DE322698C - Auf Zeit einstellbare Vorrichtung mit Uhrwerken zur Ausloesung elektrischer oder mechanischer Vorgaenge - Google Patents

Auf Zeit einstellbare Vorrichtung mit Uhrwerken zur Ausloesung elektrischer oder mechanischer Vorgaenge

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DE322698C
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    • G04HOROLOGY
    • G04FTIME-INTERVAL MEASURING
    • G04F3/00Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork
    • G04F3/02Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms
    • G04F3/027Apparatus which can be set and started to measure-off predetermined or adjustably-fixed time intervals with driving mechanisms, e.g. dosimeters with clockwork with mechanical driving mechanisms using electrical contacts, e.g. for actuating electro-acoustic device

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Description

  • Auf Zeit einstellbare Vorrichtung mit Uhrwerken zur Auslösung elektrischer oder mechanischer Vorgänge. Gegenstand der Erfindung ist eine Vorrichtung zur selbsttätigen Auslösung elektrischer oder mechanischer Vorgänge, beispielsweise zur Betätigung von Alarmvorrichtungen, zur elektrischen oder mechanischen Zündung von Minen, Sprengbomben u. dgl., nach Ablauf einer beliebig einstellbaren Zeit. Die Erfindung hat den Zweck, die nach Ablauf der.eingestellten Zeit erwarteten Vorgänge auch dann, und zwar dann sogleich herbeizuführen; wenn Störungen im Zeitgetriebe der Vorrichtung eintreten, durch die ihre ordnungsmäßigeWirkungsweise in Frage gestellt ist, dabei jedoch in der Ruhelage eine einwandfreie Sicherung der Vorrichtung gegen unbeabsichtigte Wirkung zu gewährleisten, und bei jeder Betriebsstellung eine Zurückführung der Vorrichtung in die Ruhelage zu ermöglichen.
  • Dieser Zweck wird erfindungsgemäß zunächst dadurch erreicht, daß zur Auslösung der nach Ablauf einer gewünschten Zeit gewollten Vorgänge ein mit einem dieser Zeit entsprechend ortsfest eingestellten Glied zusammenwirkendes umlaufendes Glied vorgesehen ist, das gleichzeitig mit einem gleichsinnig und synchron umlaufenden Glied und weiteren ortsfesten Gliedern so zusammenwirkt, daß bei Störung des Antriebes eines der umlaufenden Glieder die gleichen Vorgänge sofort herbeigeführt werden, die andernfalls nach Ablauf der eingestellten Zeit herbeigeführt worden wären. Die Sicherung der Vorrichtung in der Ruhelage kann dabei in verschiedener Weise erzielt werden, j e nachdem es sich um die Herbeiführung elektrischer oder rein mechanischer Vorgänge handelt. Im ersteren Falle, bei dem sowohl die ortsfesten Glieder wie auch die umlaufenden als Kontakte bzw. Kontaktträger ausgebildet sind, ist die Anordnung d'er Kontakte erfindungsgemäß so getroffen, daß in der Ruhelage der Vorrichtung die miteinander und mit den ortsfesten Kontakten zusammenwirkenden Kontakte sämtlich getrennt sind, so dä,ß eine mehrfache Unterbrechung des Stromkreises verhanden ist, die erst nach Ablauf einer bestimmten Frist nach Ingangsetzung der Vorrichtung durch Zusammentreffen; eines Teiles der Kontakte teilweise aufgehoben und erst nach Äblauf der eingestellten Zeit bzw. nach Eintreten einer Störung im Antrieb, also bei der Auslösung der gewünschten Vorgänge gänzlich beseitigt wird. Gegebenenfalls kann man dabei noch eine besondere, beispielweise ein Scharfwerden der Mine vor einem bestimmten Zeitpunkt verhindernde bzw. erst in diesem Zeitpunkt bewirkende Sicherungsvorrichtung anordnen, die durch ein in einem Hilfsstromkreis liegendes Relais gesteuert wird, dessen Stromkreis wiederum erst nach Ingangsetzen der Vorrichtung durch Zusammenwirken eines umlaufenden Kontaktes mit einem ortsfesten Kontakt geschlossen wird. Bei der rein mechanischen Einrichtung erfolgt die Sicherung in der Ruhelage vorzugsweise durch Sperrvorrichtungen, die teilweise an den ortsfesten und teilweise an den umlaufenden Gliedern vorgesehen sind und durch an diesen Gliedern vorgesehene Anschläge bzw. Widerlager bis zum Ablauf der eingestellten Zeit bzw. bis zum Eintritt einer Störung in ihrer Lage blockiert werden.
