DE3126830C2 - - Google Patents
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- C10—PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
- C10B—DESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
- C10B25/00—Doors or closures for coke ovens
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Description
Die Erfindung betrifft eine Koksofentür-Verriegelung
gemäß dem Oberbegriff des Patentanspruches 1.
Solche Koksofentür-Verriegelungen können sowohl an
der sogenannten Koks-, aber auch an der Maschinen
seite einer Koksofenbatterie vorgesehen werden
und sind dann häufig Teil eines auf Schienen ver
fahrbaren Wagens, vorzugsweise des sogenannten
Kabelwagens. Sie ermöglichen es, mit Hilfe
des betreffenden Wagens die Tragkonstruktion
mit der zu manipulierenden Koksofenkammertüre
auszurichten, durch Drehen des Zapfens der be
treffenden Koksofentür-Verriegelung die betreffende
Türe freizumachen und sie anschließend abzuheben,
so daß der Koks ausgedrückt werden kann. Nach
dem Drücken des Kokses werden die Vorgänge
umgekehrt durchlaufen, so daß im Ergebnis ein
verhältnismäßig hoher Mechanisierungsgrad
erreicht werden kann.
Die meisten Koksofentür-Verriegelungen besitzen
einen Riegelbalken, der auf einer in der Türe
verlagerten Spindel befestigt ist, welche außen
den Zapfen trägt. Die Enden des Balkens werden
beim Verriegeln mit Haken zum Eingriff gebracht,
welche meistens auf dem Türrahmen befestigt sind.
In der Regel erfordert die von der Ofenhöhe
abhängige Türhöhe die Anordnung einer oberen
und einer unteren Koksofentür-Verriegelung der
beschriebenen Art, wobei die Balken mit einem
Lenker miteinander verbunden sein können und
jeder Verriegelung ein gesonderter Getriebemotor
zugeordnet werden kann.
Im allgemeinen ist es erforderlich, die Koksofen
türen beim Verriegeln auf die Türrahmen mit
erheblichem Druck zu pressen, welcher dem
Innendruck der Ofenkammer entsprechend ausgelegt
sein muß. Der Verriegelungsdruck wirkt auf
Dichtleisten, welche meistens an der Tür an
gebracht sind und zum Ausgleich von Verschleiß
nachstellbar ausgeführt sind. Auf diese Weise
wird die erforderliche Dichtigkeit der Ofenkammer
nach außen gewährleistet. Der hierfür auf die
Türen auszuübende und aufrecht zu erhaltende
Schließdruck wird über den Riegelbalken und
die mit ihm zusammenwirkenden Haken erzeugt.
Es ist bekannt, die Zapfen mit Hilfe eines
großen Schraubenschlüssels von Hand zum Ver- und
Entriegeln der betreffenden Koksofenkammertür
zu drehen. Das ermöglicht zwar die Einstellung
eines individuellen Drehmomentes an dem Zapfen
der betreffenden Koksofentür-Verriegelung, führt
aber zu einem sehr geringen Mechanisierungsgrad,
insbesondere auch deshalb, weil die üblichen
Ofenabmessungen in der Regel dazu führen, daß
mindestens die oberen Verriegelungszapfen schwer
erreichbar sind.
Es ist bekannt, elektrische Getriebemotoren zum
Antrieb der Zapfen vorzusehen, die einschließlich
ihres Stirnradgetriebes auf der Trägerkonstruktion
des Wagens verlagert sind (DE-PS 70 55 75). Auf
der Abtriebswelle des Stirnradgetriebes sitzen
Kurbelzapfen, welche auf Doppelhebel wirken, die
ihrerseits auf die Schlüsselflächen des Zapfens
aufgesetzt sind. Bei derartigen elektrischen
Getriebemotoren sind die Drehmomente schon im
Anlaufbereich verhältnismäßig hoch und lassen
sich während der Betriebsphase des Motors nicht
oder nur unwesentlich vermindern. Das hat beim
Verriegeln der Koksofentüren den Nachteil, daß
die Kurbelzapfen häufig beschädigt oder sogar
abgebrochen werden. Um das zu verhindern, wird
von der Belegschaft häufig mit drehendem Motor
die Kupplung mit dem Zapfen der Koksofentür-
Verriegelung durch gleichzeitiges Vorfahren
der Trägerkonstruktion herbeigeführt. Die
dynamische Belastung der Kurbelzapfen erleich
tert das Entriegeln, bewirkt jedoch eine starke
dynamische Beanspruchung, insbesondere der
Schlüsselflächen, so daß die Zapfen häufig
beschädigt und vorzeitig ausgewechselt werden
müssen. Ferner wirken sich die durch die
dynamischen Belastungen hervorgerufenen Be
schädigungen der Dichtleisten nachteilig aus.
