ·■' dessen Oberfläche ein unter Federdruck stehender Kolben (G) hervortritt (Fig. 1 ■ bis 3).'
  3. 3. In Verbindung mit der unter 2. beschriebenen Platte ein mit Kanälen durchzogener, und mit einem nach aufsen öffnenden Ventil versehener Kolben (H), dessen Unterfläche Schneidkanten hat und dessen Handknopf aus einem elestischen Behälter (KL) besteht, damit der auf letzteren ausgeübte Druck die Luft aus den Hohlräumen des Kolbens zur Bildung eines Vacuums heraustreibt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DENDAT32382D Verfahren und Apparat zum Trennen, Anfeuchten und Aufkleben von Marken Expired - Lifetime DE32382C (de)

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