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Die Erfindung geht aus von einem Endoskop entsprechend dem Oberbegriff des Anspruchs 1.
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Ein solches Endoskop war zum Prioritätszeitpunkt durch Benutzung in der medizinischen Praxis bekannt. Das Werkzeug kann beispielsweise als Zange ausgebildet sein, die zum Entnehmen lebenden Gewebes in eine Körperhöhlung eingeführt werden kann, oder es kann sich bei dem Werkzeug um eine fotografische Einrichtung handeln, mit deren Hilfe bestimmte Teile in einer Körperhöhlung fotografiert werden sollen. Hierzu kann bei dem bekannten Endoskop das Vorderende des Werkzeugs in das Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters gebracht werden, wobei zusätzlich neben diesem ein Beleuchtungsfenster vorhanden sein kann, aus dem heraus der Arbeitsbereich des Werkzeugs beleuchtet werden kann. Sowohl das Beleuchtungsfenster als auch das Beobachtungsfenster ist jeweils mit einem Glasfaserbündel verbunden, durch das einerseits das Licht zur Beleuchtung des Arbeitsbereiches eingeleitet wird und das andererseits bei der Beobachtung das von der beleuchteten Wand des Körperhohlraumes ausgehende Licht zu der Manipulatoreinheit zurückgeleitet wird, von wo aus der Arzt das Werkzeug steuern und beobachten und ggf. fotografische Aufnahmen veranlassen kann.
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Das Beleuchtungsfenster und das Beobachtungsfenster liegen hierbei in der Umfangsaußenwand des Endstücks nahe nebeneinander, und das Werkzeug ragt seitlich neben dem Beobachtungsfenster aus dem Endstück heraus. Damit dies möglich ist, muß das sich axial durch das Rohr des Endoskops erstreckende Werkzeug am Endstück plötzlich seine Richtung ändern. Zur Ermöglichung dieses Richtungswechsels ist das Endstück mit einem Einstellhebel für das Werkzeug versehen, der von der Manipulatoreinheit aus, beispielsweise über einen Draht, betätigbar ist. Der Einstellhebel ist hierbei auf einer Querachse gelagert, die gegenüber der die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters einschließenden Längsebene des Rohrs geneigt oder gekippt ist. Durch Verschwenken des Einstellhebels kann somit das Werkzeug aus seiner Austrittsöffnung am Endstück heraus und in eine Stellung gegenüber dem Beobachtungsfenster gebracht werden.
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Das Werkzeug ist in dem Rohr des Endoskops in einem Führungskanal geführt, dessen Querschnitt wegen der gekippten Anordnung des Einstellhebels begrenzt ist. Damit ist man hinsichtlich der Wahl des Werkzeugs und der Entnahme von Gewebeteilen aus der Körperhöhle beschränkt. Auch die Höhenlage des Führungskanals für das Werkzeug innerhalb des flexiblen Endoskoprohrs ist wegen der geneigten Anordnung der Kippachse des Einstellhebels derart beschränkt, daß nur ein verhältnismäßig kurzer Einstellhebel verwendet werden kann. Dies bedeutet, daß die zum Verschwenken des Einstellhebels also zum Ziehen seines Betätigungsdrahtes, erforderliche Kraft entsprechend groß sein muß, wodurch eine weiche und ruckfreie Manipulation nicht möglich ist. Es kann dabei leicht zu Fehlbedienungen des Werkzeugs kommen.
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Demgegenüpber liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, bei beschränktem Querschnitt des Endoskoprohrs räumlich konstruktiv und mechanisch günstige Verhältnisse zu schaffen, und dabei den Innendurchmesser des Führungskanals für das Werkzeug möglichst groß und gleichzeitig die Anhebekraft oder Schwenkkraft für den Einstellhebel möglichst klein zu machen.
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Erfindungsgemäß wird dies durch die im Anspruch 1 angegebenen Merkmale erreicht.
