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Die Erfindung betrifft eine Einrichtung zur Zitterkompensation in einem Wiedergabegerät für ein rotierendes Aufzeichnungsmedium nach dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Mit der Erfindung soll unter anderem eine Einrichtung zur Zitterkompensation geschaffen werden, die für die Zitterkompensation durch Verwendung von Referenzsignalen für die Spursteuerung geeignet ist, die von einem umlaufenden Aufzeichnungsmedium bzw. -träger in einem Wiedergabegerät für diesen Aufzeichnungsträger reproduziert werden.
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Aus den beiden US-PS 43 15 283 und 43 22 836 ist jeweils ein System bekannt, bei dem auf dem Aufzeichnungsträger Vertiefungen in Übereinstimmung mit einem Informationssignal ausgebildet werden, das längs einer spiralförmigen Aufzeichnungsspur des umlaufenden Aufzeichnungsträgers, beispielsweise einer Scheibe, aufgezeichnet ist, ohne daß in dieser eine Rille ausgeformt ist, die den Schreibstift führt. In dem Wiedergabesystem tastet ein Wiedergabestift die Aufzeichnungsspur ab, um das aufgezeichnete Informationssignal infolge der Veränderungen der elektrostatischen Kapazität zwischen dem Wiedergabestift und dem Aufzeichnungsträger wiederzugeben.
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Da bei dieser Aufzeichnungs- und Wiedergabevorrichtung auf dem Aufzeichnungsträger keine Rillen zum Führen des Wiedergabestifts vorgesehen sind, ist es erforderlich, Referenzsignale auf oder nahe der Aufzeichnungsspur für das Informationssignal aufzuzeichnen. Während der Wiedergabe werden die Referenzsignale zusammen mit dem Informationssignal reproduziert. Die Spursteuerung erfolgt in der Weise, daß der Wiedergabestift mit großer Genauigkeit längs der Spur entsprechend den wiedergegebenen Referenzsignalen geführt wird.
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Tritt in dem Wiedergabegerät eine Unregelmäßigkeit infolge einer Schwebung oder von Flattern während der Rotation des Drehtellers auf, auf welchem der Aufzeichnungsträger aufliegt, oder besteht eine Exzentrizität im Mittelloch des Aufzeichnungsträgers oder enthält der Aufzeichnungsträger eine Störung bzw. Verzerrung, die während des Pressens eingeprägt wurde, so kommt es infolge dieser Störungen zu einem Zittern im wiedergegebenen Signal, da ein Fehler in der Zeitbasis durch die Störung eingeführt wird. Das Zittern kann einen Frequenzbereich von einer relativ niedrigen Frequenzkomponente entsprechend der Drehperiode des Aufzeichnungsträgers infolge einer irregulären Rotation oder eines exzentrischen Mittellochs des Aufzeichnungsträgers, bis zu einer relativ hohen Frequenzkomponente von einigen 100 Hz bis 1,5 kHz abdecken, die vor allem als Folge der zuvor erwähnten Störung bzw. Verzerrung in dem Aufzeichnungsträger auftreten kann.
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In dem Fall, in welchem das wiedergegebene Informationssignal ein Farbfernsehsignal ist, bewirkt das Zittern eine Farbabschattung, ein Schwingen des Wiedergabebildes und darüber hinaus eine weitgehende Störung der Qualität des Wiedergabebildes.
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Aus der US-PS 37 11 641 ist ein Geschwindigkeitseinstellsystem bekannt, bei dem die Amplitude eines Trägersignals durch eine Diode festgestellt wird, um ein zusammengesetztes Fernsehsignal zu erhalten, von welchem die Synchronisationstrennstufe das Horizontalsynchronsignal abtrennt. Eine Resonanzschaltung wandelt das abgetrennte Horizontalsynchronsignal in ein sinusförmiges Signal um, das zwei Resonanzkreisen zugeleitet wird, die unterschiedliche Resonanzfrequenzen besitzen und des weiteren zwei Dioden, welche die entsprechenden Signale feststellen. Ein Differenzverstärker erzeugt ein Fehlersignal durch Feststellen und Verstärken einer Differenz zwischen den entsprechenden Ausgangssignalen der Dioden.
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Dieses System ist nur bei Wiedergabegeräten anwendbar, die mit einem Aufzeichnungsträger arbeiten, auf dem ein Horizontalsynchronsignal aufgezeichnet ist.
