DE3108583A1 - Elastomere und reifen, welche solche elastomere enthalten - Google Patents
Elastomere und reifen, welche solche elastomere enthaltenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft ganz allgemein elastomere Copolymerisate von konjugierten Dienen und aromatischen Vinylverbindungen,
wobei diese neue Strukturen aufweisen, sowie Verfahren zur Herstellung hiervon, weiterhin nichtvulkanisierte und
vulkanisierte elastomere Zusammensetzungen, welche solche elastomeren Copolymerisate enthalten, und deren Verwendung
in Reifen, insbesondere im Laufflächenabschnitt von Reifen. Die Erfindung betrifft ganz besonders Copolymerisate, welche
von einem Styrol und einem Butadien abstammen, beispielsweise von Styrol und 1,3-Butadien, und im folgenden wird in der Beschreibung
insbesondere auf solche Polymerisate Bezug genommen.
Die neue Struktur der erfindungsgemäßen Copolymerisate kann
unter Bezugnahme auf die Verteilung des Styrols oder der weiteren aromatischen Vinylverbindung in dem Copolymerisatmolekül
definiert werden. Falls beispielsweise der Anteil des Styrole in aufeinanderfolgenden Teilabschnitten des
Moleküls - differentieller Styrolgehalt - gegenüber der ■ Gesamtmonomerenumwandlung - ausgedrückt als Prozentsatz
iler unter Bildung des Copolymerisates reagierenden Monomeren aufgetragen
wird, erhält man eine Linie, welche die jeweiligen Mengen an Styrol, die längs der Länge des Moleküls vorliegen,
darstellt. Vergleichsweise sei angegeben, daß eine Darstellung oder ein Diagramm dieser Art für ein Wirklich
statistisches Copolymerisat mit beispielsweise einem durchschnittlichen Styrolgehalt von 23 Gew.-% eine gerade, waagerechte
Linie ist, was anzeigt, daß der Styrolgehalt von aufeinanderfolgenden Teilabschnitten des Moleküles im wesentlichen
immer 23 % beträgt.
Es wurde nun jedoch überraschenderweise gefunden, daß die Eigenschaften der Naßgriffigkeit und/oder des Abrollwiderstandes
von Reifen, deren Lauffläche ein Styrol-Butadiencopolymerisat enthält, signifikant ,verbessert werden, falls
das Copolymerisat ein solcher Stoff ist, der in wenigstens
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einem seiner Endabschnitte des Moleküls eine an Styrol reiche signifikante Komponente oder Zone enthält, wie
dies anhand der Figuren der Zeichnung gezeigt ist.
Die styrolreiche Komponente kann als mit zwei Dimensionen versehen angesehen werden: Länge: d.h. den Anteil, den sie
von der Gesamtlänge oder Größe des Moleküls darstellt, und Höhe: d.h. den maximalen, differentiellen Styrolgehalt in
diesem Endabschnitt. Im allgemeinen scheint es so zu sein, daß das wesentlichere Merkmal der maximale, differentielle
Styrolgehalt, der im Endabschnitt auftritt, ist, und insbesondere wenn dieses Maximum über eine kürzere statt über
eine weiter ausgedehnte Länge des Endabschnittes erreicht wird.
Gemäß einer ersten Ausführungsform liefert die Erfindung daher ein elastomeres Copolymerisat aus einer aromatischen
Vinylverbindung und einem konjugierten Dien, das zur Verwendung im Laufflächenabschnitt eines Luftreifens geeignet
ist, wobei dieses Copolymerisat einen Vinylgehalt (entsprechend der hier gegebenen Definition) von wenigstens
30 Gew.-% besitzt und einen solchen differentiellen Gehalt
an der aromatischen Vinylverbindung aufweist, daß in wenigstens einem seiner Endabschnitte dieser differentielle Gehalt
eine scharfe und wesentliche Zunahme in Richtung des
äußeren Endes dieses Endabschnittes aufweist.
Gemäß einer zweiten Ausführungsform liefert die Erfindung ein elastomeres Copolymerisat, das zur Verwendung im Lauftlachenabschnitt
eines Luftreifens geeignet ist, wobei dossen
prozentualer, differentieller Styrolgehalt in einem Abschnitt von nicht mehr als 5 % der Copolymerisatkette (bestimmt
durch Monomerenumwandlung) von einem ersten Wert zu einem zweiten Wert eich verändert, wobei dieser zweit© Wcsrt
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um wenigstens 25 % Punkte größer als der erste Wert ist und
dieser Abschnitt innerhalb eines endständigen 10 %-Abschnittes
der Copolymerisatkette (bestimmt durch Monomerenumwandlung) liegt.
Copolymerisate von besonderem Interesse sind solche Stoffe, in denen der prozentuale, differentielle Styrolgehalt sich
in einer Zone von nicht mehr als 2,5 % der Copolymerisatkette (bestimmt durch Monomerenumwandlung) von einem ersten Wert zu
einem zweiten Wert verändert, wobei dieser zweite Wert wenigstens 14- %-Punkte größer als der erste Wert ist, und wobei
diese Zone innerhalb eines endständigen 10 %-Abschnittes
der Copolymerisatkette (bestimmt durch Monomerenumwandlung) liegt. Der 5 %-Abschnitt oder 2,5 %-Abschnitt oder die 5 %-Zone
oder 2,5 %-Zone, wie sie zuvor genannt wurde, kann beispielsweise
ein endständiger Abschnitt der Copolymerisatkette sein.
Wie aus den'Figuren der Zeichnung ersichtlich ist, ist der
"Styrolschwanz" in einigen der erfindungsgemäßen Copolymerisate
in einem sehr kleinen Abschnitt der Copolymerisatkette, beispielsweise 0,5 %» 1»5 °/° oder 2 % der Kette (bestimmt durch
Gesamtmonomerenumwandlung) am meisten ausgeprägt.
Der in der Beschreibung verwendete Ausdruck "Vinylgehalt"
bezieht sich auf den Gewichtsanteil des 1,3-Butadiens oder . der anderen Dienkomponente des Copolymerisates, der in den
1,2-Stellungen polymerisiert ist. Wenn das Dien 1,3-Butadien
ist, ergibt die 1,2-Polymerisation die Bildung von anhängenden
Vinylgruppen, falls das Dien eine andere Verbindung als 1,3-Butadien ist, werden die entsprechenden, anhängenden Gruppen
durch 1^-Polymerisation gebildet.
Die vinylaromatische Verbindung ist normalerweise ein Styrol oder eine andere monovinylaromatische Verbindung, beispielsweise:
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Styrol, 1-Vinylnaphthalin,
3,5-Die.thylstyrol, 4-n-PropylstyrcQ, 2,4,6-Trimethylstyrol,
4-Phenylstyrol, 4-p-Tolystyrol,
3, ^-Diphenylstyrol, 3-Ethyl-l-vinylnaphthalin,
8-Phenyl-i-vinylnaphthalin.
Wenn beispielsweise eine Verzweigung oder eine Vernetzung
gewünscht wird, kann eine polyfunktionelle Vinylverbindung
verwendet werden. Beispielsweise sind geeignete polyfunktionelle Vinylverbindungen Divinylverbindungen, z.B. Divinylbenzol«
Das konjugierte Dien ist eine Verbindung, welche zur Polymerisation
mit Styrol in den 1,2-Stellungen in der Lage ist
und die die Eigenschaft besitzt, daß sie bei der Polymerisation mit Styrol oder einer anderen ausgewählten aromatischen
Vinylverbindung oder -verbindungen ein Polymerisat liefert, das gewünschte, elastomere Eigenschaften besitzt. Das Dien
kann beispielsweise Butadien oder Pentadien sein, beispielsweise: 1,3-Butadien, 2-Methyl-1,3-butadien (Isopren), 1,3-Pentadiene
(Piperylene), 2,3-Dimethyl-1,3-butadien, 2-Methyl-1,3-pentadien,
2,3-Dimethyl-1,3-pentadien, 2-Phenylbutadien.
Die erfindungsgemäßen Styrol-Butadien-copolymerisate können beispielsweise Stoffe sein, deren Durchschnittsstyrolgehalt
wenigstens 10 Gew.-% des Copolymerisates, beispielsweise 15» 20, 25, 30 oder 40 Gew.-%, ausmacht. Jedoch umfaßt die Erfindung
auch Copolymerisate, deren Durchschnittsstyrolgehalt weniger als 10 Gew.-% beträgt, beispielsweise Copolymerisate,
deren Abschnitt oder Abschnitte mit Ausnahme des styrolreichen Abschnittes oder der styrolreichen Abschnitte nur wenig oder
gar kein Styrol enthält. Solch ein Copolymerisat ist im folgenden Beispiel 20 näher gezeigt. Mischungen von aromatischen
Vinylverbindungen und/oder Mischungen von Dienen können verwendet werden.
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Die Copolymerisate können an einem oder an mehreren ihrer Enden einen Block aus Polystyrol oder Polybutadien, insbesondere
dem letzteren, besitzen. Ein Polybutadienblock reduziert normalerweise den Abrollwiderstand etwas auf Kosten
der Naßgriffigkeit, und ein Polystyrolblock ergibt in einem geringeren Ausmaß eine Verbesserung der Naßgriffigkeit auf
Kosten des Abrollwiderstandes. Daher kann ein Block verwendet werden, um eine gewünschte Kombination von Naßgriffigkeit
und Abrollwiderstand zu liefern oder zumindest dies zu unterstützen. Es wurde jedoch gefunden, daß im allgemeinen
irgendein Polystyrolblock kein so hohes Molekulargewicht wie 50 000 besitzen soll, wenn das Molekulargewicht
des Copolymerisates (unter Ausschluß des Blockes oder der Blöcke) 300 000 beträgt.
Die bevorzugte Größe irgendwelcher Polybutadienblocke liegt
im Bereich von 20 000 bis 50 000 oder, ausgedrückt als Prozentsatz
eines Copolymerisates mit einem Molekulargewicht von 300 000, 7 bis 17 Gew.-%. Palis ein Polystyrolblock
aus Gründen seiner Verbesserung der Naßgriffigkeit verwendet wird, liegt die Größe des Blocks vorzugsweise im Bereich
von 20 000 bis 40 000, oder ausgedrückt als Prozentsatz eines 300 000-Copolymerisates bei 7 % bis 13 %.
Die erfindungsgemäßen Copolymerisate können durch ein Lösungspolymerisation
sverfahren unter Verwendung eines geeigneten Initiators,beispielsweise
einer Lithium-Kohlenwasserstoffverbindung,
erhalten werden. Geeignete Monolithiuminitiatoren (welche lineare Polymerisate ergeben) sind z.B.
Methyllithium, Ethyllithium, n-Propyllithium, Isopropyllithium, n-Butyllithium, sec.-Butyllithium,
tert.-Butyllithium, n-Amyllithium, Isoamyllithium,
n-IIexyllithium, n-Octyllithium,
Phenyllithium.
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Falls ein Doppelpolymerisat oder ein verzweigtes Polymerisat hergestellt werden soll, kann ein Dilithiuminitiator oder ein
anderer Polylithiuminitiator verwendet werden, z.B.:
Tetramethylendilithium, Pentamethylendilithium, Hexamethylendilithium, Phenylethylendilithium,
Tetraphenylethylendilithium.
Polylithiuminitiatoren mit einem Gehalt von mehr als zwei
Lithiumatomen pro Initiatormolekül sind z.B. solche, welche von Lithiumdivinylbenzol von Isopren abstammen, solche Verbindungen
sind im Handel erhältlich (Warenbezeichnungen DILI-3 und DILI-1 von Lithium Corporation of America).
Geeignete Lösungsmittel, wobei dies Zweikomponenten-Lösungsmittel oder andere Vielkomponenten-Lösungsmittel sein können,
für eine solche Reaktion sind z.B. Alkane, Alkene, Gycloalkane und Cycloalkene, z.B. Benzol, Toluol, Xylole, Ethylbenzol,
Isobutan, n-Pentan, Isopentan, n-Heptan, Isooctan, n-Decan, Cyclopentan, Methylcyclopentan, Dimethylcyclopentan, Cyclohexan,
Methylcyclohexan, Dimethy1eye1ohexan, 1-Buten, 2-Buten,
1-Penten, 2-Penten, Cyclopenten.
Wenn eine verbesserte Naßgriffigkeit für Reifen erzielt werden
soll, wird bei der Polymerisationsreaktion vorzugsweise eine Substanz (Strukturmodifikationsmittel) eingesetzt, deren
Verwendung zu dem Ergebnis führt, daß eine erhöhte Menge des Butadiens in den 1,2-Steilungen polymerisiert wird.