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Durch die erfindungsgemäße Ausbildung des Einstellhebels wird es möglich, einen im Querschnitt vergrößerten Führungskanal im Endoskoprohr auszubilden. Damit ist man in der Wahl des Werkzeugs weniger beengt als beim Stand der Technik. Es ist hierbei möglich, mit Hilfe des Werkzeugs durch den Führungskanal Gewebeproben aus der Körperhöhe zu entnehmen oder Körperflüssigkeiten (Sekret, Schleim) abzusaugen oder Injektionen einzubringen. Durch die erfindungsgemäße Anordnung des Einstellhebels wird auch dessen für das Verschwenken des Werkzeugs wirksame Länge vergrößert, so daß eine schwächere Verstellkraft und damit eine ruckfreie Verstellung ermöglicht ist, durch die Fehlbedienungen weitgehend ausgeschlossen werden. Trotzdem wird hierbei das vordere Ende des Werkzeuges in der Führungsnut des Einstellhebels zuverlässig geführt, um die gewünschte Orientierung oder Versetzung des Werkzeuges gegenüber dem Beobachtungsfenster zu erzielen. Da der Führungskanal für das Werkzeug im Querschnitt vergrößert werden kann, kann auch die Breite des Einstellhebels vergrößert werden, so daß das Werkzeug nicht aus der am Einstellhebel ausgebildeten Führungsnut herausgleiten kann.
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Bei einer bevorzugten Weiterbildung der Erfindung gemäß Anspruch 2 kann die Führungsnut des Einstellhebels auf einer Seite mit einer zusätzlichen Wand versehen sein, die ein Abgleiten des Werkzeugs zusätzlich verhindert.
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Aus der Veröffentlichung DE 30 45 295 A 1, Fig. 3, ist zwar ein Endoskop mit einem keilförmigen Einstellhebel für das Werkzeug bekannt. Dieser Einstellhebel weist offenbar auch eine Führungsnut für das Werkzeug auf, und er ist um eine sich quer zur Rohrachse erstreckende Achse schwenkbar. Die besondere erfindungsgemäße Ausbildung des Einstellhebels und dessen Zuordnung zu einem Beobachtungsfenster sind jedoch bei dieser bekannten Anordnung nicht gegeben.
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Ausführungsbeispiele der Erfindung werden im Vergleich mit einem Endoskop nach dem Stand der Technik im folgenden anhand der Zeichnung beschrieben.
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Fig. 1 ist eine schematische Seitenansicht eines Endoskops;
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Fig. 2A ist eine vergrößerte Draufsicht auf ein Endstück eines bekannten Endoskops, wobei ein Beobachtungsfenster seitlich neben der Öffnung ausgebildet ist, durch die das eingesetzte Werkzeug herausragt, während das Beobachtungsfenster und ein Beleuchtungsfenster in Längsrichtung hintereinander angeordnet sind;
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Fig. 2B ist eine vergrößerte Draufsicht des Endstücks eines erfindungsgemäßen Endoskops;
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Fig. 2C ist eine vergrößerte Draufsicht eines anderenAusführungsbeispiels des Endstücks eines erfindungsgemäßen Endoskops;
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Fig. 3A ist ein Querschnitt des Endstücks des bekannten Endoskops nach der Linie VIA-VIA der Fig. 2A;
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Fig. 3B und 3C sind Querschnitte der Endstücke des erfindungsgemäßen Endoskops nach den Linien VIB-VIB von Fig. 2B und VIC-VIC von Fig. 2C;
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Fig. 4 ist ein vergrößerter Längsschnitt nach der Linie VII-VII von Fig. 2B;
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Fig. 5A ist eine perspektivische Ansicht eines Einstellhebels des bekannten Endoskops nach den Fig. 2A und 3A;
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Fig. 5B und 5C sind perspektivische Ansichten der Einstellhebel der beiden Ausführungsbeispiele des erfindungsgemäßen Endoskops nach den Fig. 2B und 2C;
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Fig. 6A und 6B sind schematische Querschnitte mit Darstellungen der Größe und Gestalt der Führungskanäle für die Werkzeuge im Vergleich der bekannten Anordnung (Fig. 6A) mit der erfindungsgemäßen Anordnung (Fig. 6B);
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Fig. 7 ist eine perspektivische, abgebrochene Ansicht des vorderen Endes eines weiteren Ausführungsbeispiels des erfindungsgemäßen Endoskops;
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Fig. 8 ist eine Draufsicht des vorderen Endes des Endoskops gemäß Fig. 7.
