DE321900C - Anlassvorrichtung fuer Explosionskraftmaschinen - Google Patents

Anlassvorrichtung fuer Explosionskraftmaschinen

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DE321900C DE1914321900D DE321900DD DE321900C DE 321900 C DE321900 C DE 321900C DE 1914321900 D DE1914321900 D DE 1914321900D DE 321900D D DE321900D D DE 321900DD DE 321900 C DE321900 C DE 321900C
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Description

  • Anlaßvorrichtung für Explosionskraftmaschinen. Vorliegende Erfindung bezieht sich auf eine Anlaßvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere für Antriebsmaschinen von Automobilen, bei welcher das Triebzahnrad nach erfolgtem Anspringen des Explosionsmotors durch Zentrifugalwirkung selbsttätig ausgekuppelt wird.
  • Die Erfindung bezweckt eine besondere Ausbildung von Anlaßvorrichtungen dieser Art, welche die großmögliche Betriebssicherheit gewährt, insbesondere gegen Beschädigung der Zahnräder durch unabsichtliche Wiederbetätigung "der Anstellvorrichtung nach erfolgtem Anspringen des Explosionsmotors. Die eine solche Betriebssicherheit gewährende Einrichtung der Anlaßv orrichtung gemäß vorliegender Erfindung besteht darin, daß das achsial verschiebbare Anlaßzahnrad einerseits mit der Anstellvorrichtung unter Vermittlung der Zentrifugalausschalteinrichtung gekuppelt wird, und daß es andererseits dem Einfluß einer auf Lösung des Eingriffs mit dem Triebzahnrad wirkenden Feder unterworfen wird, wobei gleichzeitig die Anstellvorrichtung derart in ihrer Betätigung in Abhängigkeit von dem Explosionsmotor gebracht wird, daß sie so lange gesperrt ist, als der Explosionsmotor läuft.
  • Die Wirkung einer solchen Einrichtung besteht darin, daß bei Betätigung der Anstellvorrichtung bei stillstehendem Explosionsmotor das Anlaßzahrnad entgegen der darauf wirkenden Feder in Eingriff mit dem Triebzahnrad des Explosionsmotors gebracht wird, so daß der Antriebsmotor das Triebzahnrad in Umdrehung zu setzen vermag. Sobald der Explosionsmotor angesprungen ist und sich die Umlaufgeschwindigkeit des Triebzahnrades demgemäß erheblich steigert, erfolgt die Entkupplung durch Zentrifugalwirkung in an sich bekannter Weise, und die Entkupplung bleibt wegen des fortdauernd jetzt mit großer Geschwindigkeit laufenden Anlaßmotors durch Zentrifugalwirkung aufrecht erhalten, solange die Anstellvorrichtung sich in ihrer Arbeitsstellung befindet. . Wenn die Anstellvorrichtung zur Rückkehr in die Ruhestellung freigegeben wird und dabei der Anlaßmotor ausgeschaltet wird, so daß auch die zentrifugale Entkupplungsvorrichtung außer Tätigkeit tritt, bleibt die Entkupplung von Anlaßzahnrad und Triebzahnrad gleichwohl durch die darauf hinwirkende Feder, derem Einfiuß das Anlaßzahnräd unterliegt, aufrecht erhalten. Die Wiedereinrückung des Anlaßzahnrades bei laufendem Explosionsmotor durch versehentliche Wiederbetätigung der Anlaßvorrichtung ist durch eine während der Bewegung des. Explosionsmotors wirksame Sperrvorrichtung für die Anstellvorrichtung ausgeschlossen. Die Sperrvorrichtung kann und wird zweckmäßig elektromagnetisch betätigt durch von einer mit dem Explosionsmotor ständig gekuppelten Dynamomaschine abgeleiteten Strom.