Eine solche Polymerisation ergibt die Bildung von Vinylgruppen (oder entsprechenden Gruppen bei Verwendung von anderen
konjugierten Dienen), welche die Naßgriffigkeit von Reifen,
deren Lauffläche das Polymerisat enthält, verbessern. Beispiele von geeigneten Modifikationsmitteln sind folgende:
(1) Äther, Thioäther, cyclische Äther, tertiäre Amine, z.B. Diethyläther, Dimethyläther, Tetrahydrofuran,
Dioxan, Orthodimethoxybenzol, Monoglyme, Diglyme, Triethylamin;
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(2) Hexamethylpho sphortriamid;
(3) difunktionelle Lewis-Basen, z.B. Tetramethylethylendiamin;
(4) organische Kalium- oder Natriumverbindungen, z.B. Kalium-tert.-butoxid.
Die Verwendung von solchen Strukturmodifikationsmitteln,
auf welche im Vorangegangenen Bezug genommen wurde, ergibt eine 1,2-Polymerisation auf Kosten der 1,4—Polymerisation
oder einer anderen alpha-omega-Polymerisation. Weiterhin
nimmt die Geschwindigkeit der Copolymerisationsreaktion von Styrol mit Butadien zu, was eine stärker statistische
Copolymerisation ergibt. So ist es durch geeignete Auswahl von Reaktionsbedingungen möglich, ein Copolymerisat mit einem
Gehalt an Butadien herzustellen, der - obwohl er gering ist - sich so weit wie der Abschnitt des Polymerisates erstreckt,
das bei voller Umwandlung oder nahe bei voller Umwandlung gebildet wird. Bei Verwendung eines geeigneten
Modifikationsmittels werden keine Polystyrolblöcke normalerweise au Ende des Moleküls gebildet, falls nicht zusätzliches Styrol zugesetzt wird.
Verschiedene Maßnahmen können angewandt werden, um einen erhöhten und/oder einen zunehmenden Anteil von Styrol in
diesem Abschnitt des Copolymerisates, das beim Beginn und/ oder beim Ende der Reaktion gebildet wird, zu liefern. Eine
solche Maßnahme ist die Verwendung eines Strukturmodifikationsmittels, wie zuvor beschrieben. Eine zweite Maßnahme besteht
in der Zugabe von einem oder mehreren weiteren Styrolanteil/en
(üblicherweise mit Butadien) während der Reaktion, entweder in einer kontinuierlichen Weise, einer halbkontinuierlichen
Weise oder stufenweise. Ein geeigneter halbkontinuierlicher Prozeß ist ein Prozeß, in welchem während der Reaktion die
Konzentration der Reaktionsteilnehmer sich verändert und/ oder eine oder mehrere der anderen Reaktionsbedingungen
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sich in aufeinanderfolgenden Zeitintervallen verändern. Es ist ersichtlich, daß einige der Verfahrensweisen der
Beispiele halbkontinuierlich sind, da hierin ein Gemisch von Styrol und Butadien in dem Reaktor vor Zugabe des Modifikationsmittels
verwendet wird, und ein weiterer Anteil oder mehrere weitere Anteile von Styrol aufeinanderfolgend
zugesetzt werden. Eine solche aufeinanderfolgende
Zugabe kann zum gleichen Zeitpunkt wie die Einführung des Modifikationsmittels (oder eines ersten Anteiles hiervon)
in die Reaktionszone und/oder zu einem späteren Zeitpunkt stattfinden.
Falls die genannte zweite Maßnahme angewandt wird, kann der Anteil des Styrols, das im nachfolgenden Zugaben zugesetzt
wird, Vorteilhafterweise größer sein als der Anteil zu Beginn im Reaktor, und eine oder mehrere der nachfolgenden
Zugaben können aus Styrol ohne Butadien bestehen.
Geeignete !Temperaturen für die Heaktion liegen beispielsweise
im,Bereich von 20 bis 70 oder 800O. Bei Verwendung
von höheren Temperaturen zur Beschleunigung der Umwandlungsrate muß Vorsorge getroffen werden, da höhere Temperaturen
die 1,4-Polymerisation begünstigen und daher zu einer Reduzierung des Vinylgehaltes unterhalb von 30 % führen können.
Gegebenenfalls können die Copolymerisate der Erfindung in Form von Verbundmolekülen oder zusammengesetzten Molekülen
vorliegen, welche durch Zusammenkuppeln von zwei oder mehreren kleineren Copolymerisatmolekülen erhalten wurden. Gemäß
einer dritten Ausführungsform der Erfindung wird daher ein elastomeres Copolymerisat erhalten, das durch Aneinanderkuppeln
von zwei oder mehreren Copolymerisaten gemäß der
ersten oder der zweiten Ausführungsform der Erfindung erhalten wurde. Das Aneinanderkuppein kann in geeigneter Weise
unter Verwendung eines Kupplungsmittels herbeigeführt werden;
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ein difunktionelles Kupplungsmittel, beispielsweise Dibrom-
ethan, liefert ein lineares, gekuppeltes Copolymerisat, und ein trifunktionelles oder ein anderes polyfunktionelles Kupplungsmittel,
z.B. die tetrafunktionellen "Verbindungen Siliziumtetrachlorid
(SiGl^), Diethyladipat (DEAP), Dimethyladipat oder Zinn(IV)-chlorid (SnCl^), ergeben ein nichtlineares oder verzweigtes,
gekuppeltes Copolymerisat.
Es sei angemerkt, daß der in den Figuren der Zeichnung angegebene Styrolgehalt der Styrolgehalt von nichtgekuppeltem
Copolymerisat ist.
Das Aneinanderkuppeln wird normalerweise bevorzugt derart durchgeführt, daß die aneinanderkuppelnden Copolymerisatmoleküle
miteinander an dem oder einem Ende des Moleküls, das keinen Schwanz besitzt, kuppeln. Das Aneinanderkuppeln
wird normalerweise am Ende der Copolymerisationsreaktion durchgeführt, und falls daher das Copolymerisat eine Verbindung
mit einem Endschwanz ist, hat das Kuppeln das Ergebnis, Saß der Schwanz nicht weiter "frei" ist, sondern
an ein anderes Copolymerisatmolekül gebunden wird. Falls
das Aneinanderkuppeln nur teilweise abgeschlossen ist, beispielsweise bei 50 % des theoretischen Wertes, besteht das
Produkt der Kupplungsreaktion teilweise aus gekuppeltem Copolymerisat und teilweise aus nichtgekuppeitern Copolymerisat,
und das Produkt einer solchen Kupplung liefert, falls es in Reifenlaufflächen verwendet wird, wenigstens
zu einem gewissen Ausmaß eine brauchbare Kombination von Werten der Naßgriffigkeit und des Abrollwiderstandes, obwohl
zunehmende Werte des Kuppeins an den Endschwänzen für eine solche Kombination an Werten schädlich ist.
Andererseits reduziert ein Aneinanderkuppeln von Copolymerisaten
mit Anfangsschwänzen nicht die Menge an freien Schwänzen und infolgedessen gibt es keine negative Beein-
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trächtigung der genannten Kombination der Werte. Daher wird es, falls ein gekuppeltes Produkt gefordert wird, im allgemeinen
bevorzugt, ein Anfangsschwanzcopolymerisat als Vorläuferverbindung zu verwenden.
Ein weiterer Weg zur Bereitstellung von verzweigten Polymerisaten ist die Verwendung eines Initiators mit drei oder mehr
aktiven Funktionen.
Der Polymerisationsprozeß kann durch Verwendung eines Endabbruchmittels
abgeschlossen werden, dies kann eine protonenfreisetzende Verbindung, z.B. Wasser, ein Alkohol oder ein
Amin sein.
Die Erfindung wird anhand der folgenden Beispiele näher erläutert.
Diese Beispiele beschreiben die Herstellung von Copolymerisaten aus Styrol und 1,3-Butadien, wobei einige hiervon
jedoch anschließend unter Herstellung von gekuppelten Copolymerisaten
aneinandergekuppelt wurden. Die Formulierung der Copolymerisate in elastomeren Zusammensetzungen und die
Verwendung solcher Zusammensetzungen in Reifen (Modellreifen)
zum Fachweis der Eigenschaften der Haßgriffigkeit und des Abrollwiderstandes der Elastomeren wird ebenfalls beschrieben.
Hieraus ist ersichtlich, daß alle beschriebenen Verfahren Lösungspolymerisationsverfahren unter Verwendung einer
Lithiumkohlenwasserstoffverbindung und eines Strukturmodifikationsmittels/eines die zufällige Verteilung begünstigenden
Mittels sind. In einigen Beispielen waren die Bedingungen derart, daß ein zunehmender Anteil des Styrols
im Reaktor zum späteren Zeitpunkt der Reaktion vorliegt, und in einigen Beispielen liegt ein Überschuß an Styrol im Reaktor
im früheren Abschnitt der Reaktion vor, wobei dieser zum Ende der Reaktion abfällt.
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Es wird angenommen, daß der hohe Anteil des Styrols (in Mischung mit Butadien) zu einem frühen oder spaten Zeitpunkt
oder Zeitpunkten der Reaktion mit den überlegenen Eigenschaften, welche die Produktcopolymerisate zeigen,
in Beziehung steht. Es ist ersichtlich, daß in den Beispielen eine sehr vollständige Umwandlung erreicht wurde,
und es wird angenommen, daß dies von besonderer Wichtigkeit ist, insbesondere wenn ein hoher Anteil an Styrol
zum Ende der Reaktion zu vorliegt.
Die folgenden Beispiele 1 bis 4- und 6 bis 10 zeigen die
Herstellung von neun Copolymerisäten aus Styrol und 1,3-Butadien,
wobei zwei Copolymerisate hiervon anschließend unter Herstellung von gekuppelten Copolymerisaten aneinandergekuppelt
wurden.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 69 g Styrol und 231.g Butadien sowie .2,25 g Orthodimethoxybenzol
zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 600C gebracht. Als nächstes wurden Verunreinigungen in der
Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, welche zur Reaktion
mit sec.-Butyllithium in der Lage wären, durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in Cyclohexan (Konzentration
= 100 mmol/l) entaktiviert. Nachdem ein Temperaturanstieg
von 0,5°C festgestellt worden war, was die Entaktivierung sämtlicher zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigt, wurden 33,3 ml
einer sec.-Butyllithiumlösung von 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zugesetzt, um die Polymerisation zu initiieren.
Gleichzeitig mit der Zugabe des Initiators wurden 700 g
einer Mischung aus Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis von Styrol/Butadien = 23/77 in den Reaktor mit
einer Geschwindigkeit von 12 g/min eingepumpt.
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Die Temperatur des Reaktorinhaltes wurde durch Kühlen auf
600C gehalten.
Nach der Zugabe dieser Monomerenmengen wurde die Polymerisationsreaktion
für weitere 60 min ablaufen gelassen, hierdurch wurde eine Monomerenumwandlung von
> 99*9 °/° erreicht. Danach wurden 0,5 g Methanol zugesetzt, um die Polymerisation
sr eaktion abzubrechen.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.~butylparakresol als
Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Die Arbeitsweise von Beispiel 1 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß im Beispiel 2 die Menge an zugesetztem Orthodimethoxybenzol
(ODMB) 1,13 g und im Beispiel 3 die ODMB-Menge 0,50 g betrugen.
Ein 10-I-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 15 S Styrol, 85 g Butadien und 2,25 S Orthodimethoxybenzol
zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 60°C gebracht. Als nächstes wurden die Verunreinigungen in der
Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, welche zur Reaktion
mit sec.-Butyllithium in der Lage waren, durch Titration
mit einer sec.-Butyllithiumlösung in Cyclohexan (Konzentration = 100 mmol/l) entaktiviert. Nachdem ein Temperaturanstieg
von O,5°C beobachtet worden war, was die Entaktivierung
sämtlicher zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigt, wurden 33»3
einer sec.-Butyllithiumlösung von 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation zugesetzt
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Gleichzeitig mit der Zugabe des Initiators wurden 400 g
einer Mischung von Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis
Styrol/Butadien von 15/85 in den Reaktor mit einer
Geschwindigkeit von 20 g/min eingepumpt.
Die Temperatur des Reaktorinhaltes wurde durch Kühlen auf
600C gehalten.
Unmittelbar nach dem Abschluß der Zugabe der Monomeren wurde eine weitere Portion von 500 g eines Gemisches aus
Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis Styrol/Butadien von 31/69 in die Polymerisationslösung ebenfalls mit
einer Rate von 20 g/min eingepumpt.
Nach der Zugabe dieser monomeren Mengen wurde die Polymerisationsreaktion
für weitere 90 min fortgeführt, wodurch eine Monomerenumwandlung von >
99 »9 % erhalten wurde. Danach wurden 0,5 g Methanol zur Abtötung der Polymerisationsreaktion
zugesetzt.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung
durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden
115 g Styrol, 38,5 g Butadien und 2,25 g Orthodimethoxybenzol zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur
von 600C gebracht. Als nächstes wurden die Verunreinigungen in der Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, die
zur Reaktion mit sec.-Butyllithium in der Lage waren,
durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in
Cyclohexan (Konzentration = 100 mmol/l) entaktiviert.
