-
Anzeigevorrichtung für Fahrzeuge finit mehreren durch timlegbare Zahnradgetriebe
und ein- und ausrückbare Kupplungen auf einer verschiebbaren, mit der Antriebsvorrichtung
verbundenen Welle unterbrochen über besondere Antriebs- und Wickelwalzen geführten
Anzeigebändern. Die Erfindung bezieht sieh auf eine Anzeigevorrichtung für Fahrzeuge,
die dem öffentlichen Verkehr dienen, wie Omnibusse, Straßenbahnen und andere Verkehrsmittel,
und zwar handelt es sieh um eine Vorrichtung, die zwei Anzeigebänder ` enthält;
von denen das eine Band die Fahrtstrecke angibt. Es enthält Straßen, Plätze; Haltestellen
usw. Das andereBand gibt inübereinstimmung mit dein ersten die in den angezeigten
Straßen, Plätzen usw: liegenden Geschäfte, Kaufhäuser u. dgl. an. Nun sind Anzeigevorrichtungen
für Fahrzeuge mit mehreren durch umlegbare Zahnradgetriebe und ein- und ausrückbare
Kupplungen auf dieser verschiebbaren mit der Antriebsvorrichtung verbundenen Welle
unterbrochen über besondere Antriebs- und Wickelwalzen geführten Anzeigebändern
bereits bekannt. Bei der Erfindung handelt es sich aber darum, daß die beiden Anzeigebänder
der Vorrichtung parallel liegend in genau übereinstimmender gleichzeitiger Bewegung
so vorgeführt werden sollen, daß sich ihre Angaben genau übereinstimmend gegenseitig
ergänzen. Die Erfindung kennzeichnet sich im besonderen durch eine Einrichtung,
die es ermöglicht, eine gegebenenfalls entstandene Nichtübereinstimmung der gegenseitigen
Lage beider Anzeigebänder dadurch ausgleichen zu können, daß die obenerwähite verschiebbare
Welle vier Kupplungen derart steuert, daß zuerst zwei Kupplungen eingerückt werdeix
und dadurch die Stellungen der Anzeigebänder auf den Winkelwalzen durch Zahnradgetriebe
geregelt werden können, worauf mittels der sich nachfolgend einrückenden beiden
anderen Kupplungen nach 1Trnlegen eines -Gelenkes und zweier Wendegetriebe der Antrieb
der Bandantriebsrollen erfolgt.
-
Auf der Zeichnung ist Fig. i eine Ansicht der Anzeigevorrichtung -und
ihres vom Rad aus erfolgenden Antriebes.
-
Fiä -2 - zeigt die Anzeigevorrichtung im vergrößerten Maßstabe in
Ansicht und Schnitt.
-
Fig. 3 entspricht Eig. 2 und zeigt die Anzeigevorrichtung von der
Seite her im Schnitt gesehen, Die Anzeigevorrichtung enthält zwei Anzeigebänder,
von denen das eine Band a in Fig. 3 mit einer strichpunktierten Linie dargestellt
ist. Auf dem einen Band sind die Straßen und überhaupt die ganze Fahrstrecke zu
sehen, die das Fahrzeug durchfährt, und zwar ist diese Fahrstrecke als gerader Linienzug
gezeichnet mit allen einmündenden Nebenstraßen und die Fahrstrecke kreuzenden Anschlußlinien.
An sämtlichen Straßen sind ihre Namen aufgedruckt. Dieses Anzeigeband ist auf Rollen
b, b1 gewickelt, die firn Gehäuse c gelagert sind. Beide Rollen können als Aufwickelrolle
und als freilaufende Rolle
arbeiten. Über die Rollen b2 und b8 läuft
ferner ein Reklameband e. Beide Bänder werden über Treibrollen s geleitet, die in
Lagern s1 laufen, welche an Konsolen b4 der Rückseite cl des Gehäuses c angebracht
sind. Das Gehäuse c ist auf der Vorderseite c2 mit einem Glasfenster versehen, durch
das ein bestimmter Teil der beiden Anzeigebänder den Fahrgästen sichtbar wird. Außerdem
sind beide Bänder aus durchscheinendem Stoff gefertigt, so daß sie bei Dunkelheit
durch hinter oder vor ihnen angebrachte Lampen beleuchtet werden können. Die Lampen
scheinen beispielsweise durch Öffnungen c3, c2 der Rückseite cl des Gehäuses c.
