DE3137776C2 - Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens - Google Patents
Verfahren zur Umrüstung eines LastkraftwagensInfo
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Abstract
Es wird ein herkömmlicher Lastkraftwagen mit einem Fahrgestell, das zumindest angetriebene Vorderräder und einen nach hinten durchgehenden, zumindest eine Hinterachse tragenden Fahrgestellrahmen hat, auf dem ein bis zum hinteren Wagenende reichender Ladeaufbau angeordnet ist, in einen Schräghubwagen umgerüstet. Dazu wird zunächst die Hinterachse vom Fahrgestellrahmen entfernt und dann an deren Stelle ein Hubwerk und in Querrichtung eine Zylindervorrichtung am Fahrgestellrahmen angeordnet. Dabei hat die Zylindervorrichtung beidseits des Fahrgestellrahmens ausfahrbare Kolbenstangen, an denen Hinterräder tragende Längsschwingen gelagert sind, die an ihrem Ende ein in der eingefahrenen Lage unter den Fahrgestellrahmen greifendes Stützlager haben.
Description
15
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens entsprechend dem
Oberbegriff des Patentanspruchs.
Lastkraftwagen mit einem durchgehenden Fahrgestellrahmen, auf dem ein bis zum hinteren Wagenende
reichender Ladeaufbau angeordnet ist, sind hinreichend bekannt
Beispielsweise kann es sich dabei um sogenannte Kipper handeln, bei denen der Ladeaufbau eine Pritsche
mit einer Ladefläche ist, die um eine rückwärtige Querachse oder zusätzlich auch um zwei seitliche
Längsachsen gegenüber dem Fahrgestellrahmen gekippt werden kann. Damit ist es zwar möglich, im Falle
des Transportes von Schüttgütern den Ladeaufbau auf einfache Weis« zu entladen, für den Transport
schwieriger Güter, wie beispielsweise von Stückgütern, muß jedoch der Höhenunterschied zwischen der
Fahrbahn und der Pritsche abgeglichen werden.
Andererseits sind sogenannte äohräghubwagen bekannt
(US-PS 42 60 315 und DE-OS 30 44 226). bei denen es sich um Fahrzeuganhänger oder Lastkraftwagen
handelt, deren Ladefläche mit ihrer unteren Hinterkante bis auf die Fahrbahn abgesenkt werden
kann. Die Schwenkachse für die neigbare Ladefläche ist dabei üblicherweise die Fahrzeugvorderachse. Die
Absenkung und Anhebung der Ladefläche erfolgt bei solchen Schräghubwagen durch eine speziell dafür
ausgebildete Hinterradaufhängung, die zum einen über ein Hubwerk zur Entlastung der Hinterräder des
Fahrzeugs verfügt und zum anderen eine Zylindervorrichtung umfaßt, über die die Hinterräder des Fahrzeugs
nach dem Anheben durch das Hubwerk nach seitlich außen verfahren werden können. Befinden sich die
Hinterräder in ihrer ausgefahrenen Position, kann dazwischen die Ladefläche durch Schwenkung des
gesamten Fahrzeugs um die Vorderachse über das Hubwerk soweit abgesenkt werden, bis die Hinterkante
der Ladefläche oder eine daran angeordnete Auffahrklappe bis auf die Fahrbahn abgesenkt sind.
Derartige Schräghubwagen besitzen insoweit einen komplizierten Aufbau, als sie für die Ladefläche und die
Hinterradaufhängung ein separates Chassis haben, das mit einem sogenannten Triebkopf verbunden wird, der
eine angetriebene Vorderachse, die Antriebsmaschine und das Fahrerhaus üblicherweise umfaßt. Es bedarf
also sehr spezieller Komponenten, um einen solchen Schräghubwagen herstellen zu können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, durch ein Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens
gemäß dem Gattungsbegriff des Patentanspruchs einen Schräghubwagen herzustellen, bei dem weiterhin die
unterschiedlichen Aufbaumöglichkeiten des Lastkraftwagens nutzbar sind.
Diese Aufgabe wird durch die kennzeichnenden Merkmale des Patentanspruchs gelöst
Der besondere Vorteil der Erfindung liegt darin, daß Lastkraftwagen mit unterschiedlichen Aufbaumöglichkeiten,
wie beispielsweise Kippfahrzeuge, zu Schräghubfahrzeugen umgebaut werden können, ohne daß die
funktionellen Möglichkeiten der Aufbauten dadurch beeinträchtigt werden.
Die Erfindung wird nachfolgend anhand der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel näher erläutert
Dabei zeigt
F i g. 1 die Seitenansicht eines herkömmlichen Lastkraftwagens und
F i g. 2 die Seitenansicht des zu einem Schräghubwagen umgerüsteten Lastkraftwagens nach F i g. 1.
F i g. 1 zeigt ein sogenanntes Allradfahrgestell für einen Lastkraftwagen. Es besitzt einen im wesentlichen
aus zwei über nahezu die gesamte Länge des Fahrzeugs durchgehenden Trägern gebildeten Fahrgestellrahmen
I1 auf dem nach vorn hin ein Fahrerhaus 2 aufgebaut ist
An seinem Vorderende ist mit dem Fahrgestellrahmen 1 eine Vorderachse verbunden, an der Vorderräder 3
gelagert sind. Die Vorderräder 3 sind angetrieben und deshalb über eine Kardanwelle 4 mit einem Ausgleichsgetriebe
5 verbunden, das mit d?r nicht näher dargestellten Antriebsmaschine des Fahrzeugs gekuppelt
ist
Vor der Umrüstung umfaßt das in F i g. 1 dargestellte
Fahrgestell ferner noch eine Hinterachse mit angetriebenen 1 Unterrädern 7, die mit dem Ausgleichsgetriebe 5
über eine weitere Kardanwelle 6 in Verbindung stehen. Die Hinterachse mit den Hinterrädern 7 und die
Kardanwelle 6 müssen zwecks Umrüstung des Allradfahrgestells in einen Schräghubwagen — wie durch
Durchkreuzungen angedeutet — entfernt werden.