Nachdem ein Temperaturanstieg von 0,5°C festgestellt worden war, was die Entaktivierung sämtlicher zur Stö-
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rung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigt, wurden 33 »3 ml einer sec.-Butyllithiumlösung mit
100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation
zugesetzt.
Gleichzeitig mit der Zugabe des Initiators wurden 654- g
einer Mischung von Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis Styrol/Butadien von 17»5/82,5 in den Reaktor mit
einer Rate von 43,6 g/min eingepumpt. Die Temperatur des
Reaktorinhaltes wurde durch Kühlen auf 60°0 gehalten.
Unmittelbar nach dem Abschluß der Zugabe der Monomeren wurden 192,5 g Butadien in die Polymerisatlösung mit
einer Rate von 2,00 g/min eingepumpt.
Nach der Zugabe der letzten Monomerenmenge wurde die Polymerisationsreaktion
für weitere 40 min fortgeführt, hierbei wurde eine Monomerenumwandlung von >
99,9 % erreicht. Danach wurden 0,5 g Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion, zugesetzt.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung
durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 30 g Styrol, 70 g Butadien und 2,25 g Orthodimethoxybenzol
zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 600C gebracht. Als nächstes wurden die Verunreinigungen
in der Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, welche zur Reaktion mit sec.-Butyllithium fähig waren,
durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in Cyclohexan (Konzentration = 100 mmol/l) entaktiviert.
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Nachdem ein Temperaturanstieg von 0,50C beobachtet worden war,
was die Entaktivierung aller zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigte, wurden 53»3 ml
einer sec.-Butyllithiumlösung von 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan
zur Initiierung der Polymerisation zugesetzt.
Gleichzeitig mit der zugabe des Initiators wurden 900 g eines
Gemisches von Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis Styrol/Butadien von 22,2/77»8 in den Reaktor mit einer Rate
von 15 g/min eingepumpt. Die Temperatur des Reaktorinhaltes
wurde durch Kühlen auf 60°C gehalten.
Die Polymerisationsreaktion wurde weitere 90 min ablaufen gelassen,
hierbei wurde eine Monomerenumwandlung von > 99»9 %
erreicht. Danach wurden 0,5 g Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion zugesetzt.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung
durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g Cyclohexan
und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 115 g Styrol, 38,5 g Butadien und 2,25 g Orthodimethoxybenzol zügeöetzt.
Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 600C gebracht. Als
nächstes wurden die Verunreinigungen in der Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, die zur Reaktion mit sec.-Butyllithium
in der Lage waren, durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung
in Cyclohexan (Konzentration von 100 mmol/l) entaktiviert. Nachdem ein Temperaturanstieg von 0,50C beobachtet
worden war, der die Entaktivierung aller zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigte,
wurden 66,6 ml einer sec.-Butyllithiumlösung mit 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation zugesetzt.
130061/0589
3109583
Gleichzeitig mit der Zugabe des .Initiators wurden 654 g
einer Mischung von Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis
Styrol/Butadien von 17»5/82,5 in den Reaktor mit einer Bate von 81,7 g/min eingepumpt. Die Temperatur des
Reaktorinhaltes wurde durch Kühlen auf 600C gehalten.
Unmittelbar nach dem Abschluß der Zugabe der Monomeren wurden 192,5 g Butadien in die Polymerisatlösung mit einer
Rate von 1,9 g/min eingepumpt.
Nach der Zugabe dieser Monomerenmengen wurde die Polymerisation sr eaktion für weitere 4-0 min ablaufen gelassen, hierdurch
wurde eine Monomerenumwandlung von > 99,9 °/° erreicht. Danach wurden 0,33 g Diethyladipat zum Kuppeln der Polymerisatketten
zu einem Polymerisat mit einer verzweigten Struktur mit einem vierfach erhöhten Molekulargewicht (Kupplungseffektivität f» 50 °/o) zugesetzt. Als nächstes wurden 0,5 g
Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion zugefügt.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugegeben. Das Polymerisat wurde aus der
Lösung durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 115 g Styrol, 38,5 g Butadien und 2,25 g Orthodimethoxybenzol
zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 600C gebracht. Als nächstes wurden die Verunreinigungen
in der Mischung aus Lösungsmittel/Monomeren, die zur Reaktion mit sec.-Butyllithium in der Lage waren,
durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in
Cyclohexan (Konzentration von 100 mmol/l) entaktiviert.
Nachdem ein Temperaturanstieg von 0,50C beobachtet worden
war, der die Entaktivierung aller zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen an-
130061/0589
zeigte, wurden 66,6 ml einer sec.-Butyllithiumlösung mit
100 mmol/1 Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation
zugesetzt.
Gleichzeitig mit der Zugabe des Initiators wurden 654 g
einer Mischung aus Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis
Styrοl/Butadien von 17,5/82,5 in den Reaktor mit
einer Rate von 81,7 g/min eingepumpt. Die Temperatur des Reaktorinhaltes wurde durch Kühlen auf 600C gehalten.
Unmittelbar nach dem Abschluß der Zugabe der Monomeren wurden 192,5 g Butadien in die Polymerisatlösung mit einer
Rate von 1,9 g/min eingepumpt·
Nach der Zugabe dieser Monomerenmengen wurde die Polymerisationsreaktion
für weitere 40 min ablaufen gelassen, hierdurch wurde eine Monomerenumwandlung von
> 99,9 % erhalten. Danach wurden 0,66 g Dibromethan zum Kuppeln der Polymerisatketten zu einem linearen Polymerisat mit zweifach
erhöhtem Molekulargewicht (Kupplungseffektivität*/ 50 %)
zugesetzt. Als nächstes wurden 0,5 g Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion zugegeben.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der
Lösung durch Koagulation mit Dampf gewonnen.
Ein 10-1-Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 2000 g
Cyclohexan und 2000 g Isopentan beladen. Danach wurden 55 g Styrol, 445 g Butadien und 2,25 g Orthodimethoxybenzol
zugesetzt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 6O0C gebracht. Als nächstes wurden die Verunreinigungen
in der Mischung*aus Lösungsmittel/Monomeren, die zur Reaktion mit sec.-Butyllithium in der Lage waren,
130061/0589
durch. Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in Cyclohexan
(Konzentration von 100 mmol/l) entaktiviert. Nachdem ein Temperaturanstieg von 0,5°C beobachtet worden war, der
die Entaktivierung aller zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen anzeigt, wurden 33 »3 ml
einer sec.-Butyllithiumlösung von 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation zugesetzt.
Nach 60 min wurde ein weiterer Anteil von 500 g einer Mischung
von Styrol/Butadien mit einem Gewichtsverhältnis Styrol/Butadien von 35/65 in de Polymerisatlösung mit einer Rate von
3313 g/min eingepumpt.
Nach, der Zugabe dieser Monomerenmengen wurde die Polymerisation
sr eaktion für weitere 60 min ablaufen gelassen, hierdurch
wurde eine Monomerenumwandlung von > 99,9 % erhalten. Danach wurden 0,5 g Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion zugesetzt.
Abschließend wurden 0,5 g 2,6 Di-tert.-butylparakresol als
Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung durch. Koagulation mit Dampf gewonnen.
Die Beispiele werden anhand der in der Zeichnung dargestellten Figuren näher erläutert, wobei diese Figuren Diagramme
mit der den.Beispielen entsprechenden Numerierung darstellen, welche eine Auftragung des prozentualen, diSferentiellen
Styrolgehaltes in dem Copolymerisatanteil des Moleküls
gegenüber der Gesamtmonomerenumwandlung, wobei diese der prozentualen, molekularen Größe der Copolymerisatmoleküle
entspricht, darstellen. Die differentiellen Styrolgehalte
bei verschiedenen Umwandlungen wurden aus der Copolymerisationskinetik von Styrol und Butadien unter Anwendung der
folgenden Gleichung (1) berechnet:
1300S1/0589
S fi1 S + B
B E2 B + S
worin bedeuten:
Si = Gewichtsbruchteil von Styrol im Copolymerisat B1 - Gewichtsbruchteil von Butadien im Copolymerisat
S = Gewichtsbruchteil von Styrol in der Monomeren-
mischung
B = Gewichtsbruchteil von Butadien in der Monomeren-
mischung
R1 = Reaktivitätsverhältnis von Styrol E2 = Reaktivitätsverhältnis von Butadien
Die Gewichtsbruchteile von Styrol und Butadien im Copolymerisat in Beziehung zu ihren Gewichtsbruchteilen in der
Monomerenmischung wurden durch Polymerisation von Styrol- und Butadienausgangsgemischen unterschiedlicher Zusammensetzungen
bis zu Umwandlungen unterhalb von 5 °/° und Messung
des Styrol- und Butadiengehaltes der erhaltenen Copolymerisate durch Infrarotanalyse bestimmt.
Bei Kenntnis dieser Beziehung wurden R1 und R2 nach der
von Fineman and Ross in J.Polymer Science, j? (1950)» Seite
259 > beschriebenen Methode berechnet.
Beispielsweise wurden unter den in der Mehrzahl der Beispiele angewandten Polymerisationsbedingungen, nämlich bei
einer Temperatur von 600C in Cyclohexan als Lösungsmittel
und unter Verwendung einer Konzentration an Modifikationsmittel (ODMB) von 450 Teile pro Million für R1 und R2 Werte
von 0,73 und 1,40 für Styrol bzw. Butadien gemessen. Wenn
daher mit einem Monomerenausgangsmaterial bekannter Zusammensetzung begonnen wird, kann die Copolymerisatzusammensetzung
beim Starten der Copolymerisation (angenähert UuIl O/0-Umwandlung) mit Hilfe der Gleichung (1) berechnet werden«
130061/0589
Die Zusammensetzung von Polymerisatfraktionen, welche zu
weiteren Zeitpunkten im Polymerisationsablauf gebildet wurden, oder die Umwandlungen können dann unter Verwendung
der Gleichung aus der Monomerenzusammensetzung berechnet werden, welche zurückbleibt, nachdem ein vorhergehender
Polymerisatbruchteil oder eine vorhergehende Polymerisatteilmenge gebildet worden ist.
Wie bereits zuvor ausgeführt, beziehen sich die Numerierungen der Diagramme der Pig. 1 bis 9 auf die zahlenmäßig hiermit
übereinstimmenden Beispiele 1 bis 4 bzw. 6 bis 10.
In diesen Diagrammen ist die Gesamtmonomerenumwandlung aus
Gründen der Einfachheit als "Monomerenumwandlung" bezeichnet,
wobei die waagerechten Linien den Durchschnittsstyrolgehalt (%) des Polymerisates angeben.
Aus dem Diagramm 1 der Pig. 1 der Zeichnung ist ersichtlich,
daß das Molekül des Polymerisates von Beispiel 1 als aus drei Absphnitten zusammengesetzt angesehen werden kann:
einem ersten Endabschnitt, der etwa 40 % des Moleküls ausmacht,
in welchem der Styrolgehalt nicht größer ist als der Durchschnittsstyrolgehalt des Copolymerisates (23 %)» wobei
er von etwa 17 °/° auf 23 °/° ansteigt; einem zweiten Abschnitt,
der etwa 49 % des Moleküls ausmacht und in welchem der Styrolgehalt
praktisch immer gleich wie der Durchschnittsstyrolgehalt ist; und einem zweiten Endabschnitt, der etwa 10 % des
Moleküls ausmacht und in welchem der Styrolgehalt immer größer als der Durchschnittsstyrolgehalt des Polymerisates
ist. Dieser letztgenannte Abschnitt besitzt eine styrolreiche Komponente oder einen "Schwanz", in welchem der
Styrolgehalt mit zunehmender Rate von etwa dem Punkt einer 90 %igen Monomerenumwandlung in
Richtung auf 100 % zunimmt, und der Styrolgehalt am äußeren
Ende des Endabschnittes (oder ausgedrückt bezogen auf die Herstellung des Polymerisates am späteren Ende) ein
Maximum von 57 °/° erreicht.
130061/0583
Die verschiedenen Werte für die Größen oder Abschnitte des Moleküls und der differentiellen Styrolgehalte hiervon können
durch Ablesung aus dem Jeweiligen Diagramm erhalten werden. Beispielsweise ergibt sich wiederum aus dem Diagramm 1,
daß der differentielle Styrolgehalt in dem letzten 5 %-Abschnitt
der Monomerenumwandlung, d.h. bei der Umwandlung von 95 % auf 100 %, von einem ersten (Schwellen)-Wert (T)
von 27 % bis auf einen Maximalwert (M) von 57 % bei 100 %iger
Monomerenumwandlung ansteigt, d.h. ein Anstieg (M-T) von 30 %·
Punkten, und daß im letzten 2,5~%-Abschnitt der Gesamtmonomerenumwandlung
der differentielle Styrolgehalt von einem Schwellenwert (T1) von 31 % zu dem Maximalwert von 57 % einen
Anstieg (M-T1) von 26 %-Punkten ergibt. Die Werte M, T,
(M-T), T1 und (M-T1) sind in der folgenden Tabelle B zusammengestellt.