  • Um schließlich die Zurückführung der Vorrichtung in die Ruhelage bei jeder Betriebsstellung zu ermöglichen, sind die beweglichen und aufeinander einstellbaren Glieder konachsial so gelagert, daß die zueinander gehörenden Glieder ineinanderliegen und unabhängig voneinander verstellt werden können, wobei die in ihrer Bewegung voneinander abhängigen Glieder durch federnde Reibung miteinander gekuppelt sind.
  • Auf der Zeichnung sind einige Ausführungsformen der Erfindung beispielsweise dargestellt.
  • Fig. i zeigt eine Vorrichtung zur Auslösung elektrischer Vorgänge, in achsialem Mittelschnitt, Fig. 2 eine Draufsicht dieser Vorrichtung in Ruhestellung, Fig.3 eine Draufsicht derselben in Betriebsstellung, Fig. 4 einen Schnitt nach Linie A-B der Fig. 2, Fig. 5 einen Schnitt nach Linie C-D der Fig. i.
  • Fig. 6 zeigt eine im wesentlichen der Ausiührungsform nach Fig. i gleiche, jedoch finit einem besonderen Sicherungsstromkreis versehene Ausführungsform in dem ergänzten Teil, Fig. 7 einen Schnitt nach Linie E-F der Fig. 6 und Fig. 8 einen Schnitt nach Linie G-H der Fig. 6.
  • Fig. 9 zeigt in achsialem Mittelschnitt eine Vorrichtung zur Auslösung einer mechanischen Zündvorrichtung, Figr io eine Draufsicht dieser Vorrichtung in Ruhestellung, Fig. i r eine Draufsicht in Betriebsstellung, Fig. 12 einen Schnitt nach Linie I-K der Big. 9, Fig. 13 einen Schnitt nach Linie L-l1f der Fig. 9, Fig. 14 einen Schnitt nach Linie N-0 der Fg.-9,.
  • .. F ig. 15 einen Schnitt nach Linie a-b der Fig. _ Fig. 14, 16 einen Schnitt nach Linie P-Q der Fig. 9, Big. i-7 und 18 Einzelteile der Vorrichtung im Schnitt nach den Linien c-d bzw. e-f der Fig. 9 gesehen, und .
  • Fig. ig eine Vorrichtung nach Fig. 9 -mit anderer Anordnung der Zündmasse, in der Ansicht der,Fig.=i3._ Gemäß Fig. i bis 8 sind in einem Gestell i zwei durch die Wellen 2 und 3 aufziehbare Uhrwerke zum gleichsinnigen und gleichmäßigen Antrieb der Welle 4 und der diese umgebenden Hohlwelle 5 vorgesehen. Letztere trägt an' ihrem oberen Teil eine Scheibe 6, an welcher auf einem Steg 7 ein gegabelter Kontakt 8 angeordnet ist, der über den Steg 7, die Scheibe 6 und die Welle 5 mit dem Gestell i, das an die Batterie B angeschlossen ist, im Körperschluß liegt. Isoliert auf der Scheibe 6 ist ferner ein Schleifkontakt 9 , angeordnet. Am oberen Ende der Welle 4 ist isoliert ein leitender Kontaktträger io befestigt, an dem ein winklig gestalteter Kontakt 11, 12 und ein diesem diametral gegenüberliegender, in der Ruhestellung mit geringem Abstand über dem isolierten Kontakt 9 der Scheibe 6 liegender Schleifkontakt 13 angeordnet sind. Der Teil i i des Doppelkontaktes ist verhältnismäßig breit und liegt im Drehbereich der Gabel des Kontaktes 8, so daß die Gabelenden auf demselben schleifei können. Die Kontakte ii, i?, der Träger io und der Kontakt 13 sind mit dem isolierten Kontakt 9 der Scheibe 6 leitend verbunden. In einer Buchse 14 der oberen Abschlußplatte 15 des Gestelles. i ist eine mit Stellknopf 16 versehene kreisförmige Skala 17 mittels einer hohlen Welle i8 drehbar gelagert. Die hohle Welle 18 ist am unteren Ende glockenartig erweitert und trägt einen isolierten Kontaktring 19, der zwischen den Kontakten 9 und 13 hindurchgeht, so daß dieselben auf ihm schleifen können. Auf der Innenseite ist der Ring 19 mit einer Aussparung 2o versehen, in welcher die Kontakte 9 und 13 in der Ruhestellung der Vorrichtung liegen. Auf der Außenseite dagegen befindet sich der Ring ig in dauernder Berührung mitSchleifkontakten2i; die ortsfest, aber isoliert am Gestell angeordnet und mit der Batterie B verbunden sind. In der hohle. Welle 18 der Skala 17 ist eine Welle 22 gelagert, die durch einen mit Zeiger :23 versehenen Knopf 24 gedreht werden kann, und am unteren Ende eine Scheibe 25 trägt, an der ein Kontakt 26 und ein Anschlag 27 befestigt sind, die in den Weg des Kontaktes 12 ragen. Der Kontakt 26 liegt über die Scheibe 25, die Welle 22 und die Hohlwelle 18 mit dem Gestell i in Körperschluß. Der Zeiger 23 bewegt sich über der Skala 17. An dem Knopf.24 ist ein Hebel 2,8 drehbar gelagert, der an einer .durch einen Schlitz 29 der Platte 15 ragenden, um die Achsen 4 und 5 schwingbaren Stange 30 (Fig.4) an.