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In der DE-OS 31 33 923 ist eine Einrichtung zur Zitterkompensation offenbart, die das Horizontalsynchronsignal verwendet, das von dem wiedergegebenen Videosignal abgetrennt wird. Bei dieser Einrichtung wird die Phase des abgetrennten Horizontalsynchronsignals mit derjenigen eines Referenzsignals verglichen und die Zitterkompensation derart ausgeführt, daß ein Wiedergabestift des Wiedergabeumwandlers längs einer relativen Abtastrichtung in bezug auf den Aufzeichnungsträger in Abhängigkeit von einem Ausgangsphasenfehlersignal verstellt wird, das als ein Ergebnis des Phasenvergleichs erhalten wird.
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Bei dieser bekannten Einrichtung ist von Nachteil, daß sie nur in einem Wiedergabegerät für die Wiedergabe von Aufzeichnungsträgern in Scheibenform geeignet ist, auf denen Videosignale aufgezeichnet sind.
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In dem Fall, in welchem auf dem Aufzeichnungsträger ein PCM-Tonsignal beispielsweise als das Informationssignal aufgezeichnet ist, kann diese Einrichtung zur Zitterkompensation nicht verwendet werden, da das Horizontalsynchronsignal innerhalb des wiedergegebenen Signals nicht vorhanden ist. Das bedeutet, daß im Aufzeichnungssystem ein analoges Eingangssignal für jede geeignete Zeitperiode in einer Tastspeicherschaltung abgetastet wird und das resultierende abgetastete Signal in ein moduliertes Digitalsignal in einem Analog/Digital-Konverter (A/D- Konverter) umgewandelt wird. Dieses modulierte Digitalsignal wird einem Speicher eingespeist, in welchem die Dateneinles- und -ausleseoperationen durch einen Steuerpuls gesteuert werden und eine Serie von Wortgruppen wird geordnet, in der die für jede Einzelabtastung des Digitalsignals erhaltenen Worte bzw. die Verschachtelung dieser Worte in einem Zustand erfolgt, in welchem die Worte voneinander durch eine Periode von 10 ungeraden H getrennt sind, wobei H eine Horizontalsynchronisationsperiode kennzeichnet. Unter "einem Wort" ist eine Kombination von Bits zu verstehen, die durch eine Abtastung erhalten werden. Die Zeitperiode, die durch 10 ungerade H repräsentiert wird, wird in Übereinstimmung mit dem verwendeten Format festgelegt.
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Ein zusammengesetztes Synchronisationssignal wird dem auf diese Weise erhaltenen Signal hinzugefügt, um ein zusammengesetztes Digitalsignal zu erzeugen, das anschließend auf einem Magnetband durch einen Videobandrekorder aufgezeichnet wird. Diese Wiederordnung der Reihenfolge der Daten wird als eine "Verschachtelung" bezeichnet. Da die Verschachtelung der Daten zu einer Verteilung der Signalinformation führt, selbst wenn das aufgezeichnete oder wiedergegebene Signal über eine oder mehrere Horizontalabtastperioden H infolge eines Ausfalls gestört ist, dient das zugeordnete Signal, das in der getrennten Horizontalabtastperiode vorhanden ist, zur Wiedergabe der Information.
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Ein Datenteil wird von dem von der Scheibe wiedergegebenen Signal aussortiert bzw. ausgeblendet. Dieser Datenteil wird einer Wellenformung unterzogen, dann in ein binärkodiertes Digitalsignal umgewandelt und anschließend einem Speicher zugeführt, in welchem die Signale entsprechend einem Steuerpuls eingeschrieben und ausgeschrieben und in der ursprünglichen Reihenfolge wiederhergestellt werden. Diese Wiederherstellung des Signals entsprechend der ursprünglichen Reihenfolge wird als Entschachtelung bezeichnet. Das resultierende Signal wird einem Digital/Analog (D/A) -Konverter zugeführt, in welchem es in Gestalt des ursprünglichen Analogsignals wiederhergestellt wird.