Die Diagramme 2 und 3 zeigen, daß die Polymerisate der Beispiele -2 und 3 eine weitestgehend ähnliche Struktur wie das
Polymerisat'von Beispiel 1 besitzen, wobei sie einen ersten Endabschnitt, einen mittleren Abschnitt und einen zweiten
Endabschnitt besitzen und wobei dieser letztgenannte Abschnitt eine styrolreiche Komponente aufweist, in welcher
der Styrolgehalt steil von dem Durchschnittsstyrolgehalt ansteigt.
Aus dem Diagramm 2 ist ersichtlich, daß der Schwellenwert (T) des differentiellen Styrolgehaltes bei 95 % Monomerenumwandlung
32 % beträgt, daß der Schwellenwert (T1) bei
■97j5 % Monomerenumwandlung 39 % beträgt, und daß der maximale
Styrolgehalt 72 % ist. Daher steigt der differentielle
Styrolgehalt um 40 %-Punkte in dem letzten 5 ^-Abschnitt
der Monomerenumwandlung und um 33 %-Punkte über den letzten
2,5 % der Monomerenumwandlung.
In dem Diagramm 6 der Fig. 5 ist es der erste Endabschnitt
des Moleküls, der auch als "Anfangsschwanz11 bezeichnet wird,
130061/0589
welcher die styro.lreiche Komponente besitzt, und der zweite oder spätere Endabschnitt besitzt einen geringeren Styrolgehalt
als dem Durchschnittsstyrolgehalt des Polymerisates entspricht, wobei der Styrolgehalt dazwischen praktisch gleich
dem Durchschnittsstyrolgehalt des Polymerisates ist.
Es ist ersichtlich, daß der differentielle Styrolgehalt des Copolymerisates von Beispiel 6 sich in dem Abschnitt der
Monomerenumwandlung zwischen O % und 5 % Umwandlung von einem ersten (Schwellen)-Wert (T) von 46 zu einem zweiten
(maximalen) Wert (M) von 71 % "bei O % Monomerenumwandlung
verändert, d.h. eine Veränderung (M-T) von 25 Prozentpunkten, und daß über der endständigen 2,5 %-Zone dieses 5 %-Abschnittes
der differentielle Styrolgehalt sich von einem ersten (Schwellen)-Wert (T1) von 56 % zu dem zweiten (maximalen)
Wert (M) von 71 % bei O °/° verändert, d.h. eine Veränderung
(M-T1) von 15 Prozentpunkten.
Die jeweiligen Werte von M, T, T1, (M-T) und (M-T1) für alle
Copolymerisate der Beispiele Λ - 10 sind in der Tabelle B angegeben, hieraus ist ersichtlich, daß sämtliche Werte für
(M-T) 25 Prozentpunkte oder mehr betragen, und daß alle
Werte für (M-T1) 14 Prozentpunkte oder mehr betragen. In
dieser Tabelle ist in der Spalte "Schwanz" angegeben, ob der Copolymerisatschwanz beim oder in Richtung auf den Anfang
der Monomerenumwandlung (ein "Anfangsschwanz") oder beim oder in Richtung auf das Ende der Monomerenumwandlung
(ein "Endschwanz") auftritt.
Die Diagramme 8 und 9 zeigen die Polymerisate der Beispiele 8 und 9» welche als Ergebnis einer Kupplung eines Polymerisates
gebildet wurden, das im wesentlichen entsprechend der Arbeitsweise von Beispiel 6 erhalten wurde, und hieraus ist
ersichtlich, daß diese beiden Diagramme dem Diagramm 6 ähnlich sind. Es wird angenommen, daß das Polymerisat von Diagramm
8 verzweigt ist und vier lineare Polymerisatketten um-
130061/Q589
faßt, die aneinandergekuppelt sind, während angenommen wird, daß das Polymerisat von Diagramm 9 linear ist und zwei lineare
Polymerisatketten, welche aneinandergekuppelt sind, umfaßt.
Aus den zuvor erläuterten Diagrammen ist ersichtlich, daß bestimmte prozentuale Anteile der "Länge des Moleküls" von
den entsprechenden Werten für die Monomerenumwandlung abgeleitet sind, und es ist nicht darauf zu schließen, daß die
Moleküle irgendeines vorgegebenen Polymerisates alle die gleiche Länge besitzen.
Aus den Diagrammen ist ersichtlich, daß der differentielle
Styrolgehalt in den verschiedenen Endabschnitten rasch zu einem hohen Wert ansteigt, der etwa 100 % (oder O %)der
Länge des Polymerisatmoleküls, gemessen in Werten der Monomerenumwandlung, entspricht, und in einigen der Polymerisate
ist der Anstieg bzw. der Zunahme über den letzten wenigen Prozenten, z.B. einem, zwei oder drei Prozenten, der Polymerisatlänge
besonders groß.
Aus der Tabelle A ist ersichtlich, daß der Vinylgehalt, d.h. die Menge der Butadienkomponente des Polymerisates, das in
den 1,2-Stellungen polymerisiert hat, in jedem Falle 30 %
oder mehr beträgt, und daß die meisten der Werte in dem Bereich von 40 bis 50 % und insbesondere von 45 bis 50 % liegen.
Der Styrolgehalt jedes Polymerisates liegt im Bereich von 20 bis 30 %.
130061/0589
Styrolgehalt (% (Durchschnittswert Viny !gehalt (%)
Kettenstruktur
23
48
| 2 | 23 | 42 | L | |
| ω | 3 | 23 | 30 | L |
| 1900 | 4 | 23 | 49 | L |
| /05 | 6 | 23 | 47 | L |
| α» | 7 | 23 | 47 | L |
| 8 | 23 | 47 | B (DEAP-gekupp elt) |
|
| 9 | 23 | 47 | L (DBE-gekuppelt) |
|
| 10 | 23 | 47 | L |
Anm.:. DEAP - i)iethyl_adipat
DBE = Dibrom ethan-, L = linear
B = verzweigt
B = verzweigt
CD CX) Ol Op
| Beispiel . No" |
Schwanz * |
Schwelle: (T) bei 5% bei95% |
27 | TABELLE- B Maximum "(M) |
M-T | Schwelle (Tf) |
M-T' |
| 1 | E | — | 32 | 57 | 30 | 31 | 26 |
| 2 | E | - | 36 | 72 | 40 | 39 | 33 |
| 3 | E | - | 37 27 |
72 | 36 | 46 | 26 |
|
tS 4
O Gi 6 Ξ7 |
E E |
46 | - | 97 71 56 |
60 25 29 |
41 56 31 |
56 15 25 |
| « 8 | A | 46 | - | 71 | 25 | 57 | 14 |
|
09
(O 9 |
A | 46 | 43 | 71 | 25 | 57 | 14 |
| 10 | E | - | 37 | 79 | 36 | 48 | 31 |
| 11,12 | E | - | 38 | 95 | 58 | 42 | 53 |
| 13 | E | - | 37 | 95 | 57 | 42 | 53 |
| 14,14A, 15. 16 |
E | 95 | 58 | 43 | 52 |
cn oo-
ο σι oa
| Beispiel No. |
Schwanz * |
Schwelle - (T) bei 5% bei95% |
- | Maximum (M) |
M-T | Schwelle (T') |
M-T' | - | CD OO OO CO |
| 16B | A; | 31 | - | 82 | 51" | 38 | 44 | ||
| 16C | A | 44+ | 34 | 94 | 50 | 71 | 23 | ||
| 16D | A | 29 | 39 | 83 | 54 | 35 | 48 | ||
| 17 | E | - | 24 | 97 | 63 | 38 | 59 | ||
| 18 | E | - | 13 | 97 | 58 | 34 | 63 | ||
| 19 | E | - | 37 | 97 | 73 | 27 | 7O | ||
| 20 | E | - | 41 | 94 | 81 | 19 | 75 | ||
| 21 | E | - | 47 | 95 | 58 . | 42 | 53 | ||
| 22 | E | - | 51 | 97 | 56 | 46 | 51 | ||
| 23 | E | - | - | 97 | 50 | 51 | 46 | ||
| 24 | E | - | - | 98 | 47 | 56 | 42 | ||
| 26 | A | 19++ | 92 | 73 | 27 | 65 | |||
| 27 28 |
A A |
21 2-1+++ |
48 47 |
27 26 |
21 21 |
27 26 |
|||
basierend auf 5 %-Bandebei 3-8 % Umwandlung basierend auf 5 %-Bandebei 0,5-5*5 % Umwandlung
++ = basierend auf 5 % Bande bei 2,5 - 7»5 % Umwandlung
Beispiel ίϊο
Schwanz
Schwelle
Vf)
bei 5% bei 95%
Maximum (M)
M-T
Schwelle
(T1)
(T1)
M-T'
35/36
3Q
83
53
38
45
O öl OB CO
37
37
46
50
33
E = Endschwanz
A = Anfangsschwanz O OO
<cn
OO
co
31Q8583
Die Zusammensetzungen der Beispiele 1 bis 10 wurden getestet, um ihre Eigenschaften der Naßgriffigkeit und des Abrollwiderstandes
auf einer Straßenoberfläche zu bestimmen. Jede dieser Zusammensetzungen wurde als Laufflächenbestandteil
von Modellreifen der Größe 2,25-8 (Abmessungen in Zoll) verwendet. Diese Modellreifen wurden den beiden folgenden
Tests unterzogen:
Die Griffigkeit auf einer nassen Straßenoberfläche aus Delugrip
(Warenbezeichnung) würde .unter Verwendung der Innentrommelmaschine
mit variabler Geschwindigkeit (VSIDM) gemessen, die in einem Aufsatz von G. Lees und A.R. Williams im Journal of
the Institute of the Rubber Industry, Vol. 8, No. 3, .Juni 1974,
beschrieben ist. Die Messungen der Naßgriffigkeit wurden für die Gleitreibung bei blockiertem Rad durchgeführt. Der Abrollwiderstand
wurde unter Benutzung der Rotationskraftverlustmaschine
bestimmt, die im Transactions of the Institution of Rubber Industry J5fl·, No. 5» Oktober 1958» beschrieben ist,
wobei die im folgenden angegebene Gleichung 3-1 angewandt,
wurde.
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle C
zusammengestellt.
Die Gleichung 3-I1 wie sie auf SP4--Stahlgürtelreifen von
Dunlop Limited angewandt wurde und auf welche in den Tabellen Bezug genommen wird, ist wie folgt:
Abrollwiderstand = 8,75 E" + 0,83 E" ο + 66
IiF)2
worin E" und E" die folgenden Bedeutungen besitzen:
E" = Verlustmodul ausgedrückt in MPa E* = komplexer Modul, ausgedrückt in MPa
E" / 2
Der Ausdruck o ist in GN/m ausgedrückt.
130081/0589
| - 34 - | η ι π ο c | |
| TABELLE C | 31U 8b | |
| Beispiel | NaßKriffifckeit | fr Abrollwiderstand |
| (Gleitreibung) | berechnet nach | |
| Gleichung 3.I | ||
| Vergleichswerte: | ||
| S-1502 | 100 | 100 |
| S-1712 | 116 | 101 |
| OEP/LTP | 112 | 115 |
| 1 | 108 | 93 |
| 2 | 105 | 91 |
| 3 | 104 | 90 |
| 4 | 116 | 93 |
| 6 | 105 | . 94 |
| 7 | 109 | 92 |
| 8 | 110 | 99 |
| 9 | 108 | 95 |
| 10 | 108 | 95 |
Aus der Tabelle C ist ersichtlich, daß die untersuchten
Reifen eine gute Kombination von ITaßgriffigkeit und Abrollwiderstand
besitzen. Es wird angenommen, daß der Endabschnitt des Polymerisatmoleküls, der eine styrolreiche
Komponente aufweist, einen größeren Beitrag zu der guten Naßgriffigkeit ergibt, und daß der restliche Teil des
Moleküls, der einen wesentlichen Vinylgehalt aufweist und frei von einer styrolreichen Komponente ist, einen größeren
Beitrag zu dem guten Abrollwiderstand ergibt.
Die Herstellung von weiteren Copolymerisaten gemäß der Erfindung,
ihre Formulierung in elastomeren Zusammensetzungen und die Verwendung solcher Zusammensetzungen in dem Laufflächenabschnitt
von Reifen wird im folgenden erläutert.
