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Anlaßvorrichtung für Explosionskraftmaschinen. Vorliegende Erfindung
bezieht sich auf eine Anlaßvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere
für Antriebsmaschinen von Automobilen, bei welcher das Triebzahnrad nach erfolgtem
Anspringen des Explosionsmotors durch Zentrifugalwirkung selbsttätig ausgekuppelt
wird.
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Die Erfindung bezweckt eine besondere Ausbildung von Anlaßvorrichtungen
dieser Art, welche die großmögliche Betriebssicherheit gewährt, insbesondere gegen
Beschädigung der Zahnräder durch unabsichtliche Wiederbetätigung "der Anstellvorrichtung
nach erfolgtem Anspringen des Explosionsmotors. Die eine solche Betriebssicherheit
gewährende Einrichtung der Anlaßv orrichtung gemäß vorliegender Erfindung besteht
darin, daß das achsial verschiebbare Anlaßzahnrad einerseits mit der Anstellvorrichtung
unter Vermittlung der Zentrifugalausschalteinrichtung gekuppelt wird, und daß es
andererseits dem Einfluß einer auf Lösung des Eingriffs mit dem Triebzahnrad wirkenden
Feder unterworfen wird, wobei gleichzeitig die Anstellvorrichtung derart in ihrer
Betätigung in Abhängigkeit von dem Explosionsmotor gebracht wird, daß sie so lange
gesperrt ist, als der Explosionsmotor läuft.
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Die Wirkung einer solchen Einrichtung besteht darin, daß bei Betätigung
der Anstellvorrichtung bei stillstehendem Explosionsmotor das Anlaßzahrnad entgegen
der darauf wirkenden Feder in Eingriff mit dem Triebzahnrad des Explosionsmotors
gebracht wird, so daß der Antriebsmotor das Triebzahnrad in Umdrehung zu setzen
vermag. Sobald der Explosionsmotor angesprungen ist und sich die Umlaufgeschwindigkeit
des Triebzahnrades demgemäß erheblich steigert, erfolgt die Entkupplung durch Zentrifugalwirkung
in an sich bekannter Weise, und die Entkupplung bleibt wegen des fortdauernd jetzt
mit großer Geschwindigkeit laufenden Anlaßmotors durch Zentrifugalwirkung aufrecht
erhalten, solange die Anstellvorrichtung sich in ihrer Arbeitsstellung befindet.
. Wenn die Anstellvorrichtung zur Rückkehr in die Ruhestellung freigegeben wird
und dabei der Anlaßmotor ausgeschaltet wird, so daß auch die zentrifugale Entkupplungsvorrichtung
außer Tätigkeit tritt, bleibt die Entkupplung von Anlaßzahnrad und Triebzahnrad
gleichwohl durch die darauf hinwirkende Feder, derem Einfiuß das Anlaßzahnräd unterliegt,
aufrecht erhalten. Die Wiedereinrückung des Anlaßzahnrades bei laufendem Explosionsmotor
durch versehentliche Wiederbetätigung der Anlaßvorrichtung ist durch eine während
der Bewegung des. Explosionsmotors wirksame Sperrvorrichtung für die Anstellvorrichtung
ausgeschlossen.
Die Sperrvorrichtung kann und wird zweckmäßig elektromagnetisch
betätigt durch von einer mit dem Explosionsmotor ständig gekuppelten Dynamomaschine
abgeleiteten Strom.
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In den Zeichnungen, in denen die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen
beispielsweise dargestellt ist, bedeutet: Fig. i eine teilweise diagrammatische
Seitenansicht einer Ausführungsform der neuen Anlaßvorrichtung, Fig. 2 und 3 Seitenansichten
entsprechend. Fig. I, wobei sich indessen die Teile in anderen Stellungen befinden,
Fig. 4 und 5 Einzelheiten zu Fig. i, Fig.6 die teilweise diagrammatische Seitenansicht
einer abgeänderten Ausführungsform der neuen Anlaßvorrichtung, Fig. 7 und 8 Seitenansichten
entsprechend Fig. 6, wobei sich jedoch die Teile in anderer Stellung befinden, Fig.