-
Um auf den Anzeigebändern ersichtlich zu machen, wo sich das Fahrzeug
augenblicklich befindet, ist ein fester Zeiger vorgesehen. Dieser Zeiger kann, wie
in Fig. i dargestellt, als farbige Linie ausgeführt sein, die senkrecht über die
Glasscheibe des Gehäuses c gezogen und durch zwei Pfeile hervorgehoben' und gekennzeichnet
wird. Die Bandrollen werden mittels einer Reibungskupplung durch die gemeinsame
Welle an getrieben, die Triebrollen dagegen erhalten von derselben Welle aus unmittelbare
Bewegung. Die Aufwickelrollen haben hohle Wellen und sind mit diesen an ihren äußeren
Enden auf Zapfen b5 an den Konsolen b4 gesetzt. Ihre inneren Enden sitzen auf Zapfen
b', welche von den Köpfen zweier Schrauben gebildet werden, die ineinandergeschraubt
sind und zwei gegenüberliegende Kegelräder h und hl in Stellung halten. Jedes Paar
Kegelräder steht in Eingriff mit einem Kegelrad 1t2, das von der Welle m getrieben
wird. Der Antrieb der Aufwickelrollen erfolgt durch Reibung von den Rädern 1a, 1t1
aus. Die notwendige Reibung wird durch Federn b3 zwischen dem Außenende der Aufwickelrollen
und entsprechenden Lagern (Fig. 2) hergestellt. Zwischen beiden Sätzen Aufwickelrollen
liegt wagerecht eine verschiebbare Welle m mit einer Anzahl Klauenkupplüngen u1,
p1, n2, p2, ats" p3, g4, p4. Die Kupplungshälften W bis n4 sind in Konsolen at gelagert,
und zwar sitzen die Hälften n1, yt2 lose auf der Welle en, während die Hälften 11
8, st 4 vor .den Wellenenden liegen. Zwischen den Hälften n1 und z2 und mit
diesen entsprechend verbunden liegt der Antrieb o, o1, 02 der Anzeigevorrichtung,
der seine Bewegung über die Welle x von der in Fig. i dargestellten und mit dem
Rad verbundenen Vorrichtung empfängt. Die Kupplungshälften p1- p4 sitzen fest auf
der. Welle m und werden durch die Längsverschiebung derselben mit den Kupplungshälften
n1-at4 in Eingriff gebracht. Dabei liegen aber die Hälften p3, p4 näher an den Hälften
a0, n4 als die Hälften p1, p2, an den- Hälften aal, n2,. so d@aß die beiden erstgenannten
Kupplungen früher geschlossen werden als die beiden anderen. Mit den Kupplungshälften
n$ und 1t4 sind die Kegelräder h= verbunden, die in die Kegelräder lt und
1t1 eingreifen. Die Kupplungshälften p3 sind mit einer Gelenkgabel p6 verbunden,
die mit einem Hebel p6 gesteuert werden -kann, der gelenkig auf einer Konsole p'
an der Rückseite cl des Gehäuses c angebracht ist. Diese Vorrichtung dient zur Längsverschiebung
der Welle m zwecks Verbindung der Kupplungen ytl, p1 üsw.
-
Um die Anzeigebänder untereinander in ihrer Stellung regeln zu 'können,
ist auf der Welle an. ein festes Kegelrad r vorgesehen, das mit einem Kegelrad
r1 in Eingriff steht. Die Kegelräder sind in Lagern r= und r' einer Konsole r4 auf
der Rückseite cl- des Gehäuses c untergebracht, und die Welle r5 des einen Kegelrades
ist an ihrem Ende so ausgeführt, daß sie mittels eines Steckschlüssels gedreht werden
kann.
