DE323503C - Anlasshilfsvorrichtung fuer Motoren - Google Patents

Anlasshilfsvorrichtung fuer Motoren

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DE323503C
DE323503C DE1919323503D DE323503DD DE323503C DE 323503 C DE323503 C DE 323503C DE 1919323503 D DE1919323503 D DE 1919323503D DE 323503D D DE323503D D DE 323503DD DE 323503 C DE323503 C DE 323503C
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pressure
compressor
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air
cylinder
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DE1919323503D
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PAUL ZEUNE DIPL ING
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    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F01MACHINES OR ENGINES IN GENERAL; ENGINE PLANTS IN GENERAL; STEAM ENGINES
    • F01LCYCLICALLY OPERATING VALVES FOR MACHINES OR ENGINES
    • F01L13/00Modifications of valve-gear to facilitate reversing, braking, starting, changing compression ratio, or other specific operations

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Compressor (AREA)

Description

  • Anlaßhilfsvorrichtung für Motoren. blmotoren, bei denen der Brennstoff mittels hochgespannter Druckhift in den Zylinder eingeblasen wird und die durch Druck-. Luft wesentlich niederer Spannung angelassen werden, brauchen außer den Anlaßdruckluftbehältern noch Vorratsbehälter für die hochgespannte Einblaseluft, um das schnelle, sichere Anspringen des Motors auf Brennstoffbetrieb schon zu ermöglichen, während der Kompressor seine Druckräume noch nicht selbst auf genügend hohen Druck während der wenigen Anlaßhübe aufzupumpen imstande ist. Um dennoch die Anlaßeinrichtung des Motors tun die Hochdruckbehälter mit ihren kostspieligen Armaturen vereinfachen zu können, gibt es bereits Vorrichtungen, die schnelle Bereitschaft von Hochdruckluft anstreben, z. B. dadurch, daß die zwischen den Kompressordruckstufen eingeschalteten -Druck- oder Kühlräume durch Anlaßluft vor Inbetriebgehen aufgefüllt werden können, damit der Kompressor während der Anlaßhübe sich selbst und die Druckräume nur noch vom Anlaßdruck auf Einblasespannung zu pumpen braucht. In anderer Weise und mit größerer Sicherheit und Unterstützungsmöglichkeit der Kompressoranfangsarbeit in weiteren Grenzen erreicht folgende Erfindung diesen Zweck.
  • Die Fördermenge des Kompressors wird während der wenigen Anlaßhübe, bei denen es gerade auf besonders sichere Erzielung der ersten Zündungen ankommt, vergrößert bz«-. vervielfacht, indem Druckluft aus dem Anlaßbehälter in den Kompressorzylinder geleitet wird; dabei wird der Luftübertritt in einfachster Weise vom Konipressorkolben gesteuert.
  • Die Einrichtung der Erfindung ist in Fig. i dargestellt. Der Ölmotor A treibt den Kompressor B an, dessen Druckstufen S und T sind. Das Anlassen erfolgt in bekannter Weise durch Druckluft aus dem Anlaßluftbehälter C, welche durch das Absperrventil I>,. die Leitung E und -das gesteuerte Anlaßventil F dem Motorzylinder zugeführt wird. Während des Anlassens ist nun das Ventil G geöffnet und läßt Druckluft durch das Rohr II in den Kompressorzylinder an der gewählten Stelle I überströmen, wobei die übertretende Luftmenge selbsttätig mit schneller laufender Maschine, mit zunehmendem Druck in den Kompressorräutnen S, T, K, I. und 31 und mit fallendem Anlaßd ruck abnimmt. h und I_ sind Zwischenkühler, 31 Einblaseleitung.