  • In den Zeichnungen, in denen die Erfindung in verschiedenen Ausführungsformen beispielsweise dargestellt ist, bedeutet: Fig. i eine teilweise diagrammatische Seitenansicht einer Ausführungsform der neuen Anlaßvorrichtung, Fig. 2 und 3 Seitenansichten entsprechend. Fig. I, wobei sich indessen die Teile in anderen Stellungen befinden, Fig. 4 und 5 Einzelheiten zu Fig. i, Fig.6 die teilweise diagrammatische Seitenansicht einer abgeänderten Ausführungsform der neuen Anlaßvorrichtung, Fig. 7 und 8 Seitenansichten entsprechend Fig. 6, wobei sich jedoch die Teile in anderer Stellung befinden, Fig. 9 eine Einzelheit zu Fig. 6, Fig. Io eine teilweise geschnittene Seitenansicht der dritten und bevorzugten Ausführungsformn der neuen Anlaßvorrichtung, in welcher zwei Stellungen der achsial beweglichen Teile veranschaulicht sind, Fig. i i eine Seitenansicht entsprechend Fig.Io, wobei sich die achsial beweglichen Teile in einer dritten Stellung befinden, Fig. I2 einen Schnitt nach der Linie I2 bis l a der Fig. i o, Fig.I3 eine diagrammatische Zusammenstellung des Apparates gemäß Fig. Io nebst der bevorzugten elektrischen Schaltanordnung.
  • Zur Erläuterung der Erfindung sei bemerkt, daß sie bezweckt, das Anlassen von Automobilbetriebsmaschinen lediglich durch Niederdrücken oder Bewegen eines einzigen Handhebels oder Fußtrittes zu ermöglichen, ohne daß der Fahrer seinen Sitz verlassen muß. Das Verlangen nach einer Vorrichtung dieser Art, welche zuverlässig und schnell wirkt, dabei billig und in gewissem Grade selbsttätig ist, hat sich seit einer Reihe von Jahren fühlbar gemacht. Ein die Bedürfnisse der Praxis befriedigender Anlaßapparat rmuß mit dem Minimum von Einbaukosten bei bereits vorhandenen Automobilen bequem eingebaut werden können, ohne daß hierzu die Arbeit hochbezahlter Mechaniker oder Elektriker erforderlich ist. Der Apparat muß ferner imstande sein, den Kreislauf seiner Funktionen wiederholte Male zu vollziehen, ohne daß seine Kraftquelle, beispielsweise eine Sammlerbatterie, wesentlich erschöpft wird, welche notwendigerweise eine begrenzte Leistungsfähigkeit besitzt. Wie aus der nachfolgenden Beschreibung hervorgeht, leistet der neue Anlaßapparat diesen Bedingungen vollständig Genüge. In den Zeichnungen, insbesondere in Fig. i, bedeutet i einen Maschinenteil, beispielsweise dlas Schwungrad, welches mit der in der Zeichnung nicht veranschaulichten Maschine, an der die Anlaßvorrichtung angebracht werden soll in Verbindung steht. Auf dem Schwungrad i sitzt ein Zahnkranz 2, welcher zu bestimmten Zeiten mit den Zähnen eines Zahnrades 3 in Eingriff zu gelangen vermag, das auf die Welle 4 eines Elektromotors 5 oder dgl. in einer Keilnut aufgesetzt ist. Da vorzugsweise ein Elektromotor zur Drehung der Welle verwendet wird, auf der das Zahnrad 3 sitzt, ist ein solcher in den Zeichnungen veranschaulicht, und zwar sind das Feld 6 und der Anker 7 untereinander und mit dem Hauptschalter 8 in Reihe geschaltet. Das Zahnrad 3 wird durch die Spiralfeder 9 (Fig. I, 2, 3) nach links gedrückt und in seiner Längsbewegung nach links durch die Scheibe Io und die Mutter II begrenzt, die auf dem freien, vorstehenden Ende der Motorwelle 4 befestigt sind. Das Zahnrad 3 trägt außer den Zähnen 12 eine Anzahl von Blattfedern 13, welche bei 14 mit dem Zahnrad 3 verbolzt oder sonstwie verbunden und an den gegenüberliegenden Enden finit Gewichten IS von .geeigneter Gestalt und ziemlich großer Masse verbunden sind. Auf dem Zahnrad 3 sind ferner mittels Bolzen 16 die geschlitzten Arme i 7 gelagert, deren Zahl der der Blattfedern 13 entspricht, welche durch die in den Armen befindlichen Schlitze 18 hindurchgehen. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. i, 2, 3 und 4. begrenzen die Arme 17 die radiale Verschiebung der Teile oder Gewichte 15 durch die Führung der Blattfedern 13 in den Schlitzen 18; sie bilden außerdem an den Schultern 19 Anlageflächen mit der Scheibe fo, welche, wie erwähnt, die Linksbewegung des Zahnrades 3 und seiner zugehörigen Teile begrenzen soll. Wenn die Anlaßvorrichtung nicht in Betrieb ist, befinden sich die Teile in der Stellung gemäß Fig. i, in der das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 steht und die Gewichte IS fest auf den zylindrischen Ansatz 2o einer horizontalen Welle 21 nach innen gedrückt werden. Diese -Z'elle kann durch die unter der Einwirkung der Hand oder des Fußes stehende Stange 22 gegen die Wirkung der Feder 23 hin und her bewegt werden und den Winkelhebel 2.4 um seinen Drehpunkt schwenken, wobei die Feder 23 die Stange 22, welche hinfort als »Fußtritt« bezeichnet werden wird; nach oben zu ziehen sucht. Wenn der Fußtritt 22 entgegen der Feder 23 nach unten bewegt wird, wird der Winkelliebe- 24 entgegen dem Uhrzeiger gedreht und verschiebt seinerseits infolge der Langlöchverbindung 25 die horizontale Welle 21 nach rechts. Da die Gewichte 15 fest gegen das abgesetzte Ende k dieser Welle nach innen gedrückt werden, bewirkt die Bewegung der Welle nach rechts sofort die Anlage der Gewichte I 5 an die Schulter 26, so daß sich das Zahnrad 3 entgegen der Wirkung der Spiralfeder 9 nach dem Zahnkranz a hinbewegt. Die Abmessungen der Blattfedern I3 und der Spiralfeder 9 sind derart, daß diese Bewegung des Zahnrades nach rechts ohne wesentliche Verlagerung der Blattfedern I3 stattfindet. Wenn in diesem Augenblick dem Motor 5 ein geringer Strom zugeführt wird, um ihn in langsame Umdrehung zu versetzen, dreht sich das Zahnrad 3 so weit, daß es mit den Zähnen des Schwungrades 2 in Zahneingriff gelangt, sobald es sich weit genug nach rechts bewegt hat. Eine Vorrichtung, um dem Motor in diesem Augenblick Strom zuzuführen, ist in Fig. I veranschaulicht und besteht aus dem Hauptschalter 8, dessen bewegliche Kontakte 27, 28 direkt auf der horizontalen Welle 2I gelagert sind. Wie aus Fig. I, 2, 3 hervorgeht, genügt eine geringe Bewegung der Welle 2I, um eine elektrische Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt 27 und den festen Kontakten 29, 3o herzustellen. Dadurch wird folgender Stromkreis geschlossen: Von der positiven Seite der Batterie 3I durch den Anker 7 und das Feld 6 des Motors zum Anlaßwiderstand 32, über den festen Kontakt 29, den beweglichen Kontakt 27, den festen Kontakt 30 zur negativen Seite der Batterie. Hierdurch werden Anker 7 und Zahnrad 3 in Umdrehung versetzt. Bei weiterer Bewegung der horizontalen