9 eine Einzelheit zu Fig. 6, Fig. Io eine teilweise geschnittene Seitenansicht der
dritten und bevorzugten Ausführungsformn der neuen Anlaßvorrichtung, in welcher
zwei Stellungen der achsial beweglichen Teile veranschaulicht sind, Fig. i i eine
Seitenansicht entsprechend Fig.Io, wobei sich die achsial beweglichen Teile in einer
dritten Stellung befinden, Fig. I2 einen Schnitt nach der Linie I2 bis l a der Fig.
i o, Fig.I3 eine diagrammatische Zusammenstellung des Apparates gemäß Fig. Io nebst
der bevorzugten elektrischen Schaltanordnung.
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Zur Erläuterung der Erfindung sei bemerkt, daß sie bezweckt, das Anlassen
von Automobilbetriebsmaschinen lediglich durch Niederdrücken oder Bewegen eines
einzigen Handhebels oder Fußtrittes zu ermöglichen, ohne daß der Fahrer seinen Sitz
verlassen muß. Das Verlangen nach einer Vorrichtung dieser Art, welche zuverlässig
und schnell wirkt, dabei billig und in gewissem Grade selbsttätig ist, hat sich
seit einer Reihe von Jahren fühlbar gemacht. Ein die Bedürfnisse der Praxis befriedigender
Anlaßapparat rmuß mit dem Minimum von Einbaukosten bei bereits vorhandenen Automobilen
bequem eingebaut werden können, ohne daß hierzu die Arbeit hochbezahlter Mechaniker
oder Elektriker erforderlich ist. Der Apparat muß ferner imstande sein, den Kreislauf
seiner Funktionen wiederholte Male zu vollziehen, ohne daß seine Kraftquelle, beispielsweise
eine Sammlerbatterie, wesentlich erschöpft wird, welche notwendigerweise eine begrenzte
Leistungsfähigkeit besitzt. Wie aus der nachfolgenden Beschreibung hervorgeht, leistet
der neue Anlaßapparat diesen Bedingungen vollständig Genüge. In den Zeichnungen,
insbesondere in Fig. i, bedeutet i einen Maschinenteil, beispielsweise dlas Schwungrad,
welches mit der in der Zeichnung nicht veranschaulichten Maschine, an der die Anlaßvorrichtung
angebracht werden soll in Verbindung steht. Auf dem Schwungrad i sitzt ein Zahnkranz
2, welcher zu bestimmten Zeiten mit den Zähnen eines Zahnrades 3 in Eingriff zu
gelangen vermag, das auf die Welle 4 eines Elektromotors 5 oder dgl. in einer Keilnut
aufgesetzt ist. Da vorzugsweise ein Elektromotor zur Drehung der Welle verwendet
wird, auf der das Zahnrad 3 sitzt, ist ein solcher in den Zeichnungen veranschaulicht,
und zwar sind das Feld 6 und der Anker 7 untereinander und mit dem Hauptschalter
8 in Reihe geschaltet. Das Zahnrad 3 wird durch die Spiralfeder 9 (Fig. I, 2, 3)
nach links gedrückt und in seiner Längsbewegung nach links durch die Scheibe Io
und die Mutter II begrenzt, die auf dem freien, vorstehenden Ende der Motorwelle
4 befestigt sind. Das Zahnrad 3 trägt außer den Zähnen 12 eine Anzahl von Blattfedern
13, welche bei 14 mit dem Zahnrad 3 verbolzt oder sonstwie verbunden und an den
gegenüberliegenden Enden finit Gewichten IS von .geeigneter Gestalt und ziemlich
großer Masse verbunden sind. Auf dem Zahnrad 3 sind ferner mittels Bolzen 16 die
geschlitzten Arme i 7 gelagert, deren Zahl der der Blattfedern 13 entspricht, welche
