DE322367C - Trommelmuehle mit Zufuehrung von Druckluft durch ein achsial liegendes gelochtes Rohr zwecks Austragung des Feinen - Google Patents

Trommelmuehle mit Zufuehrung von Druckluft durch ein achsial liegendes gelochtes Rohr zwecks Austragung des Feinen

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DE322367C
DE322367C DE1912322367D DE322367DD DE322367C DE 322367 C DE322367 C DE 322367C DE 1912322367 D DE1912322367 D DE 1912322367D DE 322367D D DE322367D D DE 322367DD DE 322367 C DE322367 C DE 322367C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B02CRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING; PREPARATORY TREATMENT OF GRAIN FOR MILLING
    • B02CCRUSHING, PULVERISING, OR DISINTEGRATING IN GENERAL; MILLING GRAIN
    • B02C17/00Disintegrating by tumbling mills, i.e. mills having a container charged with the material to be disintegrated with or without special disintegrating members such as pebbles or balls
    • B02C17/18Details

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Food Science & Technology (AREA)
  • Crushing And Grinding (AREA)

Description

Die Erfindung bezieht sich auf die bekannten Zylinderkugelmühlen mit Zuführung der Druckluft durch ein achsial liegendes/ gelochtes Rohr zwecks Austragung des Feinen, wobei letzteres einer im oberen Teil des Mahlraumes liegenden, nach oben abgedeckten Kammer zugeführt wird. Die neue Erfindung besteht in der Hauptsache darin, daß das Luftzuführungsrohr, welches ebenso wie die Kammer über die ganze Länge des Zylinders reicht, an seinem unteren Teil mit Öffnungen versehen ist, welche derart gegen den Trommelinhalt gerichtet sind, daß Luftströme erzeugt werden, die zunächst unter etwa 90° auf das Mahlgut und. die Kugeln treffen, darauf über sie in einer der vollen Zylinderlänge gleichen Breite streichen und endlich mit unveränderter Breite in die offene Oberseite der Kammer gelangen.
Auf den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsformen dargestellt. Fig. 1 veranschaulicht die erste Ausführung in Seitenansicht mit teilweisem Schnitt. Fig. 2 ist ein Schnitt nach Linie A-B von Fig. 1. Fig. 3 zeigt eine Einzelheit einer zweiten Ausführung. Die Fig. 4 und 5 zeigen eine Einzelheit einer dritten Ausführung in Schnitt und Ansicht.
Wie aus den Fig. 1 und 2 ersichtlich, ruht der Zylinder 1 auf Rollen 2, statt auf einer zentralen Welle. Infolge dieser Anordnung braucht man keine Hohlzapfen, sondern kann die Stirnwände des Zylinders als fest mit seinem Mantel verbundene Scheiben 3 ausbilden. Der Aufgabetrichter 17 sowie der Auslaß 5 für das in der Mühle gemahlene Gut stehen oberhalb der Zylindermitte, so daß die Mühle oberhalb ihres Schwerpunktes gespeist und damit ihre Leistungsfähigkeit erhöht werden kann. Zum Austragen des Feinen dient eine verhältnismäßig enge Kammer 6, die entweder —- wie gezeichnet — in einem Winkel zur Lotrechten oder nahezu lotrecht innerhalb des Zylinders steht und sich über dessen ganze Länge erstreckt. Die Oberseite dieser Kammer ist offen und bildet den Einlaß für das aus der Mühle zu entnehmende Pulver. Der Auslaß von der Kammer führt durch den rechten Hohlzapfen ztr dem Kanal 5. In geeigneter Höhe oberhalb des Einlasses der Kammer 6 wird eine Haube 7 angeordnet, um den Eintritt verhältnismäßig
großer Stücke zu verhindern, die bei der Drehung des Zylinders nach dessen oberen Teil mitgeführt werden.
Die Kammer 6 besteht zweckmäßig aus mehreren, teleskopartig ineinander verschiebbaren Teilen 8, so daß sich die Stellung des oberen Endes der Kammer in bezug auf die Achse der Mühle einstellen laßt, um die Abführung des Gutes dessen Feinheit anpassen ίο zu können. Zwecks Verstellung der Teile 8 der Kammer 6 sowie Einführung der Kugeln 12 o. dgl. ist am Umfange des Zylinders an geeigneter Stelle ein Mannloch g vorgesehen·. Die Teile 8 der Kammer 6 werden in der jeweiligen gegenseitigen Stellung durch Schrauben 10 gehalten. Wenn erforderlich, kann die Trommel 1 aus zwei Teilen hergestellt werden, die leicht auseinanderzunehmen und einzeln zu entfernen sind.
Diese Ausgestaltung ist indessen nicht dargestellt.