130061/0589
| - 35 - ' . | |
| 3108583 | |
| Die hierbei | verwendeten Abkürzungen haben folgende Bedeutungen |
| S | Styrol |
| B | Butadien |
| S/B | Mischung von Styrol und Butadien |
| SBE | Styrol-Butadien-copolymerisat |
| ODMB | Orthodimethoxybenzol |
| DEAP | Diethyladipat |
| DVB | Divinylbenzol |
| S-BuLi | see.-Butyllithium |
| Diglyme = | Diethylenglykoldimethyläther |
| PS | Polystyrol |
| MW | Molekulargewicht |
| B | verzweigtes Molekül |
| L | lineares Molekül |
| min = | Minuten |
| BG | vor dem Kuppeln |
Falls nichts anderes angegeben ist, beziehen sich die Verhältnisse
und Prozentsätze in den Beispielen auf Gewicht.
Die Beispiele 11, 12 und 13 beziehen sich auf Copolymerisate
mit kleinen Polystyrolblöcken an einem oder an beiden Enden
des Moleküls;
die Beispiele 14 bis 15C beziehen sich auf Copolymerisate
mit verzweigter Struktur;
die Beispiele 17 bis 24- beziehen sich auf Copolymerisate
mit unterschiedlichen Anteilen von gebundenem Styrol in
der Hauptkette des Moleküls;
die Beispiele 26, 27 und 28 beziehen sich auf Copolymerisate,
welche anschließend in eine verzweigte Form durch Aneinander-
kuppeln unter Verwendung von DEAP umgewandelt wurden«
Im folgenden wird die Herstellung der Copolymerisate beschrieben.
130061/0500
Ein Styrol-Butadien-copolymerisat wurde unter Verwendung
der in der folgenden Tabelle IA angegebenen Bestandteile und der hierin genannten Bedingungen hergestellt. Die angewandte
Arbeitsweise war wie folgt:
Ein 10 1 Reaktor aus rostfreiem Stahl wurde mit 4000 g Cyclohexan beschickt. Danach wurde eine erste (1) ansatzweise
Ladung von Monomerem und dem ODMB zugesetzt, und der Inhalt, wurde auf eine Temperatur von 60°C gebracht. Als
nächstes wurden die Verunreinigungen in der Mischung aus Lösungsmittel/Monomerem, welche zur Reaktion mit sec-Butyllithium
in der Lage waren, durch Titration mit einer sec.-Butyllithiumlösung in Cyclohexan (Konzentration von
100 mmol/l) entaktiviert. Nachdem ein Temperaturanstieg
von 0,5°C beobachtet worden war, der die Entaktivierung aller zur Störung der Polymerisationsreaktion fähigen Verunreinigungen
anzeigte, wurden 33 »3 ml der sec-Butyllithiumlösung
mit 100 mmol/l Lösung in Cyclohexan zur Initiierung der Polymerisation zugesetzt.
Nach 10 min wurde die zweite (2) ansatzweise Beschickung der Monomeren zugesetzt, unmittelbar gefolgt durch die
erste kontinuierliche Zugabe von Monomerem während einer Zeitspanne von 25 min. Die Temperatur des Reaktorinhaltes
wurde auf 600C durch Kühlen gehalten.
Unmittelbar nach dem Abschluß der ersten kontinuierlichen Zugabe von Monomeren wurde die zweite kontinuierliche Zugabe
von Monomeren in den Reaktor während 25 min eingepumpt.
Danach wurde die Polymerisationsreaktion für weitere 60 min ablaufen gelassen, wobei zu diesem Zeitpunkt eine Monomerenumwandlung
von mehr als 99»9 % erzielt worden war. Dann wurden 0,5 g Methanol zum Abtöten der Polymerisationsreaktion
zugesetzt. 0,5 g 2,6-Di-tert.-butylparakresol wurden
130081/0589
als Stabilisator zugesetzt. Das Polymerisat wurde aus der Lösung durch Koagulieren mittels Dampf gewonnen.
Die Arbeitsweise von Beispiel 11 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß nur eine ansatzweise Beschickung von Monomeren
erfolgte, auf welche unmittelbar nach Initiierung der Polymerisation drei aufeinanderfolgende, kontinuierliche
Zugaben von Monomerem(n) während einer Zeitspanne von 55 w±n
folgten.
Die Arbeitsweise von Beispiel 11 wurde mit der Ausnahme wiederholt, daß eine dritte kontinuierliche Zugabe unmittelbar
nach Abschluß der zweiten kontinuierlichen Zugabe erfolgte.
Beispiele 14, 14A, 15., 16, 16B, 16C und 16D
Es wurden sieben verzweigte Styrol-Butadien-copolymerisate unter Verwendung der in der folgenden Tabelle IIA angegebenen
Bestandteile und der hierin genannten Bedingungen hergestellt. Die angewandte Arbeitsweise entsprach der in Beispiel
12 beschriebenen Arbeitsweise mit der Ausnahme, daß nur zwei kontinuierliche Zugaben erfolgten, und bei den
Beispielen 14, 14A, 15, 16B, 16C und 16D wurde in den
Reaktor nach 90 oder 120 min ein Kupplungsmittel entsprechend den Angaben in der Tabelle IIA zugesetzt. Die Verwendung des
Kupplungsmittels, 0,08 mmol DEAP oder SnCl^1 ergab eine teilweise
Aneinanderkupplung der Copolymerisatketten (etwa 50 %),
wobei ein Polymerisat mit verzweigter Struktur und vierfachem Molekulargewicht erhalten wurde.
In dem Beispiel 16 wurde das Aneinanderkuppeln oder Verzweigen unter Verwendung von DVB in einer dritten Zugabestufe
erreicht.
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3108593
Fach dem Kuppeln wurden Methanol und 2,6-Di-tert.-butylparakresol
entsprechend der Beschreibung von Beispiel 11 zugesetzt.
Es wurden weitere Styrol-Butadien-copolymerisate unter Verwendung
der in den folgenden Tabellen IIIA und IVA angegebenen
Bestandteile und der hierin genannten Bedingungen hergestellt. Die Arbeitsweise entsprach derjenigen von Beispiel 11
mit der Ausnahme, daß nur eine ansatzweise Monomerenbeladung und nur eine kontinuierliche Monomerenbeschickung erfolgten.
Es wurden drei weitere Styrol-Butadien-copolymerisate unter Anwendung der in der folgenden Tabelle VA aufgeführten Bestandteile
und der hierin genannten Bedingungen hergestellt. Die angewandten Arbeitsweisen waren wie folgt:
AnfangsBchwanz: Menge: 5 % des Gesamtpolymerisates:
Styrol/Butadien-verhältnis 90/10 Hauptkette: Menge: 95 % des Gesamtpolymerisates:
Styrol/Butadien-verhältnis 19,5/80,5.
Ein Reaktor aus rostfreiem Stahl mit einem Fassungsvermögen von 10 1 wurde mit 4-000 g Cyclohexan, 4-5 g Styrol, 5 g Butadien
und 2,25 g ODMB beschickt. Der Inhalt wurde auf eine Temperatur von 60 C durch äußeres Erhitzen des Reaktors gebracht.
Als nächstes wurde die Polymerisation der Monomeren durch ^ugabe von 66,6 ml einer Lösung von s-BuLi in Cyclohexan
mit einer Konzentration von 100 mmol/1 initiiert. Nach einer Polymerisationszeit von 30 min, während der
praktisch alle Monomeren zu einem Styrol-Butadien-copolymerisat umgewandelt worden waren, wurde eine Mischung von '
130061/0589
185 g Styrol und 765 g Butadien in 20 min zugesetzt. Während
dieser Zugabe wurde die Temperatur des Reaktorinhaltes auf 60 C gehalten. Nachdem die Monomeren zugesetzt worden waren,
wurde die Polymerisationsreaktion für weitere 60 min bei 60°C verlängert, danach wurden 0,50 g DEAP zugesetzt, um die lebenden,
linearen Polymerisatketten zu einem Polymerisat von radialer Struktur aneinanderzukuppein. Als nächstes wurden 0,5 E
2,6-Di-tert.-butylparakresol als Stabilisator zugesetzt, danach wurde das Copolymerisat aus der Lösung durch Dampfkoagulation
und Trocknen gewonnen. Die Eigenschaften des Polymerisates sind in der folgenden Tabelle VB aufgeführt.
Anfangsschwanz . Menge: 2 % des Gesamtpolymerisates;
Styrol/Butadien-verhältnis 40/60 Hauptkette Menge: 98 % des Gesamtpolymerisates;
Styrol/Butadien-verhältnis 22,7/77,3.
Der Reaktor von Beispiel 26 wurde mit 4000 g Cyclohexan,
8 g Styrol, 12 g Butadien und 2,25 g ODMB beschickt. Die Monomeren wurden bei 600C durch Zugabe von 66,6 ml einer
s.-BuId-Lösung in Cyclohexan mit 100 mmol/l polymerisiert.
Nach 30 min wurde eine Mischung von 222 g Styrol und 758 g Butadien in die Reaktionszone während 20 min eingeführt.
Danach wurde die gleiche Arbeitsweise wie in Beispiel 26 befolgt. Die Eigenschaften des Polymerisates sind ebenfalls
in der Tabelle VB gezeigt.
Anfangsschwanz Menge: 5 % des Gesamtpolymerisates;
Styrol/Butadien-verhältnis 40/60 Hauptkette Menge: 95 °/° des Gesamtpolymerisates;
stypol/Butaiien-verhä]tniB 40/60
Verhältnis 22,1/77,9.
130061/0589
Der Reaktor von Beispiel 26 wurde mit 4000 g Cyclohexan,
20 g Styrol, 30 g Butadien und 2,25 6 ODMB beschickt.
Die Polymerisation wurde durch Zugabe von 66,6 ml einer s.-BuLi-Lösung in Cyclohexan mit 100 mmol/1 initiiert.
Nach 30 min wurde ein Gemisch von 210 g Styrol und 74-0 g
Butadien in die Reaktionszone während 20 min eingespeist. Danach wurde die gleiche Arbeitsweise wie in Beispiel 26
befolgt. Die Eigenschaften des Polymerisates sind in der Tabelle VB aufgeführt.
130061/0589
Bsp. Probe
ansatzweise beschickt kontinuierlich beschickt
ta ο ο ο>
ο cn αο
Monomeres
Modifikätions- BuLi 1. mittel, Tpm, (mmol) Zugabe bezogen auf
Gesamtaufnahme
Gesamtaufnahme
2.
Zugabe
Zugabe
3. Polymer i-Zugabe sationsbedingun- gen
11 WB 223/224-1)16,7 g S
nach 10 min 2)48,3 g S/B Verh. 11,7/88,3
12 WB 225/226 4-8,3 g S/B
Verh. 11,7/88,3
13 WB 231/232 1)16,7 g S
nach 10 min 2) 4-6,6 g S/B Verh. 8,4-/91,6
4-50 ODMB
4-50 ODMB 3,33
Lösungsmittel: Cyclohexan, 4000 g;
Endfeststoffgehalt: 20 Gew.-%
Tpm = Teile pro Million (ppm) Verh. = Verhältnis
3,33 4-35 6 S/B 500 g S/B
Verh. 11,7/ Verh. 31/69 .
88,3 in 25 in 25 min
min
min
500 g S/B 16,79S Verh. 31/69 in
450 ODMB 3,33
435 g S/B
Verh. 11,7/
88,3 in 25
min
Verh. 11,7/
88,3 in 25
min
420 g S/B
Verh. 8,4/
91,6 in
25 min
Verh. 8,4/
91,6 in
25 min
in 25 min 5
500 g S/B
Verh. 31/
69 in 25
Verh. 31/
69 in 25
min
16,79S
in 5 min
120 min 6O0C
120 min 600C
120 min 600C
Polymerisatmenge: 1000 g
O 00
■cn
00
POLYMERISATIONSDATEN
Lösungsmittel: Cyclohexan, 4000 g Endfeststoffgelialt: 20 Gew.· "
Polymerisatmenge: 1000
ansatzweise beschickt
Bsp. Monomeres Modifikation smittel, Tpm, bezogen auf Gesamt-
aufnahme kontinuierlich beschickt
BuLi 1. ~ 2. 3.