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Da das herkömmliche Zitterkompensationssystem aus den voranstehend beschriebenen Gründen nicht verwendet werden kann, wenn eine Entschachtelung in dem Wiedergabesystem ausgeführt wird, wird üblicherweise das in einem Zustand wiedergegebene Informationssignal, der die Zitterkomponente mit einschließt, das Signal in einen Speicher durch Entschachtelung mit einem konstanten Taktsignal eingeschrieben. Das Informationssignal wird aus diesem Speicher in der regulären Reihenfolge durch das Eliminieren der Zitterkomponente ausgelesen. Dies bedingt jedoch einen Nachteil insofern, als der Speicher eine Speicherkapazität erforderlich macht, die durch die Addition der Kapazität für die Zitterkomponente zu der Kapazität entsteht, die für die Speicherung des wiedergegebenen Signals in dem Speicher durch Entschachtelung notwendig ist.
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In der US-PS 41 70 783 ist ein Gerät zur Zitterkompensation beschrieben, das ein von dem wiedergegebenen Videosignal abgetrenntes Horizontalsynchronsignal verwendet. Das abgetrennte Horizontalsynchronsignal wird einer Vergleichsschaltung zugeleitet, in der seine Frequenz mit einem Referenzsignal von 15,75 kHz von einem Referenzsignaloszillator verglichen wird. Falls ein Zittern vorhanden ist, wird ein Frequenzsignal, ansprechend auf den Grad des Zitterns, von der Vergleichsschaltung erzeugt. Auch diese bekannte Einrichtung kann eine Zitterkompensation nur ausführen, wenn zusammen mit dem wiederzugebenden Signal ein Horizontalsynchronsignal aufgezeichnet ist. Die Einrichtung ist somit nur für ein Wiedergabegerät für die Wiedergabe von Aufzeichnungsträgern geeignet, auf denen Videosignale aufgezeichnet sind.
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Aufgabe der Erfindung ist es, eine Einrichtung zur Zitterkompensation der eingangs beschriebenen Art so zu verbessern, daß sie geeignet ist, ohne Verwendung des Horizontalsynchronsignals des Videosignals zu arbeiten, nicht auf Videosignale beschränkt ist und eine Zitterkompensation auch wirkungsvoll für ein Informationssignal, wie beispielsweise ein PCM-Tonsignal, ausführen kann, ohne daß zusätzliche Speicherkapazität für die Zitterkompensation innerhalb des verwendeten Speichers bereitgestellt werden muß.
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Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch eine Einrichtung zur Zitterkompensation mit den Merkmalen des Anspruchs 1 gelöst.
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Vorteilhafte Weiterbildungen und Ausbildungen der Erfindung ergeben sich aus den Merkmalen der übrigen Patentansprüche.
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Mit der Erfindung wird der Vorteil erzielt, daß die Zitterkompensation unter Verwendung von Referenzsignalen für die Spursteuerung erfolgt, die von einem umlaufenden Aufzeichnungsträger durch ein Wiedergabeelement reproduziert werden, wobei das aufgezeichnete Informationssignal nicht auf ein Videosignal begrenzt ist, sondern auch ein pulscodiertes Audiosignal sein kann. Durch die Verschachtelung und die Entschachtelung des Informationssignals bei der Wiedergabe wird vor allem vermieden, daß zusätzliche Speicherkapazität für die Zitterkomponente in dem eingesetzten Speicher reserviert werden muß.
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Einzelheiten der Erfindung werden an Hand von zwei zeichnerisch dargestellten Ausführungsbeispielen der Erfindung erläutert. Es zeigt
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Fig. 1 ein schematisches Blockschaltbild eines Wiedergabegeräts für einen umlaufenden Aufzeichnungsträger, das mit einer ersten Ausführungsform einer Einrichtung zur Zitterkompensation nach der Erfindung ausgerüstet ist;
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Fig. 2 eine perspektivische Ansicht im vergrößerten Maßstab eines Teils eines umlaufenden Aufzeichnungsträgers zusammen mit einem spitzen Ende eines Wiedergabestiftes;
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Fig. 3 ein Spurmuster auf dem umlaufenden Aufzeichnungsträger;
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Fig. 4 eine Seitenansicht im Schnitt einer Ausführungsform eines Wiedergabeumwandlers, der mit einem Zitterkompensationsmechanismus ausgestattet ist; und
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Fig. 5 ein schematisches Blockschaltbild eines Wiedergabegeräts für einen umlaufenden Aufzeichnungsträger, das mit einer weiteren Ausführungsform einer Einrichtung zur Zitterkompensation nach der Erfindung ausgerüstet ist.