Zum Abführen des Mehles aus dem Kanal 5 wird Druckluft benutzt; diese wird durch das Rohr 4 zugeführt, welches eine Reihe von Bohrungen 11 besitzt, so daß sich Strahlen bilden, welche in Richtung der Pfeile in Fig. 2 auf die Oberfläche des Mahlgutes, sowie der Kugeln 12 während der Drehung der Mühle. treffen.' Infolgedessen kann sich das Mehl auf den Oberflächen der Kugeln nicht festsetzen und sie mit weichen Polstern überziehen, welche die* Mahlwirkung' beeinträchtigen würden. Bei den Kugelmühlen, in denen bisher Druckluft zur Anwendung kam; trat sie als einzelner Strahl an einem Ende des Zylinders ein, strich über die Kugeln sowie das Mahlgut hinweg und trat am anderen Ende aus den Zylindern aus.
Das zu mahlende Gut wird der Mühle mittels des Trichters 17 zugeführt, an dessen Boden eine Reihe von Öffnungen 18 vorgesehen sind Infolgedessen strömt das zu mahlende Gut während der Drehung der Mühle dauernd zu, solange sich noch Gut in dem Trichter 17 befindet. Das während der Drehung aufgewirbelte Mehl gelangt unter der Haube 7 in die Kammer 6 und darauf in den Auslaßkanal S, wie durch Pfeile in Fig. 2 angedeutet ist. Zwecks Bemessung der Zufuhr können die Öffnungen 18 einen Schieber erhalten, und die Umlaufsgeschwindigkeit der Mühle ist der Beschaffenheit des zu mahlenden Gutes anzupassen.
Bei der zweiten Ausführungsform (Fig. 3) erhält die Mühle einen zentralen Kanal 13, der an den Auslaß 5 angeschlossen ist und auf den eine Reihe von Rohren 14 mit verschiebbaren, gekrümmten und zweckmäßig entgegengesetzt gerichteten Enden 15, 16 aufgesetzt sind. Das während der Drehung aufgewirbelte Mehl wird in Richtung der Pfeile durch die Enden 15, 16, die Rohre 14, den Kanal 13 und den Auslaß abgeführt, während wiederum größere Stücke in die Rohre 14 nicht gelangen können.
Gemäß der Ausführung nach Fig. 4 und 5 werden der Ein- und Auslaß durch eine feste Scheibe von geeignetem Durchmesser getragen, die an einem Ende der Mühle ange-. ordnet ist, während deren anderes Ende durch eine mit dem Zylinder umlaufende Scheibe gebildet wird. Der Rand 20 der kreisförmigen Öffnung in der umlaufenden Stirnwand der Mühle, welche die feststehende Scheibe 21 aufnimmt, ist mit einem nach außen gerichteten Flansch 22 versehen, dessen Innenseite eine schraubenförmige Rippe 23 aufweist. Die Scheibe 21. ist mit einem entsprechenden, gleichfalls nach außen gerichteten Flansch 24 ausgestattet. Die Schraubenrippe 23 befördert das gemahlene Gut, welches in den Spalt zwischen den Flanschen 22, 24 eintritt,, in das Innere des Zylinders zurück. Gegen die Stirnseiten der Flanschen 22, 24 ist ein Hohlring 25 angedrückt. In ihn wird durch ein Rohr 26 Druckluft eingeführt, die durch schmale Öffnungen oder einen Schlitz in den Raum „zwischen den Flanschen 22,24 eintritt und gleichfalls dauz dient, das sich dort ablagernde Mehl in das Innere des Zylinders zurückzubefordern. Um das zu ermöglichen, muß natürlich der !Luftdruck in dem Hohlring 25 größer sein, als im Innern des Zylinders. Bisweilen ist unter diesen Umständen die Schraubenrippe 23 ganz entbehrlich. Der. Ring 25 wird' durch Federn 27 gehalten und angedrückt, die- zwischen ihm und den Armen' 28 eines Ständers 29' gespannt sind. Letzterer könnte statt der sternförmigen Arme 28 auch eine Scheibe erhalten. Die feste Scheibe 21 ist gleichfalls an dem Ständer 29 mittels des Zapfens 30 befestigt. Bei dieser Ausgestaltung wird die Kammer 6 von der festen Scheibe 21 mittels des Auslaßrohres 32 getragen, das durch jene Scheibe hindurchgeführt ist. Parallel" zu diesem Rohr steht das Einlaßrohr 33 für das zu mahlende Gut, sowie das' Einlaßröhr 34 für die Druckluft, die wieder in der schon, an^ gegebenen Weise wirkt. ■ -
Die Rohre 33, 34 können ferner vereinigt werden, so daß dann die Druckluft auch zur Einführung des zu mahlenden Gutes in die Mühle dient. Die Art und Weise der Zuführung von Druckluft in das Speiserohr ist dieselbe, wie sie sich auch sonst in Kugelmühlen findet, bei denen Druckluft zum Abscheiden des gemahlenen Gutes" benutzt wird. An Stelle von Druckluft zum Abführen des gemahlenen Gutes aus der Mühle kann, wenn erforderlich, auch eine mechanische Förde-
rung unterhalb
werden.
der Kammer 6 vorgesehen