-greift, an welchen Hebelarme 31 befestigt sind, die mit in der Ruhestellung der Vorrichtung die Laufwerke - hemmenden Federn 32 versehen sind. Die Stange 30 ist ferner mit einem -Knopf 33 versehen, Durch federnde Unterlegscheiben 34, 35,- 36 von in der genannten Reihenfolge abnehmender Stärke sind die Skala 17 gegen die Platte 15, der Knopf 2.4 gegen die Skala 17 und der Hebel 28 gegen den Knopf 24 abgestützt und für gewöhnlich in ihrer Läge gehalten. In gleicher Weise ist die Welle ¢ durch eine federnde Scheibe 37 mit dem lose auf ihr sitzenden Triebrad 38 zekuppelt.
  • In der dargestellten Ruhestellung der Vorrichtung steht der Zeiger 23 über der Skala 17 auf »Ruhe« (Fig.2). Der Hebel 28 steht gleichfalls auf »Ruhe«, und die Laufwerke sind durch die Federn 32 gesperrt. Die von der Bewegung der Wellen 4 und 5 abhängigen Kontakte 9 und 13 liegen übereinander in der Aussparung 2o des Kontaktringes i9. Der von der Welle 4 bewegte Kontakt i i liegt frei in der Gabel des von der Welle 5 bewegten Kontaktes 8 (Fig. 5). Der mit dem Kontakt i i zusammenhängende Kontakt 12 liegt gegen den Anschlag 27 der Scheibe 25, deren Kontakt 26 freiliegt (Fig. 7). Der Stromkreis der Batterie B ist demnach zwischen den Kontakten 9, 13 und dem Kontaktring i9, ferner zwischen den Kontakten 8 und i i und endlich zwischen den Kontakten 12 und 26 unterbrochen, so daß die Vorrichtung gegen unbeabsichtigte Wirkung unbedingt gesichert ist. Beim Anlassen dreht man den Knopf 24 im Sinne des Uhrzeigers. Derselbe nimmt zufolge der Federreibung 36 den Hebel 28 und die Stange 30 mit, bis dieselben am anderen Ende des Schlitzes 29 auf Lauf stehen (Fig. 3), so daß sich die Laufwerke zufolge Aushebens der Federn 32 in Gang setzen und die Wellen 4 und 5 in dem der Drehung des Knopfes 24 entgegengesetzten Sinne in Drehung versetzen. Der Anschlag 27 wird bei der Drehung des Knopfes von dem Kontakt 12 entfernt und der Kontakt 26 verstellt, beispielsweise in die in Fig.7 punktiert ersichtliche Lage. In dieser Stellung steht der Zeiger 23 auf der höchsten, dem längstmöglichen Zeitabschnitt entsprechenden Zahl (70, Fig. 3) der Skala 17. Diese Skala bleibt während der Drehung des Knopfes 24 in Ruhe. Soll ein kleinerer Zeitabschnitt. eingestellt werden, so bewegt man den Knopf 24 bzw. den Zeiger 23 und den Kontakt 26 entsprechend weiter, wobei der Hebel 28, da er am Schlitzende 29 angekommen ist, auf Lauf stehen bleibt und die Gleitfederkupplung 36 nachgiebt. Die Wellen 4 und 5 bewegen nun die Kontakte 9 und 13 sowie die Kontakte 8, i i und 12 gleichsinnig und gleichzeitig, so daß diese Kontakte ihre gegenseitige Lage nicht ändern. Die Kontakte 9 und 13 laufen nach Ablauf einer gewissen Zeit auf den Kontaktring i9 auf, heben also eine der Stromunterbrechungen auf und bereiten den eigentliehen Stromschluß vor. Dieser erfolgt einmal, wenn der Kontakt 12 nach Ablauf der eingestellten Zeit mit dem Kontakt 26 in Berührung kommt, und das andere Mal, wenn Störungen im Gang der Laufwerke auftreten. Im ersteren Falle verläuft der Strom von der Batterie B über die Kontakte 21, die Kontaktscheibe i9, den Kontakt 13, den Kontaktträger i