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In Fig. 1 ist ein umlaufender Aufzeichnungsträger, beispielsweise eine Scheibe 11, auf einem Drehteller 12 angeordnet und wird durch einen Motor 13 mit einer Drehgeschwindigkeit von zum Beispiel 900 Umdrehungen pro Minute gedreht. Ein Signalabnehmer 14, der als ein Wiedergabeumwandler ausgebildet ist, weist einen Wiedergabestift bzw. eine Wiedergabenadel 15 auf und bewegt sich kontinuierlich und linear in Richtung von einem äußeren Umfangsteil zu einem inneren Umfangsteil der Scheibe 11 mit einer Geschwindigkeit, die gleich der Distanz zwischen zwei benachbarten Spuren für die Umdrehung des Drehtellers 12 während einer normalen Vorwärtswiedergabe ist. Dementsprechend bewegt sich der Wiedergabestift 15 des Signalabnehmers 14 radial über die sich drehende Scheibe 11 und tastet relativ die spiralförmige Aufzeichnungsspur der Scheibe 11 ab.
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Ein Hauptinformationssignal, bestehend aus einem Video- und einem Tonsignal, ist auf einer spiralförmigen Aufzeichnungsspur in Gestalt von Vertiefungen, die auf der Scheibe 11 ausgebildet sind, entsprechend dem Informationsinhalt des Signals aufgezeichnet. Ein Teil dieser Aufzeichnungsspur ist im vergrößerten Maßstab in Fig. 2 dargestellt. In Fig. 2 sind Spurgänge bzw. Spurschleifen einer einzelnen kontinuierlichen spiralförmigen Spur, entsprechend jeder Umdrehung der Scheibe 11, durch t 1, t 2, t 3, . . . gekennzeichnet. Jede Spurschleife wird durch die Ausbildung von Vertiefungen 50 eines Hauptinformationssignals längs eines planen Spurpfades geschaffen, und es wird keine Führungsrille für den Stift gebildet. In bezug auf eine Spurschleife t 1 für jedes Intervall, das einer Horizontalabtastperiode H des Videosignals entspricht, das ist ein Frequenzintervall f H , werden Vertiefungen 51 eines ersten Referenzsignals fp 1 entlang einer Seite der Spur ausgebildet, wenn diese in Richtung des Spurpfades betrachtet wird. Vertiefungen 52 eines zweiten Referenzsignals fp 2 werden auf der anderen Seite der Spur gebildet.
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In einer Zwischenstellung zwischen den Mittellinien benachbarter Spurschleifen werden entweder nur Vertiefungen 51 oder Vertiefungen 52 der Referenzsignale fp 1 bzw. fp 2 ausgebildet und darüber hinaus gilt für eine einzelne Spur, daß die Seiten, auf denen die Vertiefungen 51 und 52 ausgebildet werden, für jede Spurschleife alternieren. Dies bedeutet beispielsweise, wenn die Vertiefungen 51 und 52 auf der rechten und linken Seite einer Spurschleife ausgebildet sind, daß dann die Vertiefungen 52 und 51 auf der rechten und linken Seite jeder der benachbarten Spurschleifen sich befinden.
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Das Abtastende des Wiedergabestiftes 15 hat die in Fig. 2 gezeigte Gestalt. Der Wiedergabestift 15 besteht aus einer stiftförmigen Struktur 53, die eine Oberfläche zum Abtasten der Scheibe mit einer Breite größer als eine Spurbreite aufweist und aus einer Elektrode 54, die an der hinteren Fläche der stiftförmigen Struktur 53 befestigt ist. Wenn der Wiedergabestift 15 eine Spur auf der Scheibe 11 abtastet, die in Richtung eines nicht näher bezeichneten Pfeils rotiert, wird das Hauptinformationssignal, das durch die Ausbildung der Vertiefungen aufgezeichnet ist, infolge der Veränderungen in der elektrostatischen Kapazität zwischen der Fläche der Scheibe 11 und der Elektrode 54 des Wiedergabestiftes 15 wiedergegeben.
