DE319087C - Verfahren zum Graphitieren von Kohlenelektroden - Google Patents

Verfahren zum Graphitieren von Kohlenelektroden

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DE319087C
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    • HELECTRICITY
    • H05ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05BELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00Electric arc lamps
    • H05B31/02Details
    • H05B31/06Electrodes
    • H05B31/08Carbon electrodes
    • H05B31/10Cored carbon electrodes

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  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

  • Verfahren zum Graphitieren von Kohlenelektroden. Das Ausglühen bzw. Graphitieren der elektrischen Kohlen erfolgt durch Erhitzen der in feinkörnigem Kohlen- oder Kolzspulver eingebetteten Elektroden in Ofen mit Gasfeuerung oder zweckmäßiger in elektrischen Ofen, z. B. nach dem Acheson-Verfahren, welches insbesondere bei Elektroden für elektrolytische Zwecke wegen der besseren Graphitierung und erhöhten Widerstandsfähigkeit der Kohle gegen chemische Einwirkungen vorzuziehen isIt.
  • Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren, welches eine vorzügliche Graphitierung der Oberfläche der .Kohlenelektroden in einfacher und wirksamer Weise ermöglicht.
  • Gemäß der Erfindung werden die Kohlenelektroden in einer Methanatmosphäre auf die Zersetuungstemperatnr des Methans erhitzt. Die aus der Wärmespaltung des Methans stammende Kohle setzt sich in erster Reihe auf die erhitzten Flächen nieder und bildet an der Oberfläche der erhitzten Elektroden einen Graphitüberzug von äußerst dichtem Gefüge, dessen Stärke je nach der Einwirkungsdauer des Methans dem jeweiligen Verwendungszwecke entsprechend von einem geringen Bruchteil des Millimeters b's zu mehreren Millimetern betragen kann.
  • Es war schon bekannt, die beim Vorbrand der Kohlenkörper . sich entwickelnden Gase zur Graphitierung heranzuziehen. Diese Gase sind aber zufolge ihrer Entstehung hochteerhaltige Kohlenwasserstoffe, die schon bei niedriger Temperatur unter Kohleabscheidung sich zersetzen und nur minderwertige Erzeugnisse liefern. Demgegenüber soll mich der. Eifindung zur Graphitierung das kohlenstoffä.rmste Gas,. das Methan, benutzt werden, das gleichzeitig als das pyrogenbeständigste bezeichnet werden kann und mit den bisherigen Arbeitsweisen ausgezeichnete, hartklingende, dichte Erzeugnisse liefert.
  • Die Erfindung fußt auf der Voraussetzung, daß das Graphitieren nicht durch eine Umwandlung der Kohle, sonde_n durch ein Verdichten derselben mittels des aus den bei der Glühtemperatur aus der Kohle entwickelten Gasen durch Kontaktwirkung ausgeschiedenen Kohlenstoffes erzielt wird, und daß zur Beschleunigung und Verbesserung des Graphitierens die künstliche Zufuhr jenen Gases die besten Ergebnisse zeitigen wird, das bei pyrogenen Zersetzungen das beständigste ist. Die, guten Ergebnisse des neuen Verfahrens werden dem Zutreffen dieser Voraussetzungen zugeschrieben und auch jenem Umstande, daß der aus dem bei Glühhitze beständigsten Gase, dem Methan, ausgeschiedene Kohlenstoff bereits für sich sehr annähernd jene Eigenschaften besitzt, die von . der graphitischen Kohle gefordert werden und welche bei keiner anderen, unmittelbar auf pyrogenem Wege gewonnenen Kohlenstoffmodifikation in annähernd gleichem Maß aufzufinden sind.
  • Die .nach dem neuen Verfahren behandelten Elektroden erhalten eine äußerst widerstandsfähige Oberfläche, die sie insbesondere für elektrolytische Zwecke hervorragend geeignet erscheinen läßt. Die Verdünnung des Methans durch indifferente Gase drückt die Z ersetzungstemperatur herunter, so daß die Graphitabscheidung an der Oberfläche der Kohlen bereits bei verhältnismäßig niederen Temperaturen eintritt.
  • Die Kohlenelektroden. können mit dem Graphitüberzug "gemäß der Erfindung auch dann versehen- werdeilwenn sie in irgendeiner bekannten Weise bereits ausgeglüht worden sind.
  • Die Erhitzung kann von außen durch Gasfeuerung oder durch elektrische Widerstandsheizung erfolgen, z. B. dadurch, daß die Elektroden in einen Drehrohrofen in grobkörnigem Kohlenpulver gebettet werden, welches gleichfalls durch Wärmespaltung aus Methan gewonnen worden ist. Der elektrische Strom wird durch die Füllung des Ofens geleitet. Der Graphit scheidet sich hierbei teils an der Oberfläche der Kohlenelektröden und teils an der Oberfläche. der Koli?enkörner ab, so daß gleichzeitig mit der Graphitierung der Elektroden auch körnige Kohle gewönnen wird, die auf Elektroden ve_ ai beitet werden kann. Es wird hierdurch also die Graphitierung der Elektroden mit der Erzeugung des Rohmaterials für die Elektrodenfabrikation vereinigt.
  • Das Methan kann zur Beförderung der Kohlenstoffabscheidung mit indifferenten Gasen verdünnt werden.

Claims (1)

  1. PATENT-ANsPRUcII: Verfahren zum Gräphitieren von Kohlenelektroden durch hohe Erhitzung bei gleichzeitiger Zufuhr von Kohlenstoff abgebenden Gasen, dadurch gekennzeichnet, daß die Erhitzung in einer gegebenenfalls mit indifferenten Gasen verdünnten Methanatmosphäre, erfolgt.
DE1918319087D 1918-07-24 1918-07-24 Verfahren zum Graphitieren von Kohlenelektroden Expired DE319087C (de)

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