Welle 2I nach rechts gelangen die Zahnräder 2 und 3 in Eingriff. Unmittelbar darauf wird der Anlaßwiderstand 32 infolge der Verbindung zwischen dem beweglichen Kontakt 28 und den festen Kontakten 33, 34 des Hauptschalters 8 kurzgeschlossen (Fig.2). Die Motorwicklungen werden nunmehr soweit erregt, daß sie das Schwungrad I und die Maschine in Umdrehung versetzen. Sobald letztere unter eigner Kraft umzulaufen beginnt, wird die auf die Gewichte I5 wirkende Zentrifugalkraft so groß, daß die Gewichte entgegen den Blattfedern I,3 um eine Entfernung nach außen bewegt werden, welche größer ist als die radiale Tiefe der Schulter 26. Die Spiralfeder 9, deren Ausdehnung sich nunmehr kein Widerstand entgegensetzt, bewegt nun das Zahnrad 3, die Blattfedern I3 und Gewichte I5 nach links und bringt dadurch die Zahnräder 2 und 3 außer Zahneingriff, sobald die Maschine angelassen ist (Fig. 3). Der Fahrer läßt nun den Fußtritt 22 los, und die Teile kommen in der Stellung gemäß Fig. I wieder zur Ruhe. Wenn der Druck auf den Fußhebel jedoch nicht beseitigt wird, läuft der Motor mit seiner freien Läufgeschwindigkeit um, wobei sehr wenig Kraft verzehrt, und auf die Maschine keine Wirkung ausgeübt wird, da das Zahnrad 3 mit dem Zahnrad 2 nicht wieder in Eingriff gebracht werden kann, so lange der Fußtritt niedergedrückt ist. Wenn dann der Furßtritt 22 wieder hochgehen kann, kommt der Motor zur Ruhe, wobei sich die Teile in der Stellung gemäß Fig. I befinden.
  • Um die Abwärtsbewegung des Fußtrittes zu verhindern, wenn die Maschine umläuft, kann eine Sperrvorrichtung 35 vorgesehen werden, welche im vorliegenden Falle von einer Spannungsspule 36 gebildet wird (Fig. I, 2, 3, 5), welche parallel zu den Klemmen des von der Maschiine angetriebenen Generators 37 geschaltet ist und in erregtem Zustand entgegen der Wirkung der Feder 38 die Anker 39, 40 anzieht, welche an den beiden Hälften4i, 42 eines neben der Schubstange des Fußtrittes 22 angebrachten Gelenkes befestigt sind, so (laß die beiden Scharnierteile dieses Gelenkes in die Ringnut 43 des Fußtrittes 22 gelangen, über der sie liegen, wenn der Fußtritt in seiner Normalruhestellung ist (Fig. i). Es ist ohne weiteres klär, daß man den Fußtritt 22 nicht niederdrücken und dem Motor 5 Energie zuführen kann, solange die Spannungsspule 36 erregt und die 2 aschine nicht zum Stillstand gelangt ist.
  • In denjenigen Figuren, welche den Generator 37 enthalten, ist eine automatische Schaltvorrichtung von mehr oder- weniger gebräuchlicher Ausführung veranschaulicht, welche aus einer Stromspule und einer Spanniing5-spule .45 besteht, die so gewickelt ist, daß sie die Aufrechterhaltung eines geschlossenen Stromkreises an den Kontakten .M6 durch die Stromspule unterstützt. Der Schalter 46 wird durch den durch die Stromspule fließenden Gegenstrom geöffnet und geschlossen, je nachdem die Spannungsspule genügend erregt wird oder nicht. Der Generator ist der Einfachheit halber als Nebenmaschine ohne Spannungs- oder Stromregulator veranschaulicht. In der Praxis ist natürlich ein geeigneter Regulator vorgesehen : für die Zwecke der Erfindung kann jeder geeignete Generatorregler und automatische Schulter verwendet werden. .