Da in der Endphase der Verriegelung das auf den
Riegelbalken wirkende Drehmoment des Getriebe
motors praktisch genau so groß wie das Anfangs
moment in der Entriegelungsphase ist, kann die
Koksofentür-Verriegelung häufig nicht entriegelt
werden, weil dazu in der Regel ein größeres
Moment erforderlich ist. Das wirkt sich im
Betrieb in neuen Störungen und in zusätzlicher
Handarbeit aus, die aus den eingangs bezeichneten
Gründen nachteilig ist.
Es macht auch Schwierigkeiten, die Getriebemotoren
am Ende einer Ent- oder einer Verriegelungsphase
rechtzeitig stillzusetzen. Wenn am Ende einer
solchen Phase der Durchhand einer Gall'schen
Kette im Getriebe zur Betätigung eines Endschalters
benutzt wird, arbeitet die Verriegelung noch härter
als es ohnehin bereits durch die Verwendung elek
trischer Getriebemotoren geschieht.
Elektrische Getriebemotoren haben außerdem
konstruktiv bedingte Nachteile, welche hauptsäch
lich in den erheblichen Abmessungen der Rädergetriebe
zu sehen sind, die sich unter den meist beengten
Verhältnissen auf Ausdrückmaschinen und Kabelwagen
ungünstig auswirken. Es kommt dazu, daß die
Verwendung elektrischer Getriebemotoren der
beschriebenen Art für die Koksofentür-Verriegelung
die Verwendung gleichartiger Antriebe für die
Trägerkonstruktion und zur Vermittlung von
Bewegungsenergie an andere Einrichtungen des
Wagens, z. B. die häufig damit kombinierte Tür
abhebevorrichtung, zwangsläufig vorgibt.
Bekannt ist auch eine hydraulische Koksofentür-
Verriegelung (DE-AS 24 57 330). Hierbei wirken
jedoch ein Federsystem und ein Hydraulikzylinder
zusammen. Die Koksofentüre ist bereits entriegelt,
wenn diese Feder zusammengedrückt worden ist.
Dann läßt sich die Koksofentür über eine Stange
mit dem hydraulischen Zylinder abheben.
Die vorstehend bezeichnete Koksofentür-Verriegelung
unterscheidet sich von dem ebenfalls bekannten
Prinzip (DE-PS 70 55 75), von dem die Erfindung
ausgeht. Hierbei werden Anpreßschrauben, zu ein
drehendes Verriegelungssystem verwendet. Ein
befriedigender Antrieb für die Anpreßschrauben
soll dabei durch die Verwendung einer Antriebs
vorrichtung geschaffen werden, welche für die
Betätigung von Ventilen, Schiebern od. dgl.
benutzt wird oder eine Art von Freilauf für
den Anlauf des Elektromotors aufweist, worauf
schlagartig das Getriebe eingekuppelt wird.
Hierbei ist ferner vorgesehen, die Drehbewegung
beim Andrehen zu messen, um derart beim Ver
riegeln den Motor rechtzeitig abstellen zu
können.
Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, bei
einer Koksofentür-Verriegelung der eingangs
bezeichneten Art die Beanspruchung der durch
motorisches Betätigen der Koksofentür-Verriegelung
belasteten Teile herabzusetzen und die Vorausset
zungen für eine günstigere Ausbildung derjenigen
Teile des Wagens zu schaffen, welche zur Ver
mittlung von Bewegungsenergie an einzelne, auf
dem Wagen angebrachte Vorrichtungen dienen.