-
Die Triebrollen s werden' jede von dem einen oder dem. anderen der
Kegelräder h und hl Tiber eine Zahnräderverbindung gedreht, und zwar, kann dieser
Antrieb ein- und ausgeschaltet werden. Die Zahnradverbindung besteht aus einem Zahnrad
k auf deY Nabe des Kegelrades h, einem Zahnrad hl auf der Antriebsrolle s selbst
und einem Zwischenrad k2, das sich lose auf einem Zapfen an der Konsole b4 dreht
sowie ein zweites Zwischenrad.k8 am einen Ende eines Glockenzughebels k4 auf dem
Drehzapfen des Zahnrades k. Dieses zweite Zwischenrad k' steht immer in Eingriff
mitdiemZahnrad k und kann in und außer Eingriff mit dem Zwischenrad k2 gebracht
werden. Ein drittes Zwischenrad k$ läuft lose auf einem Drehzapfen der Konsole k4
und steht mit den Rädern k1 und k2 in Eingriff.' Die freien Enden der Glochenzughebel
k4 sind durch ein Gelenk ks verbünden, das so in Bewegung gesetzt werden kann, daß
es das eine oder das andere der Zahnräder kg in und außer Eingriff mit dem einen
oder dem anderen der Zwischenräder k2 bringt. Zur Verstellung des Gelenkes k5 dient
ein Zapfen kg an dem Hebel p6, der zwischen zwei Anschlägen k' des Gelenkes k5 liegt.
Die Anordnung ist so getroffen, daß die Zahnräder k' mit den Zahnrädern k= nur'
in Eingriff gebracht werden können, wenn die eine oder andere Kupplung p1 und p2
mit der .einen oder anderen Kupplungshälfte n1 und n2 in Eingriff kommt. Um genügend
Reibung zwischen den Bändern und den Triebrollen 's zu schaffen, sind Spannrollen
u vorgesehen, die durch eine entsprechende Federung a41 in Stellung gehalten werden.
-
Bei der in den Fig. 2 und 3- dargestellten Stellung des Getriebes-wird
der Antrieb über
die biegsame Welle x auf die Welle
na nur übertragen, wenn eine der Kupplungshälften pl und p2 in Eingriff mit
den Kupplungshälften ra@ und rat steht. Zur Regelung der Stellung der Bänder mit
Bezug auf den Zeiger wird die Welle in mittels des Hebels p" entweder nach rechts
oder nach links bewegt, um die eine oder andere der Kupplungshälften p3 oder p4
mit der einen oder anderen Kupplungshälfte n3 oder n@ je nach der Richtung, in der
die Verstellung der Bänder erfolgen soll, in Eingriff gebracht wird. Sind diese
Kupplungen hergestellt, so erfolgt die Drehung der Welle in mittels der Kegelräder
r und r1 durch Drehung der Welle r". Um .die Anzeigevorrichtung in Bewegung zu setzen,
wird die Welle in mittels des Hebels p3 noch weiter entweder nach rechts oder links
verstellt, j e nachdem in welcher Richtung das Fahrzeug fährt. Durch die Verstellung
wird entweder die Kupplung p3 oder die Kupplung p4 in Eingriff mit der Kupplung
ras oder n4 gebracht und gleichzeitig wird der Eingriff eitler der Kupplungen p1
oder p2 mit einer der Kupplungen rat oder rat hergestellt.
-
Um das Auswechseln des Anzeigenbandes oder des Reklamebandes zu erleichtern,
sind die Aufwickelrollen, die Treibrollen und der ganze Antrieb auf der Rückseite
cl des Gehäuses c angebracht, und diese Rückseite ist vom Gehäuse losnehmbar, nachdem
die Welle c2, die den Antrieb von der biegsamen Welle x aus überträgt, aus dem Eingriff
entkuppelt und aus ihrer normalen Stellung zurückgezogen worden ist. .