  • In den Fig. 6, 7, 8 und c) ist eine andere Ausführungsform der Erfindung veranschaulicht. Auch hier ist ein Fußtritt 22 nebst Feder 23, Winkelhebel 24, Sperrvorrichtung 35, Hauptschalter 8, Schwungrad r, Zahnkranz 2, Motor 5 und ein hin und her -bewegliches Zahnrad 3 vorgesehen, welches mit der Motorwelle 4 eine Keilnutverbindung besitzt. Bei dieser Ausführungsform wird- das Zahnrad 3 -dadurch nach links außer ingriff mit dem Zahnrad 2 bewegt, daß man den Druck auf den Fußtritt 22 beseitigt und der Feder 23 ermöglicht, den Winkelhebel 24 im Sinne des Uhrzeigers zu drehen, oder dadurch, daß sich die Gewichte 47 nach außen bewegen, die mittels der Gelenke 49, mit denen sie vorzugsweise ein Ganzes bilden; mit dem Zahnrad 3 und dem Bund 48 verbunden sind (Fig. 9) . Wenn die Maschine angelassen werden soll, wird der Fußtritt 22 niedergedrückt, wodurch sich die horizontale Welle 5o, der Bund 48 und die Schaltstange 5I nach rechts bewegen. Das eine oder andere Gewicht 47 kann in diesemn Augenblick das Bestreben haben, nach außen durchzuknicken ; aber selbst wenn beide- Gewichte nach außen, durchknicken sollten, kommt der Bund 48 bald in Eingriff mit dem linken Ende der Spiralfeder 5a und bewirkt durch Vermittlung dieser verhältnismäßig steifen Feder, daß sich das Zahnrad 3 nach dem Zahnrad 2 hinbewegt. Wie bei der weiter oben beschriebenen ersten Ausführungsform wird auch hier der Motor vor erfolgtem Zahnradeingriff durch die Hilfskontakte 29, 27, 3o des Hauptschalters 8 in langsame Umdrehung versetzt. Sobald der Eingriff fertig ist, wird der Motor durch Stromschluß an den Hauptkontakten 33, 28, 34 so erregt, daß er die Maschine anlassen kann. Sobald die Maschine nach dem Anlassen unter eigener Kraft umlaufen kann, werden die Gewichte 47 infolge der vergrößerten Winkelgeschwindigkeit nach außen geschleudert, wodurch sie das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 bringen, selbst wenn der Fußtritt 22 auch weiterhin niedergedrückt wird. Ein frühzeitiges Wiederineingrifftreten wird durch den fortgesetzten schnellen Umlauf der Gewichte 47 so lange verhindert, als der Fußtritt niedergedrückt bleibt. Da nämlich der Motor erst stromlos gemacht wird, nachdem der Strom an den Hilfskontakten 29, 27 und 30 unterbrochen worden ist, so laufen die Gewichte weiterhin bei der Aufwärtsbewegung des Fußtrittes so lange schnell um, bis der Bund 48 fast das Ende seiner Linksbewegung erreicht hat. Während die Maschine umläuft, verhindert die Sperrung 35 die Abwärtsbewegung des Fußtrittes.
  • Eine dritte und bevorzugte Ausführungsform der Erfindung ist in den Fig. Io bis I3 veranschaulicht. Auch hier ist wie bei den Ausführungsformen nach den Fig. I bis 9 ein Motor 5, Schwungrad I, Zahnkranz 2, ein Zahnrad 3 auf dem freien vorstehenden Ende der Motorwelle 4, der Generator, der selbsttätige Schalter 46 und der Hauptschalter 8 vorgesehen, und der Hauptscbalter 8 und die übrigen Teile der Vorrichtung stehen. unter der Einwirkung des Fußtrittes 2z, der elektromagnetischen Sperrung 35 und des Winkelhebels 24. Bei dieser: Ausführungsforrn der Erfindung. ist gleichfalls das Zahnrad 3 mittels einer Keilnutverbindung auf der Motorwelle 4 gelagert; jedoch sitzt die Feder 53, welche das Zahnrad außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 zu verschieben sucht, innerhalb der Motorwelle, ist also nicht um diese herumgelegt wie bei der Ausführungsform gemäß Fig. i bis 3. Die beiden Federanordnungen sind für die Zwecke der vorliegenden Erfindung wahlweise anwendbar. Die Vorderplatte 54, welche durch Schrauben 55 mit dem äußeren Ende des verzahnten Teiles 3 verbunden ist, hält auf diesem das Ringglied 56, das mittels der Keilnutverbindung 57 auf dem Zahnrad 3 längsverschiebbar gelagert ist und aus zwei Flanschteilen 58, 59 besteht, die bei 6o staubdicht miteinander verbunden