Gemäß der Erfindung wird diese Aufgabe mit den
Merkmalen des Patentanspruches 1 gelöst. Zweck
mäßige Ausführungsformen der Erfindung sind
Gegenstand der Unteransprüche.
Bei einem solchen Antrieb läßt sich erreichen,
daß der den Zapfen über ein Umlaufrädergetriebe
drehende hydraulische Motor die potentielle
Energie der Betriebsflüssigkeit in ein verhält
nismäßig langsam ansteigendes Drehmoment umsetzt;
dadurch können die Teile der Verriegelungs
vorrichtung und die Dichtleisten geschont werden,
wodurch sich eine Verminderung des Reparaturauf
wandes und des Ersatzteilbedarfes ergibt. Außerdem
ist der Systemdruck in der Verriegelungsphase
geringer als in der Entriegelungsphase. Der
Unterschied der Systemdrücke läßt sich so
wählen, daß das Entriegeln in jedem Falle
erreicht wird, so daß hierfür
keine Handarbeit zu leisten ist. Der hydrostatische Antrieb
der Koksofentürverriegelung hat außerdem den Vorteil, daß
die potentielle Energie der Betriebsflüssigkeit für die
jenigen Antriebe ausgenutzt werden kann, die in den
Stillstandszeiten der Verriegelungseinrichtung betätigt
werden müssen; dazu gehören insbesondere die Türabhebe
vorrichtung, aber auch der motorische Antrieb der Träger
konstruktion.
Da vorzugsweise jeder der einer Koksofentürverriegelung
zugeordneten hydraulischen Motoren mit seinem Wellenzapfen
an die Antriebswelle eines Umlaufrädergetriebes angeschlos
sen ist, auf dessen Abtriebswelle der mit Schlüsselflächen
versehene Kopf befestigt wird, ergibt sich eine erhebliche
Raumeinsparung gegenüber den bisher notwendigen Stirnrad
vorgelegen elektrischer Motoren. Das wirkt sich insbeson
dere auf den Wagen günstig aus.
Wenn man für je eine obere und eine untere Türverriegelung
einen hydraulischen Getriebemotor mit einer Pumpe vorsieht,
dann empfiehlt sich eine hydraulische Schaltung, in der
Druckleitungen der Pumpen vor den betreffenden Umsteuer
schiebern eine Verbindungsleitung aufweisen, die mit einem
Absperrorgan schaltbar ist. Auf diese Weise läßt sich näm
lich bei Ausfall eines Pumpenaggregates die hydraulische
Betätigung der Türverriegelungen aufrecht erhalten. Fallen
beide Pumpenaggregate aus, so läßt sch die hydraulische
Betätigung der Türverriegelung dennoch aufrecht erhalten,
wenn man in der Verbindungsleitung die Einmündung der
Druckleitung einer Handpumpe vorsieht.
Schließlich verwirklicht man man einfachsten den Gedanken,
die potentielle Energie der Betriebsflüssigkeit für die
Koksofentürverriegelung auch für andere Antriebe auszu
nutzen, indem man eine Zweigleitung hierfür vorsieht,
die an die Druckleitungen der Pumpen vor den Umsteuer
schiebern angeschlossen ist.
Die Bedienung einer solchen hydraulischen Anlage sollte
einen verhältnismäßig hohen Automatisierungsgrad erreichen.
Erfindungsgemäß ist dazu eine elektrische Steuerung vorge
sehen, welche im Zusammenhang mit dem in den Figuren der
Zeichnungen wiedergegebenen Ausführungsbeispiel näher er
läutert wird; es zeigt
Fig. 1 im Horizontalschnitt und in Draufsicht eine Koks
ofentür gemäß der Erfindung mit Koksofentürverrie
gelung und Teilen des hydraulischen Antriebes gemäß
der Erfindung,
Fig. 2 eine schematisierte Seitenansicht des Gegenstandes
der Fig. 1 und
Fig. 3 einen hydraulischen Schaltplan mit Teilen der
elektrischen Steuerung.