(mmol) Zugabe Zugabe Zugabe
Polymeri- Kupplungssations- mittel bedingungen (mmol)
cn
act
act
14 150 g S/B 450 ODMB 3,33
Yerh. 15^35
14A 150 g S/B 150 3,5 Verh.15/85 Diglyme
15 150 g S/B 450 ODMB 5,5 Verh.15/85
16 150 g S/B 450 ODMB 3,33
Verh.15/85
16B 23 g S
450 ODMB 8,0
160 94,3 g S 150 6,7
Diglyme
16D 23,0 g S 45O ODMB 6,7
g B 3,8
350 g S/B
Verh.15/85 in 25 min
350 g S/B Verh.15/85 in 25 min
350 g S/B Verh.15/85 in 25 min
350 g S/B Verh.15/85 in 25 min
900 g S/B
Verh.23/77 in 80 min
nach 5 min 830 g S/B
Verh. 16,3/03?
in 40 min
nach 1 min 900 g S/B Verh.23/77 in 80 min
500 g S/B Verh. 31/69 in 25 min
500 g S/B Verh. 31/69 in 25 min
500 g S/B Verh. 31/69 in 25 min
500 g S/B Verh.31/69 in 25 min
77 g B in 20 min
7OgB in 35 min
73,2 g B in 30 min
3,33 mmol DVB
90 min 6O0C DEAP
90 min 50°C DEAP
90 min 6O0C
120 min 6O0C
120 min 600G DEAP
100 min 50 C DEAP
120 min 600O DEAP
Bsp. Probe
ansatzweise beschickt
Monomeres Modifikations- BuLi
mittel, Tpm, (mmol) bezogen auf
Gesamtauf-
Gesamtauf-
nähme
kontinuierlich beschickt
1.
Zugabe
Zugabe
2.
Zugabe
Zugabe
3.
Zugabe
Zugabe
Polymerisationsbedin gungen
| 17 | D | 250/251 | 900 g Verh. 77,9 |
S/B 22,1/' |
45O | ODMB | |
| 13006 | 18 | D | 252/253 | 900 g Verh. 83,4 |
S/B 16,6/ |
45O | ODMB |
| 1/058 | 19 | D | 255/256 | 900 g Verh.e 93,4 |
S/B 3,6/ |
450 | ODMB |
| CO | 20 | D | 257/259 | 900 g Butadien |
45O | ODMB | |
| Polymerisationsdaten | |||||||
Lösungsmittel: Cyclohexan, 4000 g
Endfeststoffgehalt: 20 Gew.-%
Polymerisatmenge: 1000 g
Endfeststoffgehalt: 20 Gew.-%
Polymerisatmenge: 1000 g
nach 15 min 100 g S/B Verh.31/69
in 15
nach 15 min 100 g S/B Verh. 31/69 in 15 min
nach 15 min 100 g S/B Verh.31/69 in 15 min
nach 15 min 100 g S/B Verh.31/69 in 15 min
min 600C
min 600C
min 600C
min 600C
■J* V>J
'CD OO
cn
GO
ansatzweise beschickt
kontinuierlich "beschickt
Bsp. Probe
Monomeres Modifikations- BuLi
mittel, Tpm, - (mmol) bezogen auf
Gesamtaufnahme 1.
Zugabe
Zugabe
2. Zugabe
Polymerisationsbedin gungen
21 WB 256/237 10Og S/B
Verh. 15/85
22 WB 242/243 10Og S/B
Verh.10/90
23 WB244/245
24 WB246/247.
100 g S/B Verh.5/95
100 g S/B Verh.0/100
Lösungsmittel: Cyclohexan 4000 g Endfeststoffgehalt: 20 Gew.-%
Polymerisatmenge: 1000 g 3,33 nach 1 min g S/B Verh.15/85
in 20 min
3,33 nach 1 min g S/B Verh.10/90 in 20 min
3,33 nach 1 min g S/B
Verh.5/95 in 20 min
3,33 nach 1 min nach 21 min g S/B 500 g S/B Verh. 0/100 in Verh.46/54-min
in 25 min
nach 21 min 500 g S/B Verh. 31/69 in 25 min
nach 21 min 500 g S/B Verh.36/64 in 25 min
nach 21 min 500 g S/B Verh. 41/59 in
120 min 600C
120 min 600C
120 min 600C
120 min 600C
fit»
ο
ο
Bsp.+
Probe
Probe
absatzweise beschickt.
I.Stufe
I.Stufe
Monomeres
tyr
ODMB
(Modifika
(Modifika
VS/
tionsmittel) timamittap (g)
Tpm, bezo- see- Tpm, gen auf BuLi bezogen Gesamt- (mmol)aufGeaufnahme
santsuf-
nabme 2.Stufe
kontinuierlich .Polymerisationsbedingungen beschickt in der
ODMB 2' Stufe ,Zeit(min) Temp.(0C)
ODMB 2' Stufe ,Zeit(min) Temp.(0C)
(Modifite- Styrol Buta- 1. 2. 1. 2.
dien Stufe Stufe Stufe Stufe
| 26(D292/ 293 |
49,5 | 5 | ,5 | 450 | 7 | ,33 | 450 | 204 | 842 | 30. | 60 | 50 | 50 |
| 27(PS241) | 8,8 | 13 | ,2 | 450 | 7 | ,33 | 450 | 244 | 847 | 30 - | 60 | 50 | 50 |
| 28(PS242) | 22 | 33 | 450 | 7 | ,33 | 450 | 231 | 814 | 30 | 60 | 50 | 50 |
vn I .
Lösungsmittel in 1.
Lösungsmittel in 2.
Endfeststoffgehalt:
Lösungsmittel in 2.
Endfeststoffgehalt:
Polymerisatmenge:
Stufe: · Cyclohexan 2,340 kg Stufe: Cyclohexan 2,340 kg
19 Gew.-96
1100 g
ο 00
Hervorspringende Daten, welche die Struktur der Copolymerisate
der Beispiele betreffen, sind in den Tabellen IB, IIB, HIB,
IVB und VB im folgenden zusammengestellt.
In den Tabellen sind die Daten wie folgt angegeben:
Die Werte für die Mooney-Viskosität sind in ML 1 + 4- 10O0C
angegeben.
Die Werte für die IR-Analyse beziehen sich auf Gew.-%
Q = Hw/Hh
.130061/0589
| Bsp. | Probe | Spitze | GPC-Analyse angen. Mw χ 10^ |
Mn | Hw | TABELLE | IB | eis | trans | Styrol | - Mooney- "Viskosität |
|
| Mw | 252 | 1 | 19 | 35 | 24,6 | 106 | ||||||
| 11 | WB225/224 | 450 | 455 | 220 248 |
1 1 |
IR-Analyse Butadien-Anteil |
19 15 |
55 36 |
.25,9 24,5 |
90 98 |
||
| ca | 12 15 |
VB225/226 WB251/252 |
590 400 |
577 585 |
,80 | Vinyl | ||||||
| ο ο ο *«■» ο cn OO co |
,72 | 46 | ||||||||||
| 46 49 |
| Bsp. | Probe | Struktur- Modifika tion snatteL |
Diglyme | Ketten struktur |
Spitze BO |
TABELLE | i. Mw χ 10? | HB | Kupplung | IR-Arialyse | von | eis | trans | Styrol | Mooney· Vis kosi tät |
|
| 14 | GM38/40 /41 |
ODMB | ODMB | B/DEAP | 510 | GPG-Analyse_ | Mn | 19 | .Butadien-Anteil | 19 | 35 | 23,7 | 108 | |||
| 14A 15 |
GM43/46 /47 PS21/211 |
Diglyme ODMB |
B/DEAP B/Sn0l4 |
450 325 |
arg=r | 379 . | 30 35 |
Vinyl | 10 17 |
20 33 |
22,8 24,1 |
114 94 |
||||
| 16 16B |
PS208/209 ODMB WEC5801 ODMB |
B/DVB copol B/DEAP |
460 190 |
Mw* | 210 256 |
Hw/ Hn |
10 56 |
46 | 17 18 |
33 .35 |
24,8 24,9 |
119 56 |
||||
| 160 | PS/214/ 216 |
B/DEAP | 320 | 695 | 252 147 |
1,83 | 42 | 70 50 |
11 | 23 | 22,9 | 78 | ||||
| •1300 | 16D | WRC5802 | B/DEAP | 183 | 736 612 |
139 | 3,5 2,38 |
63 | 50 47 |
17 | 36 | 24,8 | 47 | |||
| 61/051 | 558 441 |
278 | 2,21 3,01 |
66 | ||||||||||||
| co (D |
626 | 4,5 | 47 | |||||||||||||
| 432 | 1,55 | |||||||||||||||
GPC-Analyse
angen.Mw χ
IR-Analyse
Butadien-Anteil
Butadien-Anteil
| Bsp. | Probe | 250/251 | Spitze | Mw | Hn | Hw/ | Vinyl | eis | trans | Styrol | Mooney- | |
| 252/253 | Mn | Visi;osi | ||||||||||
| 255/256 | tat | |||||||||||
| CJ | 257/259 | |||||||||||
| O | ||||||||||||
| O CD |
17 | D | 410 | 403 | 258 | 1,56 | 48 | 17 | 35 | 24,7 | ' 98 | |
| Γ* | 18 | Ώ | 470 | 522 | 314 | 1,66 | 48 | 17 | 35 | 20,1 | 100 | |
| ο cn CB |
19 | D | 460 | 458 | 313 | 1,47 | 49 | 17 | 34 | 10,2 | 102 | |
| α» | 20 | D | 490 | 503 | 308 | 1,63 | 51 | 17 | 32 | 3,4 | 110 | |
ο cn β» co
| Probe | GPC-Analyse -, "* anp;en. Mw ar 1 Cr |
Hw | TABELLE IVB | Hw/ Mn |
IE-Analyse Butadien-Anteil |
eis | trans | Styrol | Mooney- Vislcosi— |
I ViJ C |
|
| Spitze | J. XIi | Vinyl | ■ XmAW >jJ· tat |
||||||||
| sp. | WB236-237 | 503,3 | Hn | 1,56 | 17 | 35 | 25,4 | 107 | |||
| WB242/243 | 500 | 433,3 | 1,53 | 48 | 17 | 36 | 26,1 | 114 | |||
| 21 | WB244-245 | 440 | 473,9 | 323,2 | 1,66 | 47 | 17 | 35 | 24,7 | 110 | |
| 22 | WB246-247 | 470 | 498,5 | 282,7 | 1,57 | 48 | 19 | 34 | 24,6 | 104 | |
| 23 | 500 | 285,0 | 47 | ||||||||
| 24 | 318,0 | ||||||||||
Bsp.+
(Probe)
(Probe)
ApfanKsteil des Polymerisates ("Anfangs- - ··■ Haup-tkette
Menge des Gesamtpolymerisates
Styrο1/Butadienverhältnis
(Gew.-/Gew.)
Menge Styrol/ Gesamtvon Ge- Butadien- styrolsamt- verhältnis gehalt
polymerisat (Gew./Gew.) (%)
polymerisat (Gew./Gew.) (%)
(%) (IR-Analyse)
26(D292/293)
27(PS241)
28(PS242)
5 5· 2
90/10 40/60 40/60
| 95 | 19 | ,5/80 | ,5 |
| 95 | 22 | ,1/77 | ,9 |
| 98 | 22 | ,7/77 | ,3 |
23,5 23,2
23,1
TABELLE
YB (Portsetzung)
Eigenschaften von SBR-Polymerisaten (Fortsetzung)
| Struktur vom | Butadien- | eis | 1,4. trans | -GPO-Analyse | χ 1Cr CE Γ |
1W | % | HW/ΪΤη | Mooney- Viskosität |
ι | |
| jfceil des Copol:ymerisates | 13,6 15,7 13,6 |
35,5 33,7 33,9 |
angen.Spitze | 76 66 70 |
535 524 555 |
271 262 262 |
1,97 2,00 2,12 |
66 65 |
VJl ro I |
||
| «4 *«*Bsp. + g(Probe) cn |
1,2 | MW : BG |
|||||||||
| ο 26(D292/293) cn °» 27(PS241) co 28(PS242) |
50,9 50,6 52,5 |
230 219 211 |
Unter Verwendung der Reaktionskinetiken der verschiedenen
Verfahrensweisen der Beispiele 11 und folgende wurden Diagramme angefertigt, welche eine Auftragung von % differentiellem
Styrol in dem Copolymerisatteil des Holeküls gegenüber
den % Monomerenumwandlung, wobei diese der % Molekülgröße der Polymerisatmoleküle entspricht, zeigen. So zeigen
beispielsweise die Diagramme 11-15» daß der Polystyrolblock an einem Ende des Moleküls vorliegt. Diese Diagramme in den
Figuren sind entsprechend der Zahl der Beispiele numeriert, beispielsweise bezieht sich Beispiel 11/12 auf die Struktur
der Produkte der Beispiele 11 und 12, und "Beispiel 13" bezieht sich auf das Produkt von Beispiel 13.
Aus dem Diagramm von "Bsp. 17" der Zeichnung ist beispielsweise ersichtlich, daß das Molekül des Polymerisats von Beispiel
17 als aus zwei Teilen zusammengesetzt angesehen werden kann: einen ersten Abschnitt oder Hauptkettenabschnitt,
der etwa 90 % des Moleküls ausmacht und über dem der Styrolgehalt von 17 % an einem Ende (dem Anfangsende) des Moleküls
bis auf 50 % am Ende dieses ersten Abschnittes ansteigt, und
einem zweiten Abschnitt oder Endabschnitt, welcher die restlichen 10 % oder ungefähr diese Anteil des Moleküls umfaßt.