sind und die gewichtsbelasteten Hebel 61 einschließen. Diese sitzen auf Zapfen 62, die in den beiden Flanschteilen 58, 59 gelagert sind. Die gewichtsbelasteten Hebel sind gemäß Fig. 12 an ihren freien Enden durch eine Spiralfeder 63 miteinander verbunden; entgegen deren Federkraft sie sich um einen ihrer Drehgeschwindigkeit proportionalen Grad radial nach außen zu bewegen vermögen. Wenn die Gewichte im Ruhezustand sind oder unterhalb einer bestimmten Geschwindigkeit umlaufen, drücken die nach innen vorstehenden Nasen 64 auf die Außenfläche der Nabe des Zahnrades 3. Wenn das Ringglied 56 sich in der in Fig. io veranschaulichten Stellung befindet, so stehen diese Nasen in eine Ringnut 65 vor, die zu diesem Zweck in dem linken Teil des Zahnrades 3 vorgesehen ist. An dem einen, vorzugsweise dem inneren Ende des Ringgliedes 56 ist eine Ringnut 66 vorgesehen, in welche der gega-, belte Teil 67 einer Triebstange 68 eingreift, die parallel zur Achse der Motorwelle 4 beweglich gelagert ist und durch eine Stange 6.9 und den Winkelhebel24 mit dem Fußtritt 22 mechanisch verbunden ist.
  • Wenn die Maschine angelassen werden soll, wird wie bei den übrigen Ausführungsformen der Fußtritt 22 niedergedrückt, so daß die Hilfskontakte 27, 29, 3o des Hauptschalters 8 geschlossen werden und der Motor 5 in langsamen Umlauf versetzt wird. Hierbei bewegt der gegabelte Antriebshebel 68 das Ringglied- 56 und mittels dessen Nasen 64 das Zahnrad 3 aus der mit gestrichelten Linien veranschaulichten Stellung gemäß Fig. io so weit nach rechts, daß das langsam umlaufende Zahnrad mit den stillstehenden Zähnen des Schwungrades in Eingriff kommt. Die weitere Abwärtsbewegung des Fußtrittes schließt dann die Hauptkontakte 28, 33, 34 des Hauptschalters 8 in dem Augenblick, in dem das Zahnrad 3 vollständig rirnit dem Zahnkranz 2 in Eingriff gelangt ist (vgl. voll ausgezogene Linien Fig. Io). Der Motor wird nun so weit erregt, daß er durch die Zahnräder 2 und 3 die Maschinenwelle umdrehen kann. Sobald die Maschine unter dieser Kraft umzulaufen beginnt, bewirkt die Fliehkraftbewegung der gewichtsbelasteten Hebel 6I, daß die nach innen vortretenden Nasen 64 der Hebel aus der Ringnut 65 des verzahnten Teiles 3 austreten. Hierdurch wird das einzige Hindernis gegen die Linksbewegung des Zahnrades 3 unter der Einwirkung der in der Motorwelle gelagerten Spiralfeder 53 beseitigt. Das Zahnrad 3 rutscht deshalb alsbald nach links und tritt außer Eingriff mit dem Zahnkranz 2 des Schwungrades (Fig. II). Der achsiale Weg des Zahnrades wird durch die Länge seiner Schlitze 7o begrenzt, dessen Ende sich an den auf der Motorwelle sitzenden Stift 7I anlegt. Diese Eingriffslösung der beiden Zahnräder ist ersichtlicherweise von der Lage des Fußtrittes 22 und des Winkelhebels 24 vollständig unabhängig. Wenn nach erfolgter Auslösung des Zahneingriffes der Fußtritt noch niedergedrückt wird, läuft der Motor mit seiner freien Laufgeschwindigkeit tum, welche der Sicherheit wegen genügend klein sein muß, da man sonst der Vorrichtung einen selbsttätigen Minimalausschalter hinzufügen müßte, der bei dem geringen Leerlaufstrom selbsttätig die Verbindung zur Batterie unterbricht. Wenn der Druck auf den Fußtritt aufhört, bringt die Feder 23 den Winkelhebel 24, den Hauptschalter 8 und die gegabelte Antriebsstange 68 in die Anfangsstellung zurück, so daß der Motor von der Kraftquelle abgeschaltet und das Ringglied nach links in diejenige Stellung bewegt wird, die in Fig. Io durch die gestrichelten Linien wiedergegeben ist; in dieser kommen die nach innen ragenden gasen 64 der gewichtsbelasteten Hebel 6I über die Ringnut 65 des Zahnrades 3 zu liegen und schnappen unter der Einwirkung der Spiralfeder 63 in diese ein. Auch hier wird durch die elektromagnetische Sperrvorrichtung 35 der Fußtritt 22 oben gehalten, wenn die Maschine läuft.