  • Die Füllung des Niederdruckzylinders S (Fig. i) geschieht dabei in folgender Weise. Zunächst wird beim Niedergang des Kolbens Luft durch das Ventil N angesaugt, bis der Kalben die Mündung I freilegt. :Nun strömt Druckluft durch Rohr H aus dein Behälter C so lange in den Niederdruckzylinder S; bis die Drücke sich in beiden Räumen C und S ausgeglichen haben. Hierbei dringt die Druckluft aus dem Behälter C nicht bloß in den Niederd.ruckzylinder S, sondern auch durch die Druckventile der Konipressorstufen in den Zwisdiendruckbehälter K, in den Hochdruckzylinder T, in den Hochdruckkühler I. und in die Hochdruckleitung 1I, alle diese Räume mit Druckluft füllend. Beim Aufwärtsgang des T-Zoml)ressorlcoll)ens wird nein zunächst ein Teil der Druckluff aus dem Niederdruckzylinder S in den Behälter C zurückgedrängt, bis die Mündung J vom Kolben überdeckt ist. Hierauf beginnt die -v-Zeitere Verdichtung der Druckluft im Niederdruck-Zylinder S und gleichzeitig das Überdrücken in die Räume K, T, L und M. Diese im Zylinder S weiter verdichtete Luftmenge ist um so größer, je früher der Kompressorkolben beim Druckhub die Mündung J überdeckt; also wird die Wirkung der Vorrichtung z. B. am größten sein, wenn die Mündung J so gelegt ist, daß die Druckluft aus dem Behälter C am Ende des Saughubes (bz-w. Beginn des Druckhubes) des Kompressorkolbens dem Niederdruckzylinder S zugeführt wird.
  • Durch die freie Wahl der Übertrittsstelle J kann demnach auch die Schnelligkeit der Wirkung dieser Vorrichtung gegenüber anderen, in beliebigen, hier in Frage kommenden Grenzen vergrößert und den vorhandenen Druck- und Größenverhältnissen des Anlaßbehälters und der Einblasevorrichtung angepaßtwerden, andererseits gefährliche Drucksteigerungen auch verhindert werden.
  • Die Wirkung der Vorrichtung und ihr Unterschied von bisher bekannten Einrichtungen ist in Fig. 2 unter vereinfachenden Annahmen in einem Volumen-Druckdiagramm dargestellt.
  • Die Schaulinien des Druckverlaufs sind nur für den ersten Druckhub des Niederdruckkolbens S und des Hochdruckkolbens T gezeichnet, da sie trotzdem die Unterschiede der Arbeitsweisen erkennen lassen, wobei zur weiteren Vereinfachung angenommen ist, daß der erste Druckhub des Hochdruckkolbens erst nach Vollendung des ersten Druckhubes des Niederdruckkolbens beginnt.
  • Die Linie i, 6, 7, 8, 9, io zeigt zunächst den Druckverlauf im zweistufigen Kompressor beim normalen Betriebe während des Kompressionshubes unter Vernachlässigung der Druckschwankungen in den Aufnehmern K und L bei einem Hubvolumenverhältnis 8:,1.
  • Ist während des Anlassens der Maschine der Kompressor auf seine eigene Fördermenge und -druck angewiesen, so erfolgt der Druckanstieg nach der Linie i, 2, 3, 4, 5, -,wobei eine große Zahl von Hüben bis zur Betriebsdruckhöhe erforderlich ist, wie aus dem Diagramm zu ersehen ist. Der Linienzug i, 2, 12, 13, 14, 15 zeigt den Verlauf bei einer bisher bekannten Vorrichtung, bei der die Zuführung der Anlaßluft zum Kompressor in den Zwischendruckbehälter K erfolgt. Bei der gezeichneten Bemessung des Druckraumes L ist die Drucksteigerung als nicht besonders groß zu erkennen, vor allem im Vergleich zur Erfindung mit dem Druckverlaufe 16, 17, 19, 20, 21, 22. Mit dem ersten Druckhube des Niederdruck- und Hochdruckkolbens wird für die beispielsweise gewählte Übertrittsstelle J bereits ein ausreichender Einblasedruck erzielt.
  • Eine Erweiterung der Erfindung besteht nun darin, daß die Anlaßvorrichtung von Ölmotoren mit Brennstoffeinblasung auch noch um die Aufladeleitung P nebst Armaturen vereinfacht "-erden kann, nämlich dadurch, daß die Übertrittstelle J so angebracht ist. daß bei ihrem Abschluß durch den Kom- -pressorkolben im normalen Betriebe gerade der volle Behälterdruck C im Kompressorzylind'er erreicht ist. Diese Vorrichtung stellt in bezug auf die schnelle Gewinnung des Einblasedruckes einen Spezialfall der in Fig. i veranschaulichten Vorrichtung dar und ist besonders bei klein gehaltenen Hochdruckräumen. L, 37 anzuwenden; sie ist in Fig. 3 dargestellt. Die Überstromleitung P