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Fig. 1 veranschaulicht ein Endoskop mit einer Manipulatoreinheit 101, einem an diese angeschlossenen flexiblen Rohr 102 und einem am vorderen Ende des Rohrs 102 angeordneten Endstück 103, mit dessen Hilfe das flexible Rohr 102 in eine Körperhöhlung eingeführt wird. Ein vorderes Stück 104 des flexiblen Rohrs 102 weist eine höhere Flexibilität auf als das übrige Stück des flexiblen Rohrs 102. Dieses Stück 104 wird allgemein als Biegeteil bezeichnet, der nach links und rechts und nach oben und unten durch Verdrehen zweier koaxialer Skalen 105 und 106 an der Manipulatoreinheit 101 nach Wunsch gebogen werden kann. Hierdurch wird das Endstück 103 nach Einführung in eine Körperhöhle auf einen zu beobachtenden oder zu behandelnden Punkt gerichtet. In einem rohrförmigen Verbindungsteil 107 sind verschiedene Teile zur Versorgung des Endoskops aufgenommen, beispielsweise ein optisches Faserbündel für die Beleuchtung, ein Luftzuführrohr, ein Wasserzuführrohr und ein Flüssigkeits- Absaugrohr. Über das Verbindungsteil 107 ist das Beleuchtungs-Faserbündel mit einer Lichtquelle verbunden. An der Manipulatoreinheit 101 ist am äußeren Ende eines optischen Beobachtungs-Faserbündels eine Betrachtungseinheit 108 angeordnet, die über das Beobachtungs-Faserbündel durch das Rohr 102 hindurch mit dem Endstück 103 verbunden ist. An der Beobachtungseinheit 108 kann eine Fotokamera angebracht sein. Durch eine Einlaßöffnung 109 an der Manipulatoreinheit 101 kann ein Werkzeug, beispielsweise ein mit einer Zange am vorderen Ende versehenes Kabel oder ein Rohr zum Beobachten oder Fotografieren eines Teils der Körperhöhle, eingeführt werden.
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Zunächst wird nunmehr anhand der Fig. 2A, 3A und 5A das bekannte Endoskop näher beschrieben. Am Endstück 103 ist ein Beobachtungsfenster 12 und in Längsrichtung neben diesem ein Beleuchtungsfenster 13 ausgebildet. Seitlich neben dem Beobachtungsfenster 12 liegt eine Öffnung 14&min;, durch die das in das flexible Rohr 102 eingesetzte Werkzeug 15 aus dem Endstück 103 herausragt. Das Vorderende des Werkzeugs 15 ist mit Hilfe eines schwenkbar gelagerten Einstellhebels 14 derart betätigbar, daß es aus der Öffnung 14&min; heraus in den Bereich über dem Beobachtungsfenster 12 gebracht werden kann. Selbst wenn es erwünscht ist, einen Krankheitspunkt an der Innenwand eines engen Körperhohlraums zu untersuchen, verhindert die Innenwand dieses Hohlraums nicht die Anhebung oder Absenkung des Vorderendes des Werkzeugs 15, da das Vorderende anfänglich gerade seitlich des Beobachtungsfensters 12 angeordnet ist. Das Vorderende des Werkzeugs 15 muß jedoch beim Anheben verdreht oder verschwenkt und derart orientiert werden, daß es nahe zur Mittelachse des Beobachtungsfensters 12 gelangt, da es sonst dazu neigen würde, außerhalb des Gesichtsfelds des Beobachtungsfensters 12 zu liegen, wenn dieses Vorderende in einer Ebene angehoben oder abgesenkt würde, die sich parallel zu derjenigen Ebene erstreckt, die die Mittelachse des Gesichtsfelds einschließt. Zur Lösung dieses Problems ist der Einstellhebel 14 schwenkbar auf einer gekippten Querachse 24 (Fig. 3A) gelagert, so daß die Ebene, in welcher das Vorderende des Werkzeugs 15 angehoben und abgesenkt wird, in einem gewissen Winkel bezüglich derjenigen Ebene gekippt ist, welche die Mittelachse des Gesichtsfelds einschließt.