Die Koksofenkammer 1 mit ihren senkrechten Seitenwänden 2
und 3 wird mit Hilfe einer abnehmbaren Türe 4 verschlossen,
die kammerseitig einen feuerfesten Stopfen 5 aufweist, der
in der aus Gußeisen bestehenden Türkonstruktion mit Hilfe
von seitlichen Klammern 6 bzw. 7 gehalten ist. Zwischen dem
Türblatt 8 und den Klammern 6 bzw. 7 befinden sich Federn 9
bzw. 10, welche Dichtleisten 11 halten, die mit Hilfe von
Spindeln 12 nachstellbar ausgebildet sind und auf den eben
falls gußeisernen Türrahmen 13 wirken.
Am Türrahmen sitzen Haken 14, hinter die die Enden eines
Riegelbalkens 15 einer allgemein mit 16 bezeichneten
Koksofentürverriegelung passen, wenn die Tür verriegelt ist.
Der Riegelbalken sitzt auf einer Spindel 21, welche bei 18
in der Vorderseite des Türblattes 8 gelagert ist. Das vor
dere Ende der Spindel bildet einen Zapfen 19 mit Schlüssel
flächen 20.
Gemäß der Darstellung der Fig. 2 befindet sich je eine Tür
verriegelung der in Fig. 1 beschriebenen Art oben und unten
am Türblatt 8, wie bei 16 und 17 angedeutet. Die beiden Ver
riegelungen sind mit einem Lenker 22 untereinander verbunden.
Auf einem nicht dargestellten Kabelwagen befindet sich eine
Trägerkonstruktion, die allgemein mit 23 bezeichnet ist. Dazu
gehören ein horizontaler Träger 24 und ein vertikaler Träger
25, die miteinander verbunden sind. Mit Hilfe eines hydrau
lischen Zylinders 26, der abgebrochen dargestellt und auf
dem nicht wiedergegebenen Wagen gelagert ist, läßt sich die
Trägerkonstruktion 23 senkrecht zur Ebene des Türblattes 8
bewegen. Auf einer Konsole 27 ist ein hydraulischer Zylinder
28 gelagert, dessen Kolbenstange an eine nur schematisch
wiedergegebene Türabhebevorrichtung 29 angelenkt ist. Außerdem
ist am oberen und am unteren Ende je ein hydraulischer
Getriebemotor 30 bzw. 31 befestigt. Der eigentliche hydrau
lische Motor trägt das Bezugszeichen 32 und ist mit seiner
nicht dargestellten Welle an die Antriebswelle eines Umlauf
rädergetriebes 33 angeschlossen, dessen Abtriebswelle
einen Kopf 34 besitzt, der innen mit Schlüsselflächen ver
sehen ist, welche den Schlüsselflächen 20 des im Zusammenhang
mit der Fig. 1 beschriebenen Zapfens 19 entsprechen.
In der Fig. 3 sind die beiden identischen Vorrichtungen
zum Antrieb der drehbar gelagerten Zapfen der Türver
riegelungen 16 und 17 mit ihren Motoren bei 5.1 und 5.2
gezeichnet. Die Motoren haben die durch den Doppelpfeil
angegebenen beiden Drehrichtungen; ihnen ist je eine von
einem Elektromotor angetriebene Pumpe zugeordnet; diese
Aggregate sind mit 1.1 bzw. 1.2 in Fig. 3 bezeichnet.
Eine hydraulische Schaltung verbindet die hydraulischen
Motoren 5.1 bzw. 5.2 mit den zugeordneten Aggregaten 1.1
und 1.2. Sie enthält je einen Umsteuerschieber 2.1 und
2.2. Die Umsteuerschieber sind Vier/Dreiwege-Magnetventile,
was bei a und b angedeutet ist.