durch die in den Armen befindlichen Schlitze 18 hindurchgehen. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. i, 2, 3 und 4. begrenzen die Arme 17 die radiale Verschiebung der Teile
oder Gewichte 15 durch die Führung der Blattfedern 13 in den Schlitzen 18; sie bilden
außerdem an den Schultern 19 Anlageflächen mit der Scheibe fo, welche, wie erwähnt,
die Linksbewegung des Zahnrades 3 und seiner zugehörigen Teile begrenzen soll. Wenn
die Anlaßvorrichtung nicht in Betrieb ist, befinden sich die Teile in der Stellung
gemäß Fig. i, in der das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 steht und die
Gewichte IS fest auf den zylindrischen Ansatz 2o einer horizontalen Welle 21 nach
innen gedrückt werden. Diese -Z'elle kann durch die unter der Einwirkung der Hand
oder des Fußes stehende Stange 22 gegen die Wirkung der Feder 23 hin und her bewegt
werden und den Winkelhebel 2.4 um seinen Drehpunkt schwenken, wobei die Feder 23
die Stange 22, welche hinfort als »Fußtritt« bezeichnet werden wird; nach oben zu
ziehen sucht. Wenn der Fußtritt 22 entgegen der Feder 23 nach unten bewegt wird,
wird der Winkelliebe- 24 entgegen dem Uhrzeiger gedreht und verschiebt seinerseits
infolge der Langlöchverbindung 25 die horizontale Welle 21 nach rechts. Da die Gewichte
15 fest gegen
das abgesetzte Ende k dieser Welle nach innen gedrückt
werden, bewirkt die Bewegung der Welle nach rechts sofort die Anlage der Gewichte
I 5 an die Schulter 26, so daß sich das Zahnrad 3 entgegen der Wirkung der Spiralfeder
9 nach dem Zahnkranz a hinbewegt. Die Abmessungen der Blattfedern I3 und der Spiralfeder
9 sind derart, daß diese Bewegung des Zahnrades nach rechts ohne wesentliche Verlagerung
der Blattfedern I3 stattfindet. Wenn in diesem Augenblick dem Motor 5 ein geringer
Strom zugeführt wird, um ihn in langsame Umdrehung zu versetzen, dreht sich das
Zahnrad 3 so weit, daß es mit den Zähnen des Schwungrades 2 in Zahneingriff gelangt,
sobald es sich weit genug nach rechts bewegt hat. Eine Vorrichtung, um dem Motor
in diesem Augenblick Strom zuzuführen, ist in Fig. I veranschaulicht und besteht
aus dem Hauptschalter 8, dessen bewegliche Kontakte 27, 28 direkt auf der horizontalen
Welle 2I gelagert sind. Wie aus Fig. I, 2, 3 hervorgeht, genügt eine geringe Bewegung
der Welle 2I, um eine elektrische Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt 27
und den festen Kontakten 29, 3o herzustellen. Dadurch wird folgender Stromkreis
geschlossen: Von der positiven Seite der Batterie 3I durch den Anker 7 und das Feld
6 des Motors zum Anlaßwiderstand 32, über den festen Kontakt 29, den beweglichen
Kontakt 27, den festen Kontakt 30 zur negativen Seite der Batterie. Hierdurch werden
Anker 7 und Zahnrad 3 in Umdrehung versetzt. Bei weiterer Bewegung der horizontalen
Welle 2I nach rechts gelangen die Zahnräder 2 und 3 in Eingriff. Unmittelbar darauf
wird der Anlaßwiderstand 32 infolge der Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt
28 und den festen Kontakten 33, 34 des Hauptschalters 8 kurzgeschlossen (Fig.2).