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Das Werkzeug 15 wird also durch die Einlaßöffnung 109 in das flexible Rohr 102 bis zu der Öffnung 14&min; eingeführt, wobei dann sein Vorderende an dem Einstellhebel 14 anliegt und entlang einer Neigung des Einstellhebels nach außen läuft. Bei der Betätigung wird das Vorderende des Werkzeugs 15 gekrümmt und in das Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 12 geführt. Hierzu wird der Draht, an dem der Einstellhebel 14 angelenkt ist, zur Manipulatoreinheit 101 hingezogen, wodurch der Einstellhebel 14 verschwenkt wird.
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Diese bekannte Anordnung ist insofern nachteilig, als der Führungskanal 25 (Fig. 6A) für die Einführung des Werkzeugs 15 in das flexible Rohr 102 hinsichtlich seines Durchmessers durch die gekippte Anordnung des Einstellhebels 14 begrenzt ist. Diese gekippte Anordnung des Einstellhebels 14 beschränkt auch die Höhenlage des Führungskanals 25 innerhalb des flexiblen Rohrs 102, d. h., daß der Führungskanal 25 nicht in eine optimale Position abgesenkt werden kann und folglich das Werkzeug 15 durch einen verhältnismäßig kurzen Einstellhebel 14 angehoben werden muß. Dies bedeutet, daß die zum Ziehen des Betätigungsdrahts des Einstellhebels 14 erforderliche Kraft größer sein muß, so daß eine weiche, ruckfreie Manipulation unmöglich ist. Überdies nimmt die gekippte Anordnung des Einstellhebels 14 und seiner zugeordneten Teile einen verhältnismäßig großen Raum in dem vorderen Endstück 103 ein, so daß es schwierig ist, die optischen Faserbündel, das Luftzuführrohr und das Wasserzuführrohr richtig anzuordnen.
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Diese Nachteile der bekannten Anordnung des Einstellhebels werden durch die erfindungsgemäße Ausbildung beseitigt, die u. a. in den Ausführungsbeispielen nach den Fig. 2B, 2C, 3B, 3C, 5B, 5C und 6B dargestellt ist. Das Endstück 103 des erfindungsgemäß ausgebildeten Endoskops weist ein Beobachtungsfenster 2 ein Beleuchtungsfenster 3 sowie ein in das flexible Rohr 102 eingesetztes Werkzeug 5 auf. Gerade unterhalb des Beobachtungsfensters 2 ist ein Prisma 2&min; und ein optisches Faserbündel 3&min; für die Beleuchtung angeordnet. Diese Elemente entsprechen den zuvor in bezug auf den Stand der Technik beschriebenen Elementen. Innerhalb einer Öffnung 4&min;, die seitlich neben dem Beobachtungsfenster 2 ausgebildet ist, ist ein erfindungsgemäß ausgebildeter Einstellhebel 4 aufgenommen. Die Öffnung 4&min; ist parallel zu einer Ebene gebildet, die die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters 2 einschließt. Der Einstellhebel 4 ist um eine Schwenkachse 44 schwenkbar gelagert, die sich parallel zu einer horizontalen Ebene erstreckt, welche zu der vertikalen Ebene in der Nähe des Unterteils der Öffnung 4&min; senkrecht steht. Der Einstellhebel 4 ist mit einer schrägen Führungsnut L versehen, die zur Führung des Werkzeugs 5dient, wenn dieses angehoben und herausgestreckt wird. Diese Führungsnut L ist zum Beobachtungsfenster 2 hin geneigt, so daß die Führungsnut L sich progressiv dem Beobachtungsfenster 2 annähert, während sie von dem schwenkgelagerten Ende zum freien Ende des Einstellhebels 4 verläuft. Das Vorderende des Werkzeugs 5 geht durch den