Claims (4)

  1. Patent-Ansprüche:
    5
    i. Trommelmühle mit Zuführung von Druckluft durch ein achsial liegendes gelochtes Rohr zwecks Austragung des Feinen, wobei letzteres einer im oberen
    ίο Teil des Mahlraumes liegenden, oben ab-, gedeckten Kammer zugeführt wird, dadurch gekennzeichnet, daß das Luftzuführungsrohr (ii) an seinem unteren Teil mit Öffnungen (18) versehen ist, welche derart gegen die Trommelfüllung gerichtet sind, daß LTuftströme erzeugt werden, die zunächst unter etwa 90 ° auf das Mahlgut und die Kugeln treffen, darauf über sie in einer der vollen
    ao Zylinderlänge gleichen Breite streichen und endlich mit unveränderter Breite in die offene Oberseite der Kammer (6) gelangen.
  2. 2. Mühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß eine oder beide Stirnwände (3) oder der mittlere Teil (21) einer oder beider Stirnwände feststeht, wobei die Organe zum Zuführen des Mahlgutes und der Druckluft, sowie zum Absaugen des Feinen in den feststehenden Teilen des Zylinders angeordnet sind.
  3. 3. Mühle nach Anspruch 1 und 2, gekennzeichnet durch einen den Spalt zwischen dem umlaufenden und feststehenden Teil (20,21) der Stirnwand abdeckenden Hohlring (25), dessen Hohlraum mit dem Spalt in Verbindung steht und mit Druckluft gespeist wird.
  4. 4. Mühle nach Anspruch 1 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Hohlring (25) durch die Spannung von Federn (27) gehalten und gegen die Stirnflächen der Flansche (24, 22) des festen und des umlaufenden Teiles angedrückt wird, wobei die Federn (27) sich gegen einen festen Ständer (29) stützen.
    Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
DE1912322367D 1911-11-03 1912-06-19 Trommelmuehle mit Zufuehrung von Druckluft durch ein achsial liegendes gelochtes Rohr zwecks Austragung des Feinen Expired DE322367C (de)

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