DE320618C - Einrichtung zum Anlassen, Regeln und Bremsen unter Energierueckgabe von mehreren Gleichstrom-Bahnmotoren mittels Hilfsmaschine - Google Patents

Einrichtung zum Anlassen, Regeln und Bremsen unter Energierueckgabe von mehreren Gleichstrom-Bahnmotoren mittels Hilfsmaschine

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DE320618C
DE320618C DE1914320618D DE320618DD DE320618C DE 320618 C DE320618 C DE 320618C DE 1914320618 D DE1914320618 D DE 1914320618D DE 320618D D DE320618D D DE 320618DD DE 320618 C DE320618 C DE 320618C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B60VEHICLES IN GENERAL
    • B60LPROPULSION OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; SUPPLYING ELECTRIC POWER FOR AUXILIARY EQUIPMENT OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRODYNAMIC BRAKE SYSTEMS FOR VEHICLES IN GENERAL; MAGNETIC SUSPENSION OR LEVITATION FOR VEHICLES; MONITORING OPERATING VARIABLES OF ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES; ELECTRIC SAFETY DEVICES FOR ELECTRICALLY-PROPELLED VEHICLES
    • B60L7/00Electrodynamic brake systems for vehicles in general
    • B60L7/10Dynamic electric regenerative braking
    • B60L7/12Dynamic electric regenerative braking for vehicles propelled by DC motors

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Power Engineering (AREA)
  • Transportation (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Motor And Converter Starters (AREA)
  • Electric Propulsion And Braking For Vehicles (AREA)
  • Control Of Multiple Motors (AREA)

Description

  • Einrichtung zum Anlassen, Regeln und Bremsen unter Energierückgabe von mehreren Gleichstrom-Bahnmotoren mittels Hilfsmaschine. Man hat bekanntlich schon Gleichstrommotoren dadurch angelassen, daß zwischen dem zu regelnden Motor und der Stromquelle konstanter Spannung eine Hilfsmaschine eingeschaltet wurde, deren elektromotorische Kraft stufeiy"veise veränderlich und umkehrbar ist, so daß sich die Potentialdifferenz, die dem zu regelnden Motor aufgedrückt wird, von null bis zum Beispiel dem doppelten Betrage der Netzspannung ändern kann. Die Veränderung und Umkehr dieser elektromotorischen Kraft wurden von Hand durch Regelung und Umkehr der von der Hilfsdynamomaschine unabhängigen Erregung hervorgerufen.
  • Die Erfindung ermöglicht die vollkommen selbsttätige Veränderung der E.M.K. in allen gewünschten Grenzen und die Umkehr dieser hilfselektromotorischen Kraft und demzufolge ein selbsttätiges Anlassen des oder der zu regelnden Motoren; außerdem gestattet sie, die Motoren unter Energierückgewinnung laufen zu lassen, und zwar bei jeder beliebigen Erregungsart.
  • Zur Erläuterung der Erfindung werde die Einrichtung zum Beispiel bei einem Fahrzeuge mit zwei. Motoren mit Reihenschlußerregung besprochen.
  • X (Fig. z) stellt die Speiseleitung mit konstanter Spannung V dar, G die Erde; M, und M- sind die Bahnmotoren, deren Reihenerregerwicklungen mit in, und in. bezeichnet sind. R ist die Hilfsmaschine, die als Spannungserhöher oder -erniedriger wirkt. Diese Hilfsmaschine wird von einer mit konstanter Geschwindigkeit umlaufenden Maschine angetrieben, die nicht dargestellt ist. S und P sind die Erregerwicklungen der Hilfsmaschine. Die eine, S, liegt in Reihe mit dein Anker, die andere, P, ist von den Klemmen des Motors M, abgezweigt. Die beiden Erregungen S und P erzeugen einander entgegenwirkende Amperewindungen, die zum Beispiel im Sinne der eingetragenen Pfeile wirken. Mit r ist ein Regelungswiderstand für die Erregung P bezeichnet.
  • Die Hilfsmaschine R liegt, wie ersichtlich, zwischen den Bahnmotoren; diese Anordnung empfiehlt sich wegen der Isolierung der beiden Motoren M, und M@ mit Bezug auf deren Gestell, sie ermöglicht außerdem ohne weiteres eine direkte Kupplung der Motoren M" M, in Reihe oder parallel zum Netz.
