DE320484C - Verfahren zum Ausbessern der Ofenkoepfe von Siemens-Martin-OEfen - Google Patents

Verfahren zum Ausbessern der Ofenkoepfe von Siemens-Martin-OEfen

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DE320484C
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furnace
siemens
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martin
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DE1914320484D
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CLYDE FURNACE Co CONTINEN
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Classifications

    • FMECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
    • F27FURNACES; KILNS; OVENS; RETORTS
    • F27BFURNACES, KILNS, OVENS OR RETORTS IN GENERAL; OPEN SINTERING OR LIKE APPARATUS
    • F27B3/00Hearth-type furnaces, e.g. of reverberatory type; Electric arc furnaces ; Tank furnaces
    • F27B3/002Siemens-Martin type furnaces

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • General Engineering & Computer Science (AREA)
  • Furnace Housings, Linings, Walls, And Ceilings (AREA)

Description

  • Verfahren zum Ausbessern -der Ofenköpfe von Siemens-lnartin-Öfen. Diese Erfindung bezieht sich auf Regenerativ-Siemens-Martin-Öfen.
  • Wenn bei Ofen der erwähnten Art der Ofenkopf verbrannt ist oder nachgibt, so ist es üblich, das Gas von dein' Ofen abzusperren, den Ofen abkühlen- zu iässen und- danach den Ofenkopf wieder mit Ziegelsteinen aufzubauen. Dieses Verfahren` beansprucht einige Zeit, und zwar etwa vier Tage bis ' zu einer Woche, je nach der Att des Ofens, so daß dieser letztere während dieser Zeit nicht arbeiten kann; was- einen sehr erheblichen Geldverlust bedeutet. Nachdem der Ofen repariert worden ist, wird er wieder geheizt und dann so wie vordem benutzt; das Abkühlen und Wiederheheizen des Ofens und die '\#vTinderhitzerarbeit ist für den Ofen schädlich und verkürzt seine Lebensdauer.
  • Es sind bereits viele Vorrichtungen vorgeschlagen worden zu dem Zweck, die Lebensdauer des Ofenkopfes zu verlängern, aber alle sind kostspielig, viele sind schwerfällig, und wieder andere erfordern ein dauerndes Irstandhalten. Eine von den bisherigen Methoden ist die, den Ofenkopf mit bedeutenden Kosten sehr massiv aufzubauen, so däß die tatsächliche Arbeitsfähigkeit der Feuerung verlängert wird, wohingegen in anderen Fällen für diesen Zweck hohle Gußstücke verwendet werden, die in das Mauerwerk einbebaut werden und durch die Wasser zirkulieren kann. -Wieder in 'andren Fällen wird der ganze Ofenkopf entfernbar gemacht; so daß er, wenn er verbrannt oder unwirksam geworden ist, mittels eines Krans abgehoben und durch einen anderen Kopf ersetzt werden kann, der dann an die Steile des ersten gebracht wird. Diese Verfahren haben aber wegen der Mühe und der Kosten, mit deL-en sie verbunden sind, keine allgemeine Anwendung gefunden.
  • Das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren ist -wesentlich einfacher als die bekannten und ermöglicht, den verbrannten Bloch in sehr kurzer Zeit, in wenigen Stunden; wieder herzustellen, und zwar, was von besonders großer Wichtigkeit ist, ohne daß der Ofenbetrieb unterbrochen zu werden braucht: Während der Reparatur tritt mithin kein Wärmeverlust ein, die Ausbeute wird nicht vermindert und ein Abkühlen und Wiederbeheizen des Ofens erübrigt sich; außerdem kann die Reparatur bewirkt werden, ohne daß die Arbeitsteile des Ofens in Mitleidenschaft gezogen werden.
  • Das neue Verfahren verursacht überdies so wenig Kosten, daß man sie vernachlässigen kann; das verwendete Material kann leicht mit geringer Mühe und geringen Kosten herbeigeschafft, und die Reparatur kann von den Arbeitern selbst ausgeführt werden.
  • Das vorliegende Verfahren besteht darin, daß, während der Ofen arbeitet, eine sogenannte Seele oder Kern in gehörige Stellung in den abgebrannten Block eingesetzt und über dieser der Ofenkopf aus schwer schmelzbarem Material wieder aufgebaut wird. Hierbei erhärtet das plastische Material unter der Einwirkung der Hitze schnell.
  • Auf der Zeichnung ist als Beispiel eine Ausführungsweise der Erfindung in Verbindung mit einem Siemens-Martin-Ofen dargestellt.
  • Fig. i ist ein senkrechter Schnitt durch den Ofen.
  • Fig. 2 ist ein Querschnitt in der Linie s -s der Fig. i, und die Fig. 3 und q. zeigen Mittel, die beim Reparieren eines Blockes benutzt werden.
  • In der Zeichnung bezeichnet a den Ofen, b eine Arbeitstür, c das Arbeitsbett oder den Herd, d den Luftkanal, e, e die Gaskanäle, f die Schlackenkammer und g eine Gasregenerativkammer.
