DE31284C - Centrifugalpropeller für Dampfschiffe etc - Google Patents
Centrifugalpropeller für Dampfschiffe etcInfo
- Publication number
- DE31284C DE31284C DENDAT31284D DE31284DA DE31284C DE 31284 C DE31284 C DE 31284C DE NDAT31284 D DENDAT31284 D DE NDAT31284D DE 31284D A DE31284D A DE 31284DA DE 31284 C DE31284 C DE 31284C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- ship
- housing
- wheel
- propeller
- suction
- Prior art date
- Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
- Expired - Lifetime
Links
- XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N water Substances O XLYOFNOQVPJJNP-UHFFFAOYSA-N 0.000 claims description 9
- 238000009434 installation Methods 0.000 description 3
- 241000380131 Ammophila arenaria Species 0.000 description 1
- 241000196324 Embryophyta Species 0.000 description 1
- 230000002301 combined effect Effects 0.000 description 1
- 239000011521 glass Substances 0.000 description 1
- 239000000203 mixture Substances 0.000 description 1
- 238000005192 partition Methods 0.000 description 1
- 230000035515 penetration Effects 0.000 description 1
- ZLIBICFPKPWGIZ-UHFFFAOYSA-N pyrimethanil Chemical compound CC1=CC(C)=NC(NC=2C=CC=CC=2)=N1 ZLIBICFPKPWGIZ-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
Classifications
-
- B—PERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
- B63—SHIPS OR OTHER WATERBORNE VESSELS; RELATED EQUIPMENT
- B63H—MARINE PROPULSION OR STEERING
- B63H1/00—Propulsive elements directly acting on water
- B63H1/02—Propulsive elements directly acting on water of rotary type
- B63H1/04—Propulsive elements directly acting on water of rotary type with rotation axis substantially at right angles to propulsive direction
Landscapes
- Chemical & Material Sciences (AREA)
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Combustion & Propulsion (AREA)
- Mechanical Engineering (AREA)
- Ocean & Marine Engineering (AREA)
- Toys (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
Dieser Centrifugalpropeller für Dampfschiffe besteht im wesentlichen darin, dafs das angewendete
Kreiselrad theilweise als gewöhnliches Schaufelrad, theilweise als Centrifugalsaugrad
wirkt.
Es wird nicht nur das vom unteren Theile der Schaufeln direct erfafste Wasser in Bewegung
versetzt, sondern auch von der Seite Wasser angesaugt, durch die Centrifugalkraft
gegen den Mantel des Gehäuses hin- und im Kreise herumgetrieben und unten von den
Schaufeln, wie von denen eines gewöhnlichen Schaufelrades, nach hinten geworfen. Durch
diese combinirte Wirkung sollen grofse Wassermassen bei kleinen Dimensionen des Apparates
in Bewegung versetzt werden, und können grofse Geschwindigkeiten angewendet werden,
ohne dafs grofse Kraftverluste eintreten. Bei dem Centrifugalpropeller wirkt das Schaufelrad
nicht als solches allein. Die von ihm erzeugte Centrifugalkraft in Verbindung mit der durch
das Radgehäuse vertretenen Centrifugalkraft, und ferner der atmosphärische Druck auf die
äufsere Wasserfläche sind mitwirkende Kräfte.
Die Fig. 1, 2 und 3 zeigen die Details eines Centrifugalpropellers.
Das1 Gehäuse g ist unten offen; α ist die
Welle' des beliebig bewegten Schaufelrades; mit b sind die Schaufeln bezeichnet, die mit
ihrem unteren Theile über den Schiffskörper hinausreichen; c c sind Seitenwände für das
sonst im unteren Theile freiliegende Schaufelrad und dd sind Oeffnungen in diesen Seitenwä'nden,
durch welche von den Saugkammern e das Wasser im Centrum des Schaufelrades
eintreten kann. '
Jede Saugkammer hat im Querschnitt die Form eines stumpfen Kegels, dessen Umrifslinie
oben mit der Kreislinie des Saugloches d zusammenfällt. Nach unten erweitert sich die
Saugkammer bis zur vollen Breite der offenen Stelle des Gehäuses und ist ebenso wie dieses
nach unten offen.