o, die Kontakte i i, 12, den Kontakt 26, die Scheibe 25, die Welle 22, die Hohlwelle 18 und das Gestell i zureck zur Batterie B. Das andere Mal hängt der Stromverlauf von der Art der Störung im Gang der Laufwerke ab. Bleibt eines der Laufwerke von vornherein stehen, so kommen die Kontakte 8 und i i miteinander in Berührung, und schleifen aufeinander. Währenddessen läuft der Kontakt 9 oder der Kontakt 13 auf den Kontaktring z9 auf, so daß der Stromschluß erfolgt. Bleibt das zur Welle 4 gehörende Uhrwerk stehen, so verläuft der Strom von der Batterie B über die Kontakte 21, den Schleifring 19, den Kontakt 9, den damit leitend verbundenen -Kontakt 13, den Kontaktträger io, die Kontakte ii und 8, die Scheibe 6, die Welle 5 und das Gestell i zur Batterie zurück. Wenn das andere Laufwerk stehen bleibt, so verläuft der Strom in gleicher Weise; nur mit dem Unterschiede, daß er von dem Kontaktring i 9 direkt auf den Kontakt 13 übergeht. In gleicher Weise verläuft der Strom, wenn eines der beiden Laufwerke stehen bleibt, nachdem die Kontakte 9 und 13 bereits auf den Kontaktring i9 aufgelaufen sind.
  • Es erfolgt demnach in jedem Falle ein Stromschluß und damit die Auslösung der gezvünschten Vorgänge sowohl nach Ablauf der eingestellten Zeit wie auch bei Störungen der Laufwerke.
  • Um die Vorrichtung vor Erreichung der Endstellung in die Ruhelage zurückzubringen, dreht man den Knopf 24 in entgegengesetzter Richtung wie vorher so lange, bis der Anschlag 27 wieder gegen den Kontakt 12 zu liegen kommt. Dabei werden der Hebel a8 und die Stange 30 wieder in die Ruhelage zurückgeführt und die Laufwerke gesperrt, worauf der Knopf 24 allein weiter gedreht wird, wenn nach erfolgter Sperrung der Anschlag 27 den Kontakt 12 noch nicht erreicht haben sollte. Alsdann dreht man die Skala 17 mittels des Knopfes 16, dem Knopf 24 bzw. dem Zeiger 23 nach, bis das Ruhezeichen unter den Zeiger und somit die Aussparung 2o des Kontaktringes i9 unter denKontakt 13 zu .liegen kommen. Wenn keine Störungen des Laufwerkes aufgetreten sind, so liegen die Kontakte 9 und 13 übereinander und der Kontakt i i liegt frei in der- Gabel des Kontaktes B. Andernfalls kann die mit dem Triebrad 38 lediglich durch die federnde Scheibe 37 gekuppelte Welle 4. mittels des durch die untere Platte 4o des Gestelles i ragenden Vierkants 41 wieder in die Normallage eingestellt werden.
  • Von der beschriebenen Ausführungsform unterscheidet sich diejenige nach Fig. 6 bis 8 lediglich dadurch, daß sie noch eine weitere, an einem Hilfsstromkreis liegende elektrische Vorrichtung, z. B. ein Relais, nach Ablauf einer bestimmten Frist zu betätigen vermag. Zu diesem Zwecke sind an dem glockenförmigen Ansatz der Hohlwelle 18 über dem Kontaktring 19 zwei weitere Kontaktringe 42, 43 isoliert voneinander angeordnet, die auf der Innenseite in gleicher Weise, wie der Ring 19, mit einer Aussparung 44, 45 versehen sind und auf denen am Gestell i isoliert angeordnete Schleifkontakte 46, 47 schleifen, an die eine Batterie B,. angeschlossen ist. In der Ruhelage befinden sich in den Aussparungen der Kontaktringe 42, 43 isoliert an dem Kontaktträger io angeordnete Schleifkontakte 48, 49, die nach dem Anlassen des Laufwerkes nach Ablauf eines durch die Breite der Aussparungen und ihre eigene Breite bestimmten Zeitabschnittes auf die Kontaktringe 42, 43 auflaufen und den Stromkreis der Batterie B1 schließen, so daß die in diesem Stromkreis liegende elektrische Vorrichtung betätigt wird. Bei Zurückführung der Vorrichtung in die Ruhestellung wird auch die Berührung zwischen den Ringen 42, 43 und den Kontakten 48, 49 wieder aufgehoben und der Stromkreis der Batterie B1 wieder unterbrochen.