In F i g. 2 ist das umgerüstete Fahrgestell wiedergegeben. Im Bereich der vormals vorhandenen Hinterachse
ist jetzt mit dem FahrgesteHrahmtn V eine Hinterradaufhängung
verbunden, die zum einen ein Hubwerk 8 und zum anderen eine Zylindervorrichtung 9 umfaßt, an
der über Kolbenstangen 10 beidseitig des Fahrgestellrahmens 1 Längsschwingen 11 gelagert sind, an denen
nunmehr die Hinterräder 7 des Fahrzeugs angeordnet sind. Die Zylindervorrichtung 9 ist quer zur Längsrichtung
des Fahrzeugs unmittelbar unter dem Fahrgestellrahmen 1 festgemacht. Entsprechend liegen auch die
Kolbenstangen 10 in Querrichtung zur Längserstrekkung des Fahrzeugs. Sie können unter Mitnahme der
Längsschwingen 11, die sich im wesentlichen parallel zu
den Trägern des Fahrgestellrahmens 1 erstrecken, seitlich nach außen verfahren werden. Der Hub der
Kolbenstangen 10 und damit der Hub der Längsschwingen 11 ist so bemessen, daß in ausgefahrener
Endstellung die Längsschwingen 11 mit den daran angeordneten Hinterrädern 7 unter den Aufbauten des
Fahrzeugs freikommen, damit zwischen den beidseitigen Längsschwingen 11 das gesamte Fahrzeug über das
Hubwerk 8 abgesenkt werden kann, wobei eine Drehung um die Achse der Vorderräder 3 stattfindet
und zusätzlich sich noch die Längsschwingen 11 mit den Hinterrädern 7 um die Achse der Kolbenstangen 10
drehen.
Für die rückwärtige Abstützung der Längsschwingen 11 in der eingefahrenen Endstellung besitzen diese an
ihrem Hinterende 12 ein nach oben gerichtetes Stützlager 13, das unter den Fahrgestellrahmen 1
greifen kann.
Die Seitenverstellung der Hinterräder 7 über die Zylindervorrichtung 9 kann erst betätigt werden, wenn
die rückwärtige Abstützung des Fahrzeugs über das Hubwerk 8 wirksam ist. Damit beim Anheben des
Fahrgesteürahmens 1 und Betätigen der Zylindervorrichtung
9 die Längsschwingen 11 mit den entlasteten Rädern 7 nicht zu weit nach unten durchhängen, wobei
dann die Räder 7 beim seitlichen Ausfahren der Radaufhängung auf der Fahrbahn radieren würden, ist
noch ein Verbindungselement 14 zwischen den hinteren Enden 12 der Längsschwingen 11 und dem Fahrgestellrahmen
1 an dem Stützlager 13 vorgesehen, das bei voll ausgefahrenem Hubwerk 8 die Längsschwingen Il
anhebt und auch beim seitlichen Ausfahren der Radaufhängungen die Längsschwingen 11 gegen ein
Abschwenken festhält. Das Verbindungselement 14 kann für den Ausgleich einer Längendifferenz beim
Aus- oder Einfahren der Radaufhängung ausgebildet
ίο sein.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentanspruch:Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens, der mit einem Fahrgestell versehen ist, das zumindest angetriebene Vorderräder und einen nach hinten durchgehenden, zumindest eine Hinterachse tragenden Fahrgestellrahmen hat, auf dem ein bis zum hinteren Wagenende reichender Ladeaufbau angeordnet ist, dadurch gekennzeichnet, daß die Hinterachse vom Fahrgestellrahmen (1) entfernt und an deren Stelle die spezielle Hinterradaufhängung (9—13) samt Hubwerk (8) eines Schräghubwagens angeordnet wird.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813137776 DE3137776C2 (de) | 1981-09-23 | 1981-09-23 | Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813137776 DE3137776C2 (de) | 1981-09-23 | 1981-09-23 | Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3137776A1 DE3137776A1 (de) | 1983-04-14 |
| DE3137776C2 true DE3137776C2 (de) | 1983-09-08 |
Family
ID=6142371
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813137776 Expired DE3137776C2 (de) | 1981-09-23 | 1981-09-23 | Verfahren zur Umrüstung eines Lastkraftwagens |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3137776C2 (de) |
Family Cites Families (3)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4260315A (en) * | 1978-04-13 | 1981-04-07 | Bouffard Joseph A | Elevatable bed vehicle |
| DE3031353C2 (de) * | 1980-08-20 | 1982-09-23 | Anton Ruthmann Gmbh & Co, 4423 Gescher | Lastfahrzeug mit absenkbarer Ladefläche |
| DE3044226C2 (de) * | 1980-11-25 | 1990-03-08 | Anton Ruthmann Gmbh & Co, 4423 Gescher | Schräghubwagen |
-
1981
- 1981-09-23 DE DE19813137776 patent/DE3137776C2/de not_active Expired
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3137776A1 (de) | 1983-04-14 |
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