DE315554C - - Google Patents

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DE315554C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10CWORKING-UP PITCH, ASPHALT, BITUMEN, TAR; PYROLIGNEOUS ACID
    • C10C1/00Working-up tar
    • C10C1/18Working-up tar by extraction with selective solvents

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Lubricants (AREA)
  • Compositions Of Macromolecular Compounds (AREA)

Description

Bei der Destillation der Teere sind dessen Bestandteile mehr oder, weniger der Zersetzung ausgesetzt, die Ausbeuten sind auch verhältnismäßig gering, da bei jeder Destillation große Mengen Zersetzungsprodukte, . wie Pech oder koksähnliche Substanzen, in der Blase zurück- - bleiben.
Zwecks Erhöhung der Ausbeute, insbesondere der Entharzung und der Entparaffinierung der ίο wertvollen Produkte, soll nach der Erfindung das Extraktions- und Verseifungsverfahren, insbesondere für ölteer, in Anwendung kommen. Für diesen eignen sich am besten die Alkohole, ganz besonders 90 volumprozentiger Äthylalkohol. ■ ■
Die Behandlung des Teers mit Alkohol ist an sich bekannt, indem bereits ein Verfahren zur ; Gewinnung des Paraffins aus dem Teer ausgeführt wird, derart, daß der gesamte Teer in Alkohol gelöst und daraus durch fraktionierte Kristallisation das Paraffin gewonnen wird.
Weiterhin ist ein Verfahren bekannt, welches die Entfernung der sauren Bestandteile aus dem Teer zum Gegenstand hat und darin besteht, den Teer bei mäßiger Wärme mit so viel Alkohol zu extrahieren, daß nur die leichter löslichen sauren öle und Harze in Lösung gehen. Bei dem neuen Verfahren wird die Abtrennung der Hauptmenge der sauren öle (Kreosote) bereits durch Abdestillieren aller bis 2500C siedenden öle bewirkt. Hierdurch erreicht man gleichzeitig,. daß sich die Löslichkeit des Paraffins bei der nun folgenden Alkoholbehandlung verringert.
Diese geschieht in der Weise, daß der eingedickte Teer mit dem doppelten Gewicht Alkohol in rotierenden Trommeln kalt verrührt wird. Im Gegensatz zu dem vorbekannten Verfahren werden aber nicht nur die sauren Bestandteile, deren Hauptmenge bereits entfernt ist, sondern die sämtlichen löslichen neutralen öle des Teers in Lösung gebracht.
Als unlöslich bleibt nach dem Abgießen der alkoholischen Lösung eine für konsistente Schmiermittel geeignete Masse zurück, welche die asphalt- und harzartigen Bestandteile sowie das. Paraffin enthält. Andererseits ergibt die alkoholische Lösung nur dicke viskose öle, welche neben dem Rest der Kreosote gerade die hoch viskosen neutralen öle zugleich mit harzartigen Körpern enthalten. Diese letzteren, welche gegen Ende der Destillation als rote öle übergehen, sind in der Kälte zwar klebrig, sie verlieren diese Klebrigkeit aber beim Erwärmen, ■ werden flüssig und bilden dann gute Schmieröle. Deswegen sollen im Gegensatz zu dem bekannten Verfahren diese Harze nicht von den Neutralölen getrennt, sondern mit. diesen zusammen aus dem. Teer ausgezogen werden, weshalb im Gegensatz zum bekannten Verfahren hier mit reichlichen Mengen Alkohol gearbeitet wird.
Demgemäß wird das. neue Verfahren in folgender Weise ausgeführt..
Der ölteer wird zuerst einer Destillation bis
200 oder 2500 je nach seiner Konsistenz unterworfen. Die hier übergehenden Produkte bestehen aus leicht siedenden Kohlenwasserstoffen und alkalilöslichen sauren Ölen (Kreosote), deren vorherige Abscheidung unbedingt erforderlich ist, da diese die Paraffine im Teer gelöst halten und somit eine Entparaffinierung erheblich erschweren.
.. Nachdem nun der Teer von diesen leichtsiedenden Anteilen befreit ist, wird er in heißem Zustand von der Blase in den Extrakteur — eine ungefähr 4 bis 5 m lange umlaufende Trommel — gedrückt, nach dem Erkalten mit der doppelten Menge Äthylalkohol versetzt und nun mehrere Stunden bei gewöhnlicher Temperatur gerührt.
Die vorhandenen Lager- und Zylinderöle sowie ein Teil der Verbindungen mit säureähnlichen Eigenschaften (sogenannte Harzsäuren)
.20 werden vom Alkohol aufgenommen, während die Paraffine und asphaltähnlichen Produkte völlig und die Harzsäuren nur teilweise zurückbleiben. Diese beeinflussen die Eigenschaften der zu gewinnenden öle recht nachteilig, dieser-.
halb ist auch deren Entfernung notwendig, die durch eine an sich bekannte Behandlung mit Alkali erreicht wird. £
Zu diesem Zweck werden in dem Extrakteur trogähnliche Gefäße in der Weise aufgehängt, daß beim Umlaufen der Trommel ein Entleeren des Troginhalts unmöglich ist. Die Tröge sind gefüllt mit Kalziumoxyd, die vorhandenen Säuren gehen demgemäß in Kalksalze über und sind in Alkohol unlöslich. Nach mehreren Stunden . ist die Extraktion beendet, die Mischung wird in kegelige Scheidegefäße befördert. Hier trennen sich die Paraffine, Kalksalze und asphaltähnlichen Produkte von der ölenthaltenden Lösung. Jene setzen sich zu Boden, werden abgelassen und in einer Blase von den verbleibenden Alkoholmengen durch Destillation abgeschieden.
Der Rückstand stellt eine wertvolle konsistente Masse, in der die Säuren bereits verseift sind, dar.
Der alkoholischen Öllösung entfallen durch fraktionierte Destillation im Vakuum nun hochwertige Schmierprodukte, die bei der sonst technisch üblichen Destillation nicht zu erzielen sind, da diese Paraffine den nicht gelösten Teil der Harzsäuren enthalten, deren Entfernung zeitraubend und recht kostspielig ist.
Eine Ausführungsform der zur Ausübung des Verfahrens geeigneten Vorrichtung ist in der Zeichnung dargestellt.
In der umlaufenden Trommel α sind die mit Kalziumoxyd gefüllten Tröge b mit Drehzapfen c in Lagern d drehbar gelagert. Die Zapfen sind so weit über dem Schwerpunkt der Tröge angeordnet, daß diese beim Umlauf der Trommel nicht kippen können.

Claims (2)

P ate nt-An Sprüche :
1. Verfahren zur Extraktion von Teeren, besonders ölteer aus Steinkohlen und Braunkohlen, dadurch gekennzeichnet, daß der Teer zunächst einer Destillation bis 200 oder 250 ° unterworfen, dann aus der Blase in heißem Zustand in einen umlaufenden Extrakteur gebracht, in dem Gefäß mit Kalziumoxyd oder anderen die Harzsäure bindenden Chemikalien angeordnet sind, nach dem Erkalten mit der doppelten Menge Äthylalkohol versetzt und mehrere Stunden bei gewöhnlicher Temperatur gerührt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Ver-. fahrens nach Anspruch 1, bestehend in einer umlaufenden Trommel, in der trogförmige Gefäße, mit Kalziumoxyd oder anderen die Harzsäure bindenden Chemikalien gefüllt, so angebracht sind, daß beim Umlaufen der Troginhalt nicht entleert werden kann.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
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