  • Bei der Ausführungsform der mechanischen Zündvorrichtung nach Fig. 9 bis i9 sind die Anordnung der Laufwerke und ihrer Steuerung die gleichen wie bei den vorbesprochenen elektrischen Vorrichtungen. Für gleiche Teile sind gleiche Bezugszeichen gewählt.
  • Die innere Welle 4 ist an ihrem oberen Ende mit einer achsialen, abgesetzten Bohrung 5o versehen, in der ein Zündbolzen 5 r geführt ist, der unter dem Einfluß einer Schraubenfeder 52 steht. Der Zündbolzen wird in der Spannstellung durch einen Hebel 53 gehalten, der an einem glockenförmigen Ansatz 54 der Welle 4 gelagert ist und mit einem Arm über einen Bund 55 des Zündbolzens greift, während der andere Arm durch einen Steg 56 abgestützt wird, der sich an einem Arm 57 der äußeren Welle 5 befindet und durch eine Aussparung 58 des glockenförmigen Ansatzes 54 der Welle 4 hindurchgeht. Der Knopf 24 und der Zeiger 23 sind hier am oberen Teil einer Hohlwelle 59 angebracht, die in der Büchse 14 der oberen Abschlußplatte 15 des Gestelles i drehbar gelagert ist. Auf der Hohlwelle 59 sind der Hebel 28 und die Skala 17 gleichfalls drehbar gelagert und gegen die an der Welle festen Teile bzw. gegen die Platte 15 durch die federnden Scheiben 34, 35, 36 von in der genannten Reihenfolge abnehmenden Stärke abgestützt. In der abgesetzten Bohrung der Hohlwelle 59 ist eine mit seitlichem Schlitz 6o und Führungsstift 61 versehene, unter dem Einfluß einer Schraubenfeder 62 stehende Patrone 63 mit Zündkapsel 64 achsial verschiebbar gelagert, deren Pulverfüllung über den Schlitz 6o und einen Schlitz 65 der Hohlwelle mit einer Zündschnur 66 in Verbindung steht, welche zur Sprengladung 67 führt. Die Patrone 63 wird unter der Spannung der Feder 62 für gewöhnlich durch einen am unteren Ende der Hohlwelle 59 gelagerten Hebel 68 gehalten, dessen einer Arm gegen den Randflansch der Patronenhülse liegt, während sein anderer Arm sich mittels einer Laufrolle 69 gegen einen nach innen vorspringenden Flansch 7o des glockenförmigen Ansatzes 54 der Welle 4 stützt. Der Flansch 70 ist mit einem Anschlag 71 (Fig. 14 und 15) und 'mit einer diesem benachbarten Unterbrechung 72 versehen. Mit dem unteren Ende der Hohlwelle 59 ist ferner ein Winkelansatz 73 starr verbunden, dessen abwärts gebogener Schenkel eine Aussparung 74 aufweist, in die in der Ruhelage der Vorrichtung der durch den Steg 56 abgestützte Arm des Hebels 53 zu- liegen kommt, der somit durch die die Aussparung nach unten-begrenzende Schiene 75 aufgefangen wird, wenn er aus irgendeinem Grunde von dem Steg 56 abrutschen sollte. Der Hebel 53 ist somit in der Ruhelage doppelt gesichert. .Um bei der Einstellung der Vorrichtung eine vorzeitige Zündung zu verhindern, wenn der Hebel 53 von dem Steg 56 abgerutscht sein sollte, ist die Schiene 75 am Ende mit einem Anschlag 76 (Fig. 18) versehen, durch den in diesem Falle ein Abgleiten des Hebels 53 von der Schiene 75 verhindert wird.