Die nur zum Teil dargestellte elektrische Steuerung hat
insgesamt sechs elektromechanische Drucktaster. Diese
nicht wiedergegebenen Drucktaster befinden sich auf einem
Steuerpult. Einer der Drucktaster löst das gleichzeitige
Verriegeln der Vorrichtungen 16 und 17 (Fig. 2) aus, ein
weiterer Drucktaster ist für das gleichzeitige Entriegeln
dieser Vorrichtungen vorgesehen und je ein Drucktaster
ermöglicht das Stillsetzen der hydraulischen Motoren 5.1
und 5.2. Außerdem gehören natürlich zu der elektrischen
Steuerung Schalter für das Ein- und Ausschalten der
Aggregate 1.1 und 1.2. Die Schalter sind so miteinander
verknüpft, daß das Aggregat 1.2 nur anläuft, wenn die
ihnen zugeordneten Drucktaster für Verriegeln und Entriegeln
betätigt werden. Das Aggregat 1.2 wird im übrigen über ein
elektrisches Schaltschütz und ein Zeitrelais beispielsweise
60 sec gehalten. Nach dieser Zeit schaltet sich das
Aggregat 1.2 ab und wird erst bei erneutem Gebrauch ein
oder ausgeschaltet.
Zur Ansteuerung der Vier/Dreiwege-Magnetventile sind vier
elektrische Schaltschütze vorhanden. Im folgenden wird zu
nächst der Funktionsablauf der beschriebenen elektrischen
Steuerung erläutert:
Sobald der Drucktaster "Verriegeln" gedrückt ist, werden
die Relais a an den Vier/Dreiwegeventilen 2.1 und 2.2
betätigt. Die Schütze halten die Steuerspannung so lange,
bis ein elektrisches Signal von den elektrohydraulischen
Druckschaltern kommt, die bei 3.1 und 3.2 gezeichnet sind.
Das Eintreffen dieses Signals macht die Relais spannungs
los. Das gleiche Ergebnis wird erhalten, wenn einer der
Drucktaster "Halt" gedrückt wird.
Wird der Drucktaster "Entriegeln" gedrückt, so läuft ein
elektrisches Signal zu den Schützen der Relais b an den
Vier/Dreiwegeventilen 2.1 und 2.2. Die Schütze halten ihrer
seits die Steuerspannung so lange, bis ein von einem oder
zwei Zeitrelais ausgelöstes Signal eintrifft. Die Zeitrelais
sind beispielsweise auf 30 sec eingestellt. Die bei Ein
treffen dieses Signals spannungslos werdenden Magnetspulen
können auch betätigt werden, wenn einer der Drucktaster
"Halt" gedrückt ist.
Im folgenden wird der Ablauf der hydraulischen Verriegelung
anhand des Schaltplanes der Fig. 3 näher erläutert:
sobald die Drucktaste "Verriegeln" gedrückt ist, fließt Betriebsflüssigkeit über die Leitungen 50.1 und 50.2 aus den Leitungen P zur linken Seite der hydraulischen Motoren 5.1 und 5.2. Die Motoren drehen im Uhrzeigersinn und die Betriebsflüssigkeit fließt über die Leitungen 52.1 bzw. 52.2, 53.1 bzw. 53.2 und T in den Tank ab. Gleichzeitig werden die in den Zweigleitungen 54.1 bzw. 54.2 befindlichen elektri schen Druckschalter 3.1 und 3.2 beaufschlagt, die bei spielsweise auf 60 bar eingestellt sind. Das bedeutet, daß, sobald der eingestellte Druck von 60 bar erreicht wird, die Schalter 3.1 und 3.2 die Steuerschieber 2.1 und 2.2 spannungslos schalten. Dann wird der Strom der Betriebsflüssigkeit gesperrt und die Hydromotoren 5.1 und 5.2 bleiben stehen. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Momente, mit denen die Balken 15 hinter die Haken 14 gedreht werden, begrenzt sind.
sobald die Drucktaste "Verriegeln" gedrückt ist, fließt Betriebsflüssigkeit über die Leitungen 50.1 und 50.2 aus den Leitungen P zur linken Seite der hydraulischen Motoren 5.1 und 5.2. Die Motoren drehen im Uhrzeigersinn und die Betriebsflüssigkeit fließt über die Leitungen 52.1 bzw. 52.2, 53.1 bzw. 53.2 und T in den Tank ab. Gleichzeitig werden die in den Zweigleitungen 54.1 bzw. 54.2 befindlichen elektri schen Druckschalter 3.1 und 3.2 beaufschlagt, die bei spielsweise auf 60 bar eingestellt sind. Das bedeutet, daß, sobald der eingestellte Druck von 60 bar erreicht wird, die Schalter 3.1 und 3.2 die Steuerschieber 2.1 und 2.2 spannungslos schalten. Dann wird der Strom der Betriebsflüssigkeit gesperrt und die Hydromotoren 5.1 und 5.2 bleiben stehen. Hierdurch wird gewährleistet, daß die Momente, mit denen die Balken 15 hinter die Haken 14 gedreht werden, begrenzt sind.