Die Motorwicklungen werden nunmehr soweit erregt, daß sie das Schwungrad I und die
Maschine in Umdrehung versetzen. Sobald letztere unter eigner Kraft umzulaufen beginnt,
wird die auf die Gewichte I5 wirkende Zentrifugalkraft so groß, daß die Gewichte
entgegen den Blattfedern I,3 um eine Entfernung nach außen bewegt werden, welche
größer ist als die radiale Tiefe der Schulter 26. Die Spiralfeder 9, deren Ausdehnung
sich nunmehr kein Widerstand entgegensetzt, bewegt nun das Zahnrad 3, die Blattfedern
I3 und Gewichte I5 nach links und bringt dadurch die Zahnräder 2 und 3 außer Zahneingriff,
sobald die Maschine angelassen ist (Fig. 3). Der Fahrer läßt nun den Fußtritt 22
los, und die Teile kommen in der Stellung gemäß Fig. I wieder zur Ruhe. Wenn der
Druck auf den Fußhebel jedoch nicht beseitigt wird, läuft der Motor mit seiner freien
Läufgeschwindigkeit um, wobei sehr wenig Kraft verzehrt, und auf die Maschine keine
Wirkung ausgeübt wird, da das Zahnrad 3 mit dem Zahnrad 2 nicht wieder in Eingriff
gebracht werden kann, so lange der Fußtritt niedergedrückt ist. Wenn dann der Furßtritt
22 wieder hochgehen kann, kommt der Motor zur Ruhe, wobei sich die Teile in der
Stellung gemäß Fig. I befinden.
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Um die Abwärtsbewegung des Fußtrittes zu verhindern, wenn die Maschine
umläuft, kann eine Sperrvorrichtung 35 vorgesehen werden, welche im vorliegenden
Falle von einer Spannungsspule 36 gebildet wird (Fig. I, 2, 3, 5), welche parallel
zu den Klemmen des von der Maschiine angetriebenen Generators 37 geschaltet ist
und in erregtem Zustand entgegen der Wirkung der Feder 38 die Anker 39, 40 anzieht,
welche an den beiden Hälften4i, 42 eines neben der Schubstange des Fußtrittes 22
angebrachten Gelenkes befestigt sind, so (laß die beiden Scharnierteile dieses Gelenkes
in die Ringnut 43 des Fußtrittes 22 gelangen, über der sie liegen, wenn der Fußtritt
in seiner Normalruhestellung ist (Fig. i). Es ist ohne weiteres klär, daß man den
Fußtritt 22 nicht niederdrücken und dem Motor 5 Energie zuführen kann, solange die
Spannungsspule 36 erregt und die 2 aschine nicht zum Stillstand gelangt ist.
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In denjenigen Figuren, welche den Generator 37 enthalten, ist eine
automatische Schaltvorrichtung von mehr oder- weniger gebräuchlicher Ausführung
veranschaulicht, welche aus einer Stromspule und einer Spanniing5-spule .45 besteht,
die so gewickelt ist, daß sie die Aufrechterhaltung eines geschlossenen Stromkreises
an den Kontakten .M6 durch die Stromspule unterstützt. Der Schalter 46 wird durch
den durch die Stromspule fließenden Gegenstrom geöffnet und geschlossen, je nachdem
die Spannungsspule genügend erregt wird oder nicht. Der Generator ist der Einfachheit
halber als Nebenmaschine ohne Spannungs- oder Stromregulator veranschaulicht. In
der Praxis ist natürlich ein geeigneter Regulator vorgesehen : für die Zwecke der
Erfindung kann jeder geeignete Generatorregler und automatische Schulter verwendet
werden. .
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In den Fig. 6, 7, 8 und c) ist eine andere Ausführungsform der Erfindung
veranschaulicht. Auch hier ist ein Fußtritt 22 nebst Feder 23, Winkelhebel 24, Sperrvorrichtung
35, Hauptschalter 8, Schwungrad r, Zahnkranz 2, Motor 5 und ein hin und her -bewegliches
Zahnrad 3 vorgesehen, welches mit der Motorwelle 4 eine Keilnutverbindung besitzt.