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Auf der Scheibe 11, wie dies aus Fig. 3 ersichtlich ist, ist ein Hauptinformationssignal entlang einer spiralförmigen Spur T aufgezeichnet. In Fig. 3 sind die Spuren des ersten Referenzsignals fp 1 durch gestrichelte Linien dargestellt, während das zweite Referenzsignal fp2 durch strichpunktierte Linien wiedergegeben ist. Die aufeinanderfolgenden Spurabschnitte, entsprechend einer Umdrehung der Scheibe, auf einer einzelnen spiralförmigen Spur T sind entsprechend den Spurschleifen t 1, t 2, t 3, . . . gekennzeichnet. Des weiteren ist noch ein drittes Referenzsignal fp 3an den Start-Endpositionen V 1, V 2, V 3, . . . jeder der Spurschleifen t 1, t 2, t 3, . . . aufgezeichnet, das ist in Positionen, in denen die Referenzsignale fp 1 und fp 2 überwechseln in die Referenzsignale fp 2 und fp 1.
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In der in Fig. 1 gezeigten Einrichtung wird ein wiedergegebenes Signal von der Scheibe 11 in Form von kleinen Veränderungen in der elektrostatischen Kapazität durch den Wiedergabestift 15 des Signalabnehmers 14 abgenommen und einem Vorverstärker 16, der einen Resonanzkreis besitzt, zugeleitet. Die Resonanzfrequenz des Resonanzkreis ändert sich entsprechend dieser Veränderung in der elektrostatischen Kapazität und wird in ein Signal mit einem gewünschten Pegel umgebildet. Der resultierende Ausgang des Vorverstärkers 16 wird in das ursprüngliche Signal durch einen Demodulator 17 demoduliert und als ein Ausgangssignal an einem Ausgangsanschluß 18 erhalten.
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Das Ausgangssignal des Vorverstärkers 16 wird einem Tiefpaßfilter 19 zugeleitet, in welchem die Referenzsignale fp 1, fp 2 und fp 3 voneinander getrennt werden. Die getrennten Referenzsignale durchlaufen eine automatische Verstärkersteuerschaltung 20 und werden einem ersten, zweiten und dritten Verstärker 21, 22 und 23 zugeleitet. Jeder dieser Verstärker 21, 22 und 23 stellt eine Art von Bandpaßverstärker dar, bzw. ist so ausgelegt, daß er steile Durchgangsfrequenzcharakteristiken nur für die entsprechenden Frequenzen fp 1, fp 2 und fp 3 besitzt. Als Ergebnis wird erhalten, daß die Signale mit den Frequenzen fp 1 und fp 2 voneinander getrennt und von dem ersten und zweiten Verstärker 21 und 22 empfangen werden. Diese Signale durchlaufen Pegeleinstelleinrichtungen 24 und 25, in denen die Pegel der Signale adjustiert werden. Die resultierenden Signale werden dann einer Torschaltung 26 zugeführt. Das Referenzsignal fp 3 wird durch den dritten Bandpaßverstärker 23 abgetrennt, verstärkt und einer Schaltsignal-Generatorschaltung 27 eingespeist.
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Die Torschaltung 26 führt eine Umschaltung der Referenzsignale fp 1 und fp 2 für jede Umdrehungsperiode der Scheibe 11 während der Normalwiedergabe durch, entsprechend dem Schaltsignal, das durch die Schaltsignal-Generatorschaltung 27 erzeugt und der Torschaltung 26 zugeführt wird. Infolge des Schaltsignals, das beispielsweise seine Polarität jeweils nach 1/15 Sekunden ändert, werden die Signale fp 1 und fp 2 jeweils alternierend einer ersten und zweiten Detektorschaltung 28 und 29 von der Torschaltung 26 zugeführt.
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Die Detektorschaltungen 28 und 29 stellen die Umhüllenden ihrer entsprechenden Eingangsreferenzsignale fest und wandeln die Eingangsreferenzsignale in Gleichspannungen um. Diese Gleichspannungen werden dann einem Differentialverstärker 30 zugeführt, der die Ausgangssignale der beiden Detektorschaltungen 28 und 29, die entsprechend den wiedergegebenen Pegeln der Referenzsignale fp 1 und fp 2 variieren, miteinander vergleicht und ein Ausgangsspurfehlersignal erzeugt, das die Richtung des Spurfehlers und die Fehlergröße anzeigt. Dieses Spurfehlersignal wird auf einen bestimmten Pegel durch einen Antriebsverstärker 31 verstärkt.