  • Das Anlassen der Vorrichtung erfolgt wie bei der elektrischen Vorrichtung durch Drehen des Knopfes 24 im Sinne des Uhrzeigers. Dabei wird die Rolle 69 auf dem Flansch 7o verstellt, die Schiene 75 gibt den Hebel 53 frei, und . die Laufwerke werden durch den Hebel 28, die Stange 30 und die Hebel 31 bzw. die Federn 32 freigegeben. Die synchron sich drehenden Wellen 4 und 5 drehen gleichzeitig in dem Sinne des Uhrzeigers entgegengesetztem Sinne den Steg 56, den Hebel 53 und den glockenförmigen Ansatz 54, wobei dieRolle 69 auf dem Flansch 70 läuft und sich allmählich der Aussparung 72 nähert. Sobald sie diese erreicht, wird der Hebel 68 frei, und die Patrone 63 wird durch die Feder 6a gegen den Zündbolzen 51 geschnellt, wodurch die Zündung herbeigeführt wird. Wenn eines der Laufwerke, nachdem der Hebel 5-3 durch 75 freigegeben ist, vor der eingestellten Zeit stehenbleibt oder von vornherein nicht angeht, so rutscht nach Ablauf einer durch die Breite des Steges 56 gegebenen Zeit der Hebel 53 von diesem ab, und der Zündbolzen 51 wird gegen die Zünd= kapsel .der Partone 63 geschnellt, so daß wiederum die Zündung herbeigeführt wird.
  • Um die Vorrichtung vor erfolgter Zündung in die Ruhelage zurückzuführen, dreht man den Knopf 24 im Sinne des Uhrzeigers entgegengesetzter Richtung, bis die Rolle 69 gegen den Anschlag 71 stößt, wobei die Schiene 75 wieder unter den abgestützten Arm des Hebels 53 zu. liegen kommt und gleichzeitig die Laufwerke gesperrt werden. Die Skala 17 wird alsdann mittels des Knopfes 16 nachgestellt, so daß der Ruhepunkt unter den Zeiger 23 zu liegen kommt.
  • Die Ausführungsform und Wirkungsweise der Einrichtung nach Fig. ig ist im wesentlichen die gleiche wie vorbeschrieben, lediglich mit dem Unterschied, daß die Zündschnur in Wegfall kommt und die Sprengladung im Gestell i unterhalb der Deckplatte 17 angeordnet ist.

Claims (2)

  1. PATENT-ANspRÜcFlE: i. Auf Zeit einstellbare Vorrichtung mit Uhrwerken zurAuslösung elektrischer oder mechanischer Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung dieser Vorgänge nach Ablauf der gewünschten Zeit.durch entsprechend einstellbare, ortsfeste Glieder zusammenwirkend mit einem umlaufenden Glied erfolgt, das gleichzeitig mit einem getrennt angetriebenen, aber gleichsinnig und synchron umlaufenden Glied so zusammenwirkt, daß bei Störungen des Antriebes eines dieser Glieder die gleichen Vorgänge ausgelöst werden, wie sie nach der eingestellten Zeit herbeigeführt werden sollen.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i zur Auslösung elektrischer Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, daß die Auslösung nach Ablauf der gewünschten Zeit durch Kontaktschluß zwischen einem entsprechend einstellbaren ortsfesten Kontaktgliedes (25) und einem umlaufenden Kontaktglied (io) einerseits und zwischen diesem umlaufenden Kontaktglied (io) und einem weiteren ortsfest verstellbaren Kontaktglied (ig) andererseits erfolgt, wobei das umlaufende Kontaktglied (io) mit einem zweiten, getrennt angetriebenen,. aber synchron und gleichsinnig umlaufenden (6) und mit dem zweiten ortsfest verstellbaren Kontaktglied (rg) so zusammenwirkt, daß durch diese Glieder bei Störung des Antriebes eines derselben ein den gewünschten Vorgang vor Ablauf der eingestellten Zeit herbeiführender Kontaktsrh1uB- entsteht. .: 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß eines der umlaufenden Kontaktglieder (io)" isoliert angeordnet und doppelpolig ausgebildet ist und einer seiner Pole (12) nach- Ablauf der eingestellten Zeit mit einem am Stzomkreis liegenden, entsprechend einstellbaren -ortsfesten Gegenkontakt (26) in Berührung kommt, der andere Pol (13) dagegen nach dem Anlassen der Laufwerke mit einem am Stromkreis liegenden, ortsfest einstellbaren Gegenkontakt (i g) in dauernde Berührung kommt, während das zweite umlaufende Kontaktglied (6) einen isolierten (g) und einen am Stromkreis liegenden Kontakt (8) aufweist, deren ersterer (g) mit dem anderen umlaufenden Kontaktglied (io) leitend verbunden ist und gleichzeitig mit dem einen Pol desselben bei normalem Gang der Laufwerke in dauernde Berührung mit dem entsprechenden ortsfesten Gegenkontakt. (ig) kommt, Während der andere Kontakt den entsprechenden anderen Pol (i i) des ersteren umlaufenden Gliedes (io) umgibt und beim Zurückbleiben eines der Laufwerke mit demselben in Berührung kommt. q.. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem der umlaufenden Kontäktglieder (12) zusammenwirkende, ortsfest einstellbare Kontakt (26) an einer am Stromkreis, liegenden, drehbaren Scheibe(25)angeordnet ist, deren mit Stellknopf (-> > )versehene Welle (22) einen Zeiger (23) aufweist, der über einer gleichfalls mit Stellknopf (16) versehenen Skala (17) beweglich ist, welche lose um diese Welle (22) drehbar ist und in zwangläufiger Verbindung mit einem Kontaktring (ig) steht, welcher den mit beiden umlaufenden Kontaktgliedern (9, 13) zusammenwirkenden, ortsfest einstellbaren Kontakt bildet und mit einer diese' Kontaktglieder in der Ruhestellung aufnehmenden Aussparung (2o) versehen ist, wobei die mit dem ortsfest einstellbaren Kontaktring (ig) bzw. mit dem ortsfest einstellbaren Einzelkontakt (26) zusammenwirkenden umlaufenden Kontakte (8, 9, 11, 13) als Schleifkontakte ausgebildet sind, deren letztere beiden den doppelpoligen Kontakt des isoliert auf seiner Welle (q.) sitzenden Kontaktträgers (io) bildend, mit dem einen Pol (ii) bei normalem Gang der Laufwerke zwischen den Schenkeln des auf der anderen Welle (5) sitzenden gabelförmigen Kontaktes (8) liegt. 5. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Skala (17) gegen das Gehäuse (15) der Vorrichtung und der Zeiger @(23) gegen die Skala (17) durch federnde Reibung (Federn 34, 35) so abgestützt sind, daß sie gegenseitig verstellbar sind und in der eingestellten Lage festgehalten werden. 6. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 5, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Stellknopf (24) des Zeigers (23) ein um dessen Achse (22) drehbarer, die Sperrung und Auslösung der Laufwerke der umlaufenden Kontaktglieder (8, 9, 11, 13) durch ein Hebelsystem (30, 31) bewirkender Hebelarm (28) durch federnde Kupplung (36) verbunden ist, die bei Verstellung des Zeigers (23) die Mitnahme des Hebelarmes (28) bis in seine Endstellungen (Schlitz 29) bewirkt, im übrigen aber eine gegenseitige Bewegung des Zeigers (23) und des Hebelarmes (28) erlaubt. 7. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 6, dadurch gekennzeichnet, daß an der den ortsfesten, einstellbaren Einzelkontakt (26) tragenden Scheibe (25) ein mit dem umlaufenden Gegenkontakt (12) zusammenwirkender Anschlag (27) vorgesehen ist, durch den die Ausgangsstellung der umlaufenden Kontakte (8, 9, 11, 13) in der Ruhelage bestimmt wird, mit der der gemeinsame Kontaktring (i9) durch Nachstellen der Skala (17) gegenüber dem Zeiger (23) in Übereinstimmung gebracht werden kann. 8. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis 7, dadurch gekennzeichnet, daß die Antriebswelle (4) eines der umlaufenden Kontaktglieder (12) mit dem Triebwerk durch eine Reibungskupplung (Feder 37) verbunden ist, die eine Verstellung der Welle gegenüber dem Antrieb und somit ein Richten derselben mit Bezug auf die Antriebswelle (5) des anderen umlaufenden Kontaktes (8) erlaubt. 