  • Es seien zunächst die während des Anla'ssens der Motoren auftretenden Erscheinungen betrachtet. In diesem Falle ist die Reihenerregung S der Hilfsmaschine R derart geschaltet, daß in letzterer bei ihrer Drehung eine der Netzspannung V entgegengesetzte elektromotorische Kraft hervorgerufen wird. Die Hilfsmaschine R wird in Gang gesetzt und, wenn sie ihre normale Geschwindigkeit erreicht hat, wird der Unterbrecher t geschlossen. Es entsteht im Stromkreis 1V11 R, M2 ein Strom, dessen Stärke durch die Wirkung der Reihenwicklung S begrenzt ist, und der einen solchen Wert erreicht, daß die Amperewindungen dieser Reihenerregung in der Hilfsmaschine eine nahezu der Netzspannung V gleichkommende elektromotorische Kraft .erzeugen. In diesem Augenblick sind die durch die Erregung P erzeugten Amperewindungen null, da der Motor Ml noch stillsteht, Trotz des Vorhandenseins der Reihenwicklung S würde doch beim Schließen des Unterbrechers z ein bedeutender Stoß auftreten, solange die Stärke des Stromes nicht den gewünschten Wert erreicht hat. Es sind deshalb in diesem Moment besondere Vorsichtsmaßregeln anzuwenden, von denen weiter unten die Rede sein wird.
  • Um das Gesetz der Veränderung des Stromes zu verfolgen, wird auf das Schema Fig. 3 Bezug genommen, auf welcher die Erregungsamperewindungen der Hilfsmaschine als Abszissen und die Spannung an den Klemmen dieser Maschine als Ordinaten aufgetragen sind. In einem anderen Maßstabe stellen die Ordinaten in gleicher Weise die Spannung an den Klemmen eines der Bahnmotoren dar.
  • Die Kurve A-0-A stellt die magnetische Charakteristik der Hilfsmaschine dar, welche besonders in ihrem nicht gesättigten Teile benutzt wird.
  • Die Gerade C-C, stellt die Charakteristik der Nebenschlußerregung P dar, deren Amperewindungen proportional mit der Spannung an den Klemmen des Motors M, zunehmen. Die Neigung dieser Geraden zur Ordinatenachse .wird durch den Wert des Widerstandes r geregelt.
  • Beim Beginn des Anlaufes wirkt die Reihenerregung S allein, sie muß daher den Klemmen der Hilfsmaschine eine Spannung V geben; die Länge C B stellt den Wert der Amperewindungen dieser Erregung dar. Man berechnet diese Reihenerregung so, daß der erzeugte Strom dem gewünschten Anlaufstrom der Bahnmotoren entspricht.
  • Die Motoren laufen nun an, die Spannung an ihren Klemmen nimmt zu und die Spannung an den Klemmen der Hilfsmaschine nimmt zuerst ab, wird dann null und ändert schließlich ihren Sinn.
  • Für eine Spannung gleich C T7, (Fig. 3) an den Klemmen des Motors Ml sind die Amperewindungen der Reihenerregung gleich D, B, und diejenigen der Erregung P gleich Tal D,; die Resultierende dieser beiden Erregungen ergibt sich zu V@ B.,. Für eine Spannung gleich C V, an den Klemmen desselben Motors sind die Amperewindungen der Reihenerregung gleich D, B2, diejenigen der Erregung P gleich h', D=, und die Resultierende dieser beiden Erregungen ist V, B-Die Amperewindungen der Reihenerregung S werden also immer dargestellt durch die Länge einer Geraden, die der Abszissenachse parallel liegt und durch die magnetische Charakteristik der Hilfsmaschine und die geradeCharakteristik derErregung P begrenzt wird. Diese Länge kann daher dazu dienen, um den Strom zu messen, der die Bahnmotoren Ml, M2 durchfließt.
  • Wenn man annimmt, daß der Normalstrom, welcher dem der Fortbewegung des Wagens sich widersetzenden Drehmoment entspricht, in Amperewindungen der Wicklung S gemessen, zum Beispiel durch: die Länge a1 a. bestimmt ist, so wird eine Beschleunigung stattfinden, bis die Spannung an den Klemmen der Motoren den Wert C V3 erreicht hat, der gegeben ist durch den Schnittpunkt der magnetischen Charakteristik mit einer Parallelen zu C Cl durch den Punkt a,.
  • Um das Gesetz der Veränderung des Stromes zu ändern, genügt es, den Wert des Widerstandes r zu ändern, wobei die Charakteristiken der Erregung P zum Beispiel C C, C C", C C", werden. Für irgend eine Spannung C h2 an den Klemmen der Motoren werden die Werte des Stromes, gemessen in Amperewindungen der Reihenerregung S, zum Beispiel B, D@, B2 D'2, Bz D"2.