Bei dieser Ausführungsform wird- das Zahnrad 3 -dadurch nach links außer ingriff
mit dem Zahnrad 2 bewegt, daß man den Druck
auf den Fußtritt 22
beseitigt und der Feder 23 ermöglicht, den Winkelhebel 24 im Sinne des Uhrzeigers
zu drehen, oder dadurch, daß sich die Gewichte 47 nach außen bewegen, die mittels
der Gelenke 49, mit denen sie vorzugsweise ein Ganzes bilden; mit dem Zahnrad 3
und dem Bund 48 verbunden sind (Fig. 9) . Wenn die Maschine angelassen werden soll,
wird der Fußtritt 22 niedergedrückt, wodurch sich die horizontale Welle 5o, der
Bund 48 und die Schaltstange 5I nach rechts bewegen. Das eine oder andere Gewicht
47 kann in diesemn Augenblick das Bestreben haben, nach außen durchzuknicken ; aber
selbst wenn beide- Gewichte nach außen, durchknicken sollten, kommt der Bund 48
bald in Eingriff mit dem linken Ende der Spiralfeder 5a und bewirkt durch Vermittlung
dieser verhältnismäßig steifen Feder, daß sich das Zahnrad 3 nach dem Zahnrad 2
hinbewegt. Wie bei der weiter oben beschriebenen ersten Ausführungsform wird auch
hier der Motor vor erfolgtem Zahnradeingriff durch die Hilfskontakte 29, 27, 3o
des Hauptschalters 8 in langsame Umdrehung versetzt. Sobald der Eingriff fertig
ist, wird der Motor durch Stromschluß an den Hauptkontakten 33, 28, 34 so erregt,
daß er die Maschine anlassen kann. Sobald die Maschine nach dem Anlassen unter eigener
Kraft umlaufen kann, werden die Gewichte 47 infolge der vergrößerten Winkelgeschwindigkeit
nach außen geschleudert, wodurch sie das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad
2 bringen, selbst wenn der Fußtritt 22 auch weiterhin niedergedrückt wird. Ein frühzeitiges
Wiederineingrifftreten wird durch den fortgesetzten schnellen Umlauf der Gewichte
47 so lange verhindert, als der Fußtritt niedergedrückt bleibt. Da nämlich der Motor
erst stromlos gemacht wird, nachdem der Strom an den Hilfskontakten 29, 27 und 30
unterbrochen worden ist, so laufen die Gewichte weiterhin bei der Aufwärtsbewegung
des Fußtrittes so lange schnell um, bis der Bund 48 fast das Ende seiner Linksbewegung
erreicht hat. Während die Maschine umläuft, verhindert die Sperrung 35 die Abwärtsbewegung
des Fußtrittes.
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Eine dritte und bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den
Fig. Io bis I3 veranschaulicht. Auch hier ist wie bei den Ausführungsformen nach
den Fig. I bis 9 ein Motor 5, Schwungrad I, Zahnkranz 2, ein Zahnrad 3 auf dem freien
vorstehenden Ende der Motorwelle 4, der Generator, der selbsttätige Schalter 46
und der Hauptschalter 8 vorgesehen, und der Hauptscbalter 8 und die übrigen Teile
der Vorrichtung stehen. unter der Einwirkung des Fußtrittes 2z, der elektromagnetischen
Sperrung 35 und des Winkelhebels 24. Bei dieser: Ausführungsforrn der Erfindung.