9. Vorrichtung nach Anspruch 2 'bis 8, dadurch gekennzeichnet, daß an dem Träger des ortsfest einstellbaren Dauerkontaktgliedes (Kontaktringes) ein zweites Kontaktglied vorgesehen ist, das aus zwei isoliert voneinander angeordneten, an einem Sonderstromkreis liegenden Teilen besteht, die mit isoliert auf einem der umlaufenden Kontaktglieder angeordneten Kontaktgliedern nach dem Anlassen der Laufwerke in Berührung kommen und dabei den Sonderstromkreis schließen (Fig.6 und 8). io. Vorrichtung nach Anspruch 9, dadurch gekennzeichnet, daß das an dem Träger des einstellbaren Dauerkontaktgliedes (19) angeordnete Kontaktglied aus zwei isoliert voneinander übereinanderliegenden Ringen (42, 43) besteht, die über ortsfest angeordnete isolierte Kontakte an dem Sonderstromkreis liegen und mit Aussparungen (44, 45) versehen sind, in welchen in der Ruhelage der Vorrichtung auf einem der umlaufenden Kontaktglieder von diesem isoliert angeordnete, untereinander leitend verbundenen Kontakte (48, 49) liegen, die nach dem Anlassen mit den Ringen in Berührung kommen und den Sonderstromkreis schließen. i i. Vorrichtung nach Anspruch i zur Auslösung mechanischer Vorgänge, dadurch gekennzeichnet, daß ein ortsfest einstellbares, ein unter Federkraft bewegliches Glied (63) in der Spannstellung haltendes Sperrglied (68) in der Sperrlage bis zum Ablauf der eingestellten Zeit durch ein umlaufendes Glied (54) gehalten wird, an dem ein mit dem ortsfest einstellbaren Glied (68) zusammenwirkendes, gleichfalls unter Federkraft bewegliches Glied (51) angeordnet ist, das in der Spannlage durch ein mitumlaufendes, durch ein an dem synchron und gleich gerichtet umlaufenden Glied vorgesehenes Widerlager (56) für gewöhnlich blockierten Sperrglied (53) gehalten wird, bis eines der umlaufenden Glieder dem anderen gegenüber zurückbleibt, wobei das umlaufende Sperrglied (53) in der Ruhelage der Vorrichtung noch durch einen mit dem Träger des ortsfest einstellbaren Sperrgliedes (68) zwangläufig verbundenen Anschlag (76) gesichert ist. 12. Vorrichtung nach Anspruch i i als Zündvorrichtung, dadurch gekennzeichnet, daß eine unter dem Einfluß einer Feder stehende Patrone (63) achsial verschiebbar in einer mit Stellknopf (24) versehenen, ortsfest einstellbaren Welle (59) gelagert ist, an der ein über einer auf der Welle drehbaren, durch federnde Reibung (Feder 35) damit gekuppelten und in der eingestellten Lage durch federnde Reibung (Feder 34) gehaltenen Skala (17) liegender Zeiger (23) vorgesehen und ein Sperrhebel (68)_ gelagert ist, der die Patrone (63) in dr Spannstellung hält und dabei bis zum Ablauf der eingestellten Zeit durch einen mit Aussparung (72) versehenen Innenflansch (7o) eines glockenförmigen Ansatzes (54) einer umlaufenden Welle (4) .gehalten wird, in der ein federnder Schlagbolzen (51) gleichachsig mit der Patrone (63) gelagert ist, der in der Spannstellung für gewöhnlich durch einen an dem Ansatz gelagerten Sperrhebel ("53) gehalten wird, welcher sich dabei auf ein an einer synchron und gleichgerichtet umlaufenden Welle (5) angeordnetes, durch eine Aussparung (58) des glockenförmigen Ansatzes (54) greifendes Widerlager (56) stützt, von dem er abgleitet, wenn eine der Wellen infolge Störung des Antriebes zurückbleibt. 13. Vorrichtung nach Anspruch i i und i2, dadurch gekennzeichnet, daß auf der den Stellknopf (24) tragenden Hohlwelle (59) ein die Sperrung und Auslösung der Laufwerke der umlaufenden Wellen durch ein Hebelsystem (3i, 32) bewirkender Hebelarm (28) drehbar gelagert ist, der mit dieser Welle durch eine Reibungskupplung (Feder 36) verbunden ist, welche eine Relativbewegung der Welle gegenüber dem Hebelarm in dessen Endstellung erlaubt. 14. Vorrichtung nach Anspruch io bis 13, dadurch gekennzeichnet, daß an der die Patrone (63) tragenden Hohlwelle (59) eine den Sperrhebel (53) des Schlagbolzens (5i) in der Ruhelage der Vorrichtung noch besonders sichernde Sperrvorrichtung (73) vorgesehen ist, die mit einem Anschlag (76) versehen ist, durch die ein Auslösen des Schlagbolzens (5i) beim Anlassen auch dann verhindert wird, wenn der Sperrhebel (53) von seinem Widerlager (56) frei sein soll. 15. Vorrichtung nach Anspruch io bis 14, dadurch gekennzeichnet, daß eine der umlaufenden Wellen (4) mit dem zugehörigen Triebwerk durch federnde Reibung (Feder 37) gekuppelt ist, die eine Verstellung der Welle gegenüber dem Antrieb und ein Richten derselben mit Bezug auf die andere umlaufende Welle (5) erlaubt.
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