  • Es ist ersichtlich, daß sich gerade diese Erfindung in ihrer gedrängten und billigen Bauart besonders gut zum Anlassen der Automobilmaschinen eignet.
  • Die Wirkungsweise der Ausführungsform gemäß Fig. I, 2, 3 ist nochmals zusammenfassend die folgende: Wenn die Maschine angelassen werden soll, wird der Fußtritt 22 niedergedrückt und der Motor dadurch langsam in Umdrehung versetzt, während das Zahnrad 3 sich nach dem Triebzahnrad bewegt. Sobald dann beide Zahnräder in Eingriff gebracht worden sind, wird ein starker Strom durch den Motor geschickt. Wenn die Maschine angelassen worden ist, bewirkt die große Umlaufgeschwindigkeit der Gewichte 75, daß diese sich über das Ende der Schulter 26 schieben, so daß die Spiralfeder 9 das Zahnrad 3 außer Eingriff mit dem Zahnrad 2 nach links bewegen kann. Sobald dann der Druck auf den Fußtritt aufhört, kommt der Motor zur Ruhe. Die parallel zu den Klemmen des Generators 37 geschaltete elektromagnetische Sperrvorrichtung 35 sperrt den Fußtritt in seiner Ruhestellung und verhindert, daß beide Zahnräder in Eingriff gelangen können, während die Maschine umläuft. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. 6, 7, 8 wird der Eingriff durch die Auswärtsbewegung der gewichtsbelasteten Glieder 49 bewirkt, welche mit dem unter der Fußtrittwirkung stehenden Teil 48 und dem Zahnrad 3 verbunden sind. Wenn das Zahnrad in Eingriff mit dem Triebzahnrad bewegt wird überträgt die Spiralfeder 52 von dem Teil 48 Kraft auf das Zahnrad 3, falls alle gewichtsbelastetern Teile 49 ausweichen sollten. Bei der Ausführungsform gemäß Fig. Io bis I3 sind die gewichtshelasteten Hebel 6I vorgesehen deren nach innen vorgesehene Augen 64 bei einer bestimmten Umlaufgeschwindigkeit aus der Ringnut 66 des Zahnrades 3 austreten und dadurch der in der Motorwelle gelagerten Feder 53 ermöglichen, den Eingriff der Zahnräder 3 und 2 zu lösen. Bei sämtlichen Ausführungsformen erfolgt die Bewegung des Anlaßzahnrades 3 gegen die Schwungradv erzahnung 2, sowie die Wirkung des Anlaßschalters direkt durch die einzige, von Hand oder durch den Fuß angetriebene Stange 2a.
  • Die in der vorstehenden Beschreibung verwandten Ausdrücke wie »linles«, »rechts« »im Sinne des Uhrzeigers«, »entgegen dem Sinne des Uhrzeigers« sollen lediglich die gezeichnete Lagle und Bewegring zusammengehöriger Teile wiedergeben und sind deshalb in keiner Weise in einschränkendem Sinne aufzufassen. Auch ist die Erfindung keines-vegs mit den in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsformen erschöpft, da sie - selbstverständlich auch noch. mannigfacher, weiterer Ausbildungen fähig ist.