  • Aus diesen Erläuterungen ergibt sich, daß der Strom bei Beginn des Anlaufes zuerst immer der gleiche ist, welches auch der Wert des Widerstandes y sein möge. Gleichwohl könnte man den Wert dieses Stromes ändern, indem man auf die Reihenerregung S einwirkt, sei es beispielsweise durch Anbringung eines Nebenschlusses, sei es durch Ausschaltung von Windungen.
  • Oben ist angegeben worden, daß zur Vermeidung eines Stoßes beim Anlassen gewisse Vorsichtsmaßregeln anzuwenden seien. Beispielsweise besteht ein Mittel -für die allmähliche Entstehung des Anlaufstromes im folgenden: Es sei vorausgesetzt, daß die Motoren M, und M. stillstehen, daß der Unterbrecher a offen ist und die Hilfsmaschine mit ihrer normalen Geschwindigkeit umläuft.
  • Man verbindet die Klemme b der Erregung P mit dem Punkt c, so daß man also die- Schaltung gemäß Fig. z erhält, und gibt dem Widerstande r einen solchen Wert, daß die an den Klemmen der Hilfsmaschine induzierte Spannung nahezu gleich lind entgegengesetzt der Netzspannung wird. Man kann alsdann stoßlos den Stromkreis der Motoren M, M, schließen. In diesem Moment schaltet man die Erregung P bei c ab, die Reihenerregung S wirkt allein und bildet im Stromkreis der Motoren den Anlaufstrom. Es bleibt nur noch übrig, die Verbindung der Erregung P bei b wiederherzustellen, also die Schaltung gemäß Fig. i, wobei man dem Widerstand r einen Wert gibt, der zur Erzielung des gewünschten Anlaufes geeignet ist.
  • Es muß bemerkt werden, daß, wenn man nach Bildung des Anlaufstromes durch die Reihenerregung S die Erregung P nicht wieder einschalten wollte, der Strom sich verringern und bei einer Spannung h. an den Klemmen der Bahnmotoren null würde; man könnte auf diese Art eine erste Anlaufstufe erhalten.
  • Um durch Energierückgewinnung bremsen zu können (Fig.2), indem die Motoren M1, M@ als Generatoren arbeiten, die das Netz speisen, kehrt man zuerst die Verbindungen der Magnete iyz" yn, dieser Motoren mit Bezug auf ihre Anker um (diese Umkehr ist im Schaltungsschema nicht dargestellt). Da der Sinn des im Stromkreis M" R, M2 fließenden Stromes umgekehrt wird, so kehrt sich auch der Sinn der Amperewindungen der Reihenerregung S um. Die Erregung P wird daher an die Punkte a c angeschlossen und liefert infolgedessen ebenfalls Amperewindungen in umgekehrtem Sinne zu denjenigen, die während des Anlaufes erzeugt werden, solange die Spannung an den Klemmen der Motoren nicht die Netzspannung übersteigt.-Um die Bremswirkung zu erhalten, gibt man dem Widerstand r einen solchen Wert, daß die durch die Hilfsmaschine erzeugte elektromotorische Kraft etwas höher als die Netzspannung V wird. Der Unterbrecher i ist geschlossen und der Stromkreis M" R, 111. liefert Strom ins Speisenetz. Die Motoren M" M2, die als Generatoren arbeiten, erregen sich kräftig, und zufolge der Wirkung der Reihenwicklung S nimmt die elektromotorische Kraft der Hilfsmaschine nacheinander ab, kehrt sich um und nimmt zu, um einen Wert zu erreichen, der von der Geschwindigkeit der Bahnmotoren im Moment der Entstehung der Bremswirkung abhängig ist.
  • Wenn man Bahnmotoren mit Reihenerregung benutzt, so bietet -die Hervorbringung der Bremswirkung wegen des. hohen Wertes, den die elektromotorische Kraft an ihren Klemmen erreichen kann, sehr große Schwierigkeiten. Der Wert des Bremsstromes selbst ist kein bestimmter, und es macht sich infolgedessen die Anwendung besonderer Vorsichtsmaßregeln notwendig, um diese Wirkungsweise zu erhalten. -Die Veränderungen des Stromes lassen sich aus der Fig.3 entnehmen, wenn man durch den Punkt F entsprechend der Spannung TT Gerade F" F» ... zieht, welche die Charakteristiken der Erregung P für die einzelnen Werte des Widerstandes r darstellen.