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Das Ausgangssignal des Antriebsverstärkers 31 wird Spurabtastspulen 60 a und 60 b des Signalabnehmers 14, wie in Fig. 4 gezeigt, als ein Steuersignal zugeführt, um diese Spurabtastspulen 60 a und 60 b zu steuern. Die Spursteuerung wird in bezug auf den Wiedergabestift 15 so ausgeführt, daß das Spurfehlersignal gleich Null wird, das heißt, daß der Wiedergabestift 15 korrekt die Spur T auf der Scheibe 11 abtastet.
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Der in Fig. 4 dargestellte Signalabnehmer 14 besitzt einen Wiedergabestift 15, der an dem spitzen Ende eines freitragenden Armes 61 befestigt ist. Der freitragende Arm 61 ist mit einem Permanentmagnet 62 am hinteren Ende ausgerüstet. Der hintere Endteil des Arms 61 wird durch ein nicht dargestelltes elastisches Stützteil am unteren Teil eines Abnehmerrahmens 63 abgestützt. Eine Spule 64 für die Zitterkompensation ist am hinteren Teil entlang einer Axiallinie des freitragenden Arms 61 angeordnet. Der Signalabnehmer 14 befindet sich auf einem Schlitten 65 und der Wiedergabestift 15 wird entlang der Radialrichtung der Scheibe 11 bewegt, wenn der Schlitten 65 versetzt wird.
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In Fig. 1 werden die Ausgänge der Detektorschaltungen 28 und 29 einer Addierschaltung 32 zugeführt, in der diese Ausgänge miteinander addiert werden. Ein Ausgangssignal der Addierschaltung 32 wird einem Phasenvergleicher 33 eingespeist. Da die ersten und zweiten Referenzsignale fp 1 und fp 2 mit einem Intervall entsprechend einer Horizontalabtastperiode (14) das ist das Frequenzintervall f H , aufgezeichnet werden, ist die Frequenz der Ausgänge der Detektorschaltungen 28 und 29 gleich f H .
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Die Frequenz eines Ausgangsreferenzsignals eines Kristalloszillators 34 wird in die Frequenz f H in einem Frequenzumsetzer 35 frequenzumgesetzt. Das frequenzumgesetzte Signal wird dem Phasenvergleicher 33 als ein Phasenvergleichsstandardsignal zugeführt. Die Phasen des Signals von der Addierschaltung 32 und des Standardsignals von dem Frequenzumsetzer 35 werden im Phasenvergleicher 33 miteinander verglichen. Ein Ausgangsphasenfehlersignal wird von dem Phasenvergleicher 33 erhalten, das ist ein Signal in Übereinstimmung mit einer Zitterkomponente in dem von der Scheibe 11 wiedergegebenen Signal.
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Das Fehlersignal des Phasenvergleichers 33 wird über einen Antriebsverstärker 36 und eine Tastspeicherschaltung 39, deren Schalter 37 sich im geschlossenen Zustand befindet, der Zitterkompensationsspule 64 des Signalabnehmers 14 zugeführt. Dementsprechend wird der freitragende Arm 61 entlang der Längsrichtung, das ist entlang der relativen Abtastrichtung auf der Scheibe 11 verstellt. Der freitragende Arm 61 wird in der Weise verstellt, daß ein Zittern längs der durch einen Pfeil X angezeigten Richtung nicht auftritt, das heißt, es wird eine entsprechende Zitterkompensation durchgeführt.
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In dem Intervall auf der Scheibe 11, in welchem das dritte Referenzsignal fp 3 aufgezeichnet ist, sind die ersten und zweiten Referenzsignale fp 1 und fp 2 nicht aufgezeichnet. Das dritte Referenzsignal fp 3 wird durch den Verstärker 23 abgetrennt und einem Schalter bzw. einem Schaltkreis 37 als ein Schaltsignal zugeführt, um den Schalter 37 zu öffnen, der normalerweise geschlossen ist. Eine Halteschaltung 38 speichert die Fehlersignalspannung, die zu einem Zeitpunkt unmittelbar vor dem Öffnen des Schalters 37 erhalten wird. Somit wird während des Intervalls, in welchem die ersten und zweiten Referenzsignale fp 1 und fp 2 nicht auftreten, das ist während des Intervalls, in welchem das dritte Referenzsignal fp 3 existiert, die Zitterkompensation in einem Zustand unmittelbar vor dem Öffnen des Schalters 37 durchgeführt.