Dieser letztgenannte Abschnitt weist eine styrolreiche Komponente
oder einen styrolreichen Abschnitt auf, in welchem der Styrolgehalt rasch von etwa 30 % bei dem Wert von 90 % in
Richtung auf100 % ansteigt, und der Styrolgehalt am äußeren Ende dieses Endabschnittes (oder des späteren Endes, bezogen
auf die Herstellung des Polymerisates) beträgt 97 °/°·
Die verschiedenen Werte für die Größen oder Abschnitte des Moleküls und die differentiellen Styrolgehalte hiervon können
durch Ablesung aus dem jeweiligen Diagramm erhalten werden.
130061/0589
§108583
In jedem der Diagramme wurde ein erster (Schwellen)-Wert (T)
an einem Ende eines Abschnitts des Diagramms markiert, der 5 % der Monomerenumwandlung entspricht, und ein zweiter
(Maximum)-Wert (M), der innerhalb dieses 5 %-Abschnittes liegt. In allen Diagrammen mit Ausnahme der Diagramme 16C,
26, 27 und 28 erstreckt sich dieser 5 %-Abschnitt von O %
bis 5 % - oder von 95 % bis 100 %-Monomerenumwandlung; in
dem Diagramm 160 erstreckt sich dieser 5 %-Abschnitt von 3 bis 8 %-Monomerenumwandlung, in dem Diagramm 26 erstreckt
er sich von 2,5 % bis 7*5 %>
und im Diagramm 28 erstreckt er sich von 0,5 bis 5*5 %· 1^ dem Diagramm 27 ist nur ein
2,5 %-Abschnitt der Monomerenumwandlung gezeigt. In allen
Diagrammen mit Ausnahme des Diagrammes 27 wurde der jeweilige
endständige 5 %-Abschnitt der Monomerenumwandlung unterteilt,
um diesen Abschnitt in zwei 2,5 %-Zonen der Monomer enumwandlung zu unterteilen, wobei dies die Veränderung
des differentiellen Styrolgehaltes über diesen beiden Zonen erläutert. In allen Fällen (einschließlich Diagramm 27)
steigt der Styrolgehalt um mehr als 14 Prozentpunkte an.
Es ist darauf hinzuweisen, daß die Diagramme nur den differentiellen
Styrolgehalt des Copolymerisates zeigen; wo eine Polystyrolkomponente
vorliegt, ist in dem Diagramm nicht gezeigt. In dem Diagramm 16C bezieht sich die waagerechte Linie bei
94 % Styrolgehalt auf das Copolymerisat.
Wie aus den Diagrammen ersichtlich wird, stammen die oben angenommenen Bezugswerte auf bestimmte prozentuale Abschnitte
der "Länge des Moleküls" aus den entsprechenden Werten für die Monomerenumwandlung, und es ist damit nicht
eingeschlossen, daß die Moleküle irgendeines vorgegebenen Polymerisates alle die gleiche Länge besitzen.
Es ist aus den Tabellen ersichtlich, daß der Vinylgehalt (d.h. die Menge der Butadienkomponente des Polymerisates,
die in den 1,2-Stellungen polymerisiert wurde) in jedem
430061/0583
Pall 30 % oder mehr beträgt, und daß die meisten der Werte
im Bereich von 40 bis 50 % und insbesondere von 45 bis 50 %
liegen. Der Styrolgehalt der meisten der Polymerisate liegt im Bereich von 20 bis 30 %, insbesondere 25 bis 30 %, obwohl
einige Werte etwa 10 % oder weniger betragen und einige Werte oberhalb von 50 % liegen· Im allgemeinen betragen die meisten
Werte wenigstens 30 %.
Jedes der Copolymerisate wurde in einer elastomeren Zusammensetzung
formuliert, welche in jedem Fall den folgenden Aufbau besaß:
| Gew.-Teile | |
| Copolymerisat | 100 |
| Schwefel | 1,75 |
| Beschleuniger (CBS = | |
| Cyc lohexylb en ζ thiazyl sulf en amid ) | 1 |
| Ruß N 575 | 50 |
| Antioxidans BLE 75 | 2 |
| Zinkoxid | 3 |
| Stearinsäure | 1 |
Die elastomeren Zusammensetzungen wurden bei 1400C für 60 min
in einem Dampfautoklaven unter Anwendung eines 15 Minutenanstieges
bis auf die Temperatur vulkanisiert.
Die elastomeren Zusammensetzungen wurden getestet, um ihre Naßgriffigkeitseigenschaften auf einer Straßenoberfläche abzuschätzen.
Jede dieser Zusammensetzungen wurde als Laufflächenbestandteil von Modellreifen der Größe 2,25-8 (Abmessungen
in Zoll) verwendet. Diese Modellreifen wurden den folgenden Tests zur Bestimmung der Naßgriffigkeit unterworfen.
Die Griffigkeit auf einer Straßenoberfläche aus Delugrip (Warenbezeichnung) wurde unter Verwendung der Innentrommelmaschine
mit variabler Geschwindigkeit (VSIDM) gemessen, die in einem Aufsatz von G. Lees und A.R. Williams in Journal
of the Institute of the Rubber Industry, Vol.8, No.3, Juni 1974,
130061/0589
§108583
beschrieben ist. Die Messungen der Naßgriffigkeit wurden für ein blockiertes Rad bei Gleitreibung durchgeführt.
Der Abrollwiderstand wurde auf der Rotationskraftverlustmascb-ine
gemessen.
Die erzielten Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle D zusammengestellt.
TABELIiE D
Beispiel Naßgriffigkeit - Abrollwiderstand
(Gleitreibung) (berechnet nach
Gleichung 3.1)
| Vergleich | 100 |
| S-1502 | |
| erfindunRSRemäß | 118 |
| 11 | 118 |
| 12 | 112 |
| 13 | - |
| 14 | 115 |
| 14A | 101 |
| 15 | 100 |
| 16 | 108 |
| 16B | 110 |
| 16C | 116 |
| 17 | 106 |
| 18 | 101 |
| 19 | 94 |
| 20 | 119 |
| 21 | 119 |
| 22 | 117 |
| 23 | 113 |
| 24 | 113 |
| 26 | 111 |
| 27 | 110 |
| 28 | |
100
99
99 100
102
98
99 101 103
97 98 100 99 98
95 93 96
430061/0589
Aus der Tabelle D ist ersichtlich, daß die untersuchten
Seifen eine gute Kombination von Naßgriffigkeit und Abrollwiderstand besitzen. Es wird angenommen, daß der Anfangs-
oder Endabschnitt des Schwanzes oder Teile des Polymerisatmoleküls mit styrolreicher Komponente einen
größeren Beitrag zu der guten Naßgriffigkeit ergeben, und daß der restliche Teil des Moleküls, der einen wesentlichen
Vinylgehalt aufweist und frei von einer styrolreichen Komponente ist, einen größeren Beitrag zu dem guten
Abrollwiderstand ergibt.
Die Erfindung wird im folgenden noch weiter anhand der Beispiele 29 bis 34- erläutert, in denen.- falls nichts anderes
angegeben ist - der Anteil der Bestandteile in den Zusammensetzungen in Gew.-Teilen angegeben ist.
Die Zusammensetzungen der Beispiele 29 bis 31 schließen als
ihren Polymerisatbestandteil Styrol-Butadien-Lösungscopolymerisate
ein, welche im folgenden als Copolymerisate J bzw. K bezeichnet sind. Der gebundene Styrolgehalt, Vinylgehalt
(ausgedrückt als Gewichtsprozentsatz des Butadiengehaltes des Copolymerisates) und das Molekulargewicht sind in der
folgenden Tabelle zusammengestellt, und beide Copolymerisate sind Polymerisate mit linaarer Struktur.
Copolymerisat Styrol- Vinyl- Molekulargehalt gehalt gewicht (%, IR) 1%, IR) χ 103
J 23 33 4-50
K 24,8 30 4-29
Es wurde gefunden, daß der Anteil der Copolymerisate, in denen das Butadien durch "Kopf-Schwanζ-1,4—polymerisation"
reagiert hatte, weitgehend eine träns-Konfiguration besaß.
Die in der Tabelle angegebenen Molekulargewichte sind Spitzenmolekulargewichte, erhalten durch Gelpermeationschromatographie
130061/0589
unter Verwendung von Polystyrol als Vergleichsstandard.
Erfindungsgemäße, elastomere Zusammensetzungen, die zur
Verwendung als Reifenlaufflächen geeignet sind, wurden durch Zusammenmischen der folgenden Bestandteile und Vulkanisation
für A-O min bei 14-O0C in einem Dampf autoklav en
| erhalten: | 29 | 30 | 31 |
| Beispiel | |||
| Bestandteile | 100,00 | ||
| Copolymerisat J | 100,00 | 72,50 | |
| Copolymerisat K | 27,50 | ||
| öl, Dutrex 729 | 1,75 | 1,75 | 1,75 |
| Schwefel | 1,00 | 1,00 | 1,00 |
| Stearinsäure | 3,00 | 3,00 | 3,00 |
| Zinkoxid | 2,00 | 2,00 | 2,00 |
| 75 % BLE Antioxidans | 1,00 | 1,00 | - |
| Beschleuniger, CBS | - | - | 1,00 |
| Beschleuniger, MBS | 50,00 | 50,00 | 50,00 |
| Ruß U 375 | |||
Die Zusammensetzungen der Beispiele 32 bis 34- enthalten jeweils
als Polymerisatbestandteil ein Lösungscopolymerisat aus Styrol-Butadien, welches im folgenden als Copölyffiörisat.
A, B bzw. C bezeichnet ist. Der gebundene Styrolgehalt, Vinylgehalt (ausgedrückt als Gewichtsprozentsatz des Butadiengehaltes
im Copolymerisat) und das Molekulargewicht sind in der folgenden !Tabelle zusammengestellt, und es sind in
jedem Fall Polymerisate mit einer linearen Struktur.
130061/0589
~59" §108583
Copolymerisat Styrol- Vinyl- Molekular-
ehalt gehalt gewicht
% IE) ?IR) 3
ge gw
IE) ?IR) χ 103
A 22 67 480
B 25 52 480
C 24,7 47 427
Es wurde gefunden, daß der Teil der .Copolymerisate, in denen
das Butadien durch "Schwanz-Kopf"-1,4-polymerisation reagiert
hatte, weitgehend eine trans-Konfiguration aufwies. Die in der Tabelle angegebenen Molekulargewichte sind Spitzenmolekulargewichte,
«erhalten durch Gelpermeationschromatographie unter Verwendung von Polystyrol als Vergleichsstandard.
Drei erfindungsgemäße elastomere Zusammensetzungen, welche zur Verwendung als Reifenlaufflächen geeignet waren, wurden durch
Zusammenmischen der folgenden Bestandteile und Vulkanisation
für 40 min bei 1400C in einem Dampfautoklaven erhalten.
Beispiel , 32 33 34
| Bestandteile | 100,00 | - | - |
| Copolymerisat A | 100,00 | - | |
| Copolymerisat B | - | - | 100,00 |
| Copolymerisat C | 1,75 | 1,75 | 1,75 |
| Schwefel | 1,00 | 1,00 | 1,00 |
| Stearinsäure ' | 3,00 | 3,00 | 3,00 |
| Zinkoxid | 2,00 | 2,00 | 2,00 |
| 75 % BLE Antioxidans | 1,00 | 1,00 | - |
| Beschleuniger, CBS | - | - | 1,00 |
| Beschleuniger, MBS | 50,00 | 50,00 | 50,00 |
| Ruß Έ 375 | |||
Es wurde gefunden, daß die Zusammensetzungen der Beispiele
29 bis 34 eine wünschenswerte Kombination von Haßgriffigkeit- und Abrolleigenschaften besitzen, wie in der Tabelle E gezeigt.
29 bis 34 eine wünschenswerte Kombination von Haßgriffigkeit- und Abrolleigenschaften besitzen, wie in der Tabelle E gezeigt.
130061/0589
| - 60 - | und 37 ' | 510858; | |
| TABELLE E | Abrollwiderstand | ||
| Beispiel | - Naßgriffigkeit- | (berechnet mit | |
| Gleitreibung | Gleichung 3-1) | ||
| 1 | |||
| Vergleich | 100 | ||
| S-1502 | 100 | ||
| erfindungsgemäß | 93 | ||
| 29 | 110 | 96 | |
| 30 | 111 | 110 | |
| 31 | 123 | 100 | |
| 32 · | 110 | 99 | |
| 33 | 118 | 99 | |
| 34 | 116 | ||
| Beispiele 35« 36 |
Es wurden mehrere andere Copolymerisate entsprechend den in der Tabelle VIA angegebenen Bedingungen hergestellt, ihre
Eigenschaften sind in der Tabelle VIB aufgeführt. Bei den Beispielen 35 und 36 wurde Isopren in solcher Weise eingesetzt,
daß es im wesentlichen vollständig in dem "Schwanz"-Abschnitt des Copolymerisates polymerisierte - ein Beispiel
der Verwendung eines zweiten konjugierten Dienkohlenwasserstoffs mit Butadien. .