Den offenen Grundflächen des Gehäuses und der Saugkammern entspricht daher eine
einzige Oeffhung im Schiffsboden, welche die Innenräume des Gehäuses und der Saugkammern
nach aufsen offen läfst bezw. von aufsen zugängig macht.
Die Zusammensetzeng des Gehäuses und der Saugkammern aus einzelnen Theilen ist in dem
von der Sache bedingten Umfange nothwendig und in verschiedener Weise möglich. Man
kann z. B. Gehäuse und Saugkammern in einen unteren und einen oberen Theil zerlegen,-so
dafs die in den Stirnplatten herzustellenden Kammern für die Wellenlager zur Hälfte im
unteren, zur Hälfte im oberen Theile enthalten sind, und ferner auch die zu diesen
Lagerkammern gehörigen äufseren Verschlufsplatten aus zwei Theilen bestehen, welche bei
ihrer Zusammensetzung zugleich einen Topf zu den Stopfbüchsen bilden können. Wo es
erforderlich, können auch die Brillen zu den Stopfbüchsen zwei- oder mehrtheilig hergestellt
werden.
Der untere Theil des Gehäuses und der Saugkammern ist von vornherein ein Zubehör
des Schiffskörpers und wird mit diesem zugleich hergestellt.
Dasselbe gilt für den unteren Theil der Seitenwände c für das sonst an dieser Stelle
freiliegende Schaufelrad, doch ist dieser Theil der Seitenwände c an eine bestimmte Form
nicht gebunden.
Die Schaufeln des Schaufelrades können völlig flach, Fig. 2,· oder gebogen, Fig. 3, oder
sonstwie passend geformt sein.
Zum Schutz gegen das Eindringen gröfserer Pflanzentheile etc. lassen sich die Saugkammern
an der Saugstelle mit schwachen Stäben oder Gittern versehen.
Um diese Propeller an neuen Schiffen anzu-. bringen, wird das Schiff aus dem Unter- und
Oberschiff hergestellt. Das Oberschiff, in dessen hinterstem Theile die Aufstellung des Propellers
erfolgt, reicht nach hinten um so viel über das Unterschiff hinaus, als es zur Aufstellung
des Propellers nöthig ist. Das Unterschiff kann die Form eines flach gehenden Schiffes, aber auch die eines tief gehenden erhalten.
In ersterem Falle braucht das Unterschiff nicht tiefer zu sein, als es der untere,
freiliegende Theil des Schaufelrades bedingt, und in keinem Falle darf es in dem Mafse
tief sein, dafs das Oberschiff in das Wasser nicht eintaucht. Der hintere Theil des Oberschiffes
wird stets mit flachem Boden hergestellt, damit der Propeller auf dem Boden des Schiffstheiles bequem seine Aufstellung
finden kann. Nach hinten bildet das Oberschiff ein stumpfes Ende. Statt eines einzigen.
Propellers können im Hintertheile des Oberschiffes auch neben einander zwei Propeller
mit gemeinsamer Welle oder getrennt von einander aufgestellt werden. Dann braucht
jeder Propeller nur eine Saugkammer an der nach der Schiffsseite zu befindlichen Seite des
Radgehäuses zu erhalten.
Die Fig. 4, 5 und 6 zeigen ein flach gehendes Schiff mit nur einem Propeller im Grundrifs,
Längs- und Querschnitt.
Ist bei einem flach gehenden Schiffe nur ein Propeller aufgestellt, so wird das Steuer hinter
dem Propeller mit Hülfe einer vom Boden des Oberschiffes nach unten gehenden Stütze
angebracht; sind zwei Propeller aufgestellt, so findet das Steuer seinen Platz am Hinterende
einer Wand, die vertical vom Boden des Oberschiffes nach unten geht und auch an den Hintertheil des Unterschiffes sich anschliefst.
Diese Wand schneidet unten in gleicher Linie mit dem Boden des Unterschiffes ab und
bildet zugleich eine Scheidewand zwischen den unteren, freiliegenden Theilen der Schaufelräder.
Dagegen kann bei einem tief gehenden Schiffe, wenn nur ein Propeller aufgestellt ist,
der Kiel nach hinten bis ziemlich an das Ende des Oberschiffes verlängert und hier zwischen
Oberschiff und Kiel das Steuer angebracht werden; sind zwei Propeller aufgestellt, so
wird zwischen Oberschiff und verlängertem Kiel eine verticale Wand eingesetzt und hinter
dieser das Steuer befestigt.