Führungskanal 25 hindurch, liegt an der Basis des Einstellhebels 4 an der Öffnung 4&min; an und gleitet dann entlang der Führungsnut L, wenn das Werkzeug 5 durch die Einlaßöffnung 109 in das flexible Rohr 102 eingeführt wird. Auf diese Weise kann das durch die schräge Führungsnut L geführte, zum Beobachtungsfenster 2 auszufahrende Vorderende des Werkzeugs 5 mit einer gewissen Verdrehung oder Verschwenkung in das Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 2 gebracht werden, indem der Betätigungsdraht des Einstellhebels 4 von der Manipulatoreinheit 101 gezogen wird, obwohl hierbei der Einstellhebel 4 um die horizontale Schwenkachse 44 in einer Ebene gedreht wird, die sich parallel zu der Vertikalebene erstreckt, die die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters 2 einschließt.
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Die mit dem Einstellhebel 4 gemäß Ausführungsbeispiel nach der Erfindung ausgestattete Hebevorrichtung arbeitet ähnlich der bekannten Hebevorrichtung die in den Fig. 2A und 3A gezeigt ist, jedenfalls insofern, als das Vorderende des Werkzeugs in wirkungsmäßiger Beziehung mit dem Einstellhebel in das Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters geführt wird. Eine wesentlich technische Bedeutung der Erfindung ist jedoch darin, zu sehen, daß der Einstellhebel 4 mit der schrägen Führungsnut L versehen ist und schwenkbar auf der Schwenkachse 44 gelagert ist, die nicht gekippt ist wie beim Stand der Technik, sondern sich waagerecht erstreckt, und zwar senkrecht zu der vertikalen Ebene, die die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters 2 einschließt. Auf diese Weise wird der Einstellhebel 4 in derjenigen Ebene gedreht oder geschwenkt, die sich parallel zu der vertikalen Ebene erstreckt, die die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters 2 einschließt. Aus dem Vergleich der Relativposition des Beobachtungsfensters und des Einstellhebels bei der herkömmlichen Hebevorrichtung gemäß Fig. 6A mit der erfindungsgemäß ausgebildeten Hebevorrichtung gemäß Fig. 6B ergibt sich, daß bei der bekannten Hebevorrichtung, bei welcher die Schwenkachse des Einstellhebels gekippt ist und dadurch die Drehebene des Einstellhebels selbst ebenfalls zu der die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters einschließenden Vertikalebene gekippt ist, die Breite des Einstellhebels wegen einer Dimensionseinschränkung, die am oberen Querschnitt der Öffnung vorliegt, vermindert ist. Demgemäß ist auch der Innendurchmesser des Führungskanals 25, durch den das Werkzeug hindurchtritt, beim Stand der Technik entsprechend klein. Je größer die Kippung des Einstellhebels ist, um so kleiner ist offensichtlich auch der Innendurchmesser des Führungskanals 25, und gleichzeitig liegt die zentrale Höhenlage des Führungskanals 25 um so höher oder näher zu der Oberseite der Öffnung. Dadurch ist der Abstand von dem Schwenkpunkt des Einstellhebels zu einem Punkt, an dem dieser über seinen Betätigungsdraht zum Verschwenken gezogen wird, derart kurz, daß die zur Betätigung des Einstellhebels erforderliche Kraft entsprechend groß ist, wodurch die Manipulation zur Lenkung des Vorderendes des Werkzeugs an den gewünschten Punkt im Körperhohlraum nicht sanft oder ruckfrei ausgeführt werden kann.