ist gleichfalls das Zahnrad 3 mittels einer Keilnutverbindung auf der Motorwelle
4 gelagert; jedoch sitzt die Feder 53, welche das Zahnrad außer Eingriff mit dem
Zahnrad 2 zu verschieben sucht, innerhalb der Motorwelle, ist also nicht um diese
herumgelegt wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. i bis 3. Die beiden Federanordnungen
sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung wahlweise anwendbar. Die Vorderplatte
54, welche durch Schrauben 55 mit dem äußeren Ende des verzahnten Teiles 3 verbunden
ist, hält auf diesem das Ringglied 56, das mittels der Keilnutverbindung 57 auf
dem Zahnrad 3 längsverschiebbar gelagert ist und aus zwei Flanschteilen 58, 59 besteht,
die bei 6o staubdicht miteinander verbunden sind und die gewichtsbelasteten Hebel
61 einschließen. Diese sitzen auf Zapfen 62, die in den beiden Flanschteilen 58,
59 gelagert sind. Die gewichtsbelasteten Hebel sind gemäß Fig. 12 an ihren freien
Enden durch eine Spiralfeder 63 miteinander verbunden; entgegen deren Federkraft
sie sich um einen ihrer Drehgeschwindigkeit proportionalen Grad radial nach außen
zu bewegen vermögen. Wenn die Gewichte im Ruhezustand sind oder unterhalb einer
bestimmten Geschwindigkeit umlaufen, drücken die nach innen vorstehenden Nasen 64
auf die Außenfläche der Nabe des Zahnrades 3. Wenn das Ringglied 56 sich in der
in Fig. io veranschaulichten Stellung befindet, so stehen diese Nasen in eine Ringnut
65 vor, die zu diesem Zweck in dem linken Teil des Zahnrades 3 vorgesehen ist. An
dem einen, vorzugsweise dem inneren Ende des Ringgliedes 56 ist eine Ringnut 66
vorgesehen, in welche der gega-, belte Teil 67 einer Triebstange 68 eingreift, die
parallel zur Achse der Motorwelle 4 beweglich gelagert ist und durch eine Stange
6.9 und den Winkelhebel24 mit dem Fußtritt 22 mechanisch verbunden ist.
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Wenn die Maschine angelassen werden soll, wird wie bei den übrigen
Ausführungsformen der Fußtritt 22 niedergedrückt, so daß die Hilfskontakte 27, 29,
3o des Hauptschalters 8 geschlossen werden und der Motor 5 in langsamen Umlauf versetzt
wird. Hierbei bewegt der gegabelte Antriebshebel 68 das Ringglied- 56 und mittels
dessen Nasen 64 das Zahnrad 3 aus der mit gestrichelten Linien veranschaulichten
Stellung gemäß Fig. io so weit nach rechts, daß das langsam umlaufende Zahnrad mit
den stillstehenden Zähnen des Schwungrades in Eingriff kommt. Die weitere Abwärtsbewegung
des Fußtrittes schließt dann die Hauptkontakte 28, 33, 34 des Hauptschalters 8 in
dem Augenblick, in dem das Zahnrad 3 vollständig rirnit dem Zahnkranz 2
in
Eingriff gelangt ist (vgl. voll ausgezogene Linien Fig. Io). Der Motor wird nun
so weit erregt, daß er durch die Zahnräder 2 und 3 die Maschinenwelle umdrehen kann.
Sobald die Maschine unter dieser Kraft umzulaufen beginnt, bewirkt die Fliehkraftbewegung
der gewichtsbelasteten Hebel 6I, daß die nach innen vortretenden Nasen 64 der Hebel
aus der Ringnut 65 des verzahnten Teiles 3 austreten. Hierdurch wird das einzige
Hindernis gegen die Linksbewegung des Zahnrades 3 unter der Einwirkung der in der
Motorwelle gelagerten Spiralfeder 53 beseitigt. Das Zahnrad 3 rutscht deshalb alsbald
nach links und tritt außer Eingriff mit dem Zahnkranz 2 des Schwungrades (Fig. II).