Noch besser aber ist bei Aufstellung nur eines Propellers, sowohl bei flach als bei tief
gehenden Schiffen, die Anwendung eines Zwillingssteuers. Bei Anwendung eines solchen
erhalten die beiden Seitenwände zu dem unteren, freiliegenden Theile des Schaufelrades
nach hinten eine rechtwinklige Form, und hinter'. diesen Seitenwänden wird je ein Ruderblatt
angebracht, während die Drehachsen dieser beiden' Ruderblätter durch einen einfachen
Mechanismus derart verbunden werden, dafs sie sich immer gleichmäfsig bewegen müssen.
Das Steuer kann aber bei jedem Schiffe auch ganz entbehrt werden, wenn man die
nachstehend beschriebene Steuervorrichtung einführt:
Am Propeller, und zwar an der Vorder- und Hinterseite des Radmantels, wird nach
unten, in der Richtung der Tangente, je ein Druckrohr abgezweigt, welches sich in knieförmig
nach rechts bezw. links gebogene und aufserbords unter der Wasserlinie mündende Rohre verzweigt, oder es werden an jeder
Seite zwei knieförmig gebogene Druckrohre abgezweigt, bei zwei Propellern von jedem
ein Rohr, wovon das eine rechts, das andere links am Schiffe aufserbords unter der Wasserlinie
mündet. In jedes der mithin seitlich nach aufsen gehenden vier Druckrohre wird eine
Schieberkammer mit Schieber eingeschaltet, und jeder Schieber ist durch die Schieberstange mit
einer Kette verbunden, welche über eine Anzahl Rollen von der Schieberstange bis zur
Commandobrücke und von da zur Schieberstange zurückgeht. Das Gewicht des Schiebers
wird auf der Seite, auf der die Hebung des Schiebers stattfindet, durch ein in die Zugkette
eingefügtes Gegengewicht ausgeglichen, und um deswillen wird die Kette auf dieser
Seite zunächst nach oben und dann zur Einschaltung des Gegengewichtes noch einmal
nach unten geführt.
Auf der Commandobrücke befinden sich demnach vier Kettenrollen, welche, wie die
Kettenrollen eines durch Gewichte getriebenen Uhrwerkes, mit Stiften zu versehen sind, die
in die einzelnen Kettenglieder eingreifen, oder mit einer anderen Vorrichtung, welche das
Rutschen der Ketten zu verhüten geeignet ist.
Diese Kettenrollen werden mit Hülfe sternartig angebrachter Handgriffe bewegt und durch
einen Einleger, der in eine gezahnte Scheibe der Kettenrolle eingreift, in Ruhe gestellt. Eine
Scala auf der Commandobrücke in Verbindung mit den in den Zugketten enthaltenen
Standzeichen zeigt den Stand jedes einzelnen Schiebers.
Fig. 7 erläutert die Anordnung der Druckrohre
am Mantel des Radgehäuses und Fig. 8 giebt eine schematische Darstellung des Schieberzuges.
Geht nun das Schiff vorwärts, so werden die beiden vorderen, geht es rückwärts, so
werden die beiden hinteren Druckrohre zum Steuer benutzt; ist in einem dieser Rohre der
Schieber gehoben, so wird Wasser aus dem Innern des Radgehäuses in dieses Rohr hinein-
und an der entsprechenden Seite des Schiffes hinausgedrückt und dadurch die Steuerung des
Schiffes ohne Steuer ermöglicht.
Die Aufstellung der Dampfmaschine, der Dampfkessel etc. erfolgt in der Weise, wie sie
bei Heckraddampfern gebräuchlich ist.
Die Fig. 9, 10 und 11 zeigen die Anwendung
des neuen Propellers bei alten Schiffen und Schiffsformen, Fig. 9 und 10 bei einem
flach gehenden, Fig. 11 bei einem tief gehenden
Schiffe.
Die Aufstellung des Propellers kann bei alten Schiffen und Schiffsformen nur mehr
nach der Mitte des Schiffes zu auf dem Schiffsboden oder auf den unteren schrägen Seitenwänden
erfolgen.
Ein gewisser Schutz für die Schaufeln kann bei alten, flach gehenden Schiffen dadurch geschaffen
werden, dafs diese Schiffe, wie in Fig. 10, einen blinden Kiel bekommen.
