DE31271C - Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Beschlagens und Gefrierens von Fenstern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung des Beschlagens und Gefrierens von Fenstern

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DE31271C
DE31271C DENDAT31271D DE31271DA DE31271C DE 31271 C DE31271 C DE 31271C DE NDAT31271 D DENDAT31271 D DE NDAT31271D DE 31271D A DE31271D A DE 31271DA DE 31271 C DE31271 C DE 31271C
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DENDAT31271D
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E. DIEZ in München
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Classifications

    • EFIXED CONSTRUCTIONS
    • E06DOORS, WINDOWS, SHUTTERS, OR ROLLER BLINDS IN GENERAL; LADDERS
    • E06BFIXED OR MOVABLE CLOSURES FOR OPENINGS IN BUILDINGS, VEHICLES, FENCES OR LIKE ENCLOSURES IN GENERAL, e.g. DOORS, WINDOWS, BLINDS, GATES
    • E06B7/00Special arrangements or measures in connection with doors or windows
    • E06B7/12Measures preventing the formation of condensed water

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Civil Engineering (AREA)
  • Structural Engineering (AREA)
  • Specific Sealing Or Ventilating Devices For Doors And Windows (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 37: Hochbadwesen.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 7. November 1884 ab.
Um das Beschlagen und die Eisbildung an Fenstern zu verhindern, benutze ich eine Flüssigkeit, die erst bei grofser Kälte gefriert, indem ich die Fensterscheiben durch nachfolgend beschriebene Vorrichtung mit dieser Flüssigkeit beständig überdeckt halte.
Damit sie ihren Zweck vollständig erfüllt, mufs die Flüssigkeit aufser dem hohen Gefrierpunkt noch die Eigenschaft grofser Klarheit haben und darf nicht schnell verdunsten. Diese Eigenschaft besitzt das Glycerin in vollstem Mafse, da es sich an der Luft absolut nicht verändert.
Es soll nun auf der Fensterscheibe ein beständiger Wechsel der Flüssigkeit stattfinden, damit die Scheibe immer ganz klar bleibt. Zu diesem Zwecke lasse ich das Glycerin, dem ich durch einen Zusatz von Alkohol bezw. 5Oprocentigem Weingeist die entsprechende Dünnflüssigkeit ertheile, gleichmäfsig über die Scheibe herablaufen.
Die specielle Vorrichtung ist in Fig. 1 in Ansicht, Fig. 2 im Höhenschnitt eines Schaufensters und in einzelnen Details, Fig. 3 im Schnitt t-t1, Fig. 4 im Schnitt £2-f8, Fig. 5 in Ansicht des Seitenträgers und in Fig. 6 im Horizontalschnitt f*-i5 desselben dargestellt.
Durch ein mit Regulirvorrichtung versehenes Zulaufrohr %, das mit einem für alle Fenster gemeinsamen Reservoir in Verbindung steht, Fig. ι und 2, wird die Flüssigkeit in die am Fensterstock S in den Trägern T ruhende und um die Achse χ drehbare Vertheilungsrinne R1 geleitet.
Das Winkeleisen w giebt derselben die nothwendige Steifigkeit, und die Verlängerung wx n^ desselben (welche, je nachdem die Scheibe A mehr oder minder tief im Stocke S sitzt, eine entsprechende Abkröpfung erhält, wie aus Fig. 6 ersichtlich ist) gestattet durch die Regulirschrauben s1 s2 eine Annäherung bezw. Entfernung der Rinne von der Fensterscheibe.
Der Schraubenbolzen b geht nämlich durch die mit entsprechendem Gewinde versehene Bohrung von wx bezw. w2 und ist in dem Träger T leicht drehbar befestigt. Dadurch nun, dafs sich der Bolzen b in dem Träger T wohl drehen läfst, aber weder vor- noch zurückgeht, bewegt dessen Gewinde den Arm n>1 bezw. n>2 vor- oder rückwärts, so dafs man also die Rinne, wie oben erwähnt, der Fensterscheibe nähern oder entfernen kann, um somit mehr oder minder viel Flüssigkeit zwischen dem zwischen Rinne R1 und Scheibe A entstehenden Schlitz hinabfliefsen lassen zu können. Selbstredend kann durch die Regulirschrauben s1 s2 nur eine entsprechend kleine Verschiebung der Rinne gegen oder vom Fenster bewirkt werden. Soll die.Rinne ganz entfernt werden, so müssen die Träger T gelöst werden. Es ist noch zu bemerken, dafs die Vertheilungskante der Rinne R1 horizontal gestellt werden mufs, und dafs der gegen die Scheibe liegende Theil i derselben aus weichem Metallblech hergestellt wird, damit die untere Kante genau der Fensterscheibe angepafst werden kann, um ein gleichmäfsiges Herabströmen der Flüssigkeit zu erzielen.
Die letztere sammelt sich in der unteren Rinne R2 des Fensterstockes, fliefst, durch Rohr α in ein Reservoir ab, in welches die Ablaufröhren sämmtlicher Fenster einmünden,
Die Flüssigkeit wird hier gesammelt und alsdann wieder verwendet.
Durch vorbeschriebene Einrichtung, mittelst welcher die Fenster beständig und gleichmäfsig von einer Flüssigkeit überdeckt gehalten werden, wird das sogenannte Beschlagen bezw. die Eisbildung an den Fensterscheiben in kalter Jahreszeit verhindert und sind die aufserdem erzielten Vortheile noch folgende:
Die Scheiben bleiben stets rein und klar.
Die Vorrichtung macht keine besonderen Kosten, da die Flüssigkeit bei allenfallsiger Verunreinigung nur filtrirt zu werden braucht und alsdann wieder zu verwenden ist.
Die. Verdunstung ist äufserst gering, und entfeuchtet das Glycerin durch seine hygroskopische Eigenschaft die Luft, so dafs Waaren u. s. w. nie Schaden leiden können.

Claims (2)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren zur Verhinderung des Wasserbeschlages und der Eisbildung an Fenstern, darin bestehend, dafs man eine der jeweiligen Kälte entsprechende Mischung von Glycerin mit Alkohol bezw. 5oprocentigem Weingeist fortwährend gleichmäfsig über die Fensterscheiben laufen läfst.
2. Zur Erreichung des vorgenannten Zweckes eine Vorrichtung, bestehend:
a) aus der um die Achse χ der Träger T drehbaren und mittelst der Arme wx w* durch die Schrauben s1 s1 der Träger verstellbaren Vertheilungsrinne R} mit aus weichem Metallblech u. s. w. hergestellter Vertheilungskante i;
b) aus der Sammelrinne R2 mit Ablauf α.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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