Claims (5)

  1. PATENT-ANSPRÜCHE: i. Anlaßvorrichtung für Verbrennungskraftmaschinen, insbesondere für Explosionsmotore von Automobilen mit durch Zentrifugalwirkung selbsttätig aus dem Triebzahnrad der Kraftmaschine auskuppelbarem Anlaßzahnrad, dadurch gekennzeichnet, . daß das achsial verschiebbare Anlaßzahnrad (3) einerseits unter Vermittlung der durch Zentrifugalkraft wirkenden Ausschaltvorrichtung mit der Anstellvorrichtung (22) gekuppelt ist und andererseits unter dem Einfluß einer die Eingriffslösung mit dem Triebzahnrad (2) erstrebenden, achsial zum Zahnrad angeordneten Feder (9 bzw. 52) steht, so daß bei Betätigung der Anstellvorrichtung das Anlaßzahnrad entgegen der Federwirkung in Eingriff mit dem Triebzahnrad gelangt und so lange mit demselben in Eingriff bleibt, bis der Explosionsmotor angesprungen ist und die Zentrifugalausrückvorrichtung betätigt, worauf nach etwaiger Freigabe der Anstellvorrichtung und dadurch ausgerücktem Anlaßmotor das Anlaßzahnrad durch Wirkung der Feder (9 bzw. 53) außer Eingriff mit dem Triebzahnrad gehalten wird, während gleichzeitig die Anstellvorrichtung so lange gesperrt wird, als sich der Explosionsmotor in Bewegung befindet.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, däß an dem Anlaßzahnrad (3) gewichtsbelastete Kupplungsfedern (I3) sitzen, deren an den freien Federenden sitzende Schleudergewichte (I5) sich gewöhnlich vor einen Bund (26) der Anstellwelle (2I) legen und die Ver-Schiebung des Anlaßzahnrades (3) durch die Anstellvorrichtung (22) nach der Triebverzahnung (2) hin entgegen dem Druck der Lösefeder (8) ermöglichen, aber durch ihre Schleuderwirkung bei der nach dlern Anspringen des Verbrennungsmotors durch Mitnahme entstehenden hohen Drehgeschwindigkeit des Anlaßmotörs (5) über den Bund abgespreizt werden, so daß die Lösefeder (9) das Anlaßzahnräd (3) von der Triebverzahnung (2) weg und die Belastungsgewichte (15) über den Bund (26) schieben kann.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch I und 2, dadurch gekenzeichnet, daß die die Schleudergewichte (I5) tragenden Kupplungsfedern durch mit dem Anlaßzahnrad (3) verbundene, geschlitzte Arme (I7) hindurchgehen.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß Anstellvorrichtung (22) und Anlaßzahnrad (3) durch gewichtsbelastete Gelenke (49) gekuppelt und durch eine zwischen ihnen sitzende Feder zu gemeinsamer Bewegung nach der Triebverzahnung (2) hin verbunden sind, so daß bei gestreckter Gelenkstellung das Anlaßzahnrad durch die Anstellvorrichtung (22) unter Vermittlung der Feder nach der Triebverzahnung (2) hin verschoben werden kann, bei hoher Anlaßmotorgeschwindigkeit aber beide Zahnräder durch das radiale Ausweichen der Gelenke (47, 49) entgegen dem Federdruck wieder voneinander entfernt werden. -
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß- das- Anlaßzabnrad (3) unter der Einwirkung einer in der Anlaßwelle (4) gelagerten- Entkupplungsfeder (53) steht und mit einer auf -seiner Nabe längsverschiebbaren, aber undrehbar gelagerten Anstelltrommel (56 bis 6o) durch in dieser drehbar gelagerte Schleuderhebel (61) zu gemeinsamer Längsverschiebung gekuppelt werden kann, welche Hebel bei hoher LTmdrehungsgeschwindigkeit das Zahnrad freigeben, so daß dieses sich durch die Entkupplungsfeder (53) unter der Trommel (56 bis 6o) hinweg bewegen und mit dem Triebzahnrad (2) außer Eingriff gelangen kann.
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