Fig. 12 enthält eine Darstellung, wie der Centrifugalpropeller als Hülfs- und Reserveapparat
für Segelschiffe zu verwenden ist. Das Rad hat bei diesen Schiffen nur drei Schaufeln;
denn einem solchen Rade kann beim Nichtgebrauche eine Stellung gegeben werden, bei der die Fahrt des segelnden Schiffes nicht
behindert wird, indem sich alle Schaufeln innerhalb des Schiffskörpers befinden.
Claims (2)
- Pate nt-Ansprüche:ι . Die Combinirung eines nach unten freiliegenden Schaufelrades mit. dem . nach unten offenen Gehäuse g und den seitlichen, gleichfalls nach unten offenen und durch centrale Sauglöcher in den Seitenwänden c des Gehäuses mit diesem correspondirenden Saugkammern e zu dem Zwecke, dafs das Rad in seinem nach unten freiliegenden Theile als gewöhnliches Schaufelrad und in seinem mittleren und oberen, vom Gehäuse verdeckten Theile als Centrifugalsaugrad, das Ganze aber als Schiffspropeller wirkt.
- 2. Die Verbindung des Gehäuses g mit knieförmig gebogenen bezw. in zwei Rohren verzweigten, zunächst vom Mantel des Gehäuses in der Richtung der Tangente nach unten gehenden und zuletzt seitlich am Schiffe mündenden Wasserrohren zum Zwecke der Schiffssteuerung, welche dadurch erfolgt, dafs nach Hebung eines Schiebers, mit dem jedes Rohr oder jedes Zweigrohr versehen ist, Wasser aus dem Innern des Radgehäuses in das betreffende Rohr hinein- und an der entsprechenden Seite des Schiffes hinausgedrückt wird.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE31284C true DE31284C (de) |
Family
ID=307368
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT31284D Expired - Lifetime DE31284C (de) | Centrifugalpropeller für Dampfschiffe etc |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE31284C (de) |
-
0
- DE DENDAT31284D patent/DE31284C/de not_active Expired - Lifetime
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE2339305C3 (de) | Wasserfahrzeug | |
| DE69120541T2 (de) | Ummanteltes schraubensystem für ein segelboot | |
| DE3443209A1 (de) | Schiffsantriebsvorrichtung | |
| DE31284C (de) | Centrifugalpropeller für Dampfschiffe etc | |
| DE2014326A1 (de) | Wasserfahrzeug, insbesondere geeignet fur die Wiedergewinnung von Ol | |
| DE2137570C3 (de) | Wasserstrahl-Bugsteuerung für Schiffe | |
| DE627220C (de) | Kartoffelschaelmaschine | |
| DE8106981U1 (de) | Schaufelrad mit antrieb zur fortbewegung von wasserfahrzeugen | |
| AT30817B (de) | Antriebsvorrichtung für Schiffe. | |
| DE2337994C2 (de) | Wasserstrahlantrieb für Wasserfahrzeuge | |
| DE896776C (de) | Schiffsantrieb durch Einfuehren von Luft zwischen Schiffswand und Wasser | |
| DE352641C (de) | Gegenpropelleranordnung bei Ein- und Mehrschraubenschiffen | |
| DE922142C (de) | Rettungsboot mit drehbarer Lagerung des Innenkoerpers gegenueber dem Aussenkoerper | |
| DE200223C (de) | ||
| DE911815C (de) | Schiffsantrieb mittels Pumpen | |
| DE115846C (de) | ||
| DE571000C (de) | Antriebsvorrichtung fuer Wasserfahrzeuge | |
| DE82923C (de) | ||
| DE813507C (de) | Schaufelrad mit drehbaren Schaufeln | |
| DE639142C (de) | Tankstabilisierungsanlage fuer Schiffe | |
| DE580320C (de) | Schlingertankanlage fuer Schiffe | |
| DE17996C (de) | Neuerungen in der Anordnung und Ventilation von Viehställen auf Schiffen | |
| DE59591C (de) | Neuerung an Dampfschiffen | |
| DE536862C (de) | Schaufelradartige Handrudervorrichtung | |
| DE2305335A1 (de) | Verfahren und vorrichtung zum beschreiten einer wasseroberflaeche |