Die Copolymerisate der Beispiele 35 und 36 sind "Anfangsschwanzpolymerisate"
, und die Art des Schwanzes wird weitgehend durch ■ die ansatzweise Beschickung bestimmt. In Beispiel 35 besteht
die Dienkomponente der ansatzweisen Beschickung halb aus Butadien und halb aus Isopren, was zu einem Schwanz mit einem
wesentlichen Isoprengehalt führt; im Beispiel 36 bestand die ansatzweise Beschickung vollständig aus Isopren, was zu einem
Schwanz im wesentlichen ohne Butadien führt.
Im Beispiel 37 wurde ebenso wie bei den Beispielen 35 und 36
die Zugabe der Honomeren nach dem Start der Reaktion kontinuierlich
durchgeführt.
130061/0589
TABELIE VIA
Lösungs-SBR - Polymerisationsarbeitsweise
Polymerisatansatzgröße: 40,0 kg Lösungsmittel: Cyclohexan
Endfeststoffgehalt: 20,0 Qev.-%
Orthodimethoxybenzol: 450 Tpm
s-Buli: 0,267 mol (kinetisches
MV vor dem Kuppeln: I50 000)
Polymerisationstemp.: 55 C-60 C
Kupplungsmittel:,Dimethyladipat
Kupplungszeit: 15 min Gesamtpolymerisationszeit:
120 min
Reaktor- R 260/350 1 Nennfassungsvermögen
| Probennummer Bedingungen |
10802 35 |
IO8O3 36 |
10804 37 |
| ansatzweise beschickt | |||
| Butadien, kg Isopren, kg Styrol, kg erste kontinuierliche |
0,077 0,077 0,92 |
0,154 0,92 |
0,45 2,76 |
| Zugabe Butadien, kg Isopren, kg Styrol, kg Zugabezeit, min zweite kontinuierliche |
27,57 8,28 80 |
6,89 2,07 20 |
27,27 6,44 80 |
| Zugabe Butadien^ kg Isopren, kg Styrol, kg Zugabezeit, min dritte kontinuierliche |
3,08 mm 20 |
20,68 6,21 ' 60 |
3,08 20 |
| Zugabe Butadien, kg, in 20 min |
- | 3,08 | - |
130061/0589
| Bsp. | Probe ' | angen· Spitz« BC |
GPC - Analyse | CE, |
W η
x 10 3 |
χηΐθ 3 | Q | Infrarot-Analyse |
Butadien
anteil |
1.4
trans |
1.4
eis |
Mooney _ fiskosität |
|
| 35 | 10802 | 22O | ·» | 57 | 402 | 215 | 1.88 | Styrol , | 1.2 | 29.T | 22.6 | 44 | |
| 10061/ | 36 | 10803 | 370 |
MW χ ισ "*
AC |
51 | 506 | 260 | 1.96 | 23.9 | 47.7 | 26.4 | 33.2 | 73 |
| 0589 | 37 | 10804 | 235 | 585 | 56 | 420 | 250 | 1.68 | 24.2 | 40.5 | 28.8 | 23.O | 60 |
| 1100 | 25.4 | 48.3 | |||||||||||
| 600 | |||||||||||||
■ I < { t
1085?
Die Copolymerisate der Beispiele 35 bis 37 wurden als Laufflächenabschnitte
bei Reifen mit voller Größe (155 SE 13 SP4)
eingesetzt, und ihre Naßgriffigkeit und ihr Abrollwiderstand wurde wie folgt bestimmt:
Haßgriffigkeiti
Abrollwiderstand :
unter Verwendung der Innentrommel-Testvorrichtung
der Universität Karlsruhe
unter Verwendung der zuvor angegebenen Rotationskraftverlustmaschine
Die erhaltenen Ergebnisse sind in der folgenden Tabelle i1
zusammengestellt.
TABELIß
| Bsp. | Eompoundie- rungs- |
Einstufen der NaßRriffiRkeit |
Mittel | Abrollwiderstand (berechnet mit |
| Polymerisat | Spitze Seiten führung |
100 106 103 110 118 118 |
Gleichung 3*1) | |
| Verg | leich | . 100 100 108 104 107 100 113 ΙΟ? 120 116 117 120 |
||
| S-1502 ß-1712 OEP/LTP erfindungsgemäß 35 10802 36 10803 37 10804 |
100 103 115 101 99 98 |
.130061/0589
Claims (29)
1. Elastomeres Copolymerisat aus einer aromatischen Vinylverbindung
und einem konjugierten Dien, das zur Verwendung im Laufflächenabschnitt eines Luftreifens geeignet
ist, dadurch gekennzeichnet , daß das
Copolymerisat einen Vinylgehalt von wenigstens 30 Gew.-% besitzt und einen solchen differentiellen Gehalt an der aromatischen Vinylverbindung aufweist, daß in wenigstens einem seiner Endabschnitte dieser differentielle Gehalt eine scharfe und wesentliche Zunahme in Richtung zu dem äußeren Ende dieses Endabschnittes zeigt.
Copolymerisat einen Vinylgehalt von wenigstens 30 Gew.-% besitzt und einen solchen differentiellen Gehalt an der aromatischen Vinylverbindung aufweist, daß in wenigstens einem seiner Endabschnitte dieser differentielle Gehalt eine scharfe und wesentliche Zunahme in Richtung zu dem äußeren Ende dieses Endabschnittes zeigt.
2. Copolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß die aromatische Vinylverbindung
Styrol ist.
Styrol ist.
130081/0589
3· Copolymerisat nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, daß das Dien Butadien oder Isopren ist.
4-, Copolymerisat nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet , daß das Copolymerisat ein Styrol-Butadiencopolymerisat
ist.
5. Elastomeres Styrol-Butadien-copolymerisat, geeignet zur
Verwendung in dem Laufflächenabschnitt eines Luftreifens, dadurch gekennzeichnet, daß das Copolymerisat
ein Stoff ist, dessen prozentualer, differentieller
Styrolgehalt sich in einem Abschnitt von nicht mehr , als 5 % der Copolymerisatkette, bestimmt durch Monomerenumwandlung,
von einem ersten Wert zu einem zweiten Wert verändert, wobei der zweite Wert wenigstens 25 % Punkte
größer als der erste Wert ist, und wobei dieser Abschnitt innerhalb eines endständigen 10 %-Abschnittes der Copolymerisatkette,
bestimmt durch Monomerenumwandlung, liegt.
6. Copolymerisat nach Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , daß der 5 %-Abschnitt ein endständiger
Abschnitt der Copolymerisatkette ist.
7. Copolymerisat nach Anspruch 5 oder 6, dadurch gekennzeichnet , daß der prozentuale, differentielle
Styrolgehalt sich in einer Zone von nicht mehr als 2,5 % der Copolymerisatkette, bestimmt durch Monomerenumwandlung,
von einem ersten Wert zu einem zweiten Wert verändert, wobei der zweite Wert wenigstens 14- % Punkte grosser
als der erste Wert ist und wobei die Zone innerhalb eines endständigen 10 %-Abschnittes der Copolymerisatkette,
bestimmt durch Monomerenumwandlung, liegt.
8. Copolymerisat nach Anspruch 6 oder 7* dadurch gekennzeichnet, daß der zweite Wert bei 0 %
oder bei 100 % Monomerenumwandlung vorliegt.
130061/0589
9· Copolymerisat nach einem der vorhergehenden Ansprüche,
dadurch gekennzeichnet , daß es im wesentlichen vollständig aus Styrol und Butadien besteht.
10. Copolymerisat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Gehalt
an gebundenem Styrol des Copolymerisates wenigstens
10 Gew.-% beträgt.
11. Copolymerisat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß der Vinylgehalt
im Bereich von JO bis 60 Gew.-% liegt.
12. Copolymerisat nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet , daß es eine
lineare Verbindung ist.
13· Copolymerisat, hergestellt durch Verkupplung von zwei
oder mehreren Copolymerisaten nach einem der vorhergehenden
Ansprüche.
14. Copolymerisat nach Anspruch 13» dadurch gekennzeichnet , daß das Verkuppeln unter Verwendung
eines tetrafunktionellen Kupplungsmittels herbeigeführt worden ist.
15. Styrol-Butadien-copolymerisat nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit einem differentiellen Styrolgehalt im wesentlichen entsprechend einem der Diagramme
1, 2, 3, 4, 6, 7, 8, 9 oder 10 der Fig. 1 bis 9-
16. Styrol-Butadien-copolymerisat nach einem der vorhergehenden Ansprüche mit einem differentiellen Styrolgehalt
im wesentlichen entsprechend einem der Diagramme 11/12, 13, 14/14A/15/16, 16B, 16C, 16D, 17 bis
24, 26, 27 oder 28 der Pig. 10 bis 2ß.
130061/0589
17. Styrol-Butadien-copolymerisat nach einem der vorhergehenden
Ansprüche mit einem differentiellen Styrolgehalt im wesentlichen entsprechend den Diagrammen 35/36 oder 37
der Fig. 26 oder 27.
18. Verfahren zur Herstellung eines elastomeren Copolymerisates
nach Anspruch 1 oder Anspruch 5» dadurch gekennzeichnet , daß ein Gemisch der aromatischen Vinylverbindung
und des konjugierten Diens Bedingungen einer Lösungspolymerisation in Anwesenheit eines Initiators unterworfen
wird, wobei Haßnahmen zur Sicherstellung getroffen werden, daß ein erhöhter oder zunehmender Anteil der aromatischen
Vinylverbindung bei der Eröffnungs- oder Abschlußstufe der Copolymerisationsreaktion gebildet wird.
19. Verfahren nach Anspruch 18, dadurch gekennzeich net, daß dieser Anteil bei einer Abschlußstufe der Copolymerisationsreaktion
gebildet wird, und daß die Reaktion bis-zur im wesentlichen vollständigen Umwandlung
durchgeführt wird.
20. Verfahren nach Anspruch 18 oder 19» dadurch gekennzeichnet , daß die Maßnahmen die Verwendung eines
Strukturmodxfikationsmittels umfassen, welches 1,2-PoIymerisation
des konjugierten Diens auf Kosten einer 1,4-Polymerisation
oder einer anderen alpha-omega-Polymerisation begünstigen.
21. Verfahren nach Anspruch 18, 19 oder 20, dadurch gekennzeichnet , daß diese Maßnahmen die Einführung
einer Uberschußmenge der aromatischen Vinylverbindung
bei einer Eröffnungs- oder Abschlußstufe der Copolymerisationsreaktion
in die Reaktionszone umfassen.
22. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet , daß die Einführung kontinuierlich
durchgeführt wird.
130081/0580
23. Verfahren nach Anspruch 21, dadurch gekennzeichnet , daß die Überschußmenge vor dem Start
der Reaktion eingeführt wird.
24. Verfahren zur Herstellung einer elastomeren Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 5i dadurch gekennzeichnet , daß es im wesentlichen entsprechend
der Beschreibung eines der Beispiele 1, 2, 3, 4-, 6, 7, 8, 9 oder 10 durchgeführt wird.
25* Verfahren zur Herstellung einer elastomeren Zusammensetzung
nach Anspruch 1 oder 5» dadurch gekennzeichnet , daß es im wesentlichen entsprechend
der Beschreibung eines der Beispiele 11, 12, 13, 14-, 14A, 15, 16, 16B, 16G, 16D, 1? bis 24, 26, 27 oder 28 durchgeführt
wird.
26. Verfahren zur Herstellung einer elastomeren Zusammensetzung nach Anspruch 1 oder 5» dadurch g ek e η η zei,chnet,
daß es im wesentlichen entsprechend der Beschreibung eines der Beispiele 35* 36 oder 37
durchgeführt wird.
27· Nichtvulkanisierte, elastomere Zusammensetzung, dadurch
gekennzeichnet , daß sie ein Gemisch eines elastomeren Copolymerisate entsprechend einem der Ansprüche
1 bis 17 zusammen mit Vulkanisationsmischungsbestandteilen
umfaßt.
28. Reifen, dadurch gekennzeichnet , daß seine Lauffläche durch Vulkanisation einer elastomeren Zusammensetzung
nach Anspruch 27 hergestellt worden ist.
29. Reifen, dadurch gekennzeichnet , daß seine Lauffläche ein elastomeres Copolymerisat entsprechend einem
der Ansprüche 1 bis 17 nach Vulkanisation umfaßt.
13G0S1/QS89
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| GB8038405 | 1980-11-29 | ||
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