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Entsprechend dem System der vorliegenden Einrichtung wird die Zitterkompensation in Übereinstimmung mit der in den ersten und zweiten Referenzsignalen fp 1 und fp 2 für die Spursteuerung enthaltenen Zitterkompensation ausgeführt. Da die vorliegende Einrichtung ohne Horizontalsynchronsignal, entgegengesetzt zu dem bekannten System, arbeitet, kann die Zitterkompensation in einem Wiedergabegerät für die Wiedergabe von Scheiben, auf denen Digitaltonsignale aufgezeichnet sind, erfolgen. Zusätzlich kann die Speicherkapazität eines in der Demodulatorschaltung eingesetzten Speichers reduziert werden, da es nicht notwendig ist, eine zusätzliche Speicherkapazität für die Zitterkomponente vorzusehen. Selbstverständlich kann die Zitterkompensation mit der erfindungsgemäßen Einrichtung ebenso bei der Reproduktion von auf Scheiben aufgezeichneten Videosignalen eingesetzt werden.
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Eine abgewandelte Ausführungsform der Einrichtung wird im folgenden unter Bezugnahme auf Fig. 5 beschrieben. Bei dieser Ausführungsform ist die Addierschaltung 32 weggelassen. Es wird nur einer der Ausgänge der Detektorschaltungen 28 und 29 dem Phasenvergleicher 33 zugeführt. Bei der zuvor beschriebenen Ausführungsform der Erfindung umfaßt die Einrichtung die Verstärker 21 bis 23 und den Antriebsverstärker 31 für die Spursteuerung. Es sind jedoch auch Anwendungsfälle denkbar, bei denen die Ausgangssignalwellenformen der Detektorschaltungen 28 und 29 für die Verwendung als Zitterkompensationssignal nicht geeignet sind.
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Eine Ausführungsform, bei der dieses Problem eliminiert ist, ist in Fig. 5 gezeigt, wobei diejenigen Teile, die mit entsprechenden Teilen in Fig. 1 übereinstimmen, durch die gleichen Bezugszeichen gekennzeichnet sind und ihre Beschreibung nicht mehr wiederholt wird.
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Das Ausgangssignal der automatischen Verstärker-Steuerschaltung 20 wird einem vierten Bandpaßverstärker 70 zugeführt. Dieser Bandpaßverstärker 70 besitzt Filterbandcharakteristiken, die sowohl die ersten als auch die zweiten Referenzsignale fp 1 und fp 2 hindurchlassen und somit werden diese Signale fp 1 und fp 2 als Ausgangssignale von dem Bandpaßverstärker 70 geliefert. Es ist dabei nicht erforderlich, die ersten und die zweiten Referenzsignale voneinander unabhängig zu erfassen, um das Zitterkompensationssignal zu erhalten. Diese ersten und zweiten Referenzsignale fp 1 und fp 2 können vielmehr zusammen empfangen werden, wobei die Filtercharakteristik des Verstärkers 70 keineswegs eine Kanten- oder Stufenfrequenzkennlinie für das erste bzw. zweite Referenzsignal aufweisen muß.
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Die Ausgangsreferenzsignale fp 1 und fp 2 des Verstärkers 70 werden in einer dritten Detektorschaltung 71 erfaßt und als ein Signal mit der Frequenz f H erhalten. Das Ausgangssignal der Detektorschaltung 71 wird einer Wellenformung in einer wellenformenden Schaltung 72 unterzogen und anschließend dem Phasenvergleicher 33 zugeführt. Der Aufbau und die Betriebsweise der übrigen Schaltkreise stimmen überein mit den entsprechenden Schaltkreisen in der anhand von Fig. 1 beschriebenen Ausführungsform der Erfindung.
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Entsprechend der zuletzt beschriebenen Ausführungsform der Erfindung kann die Einrichtung mit dem Verstärker 70 und den Schaltelementen in den nachgeschalteten Stufen ausschließlich für die Zitterkompensation ausgelegt werden, ohne Beziehung zu dem Spursteuersystem. Aus diesem Grunde kann dann auch die Zitterkompensation mit größerer Effektivität erfolgen als bei der zuerst beschriebenen Ausführungsform der Erfindung.