Der achsiale Weg des Zahnrades wird durch die Länge seiner Schlitze 7o begrenzt,
dessen Ende sich an den auf der Motorwelle sitzenden Stift 7I anlegt. Diese Eingriffslösung
der beiden Zahnräder ist ersichtlicherweise von der Lage des Fußtrittes 22 und des
Winkelhebels 24 vollständig unabhängig. Wenn nach erfolgter Auslösung des Zahneingriffes
der Fußtritt noch niedergedrückt wird, läuft der Motor mit seiner freien Laufgeschwindigkeit
tum, welche der Sicherheit wegen genügend klein sein muß, da man sonst der Vorrichtung
einen selbsttätigen Minimalausschalter hinzufügen müßte, der bei dem geringen Leerlaufstrom
selbsttätig die Verbindung zur Batterie unterbricht. Wenn der Druck auf den Fußtritt
aufhört, bringt die Feder 23 den Winkelhebel 24, den Hauptschalter 8 und die gegabelte
Antriebsstange 68 in die Anfangsstellung zurück, so daß der Motor von der Kraftquelle
abgeschaltet und das Ringglied nach links in diejenige Stellung bewegt wird, die
in Fig. Io durch die gestrichelten Linien wiedergegeben ist; in dieser kommen die
nach innen ragenden gasen 64 der gewichtsbelasteten Hebel 6I über die Ringnut 65
des Zahnrades 3 zu liegen und schnappen unter der Einwirkung der Spiralfeder 63
in diese ein. Auch hier wird durch die elektromagnetische Sperrvorrichtung 35 der
Fußtritt 22 oben gehalten, wenn die Maschine läuft.
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Es ist ersichtlich, daß sich gerade diese Erfindung in ihrer gedrängten
und billigen Bauart besonders gut zum Anlassen der Automobilmaschinen eignet.
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Die Wirkungsweise der Ausführungsform gemäß Fig. I, 2, 3 ist nochmals
zusammenfassend die folgende: Wenn die Maschine angelassen werden soll, wird der
Fußtritt 22 niedergedrückt und der Motor dadurch langsam in Umdrehung versetzt,
während das Zahnrad 3 sich nach dem Triebzahnrad bewegt. Sobald dann beide Zahnräder
in Eingriff gebracht worden sind, wird ein starker Strom durch den Motor geschickt.
Wenn die Maschine angelassen worden ist, bewirkt die große Umlaufgeschwindigkeit
der Gewichte 75, daß diese sich über das Ende der Schulter 26 schieben, so daß die
Spiralfeder 9 das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 nach links bewegen
kann. Sobald dann der Druck auf den Fußtritt aufhört, kommt der Motor zur Ruhe.
Die parallel zu den Klemmen des Generators 37 geschaltete elektromagnetische Sperrvorrichtung
35 sperrt den Fußtritt in seiner Ruhestellung und verhindert, daß beide Zahnräder
in Eingriff gelangen können, während die Maschine umläuft. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. 6, 7, 8 wird der Eingriff durch die Auswärtsbewegung der gewichtsbelasteten
Glieder 49 bewirkt, welche mit dem unter der Fußtrittwirkung stehenden Teil 48 und
dem Zahnrad 3 verbunden sind. Wenn das Zahnrad in Eingriff mit dem Triebzahnrad
bewegt wird überträgt die Spiralfeder 52 von dem Teil 48 Kraft auf das Zahnrad 3,
falls alle gewichtsbelastetern Teile 49 ausweichen sollten. Bei der Ausführungsform
gemäß Fig. Io bis I3 sind die gewichtshelasteten Hebel 6I vorgesehen deren nach
innen vorgesehene Augen 64 bei einer bestimmten Umlaufgeschwindigkeit aus der Ringnut
66 des Zahnrades 3 austreten und dadurch der in der Motorwelle gelagerten Feder
53 ermöglichen, den Eingriff der Zahnräder 3 und 2 zu lösen. Bei sämtlichen Ausführungsformen
erfolgt die Bewegung des Anlaßzahnrades 3 gegen die Schwungradv erzahnung 2, sowie
die Wirkung des Anlaßschalters direkt durch die einzige, von Hand oder durch den
Fuß angetriebene Stange 2a.
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Die in der vorstehenden Beschreibung verwandten Ausdrücke wie »linles«,
»rechts« »im Sinne des Uhrzeigers«, »entgegen dem Sinne des Uhrzeigers« sollen lediglich
die gezeichnete Lagle und Bewegring zusammengehöriger Teile wiedergeben und sind
deshalb in keiner Weise in einschränkendem Sinne aufzufassen. Auch ist die Erfindung
keines-vegs mit den in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsformen erschöpft,
da sie - selbstverständlich auch noch. mannigfacher, weiterer Ausbildungen fähig
ist.