  • Ist nun der Ofenkopf i zwischen dem Luftkanal und einem Gaskanal bzw. den Gaskanälen verbrannt oder gibt er in solchem Maße nach, daß es notwendig wird, ihn zu reparieren, so wird in den Gaskanal oder die Gaskanäle, während der Ofen arbeitet, eine Seele oder Kern h eingesetzt; sie sind vorzugsweise mehr oder weniger gewölbt oder von röhrenförmiger Gestalt. Der Kern lt wird in den Kanal oder die Kanäle e hineingestoßen oder auf andere Weise eingebracht. Der in Fig, i dargestellte Kern ist in den Gaskanal von der Schmalseite des Ofens aus eingeschoben, zu welchem Zweck ein Loch j vorgesehen ist, welches unter normalen Umständen durch Ziegel oder dergleichen verschlossen ist. Wenn sich der Kern h an seinem Platz befindet, so ist es für die-Arbeiter leicht, mit Hilfe von passenden Werkzeugen durch die benachbarte Arbeitstür und durch die rückseitige Öffnung j hindurch den Ofenkopf aufzubauen, indem auf dem Kern h und um ihn herum ein Gemisch aufgeschichtet wird, welches durch Hinzufügen von Wasser plastisch gemacht ist und aus zerbrochenen sauren Steinen, Silbersand und saurem Ton oder anderem schwer schmelzbaren Gemisch besteht; . dies wird getan, während sich der Ofen in Tätigkeit befindet. Das Gemisch erhärtet bald unter der großen Hitze, wohingegen der Kern wegbrennen und den neugebildeten Teil des Ofenkopfes in seiner Stellung zurücklassen kann. In der Praxis hat Erfinder auf diese Weise eine vollständige Reparatur in ungefähr einer Stunde bewirkt; er hat gefunden, daß ein Gemisch, welches dem Volumen nach aus 5o Prozent von in kleine Stücke zerbrochenen sauren Ziegeln, 2o Prozent Silbersand und 30 Prozent saurem Ton zusammengesetzt ist, welch letzterer aus 5 Volumenteilen « gemahlenen sauren Ziegeln und i Teil Ganister besteht, sehr gut dein Zwecke entspricht. Zum Fertigmachen des wiederaufgebauten Ofenkopfes kann ein Gemisch aus Silbersand und saurem Ton verwendet werden; welche Bestandteile in ungefähr gleichem Verhältnis dem Volumen nach gemischt werden. Nachdem das Gemisch der Wirkung des Feuers ungefähr eine halbe Stunde ausgesetzt gewesen ist, wird etwas brauner Sand auf den wiederaufgebauten Ofenkopf aufgeworfen, so daß dieser durch- Erzeugen einer glasier ten Oberfläche fertiggestellt wird.
  • In Fig. i zeigen die ausgezogenen .Linien den Ofenkopf so, wie er ursprünglich hergestellt worden ist; die dick gestrichelte Linie il zeigt die Entfernung, auf die der Ofenkopf weggebrannt ist, und die quer dazu gezeichneten, dünn gestrichelten Linien bei i2 bedeuten den wiederhergestellten Teil des Ofenkopfes, der von dem Kern h getragen wird.
  • Der Kern h kann aus Metall bestehen; im Querschnitt muß er mehr- oder weniger mit der Gestalt des Kanals e übereinstimmen, aber doch etwas kleiner sein, so daß er leicht in den Kanal hineingeschoben werden kann. In der Praxis ist gefunden worden, daß ein aus Eisenblech oder gewalztem Stahl bestehendes Blech hl von der in den Fig. 3 und ¢ gezeichneten-Form sehr geeignet ist und leicht an seinen gehörigen Platz in den Gaskanal eingeschoben werden kann. Ein Rohr aus feuerfestem Ton oder ein gußeisernes oder schmiedeeisernes Rohr oder ein Stahlrohr von passender Länge und Form würden ebenfalls für den Zweck verwendbar sein, denn der Zweck ist ja einfach nur der, ein genügend starkes und dem Feuer widerstehendes Mittel vorzusehen, das plastische Material so lange zu halten, bis es erhärtet.
  • In dem Vorstehenden ist die Erfindung beispielsweise nur in einer Ausführungsform veranschaulicht, und zwar in Verbindung mit einer gewissen Art eines Regenerativ-Siemens-Martin-Ofens, der einen einzigen Luftkanal und zwei Gaskanäle hat, aber natürlich kann die Erfindung auch bei Öfen verwendet werden, die zwei oder mehr Luftkanäle und mehr als zwei Gaskanäle haben. Wenn zwei oder mehr Gaskanäle weggebrannt sind, so werden dann zwei oder mehr Kerne verwendet, und - der Ofenkopf wird in derselben Weise wieder aufgebaut, wie es bei einem einzelnen Kanal geschieht.

Claims (1)

  1. PATENT-ANSPRÜcHE: i. Verfahren zum Ausbessern der Ofenköpfe von Siemens-Martin-Öfen, dadurch gekennzeichnet, daß unter die zu reparierende Stelle -ein Kern aus Blech o. dgl. eingesetzt und darauf ein Gemisch aus schwer schmelzbarem Material aufgebracht und auf ihm aufgebaut wird. z. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Kern durch eine in der Kopfwand des Ofens vorgesehene Öffnung eingesetzt wird. 3. Ausführungsart des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das zum Ausbessern des Ofenkopfes benutzte Gemisch plastisch ist und aus zerbrochenen sauren Ziegeln, Silbersand und Ton besteht. q.. Ausführungsart des Verfahrens nach den Ansprüchen i und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der ausgebesserte Ofenkopf mit einem Gemisch aus Silbersand und saurem Ton fertiggemacht und dann mit braunem Sand glasiert wird.
DE1914320484D 1913-05-08 1914-02-13 Verfahren zum Ausbessern der Ofenkoepfe von Siemens-Martin-OEfen Expired DE320484C (de)

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