Außer durch die Schalter 3.1 und 3.2 können die hydraulischen
Motoren 5.1 und 5.2 auch durch die Drucktaster "Halt"
stillgesetzt werden.
Für den Fall des Versagens der Drucktaster 3.1 und 3.2 sind
Druckbegrenzungsventile 4.1 und 4.2 in die Zweigleitungen
54.1 und 54.2 eingebaut.
Der Vorgang des Entriegelns läuft wie folgt ab:
Zunächst müssen die Drucktaster "Entriegeln" gedrückt sein.
Der Strom P der Betriebsflüssigkeit fließt dann über die
Steuerschieber 2.1 und 2.2 in umgekehrter Richtung, d. h.
über die Leitungen 53.1 und 52.1 zu den Motoren 5.1 und 5.2,
die demzufolge im Gegenuhrzeigersinn drehen. Sobald von den
Zeitrelais (nach 30 sec) ein Signal eintrifft, werden die
Steuerschieber 2.1 und 2.2 in ihrer Mittelstellung verstellt,
weil die Relais spannungslos werden. Das gleiche Ergebnis
wird mit dem Drucktaster "Halt" erzielt. In diesem Fall ist
der Strom der Betriebsflüssigkeit wiederum gesperrt und
die Hydromotoren 5.1 und 5.2 bleiben stehen.
Da sich in den Zweigleitungen 52.1 und 53.1 keine Druck
begrenzungsventile befinden, herrscht hier der volle
Systemdruck, so daß das Entriegeln mit maximalen Dreh
momenten erfolgt. Der Unterschied der Drehmomente kann so
gewählt werden, daß das entriegelnde Moment ca. 70% höher
als das verriegelnde Moment liegt. Dann lassen sich die
Koksofentürverriegelungen stets entsperren. Außerdem
laufen die Hydromotoren langsam an. Dadurch werden nicht
nur die Umlaufrädergetriebe 33 und die mit ihnen zusammen
wirkenden mechanischen Teile der Koksofentürverriegelungen
geschont, die Köpfe können auch mit den Zapfenschlüssel
flächen in Eingriff gebracht werden, bevor die Betätigung
der Hydromotoren 5.1 und 5.2 erfolgt.
Gemäß dem Ausführungsbeispiel zweigt aus der Pumpenleitung P
vor den Steuerschiebern 2.1 und 2.2 eine Zweigleitung 54
ab, in die ein Absperrorgan 55 eingeschaltet ist. Bei geöff
netem Absperrorgan 55 können daher die Aggregate 1.1 und 1.2
auch auf die Motoren 5.2 bzw. 5.1 geschaltet werden. Außer
dem läßt sich Betriebsflüssigkeit beider Aggregate 1.1 und
1.2 bei Z abführen, so daß zur Betätigung beispielsweise der
hydraulischen Zylinder 26 und 28 Betriebsflüssigkeit der
Aggregate 1.1 und 1.2 benutzt werden kann.
In die Zweigleitung 54 mündet eine Leitung 56 aus einer
Handpumpe 1.3. Mit dieser Pumpe lassen sich die Motoren 5.1
und 5.2 betätigen, falls die Aggregate 1.1 und 1.2 ausgefal
len sind.
Bei 4.3 und 4.4 sind Druckbegrenzungsventile dargestellt,
welche bei geschlossener Pumpleitung P bzw. Z in Tätigkeit
treten.