erhält zweckmäßig ein abhebbares Rückschlagventil R, das schließlich auch noch mit dem Absperrventil 0 vereinigt werden kann, wie Fig.4 zeigt. Während des Anlassems tritt zum schnellen Gewinnen des Einblasedruckes Anlaßluft aus dem Behälter C durch Absperrventil 0, Rückschlägventil R bei J in den Kompressorzylind'er, in Fig. 3 beispielsweise in den Hochdruckzylinder T. Nach Übergang des Motors zum Brennstoffbetriebe wird das Rückschlagventil R durch die Schraube 0 hochgehoben, so daß der vom Kompressor geförderte Druckluftüberschuß zwecks Aufladung in den Anlaßbehälter C abströmt. Dies geschieht auf folgende Weise. Da.die Kompressoren immer etwas reichlich in ihrer Größe gewählt werden, so muß im normalen Betriebe das Drosselventil N auf etwas kleinere Fördermenge eingestellt werden, als der Kompressor liefern könnte; nämlich so, daß eben. gerade der für die jeweilige Motorbelastung günstigste Einblasedruck erreicht wird. Wird dann aber -das Drosselventil N -auf größte Kompressorleistung eingestellt, so würde der Druck im Kompressor überall entsprechend steigen, also: der Enddruck im Niederdruckzylinder S, der mittlere Druck im Aufnehmer K, der Enddruck im Hochdruckzylinder T und auch der Druck an der Mündung J immer bis zu dem Augenblick, wo sie eben der Kompressorkolben überdecken will.
  • Zum Aufladen des Anlaßbehälters C wird nun beim Druckhube von der Luftmenge im Hochdruckzylinder T so viel bei J durch die Leitung P in den Anlaßbehälter C hinübergedrückt als durch Öffnen des Drosselventils N mehr gefördert wurde, so daß der Kompressionsendd,ruck gleich dem gewünschten Einblasedruck bleibt. Ein unerwünschtes Luftpendeln in der Ladeleitung kann dabei leicht durch ein eingefügtes in umgekehrtem Sinne zum Ventil R abhebbares Rückschlagventil verhindert werden. Einblasespannung ebenso wie Aufladedruck werden also durch Einstellung des Drosselventils N in bequemer und genauer Weise geregelt. Während des normalen Betriebes können zeitweilige Druckschwankungen in der Einb:laseeinrichtung bei offenem Rückschlagventil R durch Abgabe oder Aufnahme von Luft aus dem als Zwischenaufnehmer wirkenden Anlaßbehälter C ausgeglichen werden.
  • Die Vorzüge der Erfindung gegenüber anderen Vorrichtungen bestehen darin, daß eine beträchtliche Kompressorarheit beim Aufladen des Anlaßbehälters dadurch gespart wird:, daß die Ladeluft nicht auf die volle Einblasespannung gepreßt zu werden braucht, von der sie dann ja wieder auf den Druck im Anlaßbehälter C expandieren müßte; ferner kann im allgemeinen sowohl eine Kühlvorrichtung für die Ladeluftleitung P, als auch die Hochdruckkülhlvorrichtung L (in Fig. 3 noch mitgezeichnet) gespart werden infolge Wegfalls der Gefahr von Ölexplosionen im Behälter C.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Anlaßhilfsvorrichtung für Motoren, bei denen der Brennstoff mittels hochgespannter Druckluft eingeblasen wird, und die mit Druckluft niedrigerer Spannung angelassen werden und keine Hochdr uckvorratsbehälter für Einblaseluft besitzen, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anlaß,druckbehälter und Kompressorzylinder eine von Kompressorkolben gesteuerte Verbindung angeordnet ist. z. Anlaßhilfsvorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen Anlaßbehälter und Kompressorzylinder eine mit abhebbarem Rückschlagventil versehene und vom Kompressorkolben gesteuerte Verbindung an derjenigen Stelle des Kompressorzylinders angeordnet ist, daß bei Überdeckung derselben durch den Kompressorkolben bei seinem Druckhube der Druck gerade gleich der höchsten Aufladespannung im Anlaßbehälter ist.
DE1919323503D 1919-02-05 1919-02-05 Anlasshilfsvorrichtung fuer Motoren Expired DE323503C (de)

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