  • Der Strom, welcher im Bremsstromkreise entsteht und der von der Geschwindigkeit des Wagens in dem betrachteten Momente und ebenso von der Charakteristik der Motoren abhängt, wird in Amperewindungen der Reihenerregung S gemessen, zum Beispiel durch eine Länge B= O.
  • Die Geschwindigkeit der Motoren verringert sich zufolge des Bremsdrehmomentes als Folge dieses Stromes, ebenso wie die Spannung an ihren Klemmen, und der Strom wird immer für irgendeine Spannung C TJ1 durch die Länge B, d, gemessen, welche auf einer Parallelen zur Abszissenachse durch die Charakteristik der Hilfsmaschine und die Gerade F, begrenzt wird. Die Verlangsamung vollzieht sich auf diese Weise bis zum Stillstand.
  • Es sei noch das Folgende bemerkt: Die Hilfsmaschine R arbeitet, wie ersichtlich, bald als Motor, bald als Generator. Die Rolle der Antriebsmaschine, die mit ihr gekuppelt ist; ist naturgemäß umgekehrt, und um die Netzstromstärke, die beim Anlassen verbraucht wird, zu erhalten, oder die bei der Bremsung abgegeben wird, muß man den Strom berücksichtigen, der durch die die Hilfsmaschine antreibende elektrische Maschine verbraucht oder abgegeben wird, wenn diese Maschine am gleichen Netz liegt. Man kann auch, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, in irgendeiner bekannten Weise diese beiden Maschinen zu einer einzigen vereinigen, die die gleichen Eigenschaften besitzt.
  • Wenn man durch ein geeignetes Mittel in irgendeinem Moment die Veränderung des Stromes unterbricht, welcher die Wicklung P durchfließt, so daß diese Wicklung keinen` Nebenschluß mehr bildet, so bestimmt sich hieraus eine Geschwindigkeit, die von der der halben oder vollen Spannung entsprechenden verschieden sein kann. Dieses Mittel kann seine Anwendung nicht nur beim Anlaufen, sondern auch bei Bremsung, namentlich auf Gefällen, finden.
  • Beim Anlaufen kann man, wenn die Spannung an den Klemmen der Hilfsmaschine null wird, oder wenn sie gleich und- gleichen Sinnes mit der des Netzes wird, diesen Apparat aus dem'Stromkreis ausschalten und die Motoren direkt auf das Netz schalten, sei es in Reihen- oder Parallelschaltung.
  • Die in den Fig. i und 2 angegebenen Schaltungsschemata stellen nur Beispiele dar, und man kann in den Einzelheiten alle möglichen Abänderungen anbringen, ohne den Rahmen der Erfindung zu verlassen, auch würde es zulässig sein, die Feldwicklungen ml, nr= der Motoren direkt untereinander zu verbinden, anstatt sie jede für sich an ihren entsprechenden Anker anzuschließen, so daß also ein einziger Umschalter gleichzeitig eine Einwirkung auf beide Motoren ermöglichen könnte.
  • Endlich sei hervorgehoben, daß die den Gegenstand der Erfindung bildende Schaltungsart sowohl für den Anlauf als auch für die Regelung der Geschwindigkeit und auch für die Bremsung von Gleichstrommotoren anwendbar ist, gleichviel welches die Zahl und die Erregungsart dieser Motoren ist.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUCfI: Einrichtung zum Anlassen, Regeln und Bremsen unter Energierückgabe von mehreren Gleichstrom-Bahnmotoren, bei welcher eine mit den Bahnmotoren in Reihe liegende und zwei einander entgegenwirkende Feldwicklungen aufweisende Hilfsmaschine konstanter Geschwindigkeit entsprechend der Belastung ihre Spannung der Größe und Richtung nach selbsttätig ändert, dadurch gekennzeichnet, daß die eine (S) der Erregerwicklungen der Hilfsmaschine (R) durch den Hauptstrom erregt wird, während die andere (P) für das Anlassen von den Klemmen eines oder mehrerer Motoren (z. B. Ml) abgezweigt ist, für das Bremsen dagegen an einer Klemme (a) der Hilfsmaschine (R) und an einer Klemme (c) eines der Motoren (z. B. 112L) liegt und die so gebildete Brücke zwischen den beiden Klemmen (a, c) die Hilfsmaschine (R) und mindestens einen der Motoren (z.S. M2) umfaßt.
DE1914320618D 1913-07-21 1914-01-16 Einrichtung zum Anlassen, Regeln und Bremsen unter Energierueckgabe von mehreren Gleichstrom-Bahnmotoren mittels Hilfsmaschine Expired DE320618C (de)

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