Durch die mit den erwähnten Zeitrelais vorgewählten Betriebs
phasen der Hydromotoren 5.1 und 5.2 erübrigen sich elektri
sche Endbegrenzungsschalter, wobei der unterschiedlichen
Dauer der Verriegelungs- und Entriegelungsvorgänge durch
entsprechend vorgewählte Zeiten Rechnung getragen wird.
Claims (6)
1. Koksofentür-Verriegelung, welche einen an
der Tür gelagerten Zapfen mit Schlüssel
flächen für einen mit Gegenflächen ver
sehenen Kopf eines auf einer senkrecht
zur Türebene bewegbaren Trägerkonstruktion
verlagerten Getriebemotors aufweist,
dadurch gekennzeichnet, daß die Getriebe
motoren ( 5.1; 5.2) als hydraulische
Motoren (32) mit entsprechend der unterschied
lichen Dauer der Verriegelungs- und Ent
riegelrungsvorgänge vorgewählten Betriebs
phasen jeweils eines hydrostatischen Antrie
bes ausgebildet sind, dessen die Pumpleitung
(P) und die Tankleitung (T) mit den Leitungen
(50.1; 51.1; 52.1; 53.1) verbindender Steuer
schieber (2.1; 2.2) in der Verriegelungsphase
ein Druckbegrenzungsventil (3.1) auf die
Pumpenleitung (P) schaltet, dessen Grenzdruck
niedriger als der Systemdruck in der Ent
riegelungsphase eingestellt ist.
2. Einrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekenn
zeichnet, daß jeder einer Koksofen-Verriegelung
(16, 17) zugeordnete hydraulische Motor
(5.1, 5.2) mit seinem Wellenstumpf an die
Antriebswelle eines Umlaufrädergetriebes
angeschlossen ist, auf dessen Antriebswelle
der mit Schlüsselflächen versehene Kopf (34)
befestigt ist.
3. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 oder 2,
dadurch gekennzeichnet, daß die Pumpleitungen
der für je eine obere und eine untere Türverriege
lung (16, 17) vorgesehenen hydrostatischen
Antriebe mit einer Zweigleitung (54) ver
bunden sind, in die ein Absperrorgan (55)
eingeschaltet ist.
4. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 3,
dadurch gekennzeichnet, daß in die Zweiglei
tung (54) die Pumpleitung (56) einer Hand
pumpe (1.3) mündet.
5. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 4,
dadurch gekennzeichnet, daß die die Pumpen
leitungen der hydrostatischen Antriebe
verbindende Leitung (54) einen Abgang (Z)
für die Beaufschlagung weiterer hydraulischer
Motoren (26, 28) des Wagens aufweist.
6. Einrichtung nach einem der Ansprüche 1 bis 5,
gekennzeichnet durch eine elektrische
Betätigung der Steuerschieber der hydro
statischen Antriebe mit einer Zeitvorgabe
für das Einschalten der Pumpenleitungen
(5.1; 5.2), welche für die Entriegelungsphase
kürzer als für die Verriegelungsphase gewählt
ist.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813126830 DE3126830A1 (de) | 1981-07-08 | 1981-07-08 | "einrichtung zum manipulieren von koksofentueren" |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE19813126830 DE3126830A1 (de) | 1981-07-08 | 1981-07-08 | "einrichtung zum manipulieren von koksofentueren" |
Publications (2)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE3126830A1 DE3126830A1 (de) | 1983-01-27 |
| DE3126830C2 true DE3126830C2 (de) | 1987-08-06 |
Family
ID=6136337
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DE19813126830 Granted DE3126830A1 (de) | 1981-07-08 | 1981-07-08 | "einrichtung zum manipulieren von koksofentueren" |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE3126830A1 (de) |
Family Cites Families (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE705575C (de) * | 1937-04-22 | 1941-05-03 | Wolff Jr Kom Ges G | Vorrichtung zum maschinellen Antrieb der Anpressschrauben bei der Verriegelung von Koksofentueren |
| US3948397A (en) * | 1974-03-13 | 1976-04-06 | Takatoshi Ikio | Coke oven door lifter mechanism |
-
1981
- 1981-07-08 DE DE19813126830 patent/DE3126830A1/de active Granted
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE3126830A1 (de) | 1983-01-27 |
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