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Damit bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung der wirksame Innendurchmesser des Führungskanals 25 verhältnismäßig groß gehalten werden kann, und damit bei dem Ausführungsbeispiel der Erfindung das Ausfahren und Orientieren des Werkzeugs zu der gewünschten Stelle hin und das Einsammeln von lebendem Gewebe erleichert und ferner eine Injektion von Kontrastmittel wirksam ausgeführt werden kann, ist es wesentlich, den Führungskanal 25 mit größtmöglichem Durchmesser auszubilden und so niedrig wie möglich im Rohr 102 anzuordnen. Dadurch kann, falls erforderlich, ein Rohr mit größtmöglichem Durchmesser durch den Führungskanal 25 eingeführt werden. Durch die erfindungsgemäße Ausbildung kann der wirksame Innendurchmesser des Führungskanals 25 ausreichend groß gehalten werden, und der Führungskanal 25 kann auf niedriger Höhenlage angeordnet werden, so daß es hierdurch ebenfalls möglich ist, einen ausreichenden Abstand von der Schwenkachse 44 des Einstellhebels 4 zu demjenigen Punkt aufrechtzuerhalten, an dem der Betätigungsdraht mit dem Einstellhebel 4 verbunden ist, da der Einstellhebel 4 selbst zur Drehung oder Schwenkung in derjenigen Ebene angeordnet ist, die sich parallel zu derjenigen vertikalen Ebene erstreckt, die die optische Mittelachse des Beobachtungsfensters 2 einschließt. Die hierdurch mögliche Verwendung eines längeren Einstellhebels 4 führt dazu, daß das Ausfahren, sowie das Orientieren des Werkzeugs 5 durch Ziehen des Betätigungsdrahts des Einstellhebels 4 sanft und ruckfrei und mit hoher Manövrierbarkeit ausgeführt werden kann.
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Da der Führungskanal 25 , durch den das Werkzeug 5 eingeführt wird, einen großen wirksamen Innendurchmesser aufweisen kann, kann dieser Führungskanal 25 auch dazu dienen, Sekrete aus dem Körperhohlraum oder Schleimbefleckungen des Beobachtungsfensters 2 abzusaugen, so daß stets ein klares Gesichtsfeld zur guten Beobachtung aufrechterhalten werden kann.
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Die erfindungsgemäße Ausbildung ist auch deswegen vorteilhaft, weil der Einstell- oder Orientierungswinkel des ausgefahrenen Werkzeugs 5 vergrößert ist. Wie Fig. 4 zeigt, drückt der über den Betätigungsdraht gezogene Einstellhebel 4 an einem Punkt A an seinem oberen Rand gegen das Werkzeug 5, das seinerseits gegen das Endstück 103 an einem Punkt B am offenen Ende des Führungskanals 25 gedrückt wird. Es ist daher wünschenswert, den Punkt B als Gelenkpunkt für die Biegung des Vorderendes des Werkzeugs 5 so nahe wie möglich im Bereich der Schwenkachse 44 anzuordnen, während der Punkt A, an dem die Zugkraft angreift, soweit wie möglich von der Schwenkachse 44 entfernt angeordnet wird, damit das Vorderende des Werkzeugs 5 wirksam gekrümmt werden kann. Die Steifigkeit des Werkzeugs 5 verhindert jedoch, daß es scharf gebogen wird, und daher ist die Verwendung eines verhältnismäßig langen Einstellhebels 4 vorteilhaft, da das Vorderende des Werkzeugs 5 dadurch weich in einem verhältnismäßig großen Winkel unter der Einwirkung eines großen Momentarms gekrümmt wird. Andererseits neigt die wiederholte Biegung des Werkzeugs 5 an dem als Gelenkpunkt dienenden Punkten B sicherlich dazu, eine Beschädigung des Werkzeugs 5 zu verursachen. Wenn jedoch nicht nur der Umfangsrand des offenen Endes des Führungskanals 25 sanft abgerundet ist, wie in Fig. 4 gezeigt, sondern wenn auch der Gelenkpunkt B in geringem Abstand von der Schwenkachse 44 liegt, kann sogar eine Beschädigung des Werkzeugs 5 oder eine permanente Biegung dadurch ohne wesentlichen Verlust der erwünschten Krümmungswirkung vermieden und der orientierungswinkelbereich des Vorderendes des Werkzeugs 5 aufrechterhalten werden, da der Einstellhebel 4 ausreichend lang und die auf den Punkt A ausgeübte Kraft ausreichend weit von der Schwenkachse 44 entfernt ist.
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Die Fig. 2C, 3C und 5C zeigen eine Abwandlung eines Ausführungsbeispiels der Erfindung. Ein wesentlicher Gesichtspunkt dieser Ausführung ist darin zu sehen, daß die schräge Führungsnut L an einem Ende oder am äußeren Ende des Einstellhebels 4 mit einer wegragenden Wand 4 a versehen ist. Eine derartige Anordung ist vorteilhaft, da hierdurch das vordere Ende des aus dem Endstück 103 herausgeführten Werkzeugs 5 zuverlässig daran gehindert wird, sich aus dem Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 2 herauszubewegen, insbesondere wenn ein Werkzeug 5 mit höherer Steifigkeit verwendet wird. Insbesondere wenn der mit der Zange oder dem Rohr des Werkzeugs, durch das Kontrastmedium zur Beobachtung oder zu Fotografiezwecken injiziert wird, verbundene Draht in sich selbst merkliche Biegungseigenschaften aufweist, verhindert die wegragende Wand 4 a wirksam ein Herauswandern des Werkzeugs 5 aus dem Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 2. Wenn die Richtung, in der das Biegeteil 104 des Rohrs 102 gekrümmt ist, den Biegeeigenschaften des Werkzeugs 5 entspricht, wird das Vorderende des Werkzeugs 5 entsprechend dieser Biegerichtung ausgefahren. Wenn das Biegeteil 104 in einer von dem Beobachtungsfenster 2 weglaufenden Richtung gekrümmt ist, wie in Fig. 8 gezeigt, neigt das Vorderende des Werkzeugs 5 ebenfalls dazu, in einer von dem Beobachtungsfenster 2 wegweisenden Richtung zu ragen. Aufgrund dieser Tendenz neigt das Werkzeug 5 dazu, aus der schrägen Führungsnut L herauszutreten, so daß es in einer Richtung herausragen würde, die durch eine Kettenlinie in Fig. 8 dargestellt ist, und zwar trotz einer ausreichenden Tiefe der Führungsnut L. Folglich könnte das Vorderende des Werkzeugs 5 nicht auf den gewünschten Punkt ausgerichtet werden, und zwar sogar dann nicht, wenn der Einstellhebel 4 manipuliert wird. In einem solchen Fall muß unbequemerweise die Einführung des Werkzeugs 5 wiederholt werden. Bei dieser Ausführungsform wird das entlang der schrägen Führungsnut L nach oben gleitende Vorderende des Werkzeugs 5 jedoch durch die wegragende Wand 4 a daran gehindert, sich aus der Führungsnut L zu lösen, so daß es zuverlässig durch Manipulation des Einstellhebels 4 in das Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 2 geführt werden kann. Dies gilt sogar dann, wenn das von der Einlaßöffnung 109 her eingeführte Werkzeug 5 eine gewisse Biegungseigenschaft hat und auf sein Vorderende eine potentielle Kraft ausgeübt wird, die es wegen der Biegungseigenschaft und wegen der Richtung, in der das Biegeteil 104 gekrümmt ist, aus dem Gesichtsfeld des Beobachtungsfensters 2 herausführen würden.